Erfahrungen mit dem T6
So, nun bin ich ca. 600 km gefahren (überwiegend Stadt und Stadtautobahn) und kann über meine ersten Eindrücke berichten. Wie ich schon erwähnt habe, hatte ich noch nie mehr als 4 Zylinder. Mein letzter Wagen war ein Benziner mit 211 PS (Q5).
Nach anfänglicher Begeisterung fiel mir nach wenigen Minuten alles aus dem Gesicht: „Ausfall Getriebe – Beschleunigungsvermögen reduziert!“ Später wurde mir mitgeteilt, dass der Motor aufgrund des Manövrierens vor der Übergabe noch nicht richtig angelernt war und daher diese Warnung veranlasst wurde. So jedenfalls habe ich den Werkstattmeister verstanden. Sollte die Warnung nochmals auftauchen, könne ich sie getrost ignorieren. Kam aber seitdem nicht mehr vor. Mit dem nächsten Update soll dieser Fehler behoben werden.
Es ist schon erstaunlich, dass man nie das Gefühl hat, ein zwei Tonnen schweres Auto zu fahren. Selbst im Komfort-Modus fährt er sich sehr dynamisch, eine Gedenksekunde ist aufgrund des Kompressors nicht zu spüren. Er entfaltet seine Leistung sofort und beschleunigt gleichmäßig ohne runterzuschalten. Das kannte ich vom Q5 anders. Nicht dass ich mit dem TFSI unzufrieden gewesen wäre, aber jetzt merke ich, dass der T6 souveräner ist. Der TFSI musste häufiger runterschalten, um auf Touren zu kommen, was ihn manchmal etwas nervöser wirken ließ. Beim Beschleunigen im unteren Drehzahlbereich ist der Motor sehrt leise. Im Stehen nimmt man ihn so gut wie gar nicht wahr, allerdings habe ich auch die Akustikverglasung. Für den Stadtverkehr bietet der Komfort-Modus mehr als genug Leistung.
Im Dynamikmodus hängt er natürlich noch besser am Gas, geht ab wie ein Zäpfchen. Durch das Ausfahren der Gänge ist er zwar etwas lauter (wen das stört, schaltet einfach die Klima auf Stufe 1) dafür macht er aber gerade auf Landstraßen besonders Spaß. Die angebliche Nervosität des XC90 auf Landstraßen (so sohnemann2000) kann ich überhaupt nicht bestätigen. Er fährt sich wesentlich dynamischer und kultivierter als mein TFSI. Bei dem habe ich diesen Modus nur für Überholmanöver auf Landstraßen genutzt. Denke, das wird sich jetzt ändern, denn auch der zusätzliche Verbrauch scheint moderat zu sein. Bei dem TFSI nahm der in diesem Modus extrem zu. Allerdings kann die im Dynamik-Modus abrufbare Leistung im Stadtverkehr selten genutzt werden.
Die Höchstgeschwindigkeit bin ich zwar noch nicht gefahren, bei 160 km/h ist aber noch reichlich Luft nach oben ist. Bei meinem TFSI war von da ab nicht mehr viel Leistung abrufbar. Auch bei 190 km/h ist die Lautstärke noch erträglich. Diese Souveränität habe ich von einem derart schweren Auto mit vier Zylindern nicht erwartet.
Der Verbrauch ist so, wie ich erwartet habe. Ca. 1/3 der Zeit stand ich im stockenden Verkehr oder im Stau. Habe alle Modi ausprobiert, bin aber überwiegend im Komfort-Modus und selten über 100 km/h gefahren. Der durchschnittliche Verbrauch liegt momentan bei gut 12 l. Aufgrund der hohen Temperaturen habe ich die Klima stark beansprucht und die Start/Stopp-Automatik ist ausgefallen. Sehr selten habe ich den Eco-Modus benutzt, aber dann funktionierte die Automatik wieder. Weiß nicht, ob ich die auf Dauer so gut finde, mit leiser Musik nimmt man es aber kaum wahr. Aufgrund dieser Bedingungen und der Tatsache, dass der Verbrauch vielleicht sogar noch etwas runtergeht, sind 12 l ein sehr ordentlicher Wert. Bei relativ konstanter Geschwindigkeit zwischen 80 bis 90 km/h auf der Stadtautobahn lag der Verbrauch bei gut. 8 l.
Unangenehm ist mir das Knarzen beim Bremsen, manchmal auch beim Anfahren, aufgefallen. Hatte das früher gelegentlich auch, nicht aber in der Häufigkeit und Intensität. Vielleicht legt sich das ja noch.
Gewöhnungsbedürftig ist die Lenkung. Ich finde die Unterschiede im Lenkwiderstand sehr hoch. Fährt man langsam, ist die Lenkung etwas schwammig (mein Freund findet die Leichtgängigkeit allerdings super). Beschleunigt man dann, versteift sie sich recht stark, sodass man gerade in Kurven unangenehm überrascht wird. Das konnte die Dynamiklenkung im Q5 besser, war harmonischer.
Von der Luftfederung habe ich mir etwas mehr versprochen, kann allerdings nicht mit anderen Herstellern vergleichen. Der Komfort entspricht dem Q5 mit Dämpferregelung (auch 20 Zoll). Den empfand ich aber auch nicht als unkomfortabel. Eine Sänfte ist der XC90 mit Luftfederung aber nicht.
Das Bedienkonzept ist weniger intuitiv als ich dachte. Kann verstehen, dass sich da die Geister scheiden. Allerdings kommt das bei längerer Anwendung weniger zum Tragen, da man sich dann mit den Standardfunktionen vertraut gemacht hat. Das meiste findet man auf dem Startbildschirm oder muss lediglich nach links oder rechts wischen. Klasse finde ich, dass man den Stauassistenten über das Lenkrad einstellen kann. Auch das Abrufen von Infos (Verbrauch, gefahrene km etc.) über ein Dropdown gefällt mir. Die Grafik des Navi ist allerdings ein Witz. Habe aufgrund der Kommentare hier eigentlich nicht so viel erwartet, aber diese Grafik ist wirklich unterirdisch. Kann man eigentlich die Karte so einstellen, dass man immer nach oben fährt? Von der Sprachsteuerung habe ich mir auch mehr versprochen, funktioniert nur teilweise.
Die Assistenz- Systeme dagegen sind wirklich klasse. Am besten gefällt mir der Stauassistent, wobei ich anfangs unsicher war, ob er auch wirklich bremst oder nicht vielleicht deaktiviert wurde. Hatte meinen Fuß immer halb auf der Bremse. Auch zog er aufgrund der Spurerkennung recht stark nach links, was mich anfangs etwas irritierte. Wenn ich zum Stehen kam, sprang der Motor erst wieder an, als ich Gas gab. Aber die Start/Stopp-Automatik funktionierte ja auch nicht, wahrscheinlich aus demselben Grund. Das Head-Up ist von der Höhe grenzwertig. Bei meiner präferierten Sitzhöhe und bei durchgedrücktem Rücken fehlt mir oben ein bisschen. Aber wann sitzt man schon so gerade? Die 360-Grad-Kamera ist genial. Allerdings muss ich mich noch dran gewöhnen, dass es sich manchmal nicht um ein Hindernis, sondern lediglich um einen Schatten handelt. In meiner recht engen Garage irritiert mich noch das Piepen, insbesondere dann, wenn es durchgängig ist. Da fällt es dann schwer, der Kamera voll zu vertrauen. Auch der Einpark-Assistent funktionierte auf Anhieb, sowohl längs als auch quer. Allerdings war ich beim Quereinparken anfänglich etwas irritiert, weil sich das System für einen anderen Parkplatz als ich entschieden hatte.
Die belüfteten Komfort-Sitze sind sehr gut. Hatte noch nie eine Sitzbelüftung und empfinde die als sehr angenehm. Stelle sie meistens auf Stufe 3. Auch lassen sich die Sitze sehr gut anpassen. Größere Fahrer (bin selbst 193 cm) sollten die Komfort-Sitze schon allein aufgrund der Sitzverlängerung nehmen. Sie ist länger als beim Q5 und lässt sich auch in der Höhe verstellen. Allerdings dachte ich, dass man auch die Seitenwangen der Sitze verstellen kann, so wie es bei der Rückenlehne möglich ist. Kann mit vorstellen, dass einige Probleme mit der Breite der Sitze bekommen. In meinem Fall (Bundweite 33) ist die Breite gerade so ausreichend. Die Mittelarmlehne könnte für meinen Geschmack höher sein, schade dass sie in der Höhe nicht einstellbar ist.
B&W ist wirklich klasse. War ja schon mit B&O zufrieden, aber das ist noch eine Steigerung: Sehr klar und detailreich – auch bei geringer Lautstärke. Manchmal werden ausgeprägte Bässe mit guter Qualität verwechselt. Wer das sucht, sollte vielleicht erst einmal die Standardanlage ausprobieren. Aber allein das Material und die Wölbungen der Lautsprecher in Kombination mit Walnut sind schon fast den Aufpreis wert. ;-)
Die getönten Scheiben sind stärker getönt als ich dachte. Gefällt mir aber, da man die Hundegitter (übriges sehr zu empfehlen) von außen kaum wahrnimmt. Dagegen hat man innen nicht das Gefühl getönte Scheiben zu haben. Qualitätsanmutung, Haptik und Geräuschkulisse sind wirklich sehr beeindruckend. Nur die Klima könnte leiser sein.
In Berlin erregt man übrigens mit dem Wagen kaum Aufsehen. Das war bei meinem Q5 (der damals auch neu auf dem Markt war) anders. Aber egal wer in dem Wagen saß, alle waren sehr beeindruckt und strichen ehrfürchtig über die Materialien. Die Liebe zum Detail (vom Navi mal abgesehen ;-)) ist auch das, was mich am XC90 am meisten beeindruckt. Und natürlich die Tatsache, dass man nie das Gefühl hat, 2 t unterm Hintern zu haben.
Beste Antwort im Thema
So, nun bin ich ca. 600 km gefahren (überwiegend Stadt und Stadtautobahn) und kann über meine ersten Eindrücke berichten. Wie ich schon erwähnt habe, hatte ich noch nie mehr als 4 Zylinder. Mein letzter Wagen war ein Benziner mit 211 PS (Q5).
Nach anfänglicher Begeisterung fiel mir nach wenigen Minuten alles aus dem Gesicht: „Ausfall Getriebe – Beschleunigungsvermögen reduziert!“ Später wurde mir mitgeteilt, dass der Motor aufgrund des Manövrierens vor der Übergabe noch nicht richtig angelernt war und daher diese Warnung veranlasst wurde. So jedenfalls habe ich den Werkstattmeister verstanden. Sollte die Warnung nochmals auftauchen, könne ich sie getrost ignorieren. Kam aber seitdem nicht mehr vor. Mit dem nächsten Update soll dieser Fehler behoben werden.
Es ist schon erstaunlich, dass man nie das Gefühl hat, ein zwei Tonnen schweres Auto zu fahren. Selbst im Komfort-Modus fährt er sich sehr dynamisch, eine Gedenksekunde ist aufgrund des Kompressors nicht zu spüren. Er entfaltet seine Leistung sofort und beschleunigt gleichmäßig ohne runterzuschalten. Das kannte ich vom Q5 anders. Nicht dass ich mit dem TFSI unzufrieden gewesen wäre, aber jetzt merke ich, dass der T6 souveräner ist. Der TFSI musste häufiger runterschalten, um auf Touren zu kommen, was ihn manchmal etwas nervöser wirken ließ. Beim Beschleunigen im unteren Drehzahlbereich ist der Motor sehrt leise. Im Stehen nimmt man ihn so gut wie gar nicht wahr, allerdings habe ich auch die Akustikverglasung. Für den Stadtverkehr bietet der Komfort-Modus mehr als genug Leistung.
Im Dynamikmodus hängt er natürlich noch besser am Gas, geht ab wie ein Zäpfchen. Durch das Ausfahren der Gänge ist er zwar etwas lauter (wen das stört, schaltet einfach die Klima auf Stufe 1) dafür macht er aber gerade auf Landstraßen besonders Spaß. Die angebliche Nervosität des XC90 auf Landstraßen (so sohnemann2000) kann ich überhaupt nicht bestätigen. Er fährt sich wesentlich dynamischer und kultivierter als mein TFSI. Bei dem habe ich diesen Modus nur für Überholmanöver auf Landstraßen genutzt. Denke, das wird sich jetzt ändern, denn auch der zusätzliche Verbrauch scheint moderat zu sein. Bei dem TFSI nahm der in diesem Modus extrem zu. Allerdings kann die im Dynamik-Modus abrufbare Leistung im Stadtverkehr selten genutzt werden.
Die Höchstgeschwindigkeit bin ich zwar noch nicht gefahren, bei 160 km/h ist aber noch reichlich Luft nach oben ist. Bei meinem TFSI war von da ab nicht mehr viel Leistung abrufbar. Auch bei 190 km/h ist die Lautstärke noch erträglich. Diese Souveränität habe ich von einem derart schweren Auto mit vier Zylindern nicht erwartet.
Der Verbrauch ist so, wie ich erwartet habe. Ca. 1/3 der Zeit stand ich im stockenden Verkehr oder im Stau. Habe alle Modi ausprobiert, bin aber überwiegend im Komfort-Modus und selten über 100 km/h gefahren. Der durchschnittliche Verbrauch liegt momentan bei gut 12 l. Aufgrund der hohen Temperaturen habe ich die Klima stark beansprucht und die Start/Stopp-Automatik ist ausgefallen. Sehr selten habe ich den Eco-Modus benutzt, aber dann funktionierte die Automatik wieder. Weiß nicht, ob ich die auf Dauer so gut finde, mit leiser Musik nimmt man es aber kaum wahr. Aufgrund dieser Bedingungen und der Tatsache, dass der Verbrauch vielleicht sogar noch etwas runtergeht, sind 12 l ein sehr ordentlicher Wert. Bei relativ konstanter Geschwindigkeit zwischen 80 bis 90 km/h auf der Stadtautobahn lag der Verbrauch bei gut. 8 l.
Unangenehm ist mir das Knarzen beim Bremsen, manchmal auch beim Anfahren, aufgefallen. Hatte das früher gelegentlich auch, nicht aber in der Häufigkeit und Intensität. Vielleicht legt sich das ja noch.
Gewöhnungsbedürftig ist die Lenkung. Ich finde die Unterschiede im Lenkwiderstand sehr hoch. Fährt man langsam, ist die Lenkung etwas schwammig (mein Freund findet die Leichtgängigkeit allerdings super). Beschleunigt man dann, versteift sie sich recht stark, sodass man gerade in Kurven unangenehm überrascht wird. Das konnte die Dynamiklenkung im Q5 besser, war harmonischer.
Von der Luftfederung habe ich mir etwas mehr versprochen, kann allerdings nicht mit anderen Herstellern vergleichen. Der Komfort entspricht dem Q5 mit Dämpferregelung (auch 20 Zoll). Den empfand ich aber auch nicht als unkomfortabel. Eine Sänfte ist der XC90 mit Luftfederung aber nicht.
Das Bedienkonzept ist weniger intuitiv als ich dachte. Kann verstehen, dass sich da die Geister scheiden. Allerdings kommt das bei längerer Anwendung weniger zum Tragen, da man sich dann mit den Standardfunktionen vertraut gemacht hat. Das meiste findet man auf dem Startbildschirm oder muss lediglich nach links oder rechts wischen. Klasse finde ich, dass man den Stauassistenten über das Lenkrad einstellen kann. Auch das Abrufen von Infos (Verbrauch, gefahrene km etc.) über ein Dropdown gefällt mir. Die Grafik des Navi ist allerdings ein Witz. Habe aufgrund der Kommentare hier eigentlich nicht so viel erwartet, aber diese Grafik ist wirklich unterirdisch. Kann man eigentlich die Karte so einstellen, dass man immer nach oben fährt? Von der Sprachsteuerung habe ich mir auch mehr versprochen, funktioniert nur teilweise.
Die Assistenz- Systeme dagegen sind wirklich klasse. Am besten gefällt mir der Stauassistent, wobei ich anfangs unsicher war, ob er auch wirklich bremst oder nicht vielleicht deaktiviert wurde. Hatte meinen Fuß immer halb auf der Bremse. Auch zog er aufgrund der Spurerkennung recht stark nach links, was mich anfangs etwas irritierte. Wenn ich zum Stehen kam, sprang der Motor erst wieder an, als ich Gas gab. Aber die Start/Stopp-Automatik funktionierte ja auch nicht, wahrscheinlich aus demselben Grund. Das Head-Up ist von der Höhe grenzwertig. Bei meiner präferierten Sitzhöhe und bei durchgedrücktem Rücken fehlt mir oben ein bisschen. Aber wann sitzt man schon so gerade? Die 360-Grad-Kamera ist genial. Allerdings muss ich mich noch dran gewöhnen, dass es sich manchmal nicht um ein Hindernis, sondern lediglich um einen Schatten handelt. In meiner recht engen Garage irritiert mich noch das Piepen, insbesondere dann, wenn es durchgängig ist. Da fällt es dann schwer, der Kamera voll zu vertrauen. Auch der Einpark-Assistent funktionierte auf Anhieb, sowohl längs als auch quer. Allerdings war ich beim Quereinparken anfänglich etwas irritiert, weil sich das System für einen anderen Parkplatz als ich entschieden hatte.
Die belüfteten Komfort-Sitze sind sehr gut. Hatte noch nie eine Sitzbelüftung und empfinde die als sehr angenehm. Stelle sie meistens auf Stufe 3. Auch lassen sich die Sitze sehr gut anpassen. Größere Fahrer (bin selbst 193 cm) sollten die Komfort-Sitze schon allein aufgrund der Sitzverlängerung nehmen. Sie ist länger als beim Q5 und lässt sich auch in der Höhe verstellen. Allerdings dachte ich, dass man auch die Seitenwangen der Sitze verstellen kann, so wie es bei der Rückenlehne möglich ist. Kann mit vorstellen, dass einige Probleme mit der Breite der Sitze bekommen. In meinem Fall (Bundweite 33) ist die Breite gerade so ausreichend. Die Mittelarmlehne könnte für meinen Geschmack höher sein, schade dass sie in der Höhe nicht einstellbar ist.
B&W ist wirklich klasse. War ja schon mit B&O zufrieden, aber das ist noch eine Steigerung: Sehr klar und detailreich – auch bei geringer Lautstärke. Manchmal werden ausgeprägte Bässe mit guter Qualität verwechselt. Wer das sucht, sollte vielleicht erst einmal die Standardanlage ausprobieren. Aber allein das Material und die Wölbungen der Lautsprecher in Kombination mit Walnut sind schon fast den Aufpreis wert. ;-)
Die getönten Scheiben sind stärker getönt als ich dachte. Gefällt mir aber, da man die Hundegitter (übriges sehr zu empfehlen) von außen kaum wahrnimmt. Dagegen hat man innen nicht das Gefühl getönte Scheiben zu haben. Qualitätsanmutung, Haptik und Geräuschkulisse sind wirklich sehr beeindruckend. Nur die Klima könnte leiser sein.
In Berlin erregt man übrigens mit dem Wagen kaum Aufsehen. Das war bei meinem Q5 (der damals auch neu auf dem Markt war) anders. Aber egal wer in dem Wagen saß, alle waren sehr beeindruckt und strichen ehrfürchtig über die Materialien. Die Liebe zum Detail (vom Navi mal abgesehen ;-)) ist auch das, was mich am XC90 am meisten beeindruckt. Und natürlich die Tatsache, dass man nie das Gefühl hat, 2 t unterm Hintern zu haben.
189 Antworten
Man sollte aber auch noch Bi-Turbo und Twin-Turbo unterscheiden.
Beim Bi-Turbo-Motor sind zwei gleich große Turbolader für jeweils die Hälfte der Zylinder zuständig.
Beim Twin-Turbo sind 2 unterschiedlich große Lader in Reihe geschaltet. Bei niedrigen Drehzahlen strömt die Ansaugluft durch den großen Lader und wird im kleinen Lader verdichtet. Bei mittleren Drehzahlen wird die Luft im großen Turbolader vor- und danach im kleinen Turbolader hochverdichtet. Bei höheren Drehzahlen greift nur noch der große Turbo.
Zitat:
@Noch ein Stefan schrieb am 9. Februar 2016 um 14:22:15 Uhr:
@XC70D5: es gibt aber einige Hersteller, die sich nicht an diese Nomenklatur halten...
Yep. Beim BMW heisst mittlerweile absolut Alles TWIN-Turbo🙄
Zitat:
@dare100em schrieb am 9. Februar 2016 um 14:31:37 Uhr:
Yep. Beim BMW heisst mittlerweile absolut Alles TWIN-Turbo🙄Zitat:
@Noch ein Stefan schrieb am 9. Februar 2016 um 14:22:15 Uhr:
@XC70D5: es gibt aber einige Hersteller, die sich nicht an diese Nomenklatur halten...
Jein! Gerade BMW unterscheidet zwischen Twin-, Twin-Scroll und Bi-Turbo. Sie nennen es dann nur "BMW TwinPower Turbo Technologie" 😉
Zitat:
Die Kombination der auf den jeweiligen Einsatzzweck maßgeschneiderten Aufladetechnik mit der BMW High Precision Injection und "VALVETRONIC" (Ottomotoren) bzw. mit der Common-Rail-Direkteinspritzung der 3. Generation (Diesel) nennen wir BMW TwinPower Turbo Technologie. Sie ermöglicht eine einzigartige Kombination aus Effizienz und Dynamik.
Ähnliche Themen
Zitat:
@XC70D5 schrieb am 9. Februar 2016 um 14:15:42 Uhr:
Man sollte aber auch noch Bi-Turbo und Twin-Turbo unterscheiden.Beim Bi-Turbo-Motor sind zwei gleich große Turbolader für jeweils die Hälfte der Zylinder zuständig.
Beim Twin-Turbo sind 2 unterschiedlich große Lader in Reihe geschaltet. Bei niedrigen Drehzahlen strömt die Ansaugluft durch den großen Lader und wird im kleinen Lader verdichtet. Bei mittleren Drehzahlen wird die Luft im großen Turbolader vor- und danach im kleinen Turbolader hochverdichtet. Bei höheren Drehzahlen greift nur noch der große Turbo.
Nur schade, dass VOLVO selber dass, was Du als Twin-Turbo bezeichnest, als Bi-Turbo bezeichnest. Quasi alle Diesel bei VOLVO sind Bi-Turbo...
Zitat:
@JürgenS60D5 schrieb am 9. Februar 2016 um 15:21:36 Uhr:
Nur schade, dass VOLVO selber dass, was Du als Twin-Turbo bezeichnest, als Bi-Turbo bezeichnest. Quasi alle Diesel bei VOLVO sind Bi-Turbo...
Bi-Turbo ist definitiv falsch. Besser wäre es vielleicht, von Registeraufladung, als von Twin-Turbo zu reden/schreiben, um Missverständnisse zu vermeiden.
Gerade Volvo müsste ja was die Nomenklautra hinsichtlich der Laderanzahl und -art führend sein, da es ja DAS Differentierungsmerkmal bei Volvo ist😁
Zitat:
@dare100em schrieb am 9. Februar 2016 um 18:36:13 Uhr:
Gerade Volvo müsste ja was die Nomenklautra hinsichtlich der Laderanzahl und -art führend sein, da es ja DAS Differentierungsmerkmal bei Volvo ist😁
Klar, man sagt ja auch Tempo, wenn man ein Papiertaschentuch meint...
...beim ALTEN 6-Zylinder T6 stand in den techn. Daten und m. W. auch im Prospekt drin, dass es sich um einen Twin-Scroll-Turbolader handelte.
Sollte doch hier & jetzt kein großes Thema sein, mit welcher Art von Turboaufladung gearbeitet wird. 😉
So, nun ist die Entscheidung gefallen und soeben den Vertrag unterschrieben, nachdem ich D5 und T6 vergleichen konnte.
Es ist nun doch der D5 geworden, Lieferung Ende April als Inscription. Wer hätte das gedacht, war ich noch vor zwei Tagen auf dem Benziner-Trip. Der T6 hat zumindest für mich nicht die Souveränität vermittelt wie der D5.
Noch dazu genommen habe ich Polestar, war auch im Testwagen drin, ganz wunderbar. Und für das Winterpaket war nun auch noch Luft.
Es ist nun endlich alles fix gemacht und es kehrt Ruhe ein. Noch nie war das Konfigurieren meines Volvo so zeitaufwendig.
Beste Grüße und Danke nochmal an Alle!
In 95% der Fälle sicher die richtige Entscheidung. Jetzt kann trotzdem noch ein Urlaub geplant werden?
Zitat:
@bende68 schrieb am 10. Februar 2016 um 19:26:28 Uhr:
So, nun ist die Entscheidung gefallen und soeben den Vertrag unterschrieben, nachdem ich D5 und T6 vergleichen konnte.
Es ist nun doch der D5 geworden, Lieferung Ende April als Inscription. Wer hätte das gedacht, war ich noch vor zwei Tagen auf dem Benziner-Trip. Der T6 hat zumindest für mich nicht die Souveränität vermittelt wie der D5.
Noch dazu genommen habe ich Polestar, war auch im Testwagen drin, ganz wunderbar. Und für das Winterpaket war nun auch noch Luft.
Es ist nun endlich alles fix gemacht und es kehrt Ruhe ein. Noch nie war das Konfigurieren meines Volvo so zeitaufwendig.
Beste Grüße und Danke nochmal an Alle!
Glückwunsch schonmal! Mit dem D5 machst Du - auch noch mit Polestar - im XC90II sicher nichts verkehrt.
Zitat:
@bende68 schrieb am 10. Februar 2016 um 19:26:28 Uhr:
So, nun ist die Entscheidung gefallen und soeben den Vertrag unterschrieben, nachdem ich D5 und T6 vergleichen konnte.
Es ist nun doch der D5 geworden, Lieferung Ende April als Inscription. Wer hätte das gedacht, war ich noch vor zwei Tagen auf dem Benziner-Trip. Der T6 hat zumindest für mich nicht die Souveränität vermittelt wie der D5.
Noch dazu genommen habe ich Polestar, war auch im Testwagen drin, ganz wunderbar. Und für das Winterpaket war nun auch noch Luft.
Es ist nun endlich alles fix gemacht und es kehrt Ruhe ein. Noch nie war das Konfigurieren meines Volvo so zeitaufwendig.
Beste Grüße und Danke nochmal an Alle!
Jetzt muss ich nochmal nachfragen: Der T6 hat für Dich nicht die Souveränität vermittelt wie der D5? Das hätte ich so nicht erwartet.
Der T6 hat zwar ein geringeres Drehmoment, dafür aber ein sehr viel breiteres Drehzahlband bei dem es anliegt. Der T6 muss aufgrund des geringen Drehmoments auch höher drehen, um die gleiche Leistung zu entwickeln - typisch Benziner. Wenn man ihn aber wirklich dreht, müsste die Beschleunigung besser und vor allem harmonischer sein, da die Leistung über einen größeren Drehzahlbereich anliegt.
Ich habe bislang nur den D5 probefahren können und wollte nun eigentlich den T6 ausprobieren, weil mir der kleine Drehzahlbereich des D5 nicht gefiel; da bin ich vom XC60 mit Heico mehr gewöhnt. Wie sich das bei Dir liest, ist der Unterschied aber nicht so deutlich bzw. der T6 sogar schlechter motorisiert.
Können diesen Eindruck auch die anderen Fahrer eines T6 bestätigen? Mich würde die Einschätzung hierzu (Leistung und Fahrbarkeit; nicht Verbrauch!) sehr interessieren.
Noch jemand, der das über die Theorie lösen möchte? 😁 Ich würde dir raten, einfach die geplante Probefahrt zu machen. 😉
Yep. Am Rad dürfte der T6 kaum weniger Moment haben wie der D5 - wenn überhaupt. Schon roh hat der D5 ja nur 70 Nm mehr (470 Nm zu 400 beim T6). Also Probefahren würde ich in jedem Fall. Rein theoretisch ist der T6 eigentlich ein sehr interessanter Motor für einen 2l R4.