Fahrerassistenz-Paket und Geschwindigkeitsregelanlage
Hallo,
ich war heute mal bei unserem freundlichen VW Händler und hab mir mal eine Konfig für den "neuen Golf" machen lassen, was mir dabei aufgefallen ist, wenn ich das Fahrerinformationspaket hinzu nehme, die Geschwindigkeitsregelanlage nicht mehr anwählbar ist, das Problem in der Beschreibung des Fahrerinformations-Paketes steht folgendes:
Automatische Distanzregelung ACC, Bi-Xenon-Scheinwerfer für Abblend- und Fernlicht mit LED-Tagfahrlicht und Abbiegelicht, Diebstahlwarnanlage "Plus", Dynamische Fernlichtregulierung "Dynamic Light Assist", Fahrlichtschaltung automatisch, mit Tagfahrlicht, "Leaving home"-Funktion und manueller "Coming home"-Funktion, Innenspiegel automatisch abblendend, Leuchtweitenregulierung dynamisch mit dynamischen Kurvenfahrlicht, Regensensor, Scheinwerfer-Reinigungsanlage, Spurhalteassistent "Lane Assist", Umfeldbeobachtungssystem "Front Assist" mit City- Notbremsfunktion, Verkehrszeichenerkennung, Warnleuchte für Waschwasserstand, Zentralverriegelung mit Funkfernbedienung, 2 Funkklappschlüssel
Entweder ich hab es überlesen, oder der Tempomat fehlt hier wirklich! Kann einer von Euch etwas dazu sagen? Mein Verkäufer konnte es nicht auf Anhieb beantworten und will es auch klären! Wenn ich die Geschwindigkeitsregelanlage hinzu fügen möchte, dann MUSS das Fahrerassistenzpaket abgewählt werden!
Gruß Rico
PS: die Suche habe ich schon bemüht aber leider ohne Erfolg :-)
Beste Antwort im Thema
Der Verkäufer wurde wohl bei Lidl geschult? 🙄
45 Antworten
Zitat:
@MichaelN schrieb am 12. Dezember 2016 um 13:56:06 Uhr:
Und zum Thema Abstand: halte ich den vorgeschriebenen Sicherheitsabstand ein, fährt mir auch ohne ACC sehr oft einer in den Sicherheitsabstand. Allerdings ist das ja gerade auch die Funktion des Sicherheitsabstandes, das jemand dort einscheren kann!
Der Sicherheitsabstand ist also dafür gedacht damit andere einscheren können? Im aktuellen ADAC Heft steht das irgendwie anders drin 😕
Mich stört halt besonders das extrem Bremsenfressende verhalten des Systems. Das Vorgängerfahrzeug hatte bei meinem Fahrstil nach 167tkm rundherum noch die ersten Bremsen. Beim Golf erwarte ich ohne den Einsatz von ACC eigtl. das die Haltbarkeit in ähnliche Bereiche vordringt.
Ich bin vom ACC auch maßlos enttäuscht, ich kann alle Punkte von surfkiller20 bestätigen. Zudem ist der Verbrauch bedeutend höher wenn man das ACC benutzt, wieso auch immer... Bei meinem Leasingfahrzeug war es dabei, ich würde es nach meinen Erfahrungen nicht in ein neues Auto mit rein nehmen. Vielleicht tut sich ja beim FL was in punkto Mehrwert....
Bist Du mal mit ACC auf ECO gefahren? Also bei mir sinkt der Verbrauch, weil cih einfach gleichmäßiger fahre, weniger hektisch.
Mal ne blöde Frage, wo würde denn bei euren beschriebenen Problemen ein normaler Tempomat Vorteile bringen? Richtig, garkeine, denn ihr müsst eben dauernd Bremsen, wenn einer reinzieht und dann ist er aus.
Meiner Meinung nach zeigt das ACC einfach wie rücksichtslos (Einscheren) und dicht heutzutage aufgefahren wird, denn das ACC stellt den Abstand eben wieder her. Ich habe mich am Anfang darüber auch geärgert, denn manchmal kann es schon vorkommen, dass man das Gefühl bekommt Lückenschlüpfer für Lückenschlüpfer durchgereicht zu werden aber seit ich darüber stehe und sehe, dass die besagten Experten nicht wesentlich schneller ankommen ist es ein enormer Komfortgewinn und auch ein Sicherheitsgewinn. Ich nutze es sogar täglich in der Stadt und finde nicht das es extrem apprupt bremst außer eben beim zufahren auf Abbieger. Für die Situationen muss man eine Wachsam sein, da es eben nur ein Assistenzsystem ist.
Man kann das Feature also für seine Funktionen nicht kritisieren, sondern sollte mal schauen wie sinnlos da heute gefahren wird oder muss eben manuell fahren, wenn es einem zu ruppig ist, weil andere einen Schneiden etc.. Der klassische Tempomat hat gegenüber ACC keinen Vorteil, wird aber enorm aufgewertet. Wer keinen Tempomat generell braucht oder gern Stoßstangenrally fährt soll das tun. Mir geht das ich zu erst auf den Straßen auf die Nerven und ich bin mittlerweile froh mich dann auch mal fahren lassen zu können. Der gewünschte autonome Stoßstangenassistent würde voraussetzen, dass alle Autos vernetzt sind und autonom Fahren und dann würden plötzlich von allen ganz andere Abstände eingehalten werden.
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Der Normale Tempomat ist nicht viel Komfortabler, da stimme ich zu. Habe den in meinen Vorgängerfahrzeugen auch nie benutzt. Was mich am ACC nervt ist weniger das der Abstand gehalten wird, ist auch der Sinn vom dem Teil, sondern die Art und Weise wie er das tut => Bremsen bis die Scheiben glühen. Oft reicht es vollkommen aus das Gas zu lupfen und der Abstand stimmt wieder. Dieses ewige Gebremse und Beschleunige ist alles, aber definitiv kein Gewinn an Komfort oder Sicherheit! Und heute morgen im Stau mal seit ewigen Zeiten die Stop & Go Funktion genutzt und nach 3 Minuten gleich wieder ausgeschaltet. So ein Geruckel und Gezuckel tut man sich Freiwillig nicht an. Wenn ich stehe, hält Auto Hold das Fahrzeug, rollt es wieder einfach kurz das Gas antippen und das Auto rollt ganz langsam los. Mit einem Handschalter wäre das natürlich deutlich unkomfortabler, aber hier gibt es keine Stop & Go Funktion. Mein ACC ist mein rechter Fuß, der das ausgesprochen gut macht. Selbst über Stunden geht das Ermüdungsfrei, weil ich richtig sitze. Wie gesagt: Ich würde auf Grund der von mir gemachten Erfahrungen kein ACC mehr dazu bestellen. Wenn es in irgendeinem Paket enthalten ist oder ein Gebrauchtwagen das hat, dann nehme ich das mit, muss es ja nicht nutzen, aber extra Geld gebe ich keines mehr dafür aus.
Ach und noch so eine tolle Situation wo ACC bei mir regelmäßig den Anker wirft:
Das vor mir fahrende Fahrzeug wechselt auf die Verzögerungsspur und bremst dort ab. Der Sensor hat das Fahrzeug immer noch im Blick und registriert auch das es Verzögert. Was macht das System also: Richtig, Anker schmeißen. Das ist richtig toll, wenn vorne kein anderes Fahrzeug unterwegs ist und der Hintermann dann mit der Lichthupe grüßt, weil man ohne Grund stark abbremst. Da könnte der Hintermann auch mal auf die Idee kommen, man wolle ihn ausbremsen, was eine Nötigung darstellen würde... Klar kann ich durch einen Tritt aufs Gas bzw. einem Druck auf den Knopf das System übersteuern, aber wenn man knapp 20km hinter einem Fahrzeug hinterher fährt, rechnet man nicht unbedingt damit, das ACC ohne Grund den Anker wirft. Mittlerweile drücke ich immer den Knopf, wenn der Vordermann in der Situation den Blinker nach rechts setzt. Nervig.
Das Ganze wäre kein Problem, wenn es VW schaffen würde, den Tempomat mit und ohne Regelung nutzbar zu machen. Dann kann der Fahrer wählen, was im Moment der Situation gerecht wird. Andere können das auch, warum VW mal wieder nicht?
Manny
Zitat:
@MannyD schrieb am 13. Dezember 2016 um 10:41:22 Uhr:
Das Ganze wäre kein Problem, wenn es VW schaffen würde, den Tempomat mit und ohne Regelung nutzbar zu machen. Dann kann der Fahrer wählen, was im Moment der Situation gerecht wird. Andere können das auch, warum VW mal wieder nicht?Manny
Das ist eine gute Frage. Aber eigentlich einfach zu beantworten, ACC entspricht ja einem normalen Tempomaten sich nur anpasst statt man den normalen Tempomaten auszuschalten. Übersteuern kann man ja beide. Wem ACC zu viel nachregelt, der hat seine Wunschgeschwindigkeit auch einfach zu hoch eingestellt!
Aber ich verstehe den Ärger nicht, es ist doch viel einfacher bei das alles mit Hirn und Fuß optimal vorausschauend auch über das nächste Auto hinaus zu regeln. Tempomat nutze ich nur mal, wenn ich mal Seelenallein irgendwo lang rolle. Und das auch nur, weil er bisher leider immer im Auto mit dabei war. Das Geld hätte ich gerne gespart. Zudem stelle ich auch immer wieder fest, der Tempomat neigt an sich dazu mehr zu Verbrauchen. Bei gleicher konstanten Geschwindigkeit zu der Fahrt ohne. Das merke ich u.a. auch daran, dass bei Tempomat 100 die Zylinderabschaltung viel weniger Aktiv ist als ohne Tempomat. Aber auch vorher in anderen Fahrzeugen habe ich das schon bemerkt. Eine Erklärung dafür widerspricht leider erstmal jeder Logik...
Wer natürlich einen Tempomat/ACC oder Eco Fahrprofil braucht um sich selber zu zügeln, der spart natürlich Sprit. Aber sollte sich Fragen ob man nicht an sich selber arbeiten kann. zB einfach mal damit anfangen beim ausscheren auf deine Autobahnabfahrt nicht nochmal gaszugeben um dann doch wieder den Sprit mit Bremsenverschleiß zu vernichten... vermutlich passiert sowas aber auch gerne mal mit ACC
Naja, eigentlich haben wir hier zwei Situationen. Einmal die Frage, warum man nicht einfach wählen kann, ob man mit Regelung oder ohne Regelung den Tempomaten nutzen kann, was die Sache viel einfacher machen würde.
Die zweite Situation, ob, wie und überhaupt..., das muß man nun wirklich jedem selbst überlassen, wie er die Sache mit dem Tempomaten handhabt. Sektiererisches "Braucht man nicht" oder ähnliches ist da nicht angebracht, da hat jeder das Recht, nach seiner Fasson zu entscheiden.
Manny
Zitat:
@surfkiller20 schrieb am 13. Dezember 2016 um 10:28:31 Uhr:
Das vor mir fahrende Fahrzeug wechselt auf die Verzögerungsspur und bremst dort ab. Der Sensor hat das Fahrzeug immer noch im Blick und registriert auch das es Verzögert. Was macht das System also: Richtig, Anker schmeißen.
Das habe ich Dir glaube ich schon mal geschrieben: das ist so nicht korrekt. Lass die Justierung des Sensors überprüfen. Auf ein Fahrzeug auf der Nebenspur darf er nicht reagieren.
Wir haben hier im Ruhrgebiet einige enge Autobahnbaustellen mit Auf- und Abfahrten und Verschwenkungen und Metallleitplanken - da ruckelt und zuckelt mein ACC nicht ein bisschen. Das lässt sich kein Stück ablenken. Ergo: es kann funktionieren, daher ist bei deinem wohl irgendwas nicht OK.
Richtig, hattest du mir Empfohlen. Allerdings sind alle Probleme mit ACC + DLA verschwunden, als die Transportsicherungen entfernt wurden, mit denen ich 8tkm rumgefahren bin. Ist auch einleuchtend wenn das Fahrzeug dadurch locker 3cm tiefer liegt. Ich sehe daher aktuell keinen Grund in die Werkstatt zu fahren.
EDIT:
Interessant ist das verhalten wenn es 2 Spurig in eine Kurve geht, man selbst links unterwegs ist und das weiter vor einem fahrende Fahrzeug auf der rechten Spur in die Linkskurve fährt. Es passiert dann recht häufig, das dieses Fahrzeug in den Sichtbereich des Sensors kommt (wird auch in der MFA eingeblendet) und eben abbremst. Der Sensor schaut halt hauptsächlich Geradeaus und in diesem Fall befindet sich das andere Fahrzeug in direkter Sichtlinie, zumindest so lange, bis es die Kurve durchquert hat oder ich selbst in die Kurve fahre. Ich kann diesen Effekt auf der B83 quasi vor meiner Haustür täglich demonstrieren.
Wobei das doch ein Problem ist, wenn ACC bremst, wenn auf vorallem der rechten Nebenspur gebremst wird.
Ich meine bei mir, ohne ACC, nur eben Front-Assist, das System durchaus weniger sensibel ist, wenn es eine Lenkbewegung registriert. Rechtskurve auf der eine linke Abbiegerspur aufgemacht wird, auf der häufiger Fahrzeuge stehen oder zum stehen kommen. Hier noch nie eine Meldung bekommen, obwohl ich weiterrolle.
Front Assist hat bei mir bisher 2 mal angeschlagen. Einmal hat der Vordermann den Anker geworfen und Front Assist hat es registriert und mir vollen Bremsdruck zur Verfügung gestellt, das andere Mal war ein Abbieger, der bei Regen ohne Blinken rechts abgebogen ist und ich das durch die Gischt erst relativ spät bemerkt habe. Also wirkliche Fehlalarme gab es bisher nicht. Ich sollte das Verhalten vielleicht auch etwas weiter spezifizieren: ACC registriert den Wagen auf der Verzögerungsspur immer dann, wenn die Straße eine leichte Linkskurve macht und die Verzögerungsspur eben dieser Kurve folgt, dabei fahre ich ganz normal Geradeaus weiter. Scheinbar reicht der leichte Linksknick der Fahrbahn aus damit das verzögernde Fahrzeug ins Sichtfeld des Sensors kommt. Ist die Straße Schnurgerade und auch der Verzögerungsstreifen ist gerade, passiert nix.
Ok, das scheinen wirklich mehr oder weniger akzeptable Systemgrenzen zu sein.
Echte Fehlalarme des Front-Assist hatte ich auf 50.000km glaube ich auch erstmal 1-2 mal. Alles andere würde ich eher als Missverständnis einordnen, aber auch die eher selten.
Ich glaube auch, dass ACC ggf. dann irgendwelche Fehler hatte bei surfkiller, denn ruppig/ruckelnd so extrem wie er es erlebt hat kenne ich es einfach nicht. Vielleicht spielt auch die Motorleistung/Fahrprofil mit rein etc., jeden Fall war ich verwundert über diese extrem negative Wahrnehmung, die er sicher so erfahren hat!
Ein angesprochene sinnvolle Funktion wäre wirklich den Tempomat ohne ACC nutzen zu können für die, die das wollen. Das man es selbst am Besten für sich selbst reguliert bekommt ist außer Frage. Genauso wäre es sinnvoll gewesen, beim alten ACC bis 160 km/h auch den Tempomant darüberhinaus (eben ohne ACC) zu nutzten, aber jenseits der 200 ist das eh so eine Sache. Wobei ich da ACC wiederum extra gut finde (oder einen Front-Assist), da es eben Hindernisse unter Umständen eher erkennt. Es gibt leider genug Deppen die bei 200 km/h am Handy spielen z.B., da wäre es gut wenn das System zwangsweise aktiv wäre.
Der Front Assist finde ich greift schon häufig ein und eigentlich immer zurecht (z.B. auf extremes Bremsen der Vorderleute auf der AB linke Spur bzw. öfters merke ich, wie schon vor mir Bremsdruck auf dem Pedal ist). Fehlfunktionen hatte ich nur einmal beim Verlassen eines Restaurantplatzes mit einer "Senkenabfahrt", wo der Front Assist wohl dachte ich fahre auf eine Wand zu und ich dann im Sitz hing, aber wie gesagt ein Einzelfall in nun 42.000 km.
Der Radarsensor 'lenkt' übrigens mit.
Tempomit mit/ohne ACC im gleichen Fahrzeug wäre sehr kritisch. Ich hatte es shcon, das ich mal wieder im Auto mit herkömmlichen Tempomat saß und mich fragte, wann der endlich mal bremsen will. Also das führt eher zu gefährlichen Situationen weil man sich nicht im klaren ist, ob ACC nun aktiv ist oder nicht. Macht auch einfach keinen Sinn. Wenn ich auf ein langsameres Auto auflaufe muß ich so oder so bremsen. Beim normalen Tempomat muss ich immer selber bremsen und bei ACC kann ich mir noch aussuchen ob ich es dem System überlasse oder selber bremse.