Goodbye Schaltgetriebe - MB macht den Anfang
Mit der neuen Generation der C-Klasse macht Mercedes-Benz ein Ende mit der manuellen Gangschaltung und setzt ausschließlich auf Motorisierungen mit Automatikgetriebe. Das spart einerseits Kosten und erhöht aber auch gleichzeitig die Rationalisierung der Fahrzeugproduktion.
Auf längere Sicht werden aber auch die anderen Baureihen bei Mercedes-Benz komplett auf die Automatikschaltung umstellen.
Quelle: https://...mercedes-benz-passion.com/.../
Muss gestehen, dass ich Automatikfan bin und dem Schalter nicht hinterher trauere.
942 Antworten
Zitat:
@fehlzündung schrieb am 20. Dezember 2020 um 11:05:48 Uhr:
Zitat:
@Rufus24 schrieb am 20. Dezember 2020 um 08:57:20 Uhr:
Der Trend zum Automatikgetriebe ist wohl nicht mehr aufzuhalten, zumal im Gegensatz zu früher auch kein nennenswerter Mehrverbrauch gegeben ist. Bei dem immer dichteren Verkehr ist man froh, wenn man nicht noch zusätzlich die 6 Gänge beim Schaltgetriebe durchrühren muss.Was mich beim Automatikgetriebe nervt, sind die seltsamen Schaltprogramme, bei denen bereits mit 70 km/h die hohen Gänge eingelegt werden, der Motor völlig untertourig läuft und beim leichtesten Beschleunigen dann hektisch wieder runtergeschaltet wird.
Ich wünschte mir 3-4 vorwählbare Schaltprogramme je nach Fahrstil und nicht nur "D" und "S".
Das liegt halt daran, dass eine Automatik (noch) nicht vorhersehen kann, wann du stark beschleunigen willst. Als Handschalter rollst du vielleicht im hohen Gang bei wenig Drehzahl dahin, weißt aber, jetzt kommt ein Ortsaugang/ich will gleich überholen und schaltest schonmal gemütlich ein oder zwei Gänge zurück. Die Automatik weiß das erst, wenn du mehr Gas gibst.
Früher hatten die Automatiken noch die 3, 2, 1 als "Zusatzprogramme". Man konnte also bspw. in der Stadt auf 3 gehen, sperrte damit den 4. Gang und hatte den Effekt, den du jetzt vermißt.
Heute sind die Automatiken elektronisch gesteuert, passen sich dem Fahrstil des Fahrers an, erkennen Bergfahrten, usw. Aber man kann mit dem Fuß das Schaltverhalten immer noch sehr gut steuern. Bei meiner CVT z.B. kann ich mit wenig Gas beschleunigen, dann bleibt die Drehzahl niedrig, es wird mit mehr Last beschleunigt oder ich gebe viel Gas, dann geht die Drehzahl entsprechend hoch (Gänge in dem Sinne gibt es ja nicht).
Wem das nicht reicht, der kann imemr noch manuell über Schaltpaddel eingreifen. Mache ich allerdings nie, höchstens mal bei Bergabfahrt, um mehr Motorbremse zu haben.
Hallo,
nicht unbedingt.
Ein Beispiel: Beim Audi A8 weiß durch die Navidaten, ob gleich ne Kreuzung, eine enge Kurve oder eine lange Gerade kommt und lässt diese Informationen in die Gangwahl einfließen.
Grüße,
diezge
Zitat:
@Rufus24 schrieb am 20. Dezember 2020 um 12:13:09 Uhr:
Zitat:
@gast356 schrieb am 20. Dezember 2020 um 11:23:49 Uhr:
Und das war so... den Vorführer MAN, den ich da mal ne Woche gefahren hab... bei mindesten 50% gefühlt 75% der Schaltvorgänge mußte man manuell korrigieren, weil die Kiste permanent die falschen Gänge reingehämmert hat.Im LKW Bereich scheinen die Automatikgetriebe tatsächlich nicht besonders zuverlässig zu sein.
Ein Busunternehmer meinte, dass sein ersten Bus mit Automatik nach kurzer Zeit in Südfrankreich mit Defekt liegenblieb - er musste einen Ersatzbus organisieren, das ganze war nicht nur ärgerlich, sondern hat auch viel Geld gekostet.
Hallo,
ach deswegen haben Stadtbusunzternehmer so viele Probleme mit ihren Stdtbussen... ...nicht.
Trotz Stadtverkehr und vielen Bushaltestellen funktionieren Automaten in Bussen sehr fehlerfrei.
Grüße,
diezge
Zitat:
@Rufus24 schrieb am 20. Dezember 2020 um 18:24:41 Uhr:
Zitat:
@fehlzündung schrieb am 20. Dezember 2020 um 12:45:58 Uhr:
Autos mit modernen Automatikgetrieben brauchen in der Praxis meist weniger Kraftstoff als identische Fahrzeuge mit Handschaltung.Das stimmt nicht unbedingt. Beim Automatikgetriebe gibt es mehr Phasen mit Schlupf (beim DKG bzw. beim Drehmomentwandler), zudem muss eine Ölpumpe für die notwendige Schmierung sorgen, das kostet auch Energie. Mit vielen Gängen versuchen neuere Automaten das Manko auszugleichen.
An der Ampel bin ich mit meiner Automatik (DKG) tatsächlich schneller weg, als jeder Handschalter. Das DKG schaltet ohne Zugkraftunterbrechung extrem schnell von Gang 1 bis Gang 3 hoch (ohne Drehzahlabfall beim Motor), da hat ein Handschalter keine Chance.
Hallo,
die Ölpumpe ist hauptsächlich dazu da, um den notwendigen Öldruck für das Schließen der Lamellenkupplungen bereitzustellen.
Grüße,
diezge
Zitat:
@diezge schrieb am 20. Dezember 2020 um 18:52:56 Uhr:
das ist ja gerade der Sinn eines Automaten: Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs durch möglichst frühes Hochschalten.
Aber manche Fahrer mögen es nicht (gerade beim Diesel), dass der Motor dann nicht mehr vibrationsarm läuft und wenn man mal stärker beschleunigt, dass der Motor sich erstmal 2 Sekunden quält und kaum beschleunigt, bevor die Automatik sich bequemt runterzuschalten.
Leider ist das bei manchen Automatikgetrieben so, während andere das Ganze nahezu perfekt hinbekommen.
Gruß
Uwe
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Zitat:
@diezge schrieb am 20. Dezember 2020 um 19:02:31 Uhr:
Zitat:
@Rufus24 schrieb am 20. Dezember 2020 um 18:24:41 Uhr:
Das stimmt nicht unbedingt. Beim Automatikgetriebe gibt es mehr Phasen mit Schlupf (beim DKG bzw. beim Drehmomentwandler), zudem muss eine Ölpumpe für die notwendige Schmierung sorgen, das kostet auch Energie. Mit vielen Gängen versuchen neuere Automaten das Manko auszugleichen.
An der Ampel bin ich mit meiner Automatik (DKG) tatsächlich schneller weg, als jeder Handschalter. Das DKG schaltet ohne Zugkraftunterbrechung extrem schnell von Gang 1 bis Gang 3 hoch (ohne Drehzahlabfall beim Motor), da hat ein Handschalter keine Chance.
Hallo,
die Ölpumpe ist hauptsächlich dazu da, um den notwendigen Öldruck für das Schließen der Lamellenkupplungen bereitzustellen.
Grüße,
diezge
Die Aufgabe der Pumpe, die am meisten Leistung schluckt, dürfte die Umwälzung für die Ölkühlung sein.
Das Schließen von Kupplungen ist nicht sehr leistungshungrig....
Ich habe bis 2013 nur Handschalter gefahren. Mit unserem S203 CDI 320 habe ich den ersten mit 7G bekommen und nicht bereut. Die damalige Probefahrt mit einem Gleiche Fahrzeug mit Schaltung war sehr unharmonisch, was auch der Grund neben dem höheren Drehmoment war. Heut 330.000 km später, habe ich diese Entscheidung nicht bereut, da das Auto und die Automatik sehr gut zusammen harmonieren. Im Stau welcher leider öfters vorhanden war, war ich auch sehr Glücklich. Ich sehe eine Automatik als positiven Aspekt an.
Zitat:
@klausram schrieb am 20. Dezember 2020 um 19:46:57 Uhr:
Ich habe bis 2013 nur Handschalter gefahren. Mit unserem S203 CDI 320 habe ich den ersten mit 7G bekommen und nicht bereut.
Man muss hier aber auch die Automatik in Kombination mit dem Motor sehen. Ein leistungsstarker Motor harmoniert wesentlich einfacher mit einem Automatikgetriebe, als es oft mit einem leistungsschwächeren Motor ist.
Daher sollte man immer eine Probefahrt machen, ob es passt, gerade, wenn der Motor nicht soviel Leistung bzw. Hubraum hat.
Manche Autohersteller bekommen das gut und einige leider auch weniger gut.
Gruß
Uwe
Zitat:
@FWebe schrieb am 20. Dezember 2020 um 15:11:42 Uhr:
Zitat:
@abm_70 schrieb am 20. Dezember 2020 um 14:51:16 Uhr:
so isses...warum hast du noch um 12:11 was anderes behauptet?Ich habe nichts anderes behauptet.
Meine Aussage war folgende:
Zitat:
@FWebe schrieb am 20. Dezember 2020 um 15:11:42 Uhr:
Zitat:
Der einzige Punkt, wo ich eine Automatik entsprechend bevorzuge wäre das Szenario eines damit mitunter deutlich sparsameren Antriebs.
öhm...du hast zuerst geschrieben, daß du eine automatik bevorzugen würdest, weil der verbrauch geringer sei...und dann kam die aussage, daß man eine handschaltung sparsamer fahren könne als eine automatik...lies selbst nach 😉
Zitat:
@abm_70 schrieb am 20. Dezember 2020 um 19:58:46 Uhr:
öhm...du hast zuerst geschrieben, daß du eine automatik bevorzugen würdest, weil der verbrauch geringer sei...und dann kam die aussage, daß man eine handschaltung sparsamer fahren könne als eine automatik...lies selbst nach 😉
Ich habe FWebe so verstanden:
…wäre der Verbrauch geringer dann würde er…
wäre heißt nicht, dass es so ist.
Gruß
Uwe
Zitat:
Ein Beispiel: Beim Audi A8 weiß durch die Navidaten, ob gleich ne Kreuzung, eine enge Kurve oder eine lange Gerade kommt und lässt diese Informationen in die Gangwahl einfließen.
Und woher will der Audi, respektive seine Ingeneure, wissen, wie schnell ich an dieser und jener Stelle fahre?
Ich sehe es wie Uwe Mettmann. Mir sind die paar Zehntel Verbrauch egal. Wenn ich sparen will fahre ich etwas langsamer. Auch der Ampelsprint ist nicht mein Ding. Auch da ist es mir schnuppe gegen wen ich gewinne oder verliere. Bei meinem Frontkratzer ist sowieso mehr Leistung vorhanden als ich beim Ampelstart auf die Straße bringen kann.
Mich interessiert der Gesamtcharakter des Wagens. Meine Automatik schaltet weich und wählt fast immer den passenden Gang. Es geht sowohl sportlich als auch im Cruisingmodus. In der Stadt bin ich von den Schaltvorgängen entlastet. Das entspannt ungemein.
In meinem kleinen Schalter fühle ich mich dagegen wohl. Der Wagen ist zu knuffig um einer Automatik die Schaltarbeit zu überlassen. Zugegeben, der wird eigentlich nur zum Fahrspaß bewegt. Genau darin liegt der Unterschied. Die Automatik rundet ein ausgewogenes Auto ab. Der Schalter passt zur nervös-agilen und dynamischen Fahrweise eines eher spartanisch bestückten Sportlers.
Von A nach B fahre ich daher lieber automatisch. Wenn der Weg das Ziel ist möchte ich Chef des Schalthebels sein.
Man braucht doch eigentlich über die Vor und Nachteile von Automatikgetrieben diskutieren.
Fakt ist das alle Hersteller ihr Modellprogramm bei Verbrenner in den nächsten Jahren massiv zusammenstreichen werden.
Deutlich weniger Motorvarianten und eben auch weniger Getriebe. Bei MB stehen ganze Baureihen auf dem Prüfstand. der neue Chef würde sich gerne auf die Luxusklasse vor allem mit E Antrieb konzentrieren.
Die anderen Hersteller werden sich spätestens ab 2025 (Euro 7) überlegen müssen ob und welche Verbrenner man noch anbieten kann.
Zitat:
@diezge schrieb am 20. Dez. 2020 um 18:59:51 Uhr:
Trotz Stadtverkehr und vielen Bushaltestellen funktionieren Automaten in Bussen sehr fehlerfrei.
Hier kommt was durcheinander.
Linienbusse haben Automatikgetriebe, Reisebusse automatisierte Schaltgetriebe (wie LKW).
Zitat:
@Turbotobi28 schrieb am 20. Dezember 2020 um 20:58:56 Uhr:
Man braucht doch eigentlich über die Vor und Nachteile von Automatikgetrieben diskutieren.Fakt ist das alle Hersteller ihr Modellprogramm bei Verbrenner in den nächsten Jahren massiv zusammenstreichen werden.
Deutlich weniger Motorvarianten und eben auch weniger Getriebe. Bei MB stehen ganze Baureihen auf dem Prüfstand. der neue Chef würde sich gerne auf die Luxusklasse vor allem mit E Antrieb konzentrieren.
Die anderen Hersteller werden sich spätestens ab 2025 (Euro 7) überlegen müssen ob und welche Verbrenner man noch anbieten kann.
Ich denke auch, dass das eine Frage von Personalresourcen und Kapazitäten ist, die von den Unternehmen zukünftig, zb. bei der E-Mobilität oder whatever, sinnvoller im Sinne von Wertschöpfung eingesetzt werden können.
Zitat:
@navec schrieb am 20. Dezember 2020 um 19:24:58 Uhr:
Zitat:
@diezge schrieb am 20. Dezember 2020 um 19:02:31 Uhr:
Hallo,
die Ölpumpe ist hauptsächlich dazu da, um den notwendigen Öldruck für das Schließen der Lamellenkupplungen bereitzustellen.
Grüße,
diezge
Die Aufgabe der Pumpe, die am meisten Leistung schluckt, dürfte die Umwälzung für die Ölkühlung sein.
Das Schließen von Kupplungen ist nicht sehr leistungshungrig....
Falsch. Die Kupplungen müssen ja auch geschlossen bleiben. Ohne Öldruck sind die meisten Kupplungen geöffnet.