530iA schafft keine 250km/h

BMW 5er E39

Servus Leute,
Bin letztens auf der Autobahn mit meinem 530i Automatik e39 Bj2003 absolut Vollgas gefahren. Der Wagen hat trotz Sportmodus und mehreren Versuchen nur knapp 230 laut Tacho geschafft. Hab 225er Sommerbereifung vorne hinten neues Öl neuer Luftfilter neue Kerzen der Wartungszustand des Wagens ist aller erste Sahne jeder Service wurde beim BMW Händler durchgeführt. Hab ich irgendwas falsch gemacht oder gibt es sonstige Erklärungen dafür?
Danke im Voraus

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Hallo,

der 530iA soll laut BA auch "nur" 241 km/h schaffen. 230 laut Tacho erscheint mir aber auch etwas wenig. Hast du sonst Probleme ? Spritverbrauch? Ansprechverhalten? Evtl. LMM ....

Gruß Steffen

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Die Adaptionswerte können sich sehr auf die Leistungscharakteristik und letztlich die Leistung des Autos auswirken. Demnach kann darunter auch die Höchstgeschwindigkeit leiden. Das ist gerade der Fall, wenn sehr viel Kurzstrecke und eher gemächlich gefahren wurde. Kam dann noch Super oder Super E10 statt Super+ in den Tank, dann wird das alles adaptiert und bleibt auch erst einmal drin.

Die Adaption kann natürlich auch im reinen Fahrbetrieb wieder korrigiert/angepasst werden. Allerdings dauert das erheblich länger als ein einfacher Reset mitsamt anschließender Adaptionsfahrt.

Letztlich kostet das, Equipment vorausgesetzt, nur reichlich Zeit und etwas Sprit. Und man wird damit auch einen Erfolg erzielen können. Nichtsdestotrotz kann man aber auch andere mögliche Fehlerquellen angehen.

Adaptionswerte (auch long term) sollten sich im Bereich von 30-50 km Fahrt angepasst haben, egal wieviele 10.000 km vorher anders gefahren wurde. Da der TE aber doch schreibt, dass er 80% AB fährt halte ich die Theorie der Adaptionswerte für eine falsche Fährte und egal was die Adaptionswerte machen - bei Vollgas muss der Motor volle Leistung bringen.
Tut er das nicht, liegt ein wie auch immer gearteter Defekt vor.

@alex.miamorsch
sorry für das "Tinnef" - ich wollte dir nicht zu nahe treten damit oder dich persönlich angreifen. Aber ich halte die Sache mit den Adaptionswerten für eine Sackgasse (aus oben genannten Gründen).

ghm

@ghm
Schon ok - Danke dafür!

Ob es die Adaptionswerte sind, kann ich auch nicht garantieren. Ich würde es nur versuchen, da es nicht wirklich Geld kostet und viel bringen kann.

50km sind meiner Erfahrung nach zu wenig. Hatte selbst das Problem, dass ich meinen M54B30 zu viel im Teillastbereich gefahren habe. Da kam auf der Autobahn ab 220 auch nicht mehr wirklich was. Der hat sich nur mühsam weitergequält. Vmax benötigte mehrere Kilometer Anlauf (insg. ca. 50km Volllast).
Hab dann auch mal die Adaptionswerte gelöscht und den Wagen gleich wieder auf der Bahn getreten (identische Strecke). Leistungsentfaltung war spürbar besser und die Vmax (+ 2km/h) war deutlich früher erreicht.
Es wurde auch nichts geändert (dieselben Räder, derselbe Sprit, identisches Wetter).

In solchen Fällen überprüfe ich alle denkbaren Fehlerquellen.
Ist nichts zu finden dann ist es eben so. Kolben tue ich deshalb keine ausbauen.
Meine letzten BMWs lagen alle nicht über der Werksangabe, trotz allem.
Wenn die Vmax nur ungefähr erreicht wird, mache ich dann nichts mehr. Aber wie gesagt, vorher wirklich alles testen.

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Zitat:

@Peperonitoni schrieb am 28. Juli 2015 um 10:09:30 Uhr:



Zitat:

@Exctebarria schrieb am 28. Juli 2015 um 09:05:05 Uhr:


Nur so am Rande, habe eben ein Video gesehen wie sich einer mit knapp über 300km/h in einem Lambo auf der AB überschlagen hat....aua aua sag ich nur. Ich denke 230km/h sind doch wohl OK oder ?

Ich hänge an meinem Leben.

Darum gehts doch gar nicht sondern dass an dem Wagen offensichtlich etwas nicht in Ordnung ist.

OK, offensichtlich habe ich das falsch verstanden........lassen wir es so stehen...

Zitat:

@Evozagato schrieb am 27. Juli 2015 um 15:36:54 Uhr:


*Hat im übrigen auch nur bis ca. 5000 bei vollgas 5.Gang gedreht.

Das "Problem" ist schon bekannt gewesen, als der 530iA E39 neu herauskam. Dieses Modell wurde ab Werk mit einer nicht optimalen Übersetzung versehen. Die 4. Stufe ist zu kurz (reicht nur bis 225 km/h), die 5. hingegen zu lang (reicht bis zu theoretischen 305 km/h). Bei der eingetragenen Maximalgeschwindigkeit von 241 km/h dreht der Motor nur 5200 U/min., hier hat er nur knapp über 210 PS, seine 231 PS erreicht er aber erst bei 5900 U/min. Das Vorgängermodell 528iA (193 PS) hatte das Problem nicht, denn bei dem war das Differential länger übersetzt, so dass die 4. Stufe für die (sowieso geringere) Höchstgeschwindigkeit ausreichte. Wenn damals ein Kunde kam und sich beschwerte, dass ihr 530iA zu langsam sei, wurde einfach kurzerhand die Sonderausstattung "204A" montiert, also die kürzere Endübersetzung (3.64 statt 3.46). Dann reicht die 5. Stufe aus, allerdings auf Kosten des Kraftstoffverbrauchs.

Zitat:

@alex.miamorsch schrieb am 28. Juli 2015 um 10:57:07 Uhr:


Die Möglichkeit besteht durchaus. Denn die Adaption "merkt" sich die Nutzung. Wird halt kaum Volllast abgerufen, dann wird die Adaption entsprechend angepasst und hinterlegt.

Die Adaption dient der Bestimmung der Schaltpunkte, nicht der maximalen Leistung. Wäre es so, dann müsste meiner vielleicht noch 60 PS haben (Durchschnittsverbrauch unter 8 l / 100 km).

Das Getriebe hat ein eigenes Steuergerät mitsamt eigener Adaption. Die Schaltpunkte werden durch diese bestimmt und nicht durch die Motoradaptionswerte.

Die Motoradaptionswerte haben Auswirkungen auf die Leistung. Reicht doch allein schon aus, wenn das ROZ95-Kennfeld aktiviert wurde.

Aber sei's drum. Diese Möglichkeit ist dem Themenerstellers nun bekannt und er kann sie weiter verfolgen oder es sein lassen. Mir selbst kann es letztlich vollkommen egal sein. Weitere mögliche Ursachen wurden hier schließlich auch zur Genüge dargelegt.

Zitat:

@alex.miamorsch schrieb am 29. Juli 2015 um 17:01:32 Uhr:


Die Motoradaptionswerte haben Auswirkungen auf die Leistung. Reicht doch allein schon aus, wenn das ROZ95-Kennfeld aktiviert wurde.

Es gibt keinen triftigen Grund, weshalb eine lahme Fahrweise auf Dauer gewollt die Leistung begrenzen sollte. Die Zündung wird immer so spät gefahren, wie es der aktuell getankte Sprit zulässt, dies wird durch die Klopfsensoren ermittelt. Eine Ausnahme stellt natürlich ein ungewollter Leistungsverlust dar, z.B. durch Verkokung, welche z.B. von Kurzstrecken stammen können.

Wo steht denn, dass die Leistung auf Dauer begrenzt wird? Ich habe lediglich geschrieben, dass ein Reset der Adaptionswerte den Prozess beschleunigt. Das ist ein Unterschied!

Es gibt im Übrigen mehrere Gründe, warum eine "Drosselung" aufgrund der Adaption erfolgen kann.
Allein schon um das homogene Fahren, denn dafür gibt es diese Adaption an das Fahrprofil, zu ermöglichen. Denn wer stetig sanft beschleunigt und eher zurückhaltend fährt, der möchte auch nicht bei Vollgas/Kickdown durch ein Rucken verunsichert werden.
Auch die Aktivierung des ROZ95- (oder gar ROZ91-) Kennfeldes wird nicht mit einmaligem Tanken mit Super+ (ROZ98) zurückgenommen. Denn diese Qualität ist durch die Vermischung des Kraftstoffes nicht dauerhaft gewährleistet. Es bleibt also zunächst einmal beim niedrigen Kennfeld. Das kann man zwar auch durch konsequentes Tanken von ROZ98 (mehr hat sowieso keinen Sinn) irgendwann wieder "herausfahren", aber durch einen Reset beschleunigen.

Allein diese beiden Aspekte machen sich definitiv auch bei der Leistungsabgabe des Motors bemerkbar. Wer will, kann es ja gerne testen. Und wer davon nichts hält, der muss es nicht machen. 😉

@bbbbbbbbbbbbb
"Die Zündung wird immer so spät gefahren, wie es der aktuell getankte Sprit zulässt, dies wird durch die Klopfsensoren ermittelt..."

Ist das wirklich so ? Wenn ich ich also wenig Benzin im Tank habe ist das Auto gefühlt langsamer ? bzw. wirklich langsamer. Verstehe ich das richtig so ?

Dass niedrigoktaniger Sprit getankt wurde, ist jetzt rein spekulativ. Das wäre auch der einzige Grund, welcher zu einem Leistungsverlust führen würde.

Ich werde mein Wägelchen jedenfalls bald auf den Prüfstand schicken. Im Normalfall sieht der höchstens Drehzahlen von 3000 U/min., das über Jahre hinweg. Ich bin mir trotzdem sicher, dass er mindestens die Nennleistung schaffen wird.

ich bin jetzt nicht von 95 oder 98 Oktan ausgeagngen sonder von dem Inhalt im Tank.

@bbbbbbbbbbbb
Wenn du einen 523i mit M52B25(TU) hast, dann wird er auf jeden Fall die 125kW Nennleistung bringen - ganz egal wie er gefahren wurde. Der Motor ist bestens dafür bekannt, dass er deutlich nach oben streut. Darüber gab es bereits einen Test, dass dieser Motor sogar mit ROZ91 (also Notfallsprit lt. BMW) die Nennleistung übersteigt. Mit ROZ98 wurden deutlich über 125kW erzielt.

Aber inwiefern soll nun diese Grundlage beim M54B30 Anwendung finden, der eher dafür bekannt ist, dass er nicht immer die 170kW erzielt (auch nicht mit konsequenter ROZ98-Nutzung)? 😕

Hallo,

dass der M54B30 dafür bekannt ist, nicht seine Leistung zu erbringen, höre ich hier zum ersten Mal. 523er, die jeden 540er abhängen sind dagegen hinlänglich bekannt 😉. Ich gehe nicht davon aus, dass der Kraftstoff beim TE für die schlappe Endgeschwindigkeit verantwortlich ist. 3 Oktan machen nicht soviel aus.

@Exctebarria - Im Normalfall ist ein Wagen mit weniger Sprit im Tank natürlich schneller als ein vollgetankter Wagen - jedes Gramm Fahrzeugmasse zählt!g

Gruß Steffen

Schau dir mal ein paar Leistungsdiagramme von M54B30 an. Da gibt es einige, die keine 170kW erzielt haben, obwohl alle Voraussetzungen dafür gegeben waren. Der M52B25 ist dagegen ein an sich gedrosselter Motor, der regelmäßig über den angegebenen 125kW liegt. Gibt also keinen Grund hier einen lächerlichen Aspekt einzuführen.

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