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Alle Audi Diesel V6 seit Ende 2015 mit sog. Schummelsoftware ausgeliefert...

Audi A4 B9/8W
Themenstarteram 23. Januar 2018 um 9:35

Hallo Zusammen,

habe gestern in mehreren Medien gelesen bzw. gehört, dass Audi alle V6 Diesel über alle Baureihen, also gerade die mit der neuen Technologie mit manipulierter Software ausrüstet.

http://www.t-online.de/.../...i-zwangsrueckruf-fuer-dieselmodelle.html

Unabhängig wie man zu diesem Thema steht, sehe ich hier einen riesigen Vertrauensbruch gegenüber allen Käufern dieser Fahrzeuge. Bisher war ich der Meinung mit der Adblue Technologie bin ich auf der sicheren Seite und der Schadstoffausstoss ist geregelt vor allem nachdem die Problematik bei den anderen älteren Dieselmotoren ja nun schon jahrelang bekannt ist. Nein es wird offenbar weiter eine Software eingesetzt,die nicht regelkonform ist.

Welche rechtlichen Probleme werden nun auftreten?

Was machen Kunden die ein solches Fahrzeug bestellt haben und nun ein Auto kaufen ( müssen?) was von vornherein nicht den gesetzlichen Vorgaben entspricht. Was wird mit Besitzern dieser Fahrzeuge, die ein Motorupdate an Ihren Fahrzeugen verbaut haben, sind diese dann noch einsatzfähig und wenn nicht, wer übernimmt dann die Kosten für Anpassung, Rückbau/Rückgabe?

Mich würden hier Eure Meinungen interessieren. Emotionale Kommentare sind zwar für meine Seele gut helfen aber auf fachlicher Basis nicht weiter. Vielleicht äußern sich hier vor allem mal die Profis und Kenner der Szene zu der aufgeworfenen Problematik und hier nicht genannten zugehörigen Themen.

Ich bin gespannt.

Danke

VG

Hans

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151 Antworten

Hi Hans.

Danke für deinen Thread, stellt er doch viele Fragen, die sich mir jetzt auch stellen.

Eins kann ich mit ziemlicher Gewissheit (bin trotzdem nur Viel-Leser gewesen und kein Techniker) sagen: Du hast dich in falscher Sicherheit gewägt, denn bei den gesamten Diesel-Problemen ging es fast immer um Programme, die die AdBlue Einspritzung im Straßenbetrieb drastisch reduziert haben und somit umgekehrt die Werte auf dem Prüfstand verbessert haben, da dort die Situation erkannt wurde und mehr davon eingespritzt wurde. Soweit mein Stand.

Was da jetzt auf uns zukommt, da bin ich allerdings ebenfalls ziemlich ratlos und befürchte, dass wir als Deutsche Kunden ziemlich entschädigungsfrei und verarscht aus der Sache rausgehen werden...

Grüße

Ich bin nicht sicher ob in allen dieser Diesel PKW auch eine AdBlue Anlage verbaut war. Es gibt ja viele Euro 6 Autos ohne AdBlue.

Es ist durchaus möglich, hier eine Entschädigung zu erhalten. Dazu braucht man jedoch einen guten Anwalt.

 

Die Schummelei bewirkt auf dem Prüfstand eine schnellere Erwärmung des Abgastraktes und damit bessere Abgaswerte. Ohne die können die NEFZ Grenzwerte auf dem Prüfstand nicht eingehalten werden, denn damit der SCR Kat funktioniert, bedarf es der nötigen Temperaturen.

 

Das hat hier aber nichts mit den realen Werten im Straßenverkehr zu tun, da der PKW i.d.R. vorrangig mit betriebswarmem Abgastrakt bewegt wird.

 

Mit dem neuen realistischerem Prüfzyklus sollte das auch egal sein. Die Aktion ist also reine Tängelei der Behörden.

 

PS:

Ich bin gespannt, wie Audi das in den Griff bekommen will. Dafür gibt es nämlich keine Softwarelösung!

Heißt das, ich muss in auch in Zukunft nicht damit rechnen, alle 2000km AdBlue nachzukippen? Ist ja schonmal was...

Gibt es denn Anwälte, die z.B. damit werben, dass sie bereits Erfolg hatten bei VW und Co?

Ja, die Anwälte gibt es und es sind vereinzelt auch schon Prozesse gewonnen worden. Aber ob die seriös sind, kann ich nicht sagen und zu den Erfolgsaussichten auch nicht. Ohne Deckungszusage der RS wäre mir das auch zu riskant.

 

Das Problem an der Nummer hier ist, dass man beim Prüftyklus bescheißt, was das Erlöschen der Betriebserlaubnis nach sich ziehen kann. Im Realbetrieb wird alles in Ordnung sein.

 

Beim alten Skandal war es andersrum. Da hat man im Realbetrieb geschummelt um SCR und Sprit zu sparen.

Audi/VW hat Software verwendet deren Einsatz fragwürdig ist. In Teilen sogar illegal. Das gehört sanktioniert. Ohne Frage! Es ist alles andere als in Ordnung was hier passiert ist. Aber die Folgen für den einzelnen Käufer sind allerhöchstens auf dem Papier zu finden.

Wo ist - stand jetzt - für einen Käufer eine Klage gerechtfertigt?

Weil der Hersteller einen Verbrauchswert angegeben hat der nicht zutrifft?

Dann sind alle Hersteller zu verklagen, denn diese treffen nie zu. Die Messmethoden sind einfach zu realitätsfremd.

Weil er sich verarscht fühlt?

Wer ein Auto nach Verbrauchswerten auf dem Papier kauft und derzeit bei Audi/VW landet sollte sein Handeln überdenken.

Fahrverbote und Stillegungen wird es nicht geben. Davon bin ich zu 100% überzeugt. Denn der daraus resultierende Schaden - unabhängig von dann zurecht klagenden Käufern - wäre unverhältnismäßig.

Zum Ende noch 2 Anregungen über die es sich ggf. lohnt nachzudenken:

1. Nicht zufällig schreien hier diejenigen am lautesten die ohnehin mit ihrem Auto unzufrieden sind.

2. Erst die Euro X Vorgaben der Politik haben die Hersteller (ja, nicht nur Audi/VW) dazu gebracht zu illegalen Mitteln zu greifen. (Nein, Der Schutz der Umwelt und Gesundheit ist mir nicht egal)

Zitat:

@R2_D2 schrieb am 23. Januar 2018 um 10:27:10 Uhr:

Ja, die Anwälte gibt es und es sind vereinzelt auch schon Prozesse gewonnen worden. Aber ob die seriös sind, kann ich nicht sagen und zu den Erfolgsaussichten auch nicht.

Dann mal her mit den Fakten. Wo sind die Präzedenzfälle? Nicht mal ein Urteil eines AG wirst Du finden. Es gibt nämlich keine.

Themenstarteram 23. Januar 2018 um 11:29

Zitat:

@Baschi schrieb am 23. Januar 2018 um 10:47:02 Uhr:

 

Zum Ende noch 2 Anregungen über die es sich ggf. lohnt nachzudenken:

1. Nicht zufällig schreien hier diejenigen am lautesten die ohnehin mit ihrem Auto unzufrieden sind.

Damit wir uns recht verstehen, ich bin sehr zufrieden mit meinem Fahrzeug und möchte dieses Auto noch etliche Jahre fahren ohne Angst haben zu müssen irgendwann einem Fahrverbot ausgesetzt zu sein und vielleicht noch Leistungsverlust, Mehrverbrauch, undefinierbare Folgeschäden und zusätzlich noch Wertverlust bzw finanzielle Aufwendungen erleiden zu müssen

Google wirst Du doch noch bedienen können, oder? Da poppen Urteile in rauhen Massen hoch und einige haben auch ihr Geld wiederbekommen.

 

Mit sich verarscht fühlen hat das alles nichts zu tun. Es wurde schlichtweg im großen Stil betrogen. Das wurde in USA mit allen Mitteln sanktioniert. In Deutschland ist das auch möglich, nur muss hier aufgrund der Rechtsform jeder selbst Klage einreichen. Einfach mal im BGB schmökern ;)

 

Und die, die am wenigsten Probleme mit ihrem Fahrzeug haben, wettern am lautesten dagegen. So what?

Zitat:

@Pendler2004 schrieb am 23. Januar 2018 um 11:29:03 Uhr:

Zitat:

@Baschi schrieb am 23. Januar 2018 um 10:47:02 Uhr:

 

Zum Ende noch 2 Anregungen über die es sich ggf. lohnt nachzudenken:

1. Nicht zufällig schreien hier diejenigen am lautesten die ohnehin mit ihrem Auto unzufrieden sind.

Damit wir uns recht verstehen, ich bin sehr zufrieden mit meinem Fahrzeug und möchte dieses Auto noch etliche Jahre fahren ohne Angst haben zu müssen irgendwann einem Fahrverbot ausgesetzt zu sein und vielleicht noch Leistungsverlust, Mehrverbrauch, undefinierbare Folgeschäden und zusätzlich noch Wertverlust bzw finanzielle Aufwendungen erleiden zu müssen

+1

Lieber Baschi

Ich bin extrem zufrieden mit dem Auto(!!!), trotzdem darf die Frage hier wohl gestellt werden, ohne völlig haltlose Unterstellungen gemacht zu bekommen, die nebenbei deine Glaubwürdigkeit für mich sowieso in den Keller ziehen. Mag sein dass du der Ansicht bist, der Kunde hat das hinzunehmen und muss mit der mehr oder weniger bitteren Pille leben. Das ist und bleibt DEINE persönliche Einschätzung, die dich nicht dazu berechtigt, hier aggressive Kommentare gegen andere zu wettern und ihnen zu unterstellen, sie haben sowieso Probleme mit dem Auto. Typisch Internet eben...

Themenstarteram 23. Januar 2018 um 11:46

es geht schon wieder so wie in vielen Themen hier, jeder ist schlauer wie der andere, wirklich zum Thema beigetragen wird nicht wirklich.

Wenn es nach google geht kann ich mich auch selbst operieren......

Wenn jemand wirklich Ahnung von der Rechtslage hat, dann gern hier einstellen. Auf zig Meinungsäußerungen

über irgendwelche Urteile einzugehen bringt uns doch alle nicht weiter.

Und nun bitte zurück zum Thema.

Danke

Zitat:

@R2_D2 schrieb am 23. Januar 2018 um 11:38:25 Uhr:

Google wirst Du doch noch bedienen können, oder? Da poppen Urteile in rauhen Massen hoch und einige haben auch ihr Geld wiederbekommen.

Mit sich verarscht fühlen hat das alles nichts zu tun. Es wurde schlichtweg im großen Stil betrogen. Das wurde in USA mit allen Mitteln sanktioniert. In Deutschland ist das auch möglich, nur muss hier aufgrund der Rechtsform jeder selbst Klage einreichen. Einfach mal im BGB schmökern ;)

Und die, die am wenigsten Probleme mit ihrem Fahrzeug haben, wettern am lautesten dagegen. So what?

Offenbar kann ich Google nicht bedienen. Bitte zeige mir ein rechtskräftiges Urteil welches nicht auf einen Vergleich hinaus gelaufen ist.

Reicht Dir die Zusammenstellung einiger Urteile der Stiftung Warentest in deren FAQ?

Verbraucherfreundliche Gerichtsentscheidungen

PS:

Wenn dort steht "nicht rechtskräftig" bedeutet das nicht, dass der Fall verloren wurde. Der Kläger hat durch das Gericht Recht bekommen, der Angeklagte jedoch Berufung eingelegt, über die noch nicht entschieden wurde. Das kann sich Jahre hinziehen. Das Problem dabei ist die Nutzungsentschädigung. Wenn man nach X Jahren dann endlich Recht bekommt und dann z.B. 250000km auf der Uhr hat, geht man leer aus. Aber es steht einem ja frei, das Fahrzeug abzumelden und die Sache in Ruhe abzuwarten.

Es gibt aber auch schon einige rechtskräftige Urteile dazu.

PPS:

Erfolgreich klagen kann man jedoch nur, wenn man das Hardware-/Software-Update NICHT durchführen lässt. Mit der Durchführung gibt man die Einverständnis zur Modifiktion und allen Folgen, die sich draus ergeben (höherer Sprit/SCR-Verbrauch, zurußen der AGR oder des DPF, mögliche Motorschäden, etc). Vor Gericht hat man dann anschließend keine Handhabe mehr gegen den Hersteller bzw. Händler.

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