2.2 benziner oder diesel?

Opel Vectra B

Hallo Forum,

will mir nach dem winter einen neuen Vectra holen. Bin mir noch nicht ganz sicher ob es der z22se oder der y22dtr werden soll. Was meint ihr lohnt sich bei ca. 30.000 km im jahr schon der diesel? Mit welchen Verbrauchswerten kann ich rechnen? Fahre jetzt einen x16xel im Caravan mit ca 7,8 L/100km.

MfG
Fips

63 Antworten

Zitat:

Original geschrieben von baskent 06


und ich sage immernoch das diesel motoren länger halten.😁

und somit bist Du noch immer auf dem Holzweg 😁

Die Zeiten der Mercedes 200er Saugdiesel mit Literleistungen von 20PS/Liter sind nunmal schon lange vorbei.

Abrauchende Turbos und fressende Hochdruckpumpen sind ja heute nichts besonderes mehr beim Dieselmotor- dafür aber extrem teuer.

Mit Sicherheit gibts da auch von Hersteller zu Hersteller Unterschiede. Aber zu behaupten, daß (heutige) Diesel länger halten als Benziner entspricht einfach nicht den Tatsachen.

ciao

Darüber können wir unendlich diskutieren wieviel kilometer hast du mit dein roten schon gefahren wenn ich fragen darf.

Zitat:

Original geschrieben von baskent 06


wieviel kilometer hast du mit dein roten schon gefahren wenn ich fragen darf.

Was tut das zur Sache? Nichts!

Ich beziehe mich bei meinen Aussagen über die Haltbarkeit auf den Artikel in der AMS, auf Aussagen zweier guter Kumpels (Mechs bei Opel und BMW) und auf die Erfahrungen die in unserer Familie gesammelt wurden.

Die AMS schrieb sinngemäss, dass moderne Diesel durch die extrem hohen Belastungen durch Ladedruck, Einspritzdruck und Drehmoment immer öfter vorzeitig kaputt gehen und immer häufiger sehr teure Reparaturen erfordern.

Die beiden Mechs sagen, dass die Reparaturen an Saug-Benzinern und Turbodieseln zahlenmässig ziemlich gleich sind – nur kosten die Reparaturen beim Diesel oft das vielfache. Allein ein neuer Turbolader für den Diesel kostet schon fast so viel wie eine gründliche Uberholung eines Saug-Benziners.

Das alles deckt sich mit den Erfahrungen die mein Vater und mein Onkel gesammelt haben. Mein Vater fährt schon immer Benziner (BMW 325i, 750i, 740i, 745i) da er in der Schweiz tanken kann und dort der Sprit billiger ist als der Diesel. Diese verkauft er bei weit über 200.000Km ohne gravierende Mängel am Motor oder Getriebe. Ich selbst hatte bis Mitte 2005 noch einen Astra GSI-16V mit 190.000Km der keinerlei Mängel aufwies.

Mein Onkel fährt als Geschäftswagen schon immer Diesel (Audi A6 V6 TDI, Opel Astra G 1.7DTI, Opel Astra G 2.2 DTI, VW Touareg R5 TDI, BMW 530d, Golf 4 1.9 TDI, …). Am A6 waren bis KM-Stand 70.000 zwei Lader (jeweils 1100€), zwei LMM (jeweils 260€) und eine Einspritzpumpe (1600€) defekt. Am Astra G 2.2 DTI war bei KM-Stand 90.000 der Lader hin (950€). Der Golf hatte bei 30.000Km einen Laderschaden (1000€) aus dem dann als Spätfolge bei 40.000Km ein Motortotalschaden entstand (Loch im Kolben, Laufbahnen verkratzt, 6000€). Der Touareg hatte ständig mit undichten Druckschläuchen des Turboladers zu kämpfen. Der BMW 530d hatte bei 120.000Km einen Laderschaden (1200€) und bei 130.000Km einen Getriebeschaden (2700€).

Die Haltbarkeit von Motoren sinkt ganz automatisch je höher die Belastungen sind. Generell haben alle aufgeladenen Motoren mit einer deutlich höheren Belastung zu kämpfen – egal ob Turbo-Diesel oder Turbo-Benziner.

Du kannst Deinen Standpunkt natürlich vertreten, keine Frage. Aber einfach zu sagen "Diesel halten länger, Basta!" finde ich seeehr dürftig als Erläuterung...

Ciao

Ach ja, fällt mir grad noch ein. Unser Nachbar fährt fast täglich die Route Freiburg-Essen, das dürften ungefähr 5000Km pro Woche sein.

Erstes Auto:
Mercedes 190D, kein Turbo
1.120.000Km (!!!) mit dem ersten Motor und den zweiten Getriebe

Zweites Auto:
Mercedes C250 Turbodiesel/150PS
nach 230.000Km Laderschaden
nach 300.000Km Getriebeschaden
nach 456.000Km Motortotalschaden

Drittes Auto:
Mercedes C220 CDI/143PS
verkauft bei 200.000Km da zu teuer in der Werkstatt

jetzt fährt er Opel Vectra C 2.2-16V mit LPG. Km-Stand vor ein paar Wochen war 195.000Km und der Wagen hatte bis dahin keine einzige ausserplanmässige Reparatur.

Sehr interessant finde ich, wie die Laufleistung der Diesel bei ihm stetig rapide abgenommen hat je höher die Motoren gezüchtet waren.

ciao

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@Caravan16V

mal eine Zwischenfrage

Zitat:

jetzt fährt er Opel Vectra C 2.2-16V mit LPG. Km-Stand vor ein paar Wochen war 195.000Km und der Wagen hatte bis dahin keine einzige ausserplanmässige Reparatur.

Wenn Du ein so gutes Beispiel nebenan hast, kläre die Betroffenen doch mal auf, ob die neuen Motoren wirklich kein Steuerkettenproblem mehr haben, oder gibts dazu schon irgendwo einen Beitrag?

Die alten Diesel waren tatsächlich nicht totzukriegen. Hatte noch den Passat mit 54PS, da fiel allerdings das Getriebe auseinander (war "normal" bei 170tkm). Ein Kollege hatte denselben Motor im Golf, ebenfalls Getriebeschaden. Das Auto lief aber über 400tkm.
Später hatte ich einen Peugeot Turbodiesel, bei 120tkm habe ich ihn gegen einen Mercedes 300E (Benziner) in Zahlung gegeben. Zwei Monate später erzählte mir der Verkäufer, daß der Nachbesitzer beim Peugeot Getriebeschaden hatte. Der 300E hingegen lief und lief; bei 275tkm habe ich ihn dann verkauft, weil verschiedene Dinge kaputt gingen - der Motor schnurrte nach wie vor wie ein Kätzchen.
Heute würde ich privat keinen Diesel mehr kaufen, es sei denn, ich bekäme irgendwo noch einen Nicht-Turbo. Der Mehrverbrauch der Benziner ist nicht so exorbitant, daß die beim Diesel höheren Wartungs- und Reparaturkosten wieder reingefahren werden. Das ist meine Meinung, Ihr dürft Eure behalten 😉 .

@caravan

ja, die alten Saugdiesel, gerade die von Mercedes waren ein Musterbeispiel an Langlebigkeit und Robustheit.

Die Diesel der neueren Generation sind um einiges anfälliger, der Turbo und die hohen Drücke sind dafür verantwortlich.

Früher kaufte man sich einen Diesel NUR aus wirtschaftlichen Aspekten. Da waren die Fahrleistungen eher noch zweitrangig.

Heutzutage sind die Diesel dank Turbo, Twin Turbo und Registeraufladung einem gleichstarken Benziner wenn überhaupt nur noch in der Laufkultur unterlegen. Wenn überhaupt. Ein Diesel zu kaufen gehört mittlerweile zum "guten Image"

Gruß Damien

Gruß Damien

Hallo,

aus einem anderen Forum, wo es nur um das Thema Autogas geht, kenne ich einen der seinen Wagen bei 100.000 km auf Gas umgerüstet hat. Sein jetziger Tacho stand lautet 225.000 km. Es wurde bis jetzt nur Verschleißteile wie z.B. Lichtmaschine getauscht.

Gruß
Andreas

Zitat:

Was tut das zur Sache? Nichts!

Komisch ich habe mit mein Wagen 195.000 kilometer runter ausser verschleissteile nichts gehabt,aber du kannst ja dein benziner fahren aber sei dir nicht so sicher mit dein aussagen, habe schon so viele benziner gefahren und verschiedene Marken ich weiss wovon ich rede.Du kannst nicht Diesel Autos so schlecht machen, zählst auf was da alles kaputtgegangen ist als ob bei benziner nichts kaputtgeht umsonst halten die diesel motoren nicht 200,300,400tausend und mehr schaffe mal mit dein benziner so viel kilometer, dann rede ich mit dir.😁

Zitat:

Original geschrieben von baskent 06


 

Komisch ich habe mit mein Wagen 195.000 kilometer runter ausser verschleissteile nichts gehabt,aber du kannst ja dein benziner fahren aber sei dir nicht so sicher mit dein aussagen, habe schon so viele benziner gefahren und verschiedene Marken ich weiss wovon ich rede.Du kannst nicht Diesel Autos so schlecht machen, zählst auf was da alles kaputtgegangen ist als ob bei benziner nichts kaputtgeht umsonst halten die diesel motoren nicht 200,300,400tausend und mehr schaffe mal mit dein benziner so viel kilometer, dann rede ich mit dir.😁

Diese Reaktion hatte ich erwartet, warum nur...

Ich tu nicht nur so, als ob bei unseren Benzinern nix kaputt geht – das IST einfach so. Den 745i verkauften wir mit 298tkm, den 750i mit 312tkm und den 525i mit sage und schreibe 387tkm. Im Vergleich zu den Dieseln meines Onkels ging da praktisch nichts kaputt.

Wir sprechen uns wenn Du nen 1000er für nen neuen Lader löhnen musst oder 2800 für ne neue Einspritzpumpe 😁
Bis dahin viel Spaß mit Deinem haltbaren 😉 Diesel, und Du hast absolut Recht mit dem was Du sagst!

nette Grüße

@Caravan16V

Zitat:

Ab März 2002 haben alle Z22SE die verbesserte Kette.

Die Angabe von Opel kenne ich, aber auch ohne das Beölerproblem der alten Motoren bleibt die Kette ja eine Schwachstelle des Motors. Man hat die Kette mal als wartungsfrei bezeichnet, jetzt sind Schäden ab 100000km plötzlich normaler Verschleiß.

Es gibt ja auch Schäden bei Motoren, die nicht in der bekannten Liste stehen oder die nach März 2002 gebaut wurden.

Ich will das Thema hier nicht ausbreiten, denke aber, man könnte von jüngeren Motoren mit hoher Laufleistung Rückschlüsse auf die zweite Kette in älteren Motoren ziehen.

Eine Steuerkette kann grundsätzlich IMMER reißen, soll sie nur nicht 😉. Das Problem lag auch nie an der Kette sondern eben an dem erwähnten Beöler. Bitte das Thema aber nicht unbedingt hier ausbreiten sondern den von mir verlinkten Thread benutzen, das Thema gibts ja schon 🙂

Nochmal zum eigentlichen Thema:
Ob nun Diesel oder Benziner oder Benziner mit LPG, das muß sich jeder selbst ausrechnen. Außerdem sind die Charaktere der Motoren grundverschieden. Der Diesel hat mehr Bumms bei tiefen Drehzahlen, der Benziner bietet bei hohen Drehzahlen mehr Vortrieb und ist auf der Autobahn dann doch spürbar zügiger unterwegs. Dazu ist er laufruhiger. Was einem jetzt wichtig ist, kann jeder selbst entscheiden.

Was die Zuverlässigkeit angeht, so sind beide Motoren (Z22SE und auch Y22DTR) mit die robustesten ihrer Zunft. Da braucht man sich grundsätzlich mal eher wenig Gedanken zu machen.

ciao

Also ich würd mir jeder Zeit wieder einen Diesel kaufen.
Nicht nur wegen dem geringernen Verbrauch und dem günstigeren Dieselpreis, sondern auch wegen der Fahreigenschaften.

Ich bin der Meinung, wenn man einen Diesel richtig behandelt, hält er auch sehr lange. Auch die neueren mit Turbo.

Ich spreche jetzt nicht von Pumpe-Düse, denn die gehen ja sehr oft kaputt.

Sicher sind Diesel mit ihren höheren Einspritzdrücken (bei meinem sinds an die 400 bar) anfälliger als Benziner, nur bin ich der Meinung, daß ein Diesel auch robuster gebaut ist, um das auszuhalten.
Auf der anderen Seite muß ein Diesel nicht die Drehzahlen überstehen, die ein Benziner hat.
Vollgas Autobahn zb.

Meine Meinung. 🙂

Gruß Marc

Zitat:

Also ich würd mir jeder Zeit wieder einen Diesel kaufen.

Gebe ich dir vollkommen recht.

Zitat:

Original geschrieben von Kitekater


Sicher sind Diesel mit ihren höheren Einspritzdrücken (bei meinem sinds an die 400 bar) anfälliger als Benziner, nur bin ich der Meinung, daß ein Diesel auch robuster gebaut ist, um das auszuhalten.

Hi Marc,

die CR-Motoren von BMW und Mercedes haben ja bis zu 1800 Bar. Dagegen ist der Y22DTR ja geradezu lammfromm. Da finden noch nicht diese extrem hohen Belastungen statt.

Ich selbst stand ja auch vor einem halben Jahr vor dieser Entscheidung. Zuerst wollte ich mir ja fast den silbernen Y22DTR holen. Hätte ich auch gemacht, wenn der Verkäufer nicht hartnäckig an dem viel zu hohen Preis festgehalten hätte.

Im Nachhinein bin ich froh, den Z22SE zu fahren. Der gefällt mir einfach in der Summe der Eigenschaften besser. Der Diesel ist mir im Nachhinein zu laut und zu unharmonisch. Der Verbrauch war natürlich Klasse 🙂

ciao

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