Meine Meinung zur S-Tronic

Audi A3 8P

Nach einem Jahr 6-Gang S-Tronic folgendes Fazit:

Prinzipiell eine feine Sache, aber wiedermal ärgerliche Mängel. Manuellen Modus gibt es, defacto, nicht! Gefällt mir natürlich gar nicht, denn ich möchte schon noch selbst die Kontrolle über mein Fahrzeug behalten, wenn ich das will. Konkret meine ich damit folgende Szenarien:

1. Fahre im (vermeintlich) manuellen Modus im 4. Gang 4. Möchte ein Fahrzeug überholen (Runterschalten wäre jedoch nicht wirklich nötig) und drücke das Gaspedal voll durch. Die S-Tronic schaltet von selbst runter?! WTF, denk ich mir. Wofür heisst der manuelle Modus denn eigentlich so?

2. Beispiel: Wieder ein Überholvorgang. Schalte in die 3., gebe Vollgas, S-Tronic schaltet von selbst, kurz vorm roten Bereich rauf, was schon zu einigen Verschaltern geführt hat, weil ich meistens genau im selben Moment (bzw. unmittelbar danach) mit den Paddels hochschalte. Meiner Meinung nach sollte der Wagen vorm roten Drehzahlbereich einfach stehenbleiben. Ich möchte immer noch selbst entscheiden (vor allem in einem sogenannten manuellen Modus), wann ich hochschalte. Und solange alles im grünen Bereich bleibt, kann ich nicht nachvollziehen, warum die S-tronic hochschaltet.

Was denkt ihr?

Beste Antwort im Thema

Man kann sich das DSG auch künstlich schlecht reden ... Keine Automatik ist perfekt, aber das DSG kommt einem optimalen Automatikgetriebe schon sehr nahe finde ich. Und vor allem, da es noch eine so junge Getriebetechnik im Großserien-Pkw-Bau ist, wo noch so einiges optimiert werden wird.

Ich hab jedenfalls richtig Lust darauf, dass mein nächstes Auto auch ein Doppelkupplungsgetriebe bekommt. Die 30 kg extra dafür (ca.) im Vergleich zu nem Handschalter sind der Komfort und die schnelleren Gangwechsel allemal wert finde ich.

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oh man, nicht schon wieder :-X 

Na, dann wäre wohl die R Tronic das richtige für alle hier:-) das ist nämlich ein automatisiertes Schaltgetriebe.

R tronic® ist ein automatisiertes Schaltgetriebe mit einem eigens entwickelten Joystick. R tronic® kombiniert den geringeren Kraftstoffverbrauch einer herkömmlichen Handschaltung und den Komfort einer automatisierten Schaltung. Der Vorteil: Volle Freiheit der Gangwahl mit hohem Wirkungsgrad.

S tronic® Schneller schalten, sportlicher fahren: Die S tronic® verbindet die Sportlichkeit des Schaltgetriebes mit den Vorzügen der Automatik. Die Gangwechsel mit dem Doppelkupplungsgetriebe geschehen komfortabel und nahezu ohne spürbare Zugkraftunterbrechung. Je nach Fahrerwunsch kann die Schaltung im vollautomatischen oder in einem manuellen Modus mit den Schaltwippen am Lenkrad gesteuert werden.

Zitat:

Original geschrieben von docfraggler



die maximalleistung steht bei den kleinen motoren deutlich vor 6000 u/min zur verfuegung(4200u/min 1.8tfsi oder 5000 u/min 1.4tfsi und 1.2tfsi). ein deutliches ausdrehen des motors ueber den punkt der maximalen leistungsabgabe hinaus kostet nur zeit und ist schlicht sinnlos.

das hat wenig mit radzugdiagrammen oder ahnung zu tun, sondern eher mit physik 😉

Tja, genau ein Radzugkraftdiagramm beschreibt was die Physik vorgibt.

Es geht ja nicht um die Maximalleistung, sondern um das Drehmoment, welches auf der Strasse ankommt.

Selbst oberhalb eines möglichen Leistungsplateu kann das Drehmoment an den Rädern größer sein, als mitten in diesem Plateu in einem höheren Gang.

Die Übersetzungen aus Achse und Getriebe spielen hier eine entscheidende Rolle. 😉

Im Anhang ist ein Diagramm für den S3. Hier sieht man schön, dass das Ausdrehen in den ersten drei Gängen Pflicht ist, und ab dem vierten knapp vor dem Begrenzer geschalten werden muss.
Solange die obere Linie höher ist als die folgende ist das Drehmoment an den Rädern höher.

Zitat:

Original geschrieben von zerschmetterling81


Man muss eben verstehen, dass man eine Automatik gekauft hat. Die Probleme von "ich will am Begrenzer manuell schalten, dann schaltet die Automatik von selbst und ich dann nochmal manuell, das ist doof" kommen daher, dass man noch nicht genug Erfahrung mit dem Fahren von Automatikautos hat.

Hier geht es nicht um Erfahrung! Ich habe lediglich meine Kritik an der S-Tronic geäußert und dieser Krtitikpunkt bleibt unverändert. Denn laut einigen (wie auch deiner Meinung nach) passt es so. Ich stelle aber dann nochmals die Frage in den Raum, wofür es den manuellen Modus bei der S-Tronic denn überhaupt gibt? Weil, de facto, schaltet es im D- und S- Modus genauso wie im M-Modus. Wenn ich will, dass das Auto im Begrenzer automatisch schaltet kann ich im D oder S-Modus bleiben und bei Bedarf die Paddels benutzen. Somit bleibt meine Kritik, dass der M-Modus der S-Tronic insofern schwachsinnig ist, als "manueller" Modus ansich obsolet ist und ich daher seine Daseinsberechtigung in dieser Form in Frage stelle.

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Deine Kritik ist natürlich berechtigt. Der A3 ist eben ein Straßenauto, optimiert für die Anforderungen des normalen Straßenverkehrs. Und da ist es eben ein Fehler, wenn der Fahrer mit einem Automatikgetriebe am Drehzahlbegrenzer "hängen" bleibt, weil er z. B. aus Versehen im manuellen Modus fährt. Und gleichzeitig sehe ich es als ein Komfort/Sicherheitsmerkmal für so ein Straßenauto, wenn die Automatik dann hochschaltet...

Mich würde mal interessieren, wie die S-tronic vom R8 hier programmiert ist: hochschalten am Begrenzer oder nicht? Ich vermute, dass auch dort automatisch hochgeschaltet wird.

Der allgemeine Trend von über 98% aller Menschen ist, behaupte ich mal, ein anderer: die Leute wollen mehr Komfort und dass die Maschine mehr selbständig macht, statt dass sie selbst denken und erkennen müssen, dass man am Drehzahlbegrenzer hochschaltet.

Zitat:

Original geschrieben von zerschmetterling81


Deine Kritik ist natürlich berechtigt. Der A3 ist eben ein Straßenauto, optimiert für die Anforderungen des normalen Straßenverkehrs.

Möchte betonen, dass sich meine Kritik auf den S3 mit S-Tronic bezieht. Wer dieses Fahrzeug kauft und fährt, will, imho, auch mal sportlich fahren und selber schalten! Für den A3 und seine Klientel mag das was du sagst sicherlich völlig korrekt sein.

Zitat:

Original geschrieben von zerschmetterling81


Und da ist es eben ein Fehler, wenn der Fahrer mit einem Automatikgetriebe am Drehzahlbegrenzer "hängen" bleibt, weil er z. B. aus Versehen im manuellen Modus fährt. Und gleichzeitig sehe ich es als ein Komfort/Sicherheitsmerkmal für so ein Straßenauto, wenn die Automatik dann hochschaltet...

Aus "Versehen" in den manuellen Modus zu wechseln halte ich ungefähr für so häufig und wahrscheinlich wie Gas und Bremse zu verwechseln. Und wenn mir der Fahrzeughersteller für diesen Fall auch ein "Sicherheitsfeature" verbauen möchte welches vermeintlich erkennt, dass ich versehentlich auf die Bremse trete und in Wirklichkeit nur maximal beschleunigen möchte, dann würde ich dies genau so kritisieren wie eine im manuellen Modus selbstständig hochschaltende Sport-Automatik!

Servus,

fahre jetzt 1 jahr (30 ts km) meinen 1,4 tsi mit dsg und möchte diese kombi auf keinen fall mehr missen. in jeder fahrsituation einfach genial. wer jedoch das dsg schlecht redet, der sollte sich gedanken drüber machen, warum man sich ein dsg kauft. allemal besser als eine reine automatik.

Ich wollte noch dazu anmerken es kann auch in Einzelfällen wie bei mir dazu kommen, dass man kurzzeitig im "D" Modus in den Gängen hängen bleibt und das vorlegen der Gänge nicht klappt, das war bei mir schon vier mal der Fall, das DSG hängt fest bei mir im 2Gang und dann dreht man unweigerlich bis 4000-5000U/min hoch und dann irgendwann schaltet es wieder, warum das passiert weiß ich selbst nicht, meistens beim anfahren.

Naja ausserdem eine Meinung zur S-tronic ist wie Kaffeesatz lesen, da ein Getriebe nur ein Helfer ist um das Motordrehmoment bzw. die Drehzahl im optimalen Bereich zu halten.Ein unscheinbares stufenloses Getriebe ist der eigentlich König nach dem Motor. Aber das es stufenlose Konstruktionen gibt, die nur ein Drehzahlband kennen in den Sie stufenlos regeln können, sind Sie auch nur bedingt brauchbar. Ne bessere Kupplung eigentlich nur.
Ich träume von einem Getriebe was eigentlich garnicht mehr gibt und unscheinbar eigentlich im Differenzial zu finden ist.
Was nur die Aufgabe besitzt für den Fahrer die notwendige Beschleunigung zum optimalen Kraftstoffverbrauch optimiert.

Zitat:

Original geschrieben von Robmukky


Naja ausserdem eine Meinung zur S-tronic ist wie Kaffeesatz lesen, da ein Getriebe nur ein Helfer ist um das Motordrehmoment bzw. die Drehzahl im optimalen Bereich zu halten.Ein unscheinbares stufenloses Getriebe ist der eigentlich König nach dem Motor. Aber das es stufenlose Konstruktionen gibt, die nur ein Drehzahlband kennen in den Sie stufenlos regeln können, sind Sie auch nur bedingt brauchbar. Ne bessere Kupplung eigentlich nur.
Ich träume von einem Getriebe was eigentlich garnicht mehr gibt und unscheinbar eigentlich im Differenzial zu finden ist.
Was nur die Aufgabe besitzt für den Fahrer die notwendige Beschleunigung zum optimalen Kraftstoffverbrauch optimiert.

Bist du mal längere Zeit Multitronic gefahren (ich: ja). Meiner Meinung nach eine verkannte Getriebetechnik.

Wenn man der Multitronic die Chance gegeben hätte, sich zu entwickeln, würde wohl in ein paar Jahren kein Hahn nach Doppelkupplungsgetrieben krähen...

Zitat:

Original geschrieben von zerschmetterling81


Wenn man der Multitronic die Chance gegeben hätte, sich zu entwickeln, würde wohl in ein paar Jahren kein Hahn nach Doppelkupplungsgetrieben krähen...

wenn ich mich recht entsinne, wurde die mt 1999 in den markt gebracht. bis modelljahr 2006 waren die schergen von vag nicht in der lage, dem getriebe die noetige standfestigkeit mit auf den weg zu geben.

ganz offensichtlich war also nicht das noetige knowhow vorhanden, mit dieser loesung auf einen gruenen zweig zu kommen...

gruesse vom doc

Ich hatte zwei CVT-Getriebe in der Familie: im BMW Mini und im Audi A4 B7 2.0 TDI. Beide Male problemlos, komfortabel und fahrdynamisch.

Standfestigkeit ist meiner Meinung nach (bis auf Ausnahmen) kein Konzept-Problem, sondern ein lösbares über Entwicklung/Erfahrung in der Konstruktion.

Zitat:

Original geschrieben von zerschmetterling81


Ich hatte zwei CVT-Getriebe in der Familie: im BMW Mini und im Audi A4 B7 2.0 TDI. Beide Male problemlos, komfortabel und fahrdynamisch.

Standfestigkeit ist meiner Meinung nach (bis auf Ausnahmen) kein Konzept-Problem, sondern ein lösbares über Entwicklung/Erfahrung in der Konstruktion.

Wie geschrieben, das stufenlose Getriebe ist der König unter den Getriebevarianten bzw. CVT Getriebe, dennoch haben die auch noch Schaltstufen. Also ganz komplett über das ganze Drehzahlband geht es nicht.

Die "Schaltstufen" beim CVT sind nur per Software eingefügt. Soweit ich weiß damit das Beschleunigungsgefühl größer ist bzw. sich das gewohnte Kopfnicken einstellt, wenn man richtig auf die Tube drückt. Mechanisch und technisch gibt es da keinen Grund für.

Zitat:

Original geschrieben von zerschmetterling81


Die "Schaltstufen" beim CVT sind nur per Software eingefügt. Soweit ich weiß damit das Beschleunigungsgefühl größer ist bzw. sich das gewohnte Kopfnicken einstellt, wenn man richtig auf die Tube drückt. Mechanisch und technisch gibt es da keinen Grund für.

Exakt, die reinen CVT-Getriebe sind beim Kunden nicht angenommen worden, weil die Schalftstufen fehlen. Daher hat man sie künstlich eingefügt.

Völliger Unsinns, aber der gemeine Autofahrer/-käufer ist nunmal dumm. 😉

Ich bin auch der Meinung, dass so ein CVT eine Menge Möglichkeiten bietet, die aber nicht mal ansatzweise ausgeschöpft wurden, um die gewohnte Bedienung durch die Fahrer nicht ändern zu müssen.

Ich könnte mir beim CVT zum Beispiel einen Eco-Modus vorstellen, in dem auch viel Gas-geben nicht die Übersetzung zu Gunsten der Beschleunigung verringert, sondern den Motor im unteren (verbrauchsgünstigen) Drehzahlbereich festhält. Mit den automatischen CVT, die ich bisher kenne (Audi Multitronic im A6 C5 und A4 B7 und BMW Mini) ist das nicht umgesetzt, da muss man unnötig Sprit verschwenden durch langsames Beschleunigen bei wenig Last, wenn man Sprit sparen will.

Eigentlich würde ich mir ein CVT wünschen mit einem stufenlosen Übersetzungs-"Schubhebel" (wie im Flugzeug). So könnte ich auf Überlandstrecken den Hebel in Richtung maximale Übersetzung schieben und trotzdem auch mal an Steigungen mehr Gas geben, um die Geschwindigkeit zu halten, ohne dabei verbrauchs-ungünstig unnötig die Übersetzung zurück zu nehmen.

Neben dieser Schubhebel-Betriebsart hätte ich dann gerne noch einen "Sport-Knopf", der mir den Motor bei Nenndrehzahl (z. B. 6.000 upm) festhält, wenn möglich. Für maximalen Bums.

Leider ist sowas alles nicht massentauglich, so dass das CVT weit hinter den Möglichkeiten zurückbleibt und wenig sinnvolle Dinge wie Schaltstufen und wechselnde Drehzahl bei Vollgas einprogrammiert wurden...

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