Die Tankanzeige war kaputt
Der Orangene
Am Samstag in den Käfer eingestiegen, Motor an: die Tankanzeige rührt sich nicht von der Stelle. Klebt ganz links. Dezentes Klopfen auf den Tacho aus dem Innenraum und aus dem Kofferraum, ganz leicht auch auf den Konstanter hat nichts geholfen. Davor zuletzt vor ca. 2 Wochen gefahren war noch alles in Ordnung. Seit dem an dieser Stelle nichts gebastelt. Das einzige was seit dem anders wurde: ich habe in den Kofferraum einen leeren 20 l Metallkanister gelegt. Er lag nicht direkt auf dem Tank, sondern dazwischen waren zwei gefaltete Umzugsdecken. Also recht weich und vor allem dick. Dadurch konnte das Kabel vom Geber also nicht gequetscht werden. Ich bin trotzdem zum Treffen nach Worms gefahren, weil ich wusste, dass der Sprit noch locker für hin und zurück reicht.
Ich habe natürlich Korb und Etzold studiert und im Netz gelesen. Das Ergebnis meiner Untersuchungen: Die Sicherung, bei mir die Nummer 12, also ganz recht, ist OK. Alle anderen auch OK. Den Kabelschuh am Tacho vom Geberkabel ein paar Mal ab- und eingesteckt hat nichts gebracht. Das gleiche am Tank am Geber. Auch nichts.
Dann das Kabel vom Geber zum Tacho ausgebaut und mit dem Multi durchgepiepst. Es piepst, also Kontakt ist da. Eigentlich war ich heute am Auto, weil ich den Geber-Test machen wollte, also das Kabel am Geber abziehen und an Masse halten. Wenn dann die Tankanzeige nach rechts geht, ist der Geber kaputt. Aber ich dachte, bevor ich das mache, gucke ich noch nach den Schrauben. Also den Schraubendreher an die fünf Schrauben vom Geber am Tank oben - und ich konnte jede ca. 1/8 Umdrehung weiterdrehen. Ich würde es nicht lose nennen, aber da konnte man halt etwas drehen. Stand ja überall, dass es da manchmal Probleme gibt mit Kontakt.
Dann drehe ich den Schlüssel und die Tankanzeige bewegt sich immer noch nicht. Dabei stelle ich fest, dass ich nach vorne rolle, weil ich die Kupplung gedrückt habe - Instinkt halt, ich drehe den Schlüssel fast immer, um Motor zu starten und wenn ich Motor starte, drücke ich immer die Kupplung (obwohl der Gang ist immer raus). Da die Handbremse am Stellplatz immer runter ist, rollt er halt langsam etwas nach vorne. Dann drücke ich schnell das Bremspedal, er bleibt ruckartig stehen und JETZT geht die Tankanzeige nach rechts, so wie immer. Der Zustand ist jetzt dauerhaft. Ich habe dann noch am Kabel gewackelt, aber die Nadel blieb immer da wo sie war, in dem Fall in der Mitte.
Übrigens, ich habe daran gedacht, und das 12 V-Kabel von der Zündspule abgezogen. 🙂 Ich wollte das in Ruhe machen, habe dabei die Kamera an der Türscheibe montiert und den Tacho gefilmt. Es heißt ja immer, die Zündspule hat überhitzen und sich auskotzen.
Und jetzt eine Frage an alle, die ihre Glaskugel grade frisch aus der Überholung abgeholt haben: was war das los? Waren es wirklich die 5 Schrauben vom Geber schuld daran? Warum hat es nach nicht gleich funktioniert, sondern nach dem Brems-Ruck? Gut, das war jetzt vielleicht 1.5 s, aber ich behaupte, ich würde die Bewegung der Tanknadel in der Zeit schon erfasst. Oder alles nur Zufall und da ist was anderes faul?
42 Antworten
Man kann störende Benutzer auch einfach auf "ignorieren" setzen. Das habe ich schon bei einigen gemacht.
Drunter sind auch welche, die normalerweise hilfreiche Beiträge leisten, aber bei bestimmten Themen sich besser zurückhalten sollten. Schade, der Wert des Forums wird deutlich gemindert.
War das als Hinweis für mich gemeint? Ich setze keinen auf ignore. Und schon gar nicht AEG. Nur weil er sich genervt fühlt und manchmal (!) einen sarkastischen Kommentar hinterlässt? Mich macht das nicht heiß, es ist nur unnötiges Rauschen.
Zitat:
@AEG47 schrieb am 17. September 2024 um 17:37:58 Uhr:
@schleich-käfer ,deine Bemerkung über meine Person hättest du dir ersparen können oder biste wieder auf einige grüne Daumen scharf ?
Ich könnte jetzt einiges beitragen zum verhalten der Tankanzeige ,bringt aber nichts da du es nicht verstehen würdest.
Wenn man von nix ne Ahnung hat sollte man keine Kommentare zur Sachkunde verfassen.
Hier im Käferforum haste wohl ne Sonderstellung , in jedem anderen Forum hätte man dich schon längst angezählt.
Anzuzählen wärst hier wohl eher Du, mit Deiner ständig schnoddrigen, patzigen und untergriffigen Art.
Schenks Dir einfach. Interessiert genau niemanden.
Zitat:
@schleich-kaefer schrieb am 17. September 2024 um 16:20:04 Uhr:
Hat jemand eine plausible Erklärung dafür?
Du bist wahrscheinlich der erste und einzige, der das überhaupt observiert hat.
Wenn Du noch den originalen, mechanischen Konstanter drin hast, gäbe es eine. In dem Teil ist ein Ofen und ein Thermostat. (Heizwicklung und Bimetall-Kontakt.) Und was an Strom durch den "Ofen" geht, bestimmt die Eingangsspannung. Nur die, über den Widerstand der Heizwicklung.
Der "Thermostat" macht jetzt regelmäßig auf und zu (ca. 2 bis 5 Zyklen pro Sekunde), um den "Ofen" auf gleichbleibender Temperatur zu halten, denn damit weiß man: auch wenn vor dem "Konstanter" unterschiedliche Eingangsspannungen vorhanden sind, durch das "auf und zu" des Kontaktes wird das, was hinten rauskommt, im Mittel einigermaßen gleichbleibend sein. Man muss halt die Null-Zeiten und die Voll-Zeiten miteinander verrechnen.
Und das, was dann gleich bleibt, schickt man in Serie durch Tankuhr und Geber. Die Schalterei dämpft die Nadel der Anzeige schon selbst, so dass man die nicht 5 mal pro Sekunde hin und her hauen sieht.
Wenn Du die Zündung neu einschaltest, ist das ganze Ding kalt und wird vielleicht ein paar Zyklen lang langsamer laufen, mit größerem Ein-Anteil. Wenn Du den Geber bei eingeschalteter Zündung dranhängst, ist das Teil schon auf Betriebstemperatur.
Die Tankuhr selbst, alleine, ist bei ca. 170 mA Dauerstrom an "1/1". Dafür braucht sie ca. 3,2 V. Alles andere ergibt sich.... wobei da fast alles nicht oder nur halbwegs linear geht. (Also bitte nie an 12V direkt halten, das schafft die nicht lange zu ertragen.)
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Was für eine tolle Erklärung! Danke Robo! Im Prinzip habe ich es verstanden, obwohl ich die Funktionsweise des Konstanter mit seinem Heizer und Bimetall in Details nicht erklären könnte. Da mein Konstanter noch ein Metallgehäuse hat, könnte Deine Annahme tatsächlich zutreffen.
Noch einmal Danke!
Und was für eine Ehre zum Erstobservator! 🙂
Zitat:
@Robomike schrieb am 17. September 2024 um 20:55:40 Uhr:
Zitat:
@schleich-kaefer schrieb am 17. September 2024 um 16:20:04 Uhr:
Hat jemand eine plausible Erklärung dafür?
Die Tankuhr selbst, alleine, ist bei ca. 170 mA Dauerstrom an "1/1". Dafür braucht sie ca. 3,2 V. Alles andere ergibt sich.... wobei da fast alles nicht oder nur halbwegs linear geht. (Also bitte nie an 12V direkt halten, das schafft die nicht lange zu ertragen.)
Man liest im Netz, dass man zum Test das Kabel von Geber abnimmt und an Masse hält. Zu finden z.B. hier: https://...gekuehlten-aus-hardert.de/.../...Tankanzeige-einstellen.pdf
Zitat: „Um herauszufinden ob der Konstanter (kleiner Kasten welcher hinten, am Tacho angeschraubt ist) heile ist, zieht man einfach das Kabel vom Tankgeber ab und stellt eine Verbindung gegen Masse her. Also mit Hilfe eines Drahtes, Kabels, aufgeklapptes "Schweizer-Taschenmesser" (Messer und Schraubendreher) den Kabelschuh mit der Karosserie verbinden. Nun sollte die Tanknzeige auf "voll" stehen und voll ausschlagen.“
Ist es nicht genau das Vorgehen wovor Du warnst? Dann läuft das nämlich ohne den Widerstand im Geber. Oder darf man das halt maximal für eine Sekunde ausprobieren oder zwei?
Zitat:
@schleich-kaefer schrieb am 17. September 2024 um 23:46:23 Uhr:
Ist es nicht genau das Vorgehen wovor Du warnst?
Nein, weil man damit eben nur den Widerstand des Gebers überbrückt. Der Konstanter (der - ausgemittelt(!!!)) ca. 5,x V zur Verfügung stellt, bleibt ja drin.
Das ist zwar auf Dauer immer noch (zu) viel, aber nicht gleich tödlich.
Wenn Du Dir den Geber mal genauer anschaust: letztlich sind es nur drei, vier Windungen des Widerstandsdrahtes, wo der Schleifkontakt nicht hinkommt, die verhindern, dass dort genau das gleiche passiert.
Ich warnte eher vor der Idee, am ausgebauten Tacho mal einfach 12V an die "Meßuhr" anzulegen. Das Ding ist technisch näher an einem Amperemeter als an einem Spannungsmesser.
Danke Robo für Deine Geduld und die Antwort. Sie generiert bei mir gleich zwei neue Fragen 🙂
Zitat:
@Robomike schrieb am 18. September 2024 um 06:47:24 Uhr:
Zitat:
@schleich-kaefer schrieb am 17. September 2024 um 23:46:23 Uhr:
Ist es nicht genau das Vorgehen wovor Du warnst?
Nein, weil man damit eben nur den Widerstand des Gebers überbrückt. Der Konstanter (der - ausgemittelt(!!!)) ca. 5,x V zur Verfügung stellt, bleibt ja drin.
Das ist zwar auf Dauer immer noch (zu) viel, aber nicht gleich tödlich.
1. Wenn ich es dennoch mache, was geht drauf? Tankanzeige oder Konstanter? Kann der Konstanter überhaupt bei 12 V durchbrennen? Ich denke nicht, oder?
2. Wie lange muss man es dran halten, dass es dann doch tödlich ist? Sekunden? Minuten?
zu 1.) Der Konstanter wird mit 12V betrieben. Oder mit 7. Oder mit 15. Es ist sein einziger Job, damit klarzukommen. Was man hinten an den Ausgang hängt, ist ihm auch fast egal - es ist ein Schaltelement, ähnlich wie z. B. der Unterbrecherkontakt. Der will keine Funken und der will nicht festbrennen - letzteres kann passieren, wenn man versucht, einen Kurzschluss an den Ausgang zu hängen. Also statt Tankanzeige und Geber eine Verbindung nach Masse - das wird ihn recht schnell töten.
Und wenn er dann festgebrannt ist, dann kommt die Antwort auf Frage 2.
Der Konstanter macht nicht mehr offen, man fährt so mit 13,4V Bordspannung durch die Gegend.
Der Tank ist voll, der Geber ist am oberen Ende und hat ca. 10 Ohm, die Tankuhr selbst hat ungefähr 15. Ergibt einen Strom von einem guten halben Ampere. Das ist immerhin das Doppelte dessen, was die Nadel ans rechte Ende bringt.
Naja, bei diesen Werten verheizt die Anzeige dann 4,5 Watt, und der Geber 3 Watt. Wie lange das gut geht probiere ich nicht aus. Gut möglich, dass es gar nichts schadet, aber man weiß von welchen, denen es die Tankuhr gekillt hat.
Wenn der Konstanter jetzt aber funktioniert und effektiv 5.5V liefert, und Du den Geber überbrückst mit der überall beschriebenen Methode, hast Du nur die 15 Ohm von der Tankuhr drin (es mögen sogar 18 sein, nagel mich nicht fest), und das miteinander gibt dann 0,37 A. Also deutlich weniger. Entsprechend 2 Watt.
Das sollte das Ding wohl abkönnen.
Aber das ganze Geschwafel meinerseits hier beruht, glaube ich, darauf, dass wir uns mißverstehen. Die Testmethode ist völlig okay. Mir gings darum, dass Du nicht auf die Idee kommen solltest, den Konstanter zu entfernen, den Geber auch, und dann direkt am Tacho mit 12V zu probieren, nach dem Motto: mal sehen. Aber sogar das könnte gutgehen. Vielleicht.
Relativ häufig brennt auch der Geber durch, nämlich dann, wenn der Draht dünngeschliffen ist. Da machste dann nix und brauchst die Testmethode.
Zitat:
@Trendliner08 schrieb am 16. September 2024 um 15:38:45 Uhr:
Sorry, da muss ich passen. Ich kenne die "PowerSpark" nicht.Du könntest einen Test machen in dem du die Zündung einschaltest, für mehrere Minuten, wenn der Motor
kalt ist, und dabei bleiben, die Zündspule in, ich sag mal Minuten abständen anfassen ob sie warm und wärmer wird.Falls ja weißt du es.
Ich habe vergessen zu erwähnen, dass ich diesen Test gemacht habe, als ich gestern minutenlang die Tanknadel beobachtet habe. Die Zündspule blieb ganz kalt. Das finde ich super. Kann jetzt bedenkenlos die Zündung an lassen. Danke für den Tipp!
Zitat:
@schleich-kaefer schrieb am 19. September 2024 um 00:10:05 Uhr:
Zitat:
@Trendliner08 schrieb am 16. September 2024 um 15:38:45 Uhr:
Sorry, da muss ich passen. Ich kenne die "PowerSpark" nicht.Du könntest einen Test machen in dem du die Zündung einschaltest, für mehrere Minuten, wenn der Motor
kalt ist, und dabei bleiben, die Zündspule in, ich sag mal Minuten abständen anfassen ob sie warm und wärmer wird.Falls ja weißt du es.
Ich habe vergessen zu erwähnen, dass ich diesen Test gemacht habe, als ich gestern minutenlang die Tanknadel beobachtet habe. Die Zündspule blieb ganz kalt. Das finde ich super. Kann jetzt bedenkenlos die Zündung an lassen. Danke für den Tipp!
Bitte schön.
Zitat:
@Robomike schrieb am 18. September 2024 um 20:33:45 Uhr:
zu 1.) Der Konstanter wird mit 12V betrieben. Oder mit 7. Oder mit 15. Es ist sein einziger Job, damit klarzukommen. Was man hinten an den Ausgang hängt, ist ihm auch fast egal - es ist ein Schaltelement, ähnlich wie z. B. der Unterbrecherkontakt. Der will keine Funken und der will nicht festbrennen - letzteres kann passieren, wenn man versucht, einen Kurzschluss an den Ausgang zu hängen. Also statt Tankanzeige und Geber eine Verbindung nach Masse - das wird ihn recht schnell töten.Und wenn er dann festgebrannt ist, dann kommt die Antwort auf Frage 2.
Der Konstanter macht nicht mehr offen, man fährt so mit 13,4V Bordspannung durch die Gegend.
Der Tank ist voll, der Geber ist am oberen Ende und hat ca. 10 Ohm, die Tankuhr selbst hat ungefähr 15. Ergibt einen Strom von einem guten halben Ampere. Das ist immerhin das Doppelte dessen, was die Nadel ans rechte Ende bringt.
Naja, bei diesen Werten verheizt die Anzeige dann 4,5 Watt, und der Geber 3 Watt. Wie lange das gut geht probiere ich nicht aus. Gut möglich, dass es gar nichts schadet, aber man weiß von welchen, denen es die Tankuhr gekillt hat.Wenn der Konstanter jetzt aber funktioniert und effektiv 5.5V liefert, und Du den Geber überbrückst mit der überall beschriebenen Methode, hast Du nur die 15 Ohm von der Tankuhr drin (es mögen sogar 18 sein, nagel mich nicht fest), und das miteinander gibt dann 0,37 A. Also deutlich weniger. Entsprechend 2 Watt.
Das sollte das Ding wohl abkönnen.
Aber das ganze Geschwafel meinerseits hier beruht, glaube ich, darauf, dass wir uns mißverstehen. Die Testmethode ist völlig okay. Mir gings darum, dass Du nicht auf die Idee kommen solltest, den Konstanter zu entfernen, den Geber auch, und dann direkt am Tacho mit 12V zu probieren, nach dem Motto: mal sehen. Aber sogar das könnte gutgehen. Vielleicht.
Relativ häufig brennt auch der Geber durch, nämlich dann, wenn der Draht dünngeschliffen ist. Da machste dann nix und brauchst die Testmethode.
Danke Robo für ausführliche Erklärungen! Das mit 12 V direkt an die Tanknadel habe ich verstanden. Den Rest muss ich mir noch ein paar Mal durch den Kopf gehen lassen und melde mich wieder. 🙂
Sehe ich auf dem Foto den Drahtwiderstand vom Geber?