Blaue Plakette

BMW 3er F31

Hallo,

diese Frage richtet sich nur an die Nutzer, die ihren BMW gekauft haben, nicht geleast (Euch dürfte das eher nicht tangieren 😉 )

Ich überlege evtl. einen Touring (F31) 330d zu kaufen. Allerdings hab ich heute morgen wieder gelesen, dass nun doch konkreter über die blaue Plakette nachgedacht wird. WIe sieht das bei Euch aus? Gedenkt Ihr Euren Diesel evtl. deswegen zu verkaufen? Ich frage mich halt deshalb, weil dann mein aktueller Touring (E91) 330d sicher um einiges weniger wert sein dürfte, wenn man zu lange wartet. Auf der anderen Seite, wenn die Euro 5 Diesel vielleicht auch die blaue kriegen...

Alles momentan sehr schwammig und einfach nervig. Danke Merkel... äh VW! 😁

Wie ist Eure Meinung dazu? Locker weiter aus der Hose atmen, oder seinen Euro 5 Diesel jetzt verkaufen, und dann Benziner F31? Oder wird der Euro 6 Diesel die Blaue bekommen? Ist der neue 30d Euro 6? Weiß das grad gar nicht...

Beste Antwort im Thema

Zitat:

@MartinBru schrieb am 15. Dezember 2016 um 13:13:57 Uhr:


Ich fühle mich gar nicht als Engel, sondern bin mir durchaus bewusst, dass das reiner, unverantwortlicher Luxus ist und noch viel weniger Verbrauch möglich wäre. Trotzdem belaste ich die Umwelt weniger als jeder 1.0 TSI Polo und verbrauche weniger (in Geld) als ein 320d.

Das glauben die E-Auto Freaks wohl immer noch. Doch die Realität sieht leider anders aus. Bis so ein Ding hergestellt ist, wurden Unmengen an elektronischen Bauteilen hergestellt und das unter Einsatz von seltenen Erden und anderen netten Sachen, die nur unter unfassbar dreckigen und umweltbelastenden Bedingungen gefördert werden können. Nur mal zum Einlesen:
http://www.sueddeutsche.de/auto/zwiespaeltige-umweltbilanz-e-autos-dreckiger-als-gedacht-1.2748493

Und am Ende des Autolebens muss der ganze Kram dann mühsam wieder als Elektroschrott entsorgt werden; wieder mit massivem Energieeinsatz. Aber ist ja egal - gutes Umweltgewissen um jeden Preis.

Zitat:

@MartinBru schrieb am 15. Dezember 2016 um 13:13:57 Uhr:


Vielen Dank. Nachdem ich so gut wie nie mehr als 300km am Tag fahre, ist das zu 99,99% die eigene Wallbox.

Dir wünsche ich auch gute Fahrt und dass es keine Umweltzonen mit Dieselverbot gibt. 😁

Schön, dass Du eine eigene Wallbox hast. Das kann sich aber nur ein ganz kleiner Teil der künftigen E-Auto Fahrer leisten, denn die meisten anderen sind Laternenparker. Und was sollen die machen, bevor eine ausreichende Ladeinfrastruktur überall(!) vorhanden ist? Abends das Verlängerungskabel aus dem Küchenfenster werfen? Schöne Vorstellung...

Zitat:

@MartinBru schrieb am 15. Dezember 2016 um 13:13:57 Uhr:



Das ist sicher auch was dran. Nach dem Tesla drehen sich - im Moment - noch mehr Leute um, als nach dem 911 Cabrio mit Sportauspuff. 😉

Deswegen habe ich ihn mir aber sicher nicht gekauft. Es ist einfach das unbeschreibliche Gefühl des Elektroantriebs: lautlos, ohne Schaltgetriebe und mit Instant Torque. Beweisen muss niemandem mehr etwas. Ich hatte schon genug tolle Autos in meinem Leben. 😉

Und dass es ein Hype ist, sehe ich nicht so. Wenn es leistbar wird, wird das der Standardantrieb und alles andere wird exotisch. Glaubst du dass ich 150.000 EUR für etwas ausgeben würde, von dem ich nicht zu 100% überzeugt bin? 😁

Die Ausführungen der E-Fanboys hier erinnern mich ein bisschen an Ex-Raucher. Früher an jeder Ecke gequalmt und jetzt zum militanten Nichtraucher mutiert, der jeden belehrt, der sich 'ne Fluppe anzündet. Darf man den Begriff Gutmensch vor lauter PC-Gesabbel noch verwenden? Hier wäre ich geneigt, es zu tun.

Das Ganze dann noch garniert mit Drohkulissen wie "Wenn das Fahrverbot für Euch Stinker kommt, bin ich fein raus, denn ich kann mir das E-Auto heute schon leisten."

Schon fast pathologisch, was hier manche zum Besten geben.

So, das musste jetzt sein.

Die Zeit der E-Autos, H2-Antriebe usw. wird kommen, das ist keine Frage. Doch bis es zum Massenphänomen wird, sind noch einige Anstrengungen zu bewältigen. Der Übergang muss auch "sozialverträglich" gestaltet werden, denn dass das (E-)Autofahren nur noch für Besserverdienende möglich sein soll, würde gewaltige gesellschaftliche Spannungen auslösen. Insofern werden auch "Stinker", "Dinos" und wie auch immer die E-Fanboys es bezeichnen mögen noch eine Weile im Straßenbild verbleiben müssen.

Danke und BTT

616 weitere Antworten
616 Antworten

keiner redet von Wochen oder Monaten. Seit Jahren sind die schmutzigen Fakten des Diesel bekannt! Man hätte längst agieren können. Es will auch keiner von heute auf morgen alle Diesel verbieten. Dein Stufenplan macht schon Sinn, wie auch immer dieser dann konkret ausgestaltet wird. Technologien für sauberere Diesel gibt es (siehe AdBlue bei LKW), Technologien für alternative Antriebe gibt es auch. Jetzt heisst es, endlich mal richtig Gas zu geben und weiter in die richtige Richtung forschen, entwickeln und produzieren. Der Verbrenner wird sterben, eher früher als später. Nun kann man rumjammern oder die richtigen Schlüsse ziehen.

Wenn nicht bald was entschieden wird, gibt es nichts mehr zu entscheiden. Dann wird die Entwicklung Tatsachen schaffen und alle die dann noch ausschließlich Dieselmotoren bauen, werden den Weg des Dodos gehen.

Nokia, Kodak und die Autoindustrie in Detroit hat auch keiner verboten. Die Konsumenten kauften aber lieber das moderne, bessere, schönere.

Neue Anbieter werden attraktive Lösungen für die E-Mobilität schaffen und wenn die E-Autos billig sind, gut aussehen, an jeder Ecke geladen werden können, bessere Fahrleistungen haben und auch eine Reichweite, die 95% der Fahrten abdeckt und so ganz nebenbei auch nicht stinken, dann werden einfach so nur noch maximal 5% Diesel verkauft, ganz ohne Verbot.

"Die Konsumenten kauften aber lieber das moderne, bessere, schönere."
Da hast du recht, und genau DARUM geht es. Es ist aber angesichts des R.I.P Problems (Reichweite - Infrastruktur - Preis) schwierig das schnell zu lösen. Dafür bedarf es einer großen Anstrengung, nenne es meinetwegen Anschubfinanzierung.Aber das dann mächtig und nicht halbherzig. Aber die Miklliarden gehen ja immer in die sogenanten Sozialen Wohltaten. 10 Mrd für Flüchtlinge sind rasch vorhanden (das ist jetzt keine politische Hetze!!!), aber mal 5 oder 10 Milliarden für 5 oder 10 Jahre für so´n Anschub... Nix...
Schau doch die bescheuerten 3000 Euro Förderung für den Hybrid: komplett verpufft, weil das nicht mal 10 Prozent Ersparnis sind. Keine 5000 Anträge....Und die Hälfte davon soll der Händler machen, aber die spart er an anderen Rabatten wieder ein. Bleiben also maximal 1500-2000 Rabatt netto. Kein Argument sich zb einen fast 40.000 Euro teuren 225xe hinzustellen. Ein winziger 3i kostet (mit REX) ebefalls deutlich über 35.000 Euro. Für die Hälfte davon gibt es schon feine Verbrenner, und da der Kauf im Jetzt stattfinden muss kaufen sich die Leute eben die (vermeintlich) günstigeren Autos.
Ich halte den Hybrid zudem für den ab-so-lut falschen Weg. Besser wären "umgekehrte Hybride", also E-Autos mit einem Notmotörchen, das unterwegs nachladen kann oder mit dem man sich zur Not motorisch bis zur nächsten Ladestation schleppen kann. Denn "Akku alle" heisst Ende Gelände, du kommst nicht einem Meter mehr vom Fleck: Abschleppwagen....
DAS ist der Alptraum aller, die sich ansonsten durchaus Elektomobilität vorstelllen können.
Ich zb würde das sofort machen, vorausgesetzt der Preis wäre konkurrenzfähig. Da die E-Motoren Massenware und robotisch in Minuten zusammengebaut sind, aber ein Benzinmotor etliche Tausende kostet, dazu das Getriebe, könnte das die Kosten für die teuren Batterien finanziell durchaus auffangen.
Wie gesagt: es muss ein evolutionärer Prozess sein der vom Kunden ausgeht. In deinem Beispiel könnten es auch Segel- und Dampfschiffe gewesen sein. Die Segler wurden ja nicht verboten, die Dampfer waren einfach besser.
Und sobald die E-Autos wirklich BESSER sind als Spritautos gehen die weg wie warme Semmeln.
PS: ich lege mir demnächst ´nen "Muskelhybriden" zu (Pedelec). Macht Spaß

So sieht die Realität aus:

http://www.n-tv.de/.../...erm-und-schlechter-Luft-article18930496.html

Ähnliche Themen

Diese Realität ist mir immer noch lieber als die die Du im Bild siehst. http://cdn2.spiegel.de/.../...8251-breitwandaufmacher-swjb-1028251.jpg
Du tust ja grad so als müsstest du morgen sterben. Die Realität für die meisten Menschen ist nicht die dreckige Großstadt, sondern die Kleinstadt und die ländlichen Gebiete. Ich zb wohne (gottseidank) in einer ländlichen Residenzstadt am Stadtrand, Einbahnstraßendreieck, da fahren nur 3 Anlieger am Tag vorbei. also sagen wir mal 10 oder 12 Fahrten vor meinem Haus. Statistisch also alle Stunde mal EINER.
Das Schmutzproblem liegt nicht in erster Linie an den Autos, sondern an der (Groß-)Städtischen Grundstruktur, die zur Schmutzballung führen MUSS: Ohne Verkehrsmittel, egal welche, sind sie unbewohnbar wie ein 200m-Hochhaus ohne Lifte. Radikale Denker forderten schon vor langer Zeit dass es kostenlosen Transport in den Städten geben soll, horizontal eben, analog zu den vertikalen Lifts der Hochhäuser. Zetern kann jeder, aber man darf dabei eben nicht die Grundprobleme vergessen. Würdfesrt du denn als Lösung füer die Großsrtädte deren (meionetwegen langsame) Vernichtung propagieren? DAMIT ließen sich nämlich auch manche Probleme lösen. Negative Folge dann aber: Landschaftsverbrauch und Zersiedelung mit neuen Verkehrsproblemen die sich dann eben auf die Fläche ausdehnen.
Es gibt niemals die eine, richtige, saubere Lösung, da kannst du Beispiele in meinen anderen Beiträgen nachlesen
Wie sagte schon in Vater: Du kannst dich drehen wie du willst, der Arsch bleibt immer hinten.

P.S.: EIN Beispiel sei mir erlaubt.. Der schöne Starnberger See. Da hat man die Nitrateinleitung unterbunden weil das ja zu Algenblüte und anschließendem "Umkippen" des Gewässers hätte führen können. Kläranlagen allerorten, keine Gülle auf die Felder rundum. Wunderbar: kein Nitrate mehr im Starnberger See.
Aber auch kein Fische mehr, zu sauber, keine Nahrung für die Fische. Die Seefischer: Pleite. Klar was ich meine?

Zitat:

@buggeliger schrieb am 25. Oktober 2016 um 16:58:47 Uhr:


Es ist aber angesichts des R.I.P Problems (Reichweite - Infrastruktur - Preis) schwierig das schnell zu lösen. Dafür bedarf es einer großen Anstrengung, nenne es meinetwegen Anschubfinanzierung.

Das kommt nur auf die Definition von schnell an. In ein paar Jahren kann viel passieren.

Lies dir mal die ersten paar Antworten in diesem Thread durch, als angekündigt wurde, dass es bald gratis Ladestellen für Fernreisen geben wird.
http://www.motor-talk.de/.../tesla-supercharger-netzwerk-t4277510.html

Da waren sich alle einig, dass das nie gehen wird. Das ist jetzt ziemlich genau 4 Jahre her und mittlerweile gibt es ca. 700 dieser Supercharger.

Jetzt fördert die EU die Errichtung einer Ladeinfrastruktur und so gut wie jedes Stadtwerk und viele private Firmen bauen Ladenetze. Schau mal auf https://de.chargemap.com/ wieviele es davon schon gibt.

Ein ZOE kostet wenig mehr als ein Polo und die Reichweite steigt im Halbjahrestakt. Bald wird es keine Förderung mehr brauchen und die Leute werden freiwillig E-Autos kaufen, weil sie besser die Anforderungen abdecken. Zuerst vielleicht nur als Zweit- oder Drittauto, aber das ist nicht mehr aufzuhalten.

Auch die deutschen Hersteller haben das erkannt und kündigen auf einmal ganze Modellreihen von E-Autos an. Aber erst für irgendwann nach 2020. Hoffen wir, dass es für den Autostandort Deutschland dann nicht zu spät ist.

Mit schnell MEINTE ich ein paar Jahre. Das sollte ja auch aus meinem "StufenplanS für die Diesel klar gewroden sein. Im übrigen rennst du bei mir offene Türen ein.
Die siebenhundert Stromtankstellen sind natürlich ein Witz verglichen mit 15.000 normalen Tankstellen die wir im Moment haben. das ist 1:20!!
Und wenn das funktionieren soll werden wir deutlich mehr als 15.000 Zapfstellen brauchen, rechne realistisch mal mit der zehnfachen Zahl (Ladedauer berücksichtigen! Dauert länger als 5 min)
Bezahlen? Nicht mal in Deutschland gibt es eine einheitliche Karte dafür, was machst du im Ausland? Rundreise Österreich - Italien - Frankreich? Ops? Das sind die täglichen Abenteuer. Werden behoben? Ja wenn das so einfach ist warum IST das dann noch immer so?! Warum nicht mit der EC-Karte bezahlen? Du wirst in Frankreich niemals mit einer deutschen Stromkarte tanken können, da kannst du deine Oma drauf verwetten.
Und solange ich nicht sicher sein kann dass ich überall tanken kann und ankomme, werde ich dieses Abenteuer nicht suchen. Ich bin bald 70 und für sowas bin ich einfach schon... ja, zu alt. Mit 30 kannst du noch zur Not im Auto pennen, ich kann das nicht mehr, und will es auch gar nicht 🙂

Ich bin absolut Pro-Elektro und steige lieber heute als morgen um. Aber noch fehlt ein richtiges Angebot. Der Opel Ampera E ist der erste richtige Schritt. Und es werden weitere folgen.
Die Infrastuktur ist denke ich das kleinste Problem. Das bekommt man in den Griff.

Die Infrastuktur ist denke ich das kleinste Problem. Das bekommt man in den Griff.
jo, aber WANN ?!
Ohne vorhandene Infrastruktur werd ich den Teufel tun und mich darauf einlassen, und so denke Millionen! Das führt dann dazu dass ohne Kunden auch keine Infrastruktur aufggebaut werden wird. Verstehst du das? Verstehst du wie die denken (müssen!). Die Stromkonzerne leben davon den Strom zu verkaufen, und wenn keine oder zu wenige Kunden da, sind bauen sie auch keine Ladestationen. So einfach ist das.
Aus dem Grund hat die Bahn die Autoreisezüge und die Schlafwagen aus dem Programm genommen. Lohnt nicht, weg damit. Da kannst du jammern wie du willst: das wird so nix. Willst du die ÖKO-Diktatur die dann jeden Stromanbieter zwingt, in jeder Stadt X Stationen pro 100 Einwohner zu bauen? Und die auch noch schön verteilt? Und alle bezahlen, auch die die nicht dort gar nicht laden. Und Anschubsubventionen? OK, bezahlen dann alle über die Steuern, auch die Oma, die gar kein Auto besitzt. Bis sie es, in welcher Form auch immer, zurückbekommt, als Lebens- oder Gesundheitsqualität, liegt sie schon längst unter der Erde. Euren Optimismus in alle Ehren, aber naiv muss man nicht sein. Wie ich immer sage: Scheiß-Realität 🙂

Zitat:

@buggeliger schrieb am 25. Oktober 2016 um 18:47:36 Uhr:


Die Infrastuktur ist denke ich das kleinste Problem. Das bekommt man in den Griff.
jo, aber WANN ?!

Dieses Thema wird hier ausgiebig diskutiert:

http://www.motor-talk.de/.../...arkt-ohne-saft-und-kraft-t5844895.html

Zitat:

@buggeliger schrieb am 25. Oktober 2016 um 18:18:56 Uhr:


Die siebenhundert Stromtankstellen sind natürlich ein Witz verglichen mit 15.000 normalen Tankstellen die wir im Moment haben. das ist 1:20!!

Du vergisst die ca. 15.000.000 Ein- oder Zweifamilienhäuser, die es in Deutschland gibt. So gut wie jeder von denen hat eine Garage oder zumindest einen Abstellplatz mit Stromanschluss. Das ist Faktor 1:1000 😉

Den größten Teil der Fahrten könnten diese Menschen schon heute durchführen ohne überhaupt bei einer "Tankstelle" laden zu müssen. Die sind längst wieder zuhause, bevor der Akku leer ist. Am nächsten Tag ist das Auto wieder voll. Dieses Feature hätte ich bei meinem Diesel auch gerne.

Einzige Herausforderung ist die Infrastruktur in den Städten. Perverserweise wird es wahrscheinlich dort wo es am meisten stinkt am längsten dauern, bis es sinnvolle Konzepte für das Laden der Laternenparker gibt.

Zitat:

@buggeliger schrieb am 25. Oktober 2016 um 18:47:36 Uhr:


Das führt dann dazu dass ohne Kunden auch keine Infrastruktur aufggebaut werden wird. Verstehst du das? Verstehst du wie die denken (müssen!). Die Stromkonzerne leben davon den Strom zu verkaufen, und wenn keine oder zu wenige Kunden da, sind bauen sie auch keine Ladestationen.

Zum Glück denken viele Stromkonzerne nicht so Henne-Ei-problematisch wie du. Der Verbund z.B. pflastert gerade Österreich mit Ladestationen zu, die zu 99% frei sind, wenn ich eine sehe. Die stehen auf Supermarktparkplätzen und in Hotelgaragen und vor Restaurants.

Das ist eine Wette auf die Zukunft, denn sie wissen genau von der Problematik, die du beschreibst, aber sie sagen nicht "da kann man nichts machen", sondern sie gehen in Vorleistung und legen mal die ersten Eier, damit die Hennen kommen. Oder so ähnlich. 😁

Zitat:

@MartinBru schrieb am 25. Oktober 2016 um 19:16:44 Uhr:



Zitat:

@buggeliger schrieb am 25. Oktober 2016 um 18:18:56 Uhr:


Die siebenhundert Stromtankstellen sind natürlich ein Witz verglichen mit 15.000 normalen Tankstellen die wir im Moment haben. das ist 1:20!!

Du vergisst die ca. 15.000.000 Ein- oder Zweifamilienhäuser, die es in Deutschland gibt. So gut wie jeder von denen hat eine Garage oder zumindest einen Abstellplatz mit Stromanschluss. Das ist Faktor 1:1000 😉

Ich habe beim Thema E-Mobilität auch schon feststellen müssen, daß diese Stromanschlüsse bei Diskussionen zum Thema oftmals unterschlagen bzw. ignoriert werden, weil allein diese Tatsache schon etliche festgefügte Weltbilder zum Einsturz bringen würde.

Es sind weniger. Viel weniger! Wier wärs mit bißchen rechnen?!
Gerade in den wichtigen Ballungsgebieten mit Wohnblockbebauung hat zwar jeder Strom in der Bude aber er kann ihn nicht zum Laden nutzen. Erklär mir mal wie? 100 Kabel aus den Fenstern, im Winter also Fenster Spalt offen? Und über den Gehsteig? Kabeltrommeln wenns 100 m weg sein muß?

Du übersiehst das es damit ein durchaus gesellschaftliches Problem gibt. Wer schön, wie ich zb im eigenen Haus mit Garage und Stellplatz wohnt hats einfach, zumal er eher zu denen gehört die sich ein neues E Auto leisten können. Meine Tochter wohnt zwar in einer Doppelhaushälfte, kann aber, da hinterer Teil nicht mit dem Auto vor die Tür, die hats 20 m bis zur Straße, wenn sie an der Gartentür parken könnte. Geht nicht.
Der Arbeiter mit 1500 netto, der in einer billigen Mietwohnung in der Stadt leben muss, kann sich das Auto weder leisten, noch im Zweifel laden. Nimm dem den alten Golf Diesel weg, dazu eine ungünstige Anbindung in irgendein Dorf wo er arbeitet, und wo nur 3x am Tag ein (Schul-)Bus fährt.. Eine Überstunde und er kann hinter der Werkbank sein Nachtlager aufschlagen. Er ist total aufgeschmissen, der kann gleich einpacken: er kommt nicht mal aus der Stadt raus! Die Öffis werden das nie bewältigen können, es sei denn man investiert Dutzende Milliarden da hinein. Schöne neue Welt die du da zauberst: die Wohlhabenden können da mitmachen, die Benachteiligten kriegen noch nen extra Schlag auf die Birne.

Denkt doch mal die Konsequenzen zu Ende, statt immer nur naiv "das klappt schon" zu sagen. Es wird nicht klappen, read my lips, und dann schreien alle, dass die "doofen unfähigen" Politiker das mal wieder nicht hinbekommen. Am lautesten werden dann d i e schreien, die es mal wieder nicht kapiert haben!....
Das alles muss organisch geschehen und nicht revolutionär. Als Zwischenschritt sind E-Autos nur mit REx vorstellbar, um eine sichere Not-Mobilität zu gewährleisten. OK das sind dann vielleicht erst mal nur 80 Prozent Reduktion, aber besser 80 als fast nix, weil keiner mitmachen will. Rein technisch lassen sich gar nicht genug solcher Autos bauen, um den Bedarf zu ersetzen. VW baut 10 Millionen Autos im Jahr. Lass es 1 Million e-Autos sein, dann dauert selbst DAS Szenario noch fast Jahrzehnte. Auch hier ist dann ja noch der Bedarf für den Ersatz von E-Autos für E-Autos dazu zu rechnen, denn das werden ja auch wegen Verschleiß jedes Jahr mehr sein, das geht auf Kosten des Gesamtwachstums
So und nun könnt ihr argumentieren wie ihr wollt, ich werde mich nicht mehr daran beteiligen, mir ist die Zeit dazu zu schade euch etwas zu sagen, das ihr nicht hören oder verstehen w o l l t . Es passt euch nicht in den Kram, und alles was da nicht rein passt wird halt abgelehnt. Da kann man Argumente bemühen so viele und so gute man will. Nutzt nix

Diese Verhinderer-Rhetorik belustigt mich immer wieder. Jedes der "Argumente" wurde bereits mehrfach auseinander genommen. Und dennoch kommen sie immer wieder.

Woran liegt das? Können die alle nicht lesen? Vernebelt die Angst ums heiligs blechle die Sinne? Steht wirklich für so viele Menschen der irrwitzige Anspruch immer und überall mit seiner karre hinzukommen über dem grundgesetzlichen Recht auf körperliche Unversehrtheit?
Ich weiß es nicht...

@buggeliger
Ich gebe dir da vollkommen recht. Das mit den ganzen Ladetankstellen funktioniert nicht. Und das betrifft nicht nur die weniger "Betuchten", sondern im Grunde fast alle Leute, die in einer Wohnung leben. Ich kann mich zwar glücklicherweise zu jenen mit überdurchschnittlichem Vermögen und Einkommen zählen und dennoch haben meine Freundin und ich uns dazu entschieden in einer Stadtwohnung zu leben. Ich kann UND will als Unternehmensberater trotzdem nicht auf das Auto verzichten, weder geschäftlich, noch privat (z.B. gibt es auch gar keinen passenden ÖPNV zum Sportverein für mich).

Meiner Meinung nach kann es eigentlich nur eine einzige Lösung geben, die auch halbwegs nachhaltig ist - und zudem eine Weiterverwendung von Tankstellen ermöglicht: Die sieht so aus, dass man genormte wechselbare Akkus entwickelt (gerne 2-3 in unterschiedlichen Stärken für Stadt, Sportwagen, etc.), die man an der Tanke auswechseln kann. Und die Tanke ist für den Ladeaufgang der vorliegenden Akkus verantwortlich bzw. man kann auch selber die Akkus an Ladestationen tanken (z.B. für diejenigen mit einer am Haus). Wie klingt das? Das Problem könnte also innerhalb kürzester Zeit vom Tisch sein, wenn Politiker, Hersteller und Tankstellen zusammenarbeiten würden. 😉

Die jetzigen E-Auto-Entwicklungen finde ich dagegen 1) teuer und 2) unpraktisch (Leistung und Reichweite sowie Ladung).

Ähnliche Themen