Kein Hungerhaken - 1.950 kg mit Anhängerkupplung von sk

VW Caddy 4 (SA)

Hier mein angekündigter Bericht zur Maximierung der Anhängelast am Caddy:

Da ich mir für meinen neuen Maxi-Caddy (geliefert im Mai 2018) mit Allradantrieb schon vorstellte, damit auch zumindest hin und wieder mal einen Wohnwagen zu ziehen und dabei dann auch keine Beschränkung auf eine rollende "Biwakschachtel" mit leerem Kühlschrank zu haben, war ich anfangs etwas entsetzt über die mageren 1.350 kg Anhängelast, die mein zukünftiger Caddy bei 12% Steigung (1.450 kg bei 8%) würde ziehen dürfen.
Mein Touran hatte bereits 1.800 kg (bei 8%) eingetragen.

Ein Auflastung der serienmäßigen Anhängekupplung durch ein gekauftes Gutachten hätte lediglich ein paar zusätzliche Kilos gebracht, was eben der serienmäßige D-Wert so hergegeben hätte.

Und so entschied ich mich für die "große" Lösung mit eine speziellen Nachrüst-AHK und bestellte lediglich die AHK-Vorbereitung, zumal für meinen Caddy nur eine starre Ausführung lieferbar gewesen wäre.

Mein Wunsch war jedoch auch eine abnehmbare AHK zu bekommen, und wenn es geht, auch eine, von der man dann nichts mehr sieht.

Und so bestellte ich lediglich die Anhängekupplungsvorbereitung und begab mich auf die Recherche nach dem Maximum an Anhängelast, das mit vernünftigem Aufwand zu erzielen ist.

Dabei fiel dann die Entscheidung auf die abnehmbare Anhängerkupplung der sk.Handels Gmbh aus Aicha vorm Wald, Bayern.

Diese solle lediglich mit einer "Berichtigung der Fahrzeugpapiere nach § 13 FZV", nach Vorlage einer Kopie der COC-Papiere, vom TÜV Bayern mit FIN ausgestellt auf mein Fahrzeug, direkt bei der Zulassung eingetragen werden können, sofern das Fahrzeug nicht mehr als 1.000 km drauf habe oder nicht länger als 4 Wochen zugelassen sei.
Und ich unterstelle einmal, daß das in Bayern sicher auch funktioniert hätte.

Die Anhängerkupplung kam dann in der zugesagten Frist zeitnah an - hatte wohl drei Tage länger gedauert, weil ich wegen Wohnwagen das volle Elektrikpaket haben wollte (incl. Dauer- und Zündungsplus) und dazu ein zusätzliches Paket zum Jäger-Elektriksatz erst noch beschafft werden mußte.

Die Anhängerkupplung wird anscheinend in der Slowakei unter der Marke "Bosstow" gefertigt und hat einen D-Wert von 10,58 KN. Und für mein Fahrzeug wurden vom TÜV 1.950 kg Anhängelast bei 8% Steigung bescheinigt. Für 12% änderte sich allerdings nichts an den 1.350 kg.

Dann muß man eben schauen, wo man über die Alpen kommt ohne Steigungen über 8% nehmen zu müssen.

Allerdings kam dann die Sache mit unserer hessischen Zulassungsbehörde (hier Friedberg): Die machte nämlich in vollem Maße von ihrem "Ermessensspielraum" Gebrauch und verlangte eine TÜV-Abnahme nach der Montage. Dank meiner sehr engagierten Werkstatt, dem Autohaus Staaf, Nidderau, mit eigenem TÜV wurde dieser zusätzliche Umstand jedoch zeitnah und professionell nach dem Anbau der Kupplung miterledigt.

Dies vor allem, weil der Lieferant dazu das originale Gutachten zur Einsicht zur Verfügung stellen mußte - und was dieser nur sehr ungern herausgeben wollte.

Das ist allerdings auch nachvollziehbar, da es ja nach meiner Vermutung eine handelsübliche Anhängekupplung ist, für die ein kostspieliges Gutachten über die Anhängelasterhöhung beim Caddy angefertigt wurde, und das man nicht auf dem freien Markt kursieren lassen möchte.

In sofern ist diese Zurückhaltung ok, aber es wurde offensichtlich ein Weg gefunden, der die Interessen des Lieferanten gewahrt hat (daher Anfragen zwecklos - ich habe diese Papiere selbst auch nie zu Gesicht bekommen), und so wurde schließlich die Kupplung nach Einbau, TÜV-Abnahme, alles innerhalb von 2 Tagen, erfolgreich eingetragen. Alles gut!

Und nun noch einmal zusammengefaßt:

Die Vorteile der genannten Anhängekupplung:

1. Sie bietet bei 8% eine ordentliche Anhägelast von 1.950 kg und ein dafür konsequent erhöhtes Zuggesamtgewicht von 4,2 t.

2. Sie ist abnehnehmbar! (gibt's auch in starr)

3. Der Kugelkopf ist ohne unters Fahrzeug kriechen zu müssen in Sekunden eingesteckt und verriegelt und genau so schnell wieder abgenommen.

4. Es sind an beiden Seiten der Kugelkopfaufnahme "Holland-Ösen" vorhanden.

5. Der Kugelkopf ist perfekt im Bild der Rückfahrkamera sichtbar.

Die Steckdose kann hochgeschwenkt werden und verlangt den üblichen Aufwand beim Einstecken des Kabels.

Die Nachteile:

1. Die Kupplungsaufnahme bleibt unterhalb der Stoßstange sichtbar - nicht sehr sexy, da muß ich mir noch was einfallen lassen - (irgendwie ein kurzes fettes Auspuffendrohr draufstecken oder so... 😎)

2. Diese Aufnahme verringert ein wenig den hinteren Böschungswinkel im Vergleich zu einer serienmäßigen abnehmbaren Kupplung, die für mein Fahrzeug aber nicht lieferbar ist, bzw. im Vergleich zu anderen abnehmbaren Kupplungen mit anderer Bauart (aber auch geringerer Anhängelast).

3. Sie ist serienmäßig nicht mit Schloß gesichert. (Ersatz kostet 160,- €)

4. Die Kugel steht bei meinem 4Motion deutlich höher als z. B. bei meinem Touran, so dass mein alter Anhänger ein wenig nach hinten gekippt dranhängt.

Laut telefonischer Auskunft gäbe es aber Kugelköpfe die weniger stark nach oben gebogen sind - da werde ich mal dran bleiben und eine Anfrage starten - und es hier kommunizieren, wenn ich eine konkrete Auskunft bekomme.
Aber immerhin ist der Anbau an meinem Caddy TÜV-abgenommen, so dass ich mal unterstelle, dass die Kugelhöhe noch im zulässigen Bereich liegt.

Die Daten:

Anhängelast 1.950 kg bei 8% Steigung (12% und ungebremst unverändert 1.350 bzw. 750 kg)
Stützlast 78 kg
Zuggesamtgewicht 4.200 kg
D-Wert 10,58 kn
Marke Bosstow, Slowakei

Nach meinem Eindruck ist diese AHK dafür aber auch deutlich massiver und ausladender, als andere Produkte.

Die Kosten:

Für eine serienmäßge, starre AHK würde VW 631,- € a. W. verlangen.
Eine für mein Fahrzeug nicht verfügbare, abnehmbare, kostet 887,- €

Ich habe bezahlt:
AHK-Vorbereitung 250,- €
AHK incl. vollständigem Elektrosatz 923,- (incl. individuellem TÜV-Gutachten für mein Fahrzeug (60,-)
Einbau durch meine Werkstatt incl. Anbauabnahme durch TÜV und Eintragung in die Papiere 583,- €

Das ergibt Mehrkosten in Höhe von 1.125,- € im Vergleich zur starren AHK bzw. 869,- € gegenüber der abnehmbaren AHK, ab Werk.

Alle Angaben nach bestem Wissen, aber ohne Gewähr. Alle weiteren Fragen bitte ich bei Interesse an diesem Produkt mit dem Lieferanten zu klären. Ich bekam immer schnell jemanden ans Telefon, der freundlich und ausführlich Auskunft erteilte.

Kugelkopfaufnahme
Kugelkopf mit Schutztülle
Kugelkopf mit Hebel
+4
Beste Antwort im Thema

Hier mein angekündigter Bericht zur Maximierung der Anhängelast am Caddy:

Da ich mir für meinen neuen Maxi-Caddy (geliefert im Mai 2018) mit Allradantrieb schon vorstellte, damit auch zumindest hin und wieder mal einen Wohnwagen zu ziehen und dabei dann auch keine Beschränkung auf eine rollende "Biwakschachtel" mit leerem Kühlschrank zu haben, war ich anfangs etwas entsetzt über die mageren 1.350 kg Anhängelast, die mein zukünftiger Caddy bei 12% Steigung (1.450 kg bei 8%) würde ziehen dürfen.
Mein Touran hatte bereits 1.800 kg (bei 8%) eingetragen.

Ein Auflastung der serienmäßigen Anhängekupplung durch ein gekauftes Gutachten hätte lediglich ein paar zusätzliche Kilos gebracht, was eben der serienmäßige D-Wert so hergegeben hätte.

Und so entschied ich mich für die "große" Lösung mit eine speziellen Nachrüst-AHK und bestellte lediglich die AHK-Vorbereitung, zumal für meinen Caddy nur eine starre Ausführung lieferbar gewesen wäre.

Mein Wunsch war jedoch auch eine abnehmbare AHK zu bekommen, und wenn es geht, auch eine, von der man dann nichts mehr sieht.

Und so bestellte ich lediglich die Anhängekupplungsvorbereitung und begab mich auf die Recherche nach dem Maximum an Anhängelast, das mit vernünftigem Aufwand zu erzielen ist.

Dabei fiel dann die Entscheidung auf die abnehmbare Anhängerkupplung der sk.Handels Gmbh aus Aicha vorm Wald, Bayern.

Diese solle lediglich mit einer "Berichtigung der Fahrzeugpapiere nach § 13 FZV", nach Vorlage einer Kopie der COC-Papiere, vom TÜV Bayern mit FIN ausgestellt auf mein Fahrzeug, direkt bei der Zulassung eingetragen werden können, sofern das Fahrzeug nicht mehr als 1.000 km drauf habe oder nicht länger als 4 Wochen zugelassen sei.
Und ich unterstelle einmal, daß das in Bayern sicher auch funktioniert hätte.

Die Anhängerkupplung kam dann in der zugesagten Frist zeitnah an - hatte wohl drei Tage länger gedauert, weil ich wegen Wohnwagen das volle Elektrikpaket haben wollte (incl. Dauer- und Zündungsplus) und dazu ein zusätzliches Paket zum Jäger-Elektriksatz erst noch beschafft werden mußte.

Die Anhängerkupplung wird anscheinend in der Slowakei unter der Marke "Bosstow" gefertigt und hat einen D-Wert von 10,58 KN. Und für mein Fahrzeug wurden vom TÜV 1.950 kg Anhängelast bei 8% Steigung bescheinigt. Für 12% änderte sich allerdings nichts an den 1.350 kg.

Dann muß man eben schauen, wo man über die Alpen kommt ohne Steigungen über 8% nehmen zu müssen.

Allerdings kam dann die Sache mit unserer hessischen Zulassungsbehörde (hier Friedberg): Die machte nämlich in vollem Maße von ihrem "Ermessensspielraum" Gebrauch und verlangte eine TÜV-Abnahme nach der Montage. Dank meiner sehr engagierten Werkstatt, dem Autohaus Staaf, Nidderau, mit eigenem TÜV wurde dieser zusätzliche Umstand jedoch zeitnah und professionell nach dem Anbau der Kupplung miterledigt.

Dies vor allem, weil der Lieferant dazu das originale Gutachten zur Einsicht zur Verfügung stellen mußte - und was dieser nur sehr ungern herausgeben wollte.

Das ist allerdings auch nachvollziehbar, da es ja nach meiner Vermutung eine handelsübliche Anhängekupplung ist, für die ein kostspieliges Gutachten über die Anhängelasterhöhung beim Caddy angefertigt wurde, und das man nicht auf dem freien Markt kursieren lassen möchte.

In sofern ist diese Zurückhaltung ok, aber es wurde offensichtlich ein Weg gefunden, der die Interessen des Lieferanten gewahrt hat (daher Anfragen zwecklos - ich habe diese Papiere selbst auch nie zu Gesicht bekommen), und so wurde schließlich die Kupplung nach Einbau, TÜV-Abnahme, alles innerhalb von 2 Tagen, erfolgreich eingetragen. Alles gut!

Und nun noch einmal zusammengefaßt:

Die Vorteile der genannten Anhängekupplung:

1. Sie bietet bei 8% eine ordentliche Anhägelast von 1.950 kg und ein dafür konsequent erhöhtes Zuggesamtgewicht von 4,2 t.

2. Sie ist abnehnehmbar! (gibt's auch in starr)

3. Der Kugelkopf ist ohne unters Fahrzeug kriechen zu müssen in Sekunden eingesteckt und verriegelt und genau so schnell wieder abgenommen.

4. Es sind an beiden Seiten der Kugelkopfaufnahme "Holland-Ösen" vorhanden.

5. Der Kugelkopf ist perfekt im Bild der Rückfahrkamera sichtbar.

Die Steckdose kann hochgeschwenkt werden und verlangt den üblichen Aufwand beim Einstecken des Kabels.

Die Nachteile:

1. Die Kupplungsaufnahme bleibt unterhalb der Stoßstange sichtbar - nicht sehr sexy, da muß ich mir noch was einfallen lassen - (irgendwie ein kurzes fettes Auspuffendrohr draufstecken oder so... 😎)

2. Diese Aufnahme verringert ein wenig den hinteren Böschungswinkel im Vergleich zu einer serienmäßigen abnehmbaren Kupplung, die für mein Fahrzeug aber nicht lieferbar ist, bzw. im Vergleich zu anderen abnehmbaren Kupplungen mit anderer Bauart (aber auch geringerer Anhängelast).

3. Sie ist serienmäßig nicht mit Schloß gesichert. (Ersatz kostet 160,- €)

4. Die Kugel steht bei meinem 4Motion deutlich höher als z. B. bei meinem Touran, so dass mein alter Anhänger ein wenig nach hinten gekippt dranhängt.

Laut telefonischer Auskunft gäbe es aber Kugelköpfe die weniger stark nach oben gebogen sind - da werde ich mal dran bleiben und eine Anfrage starten - und es hier kommunizieren, wenn ich eine konkrete Auskunft bekomme.
Aber immerhin ist der Anbau an meinem Caddy TÜV-abgenommen, so dass ich mal unterstelle, dass die Kugelhöhe noch im zulässigen Bereich liegt.

Die Daten:

Anhängelast 1.950 kg bei 8% Steigung (12% und ungebremst unverändert 1.350 bzw. 750 kg)
Stützlast 78 kg
Zuggesamtgewicht 4.200 kg
D-Wert 10,58 kn
Marke Bosstow, Slowakei

Nach meinem Eindruck ist diese AHK dafür aber auch deutlich massiver und ausladender, als andere Produkte.

Die Kosten:

Für eine serienmäßge, starre AHK würde VW 631,- € a. W. verlangen.
Eine für mein Fahrzeug nicht verfügbare, abnehmbare, kostet 887,- €

Ich habe bezahlt:
AHK-Vorbereitung 250,- €
AHK incl. vollständigem Elektrosatz 923,- (incl. individuellem TÜV-Gutachten für mein Fahrzeug (60,-)
Einbau durch meine Werkstatt incl. Anbauabnahme durch TÜV und Eintragung in die Papiere 583,- €

Das ergibt Mehrkosten in Höhe von 1.125,- € im Vergleich zur starren AHK bzw. 869,- € gegenüber der abnehmbaren AHK, ab Werk.

Alle Angaben nach bestem Wissen, aber ohne Gewähr. Alle weiteren Fragen bitte ich bei Interesse an diesem Produkt mit dem Lieferanten zu klären. Ich bekam immer schnell jemanden ans Telefon, der freundlich und ausführlich Auskunft erteilte.

Kugelkopfaufnahme
Kugelkopf mit Schutztülle
Kugelkopf mit Hebel
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Was ham mer gelacht...

Vielleicht liegts auch an der prinzipbedingt eher schwachen Seitenführung der Hinterachse durch die Blattfederkonstruktion. Ich glaub der 4-Motion hat gerade mal einen Stabi hinten, von einem Panhardstab dürfen wir sicher weiter träumen. Den hat er ganz sicher nicht.
Das könnte ein Grund sein für die geringere Anhängelast im Vergleich zu Touran und Tiguan, die ja Schräg- oder Querlenker haben oder so ähnliches.

Hab heute die Rückmeldung bekommen, dass es nur eine Kupplungskugel zum stecken gibt. Nur die Flanschkupplungen gibts in der Höhe modifizierbar. Dazu ist der Caddy dann sicher nicht Nutzfahrzeug genug. Hatte es mir schon gedacht. Man kann nicht alles haben...

Moin,

auch bei meiner Serien-AHK (abnehmbar) am Caddy ist die Kugel höher als vorher am T4 mit Serien-AHK (starr).
https://data.motor-talk.de/.../...1235324356730-448746837882079516.JPG
Am T4 stand das Motorrad waagerecht, nicht bergauf ...

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Hast aber ein feines Mopped hintendrauf. Nicht genau zu erkennen, tippe mal auf Paralleltwin - 'ne Bonni oder ne XS 650?

da spricht der Kunstexperte 😉

ist 'ne '75er XS650, US-Modell im "Nahezu-Originalzustand", wenn auch mit mehr als "Patina". Aber sie fährt - das Bild ist entstanden auf der Rückfahrt von einem Gruppen-3-Tage-900-km-Wochenende im Süddeutschen.

Nachdem ich mich nun auch dafür interessiert habe, dass ich auch Tempo 100 nutzen kann bei einem Wowa, der etwas mehr wiegt - darf ja 1.950 kg ziehen - hab ich einen Sachverständige gefunden, der mir übermorgen das tatsächliche Leergewicht als Siebensitzer einträgt. Hab ihn heut 90% vollgetankt und wie ab Werk geliefert bei der Waage vorgestellt und einen offiziellen Wiegeschein bekommen mit 1.880 kg (!) Leergewicht. Dazu kommen dann noch die theoretischen, schlanken 75 kg für meine "Wenigkeit" als Fahrer. Und so habe ich 1.955 kg offizielles Leergewicht. Das sind 306 kg mehr, als serienmäßig eingetragen. (1.649 kg). Damit kann ich dann alle Wohnwagen, deren zulässiges (!) Gesamtgewicht diesen Wert nicht übersteigt mit Tempo 100 über die Autobahn ziehen.

Aber auch in den COC-Papieren ist die Rede von einer Gesamtmasse von 1.889 kg! Also liege ich mit meiner Wiegung im realistischen Bereich. Da sind vermutlich zwar der Fahrer schon mit eingerechnet, aber nicht die nachgerüstete Bosstow-AHK - ein ziemliches Mörderteil!

Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass der Caddy bei einem zul. Ges.-gew. von 2.415 kg dann nur noch 10 kg Zuladung hat, wenn er mit sieben Leuten (á 75 kg) besetzt ist.

Da müssen wir uns dann halt ein wenig einschränken... 🙄

Gutachten und TÜV Zulassung hin oder her, ein 2t Caddy, auch 4M, mit 2t am Haken ist kritisch in engen Kurven, bei plötzlichen Brems- und Ausweichmanövern, auf Bergstraßen, bei Vollbremsungen bei Fahrfehlern Dritter. Man muss sich eigentlich immer bewusst sein, dass man grenzwertig unterwegs ist.
Ich bin in den letzten 18 Monaten rund 10000km mit 2t Anhänger am fast vollbeladenem Navara Pickup unterwegs gewesen. Mehrfach habe ich nur dank der deutlich größeren Fahrzeugmasse von knapp 3,2t in kritischen Situationen die Kontrolle behalten, die ich mit einem Zug mit 1:1 Gewichtsverteilung nicht hätte behalten können, weil mich der Hänger von der Straße, auf den Vordermann oder in den Gegenverkehr geschoben hätte.
Die elektronischen Helfer schieben den Kontrollverlust zwar etwas hinaus, aber am Ende bestimmt immer die größere über die kleinere Masse und bei zwei gleich großen Massen von Fahrzeug und Anhänger gibt es nur noch den Punkt in der Mitte, um den beide Massen kreisen.

Zudem ist der Caddy in Serie auch als 4M nur für 1500kg gedacht gewesen. Wenn du da nun fast 2to hinter hast, brauchst du da bei Temperaturen >22°C nicht an die 100km/h denken sonst überhitzt die Kiste.

Ich bin Sommer mit 60 - 70 Sachen und 1300kg im Nacken den Feldberg im Schwarzwald hoch und hatte schon 124°C Öl-Temp. Auf der A1 bei Bremen waren es auch etwa 112°C bei 100km/h 4 Wochen vorher. Also immer schön sachte wenn du soviel am Haken hast.

Gibt ja noch Ölkühler im Zubehör.

@unpaved Da hast du sicher Recht mit deinen Bedenken! So sehe ich das auch. So ein Gespann ist - ganz allgemein - nichts für Anfänger. Das ist mir vollkommen klar. Daher darf das auch nicht jeder fahren, der einen Autoführerschein hat.
Leider bekommt man das auch heute nicht mehr so ganz mit, dass man verantwortlich ist für sein tun und lassen.
Und besonders wenn man solch große Massen in Bewegung setzt, dann sollte man vorher das Gehirn eingeschaltet haben, sonst wird das nichts...

Ich denke, Öltemperaturen bis 130 oder 140 Grad sind noch kein Weltuntergang. Aber das werd ich auf jeden Fall auch im Blick behalten, sollte so eine Situation mal anstehen. Aber mehr als 8% sind sowieso nicht freigegeben mit der Erhöhung.

@Badland Als ich im Sommer Richtung Nordsee gefahren bin, hatte ich auch ohne Hänger Öltemperaturen zwischen 115°C und 125°C. 😉

Zitat:

@haku3 schrieb am 18. September 2018 um 20:58:02 Uhr:


Daher darf das auch nicht jeder fahren, der einen Autoführerschein hat.

So groß ist die Hürde für B96 auch nicht. 200 € im günstigsten Fall und nicht mal ne richtige Prüfung.

Zitat:

@PIPD black schrieb am 18. September 2018 um 21:06:36 Uhr:



Zitat:

@haku3 schrieb am 18. September 2018 um 20:58:02 Uhr:


Daher darf das auch nicht jeder fahren, der einen Autoführerschein hat.

So groß ist die Hürde für B96 auch nicht. 200 € im günstigsten Fall und nicht mal ne richtige Prüfung.

Ist B96 nicht irgendwie auch vom Alter abhängig? Sollte BE "fällig" sein legt man etwas mehr Geld auf den Tisch der Fahrschule inkl. ordentlicher Fahrprüfung.

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