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Tüddelkram und andere Katastrophen

Wie man aus kleinen Problemen große machen kann

25.11.2015 23:48    |    Jack GT    |    Kommentare (14)

Da ich gerade mal wieder in Dänemark bin und etwas Zeit habe, beschäftige ich mich natürlich mit dem Licht.

 

Diesmal muß der Troll herhalten. Ausgestattet mit Xenon ist am Haupt- und Fahrlicht nicht mehr viel auszusetzen.

 

Eher kosmetischer Natur stört mich der Übergang zum Positions- bzw. Standlicht: Im Gegensatz zum Xenon ist dieses nämlich einfach nur gelb. Hinten werkeln schon seit geraumer Zeit LED-Kennzeichenbeleuchtungen, die mit den werksseitigen LED-Heckleuchten gut harmonieren:

 

 

Nichts Neues werden viele sagen, das hat schon tausend Menschen gestört. Völlig richtig. Viele Beiträge habe ich dazu gelesen, viel schlauer bin ich nicht geworden. Immer noch weiß ich nämlich nicht, welches Standlicht-Leuchtmittel optimal mit dem Xenon-Fahrlicht-Brenner harmoniert.

 

Also erst einmal in Dänemark eingekauft: Osram Cool Blue Intense, Osram Ledriving W5W (und blaue W5W noch liegen gehabt).

 

Achtung: Es ist sehr schwer, die eigentlichen Eindrücke auf die Kamera zu bannen, da der echte Eindruck immer noch einmal anders aussieht (die LED wirken weniger punktförmig und heller im weiß, die Cool Blue Intense weiß-gelber mit Schimmern von blau, die blaue W5W dunkler). Die LED-Lichtfarbe zeigt sich am besten auf den Tagbildern.

 

Nun zu den drei Kandidaten:

 

Osram Ledriving 6000k W5W

 

Am Abend erst einmal die Osram Ledriving 6000k verbaut:

 

 

... und festgestellt: Ein deutlicher Unterschied:

 

 

So sehen beide Ledriving 6000k aus:

 

 

Zudem ist das LED-Standlicht deutliche heller als die normalen Standlichtmittel und nicht legal im Bereich der StVZO. Der Preis liegt im Bereich von 10€/Stck. Auch produziert durch den fehlenden Widerstand (der bei Osram zugekauft werden kann) das CAN-Bus-System eine Fehlermeldung (Saab spezifisch blitzen auch bei CAN-Bus-fähigen LED's die LED, weil das System mehrfach die Leuchtmittel testet, nur entfält dann die Fehlermeldung):

 

 

Leider harmoniert das LED-Leuchtmittel nicht 100%ig mit der Xenon-Lichtfarbe:

 

 

Hier noch etwas besser zu sehen, wobei das Licht nur bei abgeblender Kameralinse punktartig erscheint, ingesamt gut streut:

 

 

Das LED w5w-Leuchtmittel ist hier sogar etwas kaltweißer als das leicht wärmere Xenon-Licht mit 4350k. Ob die 4000k-LED-Serie von Osram näher dran ist, konnte ich leider nicht prüfen, da im Laden nicht vorhanden.

 

Glaubt man diesem Vergleichsbild, dann wäre die 4000k Ledriving-LED wohl allerdings eher warmweiß:

 

(Quelle: http://www.hidplanet.com/.../t-45360.html?...)

 

Hier noch ein paar Vergleiche: LED-w5w mit Xenon-HSW, Nebelscheinwerfer:

 

 

Osram Cool Blue Intense W5W

 

Als nächstes zum Vergleich die Osram Cool Blue Intense eingesetzt:

 

 

Damals hatte ich keine guten Erfahrungen mit den Cool Blue gemacht, fand diese überhaupt nicht blau. Da laut anderen Foren die "Intense" blauer als die Vorgänger sein sollen (Angabe von Osram (bis zu 4000k), habe ich sie eingekauft.

 

Also eingesetzt:

 

 

Die Cool Blue war - wie schon früher, nicht blau. Ein recht weißes Licht, dabei sowohl gelbe als auch leicht bläuliche Farbanteile, wobei die gelben überwogen:

 

 

Die Cool Blue Intense ist zwar nicht blau, jedoch heller als normale Standlichtmittel. Dadurch, dass sie recht gelblich-weiß ist, erscheint das Xenon dann im Gegensatz zu normalen Standlichtern auch nicht mehr so blau. So ergibt sich ein lustiger Effekt: Das Xenon-Leuchtmittel wirkt mit der Cool Blue Intense dann eher wie ein Halogenleuchtmittel. Im Vergleich (wobei dies leider schlecht sichtbar ist):

 

 

Ein Vergleichsbild zeigt links bei eingeschaltetem Xenon links die Ledriving und rechts die Cool Blue Intense - aufgrund der hohen Blendung kann man nur erahnen, dass das Lichtbild links blauer ist:

 

 

Noname W5W blau gefärbt

 

Zum Abschluss habe ich noch ein paar Noname-W5W in blau eingesetzt, die sich bei mir noch im Werkzeugkoffer angesammelt hatten:

 

 

Diese scheinen identisch mit normalen W5W-Leuchtmitteln, nur die Glaskolben sind blau gefärbt. Eingesetzt als Standlichter zeigen sich diese deutlich blau. Dabei sind sie blauer und dunkler als die Cool Blue Intense, weniger hell als die Ledriving-LEDs, zu denen sie im Vergleich deutlich dunkel wirken:

 

 

Und hier der Blick auf den Scheinwerfer selbst mit den Noname W5W in blau:

 

 

Hier noch einmal der direkte Unterschied zwischen Leddriving 6000k und blauen Noname W5W:

 

 

Da mir ungünstigerweise die zweite Cool Blue Intense im Auto runtergefallen ist und ich sie nicht mehr finden kann, bleibt momentan nur, die Ledriving 6000k weiterzufahren, zumindest in Dänemark sind diese nicht verboten.

 

Hier also noch ein paar Impressionen zu den Ledriving:

 

 

Fazit

 

Was kann man nach diesem Test sagen:

 

1.

Die Osram Ledriving-W5W-LED ist etwa doppelt so hell wie alle anderen Leuchtmittel. Sie ist (im Gegensatz zu den Fotos) nur leicht blauer als das Xenon (weil 6000k statt 4350k). Ob dies mit den 4000k-LED's auch auftreten würde, wäre zu testen. Der Scheinwerfer wirkt mit ihr am ehesten an der neuen Lichttechnik "dran". Im Bereich der StVZO ist das Leuchtmittel nicht zulässig und ohne Ballastwiderstand gibt's bei CAN-Bus-Fahrzeugen eine Fehlemeldung. Mit ca. 10€/LED ist die Osram Ledriving das teuerste Leuchtmittel im Test.

 

2.

Die Osram Cool Blue Intense W5W ist heller als normale W5W-Leuchtmittel, ca. 30%. Blau ist an ihr maximal die leichte Reflektion. Ansonsten ist das Licht weiß mit leichte gelben Reflektionen. Sie ist gelber als (4350k-)Xenon, erreicht keine 4000k. Sie ist deutlich gelber als ein Xenon-Leuchtmittel, jedoch näher an der Leuchtfarbe als die Standard-W5W. Das Xenon fällt weniger blau ins Auge, Xenon wirkt im Vergleich dann eher wie ein Halogenleuchtmittel. Sie ist im Bereich der StVZO zugelassen, erzeugt keine Fehlermeldung. Mit ca. 6€/Lampe ist die Cool Blue Intense teuerer als Standardleuchtmittel, aber im mittleren Bereich.

 

3.

Das Noname-blau-W5W-Leuchtmittel ist das blaueste Leuchtmittel in diesem Test. Es weniger hell als Xenon und auch Cool Blue Intense, entspricht einer leicht dunkleren W5W-Standardleuchte. Die Leuchtfarbe ist durch das blau recht nah am Xenon, aber sehr dunkel. Klar sichtbar ist, dass es sich um eine blau gefärbte Glühlampe handelt, die blaue Ausleuchtung wirkt daher "hobbymässiger" als bei der LED. Im Bereich der StVZO ist sie nicht zugelassen, erzeugt keine Fehlermeldung. Mit ca. 2€/Lampe ist sie das günstigste Leuchtmittel im Test.

 

4. Keines der Leuchtmittel erreicht die Farbe des (4300k-) Xenon-Brenners. Die LED's sind etwas zu kaltweiß, die Cool Blue Intense etwas zu gelb, die Noname-W5W blau, aber zu dunkel. LED und blaue Noname-W5W sind zudem im StVZO-Bereich nicht zugelassen. Vom Effekt her würde ich den Xenons die LEDs noch am nächsten ansehen.

 

 

Das war's. In der Wissenschaft würde man sagen: "Weitere Forschung nötig", denn richtig viel schlauer auf dem Weg zum (legalen) Xenon-ähnlichen Standlichtleuchtmittel bin ich auch nach dem Test nicht. Trotzdem hoffe ich, dass bei der ganzen Mühe ein bischen Info für Euch dabei war.

Gibt's Tipps für ein passendes Xenon-nahes Leuchtmittel von euch?

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Ich bin eine laufende Auskunft - irgendwo muss das an mir geschrieben stehen. Fahrplan- und Stadtauskünfte gebe ich routiniert - das kommt alle Tage vor. Anrufe zur Autothematik von "ich steh' da" bis "können Sie mal den Parkautomaten für mich bedienen" sowie die Funktion als Zweitadministrator bin ich gewohnt. Als mich vor kurzem allerdings eine Migrantin am Busbahnhof zu ihrem neuen Telefonvertrag "interviewte" und sich eine Beratung zu Geräteanlieferung, Anschluß und Terminen holte, war ich doch schon baff.

 

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Ich habe selten so gelacht: Dieses Messer ist weniger durch seine Form, als durch seine besonderen Funktionen empfehlenswert. Also unbedingt die Leserrezensionen lesen!

 

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