Die Tankanzeige war kaputt

VW Käfer 1200

Der Orangene

Am Samstag in den Käfer eingestiegen, Motor an: die Tankanzeige rührt sich nicht von der Stelle. Klebt ganz links. Dezentes Klopfen auf den Tacho aus dem Innenraum und aus dem Kofferraum, ganz leicht auch auf den Konstanter hat nichts geholfen. Davor zuletzt vor ca. 2 Wochen gefahren war noch alles in Ordnung. Seit dem an dieser Stelle nichts gebastelt. Das einzige was seit dem anders wurde: ich habe in den Kofferraum einen leeren 20 l Metallkanister gelegt. Er lag nicht direkt auf dem Tank, sondern dazwischen waren zwei gefaltete Umzugsdecken. Also recht weich und vor allem dick. Dadurch konnte das Kabel vom Geber also nicht gequetscht werden. Ich bin trotzdem zum Treffen nach Worms gefahren, weil ich wusste, dass der Sprit noch locker für hin und zurück reicht.

Ich habe natürlich Korb und Etzold studiert und im Netz gelesen. Das Ergebnis meiner Untersuchungen: Die Sicherung, bei mir die Nummer 12, also ganz recht, ist OK. Alle anderen auch OK. Den Kabelschuh am Tacho vom Geberkabel ein paar Mal ab- und eingesteckt hat nichts gebracht. Das gleiche am Tank am Geber. Auch nichts.
Dann das Kabel vom Geber zum Tacho ausgebaut und mit dem Multi durchgepiepst. Es piepst, also Kontakt ist da. Eigentlich war ich heute am Auto, weil ich den Geber-Test machen wollte, also das Kabel am Geber abziehen und an Masse halten. Wenn dann die Tankanzeige nach rechts geht, ist der Geber kaputt. Aber ich dachte, bevor ich das mache, gucke ich noch nach den Schrauben. Also den Schraubendreher an die fünf Schrauben vom Geber am Tank oben - und ich konnte jede ca. 1/8 Umdrehung weiterdrehen. Ich würde es nicht lose nennen, aber da konnte man halt etwas drehen. Stand ja überall, dass es da manchmal Probleme gibt mit Kontakt.
Dann drehe ich den Schlüssel und die Tankanzeige bewegt sich immer noch nicht. Dabei stelle ich fest, dass ich nach vorne rolle, weil ich die Kupplung gedrückt habe - Instinkt halt, ich drehe den Schlüssel fast immer, um Motor zu starten und wenn ich Motor starte, drücke ich immer die Kupplung (obwohl der Gang ist immer raus). Da die Handbremse am Stellplatz immer runter ist, rollt er halt langsam etwas nach vorne. Dann drücke ich schnell das Bremspedal, er bleibt ruckartig stehen und JETZT geht die Tankanzeige nach rechts, so wie immer. Der Zustand ist jetzt dauerhaft. Ich habe dann noch am Kabel gewackelt, aber die Nadel blieb immer da wo sie war, in dem Fall in der Mitte.

Übrigens, ich habe daran gedacht, und das 12 V-Kabel von der Zündspule abgezogen. 🙂 Ich wollte das in Ruhe machen, habe dabei die Kamera an der Türscheibe montiert und den Tacho gefilmt. Es heißt ja immer, die Zündspule hat überhitzen und sich auskotzen.

Und jetzt eine Frage an alle, die ihre Glaskugel grade frisch aus der Überholung abgeholt haben: was war das los? Waren es wirklich die 5 Schrauben vom Geber schuld daran? Warum hat es nach nicht gleich funktioniert, sondern nach dem Brems-Ruck? Gut, das war jetzt vielleicht 1.5 s, aber ich behaupte, ich würde die Bewegung der Tanknadel in der Zeit schon erfasst. Oder alles nur Zufall und da ist was anderes faul?

42 Antworten

Zitat:

@85mz85 schrieb am 16. September 2024 um 15:46:54 Uhr:


Wobei sich noch die Frage stellt, ob Strom durch die Spule fließt. Und das macht der Strom nur, wenn er einen geschlossenen Stromkreis hat, also wenn der Kontakt geschlossen ist. Und der ist geschlossen, wenn der Motor so stehen bleibt, das er geschlossen ist.
Heißt umgekehrt, das er locker einen Monat mit Zündung an stehen kann uns fettem Ladegerät an der Batterie und die Zündspule überlebt das und bleibt eiskalt, wenn der Kontakt offen ist.

Bezieht sich dein Beitrag auf die gute "alte" U- Kontakt Zündung??

Wir sind bei der elektronischen Zündung.
Diese hat ,zumindest bei mir, diese Abschaltung. Spule bleibt nach 5min. noch kalt.

Original ist alte Kontaktzündung. Bei den " neuen" mit Abschalteinrichtung oder Hallgeber passiert nichts mehr, außer das die Batterie leergeht. Das dauert aber lange.

Zitat:

@85mz85 schrieb am 16. September 2024 um 15:29:11 Uhr:


@snock007 wurde ein Masseproblem vermuten. Macht die Tankanzeige immer noch Sprünge den Tankgeber, Schleifer hebt ab oder Wicklung des Widerstandes defekt.

Ansonsten denke ich an klebende Nadel. Wahrscheinlich temperaturabhängig.
Gibt nur beobachten, im Moment geht alles, also alles i.O., selbst, wenn man jetzt nachmißt.

Danke für deine Antwort!
Tankgeber ist neu und hat einen eigenen Masseanschluss, der passt. Ob es mit dem alten noch funktioniert hat weiß ich nicht, der wurde vom Vorbesitzer noch getauscht. Denke das der Widerstand defekt ist, der Tank ist schon leer laut Anzeige, wenn er noch halb voll ist.

Ich mach das aber mal wenn ich Lust und Laune habe, bisher stört es mich nicht so, ich weiß ja wie weit ich etwa fahren kann bis zum nächste Tankstop.

Zitat:

@schleich-kaefer schrieb am 16. September 2024 um 14:39:27 Uhr:



Ich könnte die fünf Schrauben wieder lockern und schauen, ob ich das Problem reproduzieren kann. Das wäre sehr interessant. Obwohl Naxel gleich was vom Kratzen und Jucken schreiben wird… 😉

Genau.

Damit dann auch noch der Sprit raussifft... 🙄

Schau mal, ob Deine Tankbefestigungen sitzen. Wenn der Tank keine Masseverbindung hat, kann's auch nicht wirklich funktionieren...

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Nun ja, wenn ich die Schrauben nur für kurze Zeit für dieses Experiment lockere, wird da nichts raussiffen. Das Benzin reicht ja nicht bis zu diesem Deckel.

Die Tankbefestigung hatte ich auch auf der Prüfliste, aber als die Anzeige nach dem Anziehen der kleinen Schrauben plötzlich wieder lief, habe ich die Tankschrauben nicht mehr überprüft. Das ärgert mich jetzt. Ich werde es doch noch prüfen.

hat der Geber 2 Anschlüsse ?!

also auch ein Massekabel ?

falls nicht sollte eine der fünf Schrauben
eine Unterlegscheibe aus Kupfer haben,
um die Masse vom Geberflansch auf den Tank
zu übertragen und dann über die Halterungen
mit den M8-Schrauben zur Karosserie…

Zitat:

@schleich-kaefer schrieb am 17. September 2024 um 09:40:13 Uhr:


Das Benzin reicht ja nicht bis zu diesem Deckel.

Wenn er voll ist, definitiv...

Zitat:

@volvomania schrieb am 17. September 2024 um 09:42:22 Uhr:


hat der Geber 2 Anschlüsse ?!

also auch ein Massekabel ?

Der Geber hat immer nur einen Anschluß und der ist sozusagen das Massekabel.

Das Kabel wird über den Geber mit mehr oder weniger Widerstand mit Masse verbunden. Daher auch der volle Ausschlag der Anzeige, wenn man das Kabel direkt an Masse hält...

Mein Geber hat nur ein Kabel. Und ja, es gibt welche mit zwei. Das habe ich in meiner Recherche herausgefunden.

Von der Unterlegscheibe habe ich tatsächlich schon gelesen, aber genau geguckt habe ich noch nicht.

Tank ist nur halb voll.

@ Naxel

jo, das ist schon klar,
dass die Tankuhr über Masse bespielt wird,
aber der Tank oder Geberflansch haben
mitunter keine saubere Verbindung zur Karosse..

und dann wirds putzig..

Daher erwähnte ich ja auch die Tankbefestigungen.

Geber mit zwei Anschlüssen kenne ich nicht. Ab welchem Mj. gab's die, beim Käfer?

Geber mit zwei Anschlüssen gibt es in der Tat.
Ab Bj. 03.70, die haben zwei, Masse (Gehäuse) und Plus zum Konstanter.

Diese Geber haben dann auch zwei Schwimmer Arme mit der Kugel.
Die älteren nur einen Schwimmer Arm mit dem Tonnenförmigen Schwimmer.

Mich hat es nicht in Ruhe gelassen und ich musste unbedingt den Einfluss der Schrauben auf das Problem der Tankanzeige weiter untersuchen. Um es kurz zu fassen: das Problem kommt und geht tatsächlich mit der einer Schraube am Geber, unter der eine kupferne Unterlegscheibe ist. Mache ich die Schraube locker, geht die Nadel ganz nach links. Mache ich sie wieder fest rein, geht die Anzeige nach rechts. Interessanterweise ist das Nachrechtsgehen unterschiedlich schnell: mit Zündschlüssel geht sie schnell, mit dem Herstellen des Kontakts über Schraube geht sie sehr langsam. Seltsam. Ich verstehe das nicht. Hat jemand eine plausible Erklärung dafür?

Und da gibt noch ein unverständliches Phänomen: erreicht die Nadel die Mitte (der Tank ist tatsächlich ungefähr halb voll), beginnt sie eine leichte hin- und her Bewegung. Das Auto steht dabei ganz ruhig. Wenn ich es absichtlich wackele, hat das keinen Einfluß auf die Tanknadel. Warum ist das so? Vielleicht ist der Widerstand im Geber doch etwas „abgenutzt“?

Ich all das mit Videoaufnahmen dokumentiert und mit Untertiteln kommentiert und stelle es hier rein. Das meditatives Zuschauen der Bewegung einer Tanknadel ist sicher nichts für nervenschwache Genoßen. Also eher nicht für den Kollegen AEG47. Also wer will, bitte anschauen, aber nicht gucken und nachher meckern. 😉

https://youtu.be/aMLPkAl46Ug?si=Axq3jPTLgc-hGCsE

https://youtu.be/jjFMzA8lj-E?si=4YYiQsz9KxGT3NTi

EDIT Ich habe die Kontaktstelle, die Unterlegscheibe und die Schraube natürlich gereinigt. An dem Gewinde der Schraube gab es Grünspan. Kommt wohl von dem Kupfer. Das zweite Video ist nach der Reinigung.

T
T
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@schleich-käfer ,deine Bemerkung über meine Person hättest du dir ersparen können oder biste wieder auf einige grüne Daumen scharf ?
Ich könnte jetzt einiges beitragen zum verhalten der Tankanzeige ,bringt aber nichts da du es nicht verstehen würdest.
Wenn man von nix ne Ahnung hat sollte man keine Kommentare zur Sachkunde verfassen.
Hier im Käferforum haste wohl ne Sonderstellung , in jedem anderen Forum hätte man dich schon längst angezählt.

Anzählen macht mir nichts aus. Grüne Daumen sammle ich nicht. Bemerkung zu Deiner Person hatte keinen bösartigen Hintergrund, sollte nur als Warnung vor "sensiblem Material" dienen, der Dich wieder zu einem unnötigen Kommentar verführen könnte. Hast Du ja schon ein paar mal gemacht in letzter Zeit. Aber egal.

Ich weiß, dass Du auf dem Gebiet der Elektrik ein echter Experte bist. Wenn es Dir nichts ausmacht, einem Ahnungslosen doch noch etwas zu vermittlen, mache es bitte. Lass es zumindest versuchen.

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