8HP-55A unsauberer Schaltvorgang vom 1. im 2. Gang im warmen Zustand

Audi A6 C7/4G

Hallo zusammen,

hiermit melde ich mich bezüglich meines Getriebeproblems bei einem A6 4G 3.0BiTDI 320PS, da ich sowohl beim Freundlichen, als auch beim Getriebespezialist und anderen erfahrenen Mechanikern, nicht weiter gekommen bin, wende ich mich an euch.
Das Auto hat aktuell 215.000km und das Problem besteht seit mind. 50.000km.
Beschreibung des Problems: sobald das Auto etwas warm gefahren wurde (nach 10-20km Autobahn) schaltet das Getriebe vom 1. im 2. Gang sehr ruckelig und schlagartig den Gang um. Ab und zu sind die Symptome noch ausgeprägter und es fühlt sich für etwa 1-2sec so an, als ob das Auto nicht wüsste im welchen Gang es schalten soll und daraufhin schlägt es den Gang sehr schnell rein. Wenn der Extremfall auftritt, fällt die Drehzahl des Motors und kommt wieder in den richtigen Drehzahlbereich nachdem die Getriebe den 2. Gang drin hat. Der Schaltvorgang fühlt sich sehr rückelig an.
Der unsaubere Schaltvorgang ist nur vom 1. im 2. Gang zu bemängeln, alle anderen Schaltvorgänge fühlen sich normal an. Im Getriebesteuergerät-Fehlerspeicher sind keine Einträge vorhanden. Der Kupplungsbelag (Dicke) und die dazugehörigen Drücke (alle in - Bereich) wurden im kalten Zustand ausgelesen und es sieht alles gut bis sehr gut aus. Zu erwähnen ist noch, dass das Problem nur auftaucht, wenn das Auto im 'D' Modul fährt und ´´Untertourig`` bei ca. 1200 U/min den Gang wechselt(1-->2). Der Schaltvorgang wurde mit VCDS überwacht und das Problem taucht dann auf, wenn der Motor unter 80Nm liefert und das Getriebe vom 1. im 2 Gang schaltet.
Wenn man im S-Modus oder im D mit mäßig bis viel Gas fährt und das Getriebe bei <1500 U/min die Gänge vom 1 --> 2 wechseln muss, taucht das beschriebene Szenario nicht mehr auf. Beim zurückschalten vom 2 --> 1 fällt nichts negatives auf. Im M-Modus kann man sogar Untertourig den 2 Gang schalten und man merkt kein Schaltvorgang.
Bis jetzt wurde bei 170.000km das Getriebeöl gewechselt, bei 200.000km wurde das Getriebe (nur mit Getriebeöl) gespült und alle Adaptionswerte, sowie die Adaption-Counter, zurückgesetzt. Außerdem wurde der LMM getauscht. Der Temperaturfühler im Getriebe, Motoröl und Kühlwasserkreislauf scheinen plausibel zu sein.
Alle durchgeführten Maßnahmen brachten keinen Erfolg. Das schlechte Schaltverhalten ist nach wie vor fast immer (sporadisch und nicht reproduzierbar) im warmen Zustand da. Audi selbst findet keine passende Lösung, der Getriebespezialist Don Simon tendiert zu einem Softwareproblem und ZF selber glaubt, es könnte an einem defekten Sensor liegen, dass der Getriebe ab und zu falsche Werte liefern würde.

Ich wäre Ihnen sehr Dankbar, falls mir jemand bei meiner Problemsuche weiter helfen könnten!

Getriebe Softwareversion
Motor Softwareversion
Adaptionszähler (wurde zurückgesetzt)
+3
87 Antworten

Zitat:

@freax schrieb am 11. September 2023 um 14:29:16 Uhr:


Bei mir dasselbe mit dem Adaptionszähler. Hattet ihr mal eurer Getriebe optimieren lassen? Bsp. Drehmomentanhebung.
Mir ist das Rucken nach dem Downgrade von 1015 und der anschließenden Optimierung aufgefallen. Aber nachdem ich die Optimierung wieder runtergenommen bzw. andere Softwarestände ausprobiert habe bleibt das Ruckeln weiterhin. Auch eine Adaption mit ODIS hat nichts gebracht.
In einem anderem Beitrag habe ich gelesen, dass das mit dem Drehmomentwandler zusammenhängen könnte. Einerseits könnte es an einem mechanischen Defekt des Wandlers liegen, andererseits schliesst/öffnet der Wandler softwaretechnisch entweder viel zu früh oder zu spät.

offtopic

Was ist das für eine Diagnose App ??

Zitat:

@Foamete schrieb am 11. September 2023 um 13:51:20 Uhr:



Zitat:

@Goodfella350 schrieb am 11. September 2023 um 13:22:42 Uhr:


Hey, ist dir schon mal aufgefallen, dass die maximale Anzahl an Adoptionen bei Kupplung B erreicht ist?

bei den 8HP Getrieben gibt es einen Adaptionszähler. Nach 255 Zyklen ist Schluss und das Getriebe passt sich nicht mehr an.

Ich habe genau das selbe Problem wie du auch und meine Adoptionszähler Zahl ist wie bei dir auch bei B auf 255.

Hast du nach dem du alles neu adoptiert hast, mal den Zählerstand kontrolliert, ob er auch schon wieder auf 255 gegangen ist?

Bei mir ist es genauso alle drücke und so weiter im Solbereich bis auf den Adoptionszähler der immer wieder auf 255 geht..

Ja, das ist mir aufgefallen. Ich habe den Adaptionszähler zurückgesetzt aber mit der Zeit steigt es wieder an. - die Getriebe versucht immer wieder zu adaptieren aber es ist leider umsonst.
Ich bin davon überzeugt, dass der Ruck vom Motor selber kommt, aber ich kann es nicht genau lokalisieren.
Bei ca 1100-1200U/min kommt der Ruck, danach bei
etwa 1300-1400U/min schaltet der Wagen im 2. Gang.
Wenn man den Adaptionszähler zurücksetzt und den Wagen neu Adaptiert, tritt der Fehler einer Zeitlang nicht mehr.. aber dies kann nicht die Lösung sein.
Ich bin gespannt ob jemand doch noch eine Lösung findet.
Ich fahre nun so seit 80.000km und es hat sich nichts verschlimmert oder verbessert… der Ruck nervt aber mit der Zeit.

ZF

Adoptionswerte laufen an den Grenzwert oftmals aus ungeklärten Gründen..

ZF

Zitat:

Was ist das für eine Diagnose App ??

OBDeleven

Habt Ihr mal den Getriebeölstand nach Vorgabe (Öltemperatur) geprüft?
Hatte mal nen Fall mit ähnlichen Symptomen, da hat nach ner Spülung fast 1 Liter Öl gefehlt.
Nur mal so als Ansatz…

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Was wäre die optimale Temp? 60Grad?

Zitat:

@RalleRS2 schrieb am 11. September 2023 um 19:08:19 Uhr:


Habt Ihr mal den Getriebeölstand nach Vorgabe (Öltemperatur) geprüft?
Hatte mal nen Fall mit ähnlichen Symptomen, da hat nach ner Spülung fast 1 Liter Öl gefehlt.
Nur mal so als Ansatz…

Vor zwei Wochen Spülung machen lassen, Problem war vorher und nachher das selbe :-/

Mh lecker

Zitat:

@ugur1975 schrieb am 11. September 2023 um 19:30:06 Uhr:


Was wäre die optimale Temp? 60Grad?

Korrekter Ölstand wird bei 35-45 Grad gemessen. Laufender Motor, Getriebe auf P. Einfüllschraube raus und soweit auffüllen bis es leicht rausläuft.
Bei ner Spülung ist die Temperatur meist höher. Alles kein Problem wenn das Gerät so intelligent ist und die korrekte Füllmenge gleich reinpumpt…
Wenn nicht, musst das Getriebe und Öl abkühlen lassen und dann prüfen, sonst hast zu wenig Öl drin, was zu Schaltrucken führen kann.

Habe es halt schon anders erlebt, wie erwähnt….

Kupplung B -6,7,8 Gang

Img

Habt ihr mal den Differenzdruck vom Doppelpartikelfilter ausgelesen? Wie viel hPa habt ihr im Leerlauf und bei Abregeldrehzahl im Stand vor beziehungsweise nach Regeneration?

Bei mir im
Leerlauf: 14-18 hPa
2500 rpm: 80-90 hPa

Dabei unterscheiden sich die Werte vor und nach Regeneration nicht.

Mir erscheinen die Werte viel zu hoch und der Gegendruck an den Lader könnte mEn. dieses ruckeln bzw. den sprunghaften An und Abstieg des Ladedruckes hervorrufen - was in dieses Rucken resultiert. Das Getriebe bekommt dann wahrscheinlich ein falsches Drehmoment und erwartet jedoch ein anderes. Beim schalten merkt man es deutlicher, ansonsten auch vorhanden wenn man auf Gas tritt oder los lässt im 1. oder 2. Gang.

Kann das jemand so verifizieren? Ich verzweifle weiterhin an einer Lösung für dieses nervige Problem. Der Fehlerspeicher ist nach wie vor leer. Komischerweise zeigt mir auch die Aschebeladung nur 0,07l an, obwohl ich bereits 140000 km auf der Uhr habe.

Zwei Werkstätten haben mir von einer DPF Spülung abgeraten und wollen lieber den BiTurbolader zerlegen, da angeblich da das Problem herrührt. Sie sprachen von Gegendruckdose, der mechanischen Turbinenumschaltung, VTG, verdreckt usw.

Fahre auch den FL Biturbo (CVUB). Jemand einen Rat?

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Asset.PNG.jpg

Bei mir wie weiter oben berichtet ähnliches Problem, nur im kalten bis lauwarmen Zustand, bei Außentemperaturen bis ca. 20 °C und in Teillast. Bei höheren Temperaturen komplett weg.
Getriebeölwechsel letzten Herbst hat das Ruckeln für wenige Wochen geringer gemacht, aber es blieb.
Anschließend wurde ein Injektor getauscht. Ruckeln nochmal etwas geringer geworden, aber noch sehr deutlich sprübar.. Über den Sommer war jetzt alles gut, da Tagestemperaturen über 20°C.
Im Herbst nun wieder sehr arg gekommen. Vor allem beim Anfahren die ersten Km schüttelt sich das ganze Auto vom 1-2-3 Gang.
Mir ist dann aufgefallen, dass im Leerlauf der Motor sich richtig schüttelt zwischen 1400-2000 Umin. Bei Last komplett weg.
Habe nur sicherheitshalber bei 120 Tkm das Ansaugrohr mit Verwirbelungsklappe beifahrerseitig ausgebaut um die "Versottung" zu prüfen, da ich das erst bei 85Tkm gemacht hatte.
Die Überaschung: die letzten 35 Tkm ca. 30% mehr Versottung als die ersten 85Tkm.
Nachdem alles ausgekratzt war (ca. 2 Joghurtbecher voll auf die 40 cm) läuft der Wagen wie neu. Kein Ruckeln beim Schalten, besserer Durchzug. Der Wagen läuft wieder richtig geschmeidig.

Ich will damit sagen, dass ruckelige Schaltvorgänge im Getriebe durchaus von ungünstigen Motorbetriebsparametern abhängen können. Das Gesamtsystem Motor+Getriebe kann sich dadurch aufschaukeln. Das Ganze kann auch temperaturabhängi sein wie bei mir. Man lässt sich bei einer Reparatur leicht täuschen, wenn zufällig die Lufttemperatur danach höher ist, und das Prblem damit geringer wurde.

Ansaugrohr ab Abstellklappe rechts ausba

Zitat:

@freax schrieb am 29. September 2023 um 15:25:41 Uhr:


Habt ihr mal den Differenzdruck vom Doppelpartikelfilter ausgelesen? Wie viel hPa habt ihr im Leerlauf und bei Abregeldrehzahl im Stand vor beziehungsweise nach Regeneration?

Bei mir im
Leerlauf: 14-18 hPa
2500 rpm: 80-90 hPa

Dabei unterscheiden sich die Werte vor und nach Regeneration nicht.

Mir erscheinen die Werte viel zu hoch und der Gegendruck an den Lader könnte mEn. dieses ruckeln bzw. den sprunghaften An und Abstieg des Ladedruckes hervorrufen - was in dieses Rucken resultiert. Das Getriebe bekommt dann wahrscheinlich ein falsches Drehmoment und erwartet jedoch ein anderes. Beim schalten merkt man es deutlicher, ansonsten auch vorhanden wenn man auf Gas tritt oder los lässt im 1. oder 2. Gang.

Kann das jemand so verifizieren? Ich verzweifle weiterhin an einer Lösung für dieses nervige Problem. Der Fehlerspeicher ist nach wie vor leer. Komischerweise zeigt mir auch die Aschebeladung nur 0,07l an, obwohl ich bereits 140000 km auf der Uhr habe.

Zwei Werkstätten haben mir von einer DPF Spülung abgeraten und wollen lieber den BiTurbolader zerlegen, da angeblich da das Problem herrührt. Sie sprachen von Gegendruckdose, der mechanischen Turbinenumschaltung, VTG, verdreckt usw.

Fahre auch den FL Biturbo (CVUB). Jemand einen Rat?

Jemand eine Idee?
Oder zum Vergleich die Differendrücke?

Moin, nach einem sehr aufschlussreichen Telefonat mit ZF. Könnte die Vermutung nahe liegen, dass ein defekt der Hardyscheibe vorliegen könnte. Sowas lässt sich leider am Telefon nicht prüfen und aktuell habe ich auch Chance, irgendwo auf die Hebebühne zu kommen, um das kontrollieren zu lassen. Das werde ich aber bei Zeiten in Angriff nehmen.

Falls jemand von euch eine Hebebühne vor Ort hat, kann er es ja mal checken, und gegebenenfalls ein kurzes Fazit hier in die Gruppe posten?!

Lieben Gruß

Und wie stand der Dinge? Lag es an der Hardyscheibe oder wie bei Ski_Andi an der versotteten Ansaugung?

Ist da einer weitergekommen mit dem problem?

Sollte die Wandlerüberbrückungskuplung auf ein oder auf aus stehen ?

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