i4 - Erfahrungen zum Verbrauch
Hallo zusammen,
Nach dem ersten i4 bereits unterwegs sind, eröffne ich diesen Thread.
Es soll darum gehen, wie bei Euch der Verbrauch ist. Wie fahrt ihr (Stadt, Land, Autobahn)?
Gerne auch weitere Erfahrungen aus der Praxis.
Dann „Feuer“ frei, ich denke die Leser sind gespannt.
3903 Antworten
Bei mir sind es im November 16,5 kWh im November bei 1141,2km Gesdamtfahrleistung. Darunter eine Langstrecke von München nach Südtirol und zurück.
Ansonsten viel Überland und auch Stadt. Bin ich auch wegen der kalten Temperaturen absolut mit zufrieden.
Ich habe mir für Kurzstrecken unter 10min., von denen ich einige habe angewöhnt die Heizung erst gar nicht einzuschalten. Stelle die Klima dann auf "Low" und fahre nur mit Sitzheizung. Bei Temperaturen bis + 4° klappt das wunderbar und man merkt quasi keinen Unterschied, da man ohnehin die Jacke anlässt. Im Verbrenner wäre es in der Zeit ohnehin nicht warm geworden.
Damit lassen sich auf kurzen Stadtstrecken Verbräuche fast wie im Sommer realisieren...
Zitat:
@frederic3105 schrieb am 4. Dezember 2024 um 15:10:21 Uhr:
[...]
Ich habe mir für Kurzstrecken unter 10min., von denen ich einige habe angewöhnt die Heizung erst gar nicht einzuschalten. Stelle die Klima dann auf "Low" und fahre nur mit Sitzheizung. Bei Temperaturen bis + 4° klappt das wunderbar und man merkt quasi keinen Unterschied, da man ohnehin die Jacke anlässt. Im Verbrenner wäre es in der Zeit ohnehin nicht warm geworden.
[...]
Ich habe mir kein 70t € Auto gekauft, um morgens die Scheiben zu kratzen bzw. beschlagene Scheiben zu haben und in ein kaltes Auto zu steigen.
Wenn Auto, Sitz oder Lenkrad kalt sind werden eben Heizung, Lenkrad- und/oder Sitzheizung (automatisch) eingeschaltet.
Wenn ich sparen will, nehme ich für Autostrecken bis zu 15min das Fahrrad (solange es nicht zu kalt ist oder regnet 😁).
Deshalb ja auch nur bei Temperaturen >4°C. Da gibt es kein Eis und auch keinen Beschlag durch die Lüftung.
Und wie gesagt, da merkt man kaum einen Unterschied bei Kurzstrecken. In den ersten Minuten benötigt die Wärmepumpe um die 7kWh laut Anzeige im Stand. Und sobald es halbwegs warm wird, ist man auch schon am Ziel. Manchmal macht man das 3-4mal hintereinander. Da kommt dann schon einiges zusammen. Das halte ich für energetische Verschwendung. Auch aus Nachhaltigkeitsgründen und nicht primär wegen der Kosten, denn deshalb habe ich mir (auch) ein E-Auto gekauft. Bei Verbräuchen >30kWh sollte sogar der Diesel umweltfreundlicher sein. Warum das also nicht reduzieren ohne große Einbußen?
Der Diesel ist auch bei Verbräuchen um die 30 kWh nicht umweltfreundlicher, zumal der Diesel auf Kurzstrecken mit kaltem Motor eine nochmal katastrophalere Bilanz hat. Der Verbrenner meines Dads hat auf meiner Kurzstrecke morgens statt regulären 6-7 Litern eben 10-12 Liter gebraucht, da habe ich wegen den 30 kWh/100km kein schlechtes Gewissen 🙂
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7kWh sind es bei mir nur unter null Grad und nur ein paar hundert Meter bis zur ersten Ampel, nach 3..4 km/5..6 min sind es noch 2..3kWh. Im Mittel 3kW mehr als ohne Akkuheizung für 6min also 300Wh /10ct ich verdaddl gerade mehr beim Tippen. Das meiste davon ist m.E. Akkuheizung relativ unabhängig von der Klimatisierung des Innenraums.
In den ersten Minuten zieht eher die elektrische Heizung 7kW, der i4 hat zwei 9kW Zuheizer, einen für den Innenraum und einen für die Batterie, da kommt schon einiges zusammen. Die Wärmepumpe nutzt überwiegens die Abwärme aus CCU, Batterie und Antrieb.
Jo, gerade am Anfang wird quasi fast nur elektrisch geheizt, ohne viel Effizienzvorteil durch die Wärmepumpe. Kommt schon insgesamt was zusammen, wenn man das jeden Tag zwei Mal macht 🙂
Ich würde sagen, dass ich ohne Heizung so um die 0,5 kWh für den Weg zur Arbeit brauche, mit Heizung sind es eben knapp 1 kWh. Bei 4 Tagen die Woche á 2 Mal pro Tag sind das ca. 13-15 kWh pro Monat mehr.
Zitat:
@phchecker17 schrieb am 4. Dezember 2024 um 16:53:28 Uhr:
[...]Bei 4 Tagen die Woche á 2 Mal pro Tag sind das ca. 13-15 kWh pro Monat mehr.
Die 15 kWh pro Monat für ca. 4,50 € sind mir der Komfort wert.
Klar bei >4°C gefrieren die Scheiben nicht, aber ohne Heizung wird der Innenraum auf Dauer feucht.
Zitat:
@phchecker17 schrieb am 4. Dezember 2024 um 16:53:28 Uhr:
Jo, gerade am Anfang wird quasi fast nur elektrisch geheizt, ohne viel Effizienzvorteil durch die Wärmepumpe. Kommt schon insgesamt was zusammen, wenn man das jeden Tag zwei Mal macht 🙂
Ich würde sagen, dass ich ohne Heizung so um die 0,5 kWh für den Weg zur Arbeit brauche, mit Heizung sind es eben knapp 1 kWh. Bei 4 Tagen die Woche á 2 Mal pro Tag sind das ca. 13-15 kWh pro Monat mehr.
Mir wären es die 5€/Monat aber echt wert. Vor allem bei Minusgraden spare ich mir das Kratzen der Scheiben. Ich sehe den i4 auch als Ersatz für einen Verbrenner, da würde ich die Standheizung/Heizung auch immer nutzen.
Also ich fahre meinen i4 auch wie meinen 3er vorher 21,5 grad Sitzheizung und Standheizung und komme da bei den momentanen Temperaturen auf 22-23 kWh. Würde nie auf die Idee kommen nur weil ich jetzt elektro fahre am Komfort zu sparen. Dann hätte ich kein Auto für über 70k geholt sonder einen Dacia
Hallo zusammen,
so, ich habe meinen i4 e40 nun seit 1 Woche (zum 1. Mal E-Auto) und bin damit in mittelfränkischen Gefilden bei durchaus kühlen Temperaturen auf 18"-Winterreifen 792km gefahren.
Mein tägliches Fahrprofil sind in der Regel (hin und zurück addiert) 110km, verteilt typischerweise wie folgt:
Stadt: 12 km
Überland/Stadtautobahn: 32 km
Autobahn (130 km/h): 66 km
+ x sonstige Fahrten....
Laut Display habe ich folgende Verbrauchsanzeigen:
Ab Werk: 21,6 kWh
Individual (= ab Händler): 21,3 kWh
Durchschnitt „letztes Laden“: 21,5 kWh (aus 5x)
Der REAL-VERBRAUCH liegt bei 27,02 kWh/100km – ich habe für die die 792km mit 5 Ladevorgängen 213,01kWh Strom geladen.
Fairerweise muss man dazu sagen, dass aber auf den Komfort nicht verzichtet wird und das Fahrzeug daher jeden Morgen und Abend aus der Hochvoltbatterie per Timer vorgeheizt wird (bzw. 4 Ladevorgänge am Abend mit noch angestecktem Ladekabel – also vermutlich über die Wallbox).
Ich bin gespannt, wie sich der Verbrauch im kommenden Jahr so entwickelt…
Viele Grüße
Jörg
Man muss hier wirklich von Fall zu Fall bzw. von Fahrt zu Fahrt unterscheiden. Es gibt einfach Situationen, in denen die Heizung kaum zusätzlichen Komfort bringt und eher ineffizient ist – vor allem bei kurzen Fahrten oder in Übergangszeiten, wenn die Außentemperaturen moderat sind.
Gerade bei verketteten Kurzstrecken, wie zum Beispiel Arbeit - Gym - Supermarkt - Bäcker, wo zwischen den Zielen oft nur wenige Minuten liegen, kann man die Heizung häufig weglassen. In solchen Fällen macht sich der Unterschied im Verbrauch besonders stark bemerkbar – bei mir teilweise bis zu einer Verdoppelung.
Ein Beispiel aus meinem Alltag: Im November hatte ich einen Durchschnittsverbrauch von 16,5 kWh auf 1.142 km, weil ich bewusst auf die Heizung verzichtet habe. Ohne darauf zu achten, lag mein Verbrauch in ähnlichen Monaten immer um die 20,5 kWh. Das sind 4 kWh Unterschied pro 100 km, hochgerechnet auf meine monatliche Fahrleistung etwa 45,7 kWh.
Das ist für mich signifikant: Bei rund 380 g CO2 pro kWh spare ich so 17,4 kg CO2 im Monat – ohne groß auf Komfort verzichten zu müssen. Für mich persönlich ist das den kleinen "Verzicht" absolut wert.
Und so unterscheiden sich die Leute ich würde im Leben nicht auf die Idee kommen im November die Heizung aus zu lassen. 46kWh sind ca 13,50€ im Monat was es für mich nicht wert wäre 1 Monat ohne Heizung rum zu fahren. Grade auch auf Kurzstrecke wird der i4 extrem schnell war was ich liebe.
Zitat:
@frederic3105 schrieb am 5. Dezember 2024 um 14:53:42 Uhr:
Gerade bei verketteten Kurzstrecken, wie zum Beispiel Arbeit - Gym - Supermarkt - Bäcker, wo zwischen den Zielen oft nur wenige Minuten liegen, kann man die Heizung häufig weglassen. In solchen Fällen macht sich der Unterschied im Verbrauch besonders stark bemerkbar – bei mir teilweise bis zu einer Verdoppelung.
Die Alternative in dem Fall ist tatsächlich während der Stopps die Standheizung weiterlaufen zu lassen, so kühlt das Auto nicht direkt wieder aus. Ob der Verbrauch dadurch besser wird weiß ich aber nicht, zumindest aber nicht deutlich schlechter, als wenn man das Auto immer wieder neu aufheizt und es ist sehr viel komfortabler. 🙂
Zitat:
@phchecker17 schrieb am 5. Dezember 2024 um 18:52:33 Uhr:
Die Alternative in dem Fall ist tatsächlich während der Stopps die Standheizung weiterlaufen zu lassen, so kühlt das Auto nicht direkt wieder aus. Ob der Verbrauch dadurch besser wird weiß ich aber nicht...
Vor allem zeigt das Auto m.E. nur den Verbrauch zwischen An- und Ausschalten wirklich als Verbrauch an. Das sieht zumindest gut aus.