E90 325i BJ 2005 für Drifttraining?
Tag 😉
wollte mal kurz Fragen ob jemand schon mal mit dem 325i ein Drifttraining gemacht hat (Modell 2005, 2.5l) und wie das ganze geklappt hat.
Ein bekannter hat zu mir gesagt das könne man vergessen der wäre zu träge 🙄
Stimmt das?
Vielen dank für die Antworten auf die dumme Frage 😁
Beste Antwort im Thema
Mahlzeit.
Wollte mal kurz über mein Drifttraining vom Karfreitag mit meinem 330iA berichten.
Es gab 10 Teilnehmer. Fahrzeuge: 2x Porsche 964, 1x 993, 1x 944 S2, 1x Cayman mit DSG, 1x Opel Kadett C Coupe 2,0 SR, 1x E91 330d (Handschaltung), 1x Z4 23i, 1x Z4 35i und mein E90 330iA.
Die Veranstaltung begann um 9 Uhr mit einer theoretischen Einweisung.
Ab ca. 9.45 Uhr gings dann mit dem Fahren auf der Rüttelplatte los. Fahrhilfen wie ESP und ASR waren immer auszuschalten.
Erst mal sollte versucht werden den Wagen wieder einzufangen, später dann sollten wir das Ausbrechen des Hecks ein wenig durch gezieltes Gasgeben verlängern oder auch mal in die andere Richtung wedeln, was für Fahrer eines normalen Sicherheitstrainings erst mal eine Umstellung ist. Am meisten gedreht haben sich die Porsche aufgrund der hecklastigen Gewichtsverteilung.
Anschließend fuhr man seitlich langsam auf den bewässerten Gleitbelag, gab ordentlich Gas, so dass das Heck ausbrach und versuchte den Drift zu halten, aber vor Ende des Gleitbelages sollte die Kiste wieder gerade stehen. Die andere Möglichkeit war mit ca. 50 km/h zackig auf den Gleitbelag zu fahren, so dass das Heck durch den Schwung schon von alleine herum kam.
Dann nahmen wir eine 180° Kurve auf einem Gleitbelag im Drift, war relativ schwierig, die Blickrichtung sollte immer dahin gehen, wo man hinfahren will. Hab mich leider oft selber erwischt, dass das bei mir nicht immer der Fall war. Durch einen beherzten Gasstoß in der Kurve sollte das Heck zum Ausbrechen gebracht werden, Gegenlenken, Drift ein wenig ziehen und wieder geplant abbrechen. Dem E91-Fahrer (hatte schon mal teilgenommen) war das zu langweilig und hat dann ein paar Mal die Übung auf trockenem Asphalt gemacht. Hat schön gequalmt und gestunken, die chinesischen „Qualitätsreifen“ mussten ganz schön leiden und sahen am Ende des Trainings entsprechend aus. Wenn man nur aus nassem Asphalt blieb, ist der Verschleiß eigentlich nicht der Rede wert. Alte Reifen, wie die 25 Jahre (!) alten des Kadetts, sind wegen des schlechteren Grips von Vorteil.
Gegen 13 Uhr war dann ca. ne Stunde Pause, wo man zum Buffet gehen konnte.
Nach der Pause gings noch mal zur 180° Kurve, diesmal von der anderen Seite angefahren.
So gegen 14.30 Uhr gings dann in die „Arena“, die bewässerte Kreisbahn.
Es durften immer zwei Fahrzeuge gleichzeitig für ca. 6-7 Minuten in die Kreisbahn. Man fährt so mit ca. 40 km/h in der Kreisbahn, gibt dann einmal einen ordentlichen Gasstoß, die Kiste geht quer und dann hieß es Gegenlenken, Gasgeben, Gegenlenken... und den Drift möglichst durch Gas geben und wenig Lenkarbeit lange zu halten. Mit meiner Automatik war das nicht optimal. Bin immer im zweiten Gang manuell reingefahren und beim harten Gasstoß hat die Automatik bis in den ersten Gang runtergeschaltet, was mich ein bisschen gestört hat, weil es die Kiste ein wenig unberechenbarer machte. Eine komplette Runde habe ich aber auch 1-2 Mal geschafft. Mein Performance ESD hat jedenfalls ordentlich gebrüllt. Wurde auch zweimal wegen dem Sound angesprochen. Der E91 war mit Handschaltung klar im Vorteil, 2. Gang rein und gib Ihm. Der konnte mühelos 10 Runden am Stück den Drift halten. Die Z4 kamen komischerweise nicht so richtig ins Driften. Der Cayman hatte das Problem, dass das DSG immer zwischen dem 1. und 2. Gang schalten wollte. Die 911er sind jedenfalls nicht zum Driften geeignet, da sehr hoher, aber auch schmaler Grenzbereich.
Nach 6-7 Minuten Action in der Kreisbahn war man froh, eine Pause zu machen, das schlaucht ganz schön. Bin 3-4 Turns gefahren. Adrenalin gabs auch genug. Meine Hände haben ordentlich gezittert.
Das fahren in der Kreisbahn war auf jeden Fall das Geilste, was ich je mit einem Auto angestellt habe.
Wenn ich mal wieder fällige Reifen habe, könnte ich mir gut vorstellen, noch mal daran teilzunehmen.
Durchschnittsverbrauch war übrigens lt. BC 29 Liter/100 km bei ca. 40 gefahrenen Kilometern.
Wer mal gerne Querfahren ohne Gefahr der Kaltverformung ausprobieren möchte, für den ist diese Veranstaltung genau das Richtige.
Gruß
R6-Machine
32 Antworten
Zitat:
Original geschrieben von stef 320i
Siehe meinen Post weiter oben.Zitat:
Original geschrieben von R6-Machine
Dieser blöde Kommentar bringt mich nicht wirklich weiter. Nur weil ich mit meinen 38 Jahren ein Drifttraining vom Weihnachtsmann bekommen habe, heißt das nicht, dass ich anschließend wie ein Irrer im öffentlichen Verkehr rumdriften will. Leute gibt's.
Bitte nur noch sinnvolle Beiträge posten. Danke.R6-Machine
"Also meine Automatik schaltet in Kurven nicht, driften geht tadellos im Schnee!"
Und wenns im Schnee geht, gehts auch ohne 😉
Hm.. also bei mir wars leider so....
@TE. Denke mal die werden dir das dann zeigen was du machen und beachtenh musst. Praktische übung ist immer besser als Theorie und PS.
gretz
Zitat:
Original geschrieben von kevinmuc
Hm.. also bei mir wars leider so....Zitat:
Original geschrieben von stef 320i
Siehe meinen Post weiter oben.
"Also meine Automatik schaltet in Kurven nicht, driften geht tadellos im Schnee!"
Und wenns im Schnee geht, gehts auch ohne 😉
@TE. Denke mal die werden dir das dann zeigen was du machen und beachtenh musst. Praktische übung ist immer besser als Theorie und PS.
gretz
Also Kevin, dass du mit deinem 325dA mit 255er Schlappen nicht driften kannst, haben wir dir beim Drifttraining alle vorher gesagt. Ein Diesel ist wegen dem schmalen Drehzahlband mit ordentlich Leistung zum Driften noch schlechter geeignet, als ein Benziner mit Automatik.
Ich bin mit meinem 525iA diesen Winter auch heftig quer gefahren, wenn die Straßen schön mit festem Schnee bedeckt waren. Mit meinem handgerissenen 325er Coupe war es allerdings leichter.
@R6 Ja, so ein Drifttraining ist ne feine Sache, die süchtig machen kann.😉
Wenn du allerdings drifttechnisch noch unerfahren bist, dann rate ich dir dringend davon ab, mit deinem Auto zu fahren (selbst wenn du auf der PS einen 2km langen Drift schaffst😉).
Nimm ein gestelltes Drifttool und gut is!
Solltest du es dir unbedingt einbilden, dass du mit deiner Schleuder antrittst, dann hab ich noch ein paar Tips für dich.
Räum die Kiste im Heckbereich aus! Alles was raus kann, muß raus. Jedes Kilo zählt, damit die Hinterräder entlastet werden.
Hol dir alte Reifen, die so richtig schön hart sind, für die Hinterachse. Knall mindestens 4bar in die Reifen.
Öl auf Maximum auffüllen und so weing Sprit wie möglich.
Deaktiviere dein ABS, indem du die Sicherung ziehst (klär das vorher noch mit jemandem ab, der sich besser auskennt als ich😉).
Wenn dein Drift in die Hose geht und du bremsen musst, dann ist es sinnvoller Geschwindigkeit zu reduzieren, als einen (nutzlosen) Ausweichversuch etc. zu starten.
Keine losen Gegenstände im Auto.
Hör auf den Instructor!
Und zu guter Letzt: Scheiß da nix, dann feid da nix! ( Mach dir nicht gleich in die Hose, dann wirds schon gut gehen😉)
Wenn du allerdings mit dem eigenen Auto unterwegs bist, dann fährt die Angst immer mit und dein Driftspaß wird reduziert.
Ich bin damals auch mit dem E36er 320i vom Sachsenring über selbigen geschlittert und es war einfach nur geil. Mein Beifahrer von damals Rudi3 (s.o.) kann das bestätigen😁 Ich sag nur Omegakurve!
Wenn ich mein Coupe noch hätte, dann würde ich das nächste Drifttraining auch damit bestreiten, aber fürs erstemal war der gestellte E36 perfekt.
Ich wünsch dir auf alle Fälle jetzt schonmal viel Spaß beim Driften!
Das ist ja mal ne Antwort. Vielen Dank.
Ich werde schon mit meinem eigenen Wagen antreten, habe letztens auch schon ein Perfektionstraining absolviert, da wurde die Kiste auch nicht geschont (Elchtest, etc.). Angst habe ich nicht. Dann werde ich meine Limo im Kofferaum mal ordentlich strippen. 2 km-Drifts auf der PS3 habe ich leider noch nicht geschafft. Das Training findet auf bewässertem Gelände statt, Reifenverschleiß ist auch kein Thema, weil die Run-Flats schon 7 Jahre alt sind, also draugeschi..en. Mindestanforderung bezüglich Leistung ist laut Veranstalter 120 PS, also könnte ich sogar mit nem 116i Facelift antreten, sollte also auch passen.
Ich freue mich jedenfalls schon tierisch.
Gruß
R6-Machine
Ok, aber evtl. findest doch noch ältere 205er (oder schmäler) für deine HA.
Ein Problem sehe ich allerdings bei der Automatik.
Wie erwähnt, habe ich diesen Winter meinen 5er auch quer gefahren, was aber schon was anderes war als mit meinem Coupe. Ich war auch "motorschonend" unterwegs, also ich habe drauf geachtet, dass die Kiste nicht zuuu hoch dreht. Zum Testen hab ich auch mal während des Drifts manuell (war sowieso im Manuellen Modus unterwegs) geschalten. Da dabei so gut wie keine Zugkraftunterbrechung auftritt, war das Schalten im Drift problemlos. Natürlich herrscht auf Schnee ein anderer Reibwert als auf nassem Asphalt.
Du musst also beim Drift aufpassen, dass du drehzahlmäßig immer Luft nach oben hast, sonst schaltet dir die Automatik nahe des Drehzahlbegrenzers hoch und der Drift auf Asphalt ist hin und du fängst dir schlimmstenfalls einen Gegenpendler ein.
Das erfährst du aber alles noch, wenn es soweit ist.
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Also wenn man es kann, reicht auch ein E90 318iA. War bei einem Fahrsicherheitstraining und der Instruktor war ein Polizei-Ausbilder...Also was der für Manöver mit einem vermeintlich lahmen 318er mit Automatik gestartet hat, da haben sogar die 911er-Fahrer nicht schlecht gestaunt!
Am Ende hat er dann immer 3 Leute mit in den 3er genommen und ist eine "Leistungsorientierte Runde" über den gesamten Parcour gefahren...Das spektakulärste daran: Bei ca. 100 Km/H mit einer Seite auf griffigem Asphalt und mit der anderen Seite auf extrem rutschigem Asphalt die Handbremse gezogen und das Lenkrad mal ordentlich rumgerissen...Das Resultat ist eine dreifache kontrollierte Drehung mit anschließendem Abfangen des Fahrzeugs und einer flüssigen Weiterfahrt.
Bei ca. 20 Teilnehmern kann man sich vorstellen, dass das ziemlich aufs Material ging. Zumal auch andere Dinge mit dem Wagen getrieben wurden, zb. Quertreiben auf trockenem Asphalt. Auf dem Kennzeichenhalter stand der Name eines großen Vermieters, nur die Reifen waren komplett unterschiedlich. An dem Tag schwor ich mir, mir niemals einen Ex-Mieter zu kaufen! 😁
Kann solche Trainings nur jedem empfehlen, es macht richtig Laune. Wir hatten sogar neue G-Klassen für den Geländeparcour.
Ich habe mal am BMW-Fahrsicherheitstraining auf dem Salzburgring teilgenommen. Fahrzeuge waren E90 330i Handschalter.
Das Driften wurde auf einer bewässerten Fläche geübt. Gefahren wurde (so weit ich mich erinnere) im 2. Gang. Ich war ziemlich überrascht, dass man wirklich brutal voll auf's Gas steigen musste und gleichzeitig noch mal kurz am Lenkrad rupfen musste, damit die Kiste hinten überhaupt rum kam. Am Anfang schob er nur fleißig über die Vorderräder. Irgendwann hatte ich raus, dass an einer bestimmten Stelle der Fläche eine kleine Querfuge war. Genau dort Vollgas und er ging quer.
Zitat:
Original geschrieben von 325Ci-Fahrer
Also Kevin, dass du mit deinem 325dA mit 255er Schlappen nicht driften kannst, haben wir dir beim Drifttraining alle vorher gesagt. Ein Diesel ist wegen dem schmalen Drehzahlband mit ordentlich Leistung zum Driften noch schlechter geeignet, als ein Benziner mit Automatik.Zitat:
Original geschrieben von kevinmuc
Hm.. also bei mir wars leider so....
@TE. Denke mal die werden dir das dann zeigen was du machen und beachtenh musst. Praktische übung ist immer besser als Theorie und PS.
gretz
Haha... ja ja stimmt schon, aber in der Omegakurve war eher der Gangwechsel das problem (2in3).
Zum anderen waren es 225 Reifen ringsrum.
Dafür hats auf dem µsplitparkur mit dem Dicken richtig spass gemacht, ich bin mit den E36 kisten nicht so richtig zurechtgekommen, mit meinen 2m war ich in den vorpositionierten Sesseln richtig eingeschränkt, wenig bewegungsfreiheit, die Kupplung war müll, der Motor ziemlich fertig (völlig seltsame gasannahme und leistungskurve) und die lenkung für mich sehr gewöhnungsbedrüftig.
gretz
Zitat:
Original geschrieben von Sevo-G
Also wenn man es kann, reicht auch ein E90 318iA. War bei einem Fahrsicherheitstraining und der Instruktor war ein Polizei-Ausbilder...Also was der für Manöver mit einem vermeintlich lahmen 318er mit Automatik gestartet hat, da haben sogar die 911er-Fahrer nicht schlecht gestaunt!Am Ende hat er dann immer 3 Leute mit in den 3er genommen und ist eine "Leistungsorientierte Runde" über den gesamten Parcour gefahren...Das spektakulärste daran: Bei ca. 100 Km/H mit einer Seite auf griffigem Asphalt und mit der anderen Seite auf extrem rutschigem Asphalt die Handbremse gezogen und das Lenkrad mal ordentlich rumgerissen...Das Resultat ist eine dreifache kontrollierte Drehung mit anschließendem Abfangen des Fahrzeugs und einer flüssigen Weiterfahrt.
Bei ca. 20 Teilnehmern kann man sich vorstellen, dass das ziemlich aufs Material ging. Zumal auch andere Dinge mit dem Wagen getrieben wurden, zb. Quertreiben auf trockenem Asphalt. Auf dem Kennzeichenhalter stand der Name eines großen Vermieters, nur die Reifen waren komplett unterschiedlich. An dem Tag schwor ich mir, mir niemals einen Ex-Mieter zu kaufen! 😁
Kann solche Trainings nur jedem empfehlen, es macht richtig Laune. Wir hatten sogar neue G-Klassen für den Geländeparcour.
Auf ner straße vielleicht die rutschig ist, aber auf ner rennstrecke ist ein 318i einfach zu schwach.
gretz
Zitat:
Original geschrieben von 325Ci-Fahrer
Ich bin damals auch mit dem E36er 320i vom Sachsenring über selbigen geschlittert und es war einfach nur geil. Mein Beifahrer von damals Rudi3 (s.o.) kann das bestätigen😁 Ich sag nur Omegakurve!
yo, die ging auch im 3en Gang ... geeeiiiiillll!!!!! 😁
Beim 330i sind 225er auf 17 Zoll die Mindestanforderung, also schmaler geht nicht. Bezüglich Verschleiß: Wenn ich mit über 200 Sachen über unsere tollen Rodeo-Autobahnen fahre, habe ich mit Sicherheit einen höheren Verschleiß, als ein paar Kilometer Fahr- oder Drifttraining.
Der Kurs ist auch ordentlich bewässert, so dass der Wagen schon sehr viel leichter Schlupf an der Hinterachse bekommt (daher fahre ich immer sehr vorsichtig aus einem regennaßen Kreisverkehr). Drifttraining auf trockener Straße wäre für mich nix, da der Wagen doch wesentlich mehr leiden würde.
Um noch mal auf die PS3 zurückzukommen:
Bei trockener Straße muss man schon Vollgas geben, um einigermaßen zu driften. Bei nasser Strecke ist jedoch sehr gefühlvolles Gasgeben gefragt gewesen, sonst dreht man sich schneller als man "Oh" sagen kann. Ach ja, im Drift abrupt vom Gas zu gehen ist nicht so optimal, da dreht es einen meistens um. Schnelles Lenken ist auch sehr wichtig. Ich finde, man kann mit der PS3 seine Reflexe ganz ordentlich trainieren, z. B. wenn das Heck droht, ausbrechen. Ich denke da immer an die Rüttelplatte beim Fahrsicherheitstraining. Das ist schon sehr realitätsnah.
Ich werde mal berichten, wenn ich das Training absolviert habe.
Gruß
R6-Machine
205 auf 17" würde mit "eintragung" auch gehen. 17" ist die Beschränkung wegen der Bremsanlage.
gretz
Zitat:
Original geschrieben von kevinmuc
205 auf 17" würde mit "eintragung" auch gehen. 17" ist die Beschränkung wegen der Bremsanlage.gretz
Jop. Standard Winterbereifung beim E46 330i.
Mahlzeit.
Wollte mal kurz über mein Drifttraining vom Karfreitag mit meinem 330iA berichten.
Es gab 10 Teilnehmer. Fahrzeuge: 2x Porsche 964, 1x 993, 1x 944 S2, 1x Cayman mit DSG, 1x Opel Kadett C Coupe 2,0 SR, 1x E91 330d (Handschaltung), 1x Z4 23i, 1x Z4 35i und mein E90 330iA.
Die Veranstaltung begann um 9 Uhr mit einer theoretischen Einweisung.
Ab ca. 9.45 Uhr gings dann mit dem Fahren auf der Rüttelplatte los. Fahrhilfen wie ESP und ASR waren immer auszuschalten.
Erst mal sollte versucht werden den Wagen wieder einzufangen, später dann sollten wir das Ausbrechen des Hecks ein wenig durch gezieltes Gasgeben verlängern oder auch mal in die andere Richtung wedeln, was für Fahrer eines normalen Sicherheitstrainings erst mal eine Umstellung ist. Am meisten gedreht haben sich die Porsche aufgrund der hecklastigen Gewichtsverteilung.
Anschließend fuhr man seitlich langsam auf den bewässerten Gleitbelag, gab ordentlich Gas, so dass das Heck ausbrach und versuchte den Drift zu halten, aber vor Ende des Gleitbelages sollte die Kiste wieder gerade stehen. Die andere Möglichkeit war mit ca. 50 km/h zackig auf den Gleitbelag zu fahren, so dass das Heck durch den Schwung schon von alleine herum kam.
Dann nahmen wir eine 180° Kurve auf einem Gleitbelag im Drift, war relativ schwierig, die Blickrichtung sollte immer dahin gehen, wo man hinfahren will. Hab mich leider oft selber erwischt, dass das bei mir nicht immer der Fall war. Durch einen beherzten Gasstoß in der Kurve sollte das Heck zum Ausbrechen gebracht werden, Gegenlenken, Drift ein wenig ziehen und wieder geplant abbrechen. Dem E91-Fahrer (hatte schon mal teilgenommen) war das zu langweilig und hat dann ein paar Mal die Übung auf trockenem Asphalt gemacht. Hat schön gequalmt und gestunken, die chinesischen „Qualitätsreifen“ mussten ganz schön leiden und sahen am Ende des Trainings entsprechend aus. Wenn man nur aus nassem Asphalt blieb, ist der Verschleiß eigentlich nicht der Rede wert. Alte Reifen, wie die 25 Jahre (!) alten des Kadetts, sind wegen des schlechteren Grips von Vorteil.
Gegen 13 Uhr war dann ca. ne Stunde Pause, wo man zum Buffet gehen konnte.
Nach der Pause gings noch mal zur 180° Kurve, diesmal von der anderen Seite angefahren.
So gegen 14.30 Uhr gings dann in die „Arena“, die bewässerte Kreisbahn.
Es durften immer zwei Fahrzeuge gleichzeitig für ca. 6-7 Minuten in die Kreisbahn. Man fährt so mit ca. 40 km/h in der Kreisbahn, gibt dann einmal einen ordentlichen Gasstoß, die Kiste geht quer und dann hieß es Gegenlenken, Gasgeben, Gegenlenken... und den Drift möglichst durch Gas geben und wenig Lenkarbeit lange zu halten. Mit meiner Automatik war das nicht optimal. Bin immer im zweiten Gang manuell reingefahren und beim harten Gasstoß hat die Automatik bis in den ersten Gang runtergeschaltet, was mich ein bisschen gestört hat, weil es die Kiste ein wenig unberechenbarer machte. Eine komplette Runde habe ich aber auch 1-2 Mal geschafft. Mein Performance ESD hat jedenfalls ordentlich gebrüllt. Wurde auch zweimal wegen dem Sound angesprochen. Der E91 war mit Handschaltung klar im Vorteil, 2. Gang rein und gib Ihm. Der konnte mühelos 10 Runden am Stück den Drift halten. Die Z4 kamen komischerweise nicht so richtig ins Driften. Der Cayman hatte das Problem, dass das DSG immer zwischen dem 1. und 2. Gang schalten wollte. Die 911er sind jedenfalls nicht zum Driften geeignet, da sehr hoher, aber auch schmaler Grenzbereich.
Nach 6-7 Minuten Action in der Kreisbahn war man froh, eine Pause zu machen, das schlaucht ganz schön. Bin 3-4 Turns gefahren. Adrenalin gabs auch genug. Meine Hände haben ordentlich gezittert.
Das fahren in der Kreisbahn war auf jeden Fall das Geilste, was ich je mit einem Auto angestellt habe.
Wenn ich mal wieder fällige Reifen habe, könnte ich mir gut vorstellen, noch mal daran teilzunehmen.
Durchschnittsverbrauch war übrigens lt. BC 29 Liter/100 km bei ca. 40 gefahrenen Kilometern.
Wer mal gerne Querfahren ohne Gefahr der Kaltverformung ausprobieren möchte, für den ist diese Veranstaltung genau das Richtige.
Gruß
R6-Machine
Ein verdientes Danke für deinen Beitrag, gut geschrieben 🙂
Ja, Automatik ist leider nicht von Vorteil beim Driften, nervt sehr viel herum (spreche aus Erfahrung). Ein Handschalter bleibt, was das angeht schon die Benchmark. 🙂
BMW_verrückter