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Tüddelkram und andere Katastrophen

Wie man aus kleinen Problemen große machen kann

23.11.2013 15:52    |    Jack GT    |    Kommentare (6)    |   Stichworte: Testdrive Seat Leon ST, Testfahrt

Mojn,

 

vor ein paar Tagen traf plötzlich eine Anfrage bei mir ein: Ob ich einen neuen Seat testfahren wolle (hier findet sich mehr zum Event, es handelt sich um einen Seat Leon ST). Fragen hinsichtlich weshalb, wieso, warum machten schnell der Frage Platz:

 

Warum eigentlich nicht? :)

 

So habe ich zugesagt, entsprechender Urlaub war schnell organisiert.

 

Da ich für Euch mit auf Tour bin und darüber schreibe, kam mir grad noch ein Gedanke:

 

Warum soll ich Euch eigentlich nicht fragen, was ich mit auf die Testfahrt nehmen soll? Was möchtet ihr wissen, was soll ich für Euch rausbekommen, fragen, ausprobieren?

 

Schreibt mir hier einfach rein - dass, was ich hier lese, versuche ich dann gleich passend mitzunehmen.

 

Ich weiß, die Frage kommt seeehr kurz. Sofern's trotzdem Posts gibt, freue ich mich, natürlich könnt ihr auch währenddessen weiter Fragen stellen, die ich versuche mitzunehmen!


14.11.2013 19:26    |    Jack GT    |    Kommentare (7)

Kaum nach Dänemark zum Schrauben am Golf hochgekommen, beschäftigte mich ein weiteres Problem: Während die Golf 2-Baureihe mit Alter hadert und die 3er Golfs mit dem Rost im Gefecht sind, haben es die Exemplare der vierten Generation mit der Elektronik (und die "kleinen" z.T. auch mit dem Getriebe).

 

Genau so ein Exemplar stand in Form eines Bora's vor meiner Nase. Glücklicherweise nur ein kleiner Defekt: Die Zentralverriergelung funktionierte auf der Beifahrerseite nicht mehr.

 

Um den Selbsthelfer etwas herauszufordern, hat VW beim Golf 4 Mikroschalter verbaut und diese ordentlich verstaut: Gibt also ein solch eher in einen Rechner passendes Bauteil auf, fällt im Gegensatz zu den vorigen Generationen deutlich mehr Arbeit an.

 

 

Eigentlich kein Problem dachte ich und machte es mir auf den königlich ausgelegten Kissen bequem, allerdings hatte ich die Rechnung ohne den Vielzahn gemacht, der offensichtlich schon einige Öffnungsversuche hinter sich hatte.

 

Zur Türdemontage kam man an diesem nämlich nicht vorbei - und ich hatte ihn nicht dabei. Ein erster Versuch mit einem Schlitz als Ersatz schlug fehl - und bevor ich den Vielzahn durch weitere Versuche "vergniddelte", beschloss ich, einen Vielzahnschlüssel - bzw. -nuss zu kaufen.

 

 

 

In einer dänischen Stadt mit ca. 80.000 Einwohnern sollte dies eigentlich kein Problem sein. Also auf und los. Circa 1,5 Stunden kurvte ich von einem Laden zum anderen, immer mit freundlichen Ratschlägen, wo ich den Vielzahn wohl noch bekommen könnte. Als ich schließlich nur noch Vorschläge bekam, die ich schon abgehakt hatte, fuhr ich direkt zum einzigen VW-Händler weiter.

 

Hier konnte ich glücklicherweise kurz bevor der Meister den Werkzeugschrank abschloß, gegen Pfand und gute Worte besagten Vielzahn ergattern, zudem noch einen Satz neue Schrauben.

 

Wieder zurück stand fest: Auch mit dem VW-Schlüssel dreht der Vielzahn durch - super :D.

 

Blieb nur noch Aufbohren, schließlich hatte ich ja nun neue Reserve geholt.

 

 

Das kleine Ideapad, auf dem ich auch gerade jetzt den Artikel schreibe mit Motor-Talk anbei, wurde Scheibe , Schloß und Co. ausgebaut, der Mikroschalter durch ein Neuteil ersetzt und wieder verklebt. Als nicht ganz trivial erwies sich das Zusammenpuzzeln des Schlosses, das mir beim Ausbau entgegengefallen war.

 

 

Nachdem alles wieder zusammengefunden hatte, war es auch schon Abend. Und, damit ich passend zum Spruch "Rost statt Plastik" an dem Tag auch noch Blech in die Hand bekam, habe ich dann noch gleich beim Golf 3 die ewig rostende Heckklappe einmal zu entrosten begonnen. schnell war klar: Die Heckklappe ersetzt man dann eigentlich auch besser. Herrn Lopez sei's gedankt.

 

 

Mittlerweile war auch der Bulli angekommen...

 

 

Dann in Folge noch einmal den Golf nach Deutschland und den Polo nach Hamburg, da man ja schlecht zwei Fahrzeuge auf einmal fahren kann.

 

 

Puh, dass war's erstmal :D.


02.11.2013 23:58    |    Jack GT    |    Kommentare (4)    |   Stichworte: Gib Gummi, Golf 2 Achswechsel, Vorderachse Golf 2

Kaum war der Touran verarztet, ging es wieder nach Hamburg zurück.

 

Hier wurde als erstes eine Anhängerkupplung am Bulli nachgerüstet - schließlich darf man dann im Gespann 4,5 Tonnen fahren - und warum sollte man das bei einem Verbrauch von 8-9 Litern nicht nutzen? Da AHK's bekanntlich nicht aus Pappe gefertigt sind, kam eine gebrauchte VW-AHK zum Einsatz, die zuvor noch entrostet und neu lackiert wurde. Dazu ein Bild und danach weiter zum eigentlichen Thema "There's a hole...*".

 

 

Weiter ging's nach Dänemark, um dem "Reserveprojekt babyblauer Golf 2" wieder etwas Leben einzuhauchen. Wichtigster Punkt war hier der Achswechsel, schließlich hatte der TÜV mit seinem Schraubendreher ein bischen Karies an der Vorderachse festgestellt :). War bei meinem damaligen grünen Zweier der Schraubenzieher nur mit Mühe durchzustecken, galt hier eher das Motto "Wat'n Loch und hält doch (noch)"...

 

 

Da dies nicht erste Vorderachse ist, die ich wechselte, rechnete ich eigentlich nicht mit besonderen Schwierigkeiten. Im Gegensatz zu vor ein paar Jahren hatte ich aber offenbar die geänderte Ersatzteilsituation unterschätzt: Eine vernünftige Vorderachse zu bekommen, erwies sich im Hamburger Raum als schier unmöglich. Entweder Mensch hatte keine, oder aber - wie bei Kiesow - die VA's erwiesen sich bei näherem anschauen oder Ausbau als Kernschrott. Immerhin konnte ich für einen Freund dafür noch einen Satz intakter Servoschläuche ausbauen, nachdem ich eine VA freigeschält hatte...

 

Schließlich wurde ich in Flensburg-Kupfermühle fündig - im gut sortierten Lager hatte ich schon manch Unerreichbares bekommen. Die passende Vorderachse winkte allerdings mit falscher Lenkgetriebeverzahnung der "bis-87iger" - egal.

 

 

Oben angekommen, wurde der Golf hochgenommen und ich konnte die Vorderachse tauschen, da glücklicherweise der zum Stallgitterverbau genutzt Kran sein Dasein ursprünglich als Motorkran begonnen hatte. Zudem galt hier noch "gib Gummi" in Form neuer Antriebswellenmanschetten.

 

 

Hier die beiden Vorderachsen - das Lenkgetriebe der alten wanderte auf die neue VA, nach 23 Jahren zeigten sich die Schrauben doch sehr relaxt beim rausdrehen...

 

 

Was hier so idyllisch aussieht, war aufgrund der zwischenzeitlichen warmen Temperaturen in DK unter'm heißen Scheunendach nicht ganz so nett anzuschauen, wenn man dabei im Blaumann schwitzt... während Gott und die Welt nämlich urlaubte, lag' ich traulich mit dem Golf in der Scheune :).

Da immerhin der "Hausstrand" gerade mal ein paar hundert Meter entfernt liegt, wartete dort zu Feierabend ein Strandstuhl mit kaltem Bier auf mich, um die tagsüber verlorene Flüssigkeit zu ersetzen.

 

 

Nun mit neuer Vorderachse, steht der Golf kurz zum Waschen auf der Waschplatte, diesmal hoffentlich längere Zeit ohne eine "gut durchlüftete" Achse :).

 

 

* in diesem Falle nicht nur parallel zum derzeit laufenden Hit "(...) in my pocket", sondern "auf Achse"...


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Derzeit wenig Zeit trotz Corona...

 

Aktueller Fahrzeugstatus:

 

- Der Zweier 16V schläft seit Jahren

- Polo 9N3 im Stadtbetrieb, bekommt Alu's

- Zwei Saabs bewältigen den Hauptverkehr

- Am T4-Bulli derzeit ein paar Blecharbeiten

 

Letzte durchgeführte Arbeiten:

 

T4: Aufstelldach

Saab 9³ II: Bremsen, Zahnriemen, Wapu

Saab 95: Bremsen, Zahnriemen

Polo 9N3: Bremsen VA gemacht

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Beste Geschichten [Jack GT]...

...mit Golf 16V und der Polizei:

 

Früher habe ich häufig am Sonntagmorgen gearbeitet. Auf meiner Fahrtstrecke durch die Reeperbahn hatte ich des Öfteren das Vergnügen mit der Polizei, die annahm, einen trunkenen Fahrer nach einer durchzechten Nacht vorzufinden.

Als nun eines Morgens mein damaliger Klarglasscheinwerfer defekt war und mir der Hersteller als Ersatz eine Ford Fokus Rückleuchte (!) geschickt hatte, fuhr ich bis zur richtigen Nachlieferung ohne den rechten Scheinwerfer herum.

Die Polizei hielt mich an just einem solchen Tag vor der Davidwache an und beäugte skeptisch das "Loch" der Front. Ich erklärte dem Polizisten daraufhin die Geschichte. Seine Antwort lautete: "Das klingt so verrückt - das könnte schon stimmen. Fahren Sie mal weiter"...

 

...mit Support:

 

Ich bin eine laufende Auskunft - irgendwo muss das an mir geschrieben stehen. Fahrplan- und Stadtauskünfte gebe ich routiniert - das kommt alle Tage vor. Anrufe zur Autothematik von "ich steh' da" bis "können Sie mal den Parkautomaten für mich bedienen" sowie die Funktion als Zweitadministrator bin ich gewohnt. Als mich vor kurzem allerdings eine Migrantin am Busbahnhof zu ihrem neuen Telefonvertrag "interviewte" und sich eine Beratung zu Geräteanlieferung, Anschluß und Terminen holte, war ich doch schon baff.

 

...mit dem besten Netzlacher:

 

Ich habe selten so gelacht: Dieses Messer ist weniger durch seine Form, als durch seine besonderen Funktionen empfehlenswert. Also unbedingt die Leserrezensionen lesen!

 

...dem kürzesten netten Spruch (gefunden an einem Geldautomaten):

 

Geld wird bald abgeschafft - viele haben schon jetzt keins mehr.

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