C180-Gebrauchtpreise im freien Fall?
Ich überlege, mir in einigen Monaten einen C200 Exclusive Automatik als Jahreswagen zu kaufen. Bei mobile.de beginnen sie derzeit bei knapp 34.000 Euro.
Interessehalber schaute ich vorhin, wo entsprechende C180 liegen und fiel fast vom Stuhl: Sie beginnen bereits bei gut 27.000 Euro. Einer ist erst 9 Monate alt und liegt bereits 40% unter seinem Listenpreis - und das ist kein Ex-Mietfahrzeug!
40% gibt es beim C200 bei Weitem nicht - warum verliert der C180 so viel an Wert? Ist er irgendwie unbeliebt? Ich meine, ich persönlich könnte mich z.B. nicht mit seinem 1,6-Liter-Motor anfreunden. Aber irgendwie reizt der niedrige Preis dann doch - aber auch wiederum nicht, wenn man dann ein Auto hat, das weiter so enorm an Wert verliert.
Beste Antwort im Thema
Hallo,
den hohen Verlust kann ich nachvollziehen. Eine Erklärung: die Märkte sind einfach zu voll und die Autos bis auf einige Ausnahmen sind zu teuer (Neupreis/Listenpreis).
Beispiel: Mein Vater kaufte 1970 einen Mercedes 200 (heutige E-Klasse) für 12.000 DM (fast ein Jahr Lieferzeit) - Er war "normaler" Angestellter und verdiente ca. 13.000 DM netto im Jahr, hatte noch Ersparnisse und zahlte wie üblich in bar.
Heute kostet die C-Klasse mit etwas Ausstattung rund 50.000 € - mein Firmenwagen C 220 (S 205) EZ 12.2014 kostete 51 T €
Das Durchschnittseinkommen liegt heute bei ca. 34.000 € brutto! Das ist auch ein Indiz für überteuerte Fahrzeugpreise (gilt natütlich auch für BMW, Audi etc.)
Ein Beispiel für einen fairen Neupreis damals/heute: 1983 kaufte ich einen Fiat Uno für 14.000 DM, heute kaufe ich einen Fiat Punto mit viel besserer Ausstattung für rund 9.000 € Neupreis!
Irgendwie sind die Preise für die Kategorie C-Klasse und co. davon galoppiert, Privat würde ich für meine C-Klasse in drei Jahren nicht mehr wie 16.000 € bezahlen. Die hohen Neupreise funktionieren auch nur, weil entweder geleast oder finanziert wird.
Fazit: Privat einen Neuen zu kaufen ist reine Geldverbrennung!
Einen schönen Abend noch
52 Antworten
Ich habe mich damals für einen Wunschvorführer entschieden, allerdings keinen 180er sondern 200er.
Der finanzielle Vorteil ist enorm, und mir kam es bei Abholung nicht so vor einen Gebrauchtwagen in Empfang zu nehmen. Für mich war das die richtige Entscheidung
Moin,
ja, das wissen wir Neuwagenkäufer: "Der erste Pups im Sessel ist der teuerste ! 😉
Spass beiseite und hier meine Rechtfertigung für die Anschaffung eines Neuwagens: Der Wagen ist recht neu am Markt und die Auswahl ist daher recht noch gering. Ich habe es alles versucht mit meinem Verkäufer aber nichts war verfügbar so wie ich es konfiguriert haben wollte. Es gab zwei Wagen die annähernd das hatten was in meinem Lastenheft stand dafür aber Ausstattungen die ich nicht wollte.
Am Ende des Tages kam mein Wunschauto sogar noch günstiger als die Vorführer.
Und wie TUERBOY schon treffend bemerkte: Ich persönlich freue mich sehr mit den Neuwagenkäufern. Nicht ganz uneigennützig, denn nur durch sie ist es möglich fantastische Junge Sterne kaufen zu können. Wenn man dann noch einen erwischt, der eine entsprechende Pflege und Zuneigung von einem Fanboy erhalten hat, ist doch alles bestens.
Ich denke mal, dass ein Wagen der Privat und neu gekauft wird i.d.R. in einem sehr gepflegten Zustand (wenn ich da mal von mir ausgehe) wieder auf den Markt kommt verglichen mit einem aufbereiteten Leasingrückläufer oder Vorführwagen.
Also, in diesem Sinne
FBSHH
Grundsätzlich würde ich würde niemals zugunsten eines Autos auf irgendwas anderes verzichten. Denn da fällt mir sofort folgendes Zitat aus Fight-Club ein : " Alles was du besitzt, besitzt irgendwann dich".
Jeder soll Autos kaufen, wie er möchte. Eine Wertanlage sind unsere Mercedes eh nicht, im Gegenteil ! Ende letzten Jahres wurden 204er Vorführ-bzw. Geschäftswagen mit unglaublichen Nachlässen verkauft, quasi Neuwagen.
Das wird in Zukunft nicht anders.
...und das hier
https://www.youtube.com/watch?v=LPXWUreH9nQ
zum Thema Vorführwagen........
Sorry, habe ich gerade gefunden und der Wagen ist natürlich in Privatbesitz, ahäm.
LG
FBSHH
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Zitat:
@Knuffeli schrieb am 26. Januar 2015 um 07:58:29 Uhr:
Ich habe mir nun den Spass gemacht einen heutigen W205 - C250 mit dem damaligen E190 Evolution zu vergleichen. Die Motorenleistung ist so ziemlich gleich.Mein Fazit: Somit sind die Fahrzeuge von MB über die Jahre eher günstiger als extrem teurer geworden.
Der Vergleich hinkt gewaltig. Der EVO war ein Sondermodell das in kleinen Stückzahlen gebaut wurde. Auch wenn die Leistung heute mit einem Standart 250er vergleichbar ist damals war das etwas außergewöhnliches und entsprechend teuer.
Als Vergleich könntest du nur einen 230 heranziehen. Der hat zwar erheblich weniger Leistung entspricht aber ungefährt der Klasse die heute ein 250er abdeckt.
Gruß Tobias
Wieso hink der Vergleich?
Es ging mir vor allem um den Preis der Sonderausrüstungen. Die Grundausstattung war im E190 Evolution, trotz Sondermodell auch nicht viel besser als im E190 1.8. Ich hätte den Vergleich auch mit jedem anderen Modell des Babybenz machen können, nur wäre dann der Preisunterschied noch höher ausgefallen.
Ich wollte hier nur annähernd aufzeigen, dass die heutigen Preise vom W205 im Vergleich zu den Preisen zum W201 stark gesunken sind, wenn man den Preis ohne zusätzliche Optionen vergleicht. Mann bekommt heute bei MB erheblich mehr für sein Geld für ein Fahrzeug nur in Grundausstattung, da sehr viele SA's heute serienmässig sind. Trotzdem kann man den Wagen mit den neuen SA's preislich wieder recht nach oben treiben.
Tatsache bleibt, müsste man alle SA's, die heute im W205 serienmässig verbaut sind zusätzlich bezahlen, so wie das damals beim W201 noch war, so wären ca. rund zusätzliche CHF 20'000.00 auf den Ladentisch zu legen.
Dieses Resultat finde ich einfach erwähnendswert, da ich über diese Preisentwicklung sehr erstaunt und erfreut war.
Sternengruss
Jörg
Hi,
der Vergleich hinkt deswegen weil der 190 EVO damals vergleichbar ist mit dem C63 heute 😁
es kommt auch immer darauf an welche Berechnungsgrundlage man anwendet. Z.B. das Jahreneinkommen im Vergleich zum Neupreis.
Ein 190er hat in Deutschland im Jahr 1985 ungefähr 28-30tDM gekostet bei einem Jahreseinkommen von rund 35tDM.
Heute kostet ein Basis C180 rund 33t€ bei einem durchschnittlichen Jahreseinkommen von 35t€
Natürlich ist ein Basisfahrzeug von heute erheblich besser ausgestattet so das man durchaus von einem Gleichstand der Preis von vor 30 Jahren und heute sprechen kann.
Problem ist nur die Reallohnentwicklung sieht ganz anders aus. 1985 ~ 1300€ und 2015 ~ 1550€. Die Entwicklung in diesem Bereich ist in den letzten Jahren erschreckend.
Während sich in den 80er Jahren ein Normalverdiener durchaus einen 190er leisten konnte wenn er das wollte ist das heute kaum noch möglich.
In der Schweiz kann das aber völlig anders aussehen,Deutschland ist bei der Entwicklung der Reallöhne schon lange Schlußlicht in Europa.
Gruß Tobias
Zitat:
@zkiss schrieb am 25. Januar 2015 um 23:54:29 Uhr:
Fazit: Privat einen Neuen zu kaufen ist reine Geldverbrennung!Einen schönen Abend noch
...dem ist so ! Und deshalb fahre ich als langjähriger Mercedes Liebhaber immer ältere Gebrauchte.
Da ist der Wertverlust am geringsten. Auch wenn mal eine Reparatur ansteht.
Zitat:
@Turbotobi28 schrieb am 28. Januar 2015 um 09:04:32 Uhr:
...
Während sich in den 80er Jahren ein Normalverdiener durchaus einen 190er leisten konnte wenn er das wollte ist das heute kaum noch möglich.Gruß Tobias
In den 80ern konnte ein Normalverdiener keinen 190er fahren. Hat auch keiner gemacht.
Normalverdiener fuhren bestenfalls Golf in Sparversion mit Minimalmotorisierung.
Genau so wie heute.
Was ist schon Normal? 8 EUR Mindestlohn. Friseure weniger wie die Bundestagsabgeordneten. Nehme ich den Durchschnitt der beiden Berufsgruppen verdienen die vermutlich nicht so schlecht. Und genau das ist das Problem mit dem Durchschnitt.
Die Fußballspieler oder auch die Dax Vorstände treiben den Schnitt schön hoch :-)
Deshalb ist es eher egal was ein Normalverdiener bekommt. Ich weiß ich bekomme weniger wie ich verdiene :-)
Man braucht einfach nur zu gucken wie teuer war ein Mercedes heute und früher und das gleiche dann noch beim Golf und als Vergleich vielleicht noch ein Frühstücksei :-)
Vermutlich ist das Ei über die Jahre das teuerste geworden :-) Oder Benzin
Lebensmittel waren noch nie so billig wie heute. Und speziell Eier kosten heute vielleicht ein zehntel von dem was sie inflationsbereinigt in den 50er Jahren gekostet haben.
Der Durchschnittsverdiener hat heute etwas über 34.000€. Davon lässt sich gerade mal der besagte Golf in der Basisversion kaufen und unterhalten.
Aber vergleiche mal den heutigen Lebensstandard mit dem der 80er Jahre. Dann aber lieber heute.
Zitat:
@warnkb schrieb am 28. Januar 2015 um 17:13:15 Uhr:
Lebensmittel waren noch nie so billig wie heute. Und speziell Eier kosten heute vielleicht ein zehntel von dem was sie inflationsbereinigt in den 50er Jahren gekostet haben.Der Durchschnittsverdiener hat heute etwas über 34.000€. Davon lässt sich gerade mal der besagte Golf in der Basisversion kaufen und unterhalten.
Aber vergleiche mal den heutigen Lebensstandard mit dem der 80er Jahre. Dann aber lieber heute.
Ich nehme an 34 tausend brutto??
Zitat:
@warnkb schrieb am 28. Januar 2015 um 17:13:15 Uhr:
Lebensmittel waren noch nie so billig wie heute. Und speziell Eier kosten heute vielleicht ein zehntel von dem was sie inflationsbereinigt in den 50er Jahren gekostet haben.Der Durchschnittsverdiener hat heute etwas über 34.000€. Davon lässt sich gerade mal der besagte Golf in der Basisversion kaufen und unterhalten.
Aber vergleiche mal den heutigen Lebensstandard mit dem der 80er Jahre. Dann aber lieber heute.
liegt sogar etwas darunter, aber mit 34k brutto kauft man sich kein neues Auto, da sind eher die 5 jährigen Gebrauchten ein Thema