Frontal21/heute: Knöllchen-Quote!!!
Heute abend kommt auf ZDF Frontal21 ein Bericht über eine Knöllchen-Quote von Polizisten!
Polizisten in ganz Deutschland wehren sich erst jetzt dagegen, schon seit längerer Zeit bestimmte Quoten von Strafzetteln ausgegeben zu müssen!!!
In NRW, wo auch mir gerstern ein Vorfall mit meiner Meinung nach zweifelhaftem Tatbestand passierte, steht Stellenabbau auf dem Plan, daraus entwickelt sich offensichtlich ein regelrechter Konkurrenzkampf zwischen den Mitarbeitern, haben sie eben schon bei "heute" vorweggenommen.
Ich schau's mir auf jedenfall an!!
60 Antworten
Zitat:
Ich verstehe das Problem nicht, die Polizisten haben ja nicht willkuerlich irgendwelche
Leute aufgeschrieben die sich nichts hatten zu Schulden kommen lassen.
Alle "Opfer" die dort gemaeckert haben hatten sich zuvor falsch verhalten.
Wenn ich verkehrt herum in der Strasse parke, muss ich damit rechnen
fuer die Ordnungswidrigkeit ein Knoellchen zu kassieren, das ist mir doch vorher bekannt
bevor ich mich da hinstelle. Wenn man aber eins kassiert hat, sind dann ploetzlich
die Polizisten dran schuld die besser auf Verbrecherjagt gehen sollten, als total
unschuldige Autofahrer aufzuschreiben.
Gefällt es dir denn, wenn die Polizei Kavalliersdelikten nachgeht, während die Kontrolle an Unfallschwerpunkten und die Verhinderung anderer Verbrechen dadurch eine geringere Priorität zukommt? Denn das ist die Folge!
Zitat:
Original geschrieben von 525itouring
Also angegriffen fühlte ich mich von dir keineswegs und über so eine Antwort wundere ich mich auch nicht. Da bedarf es schon etwas mehr und in einem Forum ist ja eine freie Meinungsäußerung wünschenswert. Mein erster Post war auch etwas mehr ironisch gedacht und nicht der erhobene Zeigefinger.
Na dann ist ja alles klar und in bester Butter. Gabs nicht mal irgendwo so einen Bier-Smilie? 🙂
Gruß
Heiko
Es gibt keine Abzocke. Wer eine Straftat begeht muß eben blechen. Wiso glaubt eigentlich jeder Verkehrsvorschriften brauche man nicht zu beachten? Es wird ohnehin viel zu wenig kontrolliert, und die Bußgelder sind so lächerlich gering, daß man eher von einer Belohnung anstatt von Strafe reden kann.
Tolles Thema.
Meine Meinung ist: Haltet Euch einfach nur an die STVO und nehmt Rücksicht auf die Anderen im Strassenverkehr, so wie ihr es auch wollt, dass man auf Euch Rücksicht nimmt.
Ich faß mir einfach nur an den Kopf, wenn jemand ganz bewußt beispielsweise die Höchstgeschwindigkeit überschreitet und sich noch aufregt, wenn er geblitzt wird... nehmt´s sportlich wie Männer und zahlt und regt euch nicht auf! Pech gehabt!!
Zumal ich nicht die blöde Fresse desjenigen sehen möcht, wenn irgendwann seine Kinder oder Frau oder irgendein anderes Familienmitglied wegen eines anderen "Rasers" fahrlässig totgefahren wird!! Dann sind´s ja immer die Anderen, man selber fährt ja so korrekt.
Oder diese ewige Scheißfalschparkerei! Man ist ja SOOO bequem und will möglichst aus seinem Auto in die/den Supermarkt/Boutique/Restaurant reinfallen. Kapier ich nicht. Rücksichtslosigkeit sollte bestraft werden und damit meine ich, daß die Strafzettel noch zu preiswert sind.
Haltet euch doch einfach an geltendes Recht und Ordnung und schmeißt der Justiz nicht die Kohle in den Rachen...
Gruß
P.S. Würden sich alle an die Verkehrsregeln halten, hätte die Polizei mehr Zeit für andere Dinge...
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@ Deboratdi und herbig:
Ihr habt gesamtheitlich gesehen sicher recht.
Hält man sich an die STVO wird man nicht bestraft.
Ich habe mir hier aber noch mal den Thread durchgelesen und eure Reaktion verglichen.
Ihr schreibt entweder bewußt oder unbewußt am Thema vorbei!
Niemand proklamiert hier Raserei oder Regelverstöße, schon gar nicht in der Stadt oder unter schwierigen Verkehrsbedingungen.
Wenn ich auf der A3 mit 121 statt hundert fahre, ist es natürlich mein Pech, wenn ich geblitzt werde. Dann ärgere ich mich über mich selbst und die Situation, aber nicht unbedingt über die Polizei.
Bei einer Tempoüberschreitung von 20km/h auf der Autobahn fahre ich aber noch lange kein Kind tot. Und wenn ich nachgewiesenermassen 140 statt 100 fahre dann ist es persönliches Verschulden, da gibt es keine Diskussion. Noch schlimmer wenn ich an einer Schule mit 30-Zone und vielen die Übersicht einschränkenden Parkenden mit 60 vorbeibretter. Mach ich aber nicht und proklamiere ich auch nicht.
Ich setz mich andererseits für eine starke Exekutive in diesem Land ein, die Verstösse gegen die allgemeine Ordnung durchaus ahndet und in schweren Fällen auch nicht mit Durchsetzungsvermögen geizt.
(Extremfall: Wenn Osama die Frankfurter U-bahn zerbombt oder politische Randgruppen Dauerkrawalle machen (Hooligans bei der WM?? War ja zum Glück nicht so...), habe ich kein Problem damit, in den Tagen danach die Bundeswehr patroullieren zu sehen, nach dem Motto, "wir sind auch noch da", und "Deutschland wehrt sich", wie auch immer das geeignete Mittel in der gegeben Situation aussehen mag)
Und selbstverständlich bin ich dafür, daß man fahruntüchtige und risikoreiche Fahrer von der Straße holt. Für Disko-Unfälle habe ich alles andere als Verständnis.
Hier kommen vor allem so viele Risikofaktoren zusammen: Viele junge Leute mit relativ wenig Fahrerfahrung, jugendlichem Hormonaushalt, wenig Geld für sichere Autos und einer großen Nachfrage nach billigem Tuningzubehör und kräftig Mucke, die dann womöglich noch alkoholisiert oder auf Drogen durch die Gegend heizen. Ein unkalkulierbares Risiko
Natürlich bin ich auch dafür, daß die Poilizei in alltäglichen Verkehrssituationen für Recht und Ordnung sorgt.
Im täglichen Leben gibt es aber nicht immer ein klares Ja oder Nein, kein genaues Richtig oder Falsch. Man kann nicht nur in Schwarz weiß denken. Es gibt Graubereiche, und ohne Graubereiche wäre das Leben auch absurd:
Ein ganz weit hergeholtes Beispiel, mir fiel aber gerade nichts besseres ein:
Oder sitzt ihr in der Kantine vor eurem Essen und sagt, das Schnitzel ist heute aber ganz hervorragend aber die Erbsen sind totale Scheiße??? Und der Kartoffelbrei ist auch absolute Scheiße, aber der Früchtejoghut ist wieder ganz hervorragend. Nein. Es ist immer alles ein Kompromiss, und man weiß vorher nie, was am Ende rauskommt, weder der Koch in der Kantine, noch der Autofahrer. Ohne die Freiheiten, daß man sich innerhalb der Gesellschaft kleine Fehler wie ein wenig knuspriges Schnitzel oder verkochte Erbsen verzeit, käme man sich schnell vor wie ein gefangener im Strafgefangenenlager. Tür und Tor wären offen für Schikane - der weiterführende Gedanke von Repression.
Gesunde Risikoabschätzung und letztlich ein kluges gesellschaftlichtes Miteinander sind Begriffe, die sich hier mal jeder reinziehen sollte.
Und genauso wie man im alltäglichen Miteinander nie 100%ig korrekt oder 100%ig falsch miteinander umgeht, müssen Autofahrer und Polizei ein venünftiges Mass für ihre Entscheidungen treffen. Risiken müssen soweit wie möglich gemindert werden, ohne auf totale Repression zu setzen.
Ich finde: wenn man wie ich bei Gelb (einer gesetzlich verankerten und gewollten Kompromiss-Farbe zwischen Rot und Grün) über die Ampel fährt, dann kann man so was nicht ahnden, zumindest nicht scharf.
Und als Polizist sollte man die Umstände des vorsätzlichen Gelbfahrens miteinbeziehen: ist der Fahrer gesund und munter sowie nüchtern, welchen Eindruck macht der fahrbare Untersatz, und zeigt sich der Fahrer eindeutig reuig (ich habe mich bei dem Polizisten entschuldigt und nicht rumlamentiert), sobald man ihm den Spiegel vorzeigt? Es dürfte dem Fahrer peinlich genug sein, herausgezogen geworden zu sein. Unter solchen Umständen sollte man dem anständigen Bürger jedes berufsgefährdende und seine Freiheit einschränkende Repressionsmittel ersparen.
Zitat:
Original geschrieben von Wolfmblank
welchen Eindruck macht der fahrbare Untersatz,
Moin,
ja welchen Eindruck macht er denn ?
Wenn er schlecht ist, ist es als ob ein Schwarzer am Steuer gesessen hätte ? Oder der Fahrer gleich die Pest hat ?
Genau hier fängt ja schon die "Klassentrennung" an.
Der aus en oberen 10TD mit Schlißs und schönem Auto darf über gelb und der gemeine Pöbel mit dem rostigen, mühsam zusammen gesparten Auto darf das nicht !?
Aber wen wunderts ? ...man brauch sich nur mal das Hartz Urteil anzuschauen.
Naja,......
Gruß aussem Saarland
Zitat:
Original geschrieben von Saarländer
Genau hier fängt ja schon die "Klassentrennung" an.
Eine Frage, über die man sicherlich reden kann.
Welchen Eindruck macht das Fahrzeug?
Es ist ja bekannt, daß bestimmte Fahrzeugtypen in Verkehrskontrollen öfter rausgezogen werden.
Ich war als Fahrer meines Ex-3ers recht häufig Opfer routinemäßiger Kontrollen, im VW Beetle meiner Schwester wurde man schon weniger oft kontrolliert, aber noch recht häufig, und im Passat meiner Eltern praktisch gar nicht.
Wenn ich als Polizist die Auswahl hätte, würde ich halt auch eher den 87er Tuning-Corsa mit dicken Reifen und fetter Anlage rausziehen als einen wertgleichen, aber schnöderen Golf-3 in Werksoptik....auch hier fängt die Segregation im Grunde schon an.
Hallo Wolfmblank,
meiner Meinung nach MUSS man hier in Schwarz oder Weiß trennen.
Mit Deiner Meinung schafft man an dieser Stelle nämlich eine Grauzone, die jeder Einzelne für sich selber steckt. Beispielsweise ist eine markierte Sperrfläche KEINE Parkfläche. Solltest DU diese Sperrfläche als 2-Minuten-Parkplatz für die "ach-ich-bin-ja-nur-schnell-beim-bäcker"-Argumentation mißbrauchen und eine andere Person (Fußgänger) kommt dadurch zu Schaden, weil diese Straßenecke nicht mehr einsehbar ist, hört der Spaß einfach auf. Ich weiß, auch nur ein Beispiel, aber Du ahnst gar nicht, was für Geschichten im Strassenverkehr so geschehen.
Deswegen mein Appell: Nehmt Rücksicht auf Andere! Ob DU Dich totfährst ist mir, sieh es mir bitte nach, BOCKWURSCHT!
Viele Grüße,
Ohne jetzt ganz tief in die Gesellschaftsphilosophie eindringen zu wollen, die Frage, ob Du auch schon in Betracht gezogen hast, dass die Herren in Deinem Fall vielleicht einfach einen scheiß Tag hatten und vielleicht deshalb, für Dein Empfinden, das richtige Augenmaß vermissen liessen? Auch und gerade Polizisten sind "nur" Menschen. Wer weiß, was die an dem Tag schon alles gesehen und gehört haben...
...Quis custodiet ipos custodes...
Zitat:
Original geschrieben von Wolfmblank
@ Deboratdi und herbig:
Wenn ich auf der A3 mit 121 statt hundert fahre, ist es natürlich mein Pech, wenn ich geblitzt werde. Dann ärgere ich mich über mich selbst und die Situation, aber nicht unbedingt über die Polizei.
Ich finde: wenn man wie ich bei Gelb (einer gesetzlich verankerten und gewollten Kompromiss-Farbe zwischen Rot und Grün) über die Ampel fährt, dann kann man so was nicht ahnden, zumindest nicht scharf.
Wo ist denn da der Unterschied ein bischen zu schnell auf der Bahn oder ein bischen zu spät über die Kreuzung? Vielleicht hatte ja der Polizist die Vermutung Deine Bremsen gehen nicht richtig und hat Dich deshalb rausgezogen :-)
Nein, Spaß beiseite, die hier proklamierte Grauzone gibt es halt nicht. In unserer StVO ist halt nun mal alles bis ins kleinste Detail geregelt. Wenn jemand mit der Entscheidung der Obirgkeit nicht einverstanden ist kann er ja gerne dagegen vor Gericht ziehen und dieses dort klären lassen.
Was den Frontal Bericht anbetrifft, so wurden diese Strafzettel für "parken entgegen der Fahrtrichtung" in einer Nacht verteilt, also da gab es sicherlich keinen Unfallschwerpunkt vor einer Schule um diese Uhrzeit. Allerdings ist hier anzumerken, dass aufgrund des Medienechos alle Strafzettel mittlerweile für ungültig erklärt wurden.
Aber eines muss man halt mal ganz klar sagen, der Staat hat kein Geld und Einnahmen aus Verkehrsverstößen sind in den Haushalten von Kommunen, Ländern und Bund fest einkalkuliert. Es liegt an jedem selbst ob er mit seinem Verhalten seinen Beitrag dazu leistet oder eben nicht.
Zitat:
Original geschrieben von 525itouring
Nein, Spaß beiseite, die hier proklamierte Grauzone gibt es halt nicht. In unserer StVO ist halt nun mal alles bis ins kleinste Detail geregelt.
Auf dem Papier selbstverständlich schon. Die Polizisten sind aber aus Gründen der Durchführbarkeit dazu angewiesen ihre Urteile mit Augenmaß zu fällen um bei der Bevölkerung nicht den Eindruck eines Polizeistaates aufkommen zu lassen.
Wie der Paragraph dazu heißt, weiß ich allerdings nicht.
Zitat:
Was den Frontal Bericht anbetrifft, so wurden diese Strafzettel für "parken entgegen der Fahrtrichtung" in einer Nacht verteilt, also da gab es sicherlich keinen Unfallschwerpunkt vor einer Schule um diese Uhrzeit. Allerdings ist hier anzumerken, dass aufgrund des Medienechos alle Strafzettel mittlerweile für ungültig erklärt wurden.
Das hätte ich nicht gedacht, daß sie ihre Strafzettel zurückziehen.
Zitat:
Aber eines muss man halt mal ganz klar sagen, der Staat hat kein Geld und Einnahmen aus Verkehrsverstößen sind in den Haushalten von Kommunen, Ländern und Bund fest einkalkuliert. Es liegt an jedem selbst ob er mit seinem Verhalten seinen Beitrag dazu leistet oder eben nicht.
Und siehst du, hier liegt die Schwierigkeit, die ich mit dem Thema habe.
Daß der Staat kein Geld hat, ist sein Problem, und er muß meiner Meinung nach schonschauen, wie er seinen Haushalt in Ordnung bringt. Geringere Ausgaben wären ja auch mal eine Alternative - gegen jede Vernunft ist das aber politisch nur schwer durchsetzbar.
Höhere Repressionsgebühren zu erheben und die Häufigkeit der Repressionsmaßnahmen zu erhöhen kann meiner Meinung nach in einem modernen Rechtsstaat nicht das Maß der Dinge sein - tendenziell kriminalisiert man dadurch nämlich die Bevölkerung.
Übrigens ist es eine grundfalsche Vermutung, es gäbe den von mir erwähnten Graubereich im deutschen Rechtssystem nicht, mal abgesehen von meiner kritischen Einstellung zum Drogengebrauch: auch im Betäubungsmittelgesetz sind Grauzonen verankert, wo es in diesem Fall heißt, daß eine Person "zum privaten Zweck" eine gewisse Menge Haschisch mitführen darf, ohne daß es bei einer Polizeikontrolle zur Anklage kommt...
Und genauso wurde und wird teils immer noch bei minderen (!)Verkehrsdelikten umgegangen, und bei eben diesen minderen Fällen finde ich das auch gut.
Um mich noch deutlicher auszudrücken: natürlich erachte ich das vorhin gebrachte Beispiel, daß jemand in der Sperrfläche parkt und einem Fußgänger dann die Übersicht raubt, nicht mehr für einen minderen Delikt....das gehört dann durchaus geahndet.
Ich finde es in dieser Diskussion schade, daß sie IMHO wenig offen geführt wird und von Unterstellungen und Vorurteilen durchtrieben ist und manchmal mit nur scheinbar differenzierten Punkten argumentiert wird.
An mir soll es nicht gelegen haben, aber womöglich wird sie durch Rechthaberei und Kompromißlosigkeit binnen kurzer Frist zu Grunde gerichtet.
Zitat:
Original geschrieben von Könik
Gefällt es dir denn, wenn die Polizei Kavalliersdelikten nachgeht, während die Kontrolle an Unfallschwerpunkten und die Verhinderung anderer Verbrechen dadurch eine geringere Priorität zukommt? Denn das ist die Folge!
Dieses Argument wird zwar gern gebracht, entspricht aber absolut nicht der Realität. Die Ermittlungen bei Kapitalverbrechen werden von gänzlich anderen Dezernaten geführt als die Kontrolle und Regelung des Straßenverkehrs.
Es gefällt sicherlich auch niemandem, wenn die Kosten für die Verkehrsregelung/-kontrolle aus allgemeinen Steuermitteln finanziert wird, nur weil das Personal nicht imstande ist, diese Kosten durch entsprechende Kontrollen und die daraus resultierenden Bußgeldeinnahmen zu decken. Eine solche Situation würde jedes Wirtschaftsunternehmen in kürzester Zeit in den Ruin treiben.
Und das alles nur, weil einige Zeitgenossen der Ansicht sind, daß die StVO bzw. die StVZO nur "Empfehlungs-Charakter" haben, da die Einhaltung nur sporadisch überprüft wird und die Verwarnungs- und Bußgelder darüber hinaus lächerlich gering sind?
Das kann es doch wohl nicht sein...🙄
Zitat:
Original geschrieben von Drahkke
Dieses Argument wird zwar gern gebracht, entspricht aber absolut nicht der Realität. Die Ermittlungen bei Kapitalverbrechen werden von gänzlich anderen Dezernaten geführt als die Kontrolle und Regelung des Straßenverkehrs.
So war die Argumentation aber nicht gemeint, oder? Aber danke für den Hinweis.
Zitat:
Es gefällt sicherlich auch niemandem, wenn die Kosten für die Verkehrsregelung/-kontrolle aus allgemeinen Steuermitteln finanziert wird, nur weil das Personal nicht imstande ist, diese Kosten durch entsprechende Kontrollen und die daraus resultierenden Bußgeldeinnahmen zu decken. Eine solche Situation würde jedes Wirtschaftsunternehmen in kürzester Zeit in den Ruin treiben.
Ich habe noch nie gehört, daß man von der Exekutivgewalt eines Staates fordert, der Wirtschaftlichkeit einen hohen Stellenwert einzuräumen...
Wäre eine hohe Effizienz in einem freiheitlichen Rechtsstaat nicht bedenklich?
Zitat:
Und das alles nur, weil einige Zeitgenossen der Ansicht sind, daß die StVO bzw. die StVZO nur "Empfehlungs-Charakter" haben
Ja, solche Leute gibts. Die haben aber meist schon einigen Ärger mit Flensburg gehabt.
Zum Glück habe ich in 10 Jahren und über 200.000km Fahrerfahrung trotz einer zwischenzeitlichen Kurierdiensttätigkeit (typisch in diesem Job: 1-3 Unfälle/Jahr)nur 1 Punkt gesammelt (1x 21km/h über nach Abzug der Toleranz). Das muß man erstmal nachmachen.
Zitat:
Original geschrieben von Wolfmblank
So war die Argumentation aber nicht gemeint, oder?
Meine Stellungnahme bezog sich auf das Argument von Könik. Auf welche Erkenntnisse sich seine Argumentation stützte, kann ich so lange nicht beurteilen, bis er uns weitere Details liefert.
Also Drogengesetze und die StVO unterscheiden sich da jetzt schon. Bei uns in Bayern wird auch schon die geringste Menge von Drogen strafrechtlich verfolgt im Gegensatz zu anderen Ländern.
Bei der StVO gibt es keinen Graubereich. Es gibt aber Polizisten denen der ein oder andere Verkehrsverstoß nicht so wichtig erscheint und er diesen deshalb nicht ahndet, obwohl er es könnte. Bekommt er nun die Anweisung diese Delikte zu ahnden dann muss er dies auch tun. Der Beamte hat schließlich geschworen dem Staat zu dienen und seine Pflicht zu erfüllen. Seine Pflicht ist es also auf die Einhaltung der Gesetze und Verordnungen zu achten und Verstöße notfalls zu ahnden. Macht er es trotz Anweisung nicht muss er letztendlich disziplinarische Maßnahmen fürchten.
Es hat sichhalt bei vielen Leuten der Schlendrian eingeschlichen, vor allem im Bereich des Straßenverkehrs. Ich will nur ein Beispiel nennen: wieviele Leute wechseln die Fahrspur ohne den Blinker zu setzen? Dafür ist übrigens auch ein Verwarngeld fällig. Also wenn es einer dem Staat bzw. seinen Vollzugsbeamten so einfach macht und sich ausnehmen läßt, na dann kann ich nur sagen selber schuld.