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2.0 TDi Ventil gebrochen, warum ?

Audi A6
Themenstarteram 22. Dezember 2019 um 19:56

Hallo liebes Forum,

mein A6 ging kaputt, nachts bei Regen auf der Bahn, in Frankreich mit Anhaenger voll mit Motorraedern, auf der Fahrt in Urlaub, Einlassventil gebrochen.

Die Eckdaten: Audi A6 F4/C6 Avant, 147 000 km, Baujahr 2011, 2.0 TDI, 170 PS, Motorkennbuchstaben CAHA, Handschaltung.

Ich habe das Fzg. mit etwa 100 000 km vom Vorbesitzer gekauft welcher es beim Freundlichen Scheckheft gepflegt, sowie den Dieselgate Update aufspielen lassen hat.

Danach wurde er oft auf Langstrecke benutzt, war meist zuegig unterwegs und lief bis zu dem Vorfall genau ein Jahr lang absolut fehlerlos.

Ein Einlassventil vom Zylinder 2 ist gebrochen. Ich hatte alles Glueck der Welt das es zwar gebrochen aber das Bruchstueck nicht in den Brennraum gefallen ist (siehe Foto).

Alle Einlassventile, Ansaugbruecke und AGR Ventil hatten die wohl leider uebliche Verkokung. Unter den Ablagerungen an den Einlassventilen kam nach Reinigung starke Pitting Bildung oben an den Ventiltellern zum Vorschein. Die Ventilsitze und auch die Auslassventile sind einwandfrei.

Nun dachte ich eigentlich das solche Ventilbrueche durch Verbrennungsstoerungen in Folge defekter Einspritzduesen verursacht werden.

Das Spruehbild aller Duesen ist aber perfekt, sie tropfen nicht, die Leckoelmenge ist absolut gleichmaessig und auch die Wiederstandsmessung (mit dem Multimeter) ist ok.

Es gab neue Einlassventile, Zahnriemen und Umlenkrollen, Wasserpumpe etc. und alles, bis auf die Einspritzduesen, ist jetzt wieder zusammengebaut.

So ganz schlau ueber die Ursache des Schadens bin ich aber nicht. Kann schon passieren bei der 2.0 TDi Laufleistung ? Materialfehler im Ventil ? Einspritzduese doch defekt ? Die Ablagerungen ? Steuerzeiten oder Einspritzzeitpunkt falsch ? Der Dieselgate Update hat Schuld ?

Meine Frage an die Wissenden: Warum wohl ist das Ventil gebrochen und wie laesst sich das in Zukunft vermeiden ?

Weitere Infos dazu gebe ich gern.

Schon mal vielen Dank und Gruss aus Hannover

Ventil
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20 Antworten

Das Update kann nicht wirklich "schuld haben", da es eher die Benutzung des AGR angeht. Das Einlassventil ist auch nicht wirklich thermisch belastet, also irgendwelche Regenerationen samt Erhöhung der Abgastemperatur können auch nicht beteiligt sein.

IMHO schlichtes Pech. Wie bei meinem Ex-A4, bei dem eine Zündkerze(!) im Kerzenloch 30.000 km nach dem letzten Kerzenwechsel so festgegammelt ist, dass diese beim herausdrehen abriss.... ob Materialfehler, Montageproblem oder irgendwo Feuchtigkeit ausgetreten ist und sich in dem Loch gesammelt hat - nicht rauszufinden.

Sieht für mich nach Material- bzw. Herstellungsfehler aus.

Sind denn die Ventile Natrium gefüllt zur besseren Kühlung, was ich mir bei einem Diesel nicht vorstellen kann?

Diese sind dann innen hohl, um das mit Natrium zu füllen.

Zitat:

@hwd63 schrieb am 23. Dezember 2019 um 20:26:39 Uhr:

Sind denn die Ventile Natrium gefüllt zur besseren Kühlung,

einlassventile sind immer ohne natriumfüllung , es ist ein einlassventil

Mfg Kai

Das Pitting ist seltsam.

 

Hatte der Vorgänger einen Turboladerschaden?

 

Gab es Defekte im Ansaugbereich?

 

Wenn nicht:

 

Das Bruchbild weißt auf Verbrennungsstörungen hin.

Ausgelöst durch Überhitzung bricht der Ventilteller.

 

Hattest du mit dem Sprit im Ausland zuvor Leistungsverlust oder Schütteln/ Vibrationen gehabt?

 

 

 

Themenstarteram 24. Dezember 2019 um 0:38

Dank an GaryK und hwd63 fuer die Antworten.

Ich glaube doch das die Ventile massiv und nicht mit Natrium gefuellt sind. Andererseits sieht der Riss von unten tatsaechlich so aus als ob da ein Hohlraum hinter ist. Werde die Tage mal mit der Flex nachschauen.

Weiteres rumspielen mit dem selbst gebastelten "Einspritzduesepruefstand" letzte Nacht hat ergeben dass, das Leckoel aus Duese Nr. 2 irgendwie verwirbelter und mit kleinen Blaeschen austritt.

Habe dann in den sauren Apfel gebissen und prophylaktisch 4 ueberholte Einspritzduesen bestellt. Im Austausch finde ich die Kosten mittlerweile vertretbar. Die Oelpumpe tauscht man ja schliesslich auch immer mit.

Ventil-von-unten
Themenstarteram 24. Dezember 2019 um 0:53

Zitat:

@Achswellenmanschette schrieb am 24. Dezember 2019 um 00:06:04 Uhr:

Das Pitting ist seltsam.

Hatte der Vorgänger einen Turboladerschaden?

Gab es Defekte im Ansaugbereich?

Wenn nicht:

Das Bruchbild weißt auf Verbrennungsstörungen hin.

Ausgelöst durch Überhitzung bricht der Ventilteller.

Hattest du mit dem Sprit im Ausland zuvor Leistungsverlust oder Schütteln/ Vibrationen gehabt?

Von einem Turboschaden oder Defekt im Ansaugbereich wurde mir jedenfalls nichts mitgeteilt.

Ja, zu dem Motorschaden kam es ca. 30 Minuten nach Volltanken in Wasserbillig/Luxemburg !!

Ja, es gab vorher Leistungsverlust und Schuetteln !!

Der Kraftstoff? ist noch im Tank.

Sollte ich dann wohl mal untersuchen lassen. Weiss Jemand wo ?

Es muss nicht am Kraftstoff liegen aber es kann sein.

 

Einiges deutet darauf hin.

Ich würde damit nicht mehr fahren.

 

Mit Kraftstoffproben und deren Untersuchung bin ich überfragt.

 

hallo

das ventil kommt nicht mit kraftstoff in berührung und wird von der frischluft immer recht gut gekühlt

das ist ein diesel , da sitzt die spritdüse im kopf und drückt den kraftstoff direkt in den brennraum der sich im kolben befindet in form einer mulde

Mfg Kai

Mein Gedanke war, daß die Verbrennung durch den unter Umständen verunreinigten Dieselkraftstoff den Schaden hervorgerufen hat.

 

Mit Anhänger war der Motor relativ stark gefordert.

 

Keine Ahnung ob zu niedrige Cetanzahl, Wasseranteile, Benzinanteile oder sonst was das bewirken kann.

 

Ich hatte in Tschechien einmal Problem mit einem CDI, der nach dem Tanken schüttelte und keine Leistung mehr hatte.

Zum Glück kein Schaden damals.

Bei der Verbrennung ist das Einlassventil ZU, das geschlossene Ventil wird durch den Zylinderkopf gekühlt. Überhitzungen kann ich mir gerade nicht vorstellen. Und wenn Einlassventile verbrennen, dann hättest du von einer "Kante" ausgehend sowas wie "Erosion" am Ventil und Ventilsitz sehen müssen. Dann wäre aber die Kompression weg gewesen, was du an einem substanziellen Leistungsverlust hättest sehen / merken können.

Schaut mal in diese Beschreibung eines Fachbetriebs....

Alles gut und schön.

Aber wodurch werden die Verbrennungsstörungen verursacht??

Ventilspiel, falsches Öl, Steuerzeiten verstellt usw.?

Themenstarteram 27. Dezember 2019 um 8:42

Zitat:

Alles gut und schön.

Aber wodurch werden die Verbrennungsstörungen verursacht??

Ventilspiel, falsches Öl, Steuerzeiten verstellt usw.?

....schlechter Kraftstoff ?

 

Ich werde wohl heute noch den Tank leersaugen, eine Probe nehmen und die dann zur Analyse einschicken.

Sicher ist sicher......würde ich in dem Fall auch machen.

 

Eine negatives Probeergebnis wird wohl wegen der Tankstelle in Ausland schwierig zu reklamieren sein.

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