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Großer Preis von Frankreich / Le Castellet 2019

Themenstarteram 19. Juni 2019 um 18:37

Moin,

der aktuelle GP führt uns nach Frankreich.

 

Viel Spaß

Ghost

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130 Antworten

Selten so ein fades Rennen gesehen.

Interessant fand ich die Aussage von Binotto angesprochen auf die schnellste Runde von Vettel mit roten Reifen im Vergleich zu Hamilton mit alten weißen Reifen.

Da meinte er Vettel hat nicht voll gepusht, wenn dem so ist, dann frag ich mich wieso sollte Vettel beim Versuch die schnellste Runde in der letzten Runde zu erhalten nicht voll pushen?

Angeblich hatte man wohl auch Probleme, die Energie aus den Batterien voll zu nutzen. Klingt für mich alles ein wenig nach Ausrede, mag aber auch stimmen.

Meine Meinung:

Ferrari sollte sich auf die wichtigen Baustellen konzentrieren. Die Updates, die man nach Frankreich mitgebracht hat, haben nur bedingt gezündet. Also muss man dort konsequent weiter dran arbeiten. Gleiches gilt für die Rennstrategie, die meines Erachtens bei Vettel wieder nicht optimal war. Stattdessen verschwendet man Zeit und Konzentration lieber darauf, sich in juristischen Auseinandersetzungen mit der Rennleitung zu ergehen. Die Strafe in Kanada kann man für richtig oder falsch halten, aber sie ist nunmal ausgesprochen worden. Die Wahrscheinlichkeit, dass sie zurückgenommen wird, war extrem gering.

Ob man das eine Rennen in Kanada, bei dem die Strecke dem Auto extrem entgegen gekommen ist, gewinnt oder nur Zweiter wird, spielt für die WM keine Rolle. Ebenso der eine Punkt für die schnellste Runde. Der Punkt hilft niemandem weiter und hat jetzt eher für Negativstimmung gesorgt. Wenn man in der WM noch etwas bewegen und eine gute Grundlage für die kommende Saison haben will, dann geht das nur mit konsequentem Abarbeiten der aktuellen Schwachstellen. Dazu gehört die Performance des Autos, das Verständnis für die Reifen, die Rennstrategie und die Stimmung im Team und unter den Fahrern. Ich glaube, damit hätte man bei Ferrari genug zu tun. Es ist sehr schade, dass das Team wieder in längst vergangene Chaos-Zeiten zurück zu fallen scheint.

Zitat:

@AMenge schrieb am 25. Juni 2019 um 09:32:15 Uhr:

Stattdessen verschwendet man Zeit und Konzentration lieber darauf, sich in juristischen Auseinandersetzungen mit der Rennleitung zu ergehen. Die Strafe in Kanada kann man für richtig oder falsch halten, aber sie ist nunmal ausgesprochen worden.

Was bringt es, wenn Ferrari ein Rennen regulär (nach Meinung der meisten Experten) gewinnt, aber sich dann widerstandslos den Sieg aberkennen lässt? Erst einmal muss hier Rechtssicherheit und Chancengleichheit wiederhergestellt werden. Kann ja nicht sein, dass Hamilton 2016 das Gleiche in Monaco machen darf, und es wird noch nicht einmal angeschaut. Eher sogar noch schlimmer, er fuhr nicht auf Grasm blockierte Ricciardo also mit einem Auto, das er im Griff hatte.

Ferrari tut da sicher der Formel 1 einen Gefallen, hier standfest zu bleiben.

Ich werde die Kanada-Thematik hier ganz sicher nicht erneut diskutieren. Ferraris Ansatz war so erfolgversprechend wie der Versuch, eine Tatsachenentscheidung im Fussball nachträglich korrigieren zu lassen. Es geht einfach nicht.

Ferrari verschwendet damit vor allem Ressourcen, die an anderer Stelle dringend gebraucht werden. Vor allem bringt das alles Unruhe ins Team, was man derzeit sicher nicht gebrauchen kann. Ferraris Devise muss doch jetzt lauten, sich voll und ganz darauf zu konzentrieren, den technischen Rückstand aufzuholen. Alles andere sind nur Nebenkriegsschauplätze.

Zitat:

@AMenge schrieb am 25. Juni 2019 um 12:03:59 Uhr:

Ferrari verschwendet damit vor allem Ressourcen

Das sehe ich auch so, entweder faire Behandlung oder raus aus der Formel 1.Dann spart man am meisten Ressourcen.

Tatsachenentscheidung ist ja ok, wenn einheitlich nach gleichen Maßstäben. Vor Gericht muss sich ein Richter ja auch nach wegweisenden Urteilen richten und kann nicht sagen: Ich mach jetzt ma Tatsachenentscheidung, die mir besser schmeckt.

Zum Glück ist das "nur" Sport. Aber schade ist es schon, dass man so die Formel 1 kaputtmacht. Der Daily Telegraph meinte schon, die Formel 1 muss sich dringend reformieren, sonst ist sie mausetot.

Regeln, die das unterbinden, was der Fan als Racing definiert, sind absurd.

Zitat:

@mirabeau schrieb am 25. Juni 2019 um 18:30:49 Uhr:

Zitat:

@AMenge schrieb am 25. Juni 2019 um 12:03:59 Uhr:

Ferrari verschwendet damit vor allem Ressourcen

Das sehe ich auch so, entweder faire Behandlung oder raus aus der Formel 1.

Dann müsste Ferrari ja schon längst raus sein, schliesslich ist es ganz bestimmt nicht fair, dass Ferrari seit Jahr(zehnt)en mehr vom Fernsehgeldkuchen bekommt als alle anderen, oder? ;)

 

Es gab auch schon Sporturteile und Regeländerungen, die sehr wohlwollend für Ferrari waren. Verbotene Michelin-Reifen im Sommer 2003, verbotene Massendämpfer bei Renault 2006, Windabweiser-Affäre 99.

 

Dass man das F der FIA lange zu Schumacher-Zeiten als "Ferrari" abkürzte, war zwar letztendlich ebenso übertrieben wie der jetzige Vorwurf, man würde Mercedes absichtlich bevorteilen, aber das Pendel schlug immer mal so und so aus.

 

Und es ist, wie im Fussball, bei 50/50-Entscheidungen immer einer, der sich beschwert. ;)

 

Und ich glaube nicht, dass diese eine Entscheidung die F1 "kaputt" macht, da sind andere, grundlegendere Dinge schuld.

 

Mitte/ Am Ende der 90iger war die F1 kerngesund, damals gab es noch eine Hülle an Strafen von drohenden Rennsperren auf Bewährung nach Kollisionen. Das scheint man iwie vergessen zu haben.

Zitat:

@mirabeau schrieb am 25. Juni 2019 um 18:30:49 Uhr:

 

Zum Glück ist das "nur" Sport.

Den Eindruck, dass Sie das so sehen, hab ich beim lesen ihrer letzten Posts leider nicht bekommen.

Wenn man Senna für solche Belanglosigkeiten bestraft hätte - unvorstellbar.

In den 90ern gab es Strafen, wenn eine miese Aktion den anderen aus dem Rennen nehmen sollte, aber ganz sicher nicht für so was.

Auf allen Strecken wurden nun riesige Asphaltauslaufzonen gebaut und gleichzeitig wird genau dieser Ausritt bestraft - ganz mein Humor.

Diese ganzen Stadtkurse die wir schon hatten und die noch folgen, sollte man ohnehin aus dem Kalender nehmen. Was hat so eine Strecke mit 0 Überholmöglichkeiten in der Formel 1 verloren? Wenn ich an den alten Hockenheimring denke, kommt mir nach der Verunstaltung immer noch der Kaffee hoch. Das war eine würdige Rennstrecke, aber man musste ja alles mainstreamtauglich machen.

Hamilton konnte in Frankreich mit roten Reifen sicher 1,5 s schneller fahren als die rote Gurke. Ich hätte ja gerne mal ein Duell gesehen. Leider war es dann doch nur wieder eine Demonstrationsfahrt von Mercedes.

Zu Bottos: eine wahre Enttäuschung. Ich habe nie daran geglaubt, dass er Hamilton irgendwann das Wasser reichen könnte. Die ersten Rennen von Hamilton waren ihm gegenüber so defensiv, dass er nur dadurch zwei Siege einfahren konnte. Mit der üblichen Aggressivität hätte Hamilton ihn deklassiert.

Vettel kann einem Leid tun. Er wird so enden wie Alonso. Ferrari erinnert mich an die brasilianische Nationalmannschaft von 2014. Nur Emotionen und pathetisches Gerede. Rational betrachtet haben sie seit Jahren nichts auf die Reihe bekommen und verschleißen nun schon den dritten Weltmeister. Dieses ständige Festhalten an Italienern in der Chefetage ist auch nicht nachvollziehbar. Die Straßenautos von Ferrari wurden ja auch schon desöfteren für ihre miese Qualität bei dem abartigen Preis verrissen.

Alles in allem bin ich sehr unzufrieden. Mein Kollege erzählte mir, wie cool es beim 24h-Rennen auf dem Nürburgring war. Das war es tatsächlich.

Ich sehe das ganz genau so, die F1 hat fertig - fix und fertig und das allerschlimmste ich habe auch noch Karten für den Hockenheim Ring, ich habe mal absolut keine Lust auf das Wochenende.

Mir ist es ja eigentlich noch ziemlich egal wenn der silberne Tross da vor weg fährt aber es dürften doch wenigstens noch ein paar Überholmanöver geben und wenn mal ein Fahrer etwas härter das Überholmanöver durchzieht dann wäre das doch mal eine echte Bereicherung. Doch selbst den Max haben die jetzt schon handzahm bekommen.

Und einen Daniel Ricciardo zu bestrafen nur weil er den ganzen Parkplatz nutz, selber Schuld dann fahrt doch endlich mal wieder auf Kursen mit Schotter Betten und Gras als Streckenbegrenzung, aber oh weh dann könnte sich ja ein Fahrer weh tun.

Die Jungs kommen alle aus dem Kartsport da wird Rad an Rad gefahren ohne große Auslauf Zonen, aber nach ein paar Rennen in den Formelklassen verlernen die das alle und heulen nur noch rum wenn es doch aus Versehen mal etwas härter zur Sache geht.

Im Prinzip gebe ich dir insofern Recht dass man wieder mehr Kiesbetten braucht um Fahrfehler wieder zu bestrafen.

 

Aber andererseits weiss ein Ricciardo genau dass am weissen Strich die Strecke zu Ende ist und er nicht mit vier Rädern darüberfahren darf, um zu überholen. Egal was hinter dem Strich ist.

 

Ich muss doch von einem Fahrer erwarten können, diese (nun wirklich eindeutige) Regel einzuhalten, egal ob da nun Asphalt oder Kies ist. Er ist niemandem ausgewichen oder gerutscht, sondern zielgerichtet dorthin gefahren.

Wie immer Formel Schmidt, mehr gibt es dazu eigentlich nicht zu sagen

 

 

https://www.youtube.com/watch?v=AbSO8Kqr7zM

Zitat:

@pargelenisXXL schrieb am 25. Juni 2019 um 21:28:58 Uhr:

 

Auf allen Strecken wurden nun riesige Asphaltauslaufzonen gebaut und gleichzeitig wird genau dieser Ausritt bestraft - ganz mein Humor.

Im Prinzip hast du recht und die Strecke in Frankreich setzt mit ihrer Betonwüste mMn dem den Gipfel auf. Aber in Canada ist da nun mal eine Mauer.

Kiesbett war was feines, fahrfehler, Kiesbett, adieu. Das würde mir wieder gefallen.

Kiesbetten haben aber eben auch ihre Nachteile. Zum einen besteht dort die Gefahr des Überschlags und zum anderen reisst eben auch ein kleiner Fahrfehler einen Fahrer aus dem Rennen. Das ist zum einen für den Fahrer aber auch für die Rennaction insgesamt blöd. Aus diesen Gründen hat man Kiesbetten reduziert. Ist jetzt auch wieder nicht recht...

Ein schmaler Grün- oder Kiesstreifen zwischen Fahrbahn und Auslaufzone wäre vielleicht eine gute Sache.

Genau in die Richtung müsste es gehen: Der Fahrer soll nicht sofort ausscheiden, aber er sollte einen deutlich spürbaren Zeitnachteil haben, wenn er die Strecke verlässt.

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