Motorschaden 1,4 TSI 160PS 2009er BJ, letztes Jahr gekauft.

VW Golf 6 (1KA/B/C)

Hallo liebe Leute, ich bin ganz neu hier in diesem Forum, lese aber schon seit einiger Zeit hier recht hilfreiche Beiträge und hoffe nun, dass ihr mir bei meinem Problem helfen könnt bzw. Einschätzungen geben könnt.

Es gibt zwar schon ähnliche Themen aber so 100% ig passt das alles nicht.

Also ich fahre seit fast genau einem Jahr einen optisch wunderschönen Golf VI 1,4 TSI mit 160PS. Gekauft habe ich ihn bei einem renomierten VW Händler in meiner Stadt. (wer ihn kennt=Voets)
EZ meine Fahrzeuges ist 10/2009 und hatte 90t Km runter beim Kauf.

Mit im Paket war natürlich die Gebrauchtwagengarantie von VW die ziemlich genau am 18.11.2014 abgelaufen wird.

Nun zum Problem:

Anfangs fiel mir ab und zu ein leichtes Zucken auf (Ruckeln konnte man da da noch nicht nennen). Dieses Zucken war so unregelmäßig und selten dass ich es schon fast ignoriert habe. Bis Juni 2014 wurde dies aber immer schlimmer -so dass man es auch Ruckeln nennen konnte. Dieses Ruckeln /Zögern trat meistens entweder im Drehzahlbereich zwischen 1000 und 2500 U/min oder/und zwischen 3500 und 4500 U/min auf.(letzteres meistens auf der Autobahn bemerkt) So brachte ich ihn Ende Juni das erste mal deswegen in die Werkstatt - der Freundliche tauschte das Magnetventil des Turbos aus (so sagte man es mir)
Anfangs schien das das Ruckeln behoben. War es aber nicht - also wieder zum äußerst Freundlichen - nun war es - nachdem VW kontaktiert wurde, weil die Werkstatt nicht weiter wusste - ein Abschaltventil des Turbos (so sagte man es mir)
Es vergingen 3 Wochen - dann wieder Autobahn und Volllastfahrten - das Ruckeln war wieder da bzw. wahrscheinlich nie wirklich weg.
Also ging es am Montag (03.11.14) wieder in die Werkstatt.

Heute die Nachricht: Ihr Fahrzeug hat einen schleichenden Motorschaden. Die Kolbenwände des 3. Zylinders haben Riefen. Lösungsvorschlag: Block wechseln! Kosten ca. 7000€

Da ich noch Garantie habe, übernimmt diese 60% Material und 100% Arbeitsleistung - wäre ich noch bei ca. 3500€ Eigenanteil. (Derzeitige Laufleistung 112.000km)

Kulanzantrag wurde lt. Aussage des Servicemenschen abgelehnt -Sonderkulanzantrag wurde gestellt. Das Ergebnis erfahre ich morgen.

Frage an Euch: Wie würdet ihr euch verhalten ? Soll ich die Reparatur machen lassen? Soll ich mich an VW wenden? Soll ich auf Händlerkulanz hoffen? Soll ich erstmal bezahlen und dann auf Erstattungen hoffen oder verfällt dann diese Möglichkeit ganz ?

Ich habe das Fahrzeug kein Jahr und habe einen Motorschaden ?! Serviceintervalle wurden alle eingehalten.

Beste Antwort im Thema

https://www.verbraucherzentrale.it/23v19872d13893.html

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Ist das Problem beim Golf 7 nun eigentlich ausgestanden? Klar, nun wurde wieder der Zahnriemen verbaut und damit das Problem des Steuerkettenrasselns auf fragwürdige Weise beseitigt, aber was ist mit den Kolbenfressern? Warum kamen diese eigentlich vor? Nachtröpfelnde Injektoren? Gab es da jemals ein Statement der Werkstatt hierzu?

Nun zu Anfang gab es mal probleme mit den Beschichtungen der Kolben selber aber die späteren Motorschäden waren wohl häufig durch gebrochene Kolbenringe entstanden -> Als Fazit bleibt da wohl schlicht falsches oder schlechtes Material.

Das ist schon bitter, man könnte fast meinen, dass mit den ersten TSI - Motoren keine Extremerprobungsfahrten gemacht wurden.

Zitat:

@GoLf 3 Bastler schrieb am 8. November 2014 um 14:25:27 Uhr:


Nun zu Anfang gab es mal probleme mit den Beschichtungen der Kolben selber aber die späteren Motorschäden waren wohl häufig durch gebrochene Kolbenringe entstanden -> Als Fazit bleibt da wohl schlicht falsches oder schlechtes Material.

Kolbenringe eher weniger, sondern immer wieder die Ringstege.

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Aber warum? Ich meine, Vw hat doch früher sensationell haltbare Motoren gebaut (ich denke da z.B. an den 1.8 er Sauger mit 90 PS im Golf 2 meines Vaters). Wurde da plötzlich etwas Grundlegendes geändert?

Zitat:

@bbbbbbbbbbbb schrieb am 9. November 2014 um 00:19:14 Uhr:


Wurde da plötzlich etwas Grundlegendes geändert?

Das habe ich mich auch schon gefragt.

Die grundlegendste Veränderung im Entwicklungsprozess scheint mir die Einführung der Computersimulation zu sein.

Da schlägt dann der Unterschied zwischen Theorie und Praxis gnadenlos zu.

Gerade z.B. im Bereich der Steuerketten scheint mit den Datenmodellen irgendetwas nicht zu stimmen.
BMW hat anscheinend auch schwerwiegende Probleme damit.

Irgendeinen merkwürdigen Grund muss es auf alle Fälle geben, dass man heute plötzlich Probleme mit den mechanischen Basics bekommt.

Grüße!

Zitat:

@bbbbbbbbbbbb schrieb am 9. November 2014 um 00:19:14 Uhr:


Aber warum? Ich meine, Vw hat doch früher sensationell haltbare Motoren gebaut (ich denke da z.B. an den 1.8 er Sauger mit 90 PS im Golf 2 meines Vaters). Wurde da plötzlich etwas Grundlegendes geändert?

Denke, da kommen auch die immer strenger werdenden Öko-Auflagen (danke EU! 🙄) dazu, sodass die Hersteller auf Teufel komm raus versuchen, mit irgendwelchen aufgeblasenen Mini-Motörchen versuchen, den Spritverbrauch und CO2-Ausstoß mit allen Mitteln zu senken (geht dann halt leider oftmals zulasten der Standfestigkeit der Motoren).

Hi,

das liegt nicht an der Eu das die Hersteller die Bauteile so knapp dimensionieren.

Ein paar € mehr und viele Bauteile hätten deutlich mehr reserven.

Das sind die Motoren allgemein. Schaut Euch doch mal die Autos von heute an! Überall Plastik, Alu und Trompetenblech.

Die Motoren sind heute nur noch Alluminium weil das Verfahren sehr günstig ist und das Material auch. Als Rechfertigung sagt man "Gewichteinsparung", aber das stimmt hinten und vorne nicht! Der 1er GTI brachte 800 kg auf die Waage, der aktuelle fast das Doppelte.

Ja sicherlich wiegen die autos heute viel mehr als vor 30 jahren...ist ja auch selbstverständlich sowas, die wagen sind viel sicherer geworden und natürlich auch bequemer und erstmal die ganzen zusatzausstattungen dazu...fast jedes elektronische bauteil hat ein Steuergerät...usw...aber deshalb rechtfertigt es noch lange nicht warum die 1.4 motoren so zeitig das zeitliche segnen...

Hi,

die Belastung eines Bauteils kann heutzutage exakt berechnet werden und dann werden die bauteile eben entsprechend ausgelegt praktisch ohne Sicherheitsreserve. Wenn nun z.b. bei der Produktion auch nur das geringste schief geht und das Bauteil die vorgegebenen Spazifikationen nicht 100% einhält muß man davon ausgehen das die Lebenszeit dieses bauteils massiv verkürzt ist.

Die Steuerketten sind da ja teilweise ein paradebeispiel. Der Zulieferer der die angefertigt hat,hat ein Werkzeug zu lange benutzt (Kostendruck) dadurch waren die Ketten nicht 100% sauber gefertigt. Und schon war die Lebensdauer massiv verkürzt.

Wenn man nicht überall an die Grenzen des materials gehen würde,wäre die Ausfallquote deutlich geringer. Aber für die Hersteller ist das ein reine wirtschaftliche Betrachtungsweise. Wenn man bei einer Million Motoren 10€ mehr ausgibt sind das eben 10 Millionen €. Die 10 Millionen spart man lieber selbst wenn man dann hinterher 2 Millionen für Garantiereparaturen ausgeben muß ein lohnendes Geschäft. Das man nach Ablauf der Garantie dann zusätzlich Umsatz generiert ist auch nicht verkehrt.

An dem Fall hier verdient VW und der Händler ja auch. Wenn das material 3800€ kostet dann sind sicher 20 oder 30% Gewinn für den Händler und VW mit drin.

Gruß Tobias

Leider falsch.
Nicht miteinrechnen lässt sich die Kundenbindung bzw. das Verlieren dieser Kunden an andere Automarken. So schmälert sich schon mal deine Rechnung auf ein Minimum. Es wäre unterm Strich von VW eine Milchmädchenrechnung, wenn sie wie beschrieben kalkulieren. VW hatte schlicht und ergreifend Angst vor einem globalen Rückruf, der den Ruf der (und damit tangiert dies die Kundenbindung) Marke nachhaltiger beschädigt hätte als die bekannte Kulanzregelung es ohnehin schon macht.

Just my two cents.

Zitat:

@Turbotobi28 schrieb am 11. November 2014 um 06:57:56 Uhr:



[.....]
Die Steuerketten sind da ja teilweise ein paradebeispiel. Der Zulieferer der die angefertigt hat,hat ein Werkzeug zu lange benutzt (Kostendruck) dadurch waren die Ketten nicht 100% sauber gefertigt. Und schon war die Lebensdauer massiv verkürzt.
[.....]

Glaubst du wirklich diesen Stuss von "ausgenudelten" Stanzwerkzeugen beim Zulieferer, den VW versucht hat uns zu verkaufen, um von seinen eigenen Problemen mit der Konstruktion eines ordentlich funktionierenden Kettentriebs abzulenken.? 😕

Ist natürlich viel einfacher, den kleinen Zulieferer, der von solchen Aufträgen abhängig ist und sich nicht wirklich wehren kann, den schwarzen Peter zuzuschieben.

Vor 11 Jahren gab es zum Bsp. schon massive Kettenprobleme im VAG-Konzern beim Audi A3 3.2 und diese Probleme zogen sich wie ein roter Faden bis zum heutigen Tage. Siehe Golf 6, dort wurde während des gesamten Produktionszeitraum von Problemen mit der Kette berichtet.

Hi,

spielt eigentlich keine Rolle ob es stimmt oder nicht. Wenn es stimmt ist VW trotzdem Schuld weil die die Preise für die Zulieferer so stark drücken bzw. die Konstruktion der Kette so fragil ist das solche Kleinigkeiten zu einem Ausfall führen 😉

Es mag auch durchaus sein das einige Schäden darauf zurückzuführen sind, das dürften dann ja aber nur jeweils einige wenige sein. Dafür scheint das problem aber wirklich zu massiv. Außerdem sind es wohl häufiger auch die Kettenspanner oder wie in dem Fall hier gleich ein kompletter massiver Motorschaden.

Das problem mit dem Zulieferer mag bestehen oder auch nicht ,es wäre aber eh nur die Spitze des Eisbergs. Wie von mit schon geschrieben es ist ein generelles Problem das aus wirtschaftlichen Gründen an allen möglichen Teilen versucht wird das maximale herauszukitzeln und das war noch nie gut.

Gruß Tobias

Früher hat man wahrscheinlich die Bauteile auf Lastenheft + 25% Reserve gebaut... heute baut man nach Lastenheft und 1% Reserve auf die im Rechner Simulierten Teile bzw deren Haltbarkeit und Laufleistungen... dazu bis Ultima Ratio gedrückte Zulieferer und vòila schon haben wir Kernschrott Motoren ala 1.4 TSI in der ersten Generation.

Den Motoren im MQB (Zahnriemen) gebe ich ne unabhängige Chance sich zu beweisen... Nur mit dem 7 Gang Trocken DSG werde ich wohl nie warm werden.

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