Erfahrungen mit dem T6

Volvo XC90 2 (L)

So, nun bin ich ca. 600 km gefahren (überwiegend Stadt und Stadtautobahn) und kann über meine ersten Eindrücke berichten. Wie ich schon erwähnt habe, hatte ich noch nie mehr als 4 Zylinder. Mein letzter Wagen war ein Benziner mit 211 PS (Q5).

Nach anfänglicher Begeisterung fiel mir nach wenigen Minuten alles aus dem Gesicht: „Ausfall Getriebe – Beschleunigungsvermögen reduziert!“ Später wurde mir mitgeteilt, dass der Motor aufgrund des Manövrierens vor der Übergabe noch nicht richtig angelernt war und daher diese Warnung veranlasst wurde. So jedenfalls habe ich den Werkstattmeister verstanden. Sollte die Warnung nochmals auftauchen, könne ich sie getrost ignorieren. Kam aber seitdem nicht mehr vor. Mit dem nächsten Update soll dieser Fehler behoben werden.

Es ist schon erstaunlich, dass man nie das Gefühl hat, ein zwei Tonnen schweres Auto zu fahren. Selbst im Komfort-Modus fährt er sich sehr dynamisch, eine Gedenksekunde ist aufgrund des Kompressors nicht zu spüren. Er entfaltet seine Leistung sofort und beschleunigt gleichmäßig ohne runterzuschalten. Das kannte ich vom Q5 anders. Nicht dass ich mit dem TFSI unzufrieden gewesen wäre, aber jetzt merke ich, dass der T6 souveräner ist. Der TFSI musste häufiger runterschalten, um auf Touren zu kommen, was ihn manchmal etwas nervöser wirken ließ. Beim Beschleunigen im unteren Drehzahlbereich ist der Motor sehrt leise. Im Stehen nimmt man ihn so gut wie gar nicht wahr, allerdings habe ich auch die Akustikverglasung. Für den Stadtverkehr bietet der Komfort-Modus mehr als genug Leistung.

Im Dynamikmodus hängt er natürlich noch besser am Gas, geht ab wie ein Zäpfchen. Durch das Ausfahren der Gänge ist er zwar etwas lauter (wen das stört, schaltet einfach die Klima auf Stufe 1) dafür macht er aber gerade auf Landstraßen besonders Spaß. Die angebliche Nervosität des XC90 auf Landstraßen (so sohnemann2000) kann ich überhaupt nicht bestätigen. Er fährt sich wesentlich dynamischer und kultivierter als mein TFSI. Bei dem habe ich diesen Modus nur für Überholmanöver auf Landstraßen genutzt. Denke, das wird sich jetzt ändern, denn auch der zusätzliche Verbrauch scheint moderat zu sein. Bei dem TFSI nahm der in diesem Modus extrem zu. Allerdings kann die im Dynamik-Modus abrufbare Leistung im Stadtverkehr selten genutzt werden.

Die Höchstgeschwindigkeit bin ich zwar noch nicht gefahren, bei 160 km/h ist aber noch reichlich Luft nach oben ist. Bei meinem TFSI war von da ab nicht mehr viel Leistung abrufbar. Auch bei 190 km/h ist die Lautstärke noch erträglich. Diese Souveränität habe ich von einem derart schweren Auto mit vier Zylindern nicht erwartet.

Der Verbrauch ist so, wie ich erwartet habe. Ca. 1/3 der Zeit stand ich im stockenden Verkehr oder im Stau. Habe alle Modi ausprobiert, bin aber überwiegend im Komfort-Modus und selten über 100 km/h gefahren. Der durchschnittliche Verbrauch liegt momentan bei gut 12 l. Aufgrund der hohen Temperaturen habe ich die Klima stark beansprucht und die Start/Stopp-Automatik ist ausgefallen. Sehr selten habe ich den Eco-Modus benutzt, aber dann funktionierte die Automatik wieder. Weiß nicht, ob ich die auf Dauer so gut finde, mit leiser Musik nimmt man es aber kaum wahr. Aufgrund dieser Bedingungen und der Tatsache, dass der Verbrauch vielleicht sogar noch etwas runtergeht, sind 12 l ein sehr ordentlicher Wert. Bei relativ konstanter Geschwindigkeit zwischen 80 bis 90 km/h auf der Stadtautobahn lag der Verbrauch bei gut. 8 l.

Unangenehm ist mir das Knarzen beim Bremsen, manchmal auch beim Anfahren, aufgefallen. Hatte das früher gelegentlich auch, nicht aber in der Häufigkeit und Intensität. Vielleicht legt sich das ja noch.

Gewöhnungsbedürftig ist die Lenkung. Ich finde die Unterschiede im Lenkwiderstand sehr hoch. Fährt man langsam, ist die Lenkung etwas schwammig (mein Freund findet die Leichtgängigkeit allerdings super). Beschleunigt man dann, versteift sie sich recht stark, sodass man gerade in Kurven unangenehm überrascht wird. Das konnte die Dynamiklenkung im Q5 besser, war harmonischer.

Von der Luftfederung habe ich mir etwas mehr versprochen, kann allerdings nicht mit anderen Herstellern vergleichen. Der Komfort entspricht dem Q5 mit Dämpferregelung (auch 20 Zoll). Den empfand ich aber auch nicht als unkomfortabel. Eine Sänfte ist der XC90 mit Luftfederung aber nicht.

Das Bedienkonzept ist weniger intuitiv als ich dachte. Kann verstehen, dass sich da die Geister scheiden. Allerdings kommt das bei längerer Anwendung weniger zum Tragen, da man sich dann mit den Standardfunktionen vertraut gemacht hat. Das meiste findet man auf dem Startbildschirm oder muss lediglich nach links oder rechts wischen. Klasse finde ich, dass man den Stauassistenten über das Lenkrad einstellen kann. Auch das Abrufen von Infos (Verbrauch, gefahrene km etc.) über ein Dropdown gefällt mir. Die Grafik des Navi ist allerdings ein Witz. Habe aufgrund der Kommentare hier eigentlich nicht so viel erwartet, aber diese Grafik ist wirklich unterirdisch. Kann man eigentlich die Karte so einstellen, dass man immer nach oben fährt? Von der Sprachsteuerung habe ich mir auch mehr versprochen, funktioniert nur teilweise.

Die Assistenz- Systeme dagegen sind wirklich klasse. Am besten gefällt mir der Stauassistent, wobei ich anfangs unsicher war, ob er auch wirklich bremst oder nicht vielleicht deaktiviert wurde. Hatte meinen Fuß immer halb auf der Bremse. Auch zog er aufgrund der Spurerkennung recht stark nach links, was mich anfangs etwas irritierte. Wenn ich zum Stehen kam, sprang der Motor erst wieder an, als ich Gas gab. Aber die Start/Stopp-Automatik funktionierte ja auch nicht, wahrscheinlich aus demselben Grund. Das Head-Up ist von der Höhe grenzwertig. Bei meiner präferierten Sitzhöhe und bei durchgedrücktem Rücken fehlt mir oben ein bisschen. Aber wann sitzt man schon so gerade? Die 360-Grad-Kamera ist genial. Allerdings muss ich mich noch dran gewöhnen, dass es sich manchmal nicht um ein Hindernis, sondern lediglich um einen Schatten handelt. In meiner recht engen Garage irritiert mich noch das Piepen, insbesondere dann, wenn es durchgängig ist. Da fällt es dann schwer, der Kamera voll zu vertrauen. Auch der Einpark-Assistent funktionierte auf Anhieb, sowohl längs als auch quer. Allerdings war ich beim Quereinparken anfänglich etwas irritiert, weil sich das System für einen anderen Parkplatz als ich entschieden hatte.

Die belüfteten Komfort-Sitze sind sehr gut. Hatte noch nie eine Sitzbelüftung und empfinde die als sehr angenehm. Stelle sie meistens auf Stufe 3. Auch lassen sich die Sitze sehr gut anpassen. Größere Fahrer (bin selbst 193 cm) sollten die Komfort-Sitze schon allein aufgrund der Sitzverlängerung nehmen. Sie ist länger als beim Q5 und lässt sich auch in der Höhe verstellen. Allerdings dachte ich, dass man auch die Seitenwangen der Sitze verstellen kann, so wie es bei der Rückenlehne möglich ist. Kann mit vorstellen, dass einige Probleme mit der Breite der Sitze bekommen. In meinem Fall (Bundweite 33) ist die Breite gerade so ausreichend. Die Mittelarmlehne könnte für meinen Geschmack höher sein, schade dass sie in der Höhe nicht einstellbar ist.

B&W ist wirklich klasse. War ja schon mit B&O zufrieden, aber das ist noch eine Steigerung: Sehr klar und detailreich – auch bei geringer Lautstärke. Manchmal werden ausgeprägte Bässe mit guter Qualität verwechselt. Wer das sucht, sollte vielleicht erst einmal die Standardanlage ausprobieren. Aber allein das Material und die Wölbungen der Lautsprecher in Kombination mit Walnut sind schon fast den Aufpreis wert. ;-)

Die getönten Scheiben sind stärker getönt als ich dachte. Gefällt mir aber, da man die Hundegitter (übriges sehr zu empfehlen) von außen kaum wahrnimmt. Dagegen hat man innen nicht das Gefühl getönte Scheiben zu haben. Qualitätsanmutung, Haptik und Geräuschkulisse sind wirklich sehr beeindruckend. Nur die Klima könnte leiser sein.

In Berlin erregt man übrigens mit dem Wagen kaum Aufsehen. Das war bei meinem Q5 (der damals auch neu auf dem Markt war) anders. Aber egal wer in dem Wagen saß, alle waren sehr beeindruckt und strichen ehrfürchtig über die Materialien. Die Liebe zum Detail (vom Navi mal abgesehen ;-)) ist auch das, was mich am XC90 am meisten beeindruckt. Und natürlich die Tatsache, dass man nie das Gefühl hat, 2 t unterm Hintern zu haben.

Beste Antwort im Thema

So, nun bin ich ca. 600 km gefahren (überwiegend Stadt und Stadtautobahn) und kann über meine ersten Eindrücke berichten. Wie ich schon erwähnt habe, hatte ich noch nie mehr als 4 Zylinder. Mein letzter Wagen war ein Benziner mit 211 PS (Q5).

Nach anfänglicher Begeisterung fiel mir nach wenigen Minuten alles aus dem Gesicht: „Ausfall Getriebe – Beschleunigungsvermögen reduziert!“ Später wurde mir mitgeteilt, dass der Motor aufgrund des Manövrierens vor der Übergabe noch nicht richtig angelernt war und daher diese Warnung veranlasst wurde. So jedenfalls habe ich den Werkstattmeister verstanden. Sollte die Warnung nochmals auftauchen, könne ich sie getrost ignorieren. Kam aber seitdem nicht mehr vor. Mit dem nächsten Update soll dieser Fehler behoben werden.

Es ist schon erstaunlich, dass man nie das Gefühl hat, ein zwei Tonnen schweres Auto zu fahren. Selbst im Komfort-Modus fährt er sich sehr dynamisch, eine Gedenksekunde ist aufgrund des Kompressors nicht zu spüren. Er entfaltet seine Leistung sofort und beschleunigt gleichmäßig ohne runterzuschalten. Das kannte ich vom Q5 anders. Nicht dass ich mit dem TFSI unzufrieden gewesen wäre, aber jetzt merke ich, dass der T6 souveräner ist. Der TFSI musste häufiger runterschalten, um auf Touren zu kommen, was ihn manchmal etwas nervöser wirken ließ. Beim Beschleunigen im unteren Drehzahlbereich ist der Motor sehrt leise. Im Stehen nimmt man ihn so gut wie gar nicht wahr, allerdings habe ich auch die Akustikverglasung. Für den Stadtverkehr bietet der Komfort-Modus mehr als genug Leistung.

Im Dynamikmodus hängt er natürlich noch besser am Gas, geht ab wie ein Zäpfchen. Durch das Ausfahren der Gänge ist er zwar etwas lauter (wen das stört, schaltet einfach die Klima auf Stufe 1) dafür macht er aber gerade auf Landstraßen besonders Spaß. Die angebliche Nervosität des XC90 auf Landstraßen (so sohnemann2000) kann ich überhaupt nicht bestätigen. Er fährt sich wesentlich dynamischer und kultivierter als mein TFSI. Bei dem habe ich diesen Modus nur für Überholmanöver auf Landstraßen genutzt. Denke, das wird sich jetzt ändern, denn auch der zusätzliche Verbrauch scheint moderat zu sein. Bei dem TFSI nahm der in diesem Modus extrem zu. Allerdings kann die im Dynamik-Modus abrufbare Leistung im Stadtverkehr selten genutzt werden.

Die Höchstgeschwindigkeit bin ich zwar noch nicht gefahren, bei 160 km/h ist aber noch reichlich Luft nach oben ist. Bei meinem TFSI war von da ab nicht mehr viel Leistung abrufbar. Auch bei 190 km/h ist die Lautstärke noch erträglich. Diese Souveränität habe ich von einem derart schweren Auto mit vier Zylindern nicht erwartet.

Der Verbrauch ist so, wie ich erwartet habe. Ca. 1/3 der Zeit stand ich im stockenden Verkehr oder im Stau. Habe alle Modi ausprobiert, bin aber überwiegend im Komfort-Modus und selten über 100 km/h gefahren. Der durchschnittliche Verbrauch liegt momentan bei gut 12 l. Aufgrund der hohen Temperaturen habe ich die Klima stark beansprucht und die Start/Stopp-Automatik ist ausgefallen. Sehr selten habe ich den Eco-Modus benutzt, aber dann funktionierte die Automatik wieder. Weiß nicht, ob ich die auf Dauer so gut finde, mit leiser Musik nimmt man es aber kaum wahr. Aufgrund dieser Bedingungen und der Tatsache, dass der Verbrauch vielleicht sogar noch etwas runtergeht, sind 12 l ein sehr ordentlicher Wert. Bei relativ konstanter Geschwindigkeit zwischen 80 bis 90 km/h auf der Stadtautobahn lag der Verbrauch bei gut. 8 l.

Unangenehm ist mir das Knarzen beim Bremsen, manchmal auch beim Anfahren, aufgefallen. Hatte das früher gelegentlich auch, nicht aber in der Häufigkeit und Intensität. Vielleicht legt sich das ja noch.

Gewöhnungsbedürftig ist die Lenkung. Ich finde die Unterschiede im Lenkwiderstand sehr hoch. Fährt man langsam, ist die Lenkung etwas schwammig (mein Freund findet die Leichtgängigkeit allerdings super). Beschleunigt man dann, versteift sie sich recht stark, sodass man gerade in Kurven unangenehm überrascht wird. Das konnte die Dynamiklenkung im Q5 besser, war harmonischer.

Von der Luftfederung habe ich mir etwas mehr versprochen, kann allerdings nicht mit anderen Herstellern vergleichen. Der Komfort entspricht dem Q5 mit Dämpferregelung (auch 20 Zoll). Den empfand ich aber auch nicht als unkomfortabel. Eine Sänfte ist der XC90 mit Luftfederung aber nicht.

Das Bedienkonzept ist weniger intuitiv als ich dachte. Kann verstehen, dass sich da die Geister scheiden. Allerdings kommt das bei längerer Anwendung weniger zum Tragen, da man sich dann mit den Standardfunktionen vertraut gemacht hat. Das meiste findet man auf dem Startbildschirm oder muss lediglich nach links oder rechts wischen. Klasse finde ich, dass man den Stauassistenten über das Lenkrad einstellen kann. Auch das Abrufen von Infos (Verbrauch, gefahrene km etc.) über ein Dropdown gefällt mir. Die Grafik des Navi ist allerdings ein Witz. Habe aufgrund der Kommentare hier eigentlich nicht so viel erwartet, aber diese Grafik ist wirklich unterirdisch. Kann man eigentlich die Karte so einstellen, dass man immer nach oben fährt? Von der Sprachsteuerung habe ich mir auch mehr versprochen, funktioniert nur teilweise.

Die Assistenz- Systeme dagegen sind wirklich klasse. Am besten gefällt mir der Stauassistent, wobei ich anfangs unsicher war, ob er auch wirklich bremst oder nicht vielleicht deaktiviert wurde. Hatte meinen Fuß immer halb auf der Bremse. Auch zog er aufgrund der Spurerkennung recht stark nach links, was mich anfangs etwas irritierte. Wenn ich zum Stehen kam, sprang der Motor erst wieder an, als ich Gas gab. Aber die Start/Stopp-Automatik funktionierte ja auch nicht, wahrscheinlich aus demselben Grund. Das Head-Up ist von der Höhe grenzwertig. Bei meiner präferierten Sitzhöhe und bei durchgedrücktem Rücken fehlt mir oben ein bisschen. Aber wann sitzt man schon so gerade? Die 360-Grad-Kamera ist genial. Allerdings muss ich mich noch dran gewöhnen, dass es sich manchmal nicht um ein Hindernis, sondern lediglich um einen Schatten handelt. In meiner recht engen Garage irritiert mich noch das Piepen, insbesondere dann, wenn es durchgängig ist. Da fällt es dann schwer, der Kamera voll zu vertrauen. Auch der Einpark-Assistent funktionierte auf Anhieb, sowohl längs als auch quer. Allerdings war ich beim Quereinparken anfänglich etwas irritiert, weil sich das System für einen anderen Parkplatz als ich entschieden hatte.

Die belüfteten Komfort-Sitze sind sehr gut. Hatte noch nie eine Sitzbelüftung und empfinde die als sehr angenehm. Stelle sie meistens auf Stufe 3. Auch lassen sich die Sitze sehr gut anpassen. Größere Fahrer (bin selbst 193 cm) sollten die Komfort-Sitze schon allein aufgrund der Sitzverlängerung nehmen. Sie ist länger als beim Q5 und lässt sich auch in der Höhe verstellen. Allerdings dachte ich, dass man auch die Seitenwangen der Sitze verstellen kann, so wie es bei der Rückenlehne möglich ist. Kann mit vorstellen, dass einige Probleme mit der Breite der Sitze bekommen. In meinem Fall (Bundweite 33) ist die Breite gerade so ausreichend. Die Mittelarmlehne könnte für meinen Geschmack höher sein, schade dass sie in der Höhe nicht einstellbar ist.

B&W ist wirklich klasse. War ja schon mit B&O zufrieden, aber das ist noch eine Steigerung: Sehr klar und detailreich – auch bei geringer Lautstärke. Manchmal werden ausgeprägte Bässe mit guter Qualität verwechselt. Wer das sucht, sollte vielleicht erst einmal die Standardanlage ausprobieren. Aber allein das Material und die Wölbungen der Lautsprecher in Kombination mit Walnut sind schon fast den Aufpreis wert. ;-)

Die getönten Scheiben sind stärker getönt als ich dachte. Gefällt mir aber, da man die Hundegitter (übriges sehr zu empfehlen) von außen kaum wahrnimmt. Dagegen hat man innen nicht das Gefühl getönte Scheiben zu haben. Qualitätsanmutung, Haptik und Geräuschkulisse sind wirklich sehr beeindruckend. Nur die Klima könnte leiser sein.

In Berlin erregt man übrigens mit dem Wagen kaum Aufsehen. Das war bei meinem Q5 (der damals auch neu auf dem Markt war) anders. Aber egal wer in dem Wagen saß, alle waren sehr beeindruckt und strichen ehrfürchtig über die Materialien. Die Liebe zum Detail (vom Navi mal abgesehen ;-)) ist auch das, was mich am XC90 am meisten beeindruckt. Und natürlich die Tatsache, dass man nie das Gefühl hat, 2 t unterm Hintern zu haben.

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Bin morgen beim Freundlichen und probiere den T6 aus. Wie gesagt, sind halt 3000 Euro Unterschied. Vielleicht sollte man aber nicht am falschen Ende sparen. Nicht, dass ich mich täglich dann über einen angestrengten XC90 ärgere. Da gebe "dare100em" absolut Recht. Der XC90 muss sich absolut souverän bewegen lassen können. D5 ob nun neu mit 235PS oder "alt" mit 225 PS, ist absolut egal, der zieht kräftig von unten heraus. Der Benziner klingt viel ruhiger, aber die Drehzahl springt halt viel öfter nach oben, weil die Power oben rum erst voll zur Geltung kommt.

Puuh, immerhin habe ich das Auto sonst schon fertig konfiguriert ;-)

Du tust mir fast leid, da warst Du schon mit dem T5 durch und jetzt geht wieder das Grübeln los.
Ich finde nach wie vor die Drehmomentkurven für einen Benziner bemerkenswert, aber ob diese - wir schon wieder da - läppischen 250+X PS reichen 😁
Dann fällt aber auf, das er im Spurt und Endtempo etwas hinter dem D5 liegt und schwerer als der T6 sein soll?!

Zitat:

@bende68 schrieb am 8. Februar 2016 um 22:28:14 Uhr:


..., aber die Drehzahl springt halt viel öfter nach oben, weil die Power oben rum erst voll zur Geltung kommt.

Nein! Die 8-Gang macht da gute Arbeit! Ich habe ja einen "T6" ab 125 km/h - der bewegt sich auch bei hohen Geschwindigkeiten oder Leistungsabforderungen kaum in hohen Drehzahlbereichen.

Ich habe ein wenig das Gefühl, hier wird zu sehr nach alten Benziner/Diesel-Charakteristiken geurteilt ohne die Motoren je gefahren zu sein. 😮

@dare100em - welche Motorisierungen im XC90 bist du bereits gefahren?

Aus meiner Sicht wirkt der VEA T5 etwas zugeschnürt, oder sagen wir unspektakulär, das im viel leichteren V40 CC AWD. Der T6 wirkt im V60 AWD und XC90 AWD souverän und hängt sauber am Gas.
Für den grossen, schwereren XC90 sehe ich die doppelt aufgeladenen D5 und T6 im Vorteil, einfach weil dadurch über eine weiteren Drehzahlbereich viel Drehmoment erzeugt werden kann. Im Flachen vielleicht nicht so entscheidend, in den Bergen aber schön und vermutlich im Alltag dann auch nicht mit mehr Verbrauch, von T5 zu T6.

Ähnliche Themen

Sicher! Manchmal frag ich mich nur ob wir hier im Volvo-Truck Forum sind, wenn darüber diskutiert wird, ob 250 PS reichen.
Wie bin ich nur mit meinem 55 PS /8 durch die Kassler Berge gekommen? 😛

Ein Test sagt mehr als jedes Datenblatt. Ich hatte seinerzeit genau jene Qual der Wahl wie beim XC90I mit D5 und dem 3.2 Sechszylinder. Der fiel ganz deutlich raus, aber erst nach einer Probefahrt.

Die neuen Benziner sind konzeptionell ganz anders. Leider gibt es aktuell keine T5 zum ausprobieren, ein T6 ist noch greifbar.

Zitat:

@gseum schrieb am 8. Februar 2016 um 22:52:10 Uhr:


Ich habe ein wenig das Gefühl, hier wird zu sehr nach alten Benziner/Diesel-Charakteristiken geurteilt ohne die Motoren je gefahren zu sein. 😮

Große Worte gelassen ausgesprochen 😉

Bei meinem :-) werde ich definitiv nicht die Chance haben, einen XC90 Benziner zu fahren. Er wird sich nämlich keinen hinstellen.

Zitat:

@Hoberger schrieb am 8. Februar 2016 um 23:26:47 Uhr:


Sicher! Manchmal frag ich mich nur ob wir hier im Volvo-Truck Forum sind, wenn darüber diskutiert wird, ob 250 PS reichen.
Wie bin ich nur mit meinem 55 PS /8 durch die Kassler Berge gekommen? 😛

... Naja, sagt einer mit Biturbo Diesel und E-Motor, der auf Kompressor/Turbo mit E-Motor umsteigt 🙂

Zu Zeiten von /8 hatten alle weniger "Dampf".

Es sind nicht die PS, sondern mit der Entfaltung von Drehmoment und Leistung und genau da haben die doppelt aufgeladen Motoren ganz unten und auch weiter ihren Vorteil.

Mit einem Lader ist es immer eine Frage der Auslegung und häufig das Turboloch relativ gross, oder eben obenherum kommt nicht mehr viel.

Fahren kann man mit allem, aber eben entspannter und mit doppelter Aufladung.

Zitat:

@Hoberger schrieb am 8. Februar 2016 um 23:26:47 Uhr:


Sicher! Manchmal frag ich mich nur ob wir hier im Volvo-Truck Forum sind, wenn darüber diskutiert wird, ob 250 PS reichen.
Wie bin ich nur mit meinem 55 PS /8 durch die Kassler Berge gekommen? 😛

Nochmal: Die 250 PS sind doch ein theoretischer Wert bei >5000 U/min. Klar reichen 250 PS.

Darum geht es doch nicht. Ich wollte nur darauf hinweisen, dass aufgrund der Motorcharakteristik in Verbindung mit dem großen - und trotz Leichbau auch 2t schweren - XC90II der T5 nicht sooo der ideale Motor ist, gerade in Verbindung mit Allrad und wenn man nicht nur mitschwimmt.

Der T6 passt hier - wie der Drehmomentstarke und doppelt aufgeladenen D5 - besser. Große und schwere Fahrzeuge brauchen unabhängig von der Leistung Moment von unten und vor allem auch ein gutes Ansprechen ("Am Gas hängen"😉. Das klappt aber bei einem Mono-Turbo R4 mit hoher Aufladung in Verbindung mit einem 2t Allrad-SUV nur bedingt. Ja, wenn ich einmal bei 3000 U/min bin nach 2s - also in der Vollastkurve - dann zieht der T5 absolut ausreichend bzw. sogar sportlich durch - keine Frage. Nur ist das die Charakteristik, die zum Volvo passt/gewünscht ist?

@gseum
Den XC90II bin ich noch gar nicht gefahren. Es sind theoretische Überlegungen, aber da widerum mein Job. Ich bin allerdings denn T5 im S60 mit Frontantrieb gefahren. Es ist sicher kein schlechter Motor, aber er hebt sich IMO auch nicht wirklich ab - ich kenne allerdings so ziemlich alle ABM-R4 Turbos wie den EA888 in allen Facetten, ebenso den N20. Aus diesen Erfahrungen heraus wüsste ich, dass mir der Motor in Verbindung mit dem XC90 nicht reichen würde.

Das ist aber auch ohne Frage Geschmackssache. Für MICH (!) wäre der T6 (bzw. der T8 🙄) im XC90 Alternativlos. Es gibt aber auch viele Menschen, die sehr "ruhig" unterwegs sind von der Wohnung in den Garten und zum Einkaufen, da kann der T5 natürlich reichen. Vom Themenersteller kam es mir aber nicht so vor, als gehört er dazu. Und wenn er jetzt durch die Probefahrt vom T6 begeistert ist sollte man nicht davon ausgehen, dass der T5 sich genauso verhält. Gerade auch weil ich den Unterschied mit 3k € als überschaubar empfinde - immer vor dem Hintergrund des Gesamtpreises eines XC90, bei dem ich nicht von automobiler Grundausstattung ausgehe. Beispielsweise kostete ein F3x mit R6 Turbo (340i) 6k € mehr wie der R4 Turbo (330i). Die Leistungsdifferenz ist sehr ähnlich wie beim T6 zum T5, der Wagen insgesamt günstiger wie der XC90.

PS: Ergänzen möchte ich noch, dass z.B. unser Polo theoretisch sehr ähnlich augestellt ist. Auf dem Papier volles Moment von 175 Nm ab 1400 U/min - also noch früher als beim XC90 T5. Leistung 81 kW/ 110 PS. In Anbetracht des Gewichts sollte der Polo von unten nicht sooo schlechter gehen als der XC90. Die Charaktersitik ist aber nicht optimal, der Lader braucht gefühlt 1s um auf Touren zu kommen. Ab dem 3 Gang istz der 6-Gang HS totübersetzt. Ist ein anderer Motor usw., aber die Vollastkurve ist eben nur ein Teil der Wahrheit.

Genau das meine ich. In der Theorie den Polo (der 6-Gang hat) mit dem XC90 vergleichen und daraus eine klare Empfehlung an den anderen MTler abgeben - das halte ich schlicht für Unsinn. Sorry für die klaren Worte. 😮

Es hilft nur: Probefahren. Da kein T5 verfügbar, muss man dann selbst individuell abwägen.

Ich kann nur noch mal sagen: Die bisherigen höher motorisierten Turbo-Benziner hatten keine Anfahrschwäche, auch der 2,5t im gleich schweren alten XC90 ging richtig gut - ich wüsste nicht, warum Volvo diese Charakteristik in der Auslegung geändert haben sollte.

Schönen Gruß
Jürgen

was bei stärkeren Benzinern immer wieder vergessen geht: Nur weil man den Benziner im Gegensatz zum Diesel auch bis 6'000 (oder was immer) drehen kann, heisst das nicht, dass man das auch immer muss.

Zitat:

@gseum schrieb am 9. Februar 2016 um 10:21:56 Uhr:


Genau das meine ich. In der Theorie den Polo (der 6-Gang hat) mit dem XC90 vergleichen und daraus eine klare Empfehlung an den anderen MTler abgeben - das halte ich schlicht für Unsinn. Sorry für die klaren Worte. 😮

Eben nicht. Ich habe geschrieben, dass ich alle möglichen R4 Turbos (überwiegen Audi/VW und BMW) kenne. Aufgrund meines beruflichen Hintergrundes, dem ständigen Fahren unterschiedlichster Dienst- und Leihwagen und der Kentniss über die konkrete Motorauslegung (Hubraum zu Leistung, Kompressor ja/nein, direkte oder indirekte Ladeluftkühlung, Ventilsteuerung, ...) kann ich zumindest VERMUTEN (!), wie sich ein relativ hochgezogener 2l R4 Turbo in Kombination mit einem schweren Fahrzeug und Allrad verhält. Das könnte man wieder durch eine sehr kurze Getriebe- + Achsübersetzung anpassen, dass ist aber heutzutage keine Option (Normverbrauch!), ergo wird es eher schlimmer dank langer Übersetzungen. Eine gute Automatik kann bis zu einem gewissen Grad helfen, dass Beispiel F3x LCI im 320i und superlanger 8-Gang ZF zeugt aber auch hier das es Grenzen gibt.

Zitat:

Es hilft nur: Probefahren. Da kein T5 verfügbar, muss man dann selbst individuell abwägen.

Das wäre ideal. Beim Abwägen wollte ich eben helfen.

Zitat:

Ich kann nur noch mal sagen: Die bisherigen höher motorisierten Turbo-Benziner hatten keine Anfahrschwäche, auch der 2,5t im gleich schweren alten XC90 ging richtig gut - ich wüsste nicht, warum Volvo diese Charakteristik in der Auslegung geändert haben sollte.

Schönen Gruß
Jürgen

Das waren aber 5-Ender mit 2,5l Hubraum - oder? Deren Charakter mit einem 4-Ender mit 2l Hubraum abzubilden ist nicht leicht. Die absolute Leistung darzustellen ist das mit Absatnd Einfachste, das 2t-Einfachste ist es tolle Vollastkurven anzugeben (volles Drehmoment 350 Nm von 1xxx bis 4xxxx).

Noch schwerer wird es, wenn die absolute Leistung bei verkleinertem Hubraum steigt, wie im Fall des T5. Denn moderne Maßnahmen hin oder her heisst das höherer Aufladegrad (= mehr Ladedruck), größerer (=trägerer) Lader usw. Bestimmte Tricks wie variable Ventilhub- und Ventilwinkelsteuerung (Öffnungswinkelsteuerung) können hier Einiges ausgleichen, aber auch das hat Grenzen. Es gibt dafür nur eine echte Lösung und die heisst: zusätzliche Unterstützung des (großen) Laders, z.B. durch Kompressor der direkt anspricht oder durch einen E-Lader/Kompressor. Ist beides nicht da MUSS das Konsequenzen haben.

Nochmal, und dann höre ich auch auf: Was ich nur zu bedenken geben will ist, dass auch Volvo nur mit Wasser kocht. Der T6 hat insbesondere durch den zusätzlichen Kompressor einige technische Maßnahmen integriert, die ihn aus seiner Hubraum- und Zylinderklasse herausheben und gerade im Instationärverhalten eher dem Charakter eines großen Saugers von unten + Turbomotor nach oben entsprechen.

Der T5 verfügt NICHT über diese einzigartige Kombination sondern stellt eher einen - sicher ordentlichen - normalen Turbo R4 mit mittlerer Aufladung dar. Deswegen ist er nicht schlecht aber deswegen kann IMO aus einer Probefahrt mit einem T6 keineswegs darauf geschlossen werden, dass der T5 ähnlich spontan anspricht, gerde nicht aus niedrigen Drehzahlen bzw. von geringer Last ("Dümpeln"😉 auf Volllast (= Instationärverhalten).

Und wenn mir eine gewisse Souveränität wichtig ist, dann wüsste ich, dass ich (!) bei einem 80k-Liste Auto hier nicht sparen würde.

Danke für die Konkretisierung.

Eine technische Frage noch - mal schauen, ob dazu jemand etwas weiß - bei den früheren Turbos sprach man von Bi-Turbo, der genau die Trägheit ausgleichen sollte. Hat der T5 einen Biturbo?

Dachte Volvo baut nur Single-Turbos und hilft diesen dann in manchen Modellen mit einem Kompressor auf die Sprünge? Was ja (vom Verbrauch jetzt mal abgesehen) auch wesentlich sinnvoller ist?!

Zitat:

@gseum schrieb am 9. Februar 2016 um 11:50:05 Uhr:


Danke für die Konkretisierung.

Eine technische Frage noch - mal schauen, ob dazu jemand etwas weiß - bei den früheren Turbos sprach man von Bi-Turbo, der genau die Trägheit ausgleichen sollte. Hat der T5 einen Biturbo?

Nein, ganz normaler Monoturbo. "Echte" Biturbo sind bei 4-Zylindern auch extrem selten. Früher eher ab 6 Zylinder üblich, auch heute noch teilweise, z.B. Mercedes mit dem V6 im C400/450AMG oder der neue 2,7l Ford V6 (Fusion). Mittlerweile sind aber auch viele V6/R6 Monoturbo wier bei BMW der N55 oder der neue B58 und ganz neu der V6 Turbo von Audi, dafür sitzt dort der Lader im "heißen" V. Standard aber erste bei 8-Zylindern.

Was allerdings üblich ist und auch der T5 hat sind sogenannte "TWINSCROLL" Lader, bei dem die Ladeluftzuführung von jeweils 2 Zylindern gebündelt wird in unterschiedlichen Querschnitten zum Lader geführt wird, so dass die unterschiedlichen Strömungsgeschwindigkeiten ein spontaneres Ansprechen bzw. eine gewisse Trennung für unterschiedliche Drehzahlbereiche ermöglichen. Das hilft. Trotzdem bleibt es 1 Lader, der entsprechend (relativ) groß dimensioniert ist um eben über 250 PS zu bringen.

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