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Golf 2 GL Youngtimer - Warten bis er ein Oldtimer ist?

VW Golf 2 (19E)
Themenstarteram 10. November 2015 um 21:48

Hallo zusammen:

Ich besitze einen Golf 2 GL. Der Wagen stammt von meiner verstorbenen Großcousine und ist aus erster Hand.

Der Wagen ist in einem wirklich sehr gutem Zustand.

Ich gebe mal ein paar Daten an:

Km-Stand: 52000km

Austattung: GL

Markmale: Scheckheftgepflegt, keinen Rost, keine Schäden, sehr gepflegt.

So sehr ich an diesem Wagen eigentlich hänge, habe ich leider keine Verwendung für ihn.

Bei Mobile.de oder Autoscout24 gibt es selten vergleichbares.

Meine Frage ist nun: Lohnt es sich ihn 2 Jahre unterzustellen?

-> Da es sich noch um einen Young-Timer handelt und er noch 2 Jahre braucht, bis er ein Oldtimer wird, möchte ich wissen, ob es sich lohnen würde. Ich hätte eventuell die Möglichkeit ihn für kleines Geld in einer Garage unter zu bringen.

Dann kommt die Frage hinzu: Was wäre er ca. Wert?

-> Klar muss man Glück haben, bei der Suche nach einem Liebhaber. Ich wollte lediglich wissen, was er in seinem Zustand ca. Wert ist.

Vielen Dank :-)

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Pb100485
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Beste Antwort im Thema

Schon interessant, wie die Meinungen auseinander gehen.

Einmal wird eine Schwemme von den "Massenautos", der 80er Jahre, wie Golf 2 etc. erwartet, die bald ein H-Kennzeichen bekommen, anderseits will niemand eins dieser Modelle aufheben.

Alle sind der Meinung, das es davon noch zig gibt und in Massen bald die Treffen überschwemmen.

Alles was kein Stern, BMW Emblem oder Pferd im Emblem hat, wird als nicht erhaltenswert angesehen. Nur was damals schon einen gewissen Status spiegelte gilt auch Heute als "echtes" Kulturgut.

Wen nun nur diese Fahrzeug erhalten werden, geht ein großer Teil des damaligen Straßenbildes verloren, da nur die "Rosinen" auf Treffen zu sehen sind, wovon die breite Masse zwar geträumt hat, sich aber nicht leisten konnte. Und stattdessen eins der "Massenautos", welche als nicht sammelwürdig empfunden werden, sein eigen nannte.

Klar ist es schön, mal wieder sein Traumauto von damals zu sehen, aber beim Anblick eines Modells, was man damals selber gefahren hat, erinnert man sich bestimmt an die eine oder andere Geschichte, die man selber mit so einem Modell erlebt hat.

Egal ob es nun eine schöne Erinnerung war, wie der tolle Urlaub, den man erlebt hat, mit dem Wagen hatte oder aber ob einen einfällt wie oft man mit dem Wagen liegen geblieben ist.

Mir selber ist schon öfter ergangen das dort das vom einem bestimmten "anerkannten" Oldies 10 oder mehr standen (z.B.Benz R107 oder 911er),die sich für mich, als Laie, nur noch durch die Außenfarbe und die Farbe der Innenausstattung unterschieden.

Schön sind sie, aber wenn davon "Massen" rumstehen, werden die schönsten und tollsten Autos weniger interessant und nach ein paar hat man sich "satt gesehen".

Da freue ich mich mehr, wenn ein eins der Alltagsautos, von damals sehe, was ich schon länger nicht mehr gesehen habe, wie ein alten D- oder E-Kadett, Passat 32b...

Zu einem guten Oldtimertreffen gehört immer ein gesunde Mischung aus "Traumautos" und Alltagsautos.

Den manchmal fällt einem erst beim betrachten eines Models auf, das man dieses schon ewig nicht mehr erblickt hat.

Die Alltagsautos verschwinden meist langsam und leise aus dem alltäglichen Straßenverkehr, so das es kaum einen auffällt, das es immer weniger werden.

Das fällt einem meist schlagartig auf, wenn man dann zufällig ein solches Modell sieht, geht mir zumindestens so.

 

In den 80er Jahren zog der G-Kat ein, später wurden viele der Autos, damit nachgerüstet.

Die meisten der überlebenden Autos, dürfte daher ein G-Kat haben, aus den 80ern.

Grüne Plakette ist damit kein Problem und die Steuern oft moderat, wenn man nicht gerade 2 Liter Hubraum hat. Was bei Golf, Polo und Co. selten der Fall ist.

Wer nun mal rechnet, was günstiger ist, H-Kennzeichen oder Saisonkennzeichen, wird wohl sehr oft zum Saisonkennzeichen greifen, da es günstiger ist.

Da lohnt ein H-Kennzeichen nur noch für Autos mit größeren Motoren, wo die normale Steuer höher ist, wie die Steuer fürs H-Kennzeichen.

Ausnahme sind die alten Diesel, da lohnt es schon eher. Aber von denen sind wohl schon sehr viele ins Ausland verkauft oder entsorgt, aufgrund der hohen Steuern und der Einführung der Umweltzonen.

Daher wird es aus der Richtung kaum große Zuwächse geben.

In Zukunft wird der Anteil der Fahrzeuge mit H-Kennzeichen, die ein Stern, Pferd etc. tragen deutlich steigen und eher eine "Schwemme" aus dieser Richtung geben und nicht vom Golf, Polo...

 

Thema Kleinwagen, aus den 80ern.

da fährt Heute ja kaum noch was rum, im Alltag. Uno, Fiesta, Corsa, sieht man schon Jahre nicht mehr.

Die Polo, von damals haben noch am längsten durchgehalten, aber auch diese sind nun aus dem normalen Straßenbild verschwunden und man sieht sie nur noch äußerst selten.

Da klein und günstig, ist der größte Teil dieser Kleinwagen längst als Winterauto, Anfängerauto oder einfach billigstes Verkehrsmittel bei kaum, bis gar keiner Wartung, nun auch am Ende ihres Autolebens angelangt.

Keiner mag ihnen den Oldtimerstatus anerkennen, den paar überlebenden, lieber werden sie verspottet.

Aber viele haben selber, mit einem Kleinwagen, ihre automobiles Leben gestartet oder er diente als Zweitwagen, in der Familie, aber das wird meist verschwiegen oder ist längst vergessen.

 

Wer mit einem Auge auf einem Wertzuwachs schielt, der wird mit einem "Brot und Butterauto", wohl kaum Gewinn machen.

Der sollte lieber zu den "echten" Klassikern greifen, wie Mercedes und Porsche, da ist man fast immer auf der sicheren Seite, beim Thema Wertzuwachs.

Wer sich an alten Blech erfreuen kann, unabhängig ob dessen Wert steigt oder fällt, der wird auch mit einem Auto, das kein "typischer Oldie" ist, sicher seine Freude haben.

Man muss aber sicher mit dem ein oder anderen komischen Blick oder Kommentar rechnen, wenn man mit einem unkonventionellen Fahrzeugmodell wählt.

 

Auf den Golf GL bezogen, richtig wertvoll wird der wohl nie, dazu fehlt ihm das Image.

Da wird es wohl kaum Unterschied machen im Preis, ob man den jetzt verkauft, der erst in 1-3 Jahren.

Dagegen hat man ein Auto, was man, in so einem Zustand, wohl nicht oft antrifft.

Wer kein Problem hat, abseits der ausgetretenen Wege, beim Oldie, unterwegs zu sein, der kann auch sicher Spaß haben mit dem Golf GL.

 

Selber schwimme ich ja auch gegen den Strom, mit meinen 86C und habe Freude daran.

Und das ist wichtiger als die Meinung anderer zu dem Wagen.

MfG

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Ein Oldtimer in der Preisklasse lohnt nicht wegzustellen, wenn es ein Gti oder so wäre. Aber ein normaler, ich hätte mal gesagt maximal 3k.

Themenstarteram 10. November 2015 um 22:09

Meinst du nicht, das sich der Wert gering steigern würde, wenn ich ihn quasi umsonst in einer Garage unterbringe?

Nichts ist umsonst, Standschäden, Wartung etc..., klar gewinnt der etwas, aber ich gucke da auf andere Brot und Butter Autos die die 30 Jahre haben, damals nicht begehrt, auch als Oldtimer nicht gefragt so einfach.

Und es normaler Golf 2 als Oldtimer, da muss sich erstmal ein Liebhaber finden, man sieht ja immer noch welche als Winterschlampen rumfahren, ist halt ein billiger alter Hobel.

hallo

nicht in 2 jahren.

in 10 Jahren könnte es deutlich mehr sein.

Es ist nun mal so das der Golf II 6,3 mio mal gebaut wurden.

Bin aber kein experte was das thema betrifft.

Hi,

2 Jahre in einer Garage herumstehen sollte dem Wagen nichts ausmachen. Wenn es nicht gerade ein Diesel ist, spart man aber beim H-Kennzeichen maximal etwas bei der Versicherung.

Grüße

Moin Moin !

Nun ist der Zeitpunkt ,wo gerade auch ein solcher Millionenseller und anerkannt langlebiger Wagen am Scheidepunkt steht.

Wirklich gute gibt es zwar noch ,aber nicht sehr viele ! GTI schon gar nicht ,da habe ich seit etlichen Jahren keinen guten mehr gesehen, alles verheizt ,verbastelt und zu Klump gefahren.

Und richtig ,die meisten sind billige alte Hobel. Aber eben wohl dieser nicht ! Von daher viel zu schade zum vergurken oder billig weggeben für "was ist letzte Preis".

Ansonsten : "Lohnend" ist die Sache nie ,egal ,bei welchem Fzg!

MfG Volker

Themenstarteram 10. November 2015 um 23:11

Ich habe mal ein paar weitere Bilder hochgeladen.

Ich habe mich auch schon mal schlau gemacht, wieviele Fahrzeuge in solchem Zustand sind. Es sind wirklich nicht sehr viele. Ob man aber deswegen einen Liebhaber findet ist dahin gestellt. Das ist mir auch bewusst.

Dennoch würde ich gerne wissen, ob er leicht steigen würde im Wert, wenn ich ihn trocken lagere und zwischendurch pflegen/warten würde. Der Wagen stand lange Zeit im Freien und hat dadurch keinen Schaden genommen, dann würde doch in einer Garage erst recht nichts passieren, solange ich keine Feuchtigkeit mit einschließe? :) Der Lack ist , wie man sieht, in einem 1a Zustand. :)

Zitat:

Bei Mobile.de oder Autoscout24 gibt es selten vergleichbares.

Keine 2er Gölfe? Das glaubst doch selber nicht, oder? Wie schon geschrieben, es gab 6,3 Mio. davon und es gibt bestimmt noch einige davon auf den Straßen, kannst ja mal mit den entsprechenden Typ-Codes beim KBA nach der aktuellen Zulassungszahl fragen, ich denke, Du wirst Dich wundern!

Als Bsp. hänge ich mal den Bestand an Honda CRX ED9/EE8 an, und der ist sicherlich viiii...el seltener in D!

Themenstarteram 10. November 2015 um 23:25

Keine vergleichbaren, war gemeint als Golf 2 GL mit dieser Laufleistung und diesem Zustand. Da gibt es dann selten Vergleichbare Wagen.

Geh mal auf einen Jahrmarkt, da gibt es manchmal ein Zelt, wo so Eine mit Glaskugel drinne sitzt.

Also mal ganz ehrlich... selbst wenn man mit Autos nicht viel am Hut hat und vielleicht auch VW nicht mag...

Der steht doch super da... und das mit dem Chrom an den Seitenscheiben ist selten, denke mal, dass das nicht so ein 08/15- Golf ist...

Wenn man so etwas verkauft hat man nix davon, außer etwas Taschengeld was dann schnell verbraten ist...

Aber an so einem Klassiker hat man was. Den würde ich behalten und fahren. Aus praktischer Perspektive stehe die alten Autos den neuen in nix nach- Platz und Verbrauch sind identisch oder besser. Man muss vielleicht Abstriche bei der Sicherheit machen, hat dafür einfachste Technik zum selber schrauben- selbst mit Fahrschulwissen bekommt man da den Zahnriemen selbst gewechselt.

Und wenn man ein paar Bitumenmatten und Filzmatten in den Türen nachrüstet ist auch das Fahrgeräusch sehr angenehm...

Zitat:

@mark29 schrieb am 11. November 2015 um 06:45:58 Uhr:

Aber an so einem Klassiker hat man was. Den würde ich behalten und fahren. Aus praktischer Perspektive stehe die alten Autos den neuen in nix nach- Platz und Verbrauch sind identisch oder besser. Man muss vielleicht Abstriche bei der Sicherheit machen, hat dafür einfachste Technik zum selber schrauben- selbst mit Fahrschulwissen bekommt man da den Zahnriemen selbst gewechselt.

Und wenn man ein paar Bitumenmatten und Filzmatten in den Türen nachrüstet ist auch das Fahrgeräusch sehr angenehm...

Schon mal ein modernes Auto gefahren, nix 10 Jahre altes ? Das ist Wunschdenken. Null Sicherheit, Komfort auch nur rudimentär. Ich fahre selber etwas Altmetall da kann man das gut vergleichen. Die Suv Monster fahren durch den alten Blechkübel einfach durch das merken die gar nicht, für den Alltag, außer zum Bäcker etc. halte ich so ein Auto schon für gefährlich.

Ja, ich habe schon einiges gefahren, auch sehr moderne Autos mit 8 Airbags, großem Motor.... seit 19 Jahren fahre ich parallel dazu den Commodore... und daraus resultiert mein Standpunkt.

Selbst wenn der Wagen in zwei Jahren trockener Unterstellung ein paar Prozent (von max. 2.000 €) gewinnt, wird allein die jährliche Wartung teurer sein als der Gewinn. So ein tolles Fahrzeug muss man pflegen und hin und wieder für Lustfahrten benutzen, also bei wenig Verkehr und schönem Wetter. Dann hält er noch ewig und der Wertzuwachs wird in etwa so hoch wie die Pflege sein - also ein Nullsummenspiel.

Im Alltag würde ich nicht damit fahren wollen, weil er einfach in einem zu guten Zustand ist (laut den drei Bildern). Als unsicher würde ich ihn nicht bezeichnen, aber als weniger sicher als heutige Autos.

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