Astra G 1,6 16V Z16XEP Motorsteuergerät Ersatz

Opel Astra G

Liebe Gemeinde,

ist es möglich, das Motorsteuergerät aus meinem Astra G Cabrio Z16XEP mit 103 PS (Delphi HSFI 2.4, 12229410) durch ein anderes Gerät zu ersetzen, sofern Wegfahrsperre und Schloss ebenfalls ausgetauscht werden? Falls ja, welche Modellnummern kommen infrage?

Das eigentlich benötigte Steuergerät scheint recht rar zu sein und/oder mit Gold aufgewogen zu werden. Das Steuergerät wurde vor etwa fünf Jahren schonmal repariert. Die Kosten dafür kratzen derzeit jedoch wahrscheinlich den Restwert des Fahrzeugs.

Ich würde mich über Tipps, Ratschläge und Denkanstöße sehr freuen!

Liebe Grüße Holger

31 Antworten

moin holger b87, fahrzeugelektronik ist nicht nur für dich ein buch mit sieben siegeln.
da bist du hier in bester gesellschaft.

Das eine Poti bei Zündung an oder Leerlauf 0,3 bis 1,1V, bei durchgetretenem Gaspedal 4,0 bis 4,8V.
Beim anderen genau andersherum.
5V wären schon mal schlecht.
Andererseits weißt du, dass das MSG die 5V bereitstellt und vielleicht nur die Masse fehlt.

Leerlauf hat er ja gerade nicht 😉 Sobald ich das Gaspedal anhebe und die Drehzahl unter 2000 Umdrehungen fällt, sackt sie in den Keller und der Motor geht aus.

Es mögen auch 4,8 gewesen sein. Ist ne Zeit her und 5,0 hatte ich irgendwo gelesen. Fehlende Masse habe ich auch schonmal gelesen, mit dem Hinweis, dass das bzw die Massekabel gebrückt werden können, unter Verwendung eines Widerstandes. Ich meine es waren 200Ohm. Die Notwendigkeit erschließt sich mir allerdings nicht, bei der geringen Kabellänge von der Drosselklappenzum MSG.

Auch ein kurzes Kabel kann eine Unterbrechung haben.

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Da hilft nur Kabelbaum öffnen und Leitungen kontrollieren.

Gruß

D.U.

Erstmal Spannungen auslesen oder an den Steckern messen.

so...ich habe heute die Kabel zur Drosselklappe, zum AGR-Ventil und zum IAT-Sensor auf Durchgang zum weiblichen MSG-Stecker geprüft und dabei keine Probleme feststellen können, wobei mir eine Sache komisch vorkam: Das Massekabel des AGR-Ventils hatte Durchgang zu mehreren Pins im MSG-Stecker. Allesamt waren die jedoch für andere Massekabel vorbehalten, weshalb das nach meiner Logik kein Problem darstellen sollte. Verstehe es aber technisch auch nicht.

Am AGR-Ventil war an einem Kabel die Isolierung beschädigt, der Stormfluss jedoch nicht unterbrochen.

Gemesen habe ich das mit einem Duspol, indem ich eine Kupferader jeweils in die Kontakte am Stecker eingeführt habe, was gut funktionierte. Allerdings weiß ich nicht, wie ich bei laufendem Motor eine Messung vornehmen kann. Der Drosselklappenstecker muss ja stecken, damit ich ein Signal der Potis erhalte, oder? Gibt es eine Möglihkeit der Messung, ohne die Isolierung der Kabel vor dem Stecker zu öffnen oder mit einem Stromdieb zu arbeiten?

Zu den Fehlercodes: Die sind nicht wieder aufgetaucht und ehrlich gesagt weiß ich ach nicht, ob ich die nicht durch abgezogene Stecker verschuldet habe.

Was mir auch keine Ruhe lässt, ist das AGR-Ventil, das ich durch ein Billigding getauscht habe. Die Kanäle sollten zwar noch sauber sein (Es ist nur gut ein Jahr her, dass ich die gereinigt habe), das Ventil selbst hat aber einen Fehler gemeldet, bevor ich die Karre komplett und leider an allen Stellen gleichzeitig auf links gedreht habe.

Ist es sinnvoll, das AGR-Ventil mit einem dünnen Kupferblech, das ich einfach zwischenschraube, zu verschließen, um zu sehen ob der Motor dann anbleibt?

Oder kann das Problem gar an den Drallklappen liegen? Die habe ich bei den AGR-Reinigungen zuletzt recht stiefmütterlich behandelt.

Danke für eure Hilfe!🙂

Hattest du den Stecker am MSG vom Motorkabelbaum abgezogen?
Da sollte nur zwischen Pin C vom AGR und Pin 62 MSG 0Ohm zu messen sein. Oder meinst du mit Massekabel des AGR-Ventils was anderes.
Die Prüfanleitung sieht vor, den Stecker des AGRs abzuziehen, um Fehler einzugrenzen. Damit wird dann auch die Abgasrückführung im MSG deaktiviert und das MSG geht auch nicht mehr von rückgeführten Abgasen im Gemisch aus.

Du kannst mit einer dünnen Nadel die Adern anstechen, wenn du nicht von hinten über die Kabeleinführung in den Stecker kommst. Auf keinen Fall Stromdiebe.

Hallo Gerd,
danke für deine superschnellen Antworten und das Teilen deines Fachwissens!
Tatsächlich habe ich nur gemessen, ob ein Strom fließen kann und nicht die exakten Widerstände gemessen, was ich vielleicht für alle Verbindungen nochmal nacholen sollte.

Ich gehe heute am Nachmittag nochmal ans Auto und prüfe das! Ein Kabel tauchte zudem nicht in der Tabelle auf, die in einem anderen Thread zu finden ist. Ich mache nachher mal ein Bild.

Zwei Fragen hab ich im Moment noch: Beim weiblichen MSG-Stecker habe ich eine Übersicht im Forum gefunden, wie die Pins bezeichnet werden. Für alle anderen Stecker weiß ich zwar, an welchem Pin die Verbindung anliegen sollte, dank der vorhandenen Stromlaufpläne, ich habe aber keine Ahnung, wie die Pins am Stecker sortiert sind. Habe das bisher gemessen und aufgezeichnet. Gibt es irgendein Dokument, aus dem das ersichtlich wird?

Die Idee mit der Nadel ist super. Kann ich mich am Nähkasten bedienen und muss ich die Löcher wieder verschließen oder machen die keinen Ärger? Oder meinst du damit, dass man mit der Nadel durch die Silikonverbindung sticht? Mit dem Isolierband ist es immer sehr tüdelig. 🙂

Auf den Steckern oder Gegensteckern stehen meist Buchstaben oder Zahlen die auch im Schaltplan stehen.
Du kannst dich aber auch einfach an die Kabelfarben im Schaltplan halten.

Die Dichtungstüllen an den Stecken solltest du nicht durchstechen. Da sollte man einen dünnen Draht zwischen Tülle und Kabel durchschieben. Einfach mal bei den Autodoktoren schauen, da sieht man das fast in jedem Video. Wenn du die Kabel anstichst, kannst du einfach einen Tropfen Kontaktkleber drauf machen.

Ich habe heute nur Poti Nr1 ausgemessen. Der Motor wird mit 5V versorgt. Das Signal liegt bei 1,1V, unabhängig von der Drehzahl. Da ich dann nur noch wenig Zeit hatte und es eh noch ausprobieren wollte hab ich nochmal den AGR- Stecker gezogen und die Karre lief. Bei Versuch Nr 1 vor zwei Wochen hatte ich noch zusätzlich Falschluft, sodass es da nicht ging.

Das AGR-Ventil hatte ich gegen ein Billigding getauscht. Kann ein defektes Billig-AGR die Drosselklappenwerte verursachen? Ohne angestecktes AGR ist der Wagen einmal nach dem Start ausgegangen, lief dann aber astrein und ohne Leistungsverlust. Auch eine Fehlermeldung hatte ich nicht. Die Kanäle selbst hatte ich vor einem Jahr gereinigt. Mit gereinigten Kanälen und einem neuen (vernünftigen) Ventil sollte es doch gehen oder gibt es noch einen Fallstrick?

Zitat:

@HolgerB87 schrieb am 17. Februar 2024 um 21:48:17 Uhr:


Ich habe heute nur Poti Nr1 ausgemessen. Der Motor wird mit 5V versorgt. Das Signal liegt bei 1,1V, unabhängig von der Drehzahl.

Das kann ich so nicht zuordnen. An welchen Pins hast du da gemessen?

Lief der Motor mit abgezogenem AGR ganz normal ohne Probleme?

Der Motor ist einmal nach dem Start ausgegangen und lief sonst bestens. Gemessen habe ich Pin B gegen Pin G am DK-Stecker.

1V kann stimmen, wenn der Motor mit Leerlaufdrehzahl läuft. Sollte aber ansteigen wenn du das Gaspedal kurz betätigst. Welchen wert liefert das andere Poti?
Wo hast du die 5V gemessen.

Das andere Poti habe ich gar nicht gemessen, weil mein Gaspedalbetätiger keine Zeit mehr hatte. Die 5V waren Spannungsversorgung gegen Masse. Und entsprechend natürlich 3,9V Spannungsversorgung gegen Signal an Poti 1. Alles war dabei drehzahlunabhängig und auch unabhängig davon, ob der Schlauch zwischen Luftfilterkasten und Drosselklappe drauf war oder nicht.

Wenn er mit abgestecktem AGR läuft, muss es aber ja daran liegen, oder liege ich da falsch? Er geht nur beim Start nach ein paar Sekunden aus, wenn ich das Gaspedal nicht betätige. Danach kann ich machen, was ich will und die Karre fährt, als wäre nie was gewesen. Die Fehlermeldung zum AGR (P0145 war es glaube ich) habe ich jetzt übrigens doch.

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