Diskussion bzgl. 1.5 Ecoboost Vierzylinder-Motorschäden (Haarriss, LSPI): Betreffend alle Modelle
Hallo zusammen,
ich habe mich entschieden, einen eigenen Thread für die herumgeisternde Problematik mit dem 1.5 Ecoboost (seit 2014) aufzumachen. Im Konkreten geht es darum, das werden die meisten sicherlich wissen, um einen Riss zwischen einer Zylinderwand, wodurch Kühlfüssigkeit verloren geht. Dieser oftmals schleichende Kühlerwasserverlust (alternativ durch Wasserpumpe, Undichtigkeiten Kühlsystem) kann ein Indikator für den besagten Schaden sein.
In diesem Forum gibt es bereits einige betroffene Personen und solche, die den besagten 1.5 Ecoboost fahren und sich natürlich Sorgen machen. Ich versuche vor dem Hintergrund meiner eigenen Recherchen erstmal meine Ergebnisse zusammenzutragen. Hauptsymptom scheint ein unrunder Motorlauf während der Kaltstartphase zu sein, was dann meist einen Tausch des Motorblocks zur Folge hat.
Gemeinsame Liste mit Auto- und Motordaten Betroffener und Interessierter
Gemeinsam führen wir eine Liste über 'Google Spreadsheets', in welche sich jedes Forenmitglied selbst eintragen kann. Die Daten, welche den anderen zur Verfügung gestellt werden, beruhen auf Freiwilligkeit und können bei Anfrage verändert, ergänzt sowie wieder gelöscht werden. Die gemeinsam gesammelten Daten entsprechen keinen wissenschaftlichen Standards und können daher nicht als Ableitung dafür genutzt werden, Herleitungen oder Schlussfolgerungen für die Gesamtheit aller gebauten Motoren zu ziehen. Sie kann aber durchaus dafür herhalten über mögliche Zusammenhänge zu diskutieren und sich auszutauschen. Dazu ist jeder und jede herzlich eingeladen!
Offensichtlich ist aber neue Version des Motorblocks im Umlauf:
https://www.motor-talk.de/.../kuehlwasserverlust-t6723158.html?...
Zum Thema Haarriss & Kühlwasserverlust:
"[...] leider hat sich vor ein paar Tagen mein FoFo - Ecoboost Motor (1.5,150PS) ohne fremde Einwirkung bei einem Gangwechsel verabschiedet. Aussage des FFH: Keine Kompression mehr auf Zylinder 2."
Quelle: https://www.ford-forum.de/.../
"If system pressure drops 27.57kPa (4psi) after 5 hours and borescope inspection through spark plug holes confirms coolant intrusion into the cylinders, short block replacement is required."
Quelle: https://ford.oemdtc.com/.../...-consumption-information-2014-2019-ford
"[...] In den USA sind die auch schon kräftig dabei,die 1.5 Ecoboost 4 Zylinder zu erneuern."
Quelle: https://www.motor-talk.de/.../...uen-thread-brauchen-t3271017.html?...
https://www.motor-talk.de/forum/kuehlwasserverlust-t6723158.html
Offensichtlich betrifft diese Problematik auch den 2.0EB:
"Meine Motorkontrollampe leuchtete Ende letzter Woche auf,Heute Morgen zur Werkstadt und heute Mittag die frohe Kunde Motorschaden.Geil. Kühlflüssigkeit ist in den Brennraum eingedrungen. Er hat beim Starten geruckelt bis ich losgefahren war."
Quelle: https://www.motor-talk.de/.../motorschaden-2-0-ecoboost-t6706780.html
Betroffen sein können, sämtliche Modelle mit Motoren der Reihe 1.5L Ecoboost Vierzylinder (bis Bauzeitraum März 2019) und 2.0L Ecoboost (bis Bauzeitraum April/Mai).
Ein anderes Problem stellt wohl LSPI (low speed pre ignition) für den 1.5EB dar.
Die Unterscheidung zwischen einem LSPI- und einem Haarriss-Schaden fällt nicht immer leicht, soll hier aber auch Erwähnung finden.
"Hallo, auch ich hatte nach 3 Jahren und ca. 33t km einen kapitalen Motorschaden. Die Kolbenringe/Ölabstreifringe des 3. Zylinders hatten sich verflüchtigt."
Quelle: https://www.motor-talk.de/.../...m-gcm-1-5eb-132kw-autom-t6619887.html
"Brought it to the casa, they found that cylinder 2 was misfiring."
Quelle: https://www.tsikot.com/.../
Vielleicht hilft es uns durch Zusammentragen von Informationen ein wenig Licht und Struktur in die Thematik reinzubringen. Weitere Links, Anmerkungen und Hinweise sind natürlich herzlichen erwünscht! Vielleicht kann sich der eine oder andere hier melden, der tiefer in der Materie steckt.
Danke euch!
Beste Antwort im Thema
Hallo zusammen,
ich habe mich entschieden, einen eigenen Thread für die herumgeisternde Problematik mit dem 1.5 Ecoboost (seit 2014) aufzumachen. Im Konkreten geht es darum, das werden die meisten sicherlich wissen, um einen Riss zwischen einer Zylinderwand, wodurch Kühlfüssigkeit verloren geht. Dieser oftmals schleichende Kühlerwasserverlust (alternativ durch Wasserpumpe, Undichtigkeiten Kühlsystem) kann ein Indikator für den besagten Schaden sein.
In diesem Forum gibt es bereits einige betroffene Personen und solche, die den besagten 1.5 Ecoboost fahren und sich natürlich Sorgen machen. Ich versuche vor dem Hintergrund meiner eigenen Recherchen erstmal meine Ergebnisse zusammenzutragen. Hauptsymptom scheint ein unrunder Motorlauf während der Kaltstartphase zu sein, was dann meist einen Tausch des Motorblocks zur Folge hat.
Gemeinsame Liste mit Auto- und Motordaten Betroffener und Interessierter
Gemeinsam führen wir eine Liste über 'Google Spreadsheets', in welche sich jedes Forenmitglied selbst eintragen kann. Die Daten, welche den anderen zur Verfügung gestellt werden, beruhen auf Freiwilligkeit und können bei Anfrage verändert, ergänzt sowie wieder gelöscht werden. Die gemeinsam gesammelten Daten entsprechen keinen wissenschaftlichen Standards und können daher nicht als Ableitung dafür genutzt werden, Herleitungen oder Schlussfolgerungen für die Gesamtheit aller gebauten Motoren zu ziehen. Sie kann aber durchaus dafür herhalten über mögliche Zusammenhänge zu diskutieren und sich auszutauschen. Dazu ist jeder und jede herzlich eingeladen!
Offensichtlich ist aber neue Version des Motorblocks im Umlauf:
https://www.motor-talk.de/.../kuehlwasserverlust-t6723158.html?...
Zum Thema Haarriss & Kühlwasserverlust:
"[...] leider hat sich vor ein paar Tagen mein FoFo - Ecoboost Motor (1.5,150PS) ohne fremde Einwirkung bei einem Gangwechsel verabschiedet. Aussage des FFH: Keine Kompression mehr auf Zylinder 2."
Quelle: https://www.ford-forum.de/.../
"If system pressure drops 27.57kPa (4psi) after 5 hours and borescope inspection through spark plug holes confirms coolant intrusion into the cylinders, short block replacement is required."
Quelle: https://ford.oemdtc.com/.../...-consumption-information-2014-2019-ford
"[...] In den USA sind die auch schon kräftig dabei,die 1.5 Ecoboost 4 Zylinder zu erneuern."
Quelle: https://www.motor-talk.de/.../...uen-thread-brauchen-t3271017.html?...
https://www.motor-talk.de/forum/kuehlwasserverlust-t6723158.html
Offensichtlich betrifft diese Problematik auch den 2.0EB:
"Meine Motorkontrollampe leuchtete Ende letzter Woche auf,Heute Morgen zur Werkstadt und heute Mittag die frohe Kunde Motorschaden.Geil. Kühlflüssigkeit ist in den Brennraum eingedrungen. Er hat beim Starten geruckelt bis ich losgefahren war."
Quelle: https://www.motor-talk.de/.../motorschaden-2-0-ecoboost-t6706780.html
Betroffen sein können, sämtliche Modelle mit Motoren der Reihe 1.5L Ecoboost Vierzylinder (bis Bauzeitraum März 2019) und 2.0L Ecoboost (bis Bauzeitraum April/Mai).
Ein anderes Problem stellt wohl LSPI (low speed pre ignition) für den 1.5EB dar.
Die Unterscheidung zwischen einem LSPI- und einem Haarriss-Schaden fällt nicht immer leicht, soll hier aber auch Erwähnung finden.
"Hallo, auch ich hatte nach 3 Jahren und ca. 33t km einen kapitalen Motorschaden. Die Kolbenringe/Ölabstreifringe des 3. Zylinders hatten sich verflüchtigt."
Quelle: https://www.motor-talk.de/.../...m-gcm-1-5eb-132kw-autom-t6619887.html
"Brought it to the casa, they found that cylinder 2 was misfiring."
Quelle: https://www.tsikot.com/.../
Vielleicht hilft es uns durch Zusammentragen von Informationen ein wenig Licht und Struktur in die Thematik reinzubringen. Weitere Links, Anmerkungen und Hinweise sind natürlich herzlichen erwünscht! Vielleicht kann sich der eine oder andere hier melden, der tiefer in der Materie steckt.
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Zitat:
@eddy_mx schrieb am 24. Februar 2021 um 14:18:05 Uhr:
An deiner Stelle würde ich die Garantieerweiterung abschließen, wenn es wirklich der vollumfängliche Schutzbrief ist. Mir wurde immer gesagt, dieser sei nachträglich nicht zu ändern, da mit der VIN verknüpft. Wenn es aber doch geht, wäre das doch sehr gut. Für die zwei Jahre sollte der auch bezahlbar sein.
So wie ich das verstehe geht das wohl nur wenn du vorher schon den Protect Schutzbrief hast, wäre aber bei mir der Fall. Die Garantie kann man angeblich auch noch nach Ablauf der Garantie abschließen, aber darauf würde ich mich nicht verlassen. Ich lasse mir das noch einmal ne Nacht durch den Kopf gehen, noch drückt es nicht akut. Ist halt nur so ein Gedanke und verlängern wollte ich das sowieso.
Der 1.5EB Vierzylinder verkokt auch gerne, möglicheweise stärker als andere Downsizer.
Dass er auch unter eingelaufenen Nockenwellen leidet, wusste ich bislang nicht, habe ich letztens in einem YT-Video mal gesehen.
OT zum Getriebe (da gestern gefunden):
"Ford Boss Me" behauptet, das 6F35 sei das am zweithäufigten wiederaufgebaute Getriebe. Ursache wäre seiner Meinung nach die enge Bauart dieses Getriebes und eine sehr beladene Eingangswelle. Der Ölwechsel sollte alle 30.000miles erfolgen. Zudem soll das Getriebeöl starker Hitze ausgesetzt sein.
Das mit den Getriebeölwechseln hab ich mir auch schon mal sagen lassen. Angeblich verlängert der Wechsel bei 50.000km das Leben des Getriebes stark!
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Wer weiß das schon. Für den einmaligen Getriebeölwechsel beim Händler bekommt man schon mal eine mittelgroße Inspektion und dabei verbleibt auch noch ein gewisser Teil des Öls im Wandler. Ein Stempel im Scheckheft in Kombination mit dem Schutzbrief ist da vielleicht mehr wert.
Ich meine, dass Ford einen Ölwechsel bei 80.00km unter 'heavy duty' und bei 150.000km unter 'normal use' vorschreibt.
Spielt aber auch keine Rolle, denn die bekannten Macken, die das 6F35 so hat, habe ich auch und das schon länger. Solange alles funktioniert wie es soll, wird Ford da auch nichts machen. Habe überlegt, ob ich nicht doch einen Thread zum 6F35 mache, da ja auch hier im Forum mehrere Automatik-Fahrer aktiv unterwegs sind, damit man hier nicht immer wieder ins OT abrutscht. Ein eigener Thread wäre sicherlich auch eine gute Möglichkeit, sich über Erfahrungen und Wandlergetriebe im Allgemeinen auszutauschen.
Eine einfache Aufgabe, wenn ihr Lus habt, habe ich für euch als Automatik-Fahrer. Versucht mal im manuellen Modus (Stellung S plus +/- drücken) den 3. oder 4. zu blockieren (wird angezeigt). Fahrt einfach mal im 3. und 4. Gang und sagt mir bitte, was passiert, wenn ihr a) vom Gas geht und wieder drauf und b) etwas mehr Gas gebt. Das würde mich mal interessieren.
Ich würde gerne ganz kurz außerhalb des Thmeas besprechen, wie ihr den manuellen Modus empfunden bzw. erlebt habt.
Den 3. Gang kriege ich im manuellen Modus nicht überbrückt, bin also immer im vollen Wandlerschlupf. Beim 4. Gang schießt die Drehzahl beim Gasgeben sofort nach oben, bleibt kurz hoch und dann wird überbrückt. Übrigens spüre ich das Einsetzen der Überbrückungskupplung zeitweise sehr deutlich.
Beim Wechsel von 4-5 (automatisch oder manuell) erlebe ich "shift flare", die Drehzahl steigt kurz und ich werde beim Hochschalten nach vorne geschubst (Kopfnicken nach hinten). Es ist zwar sehr leicht und sanft, aber spürbar. Provozieren kann ich es im manuellen Modus bei Tempomat 55 oder 60km/h beim Wechseln von 4 auf 5. Ist irgendwann mit knapp über Kilometer 10.000 aufgetaucht und geblieben.
Heute war es bei uns knapp 20°C und da ging das Knistern in der Tür wieder los. Ist auch bekannt.
Die Getriebe sind auch darauf getrimmt die Brücke bei Last rauszunehmen. Die Brücke ist für gleichbleibende Last gedacht, nicht fürs beschleunigen. Das würde die meines Wissens auch nicht lange mitmachen weil dafür nie gedacht. Früher hatten die Getriebe die Brücke auch bestenfalls in den oberen Gängen.
Meiner macht das auch:
Steige ich aufs Gas geht die Brücke raus und ab geht die Luzi.
Löse dich von deinen Erfahrungen mit Handschaltern 😉 Es gibt beim Wandler keine klassischen Gänge und es gibt auch keinen klassischen starren Durchtrieb. Wird alles über Hydraulik gemacht. Die Brücke geht wie gesagt nur bei gleichbleibender Last rein um die Drehzahl abzusenken. Ohne den von dir so verhassten Schlupf funktioniert das Ding gar nicht, kann also gar kein Drehmoment übertragen 😉
Glaube es wäre wirklich besser wenn dein nächster ein DKG hat, dies dürfte deinen Fahrgewohnheiten eher entgegen kommen.
Das hast du tatsächlich gut formuliert und erklärt, danke! Es gibt es aber, soweit man liest, auch Wandlergetriebe, die sofort überbrücken.
Ich hasse den Wandlerschlupft nicht, finde es nur befremdlich, wenn beim Gasgeben die Drehzahl hochschießt. Auch beim leichten Gasgeben geht die Drehzahl kurz hoch, was ich deutlich spüre. Wenn danach sofort überbrückt wird, gibt es nochmal einen kleinen Schubser. Wahrscheinlich kann ich mich daran nicht so recht gewöhnen. Dass das Ford-Getriebe auch so aggressiv runterschaltet, ist auch nicht so angenehm.
Was die Überbrückungskupplung angeht: Ich denke schon, dass die höhere Drehmoment aushalten kann, immerhin überbrückt sie im 4., 5. und 6. Gang recht zuverlässig und ich kann so Geschwindigkeit parallel zur Drehzahl aufbauen. Ich frage mich nur, warum im manuellen Modus beim gewählten Gang nicht durchgängig die Überbrückungskupplung geschlossen bleiben kann. In S würde ich es noch verstehen, da automatisch angesteuert, aber manuell?
Problematisch finde ich das Automatikgetrieb in bergigen Regionen, bspw. im Sauerland. In D wird ständig hin- und hergeschaltet. In S ist es besser, aber so oder so wird die echte Schubabschaltung spartanisch eingesetzt, sodass man bergab sogar ohne Gasgeben beschleunigt.
Wusste übrigens auch gar nicht, dass man im manuellen Modus ab dem 2. Gang losfahren kann. Im Kriechmodus ergibt dies 10km/h.
Zum Thema DSG: Habe bislang nur den VW 1.4 TSI mit trockenem 7-Gang-DSG fahren können und muss sagen, dass ich damit auch nicht sehr glücklich war. Man muste um 50% Gaspedalstellung geben, damit das Getriebe herunterschaltete und das musste es auch, denn der 1.4l Turbo dümpelte innerstädtisch im 7. Gang bei knapp über 1000U/min herum war damit zu keiner Beschleunigung zu gebrauchen. Ansonsten schaltete das DSG aber völlig unmerklich, was man beim 6F35 nun wirklich nicht behaupten kann.
Zitat:
@eddy_mx schrieb am 24. Februar 2021 um 20:30:29 Uhr:
Ich hasse den Wandlerschlupft nicht, finde es nur befremdlich, wenn beim Gasgeben die Drehzahl hochschießt. Auch beim leichten Gasgeben geht die Drehzahl kurz hoch, was ich deutlich spüre. Wenn danach sofort überbrückt wird, gibt es nochmal einen kleinen Schubser. Wahrscheinlich kann ich mich daran nicht so recht gewöhnen.
So funktioniert das Ganze nun einmal 😉 Wenn der Schlupf nicht da wäre würde der Wagen auch nicht so beschleunigen. Man merkt das ja auch wenn man mal versucht so zu beschleunigen das der Wagen in der Brücke bleibt. In der Brücke beschleunigt das Ganze dann sehr träge. Wenn du mit Kraft durchbeschleunigen willst muss der Wandler ja irgendwie die Kraft übertragen und das geht nur über die Drehzahl des Wandlers. Je mehr Schlupf, desto mehr Kraft kann übertragen werden.
Zitat:
Dass das Ford-Getriebe auch so aggressiv runterschaltet, ist auch nicht so angenehm.
Ist mir bisher immer nur in S aufgefallen, aber das ist ja auch der Sinn dahinter. Das S steht schließlich für Sport und nicht für Sparsam oder Schmusig 😉 Da schaltet es dann nun mal so runter das die Drehzahl entsprechend ansteigt, finde ich aber wiederum praktisch da man den Modus so wunderbar als Motorbremse nutzen kann was die Bremsen schont und dazu Sprit spart 🙂
Zitat:
Ich frage mich nur, warum im manuellen Modus beim gewählten Gang nicht durchgängig die Überbrückungskupplung geschlossen bleiben kann. In S würde ich es noch verstehen, da automatisch angesteuert, aber manuell?
Das dürfte schlicht eine Sache der Abstimmung sein. Die Amerikaner mögen das ja tendenziell wenn das Getriebe was nervöser schaltet. Ich persönlich mag das auch da ich am Gas eh immer was feinfühliger bin, da erwarte ich auch das die Kiste entsprechend runterschaltet wenn ich Gas gebe. Will nicht immer direkt in den Kickdown gehen nur damit er mal 1-2 Gänge runterschaltet. Wer mal ein altes Benzgetriebe im Sparmodus gefahren ist weiß was ich meine. Das Teil hat wirklich nur noch runtergeschaltet wenn man das Gas voll durchgetreten hat. War absolut nicht meins, aber dir könnte das gefallen da er die Fahrstufe ja entsprechend auf Gedeih und Verderb hält solange man nicht das Pedal bis zum Erdkern durchtritt 😉
Zitat:
Problematisch finde ich das Automatikgetrieb in bergigen Regionen, bspw. im Sauerland. In D wird ständig hin- und hergeschaltet. In S ist es besser, aber so oder so wird die echte Schubabschaltung spartanisch eingesetzt, sodass man bergab sogar ohne Gasgeben beschleunigt.
Das ist auch der Abstimmung geschuldet. Dadurch das die Programmierung in D vorsieht so früh wie möglich hochzuschalten muss das Getriebe in der Stufe natürlich an Steigungen entsprechend hin und herschalten um den Spagat aus "sparsam wie möglich" und "so viel kraft wie nötig" hinzukriegen. In S ist die Devise eher "halt den Gang, pfeif auf die Drehzahl". Deshalb funktioniert das auch besser. Ich persönlich nutze D nur noch auf der Autobahn, weil ich 1500 u/min und zum Teil auch weniger als zu niedertourig empfinde. Das es auf den Verbrauch keine große Auswirkung hat sehe ich ja am Spritmonitor.
Zitat:
Wusste übrigens auch gar nicht, dass man im manuellen Modus ab dem 2. Gang losfahren kann. Im Kriechmodus ergibt dies 10km/h.
Früher war das sogar Gang und Gäbe (Ha, war das ein Wortspiel oder was?!) das die Wandler im 2. Gang angefahren sind. Meistens waren aber auch die Motoren entsprechend kräftig und die Autos auch noch nicht so schwer. Da ging das gut. Ich selber merke auch das meiner tatsächlich im 1. anfährt, zumindest auf S. Auf D müsste ich das mal testen.
Zitat:
Zum Thema DSG: Habe bislang nur den VW 1.4 TSI mit trockenem 7-Gang-DSG fahren können und muss sagen, dass ich damit auch nicht sehr glücklich war. Man muste um 50% Gaspedalstellung geben, damit das Getriebe herunterschaltete und das musste es auch, denn der 1.4l Turbo dümpelte innerstädtisch im 7. Gang bei knapp über 1000U/min herum war damit zu keiner Beschleunigung zu gebrauchen. Ansonsten schaltete das DSG aber völlig unmerklich, was man beim 6F35 nun wirklich nicht behaupten kann.
Das man den Schaltvorgang nicht merkt ist ja gerade der Trick am DSG. Der nächste Gang ist ja schon vorgewählt und das Getriebe lässt nur noch die Kupplung reinflutschen. Das passiert so schnell das du keine Zugkraftunterbrechung hast und entsprechend merkst du den Schaltvorgang auch nicht. Auch hier wieder eine Sache der Abstimmung, da auch DSG die Gänge richtig reinballern können 😉 Entweder im Sportmodus oder aber wenn Sie kaputt gehen 😁
Wobei ich jetzt nicht behaupten kann das mein 6F35 irgendwie ruppig schalten würde. Da werden jetzt keine Gänge mit einem Ruck riengeknallt oder ähnliches, man merkt halt eine kurze Zugkraftunterbrechung und das wars. Oftmals merke ich das auch nur am Drehzahlmesser das er jetzt hoch geschaltet hat.
Was mich tatsächlich ein bisschen nervt das der Tempomat die Gänge so brutal zieht bis er mal beim entsprechenden Tempo angekommen ist. Das kann dann auch schon mal bedeuten das er einen Gang bei 4000 u/min hält wenn er meint das er jetzt noch das letzte km/h in dem Gang erreichen muss. Dann sieht man auch schnell das er dann auch sofort 1-2 Gänge hoch schaltet, aber das ist auch wieder ne Frage der Programmierung. Ich hätte das wohl etwas eleganter programmiert, auch wenn es auf Kosten der Beschleunigung geht.
Also ich mache D rein und fertig. Ich habe die Automatik damit sie automatisch schaltet. Auch mit Wohnwagen, 1590kg, funktioniert alles. Im Vergleich zum vorherigen 6 Gang DSG (nass) kein Vergleich. In der Zeit war der Caddy damals schon mindestens 3 mal in der Werkstatt, nach 50000 km das erste Mal der Schaltautomat hinüber, das 2. Mal bei genau 100000 km. ??
Mich stört manchmal nur das zähe Beschleunigen in D und am Berg haltet er für mich zu lange den Gang. Das ist auf S total anders.
Dem muss man sich halt bewusst sein. Das DSG ist am Ende auch nur ein automatisiertes Schaltgetriebe und die Dinger haben nie so zuverlässig funktioniert wie Wandler. Und das mit den Schaltautomaten bei VW hab ich mehrfach gehört. Wer da keine Garantie/ein dickes Bankkonto hat wird da schnell unglücklich 😉
VW DSGs sind auch nicht unbedingt das gelbe vom Ei, vorallem die trockenen nicht. Das 6DCT450/451 ist echt sehr angenehm. Verschlucken passieren sehr selten höchstens wenn z.B. Gang 3 drin ist und Gang 4 voreinglegt ist und man dann spontan zwischen dem Gangwechsel abbremst
Sehr interessant, danke!
Ich muss aber sagen, dass ich das aggressive Herunterschalten in D meine - ich fahre eigentlich immer in D.
Ruppig ist das 6F35 hauptsächlich im kalten Zustand (2-3 Schlag), ansonsten merke ich bei langsamer Beschleunigung Schaltpausen 1-2-3-4, was sich im ungewollten Nicken äußert (kann das gut an Beifahrern beobachten, die einem dann leicht zunicken). Bei mehr Gas, spricht höherer Drehzahl, tritt es nicht mehr auf. Manchmal gibt es auch im warmen Zustand einen Schlag 3-4, wenn die Schubabschaltung aktiv war, gerade heruntergeschaltet wurde und man Gas gibt zum Beispiel. Sollte nicht sein, ist aber so.
Über den Tempomaten beschleunigt das Auto sehr aggressiv, das ist mir auch aufgefallen. Dazu passt auch leider das nervöse Hin- und Herschalten. Beispielsweise fahre ich im Sauerland eine Steigung, wie das dort nun mal so ist, mit Tempomat 55. Auf der Ebene würde die Automatik im 4. Gang bleiben, bei Steigungen, warum auch immer, schaltet sie verfrüht in den 5. (um 1200u/min). Durch den geringen Hubraum wird man damit an Steigungen langsamer und langsamer, es brummt und vibriert zunehmend. Die Automatik schaltet also runter in den 4. Gang, man beschleunigt wieder auf 55km/h. Kurze Zeit später wird wieder in den 5. Gang geschaltet und das Spiel geht von vorne los. Das kann es doch nicht sein.
Gleiche Situation bei Bergabfahrt: Die Schubabschaltung hält nicht lange, also beschleunigt man irgendwann bergab. Die Automatik entscheidet, dass es Zeit ist herunterzuschalten, da man schneller und schneller wird, also einen Gang runter (wobei man bei Herunterschalten erneut kurz beschleunigt wird) und dann geht der Automat auf Drehzahl - es wird laut.
Daher bleibe ich bergab in D und drücke einmal auf Minus, er schaltet runter und bleibt dort solange, bis man Gas gibt. Das finde ich gut und es ist im Grunde das Einzige, was funktioniert. Aber auch da wird irgenwann wieder eingespritzt. Liegt das an den Abgasnormen, damit der Katalysator nicht abkühlt oder braucht die Automatik positives Drehmoment vom Motor, damit der Kupplungsdruck gehalten werden kann?
Verstehen tue ich auch nicht so wirklich, warum bergauf grundsätzlich richtig zackig überbrückt wird, ganz ohne Wandlereinsatz, auf der Ebene aber erstmal rigeros "über den Wandler gepumpt" wird (ich weiß, du magst diese Begrifflichkeit nicht). Wie wäre das zu erklären?
Was ich auch bei Wandlerautomatik-Autos öfter höre, aber nicht so recht einordnen kann: Das Auto beschleunigt über den Wandler (erhöhte Drehzahl), der Wandler schließt und erst dann hört man den Turbo. Eigentlich müsste bei erhöter Drehzahl doch der Abgasdruck höher sein oder kann ich mit einer Wandlerautomatik dank Schlupf mit weniger Kraftstoff beschleunigen und kriege damit den Turbo nicht auf Drehzahl?
Also unserer geht, wenn ich von selbst runter halte, auf Ychubabschaltung bergab. Auf D bleibt er in dem Gang wo er war( glaube ich jetzt auf jeden Fall). Nur mit Tempomat geht er laut BC nicht auf 0.