Fahrzeugverkauf Bankangestellte sind gefragt

BMW 5er

Guten Abend liebes Forum,

in 1,5 Wochen werde ich meinen F11 privat verkaufen. Mein Käufer kommt aus D muss allerdings eine längere Strecke zurücklegen. Der Käufer hat mir zwar eine Barzahlung angeboten, hat allerdings angedeutet, dass íhm eine Bezhalung per Scheck deutlich lieber wäre.
Da der Käufer sehr vertrauensvoll wirkt habe ich eingewilligt.

Laut der Bank des Käufers stehen 2 Möglichkeiten zur Verfügung:

Ich zitiere:

Zitat:

Möglich wären:
(- Zusicherung über die Bereitstellung des Kaufpreises) -> Barzahlung
- Bestätigter Bankscheck über den Kaufpreis
- Orderscheck über den Kaufpreis (Mit Eintrag des Geldempfängers als
sicherste Variante)

Da ich mit dem Scheckwesen nicht so genau auskenne, würde ich von euch gerne wissen was es mit diesen 2 Scheckarten auf sich hat und wie meine Sicherheit in diesen Fällen aussieht.

Für Antworten bin ich schonmal sehr dankbar.

Und keine Angst ich bleibe der MArke treu ;-)

Grüße

Beste Antwort im Thema

Hallo zusammen,

ich habe die Diskussion bis hier sehr aufmerksam verfolgt und möchte mich meinen "Vorrednern" mit Nachdruck anschließen. Ich möchte kurz schildern aus welchem Grund und hoffe so den Themenstarter davon zu überzeugen UNBEDINGT auf eine Bezahlung via Scheck zu verzichten.

Ich habe in einer Bank gearbeitet (bin also ausgebildet insbesondere in diesem Bereich!). Nach meinen Erfahrungen gibt es im Hinblick auf die Bezahlung via Scheck keine 100% Sicherheit das du dein Geld bekommst.
In der Eröffnung des Threads wird von einer Bestätigung des Schecks gesprochen NICHT von einem bestätigten Scheck der Deutschen Bundesbank.
ACHTUNG:
Die Bestätigung eines "normalen" Schecks durch eine Bank ist in Deutschland UNWIRKSAM nach Artikel 4 des Scheckgesetzes. Das heißt selbst wenn eine Bank den Scheck bestätigt gilt dies als "ungeschrieben".
Im Hinblick auf den Scheck der Deutschen Bundesbank kann man sagen das dies eine Ausnahme ist und somit dieser Scheck sicher ist.
Allerdings behaupte ich das die wenigsten erkennen werden ob es sich um einen Scheck mit Bestätigung durch die Bundesbank handelt. Eine Fälschung wirst du nicht unterscheiden können.
Also meiner Meinung nach ==> Absolut die Finger weg lassen.

Ich habe diesbezüglich bitter lernen müßen das selbst Leute in der Branche, wenn sie nicht zu den absoluten Profis gehören keine Chance haben gegen Betrug.

Und zum guten Schluß möchte ich noch an den gesunden Menschenverstand appelieren und dich bitten dir die Frage zu stellen: "Warum möchte jemand mit Scheck bezahlen?". Das ist heutzutage im "normalen" Zug um Zug Geschäft bei Privatverkäufen schlicht überflüssig - selbst bei Beträgen die mal höher ausfallen.

Gruß
Tobias

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Bei Transaktionen dieser Größenordnung würde ich den Verkauf auf einen Wochentag legen und mit dem Käufer zu meiner Bank fahren. Dort kann er den Betrag entweder in bar - die Bank würde Fälschungen wohl erkennen - oder per Überweisung auf mein Konto einzahlen. Nach Eingangsbestätigung des gesamten Betrages bekommt er das Fahrzeug samt dazugehöriger Papiere. Auf alles andere würde ich mich nicht einlassen...

Zitat:

Original geschrieben von Rexman


Bei Transaktionen dieser Größenordnung würde ich den Verkauf auf einen Wochentag legen und mit dem Käufer zu meiner Bank fahren. Dort kann er den Betrag entweder in bar - die Bank würde Fälschungen wohl erkennen - oder per Überweisung auf mein Konto einzahlen. Nach Eingangsbestätigung des gesamten Betrages bekommt er das Fahrzeug samt dazugehöriger Papiere. Auf alles andere würde ich mich nicht einlassen...

Bei der Bar-Variante - d'accord. Die Überweisungsvariante verstehe ich nicht. Standard-Überweisungen dauern in D immer noch 2-3 Werktage bis der Betrag unwideruflich eingangen ist. Das würde also eine Vorauszahlung des Käufers erfordern; wenn der sich darauf einlässt, ist das natürlich optimal, aber in den meisten Fällen wohl unrealistisch. Wenn der Zahlungsvorgang online/real time vor sich ginge, sozusagen 'Zug-umZug' ok, aber da sich der Zahlungsverkehr i.d.R. in Bangalore o.ä. abspielt, gibt es da immer einen 'time-lag' bis der Betrag wirklich gut geschrieben ist.

Interessantes Thema...gibt es elektronische (paypal o.ä.?) Systeme, die so etwas für 'Laufkundschaft' können?

Gruß
wodkalemon

Wieder was gelernt, danke TMD!
Der Bundesbank Scheck scheint die Lösung. Und da eine Barauszahlung des Betrages des Schecks möglich ist, müsste ja auch eine sofortige validierung des Schecks (Thema Fälschung) möglich sein.

Quelle: Wikipedia

Hallo zusammen,

ich habe die Diskussion bis hier sehr aufmerksam verfolgt und möchte mich meinen "Vorrednern" mit Nachdruck anschließen. Ich möchte kurz schildern aus welchem Grund und hoffe so den Themenstarter davon zu überzeugen UNBEDINGT auf eine Bezahlung via Scheck zu verzichten.

Ich habe in einer Bank gearbeitet (bin also ausgebildet insbesondere in diesem Bereich!). Nach meinen Erfahrungen gibt es im Hinblick auf die Bezahlung via Scheck keine 100% Sicherheit das du dein Geld bekommst.
In der Eröffnung des Threads wird von einer Bestätigung des Schecks gesprochen NICHT von einem bestätigten Scheck der Deutschen Bundesbank.
ACHTUNG:
Die Bestätigung eines "normalen" Schecks durch eine Bank ist in Deutschland UNWIRKSAM nach Artikel 4 des Scheckgesetzes. Das heißt selbst wenn eine Bank den Scheck bestätigt gilt dies als "ungeschrieben".
Im Hinblick auf den Scheck der Deutschen Bundesbank kann man sagen das dies eine Ausnahme ist und somit dieser Scheck sicher ist.
Allerdings behaupte ich das die wenigsten erkennen werden ob es sich um einen Scheck mit Bestätigung durch die Bundesbank handelt. Eine Fälschung wirst du nicht unterscheiden können.
Also meiner Meinung nach ==> Absolut die Finger weg lassen.

Ich habe diesbezüglich bitter lernen müßen das selbst Leute in der Branche, wenn sie nicht zu den absoluten Profis gehören keine Chance haben gegen Betrug.

Und zum guten Schluß möchte ich noch an den gesunden Menschenverstand appelieren und dich bitten dir die Frage zu stellen: "Warum möchte jemand mit Scheck bezahlen?". Das ist heutzutage im "normalen" Zug um Zug Geschäft bei Privatverkäufen schlicht überflüssig - selbst bei Beträgen die mal höher ausfallen.

Gruß
Tobias

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Würde mich meinen Vorrednern auch anschließen - ausschließlich Barzahlung. Habe vor kurzem auch ein Fahrzeug privat veräußert, das Geld wurde gleich am Geldautomaten eingezahlt, somit hat man auch gleich die Kontrolle bezüglich von Falschgeld. Zudem geht es auch am Wochenende. Man muss nur beachten, dass pro Konto nur unter 15000 € eingezahlt werden können (Geldwäschegesetz). Bei höheren Beträgen benötigt man also mehrere Konten.

lexaro

Ich habe es mal so gemacht: Bei mir, auf meinem Computer, hat der ZAhlungspflichtige Onlinebanking mit seiner BAnk gemacht in meinem Beisein und den Betrag auf mein Konto überwisesn, mit TAN, die Bestätigung haben wir gleich ausgedruckt. Da gibt es wohl die geringsten Probleme, weder mit Falschgeld, gesperrten Schecks, Raub, Geldwäsche, Steuer usw. ... kann es nur empfehlen. Wenn er kein Onlinebanking hat dann nur werktags zur Bank und das Bargeld einzahlen... oder LZB/Bundesbankscheck von der anderen Bank ausgestellt annehmen(unterschreibt der Vorstand oder Porkurist der Hausbank von dem Konto der Bank bei der LZB: Kontonummer ist die BLZ!!) und dort (Bank) dann anrufen ob der Scheck auch von denen ausgestellt wurde um einer Fälschung vorzubeugen, Farbkopie wäre easy. So habe ich schon Immobilienanzahlungen beim Notar geleistet, recht problemlos, sicher, 25 Euro Gebühr oder gratis je nach Hausbank. DOC (Großvater war Bankdirektor, also 2. HAnd)

Hallo,
nur ein kleiner Beitrag eines Privatmannes, der schon einige teuren Autos verkauft hat: Ich bestehe auf Barzahlung. Wie der Käufer das Geld beibringt, ist seine Sache. Oder er überweist einen (grossen) Teil und erscheint erst mit dem Rest, wenn das Geld eingegangen ist, und zwar, wenn meine Hausbank noch offen hat. Den Restbetrag zahle ich im Beisein des Käufers ein und habe dadurch die Sicherheit, dass, bzw. ob alles o.k. ist. Zug um Zug. Wie der Vorredner schon sagte, ich könnte einen echten nicht von einem gefälschten unterscheiden können.

Gruss

Danke für die zahlreichen Antworten.

Ich habe mich natürlich vor der Eröffnung dieses Threads hier bei Bekannten, die mal in der Bank tätig waren, erkundigt. Eigl. war die einheitliche Meinung, dass man mit den Orderschecks recht sicher fährt, da diese ja von einer Bank ausgeschrieben werden und die Bank den Scheck nur dann ausstellt wenn das Konto des Käufers vorbelastet wird.

Der nächste Punkt der mich dazu "ermutigt" hat dieser Art der Bezahlung zuzustimmen, war, dass der Käufer nachweislich ein Vetreter vers. Verbände, Gemeinderat und Schuldirektor ist. Dies hab ich selber im Internet überprüft und Bilder der Person sind auch online. Da der Herr am Telefon und in Mails einen sehr korrekten Eindruck gemacht hat dachte ich, lass es dich doch mal probieren.

Normal verkaufe ich meine Autos auch nur gegen bar. Allerdings besteht ja da auch das Risiko, dass bei größeren Summen (F11) Blüten dabei sind.

Der Verkauf des Fahrzeuges am WE erschwert die Sache natürlich ungemein.

Ist es richtig, dass wenn ich bei dem Scheck auf eine Bestätigung der Bundesbank bestehe, es vielleicht ein bisschen sicherer für mich ist? Kann der Käufer diese Art Scheck bei jeder Bank beantragen?

Grüße

richtig. der bestätigte bundesbank-scheck ist sicher. und den kann jeder über seine bank beziehen. jetzt müßt man nur wissen, wie der aussieht.

Hallo zusammen,

warum wird eigentlich immer der Käufer als möglicher Betrüger dargestellt, der mit gefälschten Schecks, Falschgeld oder eventuell einer Knarre unterwegs ist, um rechtschaffende Verkäufer um ihr Hab und Gut zu betrügen.

Der Käufer hat dieses Fahrzeug wahrscheinlich nur im Internet gesehen, Kontakt per Telefon und eMail. Das er selbst betrogen werden kann scheint hier niemand zur Kenntnis zu nehmen.

Wie stellt sich den der Fall dar, wenn der Käufer mit eienm originalen Orderscheck oder gültigen Euroscheinen erscheint und ihm vom Verkäufer bekannte und nicht augenscheinliche Mängel verschwiegen werden.

Bei einigen Antworten habe ich den Eindruck, dass außer den ehrlichen Motor-Talk-Nutzern ausschließlich Gangster und Ganoven unterwegs sind.

Joachim

Naja, der TE ist in diesem Fall nun mal Verkäufer und auf seine Fragen wurde hier geantwortet.
Wäre der TE ein potenzieller Käufer gäbe es sicher andere Antworten.

Hallo,

möchte mich nochmals kurz an dieser Stelle einklinken.

wenn ich deine Argumente so lese wie z.b.

"Der nächste Punkt der mich dazu "ermutigt" hat dieser Art der Bezahlung zuzustimmen, war, dass der Käufer nachweislich ein Vetreter vers. Verbände, .....ect.
dann lese ich da eingetlich raus das du die Nummer durchziehen möchtest.

Ich hoffe für dich das es gut geht. Damit du vielleicht nochmals drüber nachdenkst möchte ich einen Fall schildern den ich selbst erlebt habe. Die allgemein früher bekannten EC-Schecks waren bis zu einem Betrag X "versichert" - die Unterschrift und somit die Legitimation werden bei diesen Schecks üblicherweise vom Bankangestellten geprüft. Also ähnlich wie ein Scheck der Bundesbank waren diese Schecks sicher.
Ein Kunde kommt an einem Tag in die Bank - legt einen EC-Scheck vor und unterschreibt diesen im Beisein von Bankangestellten Y. Die Legitimation wird geprüft und für einwandfrei befunden insbesondere weil man den Kunden seid Jahren kennt.
Der Kunde X bekommt sein Geld der Scheck ist eingelöst. Ein Tag später kommt Kunde X in die Bank und meldet das Ihm EC-Schecks geklaut wurden. Bei seinem Auto wurde eine Scheibe eingeschlagen und die Schecks geklaut. Die Anzeige auf Diebstahl und Sachbeschädigung hat er natürlich dabei.
Nun möchte er natürlich wissen ob Schecks eingelöst wurden und wenn ja möchte er natürlich das Geld wieder haben.
Siehe da am Vortag wurden 9 von 10 Schecks eingelöst. Man vergleicht Unterschriften der Schecks ect. diese sind natürlich alle vorhanden und wurden ordnungsgemäß von den jeweiligen Bankangestellten überprüft.
Kunde X bestreitet natürlich am Vortag in der Bank gewesen zu sein und die Schecks eigenhändig unterschrieben zu haben. Und das tut er erfolgreich.
Kunde X erhält sein Geld zurück.

Sofern genügend kriminelle Energie vorhanden ist befindest du dich auf sehr dünnem Eis mit einem Scheck.

Stell dir bitte nochmal die Frage warum jemand gerne mit einem Scheck bezahlen möchte in der heutigen Zeit bei einem solchen Geschäft...

Wie gesagt ich hoffe es geht gut...kannst ja mal berichten.

Gruß
Tobias

Zitat:

Original geschrieben von Tobias32


Ein Kunde kommt an einem Tag in die Bank - legt einen EC-Scheck vor ...Der Kunde X bekommt sein Geld der Scheck ist eingelöst...Ein Tag später kommt Kunde X in die Bank und meldet das Ihm EC-Schecks geklaut wurden...Siehe da am Vortag wurden 9 von 10 Schecks eingelöst...Kunde X bestreitet natürlich am Vortag in der Bank gewesen zu sein und die Schecks eigenhändig unterschrieben zu haben. Kunde X erhält sein Geld zurück.

der ec-scheck war wie der bestätigte bundesbankscheck. nur mit zwei unterschieden: er garantierte zahlungen nur bis zu einem limit von 400dm. und es gibt ihn seit 2002 nicht mehr. 😉

... schon richtig ... ich wollte vermeiden in Details einzusteigen ... die Botschaft sollte eine andere sein.

Gruß
Tobias

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