Euro 6 Plakette soll 2017 kommen
Hab gerade gelesen, dass ab dem Jahr 2017 die Blaue-Plakette eingeführt werden soll. Das würde dann sicherlich bedeuten, dass recht viele, eigentlich aktuelle, Fahrzeuge nicht mehr in die Innenstädte dürfen. Da sorge ich mich jetzt schon ein wenig um meinen E 220 aus 2014.
Viele Grüße
Jazup
Beste Antwort im Thema
wer die grünen wählt, der wählt eben auch solchen stress !
deswegen wird solch unsinn immer mehr zunehmen und dann geht das gemaule los!
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Zitat:
@Ma_Benz_Benz_Benz schrieb am 22. April 2016 um 18:45:30 Uhr:
... Das würde mich jetzt interessieren wie hoch ist der Dieselanteil bei den Leasingfirmen, Mietwagenfirmen und Firmenfahrzeuge? Wie hoch ist der Dieselanteil in DE beim W212, 5er und A6?
"Jedes zweite Auto ist ein Diesel. Rund 47,8 Prozent der im vergangenen Jahr neu zugelassenen PKW in Deutschland waren Dieselfahrzeuge. Das zeigt unsere Grafik von Statista, die den Anteil der Dieselfahrzeuge an den Gesamtneuzulassungen der zehn meistverkauften Marken 2014 in Deutschland abbildet. Von den zehn meistverkauften Automarken hat BMW den höchsten Diesel-Anteil: Fast drei Viertel der neu zugelassenen Fahrzeuge fahren mit diesem Kraftstoff.
Auch bei Audi, Mercedes und VW sind die Werte überdurchschnittlich."
Quelle ==> http://www.faz.net/.../jedes-zweite-auto-ist-ein-13371656.htmlZitat:
@nobrett schrieb am 22. April 2016 um 18:30:11 Uhr:
@J.M.G: Woher kommt dieser Hass auf wirtschaftlich vernünftig handelnde Zeitgenossen und deren Entscheidungen?
Das ist wie mit der Atomenergie. Auch die ist wirtschaftlich, bis der undenkbare Zwischenfall eintritt. Der ist dann nicht mehr handelbar.
Die Diesel-Fahrer denken nicht an die volkswirtschaftlichen Schäden. Sie sind stattdessen von -verständlichem- Egoismus getrieben. Einen Vorwurf kann man ihnen nicht machen. Den schwarzen Peter sollte vielmehr die Politik bekommen. Warum wird Diesel (Stand heute) noch immer 18,41 Cent NETTO weniger besteuert als Benzin? Da macht die Politik unglaubliche Fehler meiner Meinung nach und setzt falsche Anreize. Warum sind die Grenzwerte von Dieseln so lange besser behandelt worden als die von Benzinern? Warum verleitet die Politik so Menschen auf eine Technologie zu setzen, die von jeher im PKW nichts verloren hatte?
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Bezüglich Euro 6 für alle: Gerne. Besser noch: GLEICHE GRENZEWERTE (!) für Alle!
Zitat:
Warum wird Diesel (Stand heute) noch immer 18,41 Cent NETTO weniger besteuert als Benzin? Da macht die Politik unglaubliche Fehler meiner Meinung nach und setzt falsche Anreize.
Dafür ist die Kfz Steuer bei einem Diesel höher. Ein Rechenexempel.
Man könnte polemisch auch formulieren: Der Dieselfahrer wird bereits bei der Kfz Steuer bestraft.
Zitat:
@J.M.G. schrieb am 22. April 2016 um 19:50:31 Uhr:
... Warum wird Diesel (Stand heute) noch immer 18,41 Cent NETTO weniger besteuert als Benzin?
"In Deutschland wird Dieselkraftstoff nach Angaben des Finanzministeriums vor allem deshalb geringer besteuert, um die Wettbewerbsfähigkeit des Güterverkehrs zu erhalten und den Öffentlichen Personennahverkehr gegenüber dem Individualverkehr zu begünstigen."
Quelle ==> http://www.n-tv.de/.../...el-Besteuerung-nicht-an-article16063181.htmlÄhnliche Themen
Wie gesagt.. Die Abgaswerte der Pkw, die auf unseren Straßen bereits 'rumfahren haben zu einem guten Teil Politik und Hersteller zu verantworten. Hier hätte man - mit Druck auf die Hersteller durch entsprechende Zulassungsvorschriften schon einen sehr viel umweltfreundlicheren Fahrzeugbestand haben können. Es ergibt - gerade aus ökologischer Sicht -überhaupt keinen Sinn, funktionstüchtige Fahrzeuge aus dem Verkehr zu ziehen und dafür neue zu bauen. Es kann überhaupt nicht sein, dass der Verbraucher, der gerade mal viel Geld für sein neues Auto hingelegt hat, quasi enteignet wird und man ihm bei solchen, größeren Anschaffungen überhaupt keine Planungssicherheit zugesteht. Bloss weil Politik und Hersteller nicht langfristig denken, bzw. ausschliesslich die kurzfristige Förderung der Automobilindustrie im Vordergrund steht, darf es mal wieder der Verbraucher ausbaden.
Man differenziert doch heute schon zwischen Diesel und Heizöl. Dann kann man auch zwischen PKW Diesel (kleiner Rüssel) und LKW-Diesel (riesiger Rüssel) differenzieren. Dazu noch ein Verbot von Diesel-PKW-Neuzulassungen (siehe auch Brasilien!).
Flankieren sollte man das Ganze mit einer neuen Absetzbarkeit von Geschäftwagen. Firmenwagen sollten nur noch bis zu einer gewissen CO2-Grenze absetzbar sein, die schrittweise zügig gesenkt wird, bis z.B. ab 2020 nur noch E-Autos steuerlich berücksichtigt werden.
Beispiel: Grenze 100g/km, Fahrzeug hat einen Normverbrauch von 200g/km --> so könnten nur 50% der anfallenden Kosten als Betriebsausgaben berücksichtigt werden.
Wird keinem in Deutschland gefallen, aber SO schafft man Anreize für eine schnelle Wende (siehe Großbritannien).
Zitat:
@edta1m schrieb am 22. April 2016 um 12:23:27 Uhr:
P.S.: "Wasserstoff hat einen so dermassen schlechten Wirkungsgrad und zwar Dank der megaufwendigen Aufbereitung von Wasserstoff"Aber bei alle dem kann der Wasserstoff z.B. an der Küste durch Wind oder in südlicheren Ländern durch Sonnenenergie rein regenerativ gewonnen, komprimiert und dann ggf. transportiert werden. Da is mir doch der Wirkungsgrad zunächst mal völlig egal, wenn ich KEINE Abgase habe und KEIN sonstiges Umweltproblem.
Wasserstoff ist schwierig zu transportieren und schwierig zu lagern (da sehr flüchtig).
Wenn der Tank nicht ganz dicht ist, droht am Morgen beim Drehen des Zündschlüssels eine Knallgasexplosion.
Davon abgesehen ist der Transport auch nicht gratis oder gar umweltschonend (wird im Zweifel mit Diesel-LKWs erfolgen...)
https://www.youtube.com/watch?v=K3Upcqg5mbg
Oder hat man das Problem mittlerweile gelöst?
Dazu kommt, dass die Energiedichte von Wasserstoff (viel) geringer ist als die von Öl. Die Tanks müssten wohl grösser sein (wieviel Prozent weiss ich nicht - vielleicht kann hier jemand von MB was dazu sagen...)
Den wasserstofftransport könnte doch ein Wasserstoff-LKW übernehmen, zur Not die Bahn.... klar, auch da gibt's noch viel zu tun, aber wenn ich den Wasserstoff nirgends tanken kann, wie soll dann ein Anreiz entstehen um dagegen kreative Ideen zu entwickeln? Stattdessen will Mutti unbedingt die Kohle-Stromer...
Auch denkbar: Erzeugung dezentral, Stromleitungen machen das möglich. Und bezüglich Dichtigkeit: habe noch nichts gelesen dass die B-Klasse Fahrzeuge mit der F-cell Technologie explodiert wären... Knallgasgemisch ist doch H2 und O2, wo gibt's Letzteres denn pur? In unsere Luft sicher nicht...
Zitat:
@edta1m schrieb am 22. April 2016 um 20:33:37 Uhr:
Knallgasgemisch ist doch H2 und O2, wo gibt's Letzteres denn pur? In unsere Luft sicher nicht...
Oh, da bist du aber auf dem Holzweg. Ein einfaches Experiment, welches üblicherweise Bestandteil des Hauptschulchemieunterrichts ist, könnte dich unüberhörbar davon überzeugen, dass die rund 80% Stickstoff in der Luft das Gemisch keineswegs am Knallen hindern. Der Sauerstoffanteil reicht vollkommen aus.
Hier wird der Diesel-Fahrer als Egoist und Geizig bezeichnet. Na super vielen Dank JMG!
[edit] und als dumm weil er nicht gerafft hat, dass alle Automobilhersteller bei den Abgastests betrügen (was man ja bekanntlich schon als "Pennäler" lernt)
(musste noch ganz genau den Thread durchlesen)
Ich sag es mal so, insbesondere die grossen deutschen Autobauer haben erkannt, dass man den Leuten einen großen Hubraum und viel PS Dank der Dieseltechnologie, durch die die Fahrzeuge im Regelfall deutlich weniger als Benziner verbrauchen, besonders schmackhaft machen kann. Es schont ja den Geldbeutel und durch weniger Verbrauch auch die Umwelt. Man kann jetzt auch guten Gewissens einen grossen SUV fahren, denn dort ist ein sparsamer Diesel eingebaut... Die Geizmentalität wird doch hier gar nicht angesprochen, denn ein vergleichbarer Diesel kostet im Regelfall mehr als ein Benziner. Die Industrie zielte v.a. auf das Gewissen!
Leider hört dann in der Realität beim Verbrauch der tatsächliche Vorteil für die Umwelt auch auf. Bei den Schadstoffen scheint man die Fahrzeuge mit normalen Mitteln nicht mehr sauber zu bekommen, daher hilft man mit einer Software hier und da nach... Den Kunden wurde aber GENAU das Gegenteil seit Jahren gepredigt und keine deutsche Behörde hat nur im
Ansatz etwas anderes behauptet!
Langfristiger denken und wenigstens ab heute dafür sorgen, dass möglichst nur besonders umweltfreundliche Fahrzeuge neu zugelassen werden. Das wäre wirklich eine Aktion in Richtung mehr Umweltschutz und nur dann könnte man auf die Idee kommen, dass es wirklich um Umweltschutz geht. Alles, was heute neu auf die Straße kommt, wird im Schnitt mindestens für 10 Jahre die Umwelt belasten. Und das Problem kann man - im Gegensatz zu dem, was uns Hersteller und Politik glauben machen wollen - nicht später dadurch lösen, dass man Fahrzeuge frühzeitig in die Presse steckt, oder über die Grenze bringt. In absehbarer Zeit wird man die Kisten auch nicht mehr ins Ausland schaffen können, da dort dann schärfere Emissionsregeln gelten als bei uns. ;-)
Wenn man große Hersteller wie VW mal ein bischen in die richtige Richtung geschubst hätte, wären mit Sicherheit echte "Clean Diesel" in den USA verkauft worden und man hätte diesen gigantischen Betrug an Kunden und Umwelt gar nicht nötig gehabt.
Es ist doch unglaublich,welche Summen in der deutschen Automobilindustrie für großmannssüchtige Fusionen und Vorstands-Prestige-Projekte in den Wind geschossen wurden. Wenn man nur einen Bruchteil davon zusätzlich in die Entwicklung der Fahrzeuge investiert hätte, wären die Autos heute schon sauberer unterwegs und die betreffenden Unternehmen hätten ggf. einen technologischen Vorsprung auf dem Weltmarkt. Vorstände und Politiker denken aber leider maximal in 5 Jahres-Horizonten. Gerade in der Umwelttechnologie hätte Deutschland etwas werden können. Stattdessen lassen wir uns die Butter vom Brot nehmen. Traurig um die vielen vertanen Chancen !
Grüße Markus
Interessanter Artikel:
http://www.theguardian.com/.../...-cars-pollution-limits-nox-emissions
(ist englisch)
Die Roh-Daten kommen von hier:
http://equa.emissionsanalytics.com
Wobei da auch keine absoluten Zahlen stehen. Aber das ist vielleicht ganz gut so. Hängt ja von vielen Faktoren ab, was letztlich beim Auto hinten rauskommt. Nicht zuletzt von einem selber.
Interessant in dem Guardian-Artikel finde ich, dass der heute von der SZ so gelobte Automobilhersteller BMW, der ja im KBA-Bericht keine Messwertüberschreitungen hatte, mit seinen EU6-Dieseln so gar nicht gut dasteht... Im Guardian-Artikel geht es natürlich um Ergebnisse "on the road" und nicht im Labor.