Goodbye Schaltgetriebe - MB macht den Anfang
Mit der neuen Generation der C-Klasse macht Mercedes-Benz ein Ende mit der manuellen Gangschaltung und setzt ausschließlich auf Motorisierungen mit Automatikgetriebe. Das spart einerseits Kosten und erhöht aber auch gleichzeitig die Rationalisierung der Fahrzeugproduktion.
Auf längere Sicht werden aber auch die anderen Baureihen bei Mercedes-Benz komplett auf die Automatikschaltung umstellen.
Quelle: https://...mercedes-benz-passion.com/.../
Muss gestehen, dass ich Automatikfan bin und dem Schalter nicht hinterher trauere.
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...und falls eine (marginale) Einsparung irgendwo aufzufinden sein sollte... dann bitte auch den Nachweis, dass dies nicht zu Lasten anderer Bauteile geht... z.B. Mehrverschleiß, höhere Beanspruchung von Kurbelwelle / Kupplung / Getriebe z.B. durch untertouriges Quälen der Komponenten oder dass dies durch entsprechend höherwertige Komponenten, wie z.B. Starterbatterien & Anlasser, wie sie bei Start & Stop nötig sind teuer erkauft ist.
@gast356
Wir sind hier bei Automatikgetrieben, nicht bei automatisierten Schaltgetrieben. Der Vergleich mit LKW passt daher nicht so ganz. 😉
Zitat:
@FWebe schrieb am 20. Dezember 2020 um 12:11:48 Uhr:
Was interessiert einen die Zugkraftunterbrechung, wenn man beim Beschleunigen sowieso nicht schaltet?
Dieser Fall tritt doch allenfalls beim Beschleunigen im höchsten Gang ein - in allen anderen Fällen kommt der Fahrer beim manuellen Getriebe nicht um das Schalten herum.
Ein weiterer Effekt zeigt sich eindrucksvoll beim Losfahren an einer auf Grün springenden Ampel, wenn an erster Stelle ein Fahrzeug mit Automatikgetriebe steht:
Selbst bei moderatem Beschleunigen hat das erste Fahrzeug schon 40 - 50 Meter Strecke zurückgelegt, während der Fahrer des zweiten Fahrzeugs gerade einmal den 1. Gang eingelegt hat und nun die Kupplung kommen läßt.
Zitat:
@BravoI schrieb am 20. Dezember 2020 um 13:01:33 Uhr:
Zitat:
@fehlzündung schrieb am 20. Dezember 2020 um 12:45:58 Uhr:
Autos mit modernen Automatikgetrieben brauchen in der Praxis meist weniger Kraftstoff als identische Fahrzeuge mit Handschaltung.Welche ?
Kannst du es mit Spritmonitor bestätigen ?Gruß. I.
Wenn ich z.B. den Subaru Forester (gewählt, weil ich so einen fahre) bei Spritmonitor mit 150PS Benziner Bj. 2014 aufwärts nehme, stelle ich fest
- Automatik liegt bei 8,5 Liter
- Handschalter bei 9,0 Liter
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Zitat:
@Timbow7777 schrieb am 20. Dezember 2020 um 13:26:58 Uhr:
...
Dieser Fall tritt doch allenfalls beim Beschleunigen im höchsten Gang ein - in allen anderen Fällen kommt der Fahrer beim manuellen Getriebe nicht um das Schalten herum.Ein weiterer Effekt zeigt sich eindrucksvoll beim Losfahren an einer auf Grün springenden Ampel, wenn an erster Stelle ein Fahrzeug mit Automatikgetriebe steht:
Selbst bei moderatem Beschleunigen hat das erste Fahrzeug schon 40 - 50 Meter Strecke zurückgelegt, während der Fahrer des zweiten Fahrzeugs gerade einmal den 1. Gang eingelegt hat und nun die Kupplung kommen läßt.
...wenn im 2. Auto einer sitzt, der nicht Autofahren / mit einem Schaltgetriebe umgehen kann oder am Schlafen ist, dann mag das so sein.
Selbst mit meinem mit einem 2.0D nur normal mit 136PS motorisierten V50 hab ich beim Ampelstart keinerlei Probleme... da müßte schon einer mit einem mindestens gleich motorisiertem Fahrzeug, der auch in den Schuhkarton reintritt dabei stehen.
Und selbst bei dem noch schlechter motorisierten VW Caddy (1,6Ltr. irgendwas um die 105 PS und 5 Gang Schaltgetriebe), den ich als Firmenfahrzeug hab ist es kein Problem das Teil z.B. beim Einfahren auf eine Autobahn auf nem Beschleunigungsstreifen auf über 90km/h-LKW Geschwindigkeiten bis in den Bereich um 120km/h zu katapultieren... wenn nicht wieder einmal "Mutti" mitm dicken SUV schlotternd vor Angst den Beschleunigungsstreifen blockiert.
Das Problem ist eher, dass im normalen Straßenverkehr die meisten am Pennen sind... da ists egal, ob se bei einem Schaltgetriebe die Gänge erst mühsam & gemächlich aufm Schaltschema suchen und einlegen oder ob se mit einem Automatikgetriebe auf P an der Ampel stehen und sich bei Grün langsam irgendwann mal bequemen den Hebel über R und N hinweg nach D zu ziehen.
Eine unterbrechungsfreie Lastschaltung ist sinnvoll bei einem Traktor oder bei evtl. einem LKW mit dem man öfter mal mit hohen Lasten in Steigungen rumfährt / anfährt... da sind die Zeiten, die man zum Gangwechsel brauchen darf bevor die Fuhre stehen bleibt oder selbstständig rückwärts macht so kurz, dass Gangwechsel teilwiese nicht mehr möglich sind oder she gut überlegt sien müssen.
Ggf. muß man da mit einem Handschalter auch mal ne Steigung im kleineren Gang mit langsamerer als der möglichen Geschwindgikeit hochkriechen, weil ein Gangwechsel nicht möglich ist.
Zitat:
@gast356 schrieb am 20. Dezember 2020 um 13:35:56 Uhr:
Das Problem ist eher, dass im normalen Straßenverkehr die meisten am Pennen sind...
+++
Ist so. Da hängt man mit dem 75 PS Sauger-Polo und gemütlicher Fahrweise bereits im Heck des vorausfahrenden drin... oder hat Trantüten vor sich, die mit 60 auf die Autobahn fahren und daneben der hupende LKW der dadurch auf die mittlere wechseln muss.
Daher amüsiert mich auch die Diskussion hier. Da wird wieder mit Zugkraftunterbrechung, Schaltzeiten, Einkuppeln an der grünen Ampel und so weiter argumentiert. Die Realität zeigt aber, dass es den meisten so wumpe ist, die wollen einfach fahren und fahren auch irgendwie. Hauptsache die Kiste fährt ans Ziel.
Zitat:
@gast356 schrieb am 20. Dezember 2020 um 13:35:56 Uhr:
...da ists egal, ob se bei einem Schaltgetriebe die Gänge erst mühsam & gemächlich aufm Schaltschema suchen und einlegen oder ob se mit einem Automatikgetriebe auf P an der Ampel stehen und sich bei Grün langsam irgendwann mal bequemen den Hebel über R und N hinweg nach D zu ziehen.
Ersteres kann ich ja noch nachvollziehen, aber bei der zweiten Variante fehlt mir der Glaube, daß das in der Praxis gelebt wird. Es würde ja dem Sinn einer Automatik komplett zuwider laufen.
...guck mal durch die Heckscheiben den Leuten meist im höheren Alter zu... gut ich hab da ausm LKW öfter mal, die etwas bessere Perspektive.
PS: ...räusper ... Was darf denn so etwas kosten ?... hatte einen echt doofen Unfall. Nach einem Neustart einer Autoschlange war ich aus versehen im Rückwärtsgang - Automatik. 🙁
Also ich kann weder den geringeren Kraftstoffverbrauch beim Automatik, noch das lahmarschige Anfahren beim Handschalter an der Ampel nachvollziehen.
Ersteres trifft eigentlich nur bei übermotorisierten Fahrzeugen auf der Autobahn zu und zweitens, hängt einfach, wie schon beschrieben, vom Fahrer ab.
Klar, Automatik rollt los, sobald man die Bremse loslässt. Das heißt aber noch lange nicht, das der Fahrer das Umschalten auf Grün nicht verpennt. 😉
Außerdem führt das mitunter auch dazu, das Automatikfahrer auf Grund dessen, das ihr Auto von selbst anrollt, anschließend das Gaspedal extemst sanft durchtreten und du als Handschalter das Gaspedal eher nach hinten ziehen musst, um denen beim Losfahren nicht in die Stoßstange zu rollen, obwohl du erst ne halbe bis 3/4 Sekunde später anrollst und auch nur sanft bis moderat beschleunigst.
Da wird dann der "Komfort" wieder zur einschläfrigen Bequemlichkeit. 😉
Ach ja:
Wer schon bis zu 40m Vorsprung hat, bevor der Nachfolgende endlich anfährt, entweder der beschleunigt nicht moderat (sondern zieht recht zügig los), oder der andere vertrödelt das Anfahren total.
Es ist ja erst einmal die strategische Zukunftsentscheidung EINES Herstellers, hier MB...VAG&Co werden wohl auch weiterhin MT anbieten.
Aber schon interessant, wie sich die Entscheider bei den Herstellern die automobile Zukunft bei Verbrennern vorstellen.
Ähnliche strategische Entscheidungen sind für mich zb.
- Volvo, mit freiwilliger Tempodrosselung auf 180km/h bei Verbrennern
- Volvo, Toyota, Entwicklungsstop und damit mittelfristig Ausstieg aus dem Diesel
...
Bei E-Mobilität geht die Reise eh woanders hin.
Zitat:
@fehlzündung schrieb am 20. Dezember 2020 um 12:45:58 Uhr:
Autos mit modernen Automatikgetrieben brauchen in der Praxis meist weniger Kraftstoff als identische Fahrzeuge mit Handschaltung.Die Automatik schaltet immer in den bestmöglichen Gang, während ein Handschalter dies oft aus Unwissenheit oder Bequemlichkeit nicht tut. Beispiel: Man fährt an der Ampel los, beschleunigt auf 50km/h. In 100m will man rechts abbiegen. Die meisten Autofahrer würden dann nicht bis in den höchstmöglichen Gang hochschalten, weil es sich für die kurze Strecke nicht lohnt. Die Automatik macht es aber.
Auf dem Prüfstand kann es anders aussehen, aber es gibt auch Autos, die mit Automatik einen niedrigeren Verbrauch ausgewiesen haben, als als Handschalter. Aber die Ersparnis wird nicht reichen, den Mehrpreis für die Automatik wieder reinzufahren, von daher bleibt die Automatik unterm Strich teurer. Aber das ist ja mit allen Extras so. Eine Klimaautomatik kauft man ja auch aus Komfortgründen und nicht, weil sie Sprit spart.
Ja - wenn der fahrer nicht weiß, wie man optimal schaltet...ist dies der fall, ist eine handschaltung sparsamer....muss sogar, weil die einen besseren wirkungsgrad hat - siehe beispiel BMW 318d g20.
Zitat:
@Timbow7777 schrieb am 20. Dezember 2020 um 13:26:58 Uhr:
Zitat:
@FWebe schrieb am 20. Dezember 2020 um 12:11:48 Uhr:
Was interessiert einen die Zugkraftunterbrechung, wenn man beim Beschleunigen sowieso nicht schaltet?
Dieser Fall tritt doch allenfalls beim Beschleunigen im höchsten Gang ein - in allen anderen Fällen kommt der Fahrer beim manuellen Getriebe nicht um das Schalten herum.
Wieso sollte man mit einer manuellen Schaltung während der Beschleunigung schalten müssen? Es ist dabei völlig unerheblich, in welchem Gang man ist, so lange im genutzten Gang das Zieltempo erreicht wird, muss während der Beschleunigung kein einziger Gang gewechselt werden.
Beispiel:
Möchte ich z.B. auf 70 km/ h beschleunigen, reicht dafür jeder Gang ab dem 2. Gang aus. Welchen ich wähle, hängt von der Ausgangsgeschwindigkeit ab, wobei ich den 2. für das Szenario i.d.R. nicht nutze.
Ich habe mich also z.B. für den 3. Gang entschieden, dann gebe ich einfach Gas und wenn ich die 70 km/ h erreicht habe, wird in den 6. Gang geschaltet.
Wie man sieht, ist während der Beschleunigung kein Gangwechsel notwendig.
Zitat:
Ein weiterer Effekt zeigt sich eindrucksvoll beim Losfahren an einer auf Grün springenden Ampel, wenn an erster Stelle ein Fahrzeug mit Automatikgetriebe steht:
Selbst bei moderatem Beschleunigen hat das erste Fahrzeug schon 40 - 50 Meter Strecke zurückgelegt, während der Fahrer des zweiten Fahrzeugs gerade einmal den 1. Gang eingelegt hat und nun die Kupplung kommen läßt.
Das ist völlig realitätsfremder Unsinn.
Zitat:
@fehlzündung schrieb am 20. Dez. 2020 um 12:45:58 Uhr:
Autos mit modernen Automatikgetrieben brauchen in der Praxis meist weniger Kraftstoff als identische Fahrzeuge mit Handschaltung.
Das ist ein noch immer weit verbreiteter Trugschluss.
Gerade der NEFZ zeigt sogar, wieso dem so ist.
Während Automaten tatsächlich die längsten Gänge nutzen dürfen, muss beim Handschalter bewusst mit kürzeren Gängen gefahren werden und dennoch sind viele Automaten nicht sparsamer und wenn (was überwiegend auf DKG zutrifft), dann nur minimal.
Wenn man mit einer Handschaltung einigermaßen sinnvoll arbeitet, hat ein Automat im Verbrauch schlicht keine Chance.
Am besten Automatik mit Schalter.... fahre einen Benz C Klasse Bj 2012.
Der hat 7G Automatik und den Knüppel noch zwischen den Sitzen.
Ideal. ich kann wählen zwischen Automatik und selbst schalten....
und man kann immer noch "zugreifen§ " und hat etwas in der Hand.
Zitat:
@FWebe schrieb am 20. Dezember 2020 um 14:43:08 Uhr:
Zitat:
@fehlzündung schrieb am 20. Dez. 2020 um 12:45:58 Uhr:
Autos mit modernen Automatikgetrieben brauchen in der Praxis meist weniger Kraftstoff als identische Fahrzeuge mit Handschaltung.
Das ist ein noch immer weit verbreiteter Trugschluss.
Gerade der NEFZ zeigt sogar, wieso dem so ist.
Während Automaten tatsächlich die längsten Gänge nutzen dürfen, muss beim Handschalter bewusst mit kürzeren Gängen gefahren werden und dennoch sind viele Automaten nicht sparsamer und wenn (was überwiegend auf DKG zutrifft), dann nur minimal.
Wenn man mit einer Handschaltung einigermaßen sinnvoll arbeitet, hat ein Automat im Verbrauch schlicht keine Chance.
so isses...warum hast du noch um 12:11 was anderes behauptet?