Abgasskandal EA189 - wer hat schon die neue Software?
Hat schon jemand Erfahrungen mit der neuen Software im 2.0 tdi?
Beste Antwort im Thema
Hat wer gestern Abend auf in der ARD diese Reportage über die gesamte Situation mit dieser Abgasmanipulation gesehen ? Der Grüne Herr Trettin hat schon 2003 darüber gesprochen und "wollte etwas unternehmen". Jetzt hat er keine Meinung mehr dazu. Es war allen (!) in der Regierung bekannt, was da abgeht. Krass: BMW hat eine Anweisung zur "AGR-Reduzierung" parat, wenn ein Auto bzw. der Motor schon einmal Probleme mit der Verkokung hatte. Per SW wird dann viel weniger Abgas rückgeführt und die Wolke hintenraus somit wieder sichtbar. Es sind Seilschaften, es ist Lobbyarbeit, es ist Verarsche und Volksverdummung auf oberster Ebene. Antwort BKA darauf angesprochen: "Im Ausnahmefall zum Schutz des Motors ist das zulässig ...". Es ist derzeit nicht nachvollziehbar, bei wie vielen Autos das schon durchgeführt wurde. Das zeigt (mir) doch wieder ganz deutlich, daß das "vorgeschriebene" Update die Tatsachen völlig ignoriert und nur Alibifunktion hat. Der Michel soll sich nach 2-3 Jahren halt schon wieder ein neues Auto kaufen. Ob das dann garantiert wirklich sauberer ist, bleibt doch offen. 🙄
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Zitat:
@frslo schrieb am 2. März 2017 um 19:45:08 Uhr:
Zitat:
@tetekupe schrieb am 2. März 2017 um 18:19:50 Uhr:
Genau, aber nur wenn man sowieso vorhatte das Update durchführen zu lassen.Ich glaube du siehst die ganze Sache viel zu schwarz. Das Update wurde von den Behörden freigegeben und ich kann für mein Fahrzeug sagen es hat kein negativer Einfluss. Natürlich ist das immer eine subjektive Bewertung. Der eine sieht das so der andere so. Vieleicht ist das Fahrzeug wirklich etwas lauter, was man aber nur durch Messungen beweisen kann. Der Verbrauch ist bei gleicher Fahrweise annähernd gleich. Ich habe über die Betriebszeit meines Autos eine Excel-Tabelle gefühlt.
Was mich aber ärgert ist, dass ich aufgrund dessen dass ich sehr früh das Update realisieren lassen habe an dieser Serviceaktion nicht teilhaben kann. Da werde ich aber diesmal hart bleiben und bin jetzt schon gespannt was mir der Servicemitarbeiter bei der Abholung meines Wagens morgen mitteilen wird.frslo
Nein, ich sehe das nicht "zu schwarz". Die Berichte von Opfern des Dieselbetrugs, die nach dem Update mit Folgeschäden und finanziellen Mehrbelastungen zu tun haben, können Behörden auch durch noch so viel Weißmacherei nicht vermeiden.
Die Ergebnisse der geänderten Software durften von den Herstellern selbst geprüft und dem KBA zur Genehmigung vorgelegt werden. Ingenieure haben sich bei den Beamten für die "freundliche Kooperation" bedankt (Veröffentlichung interner Mails in diversen Nachrichtenmagazinen, z.B. DER SPIEGEL). Soviel zu der Scheinsicherheit, dass alles okay wäre, nur weil die Behörden es "freigegeben" haben.
Die Strategie ist klar, die Kunden werden eingeschüchtert (als Entschuldigung verkleidete Drohbriefe, Stilllegung), oder geködert (Servicepaket, wenn Update durchgeführt wird) und am Ende bleiben dann ein paar wenige Verweigerer übrig, die man mit Nichterteilung der TÜV-Plakette noch eiskalt erpressen kann. Was evtl. auch kein Problem sein wird, weil die wenigen Verweigerer keine Lobby haben bzw. evtl. das Medienecho viel zu schwach sein wird. Außerdem kann man die wenigen dann ja immer noch bilanzschonend entschädigen, wenn alles andere keinen Erfolg hatte.
Der Update-Zwang durch den TÜV, der mit Herstellern, Prüforganisationen und Politik beschlossen werden wird ist nichts andere als eine staatlich geplante Enteignung bzw. Kapitalvernichtung auf Kundenseite zum Wohle der Industrie und der Arbeitsplätze und der Steuereinnahmen der Bundesrepublik.
Das Gemeinwohl steht eben über dem Einzelwohl. Also, zur Kasse bitte! Gern nach euch...
Zitat:
@frslo schrieb am 3. März 2017 um 13:02:32 Uhr:
Weiß jemand ab wann es die Aktion, 15,00€ für 24 Monate, gibt?
Mindestens schon bekannt seit etwa März 2016 (erste Meldungen). Damals gab es das Software Update für die meisten Modelle auch noch garnicht.
-> http://www.motor-talk.de/.../vw-skandal-t5443622.html?...
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War heute mit meinem A6 2,0 TDI beim TÜV Nord. HU ohne Mängel bestanden. Update spielte absolut keine Rolle 😁
Ich hab meinen am 18. Dezember 2015 gekauft und beim Kauf als zusätzlichen Anreiz das beschriebene Paket (24 Monate Service und Betriebsstoffe, maximal 40 tkm) bekommen, allerdings gratis. Beim 90.000er Service im September musste ich nur nen 50er für die Reinigung der Wasserabläufe in den Kotflügeln zahlen, der Rest ging auf AUDI. Allerdings haben die mich bei der Abgabe erstmal alle angeschaut wie bei "Verstehen Sie Spaß", als ich ihnen erzählte, dass ich nichts für den Service bezahlen müsse... Erst Rücksprache mit der Audi Leasing und Vorzeigen des Servicevertrags meinerseits brachten den gewünschten Erfolg.
Die glauben nicht mal an ihre eigenen Verträge, da überrascht mich die Ahnungslosigkeit einiger Händler nicht, deretwegen hier einige User das Servicepaket "verpasst" haben.
So, ich war heute mein Auto abholen und habe leider meinen Serviceberater nicht sprechen können. Ein wirklich angenehmes Gespräch mit dem Werkstattleiter und einer Mitarbeiterin von der Rezeption ergab folgendes: Es scheint wirklich in meinem Autohaus so zu sein, dass die wirklich nichts wussten, bis da ein Kunde kommt und fragt. Nun haben wir uns erst einmal geeinigt, dass ich erst einmal abwarte was der Audi Kundenservice mir schreibt. Ich habe heute Abend schon eine Zwischenantwort, von Audi, erhalte. Man bittet um Entschuldigung wegen der langen Bearbeitungszeit und meldet sich sofort, sobald die notwendigen Informationen aus der verantwortlichen Fachabteilung vorliegen.
Ich habe ein gutes Gefühl und hoffe, dass auch meine Werkstatt, wenn Audi sich querstellt, noch einmal versuchen wird etwas zu erreichen. Die sind ja selbst total ,,unterinformiert‘‘. Ich warte erst einmal ab, bis sich mein Servicemitarbeiter bei mir meldet, vielleicht geht ja doch noch was.
frslo
Wenn die "Deutsche See" als Großkunde nun VW auf Schadenersatz verklagt, die bayrische Polizei das Update verweigert, weil damit ein neuer Vertragsbestand bzgl. Garantie und Gewährleistung entsteht, der eine Geltendmachung eventueller späterer Folge-Schäden und -Kosten erschwert bzw. ganz verhindert, dann muss man schon aufhorchen.
Werbeversprechen oder verbale Statements - ein Update verursache keinerlei Nachteile - zählen nicht, nur eine entsprechende schriftliche Garantie (wie in den USA). Der VW-Konzern versucht die Kosten des Abgas-Skandals irgendwie zu deckeln, für sich und die Aktionäre überschaubar machen, aber auch auf Kosten der Kunden. Und es wird ein penetranter Druck hauptsächlich auf Kunden in D (2,6 Mio betroffene Fahrzeuge) ausgeübt, durch Briefe, Service-Niederlassungen, evtl. keine HU-Plakette mehr usw. Das KBA wird letztendlich nicht bzgl. Stilllegung aktiv werden, dafür sorgen schon, wie immer, Auto-Lobby und Politiker bei dieser System relevanten Branche.
Dass an den Befürchtungen für spätere Folgen einer Umrüstung was dran ist, zeigt dieser Artikel http://www.focus.de/.../...-000-kilometern-neue-filter_id_6525117.html .
Kunden in den USA werden nicht nur großzügig entschädigt, erhalten zusätzlich umfangreiche Garantien sowie Rückkaufsrecht.
In Phase 1 wird die Betrugs-Software entfernt.
In Phase 2 werden ab 2018 dann noch kostenlos Dieselpartikelfilter, NOx-Speicherkatalysator und ggf. Teile eines SCR-Systems, NOx-Sensor usw. erneuert.
Tja, in D gibt es nur die Phase 1 und damit wälzen VW/Audi/Skoda/Seat/usw hier das finanzielle Problem auf die Kunden ab. Doch dies köönte noch zum Bumerang bei den Verkaufszahlen in D werden!
Den zukünftigen Porsche Panamera-Kombi "Sport Turismo" soll es als Hybrid mit 3.0l-Benziner geben, damit kann man aber auch CO2 schön rechnen. Beim alternativen 4l-V8-Diesel könnte man über verfügbares Bauvolumen für die Abgasreinigung und entsprechendem Preisaufschlag eine saubere Diesel-Lösung hinbekommen. Ein Dieselmotor hat wohl eine Zukunft in gewissen Anwendungs- und Preis-Bereichen. Ein großer AdBlue-Tank, dessen Masse auch Energie fressend mitgeführt werden
mnuss, AdBlue-Kosten sowie Betankungsumstände kommen dazu. Bei den kleinen Audis und VWs wird es in Zukunft wohl keine Diesel, zumindest keine echt sauberen, mehr geben. Und ein A6 Einstiegs-Diesel wird aufwändiger und teurer werden. Beim VW Amarok wurde nach Bekanntwerden des Diesel-Skandals und Update-Problemen der 2.0l-VW-Diesel durch einen 3.0l-Audi-Diesel ersetzt. Ein weiteres Indiz ist der A6 im Audi-Konfigurator mit 3.0l-TDI ohne(!) Quattro.
Beim avisierten Diesel-Verbot in Stuttgart und anderen Ballungszentren oder blauer Plakette muss man sich halt eine neue Version von Abwrack-Prämie einfallen lassen. Der Wiederverkaufswert von Diesel-PKWs geht ja schon allmählich runter.
So ist es. Und die langfristige Wertentwicklung gebrauchter Euro-5-Diesel und besonders von VAG-Modellen mit den vom Dieselskandal und Update betroffenen Motoren gleicht einem Blick in die berühmte Glaskugel. Prognosen zum Restwert, die Panik und Verunsicherung von Kunden vermeiden sollen, halte ich für nicht seriös.
Wenn ich schon vor Kauf eines Wagens mit den "update-Motoren" weiß, dass seine Komponenten im Motor und Abgassystem durch das Update beeinträchtigt sein können und Folgeschäden verursachen bzw. der Verschleiß teurer Bauteile viel früher eintritt, dann würde ich den Wagen nicht kaufen. Das betrifft in absehbarer Zeit eine ganze Generation jüngerer VAG Gebrauchtwagen mit diesem Update. Sollen die dann alle "im Kundenauftrag" oder nach Übersee verkauft werden?
Da helfen nur langfristige Garantien, sonst sind diese zukünftigen Gebrauchtwagen bald unverkäuflich.
Worin besteht eigentlich der Unterschied zwischen Chiptuning und einem Software Update des Steuerteils?
Das machen doch viele freiwillig und sind alle überzeugt davon.
Zitat:
@frslo schrieb am 4. März 2017 um 07:35:46 Uhr:
Worin besteht eigentlich der Unterschied zwischen Chiptuning und einem Software Update des Steuerteils?
Das machen doch viele freiwillig und sind alle überzeugt davon.
Entschuldige bitte, aber ich bin nicht ganz sicher, ob deine Frage ernst gemeint ist.
Ein Chiptuning mit dem Ziel der Leistungssteigerung und ein Update mit dem Ziel der Sollwert-Erreichung der Verbrennungsrückstände sind offensichtlich nicht ganz identisch.
Zudem kann man zwar von seinem Chiptuning "überzeugt" sein, die Schadensanfälligkeit oder sonstige Risken mindert das aber nicht. Kaufen würde ich ein Fahrzeug mit Chiptuning auch nicht.
Das wirst Du aber bei Gebrauchtwagenkauf oft nicht wissen, da der Verkäufer meist das Chiptuning einfach wieder entfernt und diese Zeit verheimlicht😉.
BTT: Das Inlandsverkaufsproblem wird der Konzern erst nach der "Leasing-Totzeit" und/oder der üblichen Neuwagenhaltezeit von 3-5 Jahren, also ab ab 2019 erleben. Ich bin sicher, dass ich nicht der einzige sein werde, der aus obenstehend beschriebenen Gründen (seit Trump werde ich erst recht keine US-Kunden "quersubventionieren", genausowenig wie Millionenabfindungen für Ömchens mit 1-Jahresvertrag und beheizte Vorstandskarpfenteiche mitbezahlen...). Kürzer: Nach 5 Neufahrzeugen... nie wieder ein Fahrzeug aus diesem Konzern!
Ich meine, dass beim Chiptuning auch Bauteile kaputt gehen können, die durch Veränderungen der Sollwerte, erhöhte Beanspruchung unterliegen
Die Belastung für den Motor führt abhängig davon, ob der Käufer etwas vom Chiptuning weiß oder das nachvollziehen kann, häufig zu Folgeschäden.
Beim Update weiß man ja zum Glück ziemlich sicher, welcher Motor es erhalten hat... 😁