Diesel Fahrverbot

Audi A6 C6/4F

Meldung aus unserer heutigen Ausgabe der "Westfälischen Rundschau":
"In NRW drohen Diesel-Fahrverbote"

Dann wird weiter ausgeführt, teils sinngemäß zitiert:
"Das Verwaltungsgericht Düsseldorf hat in einem Prozess gegen die Bezirksregierung (Düss.) gestern ein Urteil gesprochen: Der Luftreinhalteplan (für Düss) müsse schnellstmöglich überarbeitet werden, damit spätestens ab 2018 überall im Stadtgebiet der Grenzwert für das gefährliche Stickstoffdioxid (NO2) eingehalten werden kann".
"Das Gericht forderte "kreative Lösungen", das könnte zum Beispiel ein generelles Diesel-Fahrverbot sein. Der Kläger ist der Umververband "DUH" - Deut. Umwelt-Hilfe. Und der hat gleichzeitig gleichartige Klagen gegen Aachen, Essen, Gelsenkirchen, Bonn und Köln eingereicht. In München und Darmstadt hätten solche Klagen bereits ebenfalls Erfolg gehabt."

Na prima, generelles Fahrverbot für Diesel-PKWs. Wenn schon die Politiker die blaue Plakette nicht durchsetzen wollen, sollen es jetzt die Kommunen richten.
Da freut sich ja auch die Bechsteinfledermaus, für welche sich die DUH ebenfalls engagiert.
Grüße, lippe1audi

Beste Antwort im Thema

Zitat:

@MvM schrieb am 14. Februar 2019 um 20:20:20 Uhr:


Brauchst du aber nicht recherchieren, da es nicht so aussagekräftig ist.

Habe ich natürlich trotzdem gemacht. 😉

Verdienen die 2,1 % Anstieg beim Diesel gegenüber dem Vorjahresmonat nicht eher die Bezeichnung "gering" oder "mickrig"? Wenn das schon "rasant" sein soll, wie ist dann erst der Zuwachs von 66,4 Prozent bei den Hybridautos zu nennen?

Quelle: Autozeitung, 05.02.2019

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Zitat:

@ToniCorsaC schrieb am 10. Februar 2019 um 14:56:45 Uhr:



Zitat:

@reox schrieb am 10. Februar 2019 um 14:47:10 Uhr:


Und damit hätte man vor über 10(zehn) Jahren anfangen müssen. Solange sind die Grenzwerte bekannt. Jetzt haben mittlerweile Gerichte das Heft des Handelns übernommen. Dein mehrheitsfähiger Lösungssuch-Ansatz kommt also mindestens 10 Jahre zu spät.


An wen geht der Vorwurf?

An die Verantwortlichen für die Luftreinhaltepläne und an uns alle, denn diese Pläne sind öffentlich einsehbar. Wer allerdings jetzt erst Engagement für Lösungen zur Grenzwerteinhaltung in Innenstädten verspürt, ist wie erwähnt 10 Jahre zu spät dran.

Zitat:

@reox schrieb am 10. Februar 2019 um 15:11:12 Uhr:



Zitat:

@ToniCorsaC schrieb am 10. Februar 2019 um 14:56:45 Uhr:



An wen geht der Vorwurf?

An die Verantwortlichen für die Luftreinhaltepläne und an uns alle, denn diese Pläne sind öffentlich einsehbar.

Was bringt ein solcher Vorwurf, der sich vordergründig recht smart anhört, das praktische Leben aber nicht wirklich trifft? Weshalb sollte sich der normale Durchschnittsautofahrer damit schon vor 10 Jahren befasst haben? Wer sich ein neues Auto gekauft hat, ist natürlich immer davon ausgegangen, dass es alle Vorschriften auch einhält.

Zitat:

@c280mungojerry schrieb am 10. Februar 2019 um 14:59:30 Uhr:


...

Und Gestaltung, erst recht von allen getragen, bedingt gute Argumente (und Überzeugungsarbeit), welche man definitiv nicht durch Zwang erreichen wird.
...

Hälst du das für möglich?

Oder meinst du alle, ausser Anwohner innerstädtischer Schadstoff-Hotspots?

Zitat:

@ToniCorsaC schrieb am 10. Februar 2019 um 12:29:08 Uhr:


Ich will nochmal einen Versuch starten, die Beiträge einiger Forenteilnehmer besser zu verstehen. Dazu habe ich ein paar konkrete Fragen:

Seht ihr zur Durchsetzung der geltenden Grenzwerte nur die Notwendigkeit von Fahrverboten oder könnt ihr euch Alternativen vorstellen (welche?)?

Fahrverbote sind nur das letzte Mittel und sollten vermieden werden.

Alternativen z. B. Ausbau und Förderung des ÖPNV.

Zitat:

Reichen Verbote aus oder muss man nach eurer Auffassung nicht auch Verkehrskonzepte speziell für Innenstädte entwickeln und umsetzen?

Siehe Punkt 1.

Zitat:

Warum muss man aus eurer Sicht trotz stetig besserer Luftqualität mit Fahrverboten hantieren, obwohl man ausrechnen kann, dass die Grenzwerte in wenigen Jahren ganz ohne Fahrverbote vollständig eingehalten werden? Ist das verhältnismäßig?

Sorry, Quatsch. Werden sie nicht.

Zitat:

Geht es in erster Linie um saubere Luft oder nicht auch um die mangelhafte Attraktivität von Innenstädten durch den stetig zunehmenden Autoverkehr?

Um sauberere Luft.

Zitat:

Seit ihr nicht bereit, für unseren Wohlstand und Lebensstil auch Nachteile wie Luftverschmutzung in Kauf zu nehmen oder muss der sauberen Luft oder auch Sicherheit jedes andere Interesse untergeordnet werden?

Nachteile in Kauf nehmen? Na klar, macht man doch eh schon.

Zitat:

Haltet ihr ein heutiges Elektrofahrzeug für umweltfreundlicher als einen modernen Diesel nach 6d-temp?

Kenne mich mit E-Autos zu wenig aus. Kommt wohl auch stark darauf an, wie der Strom fürs E-Auto erzeugt wurde.

Zitat:

Ist der Käufer eines Dieselfahrzeuges, dem beim Kauf die zu der Zeit gültigen Normen bescheinigt wurde, selbst Schuld, dass er nur wenige Jahre später sein Fahrzeug nicht mehr bzw. nur mit hohem Verlust verkaufen kann (ich bin übrigens nicht davon betroffen)?

Nein! Daher sollten auch die schummelnden Autohersteller zu Nachrüstungen auf ihre Kosten gezwungen werden... wie es u. a. die hier so verhaßten Grünen gefordert hatten:

https://www.handelsblatt.com/.../23133644.html?...

Zitat:

Was fahrt ihr für Fahrzeuge und inwieweit achtet ihr darüberhinaus auf unsere Umwelt? Fliegt ihr z.B. in den Urlaub oder bucht ihr Kreuzfahrten? Wie kommt ihr zur Arbeit?
[/list]

PKW, Motorräder. Fliegen vor x Jahren das letzte Mal. Kreuzfahrt noch nie.

Arbeit: PKW oder Motorrad (hier fahren so gut wie keine Öffis, wohne auf dem Dorf).

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Zitat:

@ToniCorsaC schrieb am 10. Februar 2019 um 13:40:42 Uhr:


Danke auch Dir für die Antworten. Ich halte die Frage nach der Verhältnismäßigkeit für keineswegs suggestiv, denn es ist in meinen Augen schon ein Unterschied, ob man ein Problem nur durch Verbote in den Griff bekommt oder ob es sich in wenigen Jahren selbst erledigt. Warum ist die Frage, ob man für unseren Wohlstand und Lebensstil auch Nachteile in Kauf nimmt, eine Suggestivfrage?

Du suggerierst mit der Formulierung von Frage 5, es gäbe nur die Wahl zwischen Wohlstand oder Einhaltung von Grenzwerten und mit Frage 3, das Stickstoffdioxid Thema sei im Grunde auf dem Wege, sich ohnehin von selbst zu erledigen. Beides führt uns wieder ziemlich an den Anfang dieser Diskussion und deshalb wäre ich da nicht mehr drauf eingegangen (we agree to disagree sozusagen).

Zitat:

@ToniCorsaC schrieb am 10. Februar 2019 um 13:40:42 Uhr:


Es gibt inzwischen Dieselfahrzeuge, deren "Abgase" sauberer sind als die angesaugte Luft.

Erstens halte ich das für ein Gerücht. Zweitens erinnere ich mich, dass das schon seit Jahren immer wieder mal behauptet wird. Drittens wären Diesel nach neuester Abgasnorm von Fahrverboten ja auch ohnehin nicht betroffen.

Zitat:

@ToniCorsaC schrieb am 10. Februar 2019 um 13:40:42 Uhr:


Das kann ein Elektrofahrzeug sicherlich nicht. Außerdem gehört zur Ökobilanz natürlich auch die Herstellung z.B. von Batterien. Für Elektrofahrzeuge sieht daher die Ökobilanz bei weitem nicht so gut aus, wie uns das einige erzählen wollen. Gegen einen von mir erwähnten Diesel dürfte die Bilanz vermutlich hunderttausende von Kilometern besser für den Diesel aussehen, vermutlich sogar auf die gesamte Lebenszeit des Fahrzeugs

Das ist Legendenbildung, die wohl auf die seinerzeit viel diskutierte „schwedische Studie“ zurückgeht und sich als zu stark verkürzt erwiesen hat.

Zitat:

@ToniCorsaC schrieb am 10. Februar 2019 um 13:40:42 Uhr:


Was Schiffe oder Flugzeuge angeht, so muss ich Dir teilweise widersprechen. Die haben zumindest dort (z.B. in Hamburg oder Frankfurt), wo es Schifffahrt und Flughäfen gibt, auch lokale Auswirkungen.

... weshalb sich Luftreinhaltepläne auch damit zu beschäftigen haben (und das auch tun).

Zitat:

@ToniCorsaC schrieb am 10. Februar 2019 um 15:30:31 Uhr:


...Weshalb sollte sich der normale Durchschnittsautofahrer damit schon vor 10 Jahren befasst haben? Wer sich ein neues Auto gekauft hat, ist natürlich immer davon ausgegangen, dass es alle Vorschriften auch einhält.

Vermutlich haben sich die wenigsten, speziell auch beim Auto-Kauf, für Lösungen interessiert.

Die Möglichkeit war aber gegeben.

Zitat:

@reox schrieb am 10. Februar 2019 um 15:35:08 Uhr:



Zitat:

@c280mungojerry schrieb am 10. Februar 2019 um 14:59:30 Uhr:


...

Und Gestaltung, erst recht von allen getragen, bedingt gute Argumente (und Überzeugungsarbeit), welche man definitiv nicht durch Zwang erreichen wird.
...


Hälst du das für möglich?
Oder meinst du alle, ausser Anwohner innerstädtischer Schadstoff-Hotspots?

Grundsätzlich: ja.

Und was hat das von mir Angesprochene mit einzelnen Anwohnern zu tun?

Zwang, durch wen auch immer und gegen wen auch immer, erzeugt meist Widerspruch/Widerstand und kann somit auch nicht zur Lösung beitragen (OK, kurzfristig vielleicht, nachhaltig definitiv nicht).
Was ich meine ist, dass um und nach Lösungen gesucht werden muss, die von allen als akzeptabel angesehen werden. So etwas würde dann auch nachhaltig sein. Dazu muss man, auch wenn es schwer fällt und vielleicht auch nicht zu kurzfristigen/populistischen Ergebnissen führen mag, die Mehrheit der Menschen überzeugen. Ganz einfach gesagt, die Menschen selbst müssen es wollen, dann wird es auch was.
Zwang ist dazu nicht geeignet.
Ebenso wenig wie Besserwisserei im Sinne manche politischer Parteien/Aktivisten, nach dem Motto, ihr seid zu blöd, dass zu erkennen aber ich weiß es besser....

Es ist doch nicht so, dass Autofahrer Anwohner umbringen wollen, Fleischesser die Welt killen wollen usw. - die Menschen verlangen doch förmlich nach guten Argumenten, Aufklärung usw. - wollen aber eben auch nicht mehr als unbedingt notwendig in ihrer Freiheit beschnitten werden. Und wenn schon, dann wenigstens nicht um den Preis einer Enteignung und mit realistischen Zielsetzungen/Alternativen.

Ist schwer, aber ich denke, es würde sich für uns alle lohnen.

Zitat:

@Martin P. H. schrieb am 10. Februar 2019 um 16:01:17 Uhr:



Zitat:

@ToniCorsaC schrieb am 10. Februar 2019 um 12:29:08 Uhr:


Ich will nochmal einen Versuch starten, die Beiträge einiger Forenteilnehmer besser zu verstehen. Dazu habe ich ein paar konkrete Fragen:

Seht ihr zur Durchsetzung der geltenden Grenzwerte nur die Notwendigkeit von Fahrverboten oder könnt ihr euch Alternativen vorstellen (welche?)?


Fahrverbote sind nur das letzte Mittel und sollten vermieden werden.
Alternativen z. B. Ausbau und Förderung des ÖPNV.

Zitat:

@Martin P. H. schrieb am 10. Februar 2019 um 16:01:17 Uhr:



Zitat:

Reichen Verbote aus oder muss man nach eurer Auffassung nicht auch Verkehrskonzepte speziell für Innenstädte entwickeln und umsetzen?


Siehe Punkt 1.

Zitat:

@Martin P. H. schrieb am 10. Februar 2019 um 16:01:17 Uhr:



Zitat:

Warum muss man aus eurer Sicht trotz stetig besserer Luftqualität mit Fahrverboten hantieren, obwohl man ausrechnen kann, dass die Grenzwerte in wenigen Jahren ganz ohne Fahrverbote vollständig eingehalten werden? Ist das verhältnismäßig?


Sorry, Quatsch. Werden sie nicht.

Zitat:

@Martin P. H. schrieb am 10. Februar 2019 um 16:01:17 Uhr:



Zitat:

Geht es in erster Linie um saubere Luft oder nicht auch um die mangelhafte Attraktivität von Innenstädten durch den stetig zunehmenden Autoverkehr?


Um sauberere Luft.

Zitat:

@Martin P. H. schrieb am 10. Februar 2019 um 16:01:17 Uhr:



Zitat:

Seit ihr nicht bereit, für unseren Wohlstand und Lebensstil auch Nachteile wie Luftverschmutzung in Kauf zu nehmen oder muss der sauberen Luft oder auch Sicherheit jedes andere Interesse untergeordnet werden?


Nachteile in Kauf nehmen? Na klar, macht man doch eh schon.

Zitat:

@Martin P. H. schrieb am 10. Februar 2019 um 16:01:17 Uhr:



Zitat:

Haltet ihr ein heutiges Elektrofahrzeug für umweltfreundlicher als einen modernen Diesel nach 6d-temp?


Kenne mich mit E-Autos zu wenig aus. Kommt wohl auch stark darauf an, wie der Strom fürs E-Auto erzeugt wurde.

Zitat:

@Martin P. H. schrieb am 10. Februar 2019 um 16:01:17 Uhr:



Zitat:

Ist der Käufer eines Dieselfahrzeuges, dem beim Kauf die zu der Zeit gültigen Normen bescheinigt wurde, selbst Schuld, dass er nur wenige Jahre später sein Fahrzeug nicht mehr bzw. nur mit hohem Verlust verkaufen kann (ich bin übrigens nicht davon betroffen)?


Nein! Daher sollten auch die schummelnden Autohersteller zu Nachrüstungen auf ihre Kosten gezwungen werden... wie es u. a. die hier so verhaßten Grünen gefordert hatten:
https://www.handelsblatt.com/.../23133644.html?...

Zitat:

@Martin P. H. schrieb am 10. Februar 2019 um 16:01:17 Uhr:



Zitat:

Was fahrt ihr für Fahrzeuge und inwieweit achtet ihr darüberhinaus auf unsere Umwelt? Fliegt ihr z.B. in den Urlaub oder bucht ihr Kreuzfahrten? Wie kommt ihr zur Arbeit?
[/list]


PKW, Motorräder. Fliegen vor x Jahren das letzte Mal. Kreuzfahrt noch nie.
Arbeit: PKW oder Motorrad (hier fahren so gut wie keine Öffis, wohne auf dem Dorf).

Danke für die Antworten.

Warum ist es Quatsch, dass die Grenzwerte ohne Fahrverbote in wenigen Jahren eingehalten werden? Das Umweltbundesamt sieht eine kontinuierliche Verbesserung und seit 2010 sogar eine sehr deutliche Verbesserung von Jahr zu Jahr. Schon heute sind die Grenzwertüberschreitungen für Feinstaub und Ozon fast komplett Geschichte. Stickoxide gehen auch stark zurück und wenn nach und nach ältere Fahrzeuge gegen neue Fahrzeuge ersetzt werden, ist das Thema in wenigen Jahren durch.

Zitat:

@ToniCorsaC schrieb am 10. Februar 2019 um 16:32:44 Uhr:



Warum ist es Quatsch, dass die Grenzwerte ohne Fahrverbote in wenigen Jahren eingehalten werden? Das Umweltbundesamt sieht eine kontinuierliche Verbesserung und seit 2010 sogar eine sehr deutliche Verbesserung von Jahr zu Jahr. Schon heute sind die Grenzwertüberschreitungen für Feinstaub und Ozon fast komplett Geschichte. Stickoxide gehen auch stark zurück und wenn nach und nach ältere Fahrzeuge gegen neue Fahrzeuge ersetzt werden, ist das Thema in wenigen Jahren durch.

Weil (wie bereits andere hier geschrieben hatten) die bisherigen Verbesserungen der Luftreinheit eben auch nicht "von selber" kamen, sondern nur auf massiven Druck hin geschahen - und gegen stets hartnäckige Widerstände aus z. B. der Autolobby.
Natürlich bin auch ich dagegen, fast neue Fahrzeuge zu verschrotten, weil die Produktion jedes neuen Fahrzeugs ja auch wieder Ressourcen verbraucht - daher ja auch die Geschichte mit der Hardwarenachrüstung.
Aber ein einfaches "warten wir mal ab, das gibt sich schon" bringt gar nichts. Bewegt hat sich immer nur was unter Druck. Das war schon in den 80ern so.

Schon im September 2017 hat der Focus einiges zum Thema gerade gerückt und aufgezeigt, dass die Grenzwerte an Messstationen das eine, die Werte in den Lebensbereichen der Menschen aber etwas ganz anderes sind. Damals war ein Prof. Köhler meines Wissens noch gar nicht aufgetreten.
Focus-Artikel
Wer im Bereich der Innenstadt wohnt, hat dies in der Regel im Bewusstsein entschieden, dass die Luft dort nicht so gut ist wie auf dem Land. In den Wohnungen werden zudem deutlich niedrigere Werte gemessen, als direkt an den Messstationen. Wenn die Menschen Kerzen abbrennen, wenn sie (insbesondere mit Gas) kochen und wenn sie rauchen, sind die Schadstoffwerte weitaus höher als das, was von der Strasse kommt.
Bei uns in Deutschland wird dazu noch weitaus schärfer gemessen, als es die EU vorgibt. München hat gerade bewiesen, dass flächendeckende Messungen drastisch niedrigere Werte für die Stadt ergeben, als es die Messstationen zeigen.
Solange es Arbeitern in Produktionsstätten offenbar ohne Probleme zugemutet werden kann, bis zu 950 Mikrogramm 40 Stunden in der Woche einzuatmen, sind Fahrverbote bei oft nur knapp über dem 40 Mikrogramm Grenzwert liegende Werte nicht verhältnismäßig. Dies ist das Fazit des Focus-Artikels, dem ich mich durchaus anschließen kann.
Trotzdem halte ich es für sinnvoll und mittelfristig notwendig, über neue Wege und Konzepte für Innenstädte nachzudenken und diese Schritt für Schritt umzusetzen. Wie @c280mungojerry richtig schreibt, will niemand mutwillig andere schädigen. Mit überzeugenden Lösungen kann man in wenigen Jahren die Innenstädte spürbar entlasten. Zwingend notwendig ist aus meiner Sicht aber, die Menschen zu überzeugen und Verbote zu vermeiden.

Zitat:

@Martin P. H. schrieb am 10. Februar 2019 um 16:44:12 Uhr:



Zitat:

@ToniCorsaC schrieb am 10. Februar 2019 um 16:32:44 Uhr:



Warum ist es Quatsch, dass die Grenzwerte ohne Fahrverbote in wenigen Jahren eingehalten werden? Das Umweltbundesamt sieht eine kontinuierliche Verbesserung und seit 2010 sogar eine sehr deutliche Verbesserung von Jahr zu Jahr. Schon heute sind die Grenzwertüberschreitungen für Feinstaub und Ozon fast komplett Geschichte. Stickoxide gehen auch stark zurück und wenn nach und nach ältere Fahrzeuge gegen neue Fahrzeuge ersetzt werden, ist das Thema in wenigen Jahren durch.

Weil (wie bereits andere hier geschrieben hatten) die bisherigen Verbesserungen der Luftreinheit eben auch nicht "von selber" kamen, sondern nur auf massiven Druck hin geschahen - und gegen stets hartnäckige Widerstände aus z. B. der Autolobby.
Natürlich bin auch ich dagegen, fast neue Fahrzeuge zu verschrotten, weil die Produktion jedes neuen Fahrzeugs ja auch wieder Ressourcen verbraucht - daher ja auch die Geschichte mit der Hardwarenachrüstung.
Aber ein einfaches "warten wir mal ab, das gibt sich schon" bringt gar nichts. Bewegt hat sich immer nur was unter Druck. Das war schon in den 80ern so.

Das ist auch nicht das, was ich sagen will. Da durch die neuartigen Vorgaben (WLTP und bald RDE) die Autos aber auch im realen Betrieb deutlich weniger Schadstoffe ausstoßen, wird sich das ohne Fahrverbote so ergeben. Natürlich darf man die Vorgaben an die Autoindustrie nicht lockern. Man muss diese im Gegenteil deutlich härter anfassen, wenn erneut getrickst und betrogen werden sollte.

Zitat:

@13inch schrieb am 9. Februar 2019 um 22:50:30 Uhr:



Zitat:

@Erwachsener schrieb am 9. Februar 2019 um 21:34:26 Uhr:


Und wer, wenn ihm was nicht passt, alle Experten als "sogenannte" herabwürdigt, ist schon heute auf dem Holzweg.

Das haben tazio und Brunolp schon besser hin bekommen.

Das stimmt, und ich schätze das auch sehr.

Werde aber an mir arbeiten, Bullshit zukünftig noch eleganter zu kontern.

Zitat:

@MvM schrieb am 10. Februar 2019 um 13:32:19 Uhr:


Ich glaube, die Mühe Tazio1935 in Sachen eMail Verkehr aufzuklären kann man sich sparen...

In der Tat, kannst Du Dir sparen. Ich nutze E-Mail seit 23 Jahren beruflich und privat und richte privat als Webmaster auch Mailadressen für andere ein. Von Eudora über GMX, Google-Mail, Pegasus und Outlook bis Thunderbird habe ich im Laufe der Jahre etliche Mailoptionen ausprobiert. Derzeit rufe ich sechs private und eine berufliche Mailadresse ab. Wenn Du weitere Fragen hast, kannst Du Dich gerne per PN an mich wenden.

Zitat:

@MvM schrieb am 10. Februar 2019 um 13:32:19 Uhr:


Vom Gefühl her schätze ich ihn als Rentner ein, der vielleicht von 2-3 Personen eine kleine Mail am Tag bekommt. In der Arbeitswelt bekommt man 2-3 Mails pro Stunde, teilweise mit großen Datei-Anhängen, und in der Zeit, wo man eine Mail bearbeitet, hat man schon zwei neue...

Tja, auf Dein Gefühl und wilde Spekulationen solltest Du Dich besser nicht verlassen. Bis zur Rente ist es bei mir noch eine zweistellige Zahl von Jahren hin. In meinem Arbeitsvertrag steht irgendwas mit "ONLINE". Da ich auf diversen Mailverteilern stehe, landen bei mir stündlich weit mehr nur als 2-3 Mails im Postfach, darunter täglich mehrere "Einladungen" zu Meetings, die ich nicht verpassen darf. In meinem Job ist Mail das wichtigste Kommunikationsmittel.

Deshalb gehe ich erstens davon aus, dass das bei niedergelassenen Lungenärzten etwas anders ist. Die haben sich tagsüber um ihre volles Wartezimmer zu kümmern und nicht um ihre eingehenden Mails. Zweitens werden Lungenärzte weniger Mails erhalten als Menschen, die ihr Geld im Web verdienen. Daher ist unwahrscheinlich, dass sie die Köhler-Rundmail aus dem DGP-Verteiler übersehen haben. Die wird denen schon aufgefallen sein. Darauf eingegangen sind sie nur in 3 % aller Fälle.

Zitat:

@MvM schrieb am 10. Februar 2019 um 13:32:19 Uhr:


Er hat zu lange, und zu oft mit falschen Zahlen um sich geschmissen, die er nach seinen Bedürfnissen ausgelegt hat

@MvM

Welche der von mir genannten Zahlen soll denn falsch sein? Die hätte ich doch gerne mal genannt bekommen.

Zitat:

In großen Lettern verkündete die Bild-Zeitung den "Ärzte-Aufstand gegen Feinstaub-Hysterie", die Welt adelte Köhlers Privatinitiative (zu deren Urhebern unter anderen der Autoingenieur und Diesel-Entwickler Thomas Koch gehört) gar zu einem offiziellen "Papier der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP)". Dabei haben nur rund 100 von 3800 DGP-Mitgliedern das Papier unterschrieben, 97 Prozent der Lungenfachärzte stellten sich nicht hinter Köhlers Ansichten.

Quelle:

Die Zeit, 6. Februar 2019

.

Zitat:

Fassen wir kurz zusammen: Ein seit fast sechs Jahren im Ruhestand befindlicher Mediziner publiziert eine „Stellungnahme“ unter seiner Privatadresse, ohne institutionelles Mandat, auf zwei Seiten ohne Briefkopf; im Grunde nichts weiter als ein Leserbrief. 97 Prozent der Mitglieder seines Fachverbands verweigern ihre Unterschrift.

Quelle: Jens Rehländer, Sprecher der Volkswagen-Stiftung, am 31.01.2018 in der

Hannoverschen Allgemeinen Zeitung

Zitat:

@tazio1935 schrieb am 10. Februar 2019 um 18:17:21 Uhr:



Zitat:

@MvM schrieb am 10. Februar 2019 um 13:32:19 Uhr:


Ich glaube, die Mühe Tazio1935 in Sachen eMail Verkehr aufzuklären kann man sich sparen...

In der Tat, kannst Du Dir sparen. [...]

Treffer - versenkt.

😁 😁 😁 😁 😁

Weil mal wieder das Thema „Schiffahrt“ aufkam und weil ichs grad lese:
Heute in Hamburg war Taufe der „Kairos“ - das ist das weltweit größte und erste deutsche LNG-Betankungsschiff.
Die Branche tut zumindest mal nicht „nichts“. Auch wenn eine Umstellung auf LNG sicher nicht von heute auf morgen ablaufen wird. Die Kairos werden sie nicht mal einfach so aus Spaß auf Kiel gelegt haben, wenn keiner ihre Dienste braucht.

https://www.schiffsjournal.de/.../

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