Euro 6 Plakette soll 2017 kommen
Hab gerade gelesen, dass ab dem Jahr 2017 die Blaue-Plakette eingeführt werden soll. Das würde dann sicherlich bedeuten, dass recht viele, eigentlich aktuelle, Fahrzeuge nicht mehr in die Innenstädte dürfen. Da sorge ich mich jetzt schon ein wenig um meinen E 220 aus 2014.
Viele Grüße
Jazup
Beste Antwort im Thema
wer die grünen wählt, der wählt eben auch solchen stress !
deswegen wird solch unsinn immer mehr zunehmen und dann geht das gemaule los!
239 Antworten
Zitat:
@Ma_Benz_Benz_Benz schrieb am 22. April 2016 um 21:40:39 Uhr:
Hier wird der Diesel-Fahrer als Egoist und Geizig bezeichnet. Na super vielen Dank JMG!
Gerne, aber was ist es denn sonst?
Zitat:
[edit] und als dumm weil er nicht gerafft hat, dass alle Automobilhersteller bei den Abgastests betrügen (was man ja bekanntlich schon als "Pennäler" lernt)
(musste noch ganz genau den Thread durchlesen)
Nein, nicht als dumm. Es ist einfach eine Wette auf die Zukunft, die man bei jeder Investition tätigt. Auch ich habe beim Kauf unserer Autos darauf gewettet, dass der Treibstoffpreis die nächsten 5 Jahre unter 3 € / Liter bleibt. Ändert sich das, habe ich mich verzockt! So ist das halt. Keiner kann in die Zukunft schauen. Man kann nur eine Risikoabwägung betreiben. Die Risiken beim Diesel sind halt da -insbesondere unter der Maßgabe, dass Diesel in vielen Ländern als PKW Antrieb verboten sind. Das gilt insbesondere für Deutschland mit der latenten Gefahr, dass eben doch noch mal zwischen Euro 4/5/6 Dieseln differenziert werden könnte.
Dieses Risiko wurde von Vielen schlicht als extrem gering eingestuft. Diese Ansicht wurde nunmehr von der Geschichte überholt. Das hat nichts mit dumm zu tun, sondern mit hoher Risikofreude, die eben von Geiz und Egoismus geprägt wurde!
Glaubst Du im Ernst, dass der Gebrauchtwagen-Käufer darauf pokert, dass sein dreckiges Auto noch vielen Jahren unentdeckt bleibt?
Politik, Medien, Händler, Bekannten, Freunde, ... haben Ihn gewarnt einen Diesel nicht zu kaufen. Und wenn nicht, dann hätte er es besser wissen müssen: das lernt man ja in der Schule wie Autokonzerne bei den Abgaswerte betrügen. Ne ne, sorry - was ist das für eine Argumentation?
Die Menschen werden von Politik und Automobilindustrie belogen und betrogen, sind aber selbst Schuld daran, weil sie es besser wissen müssen... Hat ja z. B. auch jeder das dafür notwendige Messequipment zu Hause...
Ich besitze keinen Diesel und werde nie einen kaufen, ich mag JMG und schätze viele seine Beiträge, aber die moralinsaure Argumentation hier stinkt irgendwie genauso zum Himmel wie die von ihm angeprangerten Diesel-Drecksschleudern...
Man verfolge nur die Empfehlungen der Politik der letzen Jahrzehnte. Ich erinnere nur an ungeregelten Katalysator, Waldsterben, Energieträger allg., Berufsausbildung, Wärmedämmung, Nachtspeicherheizung, Wohnungsbau, Riesterente, usw. usf.
Wer diesen folgte, war grundsätzlich immer der Betrogene.
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Zitat:
@Ma_Benz_Benz_Benz schrieb am 23. April 2016 um 16:47:50 Uhr:
Glaubst Du im Ernst, dass der Gebrauchtwagen-Käufer darauf pokert, dass sein dreckiges Auto noch vielen Jahren unentdeckt bleibt?
Das ist nicht die Frage. Im Kern ist wichtig, was der gewöhnliche Käufer einer Sache erwarten darf (d.h. derjenige, der sich eben gar keine Gedanken macht, wird so in der Tat benachteiligt).
Zitat:
Politik, Medien, Händler, Bekannten, Freunde,
Wenn für Dich Freunde und Bekannte eine Informationsquelle sind, dann ist das Deine Entscheidung. Allerdings teile ich Deine Meinung bezüglich "Politik" nicht. Es gibt mehr als ausreichend höchst kritische Beiträge von Umweltverbänden und auch Bundestagsfraktionen. Insbesondere bei Medien muss man differenzieren - da gibt es solche und solche. Vielleicht solltest Du die Wahl Deiner Informationsquellen breiter streuen? Eine Google-Suche zum Thema -begrenzt auf die Jahre 2010-2013- liefert sehr viele kritische Beiträge. Es ist mitnichten so, dass man sich nicht informieren konnte.
Überspitzt gesagt: Wenn ich nur Herstellerprospekte und -meiner Meinung nach- völlig geschönte Berichte (Stichwort Pressefahrzeuge, was Jahrelang nicht angesprochen wurde!) der einschlägigen Autopresse lese, dann darf ich keine umfassende Berichterstattung erwarten.
Zitat:
Und wenn nicht, dann hätte er es besser wissen müssen: das lernt man ja in der Schule wie Autokonzerne bei den Abgaswerte betrügen. Ne ne, sorry - was ist das für eine Argumentation?
Was stört Dich daran? Das bekannt war, dass Diesel dreckiger sind als Benziner (im Umkehrschluss: auch denen wird es noch an den Kragen gehen!)? Das deutsche Großstädte seit einem Jahrzehnt die Schadstoffemission nicht unter den Grenzwerten halten können? Das es aber den Zwang gibt, d.h. gehandelt werden muss? Das ist alles für Dich überraschend?
Meine Güte, man kann es sich echt schön reden!
@ JMG: Vieles von dem was Du schreibst ist richtig, aber Du kannst das nicht den Leuten unter die Nase reiben, aber selbst einen E500 regelmäßig in Beschleunigungsvideos treten. Wenn Du es schon besser weißt, dann sei in Deinem Handeln genauso glaubwürdig.
Zitat:
@keepsake schrieb am 23. April 2016 um 18:01:51 Uhr:
@ JMG: Vieles von dem was Du schreibst ist richtig, aber Du kannst das nicht den Leuten unter die Nase reiben, aber selbst einen E500 regelmäßig in Beschleunigungsvideos treten. Wenn Du es schon besser weißt, dann sei in Deinem Handeln genauso glaubwürdig.
Heule ich rum, wenn die Kiste mal wieder 25 l/100km schluckt oder der Spritpreis an der 1,80 € Marke (ROZ 102) kratzt?
Vermutlich ist das auch -in Teilen- eine Generationenfrage. Ich kann mich noch gut an die Fahrverbote für alle KFZ ohne G-Kat-Plakette wegen Ozonalarm in den 90igern erinnern. Ich kenne auch noch gut die Differenzierung (€€€€!) zwischen den einzelnen Abgasnormen. Nun gibt es seit einigen Jahren diesen Fokus auf CO2 und im Übrigen kaum Unterschiede zwischen den Normen. Hier hat die Politik einfach versagt und es versäumt dem Kunden transparent zu machen, dass es eben sauberere und treckigere Autos gibt. Dies wäre über die KFZ Steuer trefflich gegangen. Hier hat man -zu Gunsten von CO2- falsche Entscheidungen getroffen!
Nun aber zurück zum uninformierten Kunden. Da wird der Diesel gekauft, weil er sparsamer ist. Spätestens bei dem Thema KFZ-Steuer sollte dann doch mal hinterfragt werden, warum der eigentlich mehr Steuer verlangt als ein Benziner.
@Pandatom : Das geht doch am Kern vorbei! Wenn ich ein Stück Sahnetorte esse, dann weiß ich, dass ich nun Zucker und Fette zu mir nehme, die mir schaden können. Trotzdem kann ich mit Genuss hereinbeißen, darf dann aber nicht rumheulen, wenn ich Probleme bekomme!
Du heulst nicht rum, aber Umweltbewusstsein sieht definitiv anders aus...insbesondere, wenn man bedenkt, dass Du gut informiert bist und weißt, was Du tust. Hat etwas Vorsätzliches...
Zitat:
@keepsake schrieb am 23. April 2016 um 18:16:46 Uhr:
Du heulst nicht rum, aber Umweltbewusstsein sieht definitiv anders aus...
Kann man sicherlich gut vertreten. Ich möchte das vielleicht noch etwas differenzieren.
1. Glaube ich, dass Individualverkehrinduziertes CO2 ein Problem für die Umwelt ist? In Summe vermutlich schon, ja. Und auch da bin ich offen für Lösungen (Elektroauto z.B.!).
2. Glaube ich, dass sonstige Schadstoffe, die gesundheitsgefährdend sind, insbesondere in Ballungszentren ein Problem sind? JA, ganz großes ja. Jeder, der mal in China war, weiß was ich meine. Jeder, der länger als 10 Jahre seinen Führerschein hat, kennt noch die Dieselwolken an den Kassler Bergen.
Umweltbewusstsein hat viele Facetten. Resourcenschonung ist nur ein Aspekt. In meinem Fokus steht Lebensqualität und als Kind der DDR, wo man in den Flüssen Filme entwickeln konnte und Weißwäsche nach dem Aufhängen schwarz war, will ich saubere Luft und sauberes Wasser. Ja, dafür gebe ich persönlich auch viel Geld aus.
Ja vieles was JMG schreibt ist richtig und in der Tat arbeiten meine Freunde und Bekannte nicht bei Greenpeace, DUH und Co.
Ich kann mir kaum vorstellen, dass der gewöhnliche Käufer sich all die negativen Berichte über die Umweltverschmutzung eines Fahrzeugs vor dem Kauf raussucht. Würde er sowas machen, dann könnte er kein Auto kaufen. Aber gut, die Möglichkeiten sind gegeben.
Was wäre heute die richtige Wahl? Einen gebrauchten EU6-Diesel oder EU6-Benziner?
Diesel ist Gift, Benziner bekommt bald einen Partikelfilter wegen Feinstaub (also der nächste Fahrverbot ist absehbar).
Bleibt alt nicht viel übrig für Langstrecken?
Ich würde abwarten bis Euro 6c tatsächlich in Kraft ist. Und dann einen schönen Reihensechszylinder Benziner zulegen.
Am Besten warten wir ab bis wir nicht mehr fahrtüchtig sind. Dann haben wir garkeine Probleme mehr 😁
Die Argumentation gegenüber Dieselfahrern hier ist teils erschreckend und man sieht zunehmend wie die Meinungsmache der Medien erfolgreicher wird sowie niemand mehr seinen gesunden Menschenverstand einsetzt um Themen zu hinterfragen. Jetzt ist der Dieselfahrer an allem Schuld und sein geiziger, ignoranter, unbelehrbarer Charakter.
Ein Diesel kostet allein in der Anschaffung mehr als vergleichbare Benziner. Der Diesel ist ebenfalls in Versicherung, Wartung sowie Kfz Steuer teurer. Dies amortisiert sich erst durch den Minderverbrauch sowie Besteuerungsvorteil des Krafstoffes gegenüber leistungsgleicher Benziner bei entsprechender hoher jährlicher Laufleistung. Also bietet der Diesel der Gesellschaft in erster Linie die Automobile Fortbewegung über große Distanzen im finanziellen Rahmen zu halten. Diese Distanzen legt man in der Regel nicht freiwillig zurück und kann somit die Kosten nicht beeinflussen, im Gegensatz zum Wenigfahrer, der Alternativen hat.
Es ist also eine rein wirtschaftliche Entscheidung einen Diesel zu fahren. Wie sovieles im Leben. Kenne niemanden, der einen Diesel aus Leidenschaft fährt. Das ganze jetzt auf den Kraftstoffpreis zu reduzieren und Dieselfahrer als vorsätzliche Umweltsünder zu diskriminieren, teils sogar für Erkrankungen der Stadtbevölkerung verantwortlich zu machen ist absolut unsinnig. Die Industrie hat zunehmend attraktive Diesel angeboten und den Diesel Salonfähig gemacht. Vor einigen Jahrzehnten hat niemand über einen Diesel ernsthaft nachgedacht.
Irgendwie, verkehrte Welt! Die Bevölkerung zieht es mehr und mehr in Großstädte und anschließend wundert man sich über den Verkehrslärm und das einen keine Landluft erwartet. Komisch. War auch vor vielen Jahrzehnten mal bekannt, in der Stadt ist es dreckig und laut. Heute ist der Diesel schuld. Man kauft sich billige Immobilien neben Flughäfen, Autobahnen und Eisenbahnstrecken und klagt anschließend einvernehmlich über gesundheitsgefährdenden Lärm. Unfassbar.