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Ankaufspreise BMW-Händler deutlich unter Schwacke-EK - Normal? Gründe? Erfahrungen?

Themenstarteram 20. Juni 2010 um 9:45

Hallo zusammen,

ich bin zur Zeit auf der Suche nach einem gebrauchten E91 dabei habe folgende Preisinformationen für meinen alten E46 (320iA, Lim, EZ 2002, 120 TKM, viele Extras) erhalten:

- Schwacke Händlerverkaufspreis: 9.450 Euro

- Schwacke Händlereinkaufspreis: 7.900 Euro

- Angebote von kleineren freien Händlern: 8.000 - 8.500 Euro (also im erwarteten Bereiche lt. Schwackeliste) (Inzahlungnahme)

- Angebote von BMW-Niederlassung / BMW-Händler 6.000-6.500 Euro (Inzahlungnahme)

Grundsätzlich würde ich lieber bei einem BMW-Händler bzw. einer BMW-Niederlassung ein BPS-Fahrzeug kaufen als bei einem kleinen freien Händler. Allerdings sind 2.000 Euro schon ein Wort.

1) Gibt es für die Preisdifferenz zwischen Schwacke Händlereinkaufspreis/EK freie Händler zum EK (Einkaufspreis) von BMW eine Begründung?

Beim Gespräch in der BMW-Niederlassung habe ich erfahren, dass Fahrzeuge dieses Alters nicht mehr durch die BMW Niederlassung vermarktet werden, sondern direkt in eine Auktion gehen. Mir wurde empfohlen mein "Selbstvermarktungsrecht" zu nutzen. Insgesamt hatte ich den Eindruck, dass man sich an "so einem Auto die Finger nicht schmutzig" machen möchte.

2) Wie sind Eure Erfahrungen beim Ankauf von älteren Fahrzeugen durch BMW Niederlassungen bzw. BMW-Händler?

3) Sind diese Auktionen der Grund für die niedrigen EK-Preise? (Reserve, damit der Händler nicht drauflegen muss, wenn die Auktion nicht läuft)

4) Ich gehe davon aus, dass ich bei einem Privatverkauf irgendwo zwischen Schwacke Händlereinkaufspreis und Schwacke Händlerverkaufspreis landen würde. Ist das realistisch?

5) Wie sind Euere Erfahrungen mit Privatverkäufen über z.B. mobile.de? Gibt es viele Händleranrufe mit unrealistischen Preispreisvorstellungen?

Im voraus vielen Dank für Euere Antworten.

Viele Grüße,

Oliver

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8 Antworten

Gebrauchtfahrzeug gegen Gebrauchtfahrzeug eintauschen = für den BMW-Händler meist uninteressant, damit hat er wieder ein Fahrzeug auf dem Hof stehen und muss deinen Alten evtl. noch aufbereiten, nen Ölwechsel machen ....und und und. Deswegen auch der unterschiedliche Angebotspreis.

Zu Pkt. 5:

Habe vor meinem Umstieg auf 316ti meinen Fiat Stilo auch über Mobile.de verkauft. Hatte nur 3 Anrufer innerhalb der ersten Woche, aber der 3. hat ihn dann probegefahren und anschließend auch gekauft. Setz ihn so ein, dass er nicht der Billigste in der Liste ist, sonst ist die Gefahr von "halbseriösen" Interessenten/Anrufern erhöht. Verhandeln kann man dann immer noch.

 

Hallo,

die Preise lt. Eurotax-Schwacke und auch Deutsche Automobil Treuhand (DAT) verstehen sich grundsätzlich

als Händlereinkaufspreise. Händlerverkaufspreise werden von beiden renomierten Marktbeobachtern nicht

herausgegeben.

Selbst diese Händlereinkaufspreise sind für den Händler nur Anhaltspunkte für die Preisbildung und somit

nicht verbindlich.

Es würde der freien Marktwirtschaft zutiefst widersprechen, würde man dem Unternehmer (Autohändler)

den Preis diktieren.

Die veröffentlichten EKP resultieren aus einer gezielten Beobachtung u. Recherche des Automobilmarktes

u. dienen dem Händler als Empfehlung, nicht mehr und nicht weniger. Diese Preisangaben können also

als Spiegelbild der Marktsituation zu einem bestimmten Zeitpunkt angesehen werden.

Die Einführung der sg. Abwrackprämie u. deren negative Auswirkungen insbesondere auf den Gebraucht-

fahrzeugmarkt sind noch längst nicht überwunden.

Ganz zu schweigen von den Auswirkungen im Service- und Reparatursektor.

MfG carfan-48

Themenstarteram 20. Juni 2010 um 13:27

Vielen Dank für die beiden schnellen Antworten.

 

Zitat:

die Preise lt. Eurotax-Schwacke und auch Deutsche Automobil Treuhand (DAT) verstehen sich grundsätzlich

als Händlereinkaufspreise. Händlerverkaufspreise werden von beiden renomierten Marktbeobachtern nicht

herausgegeben.

Zumindest Schwacke gibt die beobachteten Händerverkaufspreise an. Siehe Anhang.

Zitat:

Selbst diese Händlereinkaufspreise sind für den Händler nur Anhaltspunkte für die Preisbildung und somit

nicht verbindlich.

Es würde der freien Marktwirtschaft zutiefst widersprechen, würde man dem Unternehmer (Autohändler)

den Preis diktieren.

Die veröffentlichten EKP resultieren aus einer gezielten Beobachtung u. Recherche des Automobilmarktes

u. dienen dem Händler als Empfehlung, nicht mehr und nicht weniger. Diese Preisangaben können also

als Spiegelbild der Marktsituation zu einem bestimmten Zeitpunkt angesehen werden.

Die Einführung der sg. Abwrackprämie u. deren negative Auswirkungen insbesondere auf den Gebraucht-

fahrzeugmarkt sind noch längst nicht überwunden.

Ganz zu schweigen von den Auswirkungen im Service- und Reparatursektor.

MfG carfan-48

Ich hätte erwartet, dass eine aktuelle Bewertung von Schwacke auch die Auswirkungen der Abwrackprämie abbildet. Das die Preise von den Marktbeoachtern keine Preisverpflichtung für die Einkäufer (bzw. Verkäufer) darstellen ist klar. Aus diesem Grund habe ich ja dann auch erst Mal nicht verkauft. :) Mich verwundert der große Unterschied zwischen freien Händlern und den Vertragshändlern. Könnte mir (wie von e46alex geschrieben) vorstellen, dass die freien Händler den alten Gebrauchtwagen eher als neue Geschäftmöglichkeit sehen, wohingegen die BMW-Händler hierin eher einen reinen Aufwand sehen, welchen sie ohne großen Verlust schnell an einen weiteren Händler weiterreichen. Dieses Weiterreichen des Fahrzeugs geht bei einem niedrigen Preis natürlich schneller.

Für mich zeichnete sich folgende Dreiteilung der Preisstaffelung ab und wüßte gerne, ob dass auch andere so kennen oder beobachten:

- Händlerverkaufspreis - in meinem Beispiel 9.450 Euro

- Händlereinkaufspreis (Händler vermarktet Fahrzeug selbst weiter) - in meinem Beispiel 7.900 Euro

- Händereinkaufpreis reduziert (Händler verkauft Fahrzeug weiter) - in meinem Besipiel 6.000 Euro

Viele Grüße,

Oliver

 

 

 

Nimm einfach mal an, du wärst selbst Händler und hättest dich mit deinen Gebrauchtwagenangebot auf ein bestimmtes Segment spezialisiert - z.B. Alter 1-5 Jahre. Damit verbunden ist auch eine bestimmte Käuferzielgruppe. Wenn du nun ein deutlich älteres Fahrzeug in Zahlung nimmst, paßt es eben nicht in dieses Segment bzw. zur angepeilten Zielgruppe. Also versuchst du es an einen anderen Händler weiterzuverkaufen, zu dessen Zielgruppe es besser paßt.

Das ganze ist ja auch nicht weiter problematisch, wenn du für dein Auto auch einen anderen Käufer findest, der einen besseren Preis zahlt. Das Auto beim Händler in Zahlung zu geben, ist zwar die bequemste, aber nicht immer wirtschaftlichste Lösung. Du kannst ja versuchen, mit dem Verkäufer des neuen Gebrauchten bei Inzahlungnahme bis zum Datum x einen bestimmten Preis zu vereinbaren, mit dem Recht, wenn du den Wagen vorher privat zu einem besseren Preis verkaufen kannst, ihn eben privat zu verkaufen.

Bei den genannten Preisunterschieden sollte schon ein gewisser Handlungsspielraum drin sein, um ein Auto auch privat zu verkaufen. Den kannst du z.B. nutzen, um im Bedarfsfall TÜV oder Inspektion gleich neu zu machen und einen privaten Käufer mit einem frischen ADAC-Gebrauchtwagen-Check vom guten Zustand deines Wagens zu überzeugen.

Die Schwacke Liste zeigt 7.900 EUR incl. MWSt.

Da bei Inzahlungnahme von Privat im Inzahlungnahmepreis jedoch keine MWSt. enthalten ist, muss der Händler aus der Schwacke-Empfehlung einen Nettopreis bilden, der bei incl. 7.900 nur noch excl. 6.638 beträgt - gar nicht mehr so weit von den angebotenen 6.500 EUR entfernt ;-)

@ Madtos

Vielleicht noch folgende erläuternde Hinweise zu Tendenzen im Gebrauchtwagenhandel.

Infolge der Abwrackprämie werden gerade von nicht markengebundenen Händlern zum Ankauf Wagen

der Preiskategorie 2.000 - ca. 3.500 € (Ankauf) gesucht.

Von diesen Wagen sind eben sehr viele "durch die Presse gegangen".

Man darf dabei auch nicht vergessen, daß Wagen verschrottet wurden, welche zwar 9 Jahre alt waren,

aber erst orginal 38 Tkm gelaufen sind.

Im Raum Berlin wurden Wagen verschrottet die, hätte man sie verkauft, einen Erlös gebracht hätten, der

über der sg. Abwrackprämie gelegen hätte.

Die vielen Neuzulassungen tauchen in den meisten Fällen frühestens nach 3, 4, Jahren erst wieder

als Gebrauchtwagen auf.

Pkw der oberen Mittelklasse u. der Oberklasse stehen sich bei den Händlern "die Reifen platt".

Standzeiten bei den Händlern von 3 - 4 Jahren sind durchaus keine Seltenheit.

Hier hat die Kampagne in den Medien von den CO 2-Schleudern u. Spritfressern voll ihre beab-

sichtigte Wirkung erreicht.

Über die Auswirkungen im Werkstattbereich will ich hier nicht ausführen.

Soviel sei gesagt: Wenn die Werkstattkette Pit-Stop Filialen schließt u. ATU drastisch Arbeitskräfte

reduziert, so kommt das nicht von ungefär.

Letzten Endes sind das Faktoren, die einen direkten Einfluß auf die Preisbildung u. Kalkulation im

Gebrauchtwagenhandel haben.

MfG carfan-48

Themenstarteram 20. Juni 2010 um 19:31

Vielen Dank an alle für die hilfreichen Antworten.

Sofern hier keine völlig neuen Erkenntnisse kommen, dann werde ich sehr wahrscheinlich den vorgeschlagen Weg gehen und den Wagen privat verkaufen und zusätzlich einen Zeitraum (ein bis zwei Monate) mit dem Händler vereinbaren in welchem ich das Auto bei ihm zu einem definierten Preis in Zahlung geben kann.

Der Spielraum zw. 6.500 Euro und 9.700 Euro ist mit 3.200 Euro so groß, dass sowohl ich als auch ein möglicher Käufer davon profitieren kann.

Das Vorgehen der Händler bzw. Zielgruppe und Weiterverkauf kann ich nachvollziehen.

Danke und viele Grüße,

Oliver

Zitat:

Original geschrieben von Madtos

 

Das Vorgehen der Händler bzw. Zielgruppe und Weiterverkauf kann ich nachvollziehen.

.

.

Ich find's eher traurig daß das so gehandhabt wird ...so stehen womöglich viele "gute Gebrauchte" bei irgendwelchen Fähnchenhändlern wo sie viele schon aus Prinzip nicht kaufen wollen nur weil sie älter als 5 Jahre sind und der BMW Niederlassung nicht mehr ins Konzept passen.

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