Autos der Politiker!

BMW 3er E46

Hallo zusammen,

habe gerade im aktuellen Focus gelesen, was unser Umweltminister Trittin für einen Wagen fährt. Einen Audi A8 4.2 quattro in der L Version. Ein Spritsparwunder.Die drei Staatssekretäre von ihm fahren in einem Mercedes S430 und zwei BMW 735i umher.

Verbrauchsangaben sind mit 15 bis 17,5 Liter innerorts angegeben.

Ein CDU Haushaltsexperte kritisiert, dass die Grünen für umweltfreundliche Motoren mit Erdgas- und biodieselbetrieb werben, wenn es aber um den eigenen Komfort geht, ist das egal.

Wenn ich so was lese, dann werde ich irgendwie wütend. Man sollte bedenken, dass der Umweltminister keinen Führerschein hat und sich hinstellt und sagt, dass der Liter Benzin ruhig 5 Mark kosten soll. 😠

Gruß Crime

99 Antworten

Zitat:

Original geschrieben von webstar


dabei sind mir die Grünen noch am wenigsten aufgefallen.

Ist ja auch klar, die waren ja vorher noch nie an der "Macht", aber lass sie mal ein paar Amtsperioden regieren, und du hast genug Steuerverschwender.

Früher haben dem Joschka seine Turnschuhe gereicht, jetzt müssen es warscheinlich Nobeltreter Marke "Spezialanfertigung" sein. Korruption dauert nur seine Zeit, bis sie alle aber wirklich alle jetzigen Politker ergreift.

Ich persönlich finde, das die Grünen Deutschland mit ihren Ideen schon genug geschadet haben. Ich finde auch, das die Grünen noch beschränkter denken als manch andere. Stichwort Atomausstieg...

Super Atomausstieg, Ole' Ole', aber zum Preis das wir in Deutschland dann warscheinlich wieder Smogalarm geben müssen.

Hallo,

http://www.autokiste.de/start.htm?site=/psg/0207/1308.htm

http://www.motor-talk.de/showthread.php?threadid=164673

ändert das etwas an Eurer Meinung ?
Dieser Thread zeigt leider mal wieder wie schnell Vorurteile gefällt werden vom hören/sagen.

Schönen Tag noch,
Marc

Die Grünen haben nicht mal eine reine Weste!
Wie war das noch gleich mit der Freiflugaffäre oder wer war denn der Steine werfende Revolutionär, der Häuser besetze?
Solche Leute repräsentieren Deutschland...
Und man kann sich, wie schon gesagt, sicher sein, daß noch ein paar unaufgedeckte Skandale das Licht der Welt erblicken, wenn die Grünen über mehrere Legislaturperioden an der Macht sein sollten.

Daß Trittin privat ein Bi-Fuel-Fahrzeug fährt, halte ich für eine simple PR-Aktion, die naive Menschen wie webstar erreichen soll. Er macht lediglich als Umweltminister eine Art von Werbung dafür.
Zudem verfügt er über keinen Führerschein!
Er wird im A8 4,2 zum Bundestag chauffiert; das beweist schließlich auch der jüngste Bericht im Focus.

Gruß, Stone Sour

Moin,

Sicher ärgert es einen "einfachen Mann", wenn ein Herr Schröder, ein Herr Trittin oder sonstwer aus einem Nagelneuen A8, 7er oder einer S-Klasse aussteigt.

Iss auch nicht von der Hand zu weisen, das man hört, der Staat muss sparen, und dann sieht man bei einer einfachen Abstimmung gleich mal 3 Mio. Euro an Autos vorfahren.

Doch dabei muss man eines bedenken. Diese Autos wurden und werden mit BEDACHT gewählt. Erstens müssen diese Fahrzeuge einen gewissen Sicherheitsstandard erfüllen und wiegen somit bis zu 3.5 Tonnen. Dieses Gewicht muss von irgendwas auch bewegt werden. Ein Diesel mit 220 PS reicht da bedauerlicherweise nicht aus, denn ein Fahrzeug für Toppolitiker MUSS gewisse Fahrleistungen erbringen, damit im Fall eines Anschlages, das Fahrzeug möglichst SCHNELL aus dem Gefahrenbereich weg kann. Und das für Toppolitiker ein gewisses Risiko besteht, darüber müssen wir einfach nicht streiten.

Je höher der Politiker/Beamte etc.pp. desto neuer ist auch sein Fahrzeug. Diese Fahrzeuge werden aber, und das sollte einem klar sein, in der Hierarchie immer weiter heruntergereicht. Es werden mitnichten JEDES JAHR 1000 neue S-Klassen angeschafft sondern vielleicht 20 oder 30. Für hohe Beamte auf der Landesebene werden zum Teil sogar noch HEUTE W-126 Modelle der 80er Jahre S-Klasse verwendet, weil diese Fahrzeuge bis zum Exitus gefahren werden.

Ich denke, seinen ÄRGER zentral darauf zu lenken, ist absolut falsch. Sicher könnte man auch für einige Stellen einen 3.0d oder ähnliches verwenden. Aber, wie gesagt, für die Stellen wo diese Fahrzeuge in Frage kämen, kann man auch ältere Fahrzeuge verwenden, die schon im Bestand sind. Ausserdem sind die KOSTEN für diese Fahrzeuge im Vergleich mit ANDEREN Posten im Haushalt doch ernsthaft ein Witz.

Ich verweise mal auf das Schwarzbuch des Bundes der Steuerzahler. Verschwendung, Prunksucht und Unvermögen von Beamten und öffentlichen Haushalten kostet soviel, das wir KEIN Staatsdefizit hätten, wenn diese Ausgaben nicht getätigt würden. Und bei 5 Mrd. oder so, sind 100.000 Euro für nen "unrechtmäßigen" Flug auch ein freundlicher Joke. Klar darf sowas nicht passieren, aber ALLES wegen soetwas in Frage stellen iss auch nicht richtig.

Auch ein ehemaliger Radikaler, was ist dabei ?! Jeder hat Rehabilitation verdient und eine zweite Chance. Ehrlich gesagt, wer von euch hat nicht mal irgendwo als Kind ein Kaugummi oder sonstwas mitgehen lassen ?! Und sei es nur bei der Omi oder nem Freund ?

Und das gerade dieser so stark kritisierte Politiker recht ordentliche Arbeit abliefert, sollte auch gesagt werden. Mit einer Frau Merkel an seiner Position hätten wir 10.000 Soldaten im Irak !

Ich bin mitnichten hier der Fan der aktuellen Politik, doch sollte man auch sehen, das die HEUTIGEN Probleme schon seit 15-20 Jahre eigentlich akut sind. Nur, als es der deutschen Wirtschaft GUT ging, hat es keinen gekratzt, das das Gesundheitssystem so schon 10 Jahre nicht mehr funktionierte, es gab ja Geld das man DAZUSCHIESSEN konnte.

Problem : Dieses Geld ist halt im Moment NICHT MEHR da. Deshalb müssen diese Reformen (auch wenn EINIGE nicht wirklich zuende Gedacht sind, meiner Meinung nach) jetzt gemacht werden, wo es LEIDER wirklich weh tut, man hätte vor 10 Jahren damit anfangen müssen, und es schrittweise tun müssen. Dann wäre datt alles nich so schlimm. Das es auch KRASSE Fehlentwicklungen gibt, nunja, die gehören hoffentlich bald korrigiert. Aber Gegenidee, was wäre wenn die andere Seilschaft dran wäre ?! Dann gäbe es HEUTE keinen Kündigungsschutz mehr, den Arzt dürftet Ihr komplett bezahlen mit monatlich 200 Euro ZUSÄTZLICH etc.pp. Wäre glaube Ich noch schlimmer.

Und an ALLEM nur einer Hand die Schuld zu geben, tja. Datt iss auch kurzsichtig. Was fehlt ist, das alle Politiker im Moment ein Interesse daran hätten, Deutschland auf die Füsse zu bringen. Es krankt doch eindeutig an spinnerten Profilierungsneurosen und Machtgeilheit um jeden Preis.

Und warum geht es der deutschen Wirtschaft so schlecht ?! Weil die Rahmenbedingungen so schlecht sind ?! Weil keiner Bock hat zu arbeiten ?! Weil alle DOOF sind ?! Weil hier zuviele Steuern gezahlt werden müssen ?

Ne, glaub Ich nicht. Das Problem ist, das die Konzerne sich SELBST totspraren. Damit ein Kabelbaum VW 10 Euro billiger kommt, wird der nicht mehr in Hamm/Westf. produziert, auch nicht in Polen (Da wäre er inkl. aller Kosten gerade mal 3 Euro billiger), auch nicht in der Tschechei, sondern in der Ukraine. Mit dem Problem, in Deutschland werden 300 Personen entlassen die 1200 Euro im Monat verdienen, die Personen in der Ukraine verdienen 300 Euro (Und damit sehr gut für dortige Verhältnisse). Das Problem nur, in Deutschland werden jetzt 300 Golfs weniger verkauft, weil diese 300 Personen KEIN GELD mehr für nen Golf haben und keinen mehr kaufen. Folge ... VW verkauft weniger Autos, weil in der Ukraine iss der Wagen einfach zu teuer. Jetzt beginnt die fatale Spirale ... Produktion in Deutschland rechnet sich ja NOCH WENIGER ... WEil weniger Autos verkauft werden schwubs, wieder 1000 Arbeitsplätze weg, wieder 1000 Golfs weniger... Leider sehen die Kostenrechner sowas nicht, denn mit jeder wegrationalisierten Stelle, gibt es auch einen Kunden weniger.

Dumm gelaufen, mal sehen, wann die das merken, das deren "Wir verlagern Arbeitsplätze in Billiglohnländern" Strategie GAR NET aufgeht.

MFG Kester

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Hi, Kester -

Klasse Statement, wie ich finde. In einer einzigen Sache jedoch gehe ich mit Dir nicht konform:

Du sagst, dass man unmöglich nur einem Politiker die Schuld für das geben kann, was Deutschland gerade am Strick hält. Mit Verlaub, das dürfen und müssen wir in Teilen sogar.

Unbestritten ist, dass die Lüge mit der sicheren Rente nur von einem geglaubt wurde, und das war der, der diesen Satz gebetsmühlenartig immer wieder wiederholt hat. Die Frage ist: wider besseren Wissens oder aus Naivität?

Für mich ist Fakt, dass der Schuldenberg zu keiner Zeit so hoch und desktruktiv war wie unter Rot-Grün; es bringt nichts, wenn höchste Wirtschaftskreise mit den Gewerkschaften verbandelt sind und wegen jedem Reförmchen erst deren Ausschuss anhören müssen.

Und wenn man Schuldige sucht, greift man nach denen, die sich in der Öffentlichkeit mit einer Posse profilieren, die uns Recht gibt.
Was Fischer mal gemacht hat, ist mir persönlich egal, auch was Dumpfbacke Tritti(h)n noch an der Macht hält - mich interessiert, was diese Wichte treiben, seit sie Macht haben. Das, und nur das ist die Frage, glaube ich.

Wer glaubt, das Fahrrad neu erfinden zu müssen und die Augen vor dem Fortschritt verschließt, wird sich eines morgens da finden, wo er hingehört - upside down. Warum nur klappt es in anderen Ländern mehr oder weniger gut, und warum schaufelt sich Deutschland gerade seine eigene Gruft? Weil wir im Sumpf von Regelung und Korruption ersticken und uns mit Thesen konfrontiert sehen, die - z.B. Ladenschlussgesetz - bis in´s 18. Jahrhundert zurück gehen. Guten Morgen, Deutschland!

Uns fehlt Jemand, den die Engländer hatten, unbeliebt, radikal und trotzdem mit dem Focus auf Wirtschaftswachstum: jemand wie Maggie Thatcher, die alles entmachtete, was in der Politik rumgepfuscht hat.

Respekt, Dein Beitrag war Klasse, und das auch, weil ich ihn in nicht allen Punkten teile!

Liebe Grüße, Verena

Hi Verena,
du forderst eine Thatcher für Deutschland.
Ich finde, wenn der allgemeine Pulverdampf der
zur Zeit noch die Hirne benebelt, sich verzogen hat,
sich herausstellen wird, dass Bundeskanzler Schröder tatsächlich diese Position schon ein-
nimmt. Denn es gilt doch der Grundsatz, dass eine Demokratie immer die Führung hat , die sie verdient.
Meine Hochachtung hat er jedenfalls, denn hätte man ihm ein solches Maß an Willensstärke 1998 zugetraut? Der Mann ist doch gerade dabei, seine SPD zur Splitterpartei zu machen und trotzdem hält er Kurs! Frühere Bundeskanzler haben doch beim ersten Gegenwind sofort die Segel gestrichen.
Ausserdem, wenn man uns vergleicht mit anderen Ländern (England, Frankreich, Italien...) - so schlecht sehen wir da gar nicht aus und immerhin können wir als Staat auch nicht so reagieren wie BMW als sie merkten, dass sie sich mit der Sanierung von Rover übernommen hatten, denn die
"blührenden Landschaften" die wir 1989 übernommen haben, waren eben doch kein Schnäppchen.

Freundlicher Gruß
vom Alterspräsidenten

Hallo, wuhle -

natürlich hast Du Recht. Ich bin auch nicht der Meinung, alles schlecht machen zu müssen, aber die rosarote Brille habe ich schon lange nicht mehr auf ...

Schröder zersplittert seine Partei, das stimmt wohl, aber das tut er nicht freiwillig, sondern ist Ergebnis der Allmacht der Gewerkschaften, die noch immer täglich da oben ihren Kampf kämpfen. Für mich ist er eine Marionette, die an politischem Gesicht leider nichts zu bieten hat.

Es geht nicht darum, wie beliebt ein Kanzler und dessen Truppe ist, sondern immer darum, woran er sich später einmal messen lassen werden muss. Und genau da fürchte ich, wird nicht viel vom Armani-Gerhard bleiben.
Als Sensation darf gewertet werden, dass die Ideale der SPD einmal mehr den Bach runter gehen - aber das tun sie nicht aus weiser politischer Erkenntnis heraus, sondern weil sich das Seil um Deutschland immer mehr zu und das Kapital immer mehr zurück zieht.

Erst wenn keine Finanzen mehr da sind, hat man auch kein Volk zu regieren, und dann ist es egal, wie sehr man sich gegen die Partei gestellt hat, die einem mal Brot gab.

Persönliche Verdienste sehe ich bei Schröder derzeit nicht - eines vielleicht aber doch: die Menschen haben jegliches Vertrauen in die Politik verloren, und wir reden nciht davon, dass das Verständnis, den Gürtel enger schnallen zu müssen, nicht da ist. Aber so, wie es angedacht ist, stehen wir (hoffentlich) kurz vor dem Volksaufstand. Und das wäre in einer SPD-Regierung wahrlich das erste Mal.

Schröder hatte für mich seine Chance nach 2 Jahren Amtsperiode - wer aber in 6 Jahren Deutschland so herunter wirtschaftet, bei dem suche ich die Verdienste leider vergeblich.

Ich danke Euch allen für diese interessante und facettenreiche, doch immer anständige Diskussion 🙂

Wenn man einmal überlegt, was Deutschland denn leisten kann, wo seine Stärken liegen- Rohstoffe haben wir keine, keine weißen Sandstrände für Massentourismus und dazu noch mit eine der höchsten Beschäftigungskosten der Welt. Also ist das Humankapital doch unsere größte Stärke- die Menschen. Kann jetzt sein, dass ich die passenden Artikel nicht gelesen habe, aber Schröder hat das doch auch immer wieder betont, dass die Universitäten, die Lehre, die Forschung gefördert werden solle. Im gleichen Atemzug dreht er, bzw. Herr Eichel den Ländern finanziell aber den Hals um. Bildung ist Ländersache. So ist das nunmal in unserer föderalistischen Republik. D.h. selbst wenn die Länder mehr in Bildung inverstieren wollten, so können sie das im Moment einfach nicht.
Hier möchte ich mal die Schulreform von Baden-Württemberg und Bayern hervorheben. Da wird was getan. Wenn ich das ABI sehe, das mein Bruder jetzt schreibt, so kann ich getrost sagen, dass das viel schwerer ist als meines noch vor 5 Jahren. (Bayern und B.-W. sind übrigens tiefst schwarz).
Ich will damit nur sagen, dass wir uns auf unsere Kernkompetenzen konzentrieren müssen und nicht am falschen Eck sparen dürfen. Sonst schießen wir uns damit mittelfristig wirklich in die Zweitklassigkeit. Und DANN gehen die Leute wahrscheinlich auch auf die Straße, denn dieser Wohlstandseinschnitt wird krass sein. Den Wohlstand wieder zurück zu gewinnen dürfte dann schwer werden. Bildung ist das Stichwort. Denn die Qualität deutscher Produktion ist zwar zweifelsfrei immer noch Top. Ich kenne aber viele Firmen (gerade Automobilbranche), die in Polen oder Tschechien auch eine Super Qualität produziert bekommen. Mit einer akzeptablen Ausschussquote. DIE haben den Braten gerochen. Die wollen nämlich auch mal was abhaben vom Wohlstandskuchen.

Lassen wir die Politiker und die Politik mal außen vor. Die können die Weichen setzen und wir können uns darüber aufregen, dass sie das nicht richtig machen (nach unserer Meinung). Was aber jeder von uns selbst machen kann ist Weiterbildungskurse zu belegen, Sprachkurse (ganz billig an der VH), Fernstudien etc. Wir müssen einfach besser sein und bleiben als "die anderen"- nicht ganz einfach und bestimmt auch anstrengend, aber das ist das einzige was jeder einzelne tun kann- hauptsächlich für sich, in der Summe aber dann auch wieder für die Gesellschaft.

-Ist zwar jetzt weit weg vom Ursprungsthema, brannte mir aber auf der Zunge-

Grüße
probigmac

Hi, Du -

ich stimme absolut mit Dir überein, gut geschrieben!!!
Eines aber noch schnell, brennt mir auch auf der Zunge: wenn die Roten immer wieder betonen, wie wichtig Bildung für das Land ist, dann sollten sie aber langsam munter werden, denn bald haben wir als kinderfeindlichstes Land Europas (von der EU deswegen schon gerügt) keine Kinder mehr, die wir bilden könnten!

Bayern ist und war schon immer ein Vorzeigeland, auch wenn die Kombi Lederhose und Chipfabrik oft belächelt wurde. Heute sind es die Bajuwaren, die uns auslachen. Immerhin hat die Regierung dort wie in Baden-Württemberg eines gemacht: sich mit der Wirtschaft verbündet, und das moderat, während die roten Wortverdreher in Berlin noch immer die Kapitalisten einer verlorenen Zeit jagen und den Herzschlag der Zeit verpennen.

Es grüßt Dich die Verena

Zitat:

Für mich ist Fakt, dass der Schuldenberg zu keiner Zeit so hoch und desktruktiv war wie unter Rot-Grün

Da in den letzten 35 Jahren jede Regierung fleißig Schulden gemacht hat, unterscheiden sich Rot-Grün damit überhaupt nicht vor (fast) jeder Regierung vor ihr. Oder wie man früher so schön gesagt hat: Einmal zur Macht gelangt sind sie sich alle gleich - das gilt offenbar auch für die standesgemäße Hofhaltung.

@ probigmac:
(Aus-)Bildung ist ne feine Sache - wenn man sie braucht. Für Arbeitslosigkeit bestimmt nicht. Ach, ich sehe schon, ich werde aus purer Not in die Politik gehen müssen. Natürlich als sozialistischer Klassenkämpfer, schließlich ist heute auch auf dem politischen Arbeitsmarkt Flexibilität gefragt. Und im Gegensatz zum Herrn Tritt-Ihn werde ich den Porsche auf meine Oma (90) zulassen - das nennt sich dann karrierepolitischer Weitblick.

Gruß

@Z4Girl

Ich komme aus Bayern, und wir werden sehr häufig von Norddeutschen oder sonstigen in Deutschland belächelt, oder für dumm gehalten, aber es liegt auf der Hand, das in Bayern ziemlich viel für Bildung, Forschung usw. getan wird. Und ich glaube wenn man nur etwas nachdenkt, dann wird man feststellen, vor allem hier im Forum, das viele einerseits auf Bayern schimpfen aber doch einen BMW fahren (BAYERISCHE Motoren Werke). Ich bin jedenfalls froh und stolz aus Bayern zu kommen. Ok, es ist klar. Bayern können sich vielleicht nicht so oft gewählt ausdrücken wie manch anderer in Deutschland, aber dafür reden wir weniger und handeln mehr. Ich persönlich möchte nicht in Berlin oder Brandenburg leben (was nicht persönlich gemeint ist). Berlin ist eine sehr schöne Stadt, aber dort fehlt mir einfach die "Ordnung". Wobei es aber hier in Bayern mitunter am schlimmsten ist wenn es um Geld und Vermögen geht.
Das letzte auto das ich verkauft habe, wurde von einem gebürtigem Brandenburger gekauft, und ich muss sagen, das war ein sehr angenehmer Zeitgenosse, sogar netter und angenehmer als viele hier in Bayern, denn ich glaube in anderen Bundesländern werden zwischenmenschliche Beziehungen noch größer geschrieben. Hier in Bayern ist man ziemlicher Einzelkämpfer, aber trotzdem möchte ich hier nicht weg. (Denn wo sieht man sonst BMW's in freier Wildbahn rumtollen 😁 😁)

Aber um es vorweg zu nehmen, ich möchte niemanden beleidigen oder sonst irgendwie kränken. Ich finde für mich ist Bayern das richtige Bundesland zum leben und finde aber auch alle anderen nicht verkehrt. Kenne viele Nichtbayern, die sehr nett sind. Nicht das noch jemand eingeschnappt ist. 🙂

Moin,

Verena, Ich glaube unsere Positionen sind auch an dem Punkt gar nicht so unterschiedlich. Ich habe ja gar nicht gesagt, POLITIKER sind NIX schuld. Ich habe gesagt, man kann nicht einem EINZELNEN die Schuld für alles geben. Das geht meine Ich nicht, man muss das an dem Punkt einfach dezentralisiert sehen.

Schuld am Versagen des Sozialsystemes tragen sämtliche Politiker der letzten 20 Jahre. Damit natürlich auch die SPD, die viele Reformversuche, bevor sie regieren durfte, im Bundesrat einfach geblockt hat. Genauso aber auch die Regierung Kohl, die mit dem GLAUBEN an das ewige Wachstum die Probleme ignoriert hat.

Man hat da leider auf ein Kartenhaus gesetzt, das zusammengefallen ist.

Dazu kommt dann noch die irrige Annahme das Firmen im Ausland billiger und besser produzieren täten. Zig kleinigkeiten mehr, und die Probleme Übermannen uns heute.

Wir hätten die Probleme alle nicht, wenn wir 2-3 Millionen Arbeitslose weniger hätten, dann würden weiter keine Reformen gemacht werden.

Das einige der Reformen selten dämlich sind, hatte Ich schon angedeutet. Warum z.B. müssen beim Arbeitslosengeld II bitte die Vorsorgeleistungen (zu denen ich seitens Vater Staat gezwungen werde!) zuerst zum Lebensunterhalt genutzt werden ? Das ist nicht zuende Gedacht, denn wir belasten das Sozialsystem damit weitere 40-50 Jahre unsinnigerweise. Denn alle Personen, deren Altersvorsorge Ich so heute ZERSTÖRE, denen muss Ich später Sozialhilfe zahlen, wenn die eigentlich Rente bekämen. Total an der Idee der Entlastung vorbei, denn die haben wir dadurch nur ca. 5-10 Jahre (wenn ÜBERHAUPT!).

Daran darf man der derzeitigen Regierung die Schuld geben, datt hat namentlich sie selbst verbockt, nur für das zusammengebrochene Sozialsystem, dafür nicht.

Und, das muss man auch mal sagen, vor der asiatischen Wirtschaftkrise und vorm 11.9. war der deutsche Arbeitsmarkt auf einem guten Kurs. Die Arbeitslosenzahlen fielen auch in Monaten, die klassisch für Steigerungen bekannt waren. Nur, man hat das ZARTE PFLÄNZCHEN von allen Seiten zertreten.

Jeder der in den letzten 20 Jahren in massgeblicher Position in der Politik war, darf sich sein kleines Stückchen Schuld und Versagen abholen. Der eine mehr, der andere weniger. Den Anteil zu bestimmen, maße Ich mir hier net an.

Und was auch bekloppt ist, warum beschäftigt die Regierung zu jedem Thema 2 Ausschüsse, für die man sich eh Experten ins Boot holt (!), und dann noch Consultingfirmen mit Beraterverträgen ?! Entweder Ich verzichte auf den Ausschuss, oder die Consultingfirma. 3 mal das gleiche Thema durchkauen, iss blöd.

Meine Anregung : Als politischen Berater Bill Clinton engagieren, der weiß was er tut *g* Und ist kompetent, der hat immerhin 52 Mrd. Schulden der USA getilgt.

Und zusätzlich soziale Systeme etabliert und KLIMASCHUTZ betrieben.

MFG Kester

🙂

Hi, Kester -

ich wünschte, solche Menschen wären in der Poltitik und würden unser Land regieren.

Die da oben sind jenseits von Allem, was den kleinen Mann interessiert.
Klasse, ich stimme Dir zu - da bleibt mir nichts mehr zu sagen (und das ist selten - grins)

Liebe Grüße, Verena

Zitat:

Dazu kommt dann noch die irrige Annahme das Firmen im Ausland billiger und besser produzieren täten.

Etwa nicht? Vielfach dient Produktion im Ausland in erster Linie dazu, den Standort in Deutschland zu bezahlen.

Zitat:

Und, das muss man auch mal sagen, vor der asiatischen Wirtschaftkrise und vorm 11.9. war der deutsche Arbeitsmarkt auf einem guten Kurs. Die Arbeitslosenzahlen fielen auch in Monaten, die klassisch für Steigerungen bekannt waren. Nur, man hat das ZARTE PFLÄNZCHEN von allen Seiten zertreten.

Die Erklärung für den "guten Kurs" ist ein globaler Wirtschaftsboom. Leider ist die Beshäftigungsschwelle in Deutschland besonders hoch, damit hierzulande nennenswert Arbeitsplätze entstehen, ist ein Wirtschaftswachstum von mindestens 3 % erforderlich. Damals hatten wir 3 %, während andere Länder (USA, Irland...) 4 - 5 % hatten. In diesen Ländern liegt die Beschäftigungsschwelle erheblich niedriger, in der Schweiz liegt sie schon bei knapp über 1 %.

Zitat:

Als politischen Berater Bill Clinton engagieren, der weiß was er tut *g* Und ist kompetent, der hat immerhin 52 Mrd. Schulden der USA getilgt.

Bill Clinton? Das war doch der mit dem Polit-Porno. Die Welt bewegt haben nur seine Ausführungen zu Oral-Sex. Ansonsten war er glücklicher Erbe der Reaganomics.

Gruß

Moin,

Ich denke, über die Politik anderer Länder zerbrechen wir uns besser nicht in Details den Kopf.

Woran es gelegen hat, das er die Schulden wegbekommen hat, ist mir ehrlich gesagt egal. Wichtig ist, er hat es geschafft 😉

Auch die Gründe FÜR den richtigen Weg, sind in meinen Augen zweitrangig. Die Tendenz war gut, und dann wurde es durch Dinge auf die man keinen Einfluss hat zerstört, und es wurden haarsträubende Entscheidungen getroffen. Auch hier, möchte Ich nicht beurteilen WAS schwerer getroffen hat, denn Ich finde es persönlich schlecht, ÜBEL gegen ÜBEL aufzurechnen.

Die IRRIGE Annahme beim AUSLAGERN von Produktion ist, das man damit den MARKT, den man damit bedienen will, zerstört.

Ich hatte ja schon gesagt, das viele Firmen Ihre Belegschaft entlassen, um billiger woanders zu produzieren. Richtig, das geht. In Relation zum Transport und zur Logistik bleibt unter dem Strich eine Ersparnis zurück. Und der Preis dafür ?! Die Personen die Ich entlassen habe, stellten meinen Markt dar. Diese Personen SIND NUN aber nicht mehr in der LAGE den Markt zu bedienen.

DAS ist der DENKFEHLER dahinter. Das erinnert mich fatal an die napoleonischen Kriege oder die berühmten Phyrrussiege.

1.) Ich spare und verdiene damit mehr
2.) andere sehen das und ziehen nach
3.) Ich habe unerwartet viele Personen die nicht am Konsum teilnehmen können
4.) Der Konsum kommt ins Stocken
5.) Der Absatz der Firmen bricht ein

Im Endeffekt habe ICH dadurch nix gespart, denn Ich verdiene weniger und da wo Ich Arbeitsplätze geschaffen habe, KANN Ich die Produkte nicht absetzen, weil sie für den dortigen Markt zu teuer sind.

Für mich ist es KEIN WUNDER, das VW und Co. weniger Autos absetzen. Es sind einfach weniger Kunden da, die sich diese Autos leisten können (Gleich welches Modell!).

Der Punkt ist doch, das ein Markt der konsumieren soll, auch konsumieren können muss. Und das ist EIN Problem in Germany. Wir haben 4 Mio. Menschen die NICHT in der Lage sind den Markt zu bedienen und DAS merken alle. Zuerst die einfache Gastronomie (Wieviele Kneipen haben die letzten 10 Jahre dicht gemacht ?) dann mittlere bis gehobene Einzelhändler (Wieviele alteingesessene Schuhläden und Fachwarenhändler haben dicht gemacht in den letzten 10 Jahren ?) und nun trifft es die Hersteller von Luxusartikeln. Ich meine ... Ich muss halt GELD im Markt lassen, und kann es nicht AUSSCHLIESSLICH abgraben.

MFG Kester

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