Infos und Diskussionen zum Model 3
Hi
ein paar wichtige Informationen zum Model 3:
https://electrek.co/.../
- Tesla wirbt mit einer Reichweite des Modells 3 mit "Long Range" -Batterie als 310 Meilen (499 km).
- Im Fall des Modells 3 zeigt das Dokument, dass das Fahrzeug eine EPA-Zyklus-Reichweite von 537 km erreicht hat, aber Tesla bat die EPA, die offizielle Reichweite auf 499 km zu senken. 😰
- Ein Gleichstrom-Ladestrom von "bis zu 525A" bei 400 Volt würde eine Laderate von 210 kW bedeuten, was deutlich höher ist als die Ladeleistung des bisherigen Modells S / X von 120 kW.
- Es wäre ein wichtiger Sprung in der Kapazität, das durch die erwartete Supercharger-Version 3 ermöglicht werden soll, die Tesla-CEO Elon Musk im vergangenen Jahr angekündigt hat.
- Das Dokument bestätigt auch das Gewicht des Batteriepacks bei 480 kg (1,058 lbs) oder etwas mehr als einem Viertel des gesamten Leergewichts des Fahrzeugs: 1.740 kg (3.837 lbs).
- 1.927 kg (4.250 lbs.) Testfahrzeuggewicht.
- Die Selbstentladung der Batterie beträgt wahrscheinlich weniger als 4% pro Monat
- Nur 1.740kg. Leergewicht und 1927kg Testfahrzeuggewicht.
- 210kW Laderate möglich.
- 537km EPA, was ja eine realistische Alltagsreichweite ist.
PS: was 634,6km NEFZ Reichweite bedeuten würde und somit mehr, als das Model S 100D.
Beste Antwort im Thema
Neben den ganzen Diskussionen rund um Produktionszahlen und vermeintlichen Mängeln, möchte ich hier einmal unsere eigenen, praktischen Erfahrungen mit einem Model 3 wiedergeben.
Vorab möchte ich meinen, dass ALLE Berichte, rund um das Model 3 vorzugsweise subjektiv sind, egal ob von einem Journalisten, Spezialisten, oder sonst wem wiedergegeben, so natürlich auch dieser.
Wir haben die Chance bei unserer Reise an die Westküste der USA genutzt und uns für einen Tag (inkl. 100 Meilen) über Turo ein Model 3 in Los Angeles angemietet.
Der Vorteil dabei: kein Verkäufer steht Dir ständig mit tollen Ratschlägen auf den Füßen und versucht deine Aufmerksamkeit in irgendeine Richtung zu lenken.
Da unsere M3-Reservierung als Zweitfahrzeug gedacht ist, wollten wir uns einen persönlichen Eindruck darüber machen, ob sich die weitere Wartezeit auf das Fahrzeug lohnt.
Frauchen ist da weniger technikgeprägt, ihr ging es vielmehr darum, ein einfaches Bauchgefühl für das Fahrzeug im Alltagsbetrieb zu bekommen, oder eben auch nicht.
Unser Fazit vorweg (bevor sich jemand erst einen Wolf lesen muss):
Wir würden das Fahrzeug bei 8 von 10 möglichen Punkten einschätzen, das Warten lohnt also.
Bilder brauche ich dazu keine zu veröffentlichen, die gibt es mit Sicherheit in viel besserer Qualität im Netz.
Trotzdem werde ich in einigen Tagen 360°-Fotos vom Innenraum bereitstellen, vielleicht kann man sich damit einen besseren "räumlichen" Eindruck verschaffen (wir befinden uns aktuell noch in USA).
Hier die Details:
Allgemeine Optik
Das Fahrzeug macht auf uns einen wertigen Eindruck, sowohl außen, als auch innen.
Die Leder- und Holzoptik im Innenraum vermitteln einen angenehmen Eindruck.
Das Fahrzeug wirkt "aufgeräumt", was wir nicht als unangenehm empfanden.
Einige Mängel konnten wir ausfindig machen, allerdings hat das Fahrzeug bereits rund 1.500 Meilen drauf, laut Turo auch viele Vermietungen hinter sich.
Es bleibt somit die Frage, waren die Mängel bereits beim Verlassen der Werkshallen da, oder gingen hier Mieter nicht mit der nötigen Sorgfalt an das Fahrzeug heran.
Bei einem Neufahrzeug würde ich manches beim Händler anzeigen und auf dessen Lösung warten.
Das kenne ich auch von meinem Passat, also nix Neues und völlig "normal".
Der Vergleich zu auf dem Markt befindlichen "niederwertigeren" Marken halte ich jedoch für übertrieben.
Ich persönlich stelle aber auch nicht ein gesamtes Fahrzeug in Frage, nur weil 2-3 Spaltmaße nicht auf den zehntel Milimeter stimmen.
Platzangebot
Finden wir mehr als ausreichend.
Beim Einsteigen fällt sofort der durch die Batterien verursachte dickere Boden auf, was aber während dem Fahrbetrieb keine negative Rolle spielte. Es war eben der erste Eindruck.
Ich mit meinen 180cm und rund 125kg fand eine gute Sitzposition, dabei blieb noch ausreichend Platz hinter mir für eine weitere erwachsene Person zum Sitzen.
Der Kofferraum hinten bietet ausreichend Platz für Urlaubsgepäck (2-3 Personen), der vordere Kofferraum ist ausreichend für kleine bis mittlere Einkäufe. Klar, jeder Einkauf und Urlaub ist hier gepäcktechnisch anders zu bewerten.
Der Einstieg, insbesondere hinten gestaltet sich durch die dicken, aber gepolsterten Längsträger im Dachbereich doch als etwas umständlich, einmal aber drin, gibt's genügend Kopffreiheit unter dem Glasdach.
Für die vorderen Sitze besteht dieselbe Einschränkung, fällt jedoch aufgrund der Fahrzeugform deutlich weniger ins Gewicht.
Ein-/Ausparken, Wendigkeit
Der Wendekreis (war meiner Frau wichtig) erscheint für uns normal, kommt allerdings nicht an unsere aktuelle C-Klasse heran (das schaffen übrigens andere Hersteller auch nicht).
Der Rundumblick ist wie bei einem Coupe gewohnt sehr stark eingeschränkt.
Der Blick durch den Rückspiegel läßt Nachfolgendes nur im oberen Bereich erkennen, was beim Einparken störend wäre, hätte das Fahrzeug keine Rückfahrkamera, die eine gute Einparkhilfe darstellt.
Die Außenspiegel waren nicht wie gewohnt asphärisch, was einen zusätzlichen Schulterblick für die Überwachung des toten Winkels unumgänglich macht.
Ich denke aber, hier wird für eine EU- bzw. Deutschlandversion noch eine Korrektur erfolgen.
Fahrbetrieb
In der Tat machen sich die die Fahrgeräusche ab >50km/h durchaus bemerkbar.
Wir wissen aber nicht, ob es dem E-Betrieb (fehlende Motorgeräusche), der Bereifung (Michelin), oder den schlechten Straßenverhältnissen in LA geschuldet ist, wir vermuten hier eher eine Mischung aus allem.
Es war eben unser erster Eindruck, der sich aber nach einigen Minuten gelegt hatte.
Der Unterschied zwischen dem Fahrprofilen Comfort und Sport (Normal haben wir nicht benutzt)
konnte ich nur durch die Leichtgängigkeit der Lenkung nachvollziehen.
Am Fahrwerk konnte ich den Unterschied nicht feststellen (vielleicht ist da mein Allerwertester nicht "empfindlich" genug).
Das Fahrwerk inkl. Federung würden wir als normal betrachten, hier würde ich zu meinem aktuellen Passat B8 keine merklichen Unterschiede ausmachen können.
Wir würden das Fahrwerk als langstreckentauglich ansehen wollen (eben nicht zu hart und nicht zu weich).
Die Fahrassistenzsysteme für autonomes Fahren konnten wir aufgrund der Kürze der Zeit nur kurz anreißen.
Das Fahrzeug hält sicher die Spur und Abstand zum Vordermann, bin ich auch von meinem Passat nicht anders gewohnt.
Das Folgen von Abzweigungen gem. Navi hat er nicht gemacht, ich denke, hier ist die Software noch nicht soweit gewesen.
Bedienung/Touchscreen
In der Tat sehr ungewohnt die Geschwindigkeitsanzeige nicht hinter dem Lenkrad zu haben, aber für den gewohnten Blick etwas weiter rechts auf das Display brauchte es nur wenige Minuten, dann ging auch das in unseren Automatismus über.
Diese Sorge hatte auch meine Frau, sie hatte sich aber auch sehr schnell daran gewöhnt, es stellt somit kein Problem dar.
Trotz englischer Menüführung und kein Studieren der Anleitung haben wir uns in den Menü's sehr schnell zurecht gefunden.
Wer heute ein Smartphone bedienen kann, der kann auch ein Model 3 bedienen.
Dazu muss man aber kein Handyspezialist sein.
Die längste Zeit haben wir damit verbracht, herauszufinden wie das Handschuhfach aufgeht.
"Dankenswerterweise" hatte unsere Fahrt auch einige Regentropfen, was die Scheibenwischerautomatik gut verarbeitete.
Holt man sich vor der Fahrt das Scheibenwischermenü (links unten) auf das Display kann man auch während der Fahrt noch individuell und bequem nachsteuern.
Zumindest für mich stellte die Bedienung des Touchscreen während der Fahrt kein Problem dar, alles aber eine Frage der Übung.
(Musik)Sound
Hat zumindest mich mehr als überzeugt.
Das verbaute Soundsystem bietet absolute Spitzenqualität für den gehobenen Hörgenuss.
Da kommt mein Dynaudio im Passat nicht annähernd heran.
Aufgrund Zeitmangel haben wir uns auf die vorhandene Musik beschränkt und auf das Koppeln eigener Smartphones verzichtet.
Fahrleistung
Erneut ein Punkt, der zumindest mich vollendst überzeugt.
Für die Beschleunigung bedarf es fast schon einen Waffenschein.
Ein Zucken im rechten Fuß und man hat 5-10 Fahrzeuge überholt.
Gut, ist ein wenig überspitzt, aber ich liebe es, schnell zu fahren und ärgere mich machmal über "Schleicher", die nicht immer zügig überholt werden können.
Ich glaube, diese Sorge ist mit dem Model 3 Geschichte.
Das waren auf die Schnelle unsere gesammelten Erkenntnisse von einem Tag Model 3.
Wie eingangs erwähnt werden wir uns noch ein wenig in Geduld üben, das Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen und wird wohl dem erwarteten Eindruck einer Investiton um die 40-45k€ gerecht werden.
5055 Antworten
Es bleibt jedenfalls spannend.
So wie ich die Aussagen verstehe, will er die Produktion massiv hochfahren - aber das wird doch dann kostenintensiver, oder gibt es in den USA keine Zuschläge für Nacht- und Sonntagsarbeit?
Da kenne ich mich nicht aus, bei uns würde das eine deutliche Verteuerung der Produktionskosten verursachen.
Der Automatisierungsgrad soll ja zurück gefahren werden - das bedeutet im Umkehrschluss mehr Personaleinsatz.
Und dass die Qualität sehr viel besser sein soll als bei jedem anderen Auto - naja, warten wir es mal ab.
Musk kann sicher perfekt Geld besorgen. 🙂
Aber dieses ewige, immer wieder geänderte „Gewäsch“ ist an Lächerlichkeit kaum mehr zu überbieten.
Gruß, Butl
Zitat:
@Frischling2 schrieb am 18. April 2018 um 11:32:54 Uhr:
...
Und dass die Qualität sehr viel besser sein soll als bei jedem anderen Auto - naja, warten wir es mal ab.
Wenn Elon Musk sowas von sich gibt, dann sollte man auch darauf hören, nicht umsonst wird er von den Medien als heimlicher "Automotive"-Papst gefeiert:
Zitat:
Our car needs to be designed and built with such accuracy and precision that, if an owner measures dimensions, panel gaps and flushness, and their measurements don’t match the Model 3 specs, it just means that their measuring tape is wrong.
Also, wenn ein Tesla-Besitzer auch nur die kleinste Ungenauigkeit mit seinen Messgeräten misst dann hat Tesla nicht ungenau produziert sondern dann sind mit höchster Wahrscheinlichkeit die Messgeräte kaputt. Sowas gabs vorher noch nie, da denke ich sind wir alle und die Fachwelt sehr gespannt drauf. Ich denke sogar mal, da Messgeräte nach DIN-Normen geeicht werden müssen, werden wir hier wohl auch noch unsere DIN-Normen neu überdenken müssen, bei den Genauigkeiten die Tesla jetzt schon produziert.
Weiter, Originalton Elon Musk:
Zitat:
Most of the design tolerances of the Model 3 are already better than any other car in the world. Soon, they will all be better. This is not enough. We will keep going until the Model 3 build precision is a factor of ten better than any other car in the world.
Auch das macht Sinn: in Bereichen, in denen es auf Millimeter Genauigkeit ankommt wird Tesla in Genauigkeiten von 1/10, also 100 µm produzieren. Natürlich, die Produktionsanlagen, die solche Präzisionen im Serienbau herstellen gibt es noch nicht bzw. die sind auch um den Faktor 10 teurer, aber solange es auf nicht relevante Passgenauigkeiten ankommt scheint das wohl Sinn zu machen. (Ist das so ähnlich wie beim Kuchenbacken, da backt man auch wegen der viel höheren Genauigkeit einer 10.000€ Waage ja auch bessere Kuchen als mit so einer ollen Küchenwaage?)
Wie gesagt, dem normal Sterblichen erschliesst sich nicht wieso man mit einer nicht notwendigen, dafür aber zig-fach teureren Präzision arbeiten will, aber Musk hat ja schon in der Vergangenheit seine Expertise im Automotive-Bereich eindrucksvoll unter Beweis gestellt dass andere Autohersteller über die Tesla Produktion wie z.B. jetzt beim Model 3 nur noch mit offenen Mündern zuschauen können.
Wie man Elon Musk Aussagen auch dreht und wendet, sie machen immer mehr Sinn, je öfter man sie liest!
Mein Respekt vor den Fähigkeiten von Elon Musk wächst von Tag zu Tag, mit jeder neuen E-Mail von ihm.
Nun ja, die Ausdrucksweise in dieser Mail ist halt einfach "etwas übertrieben". Das sollte man nicht so genau nehmen - das ist nicht akkurat gemeint in dem Sinne, daß da nachher ein "0,1 mm Spalt" statt ein "1 mm Spalt" wäre.
Das ist eher als USA-typische "Motivationsrede" zu verstehen: unmögliches zu verlangen, damit alle sich so anstrengen, daß das Mögliche erreicht wird.
Ich hätte fast Analogien zu der Kennedy-Rede ( https://en.wikipedia.org/wiki/We_choose_to_go_to_the_Moon ) ziehen wollen, als dieser meinte, das in dieser Dekade die Amerikaner auf dem Mond landen und sicher zuückkommen werden ... aber das hatte ja letztendlich geklappt.
Bei Musks Ziel wissen wir es nicht, und da könnte man als Pessimist ja auch genauso an eine ähnliche Analogie einer Politiker- oder Manager-Rede zur Eröffnung des BER denken 😁
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https://electrek.co/.../
"Some parts suppliers will be unwilling or unable to achieve this level of precision. I understand that this will be considered an unreasonable request by some. That’s ok, there are lots of other car companies with much lower standards. They just can’t work with Tesla."
und
"There is a very wide range of contractor performance, from excellent to worse than a drunken sloth. All contracting companies should consider the coming week to be a final opportunity to demonstrate excellence. Any that fail to meet the Tesla standard of excellence will have their contracts ended on Monday."
Also will er die Zulieferer auch noch einmal "durchtauschen" ab nächster Woche. Das wird die Produktion zusätzlich stabilisieren, für Ruhe sorgen und nachhaltig die Preise senken. Signifikant erhöhte Stückzahlen sind mit komplett neuen Zulieferern dann auch kein Problem mehr.
Auch nett:
"Communication should travel via the shortest path necessary to get the job done, not through the “chain of command”. Any manager who attempts to enforce chain of command communication will soon find themselves working elsewhere."
und
"Walk out of a meeting or drop off a call as soon as it is obvious you aren’t adding value. It is not rude to leave, it is rude to make someone stay and waste their time."
=> Sorry, aber die Grenze zum Absurden ist mit der Mail weit überschritten. Au weia, Tesla! 🙁
Zitat:
@6502 schrieb am 18. April 2018 um 12:20:24 Uhr:
Das ist eher als USA-typische "Motivationsrede" zu verstehen: unmögliches zu verlangen, damit alle sich so anstrengen, daß das Mögliche erreicht wird.
Dann sind wir doch mal gespannt, ob die Mail von Tony Stark - äh, ich meine Elon Musk - ihr Ziel erfüllt. Ich wollte schon immer mal sehen was möglich ist 😉
Zitat:
@Frischling2 schrieb am 18. April 2018 um 12:57:10 Uhr:
Ernst nehmen kann das ein normaler Mensch jedenfalls nicht.
Hoffen wir, dass er die Nacht einfach schlecht geschlafen hat noch niemand von der PR Abteilung zum Korrekturlesen in der Fabrik war 😉
Zitat:
@derJan82 schrieb am 18. April 2018 um 13:02:59 Uhr:
Zitat:
@Frischling2 schrieb am 18. April 2018 um 12:57:10 Uhr:
Ernst nehmen kann das ein normaler Mensch jedenfalls nicht.Hoffen wir, dass er die Nacht einfach schlecht geschlafen hat noch niemand von der PR Abteilung zum Korrekturlesen in der Fabrik war 😉
Endlich geht's mal an die wahren Ursachen! Der Mann schläft einfach schei... . Daher bitte hier für ne neue Couch spenden: https://www.gofundme.com/buyeloncouch
Zitat:
@Coliban schrieb am 18. April 2018 um 11:26:53 Uhr:
Zitat:
@Coliban schrieb am 18. April 2018 um 11:26:53 Uhr:
Zitat:
The reason that the burst-build target rate is 6000 and not 5000 per week in June is that we cannot have a number with no margin for error across thousands of internally and externally produced parts and processes, amplified by a complex global logistics chain
Das heisst er will also erst einmal 6000 Autos pro Woche bauen damit wenigstens 5000 ausgeliefert werden können. Das nenne ich mal eine ziemlich interessante Interpretation des Automobilbaues... Das heisst dann auch, dass die 5000 Autos, die pro Woche dann irgendwann mal gebaut werden sollen, nicht nur, in Bezug auf reine Montage, 50% teurer werden als vorher geplant sondern dass sie auch noch 16% auf die 50% teurer werden. 😕
Ich denke, ich bin nicht so das produktionstechnische und finanzielle Genie um das zu verstehen...
Ich glaube das hast Du Dir falsch zurechtübersetzt😉
Ich verstehe das so daß er eine Produktion von 6.000 Stk. anpeilen will um im Falle von Problemen mit Teilen, Zulieferern, internen Prozessen o.ä. einen Puffer zu haben.
Es war sicher nicht so gemeint dass jede Woche 1.000 Model 3 direkt von der Produktion in die Schrottpresse kommen, auch wenn Du Dir das noch so wünscht.
Zitat:
@Geri321go schrieb am 18. April 2018 um 13:19:44 Uhr:
Zitat:
Ich glaube das hast Du Dir falsch zurechtübersetzt😉
Ich verstehe das so daß er eine Produktion von 6.000 Stk. anpeilen will um im Falle von Problemen mit Teilen, Zulieferern, internen Prozessen o.ä. einen Puffer zu haben.
Es war sicher nicht so gemeint dass jede Woche 1.000 Model 3 direkt von der Produktion in die Schrottpresse kommen, auch wenn Du Dir das noch so wünscht.
Er schreibt es doch ganz klar wofür die 1000 Autos zusätzlich sind (bis die "tatsächliche" Raste von 6000 Autos erreicht ist):
Zitat:
The reason that the burst-build target rate is 6000 and not 5000 per week in June is that we cannot have a number with no margin for error across thousands of internally and externally produced parts and processes, amplified by a complex global logistics chain
Diese 1000 Autos sind also diejenigen, die man, wegen der vielen Fehler, zusätzlich bauen will. Man kann es auch so sehen dass Elon Musk mit einer Fehlerquote von ca. 16% für das ganze Auto rechnet, welche nicht einfach im Nachhinein zu fixen sind.
Das ist im Automotive Bereich vollkommener Nonesense...
Zitat:
@Coliban schrieb am 18. April 2018 um 13:36:59 Uhr:
@Coliban schrieb am 18. April 2018 um 13:36:59 Uhr:
Zitat:
The reason that the burst-build target rate is 6000 and not 5000 per week in June is that we cannot have a number with no margin for error across thousands of internally and externally produced parts and processes, amplified by a complex global logistics chain
Diese 1000 Autos sind also diejenigen, die man, wegen der vielen Fehler, zusätzlich bauen will. Man kann es auch so sehen dass Elon Musk mit einer Fehlerquote von ca. 16% für das ganze Auto rechnet, welche nicht einfach im Nachhinein zu fixen sind.
Das ist im Automotive Bereich vollkommener Nonesense...
Ich hab von Dir vorgenommene Markierung geändert, vielleicht erklärt das was ich meine.
Mit anderen Worten: Musk schwört die internen und externen Zulieferer auf Teile für 6.000 Autos pro Woche ein, weil er annimmt, daß diese Zulieferer in Gesamtheit eine Fehlerrate haben, welche dazu führen würde, daß statt 6.000 Autos nur 5.000 Autos gebaut werden könnten (Nachtrag: inklusive nicht-Material-bezogener Fehler ... also "organisatorischer" (wie Maschinenausfälle beim Zulieferer, Staus) aufgrund des komplexen Prozesses)
(Falsch) berechnet wären das 16,66 % falsche Teile - aber da ja ein einzelnes fehlerhaftes Teil vom Zulieferer die Auslieferung des gesamten Autos zum Erliegen bringen könnte, wäre es natürlich eine kleinere Fehlerrate.
Aber: er rechnet mit 16,66% an Autos, welche dann von solchen Fehlern derart betroffen wären, daß sie a) gar nicht erst gebaut werden könnten oder b) auf Nachbesserung (nach Erhalt fehlerfreier Teile vom Zulieferer) warten würden.
Zitat:
@Geri321go schrieb am 18. April 2018 um 13:41:41 Uhr:
[/quoteZitat:
@Coliban schrieb am 18. April 2018 um 13:36:59 Uhr:
@Coliban schrieb am 18. April 2018 um 13:36:59 Uhr:Diese 1000 Autos sind also diejenigen, die man, wegen der vielen Fehler, zusätzlich bauen will. Man kann es auch so sehen dass Elon Musk mit einer Fehlerquote von ca. 16% für das ganze Auto rechnet, welche nicht einfach im Nachhinein zu fixen sind.
Das ist im Automotive Bereich vollkommener Nonesense...
Ich hab von Dir vorgenommene Markierung geändert, vielleicht erklärt das was ich meine.
Ja, so liest sich das anders, da hast Du Recht, aber das ist doch nur eine fast genauso schlimme Kapitulationserklärung in Automotive: das heisst nämlich, dass es bei Tesla keine funktionierendes Supply Chain Management gibt, weil der "Puffer" in Wirklichkeit das Endprodukt und nicht die Supply Chain, irgendwelche Zwischenpuffer, Anlieferung, etc. ist. Was ist das denn für eine Klein Erna Vorstellung von Produktion? Ich baue einfach 20% mehr Autos weil ich so dämlich kalkuliert habe dass ich nicht weiss wann die Achsen kommen, wieviel Schrauben ich habe, wo die einzubauenden Aggregate sind oder die Lackiererei keine Farbe oder zuviel hat? Wenn jemand so etwas tatsächlich vorhat dann deutet das darauf hin, dass er die Supply Chain und den Workflow nicht im Griff hat. Und wenn er die Supply Chain, den Materialfluss und den Workflow nicht im Griff hat, dann heisst das zwingend, dass er gar nicht sagen kann, dass nur 1000 von 6000 Autos irgendwo rumstehen und dass die restlichen 5000 Autos als fertige Produkte die Fabrik verlassen können. Denn ohne Kontrolle über die Supply Chain kann man ja gar nicht sagen, welche Teile wo fehlen bzw. es können ja auch gut in jedem der 6000 zu produzierenden Wagen ein Teil fehlen, falsch angebracht oder sonstwie abhanden gekommen sein. Denn es ist ja nicht so, dass z.B. nur 1000 Bremssysteme fehlen, es können ja 1000, 650 Batterien, 300 Antriebe, Bremssysteme, 500 Pumpen für das Kühlsystem, 700 Stossdämpfer, 300 Servolenksysteme, 200 Sitze und 2000 Boardcomputer, 500 MCUs und 70 Tablets in verschiedenen Fahrzeugen zu verschiedenen Zeiten nicht vorhanden sein, falsch eingebaut oder einfach nicht passen.
Sorry, aber wenn man sich die Vorstellung dieser 16% "Überhang" als Puffer für die Produktion mal richtig überlegt, dann sagt das nicht weniger aus als dass dort nicht nur jemand überhaupt nichts im Griff hat sondern dass derjenige auch noch so simplifizierte Vorstellungen hat bzw. so wenig Intelligenz, dass er noch nicht einmal die einfachsten Grundlagen einer komplexen Produktion versteht.
Da versteht jemand die Komplexität nicht mal ansatzweise...