B8 Variant mit 240 PS nur 238 km/h

VW Passat B8

Hallo,

also irgendwie bin ich etwas enttäuscht bzgl. der Fahrleistungen. Bei 240 PS hätte ich selbst mit Allrad und DSG mehr erwartet. Selbst der A6 mit 245 PS schaft trotz 130 KG Mehrgewicht die gleiche Beschleunigung und 243 km/h.

Nicht weltbewegend aber irgendwie doch schade.

Viele Grüße
borisk

Beste Antwort im Thema

Zitat:

Original geschrieben von febrika3


...Was mich überhaupt nicht interessiert ist, ob das Ding am Ende 0,3 Sekunden eher auf 100 km/h ist oder eine um 2% höhere Endgeschwindigkeit hat...

Servus!

NATÜRLICH ist das wichtig! Stell Dir mal vor Du könntest 50 km am Stück Vollgas fahren - dann bist Du bei 243 km/h schon nach 12 min 20 sec am Ziel - und bei den völlig inakzeptablen 238 km/h erst nach 12 min 36 sec! Was man bei dem Vorsprung alles machen kann - ein Haus bauen, ein Kind zeugen, einen Baum pflanzen - oder einen völlig sinnfreien Thread bei Motor-Talk starten!

Viele Grüße
Andy-Bundy

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Ad möglichem Grund 1: Den Normverbrauch senkt man normal mit einem länger übersetzten Getriebe. Bei der Automatik wäre es dann auch völlig egal, ob er bei beispielsweise 100km/h 1800U/min im 6. oder 7. Gang dreht (da wäre es wohl sogar besser wenn man einen länger übersetzten Gang zur Verfügung hat der bei 100km/h etwa nur 1500U/min dreht.

Ad Grund 2: Ja, das könnte sein, aber auch hier wieder - macht man sowas wegen 0,3 oder 0,5s, die man möglicherweise "raus holen kann"?

Ad Grund 3: Das kann ich einfach nicht nachvollziehen. Ich denke nicht, dass es für das Getriebe besser ist 240km/h mit gut 4000U/min zu fahren denn mit 3500.

Zitat:

@DerDukeX schrieb am 1. März 2015 um 18:52:24 Uhr:


Ad möglichem Grund 1: Den Normverbrauch senkt man normal mit einem länger übersetzten Getriebe. Bei der Automatik wäre es dann auch völlig egal, ob er bei beispielsweise 100km/h 1800U/min im 6. oder 7. Gang dreht (da wäre es wohl sogar besser wenn man einen länger übersetzten Gang zur Verfügung hat der bei 100km/h etwa nur 1500U/min dreht.

Nein, nicht ganz. Den

optimalsten

Verbrauch hat ein Motor immer bei einer bestimmten Drehzahl, sagen wir einfach mal 1.250 U/min. Je mehr Gänge Du hast und je enger diese abgestuft sind, desto näher kommst Du bei niedrigen Geschwindigkeiten an diese Drehzahl ran.

Lang übersetztes Getriebe
1.800 U/min -> 1.100 U/min
=> Motor muss bis 1.800 U/min drehen bis der nächste Gang eingelegt werden kann

Kurz übersetztes Getriebe
1.400 U/min -> 1.100 U/min
=> Motor muss nur bis 1.400 U/min drehen bis der nächste Gang eingelegt werden kann. Motor befindet sich näher an der fiktiven Wunschdrehzahl von 1.250 U/min und verbraucht damit weniger.

Dazu kommt, dass im NEFZ-Test nur ganz am Ende schneller als 70 km/h gefahren wird. Bei einer langen Übersetzung kommen die letzten 2-3 Gänge bis dahin gar nicht zum Einsatz und man muss den Großteil des Tests mit größeren Drehzahlsprüngen absolvieren. Das kostet ein paar %-Punkte. Wie gesagt, nur im NEFZ-Test, nicht in der echten Welt.

Zitat:

@DerDukeX schrieb am 1. März 2015 um 18:52:24 Uhr:


Ad Grund 3: Das kann ich einfach nicht nachvollziehen. Ich denke nicht, dass es für das Getriebe besser ist 240km/h mit gut 4000U/min zu fahren denn mit 3500.

Die Drehzahl des Motors ist dem Getriebe auch wurscht. Es geht um die Kraft (das Drehmoment), die das Getriebe übersetzen muss. Je höher diese liegt, desto größer ist auch der Verschleiß. Gleiches gilt für die Anzahl der Schaltvorgänge.

Die NEFZ Optimierung hat schon was.. wer sich mal ein Muscheldiagramm angesehen hat, weiss auch, dass das Verbrauchs-Optimum des Motors speziell beim beschleunigen nicht bei der niedrigsten Drehzahl liegt.

B&B erhöht die Leistung auf 300 PS.
http://autophorie.de/.../

Damit liegt die Literleistung über einen r18 e-tron quattro Le-Mans Prototypen-Rennwagen.
(3,7 Liter V6 TDI).

Aber 250km/h sind so machbar.

Zufrieden? Aber nicht meckern wenn nach 170.000km der Motor seine beste Zeit hinter sich hatte 🙂

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Zitat:

@icebeer87 schrieb am 1. März 2015 um 19:34:41 Uhr:



Zitat:

@DerDukeX schrieb am 1. März 2015 um 18:52:24 Uhr:


Ad möglichem Grund 1: Den Normverbrauch senkt man normal mit einem länger übersetzten Getriebe. Bei der Automatik wäre es dann auch völlig egal, ob er bei beispielsweise 100km/h 1800U/min im 6. oder 7. Gang dreht (da wäre es wohl sogar besser wenn man einen länger übersetzten Gang zur Verfügung hat der bei 100km/h etwa nur 1500U/min dreht.
Nein, nicht ganz. Den optimalsten Verbrauch hat ein Motor immer bei einer bestimmten Drehzahl, sagen wir einfach mal 1.250 U/min. Je mehr Gänge Du hast und je enger diese abgestuft sind, desto näher kommst Du bei niedrigen Geschwindigkeiten an diese Drehzahl ran.

So ganz stimmt das ja auch nicht. Es gibt ja so schöne

Diagramme

, die den spezifischen Verbrauch (g/kWh) darstellen. Der spez. Kraftstoffverbrauch ist immer Abhängig von Drehzahl und Last (in Form von Mitteldruck, Drehmoment oder spez. Arbeit). Da können sich dann, je nach Last, ganz unterschiedliche Drehzahlen als optimal herausstellen. Übringens zeigen die Diagramme auch sehr schön, dass Aussagen wie "Ein moderner TDI hat einen thermischen Wirkungsgrad von 40%" sehr zweifelhaft bzw. irreführend sind, weil er diesen Top-Wirkungsgrad nur bei einer ganz speziellen Last und Drehzahl hat.

Zitat:

@Cupkake schrieb am 1. März 2015 um 21:45:04 Uhr:


B&B erhöht die Leistung auf 300 PS.
http://autophorie.de/.../

Damit liegt die Literleistung über einen r18 e-tron quattro Le-Mans Prototypen-Rennwagen.
(3,7 Liter V6 TDI).

Aber 250km/h sind so machbar.

Zufrieden? Aber nicht meckern wenn nach 170.000km der Motor seine beste Zeit hinter sich hatte 🙂

Was soll das immer mit der Literleistung? Der Rennmotor ist so leicht und effizient gebaut wie vom Reglement nötig und noch durch etliche Reglementarien (Luftdurchsatz Energiemenge) beschränkt , der könnte weit mehr leisten. Der Straßenmotor ist durch nix begrenzt außer durch die Abgasvorschriften , also ein ganz anders Ziel.

Die Motoren sind nicht vergleichbar.

Außerdem ein Ford Fiesta 1.0 Dreizylinder Benziner leistet auch 125 PS / pro l und hält auch. Porsche schafft es sogar aus einem Sauger 125 PS / L zu zaubern. Eine Literleistung jenseits der 100PS/l wird immer weiter fortschreiten und hat bei richtiger Konstruktion auch keinen Einfluss auf die Lebensdauer.

Alte Motoren mussten auch noch mit Ölverdünnung, Fehlzündungen , schlechten Einspritzmengen usw kämpfen und das überleben, das muss ein heutiger Motor nicht mehr aushalten.

Nur das man bei der Literleleistung einen Diesel nicht mit einem Benziner vergleichen kann.

Natürlich kann man das , in einem Liter Diesel steckt mehr Energie als in einem Liter Benzin. Deswegen verbraucht ein Diesel ja auch weniger und deswegen darf der Benziner auf einer Runde in Le Mans auch mehr verbrauchen.

Zitat:

@goldengloves schrieb am 3. März 2015 um 21:36:10 Uhr:


Natürlich kann man das , in einem Liter Diesel steckt mehr Energie als in einem Liter Benzin. Deswegen verbraucht ein Diesel ja auch weniger und deswegen darf der Benziner auf einer Runde in Le Mans auch mehr verbrauchen.

Du hast das mit der Literleistung aber nicht gerade zufällig in eine völlig andere, etwas merkwürdige , Richtung uminterpretiert?

Bei Motorrädern ist die Speerspitze der in Großserie produzierten Supersportler inzwischen bei 200 PS pro Liter (reine Saugmotoren) angekommen. Für 300.000 km sind die jedoch nicht konzipiert und Dauervollast ist bei so einem Mopped im praktischen Betrieb eigentlich gar nicht möglich.

Du wirst ja jetzt nicht behaupten wollen Ford VW oder Porsche bauen keine vollgasfesten Motoren? Mit allen hier genannten Motoren kannst du nach Nardo gehen und 100000km Vollgas fahren , die werden alle halten.

Diese falschen Eindrücke gab es 20-25 Jahren auch als Saab mit den Turbos kam.

Zitat:

@goldengloves schrieb am 5. März 2015 um 09:11:25 Uhr:


Du wirst ja jetzt nicht behaupten wollen Ford VW oder Porsche bauen keine vollgasfesten Motoren? Mit allen hier genannten Motoren kannst du nach Nardo gehen und 100000km Vollgas fahren , die werden alle halten.

Meintest Du mich? Ich sprach von Motorradmotoren mit 200 PS/l. Da gab es vor Jahren mal einen Test (als die Dinger "nur" 180 PS hatten) auf eben genau auf besagter Nardo-Strecke. Nach einer Runde Dauervollgas (ca. 12 km) schmolzen die normalen, straßenzugelassenen Hinterreifen weg. Soll heißen. Selbst wenn man will und eine lange frei Bahn hat, kann man diese Moppeds nicht Dauervollgas fahren, weil man sonst ziemlich schnell mit Reifenschaden auf der Nase liegt.

Die Tester bekamen daraufhin speziell gebackene Hochgeschwindigkeitsreifen. Dann haben zwar die Reifen gehalten aber die Technik war der Belastung auf Dauer nicht gewachsen (Motor- und Getriebeschäden). Aprillia, KTM, Suzuki, MV und Yamaha haben die Testdistanz nicht überstanden. Nur die BMW und die Kawa hielten.

Erlaubt sei die Frage: Ab welcher Leistung haben Autoreifen mit ähnlichen Problemen zu kämpfen? Du sagtest, einen Porsche übersteht 100.000 km Vollgas (was ich bezweifle). Wie viel Kilometer packen das die Reifen?
Frage zwei: Bringt mir da 4Motion einen Vorteil oder hat ein B8 BiTurbo bei 240 km/h noch so wenig Schlupf, dass da die Haldex ohnehin noch trennt? Weiß das jemand?

Was hat nun der Reifen mit den Motoren zu tun? Es ging darum dass angeblich 120PS/l nicht haltbar sind. Und ich sage warum denn nicht dafür wurden die Motoren konstruiert (incl Reserve) . Reifen werden gewechselt wie ja auch nachgetankt werden muss

Zitat:

@rtzlwitz schrieb am 5. März 2015 um 16:20:07 Uhr:


Erlaubt sei die Frage: Ab welcher Leistung haben Autoreifen mit ähnlichen Problemen zu kämpfen? Du sagtest, einen Porsche übersteht 100.000 km Vollgas (was ich bezweifle). Wie viel Kilometer packen das die Reifen?

Beim Bugatti Veyron kann man glaube ich ca. 10 Minuten mit Vmax fahren. Dann ist der Tank leer und es braucht einen neuen Satz Reifen. Der kostet aber dafür auch nur so ca. 14.000€😉

Mit den Reifen darf man nicht länger als 15 min schneller als 400 km/h fahren. Das ist die Einschränkung vom Reifenhersteller. Gut, dass (wie du bereits erwähnt hast) der Tank nach 10 min Vollgasfahrt leer ist 😁 😁

Leon

Zitat:

@goldengloves schrieb am 5. März 2015 um 16:26:01 Uhr:


Was hat nun der Reifen mit den Motoren zu tun? Es ging darum dass angeblich 120PS/l nicht haltbar sind. Und ich sage warum denn nicht dafür wurden die Motoren konstruiert (incl Reserve) . Reifen werden gewechselt wie ja auch nachgetankt werden muss

Ich denke, wir reden aneinander vorbei. Ich wollte eigentlich auf 2 Dinge aufmerksam machen:

1. Es gibt Gebrauchsmotoren mit wesentlich höheren Literleistungen als die besagten 120 PS/l.

2. Ab einer gewissen Motorleistung wird es in der Praxis schwierig, dem Gerät Dauervollast abzuverlangen.

Bei Supersport-Moppeds sind es die Reifen, die einem da einen Strich durch die Rechnung machen. Mehr als 10 Minuten Dauervollast ist nicht. Insofern ist es fraglich, inwieweit der Hersteller sein Gerät auf eine Lastannahme trimmen muss, die im echten Leben nie eintreten wird.

Beim Auto ist das natürlich anders. Im Zweifelsfall muss man sich nur einen ausreichend fetten Anhänger mit scheunenartigem Aufbau hinten dran hängen und schon hat man Dauervollgas bei verkehrsverträglichen 100 km/h (been there, done that).

Wer sich freiwillig einen Anhänger an seinen Porsche hängen würde (Cheyenne mal ausgenommen) ist wieder eine andere Frage...

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