Goodbye Schaltgetriebe - MB macht den Anfang

Mit der neuen Generation der C-Klasse macht Mercedes-Benz ein Ende mit der manuellen Gangschaltung und setzt ausschließlich auf Motorisierungen mit Automatikgetriebe. Das spart einerseits Kosten und erhöht aber auch gleichzeitig die Rationalisierung der Fahrzeugproduktion.

Auf längere Sicht werden aber auch die anderen Baureihen bei Mercedes-Benz komplett auf die Automatikschaltung umstellen.

Quelle: https://...mercedes-benz-passion.com/.../

Muss gestehen, dass ich Automatikfan bin und dem Schalter nicht hinterher trauere.

942 Antworten

Zitat:

@Timbow7777 schrieb am 20. Dezember 2020 um 13:26:58 Uhr:


Selbst bei moderatem Beschleunigen hat das erste Fahrzeug schon 40 - 50 Meter Strecke zurückgelegt, während der Fahrer des zweiten Fahrzeugs gerade einmal den 1. Gang eingelegt hat und nun die Kupplung kommen läßt.

Als erster an der Ampel hatte ich nie Schwierigkeiten mit dem Start bei Grün, selbst, wenn die Start/Stop Automatik den Motor abgestellt hat. Die Gelbphase ist so lange, dass man problemlos die Kupplung treten und den Gang einlegen kann.
Wer natürlich an der Ampel WhatsApp Nachrichten schreibt hat ein Problem. Das allerdings auch beim Automaten...

Zitat:

@abm_70 schrieb am 20. Dezember 2020 um 14:51:16 Uhr:



Zitat:

@FWebe schrieb am 20. Dezember 2020 um 14:43:08 Uhr:



Das ist ein noch immer weit verbreiteter Trugschluss.
Gerade der NEFZ zeigt sogar, wieso dem so ist.
Während Automaten tatsächlich die längsten Gänge nutzen dürfen, muss beim Handschalter bewusst mit kürzeren Gängen gefahren werden und dennoch sind viele Automaten nicht sparsamer und wenn (was überwiegend auf DKG zutrifft), dann nur minimal.
Wenn man mit einer Handschaltung einigermaßen sinnvoll arbeitet, hat ein Automat im Verbrauch schlicht keine Chance.

so isses...warum hast du noch um 12:11 was anderes behauptet?

Ich habe nichts anderes behauptet.

Meine Aussage war folgende:

Zitat:

Der einzige Punkt, wo ich eine Automatik entsprechend bevorzuge wäre das Szenario eines damit mitunter deutlich sparsameren Antriebs.

Zitat:

@the_WarLord schrieb am 20. Dezember 2020 um 14:54:08 Uhr:


Die Gelbphase ist so lange, dass man problemlos die Kupplung treten und den Gang einlegen kann.

Ja, im PKW kann man mit dem manuellen Einlegen des 1. Getriebegangs fix sein. Doch im schweren LKW/KOM kann's zwei Sekunden länger dauern, bis die Fuhre anrollt. Dort ist vieles druckluftbetätigt, u. a. das "Trennen" der Kupplung oder Lösen der Feststellbremse.

...die Abläufe beim Anfahren beim LKW sind fast die gleichen wie bei einem PKW, auch vom Zeitbedarf... z.B. eine Feststellbremse beim LKW löst man -insofern genügend Druck auf den Kesseln ist- genaus so schnell, wie auch eine konventionelle Handbremse beim Auto und eine Druckluftunterstütze Kupplung betätigt man bzw. arbeitet genau so schnell wie eine übliche Kupplung im PKW... dass ein LKW langsamer weg kommt liegt allein an der Masse von 40 Tonnen bei einem voll ausgeladenem Zug... 2. Gang anfahren, 3., 4. rüber in die große Gruppe und in den 5. oder 6.... bis rauf in den 7. und 8.

Wobei man die einzelnen Gänge noch splitten kann... was man beim Anfahren in einer normal ebene Straße fast nicht benötigt, das sind ausgefeilte Gang-Nuancen, die z.B. beim Fahren in massiven Steigungen zum Tragen kommen.

Die Mercedes EPS-Schaltung ( https://www.youtube.com/watch?v=u3uzKgGDZow ), den größten Mist den es seit Erfindung des Rades gegeben hat lasse ich mal außen vor, wobei ein Fahrer der es beherrscht beim Anfahren auch nicht langsamer ist.

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Zitat:

@FWebe schrieb am 20. Dezember 2020 um 14:43:08 Uhr:



Zitat:

@fehlzündung schrieb am 20. Dez. 2020 um 12:45:58 Uhr:


Autos mit modernen Automatikgetrieben brauchen in der Praxis meist weniger Kraftstoff als identische Fahrzeuge mit Handschaltung.

Das ist ein noch immer weit verbreiteter Trugschluss.
Gerade der NEFZ zeigt sogar, wieso dem so ist.
Während Automaten tatsächlich die längsten Gänge nutzen dürfen, muss beim Handschalter bewusst mit kürzeren Gängen gefahren werden und dennoch sind viele Automaten nicht sparsamer und wenn (was überwiegend auf DKG zutrifft), dann nur minimal.
Wenn man mit einer Handschaltung einigermaßen sinnvoll arbeitet, hat ein Automat im Verbrauch schlicht keine Chance.

Stimmt das Mazda 3 Skyactiv X ?

Schalter

https://www.spritmonitor.de/.../250-3.html?...

Automatik

https://www.spritmonitor.de/.../250-3.html?...

Gruß. I.

Zitat:

Doch im schweren LKW/KOM kann's zwei Sekunden länger dauern, bis die Fuhre anrollt.

Ja, die Pedalwege sind länger, die Schaltwege sind länger,
aber wirklich lange, dauert da nichts.

Ist zwar kein 40ter, macht aber keinen Unterschied, außer das der 40ter (ordentlich beladen) schwerer anrollt, wie es Gast schon beschrieben hat.

@gast356:
Klar reagieren Kupplung und Federspeicher (fast) so rasch wie beim PKW. Das habe ich missverständlich geschrieben, O.K.
Dennoch: ich möchte erleben, wie Du mit einem Setra der 400er Serie, dessen Handbremshebel links tief neben dem Fahrersitz montiert ist und dessen Schalthebel beim Einlegen eines Gangs jede Hektik verhasst ist, ebenso schnell vom Fleck kommst.
Ein Reisebus ist kein Kieslaster ... und der "Trick", mit vorab eingelegtem 1. Gang (sowie gedrücktem Kupplungspeda)l auf Grünlicht zu warten, ist auch mir nicht neu ;-)

Zitat:

@abm_70 schrieb am 20. Dezember 2020 um 11:07:45 Uhr:



Würde ich auch gerne - wenn es eines gäbe, welches das tut, was ich gerne hätte...neulich einen s212 mit 7 g tronic gefahren (die version mit trockenkupplung im 63 er amg)...einfach nur schrecklich, es fühlte sich an, als ob da ein fahranfänger herumpfuscht...für mich Null fahrspaß.

Ich kann mich bis jetzt nicht beklagen, das AT macht seinen Job zu meiner 100%igen Zufriedenheit. Gerade beim Rangieren ein Traum. Es spielen halt viele Faktoren mit rein: Die Abstimmung vom Hersteller, die konstruktive Auslegung, das Zusammenspiel mit dem Motor, die Gewöhnung an das AT usw. Die manuelle Gangwahl habe ich nur sehr selten im Einsatz, bisher nur bei sehr steilen Strassenabschnitten bergab und auf der Wiese/Acker querfeldein an bestimmten Stellen. Also noch keine 50 km von mittlerweile 80000. Das sind verschwindend geringe 0,625 Promille.🙂

Gruß
electroman

Das Problem ist halt, dass - zumindest hier - über 90% Fahrer unterwegs sind, wo es auf jede Zehntelsekunde ankommt, egal ob beim Gangwechsel oder beim Anfahren.
Wobei - Anfahren kommt ja auf der Nordschleife , wo die meisten unterwegs sind, eh kaum vor.

Zur Eingangsfrage/bemerkung: ES IST EIN SKANDAL! HÄTTE DENEN DAS NICHT FRÜHER EINFALLEN KÖNNEN?

Ist Tesla nicht das (einzige?) Großserien-Auto, welches schon seit längerer Zeit nur vollautomatisch fährt?

Zitat:

@fehlzündung schrieb am 20. Dezember 2020 um 12:45:58 Uhr:


Autos mit modernen Automatikgetrieben brauchen in der Praxis meist weniger Kraftstoff als identische Fahrzeuge mit Handschaltung.

Das stimmt nicht unbedingt. Beim Automatikgetriebe gibt es mehr Phasen mit Schlupf (beim DKG bzw. beim Drehmomentwandler), zudem muss eine Ölpumpe für die notwendige Schmierung sorgen, das kostet auch Energie. Mit vielen Gängen versuchen neuere Automaten das Manko auszugleichen.

An der Ampel bin ich mit meiner Automatik (DKG) tatsächlich schneller weg, als jeder Handschalter. Das DKG schaltet ohne Zugkraftunterbrechung extrem schnell von Gang 1 bis Gang 3 hoch (ohne Drehzahlabfall beim Motor), da hat ein Handschalter keine Chance.

Zitat:

@Rufus24 schrieb am 20. Dezember 2020 um 18:24:41 Uhr:



Zitat:

@fehlzündung schrieb am 20. Dezember 2020 um 12:45:58 Uhr:



An der Ampel bin ich mit meiner Automatik (DKG) tatsächlich schneller weg, als jeder Handschalter. Das DKG schaltet ohne Zugkraftunterbrechung extrem schnell von Gang 1 bis Gang 3 hoch (ohne Drehzahlabfall beim Motor), da hat ein Handschalter keine Chance.

...und trotzdem unterscheiden sich die 0-100km/h-Werte bei ansonsten identischem Fz i.d.R. nur minimal.....

Mit dem DKG (Automatik) kann wirklich jeder (Depp) schnell anfahren.
Ist ja nicht so schwer, nur ein Pedal herunter zu drücken....
Verschalten kann man sich bei Wechsel in den höheren Gang auch nicht.

Von daher sind die Hemmungen, an einer Ampel schnell an zu fahren, beim Hand-Schalter größer und man sollte es schlichtweg auch können....
Das ist der Grund, weswegen man mit DKG in der Praxis an der Ampel meist der Schnellste ist.

beim E-Auto geht das an der Ampel noch enthemmter, denn da fehlt sogar das peinliche Geräusch vom Hochdrehen des Motors....

Ist es wirklich so wichtig, ob nun der Handschalter oder die Automatik ca. 0,3 l/100 km weniger braucht? Ein Auto ist so teuer im Jahr, dass die Kosten durch den unterschiedlichen Verbrauch fast im Rauschen untergehen.

Ist es wirklich so wichtig, ob nun der Handschalter oder die Automatik an der Ampel schneller beschleunigt? Wann nutzt man das Beschleunigungspotential beim Start an einer Ampel überhaupt? Ich zumindest so gut wie nie.

Aus meiner Sicht gibt es viel wichtigere Kriterien die für die eine oder andere Getriebeart sprechen.

Gruß

Uwe

Yep. Da die Automatik erst mit einem Abstandstempomaten so richtig klasse wird. ACC mit Handschalter ist IMHO ne Fehlkonfiguration.

Zitat:

@Rufus24 schrieb am 20. Dezember 2020 um 08:57:20 Uhr:


Der Trend zum Automatikgetriebe ist wohl nicht mehr aufzuhalten, zumal im Gegensatz zu früher auch kein nennenswerter Mehrverbrauch gegeben ist. Bei dem immer dichteren Verkehr ist man froh, wenn man nicht noch zusätzlich die 6 Gänge beim Schaltgetriebe durchrühren muss.

Was mich beim Automatikgetriebe nervt, sind die seltsamen Schaltprogramme, bei denen bereits mit 70 km/h die hohen Gänge eingelegt werden, der Motor völlig untertourig läuft und beim leichtesten Beschleunigen dann hektisch wieder runtergeschaltet wird.

Ich wünschte mir 3-4 vorwählbare Schaltprogramme je nach Fahrstil und nicht nur "D" und "S".

Hallo,

das ist ja gerade der Sinn eines Automaten: Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs durch möglichst frühes Hochschalten. Wenn der Motor untertourig, also niedriger die Leerlaufdrehzahl, läuft, dann ist etwas defekt. Ab in die Werkstatt.

Grüße,

diezge

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