Atomunfall in Japan- BMW Lieferzeit länger?
Hallo liebes Forum,
um es gleich vorweg zu nehmen- ich bin erschüttert über das Leid und Elend in Japan und auch sehr betroffen.
Dennoch habe ich eine ganz pragmatische und in dieser Situation auch egoistische Frage- villeicht hat jemand was läuten hören?
Ich habe einen 3er BMW bestellt, vor ca. 1 Woche. Da BMW ja nun in Fernost Teile und Zubehör einkauft- kann es sein, daß sich dadurch die Lieferzeit erhöht?
Und was wäre im Falle des Supergaus? Dann kommen aus dieser Region mit Sicherheit doch überhaupt keine Lieferungen mehr, für die nächste Zeit, oder?
Wie gesagt- falls den Mods dieser Thread zu makaber ist, habe ich volles Verständnis, wenn er geschlossen wird.
Gruß Berti
Beste Antwort im Thema
das ist auch ziemlich Banane, ich drücke nur den Jungs und Mädels in dem AKW alle Daumen und Zehen dass sie die Dinger in den Griff bekommen und auch noch lange genug leben um sich darüber zu freuen.
lg
Peter
123 Antworten
Zitat:
Original geschrieben von odi222
Wenn etwas schief gehen kann,dann geht es schiefMurphys Gesetz - hat sich leider wieder mal bewahrheitet 🙁
Gruß
odi
Hier ist Murphy aber definitv überehrgeizig. Superheftiges Erdbeben, Riesentsunami und nun der Nuklearunfall. Gepaart mit ungünstigen Winden + Wintereinbruch... und wahrscheinlich folgender und lange anhaltender Rezesion (Ist der Wagen oder das Radio aus Japan? Strahlt das?)
Was denn noch alles bitte? Die Leute tun mir einfach nur super leid. Und alles aus dem Nichts an einem Freitag Nachmittag.
Auch wenn es etwas abgegriffen ist... es zeigt mal wieder, das man sein Leben genießen sollte, solange es geht.
Borsti
auch wir sind schon öfters an der Katastrophe vorbei geschrammt 🙁
aber immer schön weiter hoffen
Gruß
odi
Zitat:
Original geschrieben von odi222
auch wir sind schon öfters an der Katastrophe vorbei geschrammt 🙁
aber immer schön weiter hoffenGruß
odi
Jo, ich war 88 in Ramstein beinahe Toast. Kann schnell gehen... oder auch nicht. Am Ende ist es für dich egal ob dich ein Besoffener überfährt oder ob etwas großes passiert - zumindest was dein persönliches Schicksal angeht.
Zitat:
Original geschrieben von RS_Borsti
Jo, ich war 88 in Ramstein beinahe Toast. Kann schnell gehen... oder auch nicht. Am Ende ist es für dich egal ob dich ein Besoffener überfährt oder ob etwas großes passiert - zumindest was dein persönliches Schicksal angeht.Zitat:
Original geschrieben von odi222
auch wir sind schon öfters an der Katastrophe vorbei geschrammt 🙁
aber immer schön weiter hoffenGruß
odi
Ramstein ist mir auch noch in Erinnerung ,wie wenns gestern gewesen wäre - war ja nach dem Unfall auch ein Chaos
Gruß
odi
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Zitat:
Original geschrieben von Karl Nickel
Laut Norbert Reithofer greift BMW kaum auf japanische Zulieferer zurück.
Aber auf den chinesischen Nachbarn, was allerdings nicht zu Lieferengpässen führen sollte. 🙂
http://www.shortnews.de/.../...-Einkaeufe-in-Asien-Milliarden-Euro-ein
Zitat:
Original geschrieben von Pachu
Ansonsten gehe ich nicht davon aus, dass wir da groß betroffen sein werden, da BMW (wie alle OEMs) spätestens seit der Finanzkrise auf ein Lieferantenrisiko Management achtet und für kein Teil eine Single-Sourcing Strategie mehr existiert...
Ich fürchte, dass Du Dich da ganz gewaltig irrst.
Z.B. ein Bosch-Motorsteuergerät lässt sich nicht mal eben über Nacht gegen ein Conti, Marelli oder Denso austauschen. Oder das Aisin-Automatikgetriebe im Mini gegen eines von ZF.
Kein Single-Sourcing bedeutet also, dass nicht ALLE BMW-Motoren nur mit Steuergeräten oder Getrieben EINES Lieferanten bestückt werden, aber innerhalb einer Motoren- oder Fahrzeuglinie ist das schon so.
Zitat:
Original geschrieben von RS_Borsti
Jo, ich war 88 in Ramstein beinahe Toast. Kann schnell gehen... oder auch nicht. Am Ende ist es für dich egal ob dich ein Besoffener überfährt oder ob etwas großes passiert - zumindest was dein persönliches Schicksal angeht.Zitat:
Original geschrieben von odi222
auch wir sind schon öfters an der Katastrophe vorbei geschrammt 🙁
aber immer schön weiter hoffenGruß
odi
Wenn Du dran bist, bist Du dran.
Ich hab noch Bilder neben und im WTC aus dem Jahr 2000. Lass es blöd laufen und die Flieger ein Jahr früher rein rasen... bye bye.
Dagegen kann man einfach nix machen. Daher: man lebt nur einmal. Also: Spaß haben und alles machen worauf man Lust hat!
Zitat:
Original geschrieben von Pachu
Ansonsten gehe ich nicht davon aus, dass wir da groß betroffen sein werden, da BMW (wie alle OEMs) spätestens seit der Finanzkrise auf ein Lieferantenrisiko Management achtet und für kein Teil eine Single-Sourcing Strategie mehr existiert...
Das ist falsch!
Die überwiegende Zahl von Teilen in der Automobil-Industrie unterliegen selbstverständlich dem Single-Sourcing. Teile, die dem Dual- oder Multisourcing unterliegen, sind meist nur Normteile wie Schrauben, Buchsen, o.ä., die nicht OEM-spezifisch entwickelt werden.
Da komplexe Bauteile auch hohe Werkzeug- und Absicherungskosten mit sich bringen, ist das gar nicht finanzierbar, für jedes Bauteil noch eine Zweitversion von einem anderen Hersteller zu entwickeln und in die Serie zu bringen.
Dass natürlich z.B. nicht alle Steuergeräte bei BMW von einem Hersteller kommen, ist klar. Aber das versteht man auch nicht unter Dual-/Multisourcing. Diese Bezeichnung wird verwendet, wenn genau ein bestimmtes Teil austauschbar verwendet wird.
Also verbreite nicht sowas, wovon Du offensichtlich keine Ahnung hast.
Bei DEN langen Lieferketten, die man in der heutigen Produktion üblicherweise hat, ist sicherlich aus heutiger Sicht noch gar nicht abzusehen, wer wann welche Lieferprobleme bekommt.
BMW kauft ein Elektronikbauteil
->Dieses Teil wird von einem Zulieferer in Europa gefertigt.
->Dieser Zulieferer verwendet Komponenten eines weiteren Zulieferers.
->Der Zulieferer des Zulieferers kauft(e) Microchips/Platinen/andere Elektronikbausteine o.ä. aus einer von der Katastrophe betroffenen Fabrik in Japan.
Dies nur als fiktives Beispiel, dass verdeutlichen soll, dass mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit noch kein einziger Großkonzern, der so komplexe Produkte -wie eben z.b. ein modernes Auto- fertigt, per Stand heute einen finalen Überblick darüber hat, ob und wie schwer seine Teileversorgung betroffen ist.
Denn dutzende von Zulieferern mit hunderten Sub-Lieferanten bereits jetzt allumfänglich auf Teile aus Japan durchleuchtet zu haben, halte ich für nahezu unmöglich.
also ich würd mir da keine so großen sorgen machen...
OKI (Japanischer Hersteller) hat grad ein rundmail geschrieben, dass nur eine Fabrik betroffen ist, 70 km vom Reaktor weg und dort die Produktion schon wieder angelaufen sei (aber noch nicht voll)
Ansonsten in japan keine Produktionstätte von zerstörung bzw. stromausfall betroffen sei.
gretz
Zitat:
Original geschrieben von masvha
Bei DEN langen Lieferketten, die man in der heutigen Produktion üblicherweise hat, ist sicherlich aus heutiger Sicht noch gar nicht abzusehen, wer wann welche Lieferprobleme bekommt.BMW kauft ein Elektronikbauteil
->Dieses Teil wird von einem Zulieferer in Europa gefertigt.
->Dieser Zulieferer verwendet Komponenten eines weiteren Zulieferers.
->Der Zulieferer des Zulieferers kauft(e) Microchips/Platinen/andere Elektronikbausteine o.ä. aus einer von der Katastrophe betroffenen Fabrik in Japan.Dies nur als fiktives Beispiel, dass verdeutlichen soll, dass mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit noch kein einziger Großkonzern, der so komplexe Produkte -wie eben z.b. ein modernes Auto- fertigt, per Stand heute einen finalen Überblick darüber hat, ob und wie schwer seine Teileversorgung betroffen ist.
Denn dutzende von Zulieferern mit hunderten Sub-Lieferanten bereits jetzt allumfänglich auf Teile aus Japan durchleuchtet zu haben, halte ich für nahezu unmöglich.
jupp, das leuchtet ein. So wird es vermutlich auch sein und kommen.
Ich denke aber, daß dies erst Bestellungen in 1-2 Wochen oder später betreffen wird.
Ich hoffe mal, daß BMW alle Teile für 5000-10000 Bestellungen am Lager hat und dann erst wieder auf Nachlieferungen angewiesen ist.
Ja, villeicht hab ich ja Glück.
Danke
Berti
Zitat:
Original geschrieben von Berti V.
Ich hoffe mal, daß BMW alle Teile für 5000-10000 Bestellungen am Lager hat und dann erst wieder auf Nachlieferungen angewiesen ist.
Wenn Du mit Lager "LKW und Schiffe" meinst, dann vielleicht. Ansonsten gibt es heutzutage keine Teilelager in der Produktion mehr. Die Teile werde quasi vom LKW aus in die Fahrzeuge verbaut. Ich gehe schon davon aus, dass es in den nächsten Wochen zu Produktionsproblemen weltweit kommen wird. Irgendeine Fabrik, die Weltweit exklusiv das Teil x anbietet wird schon in der Ecke liegen. Und wenn der Tsunami und das Erdbeben keine Probleme gemacht haben, dann ist doch auch ein Stromausfall für viele Produktionstraßen "tödlich": Die laufende Produktion ist Ausschuss und teilweise sogar die ersten Durchgänge der neu gestarteten Produktion.
Tja, da habe ich wohl Glück gehabt: Mein Z4 steht aber nächster Woche auf dem Hof meines Händlers, der wurde noch rechtzeitig bestellt und gebaut.
Für alle anderen, ich drück Euch die Daumen, dass alles klappt und dass die in Japan den Reaktor endlich unter Kontrolle bekommen (auch wenn ich da so langsam meine Zweifel habe ...)
Zitat:
Original geschrieben von kevinmuc
also ich würd mir da keine so großen sorgen machen...OKI (Japanischer Hersteller) hat grad ein rundmail geschrieben, dass nur eine Fabrik betroffen ist, 70 km vom Reaktor weg und dort die Produktion schon wieder angelaufen sei (aber noch nicht voll)
Ansonsten in japan keine Produktionstätte von zerstörung bzw. stromausfall betroffen sei.
gretz
Komisch, heute vormittag hieß es in den Nachrichten Mazda- und Toyotafabriken sowie deren Zulieferer wären stark beschädigt und hätten daher die Produktion für zunächst 3 tage still gelegt, zumal durch die Stromknappheit im Land zuerst die Privathaushalte wieder mit Strom versorgt werden sollen.
Zitat:
Original geschrieben von stef 320i
Das Zauberwort heißt "Just in time" 😉
Just in sequenz ...
wenn dann bitte richtig. *zwinker*
gretz