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Bedenken Leasingrückläufer

VW Passat
Themenstarteram 19. Mai 2021 um 21:17

Guten Tag,

habe von einem Bekannten Leasingrückläufer-Händler die Möglichkeit einen Passat relativ günstig zu erwerben. Kilometerstand ist bei ca 75000 EZ Mitte 17, Preis etwas über 14000€. Ein Jahr Garantie mit voller Lohnkostenerstattung und 60% des Materialpreises falls etwas sein sollte.

Jetzt die Frage:

Vorbesitzer war eine Firma, genauer genommen eine Versicherungsgesellschaft und wurde wahrscheinlich im Außendienst benutzt. Würdet ihr den Wagen kaufen? Oder kann man davon ausgehen dass der oft getreten wurde und dementsprechend die Haltbarkeit nicht besonders gut ist? Das Auto sollte schon 5 Jahre bzw. 100.000km ohne sehr teure Reparaturen halten.

Oder würdet ihr in meinem Fall eher empfehlen 8000€ draufzulegen und einen Golf 8 Variant als Reimport kaufen?

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35 Antworten

Bei einem Gebrauchtwagen steckst du nie drin. Und egal ob Firmen, Privat Leasing oder Privatkauf und Finanzierung der Erstbesitzer weiß in 99% aller Fälle das er den Wagen nach 3-4 Jahren ab gibt.

Also gib ihm ;)

Ist heutzutage aber eher weniger das Problem, die Mechanik ist solide und verträgt auch ruppige Behandlung recht gut.

Macht sich dann höchstens jenseits der 300/400tkm bemerkbar.

75tkm in 4 Jahren sind aber recht wenig für einen Firmenwagen, da kann man schon vermuten das relativ viele kürzere Strecken dabei waren (in der Stadt von Kunde zu Kunde!?)

Oder Abteilungsfahrzeug das jeder nach Bedarf ausleihen kann.

Vielleicht eher einen 3 jährigen mit 100-120tkm für das gleiche Geld, der ist mehr Langstrecken gelaufen was für den Verschleiß her positiv ist. Man steckt aber auch hier nicht drin, ist da ein "junger Wilder" gefahren oder ein Erfahrener Außendienstler der weiß das gleichmäßiges Fahren kaum langsamer aber viel Stressfreier ist.

Bei einem modernen Diesel noch dazu wahrscheinlich mit DSG musst du aber vor 200tkm schon mit einigem teuren Verschleiß oder Reparaturen rechnen. Da steckt so viel komplexe Technik drin vor allem im Bereich ABgasreinigung da muss man immer mal mit teuren Fehlern rechnen.

Keine Bedenken.

Ich hab schon mehrere gehabt - auch mein Mokka ist einer.

Im Normalfall durchlaufen die Fahrzeuge bei Rücknahme einen umfangreichen Fahrzeugcheck .

Themenstarteram 19. Mai 2021 um 21:56

@Turbotobi28

Danke dir für deine Einschätzung. Ja ist ein Diesel, allerdings mit Gangschaltung. Sind die heutzutage so anfällig?

Denkst du ein Benziner ist langlebiger heutzutage?Hab noch ein Angebot von einem CNG Golf dem TGI mit 30000km - denkst du da hab ich länger was von?

Zitat:

@Klauserhart123 schrieb am 19. Mai 2021 um 21:56:04 Uhr:

@Turbotobi28

Danke dir für deine Einschätzung. Ja ist ein Diesel, allerdings mit Gangschaltung. Sind die heutzutage so anfällig?

Denkst du ein Benziner ist langlebiger heutzutage?Hab noch ein Angebot von einem CNG Golf dem TGI mit 30000km - denkst du da hab ich länger was von?

Anfällig ist relativ, moderne Fahrzeuge auch Benziner oder Gaser sind eben vollgestopft mit Elektronik, Sensoren, Steuergeräte usw.

Viele laufen auch 200tkm ohne größere Probleme aber wehe es kommt was dann wird es oft sehr teuer.

Ich habe mir jetzt auch einen modernen Downsize Benziner gekauft mit massig potentiellen Fehlerquellen. Fährt sich wirklich angenehm aber ich kann auch nur hoffen das sich das am besten niemals endet.

 

In den nächsten Jahren steht bei mir auch neues Familienauto an das ich eigentlich auch gerne viele Jahre halten will, und derzeit hätte ich aktuell eigentlich nur bei einem Toyota Hybrid ein richtig gutes Gefühl. Die sind technisch relativ einfach und haben ihre lange Lebensdauer vielfach unter Beweis gestellt.

Ob es bei mit selbst dann so einer wird weiß ich aber auch noch nicht.

am 19. Mai 2021 um 23:00

Ich habe mir jetzt schon dreimal solche Fahrzeuge gekauft und alle drei waren gut. Ein Passat B7 2.0 TDI Handschalter mit 103 Kilowatt und 175.000 Kilometer beim Kauf und 50.000 Kilometer später in der Familie weitergegeben. Keinerlei Reparaturen am Antriebs- und Abgassystem.

Ein Passat B8 2.0TDI DSG mit 110 Kilowatt und 225.000 Kilometer und jetzt 250.000 Kilometer, bisher keine Reparaturen außer Kleinigkeiten.

Sharan 7N 2.0 TDI Handschalter mit 103 Kilowatt und 130.000 Kilometer und bisher keinen Reparaturen.

Ich würde mir keinen großen Kopf machen.

Zitat:

@Turbotobi28 schrieb am 19. Mai 2021 um 21:44:25 Uhr:

1. Bei einem Gebrauchtwagen steckst du nie drin.

2. Und egal ob Firmen, Privat Leasing oder Privatkauf und Finanzierung der Erstbesitzer weiß in 99% aller Fälle das er den Wagen nach 3-4 Jahren ab gibt. Also gib ihm ;)

3. Ist heutzutage aber eher weniger das Problem, die Mechanik ist solide und verträgt auch ruppige Behandlung recht gut. Macht sich dann höchstens jenseits der 300/400tkm bemerkbar.

4. 75tkm in 4 Jahren sind aber recht wenig für einen Firmenwagen, da kann man schon vermuten das relativ viele kürzere Strecken dabei waren (in der Stadt von Kunde zu Kunde!?)

Oder Abteilungsfahrzeug das jeder nach Bedarf ausleihen kann.

5. Vielleicht eher einen 3 jährigen mit 100-120tkm für das gleiche Geld, der ist mehr Langstrecken gelaufen was für den Verschleiß her positiv ist. Man steckt aber auch hier nicht drin, ist da ein "junger Wilder" gefahren oder ein Erfahrener Außendienstler der weiß das gleichmäßiges Fahren kaum langsamer aber viel Stressfreier ist.

Also so ein bisschen möchte ich doch da meinen Senf dazu geben ...

1. Richtig. Egal in welchem.

2. Diese Herleitung dagegen halte ich für gewagt und auch so pauschal nicht richtig. Nicht jeder, der fremdes Material nutzt ist ein mörderischer Fahrer

3. Wenn der falsche Fahrer unterwegs war, würde ich da allerdings früher die Folgen verorten. Wesentlich früher.

4. Auch das ist pauschal quatsch. Firmenwagen werden nicht nur an km-schrubbende Außendienstler gegeben oder als Poolschlampe genutzt. Ich behaupte, der Anteil der Fahrzeuge die einfach nur ein MA aufgrund seiner Position bekommt um damit morgens ins Büro auf den reservierten Parkplatz zu gondeln, abends nach Hause und ansonsten seinen privaten Erledigungen nachzugehen ist außerordentlich hoch. Übrigens haben wir drei Firmenwagen - gerade einer davon fährt pA auch nur die 18750km des Beispielfahrzeugs (aber auch das nur privat, weil die Position eben keine Kundenbesuche oder besonderen Außentermine erfordert, wenn dann irgendwo in EU (ohne Corona), wo man dann eh fliegt oder Bahn fährt).

5. hier stehst Du im Widerspruch zu 2 - wo ja fast jeder "gib ihm" praktiziert. Hier gibt es dann doch den besonnenen Fahrer ... und den gibts tatsächlich öfter als man denkt, denn warum sollte ich mein Verhalten ändern? Die meisten fahren eben ohne sich Gedanken zu machen so wie sie immer fahren. Ich gehöre zu denen, die auf den "fremden" Wagen noch etwas mehr aufpassen, nix spitzes einladen, dreifache Decke legen damit der Hund nix hinterlässt. Meine Frau macht einfach das was sie immer macht - tanken und fahren, Einkäufe irgendwie reinwürgen dass die Klappe noch zu geht, ab und an dem Mann sagen "oh Gott ist mein Auto wieder dreckig, den kann ich ja nicht mal mehr in der Firma zum waschen geben" - wie früher beim eigenen eben auch.

Wenn ich einen Rückläufer kaufen wollte, wäre meine Strategie folgende: ich ginge zum Verkäufer meines Vertrauens, mit dem ich seit Jahren einen netten Kontakt habe. Dem würde ich sagen, er soll mir alle empfehlenswerten Rückläufer durchgeben - er kennt seine Pappenheimer und weiß grob, wie die Autos im Regelfall behandelt werden und wie der Nutzer drauf ist. Und auf dem seine Empfehlung würde ich mich verlassen (können). Aber diesen vertrauenswürdigen Kontakt (evtl mit privatem Touch) muss man halt haben. Ansonsten gilt halt immer 1 - man steckt nicht drin. Aber auch da ist der nette kompetente und faire Händler für ein wenig mehr Kaufpreis evtl die klügere Wahl als der billigste - ich hatte zB noch nie Probleme, wenn der Wagen mal ein Problem hatte: "hey, den hast Du doch erst letztes Jahr mit neu TÜV gekauft, da sollten mit 8000 mehr die Bremsen noch nicht fertig sein, machen wir" zB. Oder nach über einem Jahr Wassereinbruch durch die Heckscheibe - ich wollte eigentlich nur wissen wie ich das beheben kann: "gib mir schnell den Schlüssel, trink nen Kaffee und warte ne 1/4h. Machen wir schnell, wir wissen genau was da los ist".

Riskant ist ein Leasingrückläufer meiner Meinung nach nur wenn es ein Poserauto oder Sportwagen war, die werden aus eigener Erfahrung absolut misshandelt. Muss natürlich nicht heißen, dass sie Probleme haben werden, aber das Risiko ist erhöht.

Bei einem Passat ist es wie mit Gebrauchswagen, da muss man einfach selbst mal drüberschauen und nachhaken.

Themenstarteram 20. Mai 2021 um 10:36

@Falkenheyn:

Das denke ich grundsätzlich auch - leider sind bei dem Anbieter momentan keine Probefahrten möglich. Allerdings hat der Händler einen sehr guten Ruf und es gibt ein TÜV Gutachten sowie eine einjährige Garantie. Wäre dir das trotzdem zu riskant?

@CivicTourer Danke dir für deine ausführliche Antwort! Würdest du aufgrund deiner Erfahrungen eher zum Zugreifen raten oder nicht? Einen Passat mit guter Ausstattung gibt man ja normalerweise nicht jedem Mitarbeiter.

Es ist recht einfach, wer Angst hat, dass mit seinem Gebrauchtwagen vorher gefahren wurde, muss halt einen Neuwagen kaufen.

Ich lehne mich mal aus dem Fenster und sage 90% aller Gebrauchtwagen um 3 Jahre sind Leasing und Mietwagenrückläufer, ergo sie rollen millionenfach über deutsche Straßen. Wenn der Aufbereiter seinen Job versteht, siehst du dem Auto auch vorhergehende Misshandlungen nicht an.

Es ist und bleibt ein Glücksspiel.

am 20. Mai 2021 um 10:42

Zitat:

@Fett_Esser_Boy schrieb am 20. Mai 2021 um 10:41:28 Uhr:

 

Es ist und bleibt ein Glücksspiel.

Ja, aber mit äußerst geringem Risiko.

Zitat:

@S_C_R_A_M_B_L_E_R schrieb am 20. Mai 2021 um 10:42:32 Uhr:

Zitat:

@Fett_Esser_Boy schrieb am 20. Mai 2021 um 10:41:28 Uhr:

 

Es ist und bleibt ein Glücksspiel.

Ja, aber mit äußerst geringem Risiko.

Absolut ich dachte das geht aus meinem Post hervor.

Ich meine was bringt es wenn du ein absolut scheckheftgepflegtes Auto von Karl Heinz Jahrgang '40 kaufst, der bei jedem Kaltstart erstmal ordentlich auf dem Gas stehen bleibt, weil er das seit Vergaserzeiten immer schon so macht. Auf dem 2km Weg zum Bingoabend aber jeden Bordstein mitnimmt und die ganze Zeit mit schleifender Kupplung fährt?

Zu Erst, wenn man zu viele Bedenken bei einem Gebrauchten hat, muss man neu kaufen ...

Habe Verwandte mit Firmenwagen, ... ca. 6 Leute, davon würde ich nur von einem das Auto nicht nehmen, ist doch ein gutes Verhältnis...?

Der eine fährt wirklich nach dem Motto mir doch egal nach 1-2 Jahren steht der neue vor der Tür, Tankkarte ohne Limit und die Werkstatt wird es schon richten, so lange gibt es halt den Ersatzwagen ...

Aber von den 5 anderen würde ich die Wagen sogar blind kaufen, die sindalle in größeren Firmen wo es ein Fuhrparkmangment gibt ... rasen oder dreist fahren, Nein, die sind auf ihren Führerschein angewiesen und jedes kleinste Verwarngeld würde erstmal zum Fuhrparkparkmanagment/Firma geleitet, das möchte man natürlich nicht, also fährt man grundsätzlich recht anständig ...;)

Außerplanmäßige Werkstattbesuche, wegen Beschädigung, Unfall oder zu hohem Verschleiß, möchten die auch nicht, weil das bedeutet in die Werkstatt, Wagenübergabe, Ersatzwagen = Zeit = Stress:. wollen die auch nicht...

Dann müssen/müssten die wohl selbst wegen Kleinigkeiten, wärend der Nutzung und bei Abgabe, eine Art Bericht über Beschädigungen/Mängel schreiben = Stress:.

Also Primärziel ist bei denen so wenig wie möglich Stress:D mit dem Wagen zu haben, also gehen die recht ordentlich mit dem Auto um...

Gibt halt die 1 Ausnahme, dem scheint das Spass zu machen, das ist meine persönliche Statistik...

Zitat:

@Klauserhart123 schrieb am 20. Mai 2021 um 10:36:18 Uhr:

 

@CivicTourer Danke dir für deine ausführliche Antwort!

1. Würdest du aufgrund deiner Erfahrungen eher zum Zugreifen raten oder nicht?

2. Einen Passat mit guter Ausstattung gibt man ja normalerweise nicht jedem Mitarbeiter.

1. das musst Du entscheiden für Dich alleine. Mein Weg wäre wie beschrieben zu einem Händler meines Vertrauens zu gehen und mich auf den halb zu verlassen (zur anderen Hälfte auf mich und mein Gefühl). Bewertungen im Netz sind für mich nicht entscheidend, mir ist egal wie Hans Meier (48) und Liesschen Müller (66) meinen behandelt worden zu sein. Es kommt auf mich als Kunde an, wie ich da Vertrauen empfinden kann und mich bedient fühle. Das kann ich jetzt nicht für Dich entscheiden - Du bist von Angebot bei Händler A begeistert, wo ich vielleicht nie kaufen würde oder umgedreht.

2. ich kenne das so: der MA mit DW-Anspruch hat eine Vorgabe, was er fahren darf. Innerhalb dieser Vorgabe sucht er sich was aus. Aber welche Position den genutzt hat, ist auch letztlich völlig egal. Ich kannte mal einen hohen Abteilungsleiter einer großen weltweit agierenden und bei jedem bekannten Firma für Haushaltswaren aus Kunststoff, der war innerhalb dieser Firma nicht irgendwer. Von dem hätte ich nie einen Wagen gewollt. Dagegen ist ein Kumpel von mir Kranbauer, der macht jede Reparatur/Wartung selber und geht nie in die Werkstatt - obwohl ich ein Scheckheft-Liebhaber bin, von DEM würde ich jeden Wagen blind nehmen. Es ist ein Fehler zu glauben, der Wagen wäre besser weil ihn der Herr Direktor oder die Frau Dr. gefahren hat, oder ein(e) Abteilungsleiter(in).

Ich kaufe seit einigen Jahren meine Fahrzeuge überwiegend als 3-4 Jahre alte Leasingrückläufer (oder Finanzierung ist beim Vorbesitzer ausgelaufen) mit 50 T bis 80 TKm. Die fahre ich dann 4 bis 5 Jahre und stoße sie wieder ab. Damit habe ich gute Erfahrungen gemacht (überschaubarer Wertverlust, wenig Verschleißreparaturen).

Die typischen Dienstwagen, wie z. B. der Passat, sind für harten Außendiensteinsatz konstruiert. Wenn Zustand und Preis passen, und ggf. eine gute Garantie dabei ist, spricht nichts gegen einen Kauf. Bei solchen Fahrzeugen tut dann auch mal ein Parkrempler o. ä. nicht so weh.

Für mich immer besser, als für 8.000 € Aufpreis einen jungen Golf 8 zu kaufen, der noch seine Kinderkrankheiten auskurieren muss.

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