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MOTORTESTS.de - Test und Erfahrungsberichte aus der MOTOR-TALK Community

Tue Aug 25 22:54:19 CEST 2015    |    British_Engineering    |    Kommentare (16)

Abschnitt im Süden des Autoputs Copyright Foto: Admir Idrizi
Abschnitt im Süden des Autoputs
Copyright Foto: Admir Idrizi

„Vielvölkerstaat“, „Tito“, „Adria“, „Cevapcici“ und „Autoput“ waren die Stichwörter, die meist als erstes kamen, wenn in den 70er oder 80er Jahren die Rede auf Jugoslawien kam. Diese vielen bekannte, mit einem denkbar finsteren Ruf behaftete Straße war es, die es hunderttausenden von Gastarbeitern aus Deutschland, Österreich und anderen angrenzenden Staaten erlaubte, in den Sommermonaten mit der ganzen Familie und schwer bepackt in ihre Herkunftsländer zum Sommerbesuch zu fahren. Und im Gegenzuge vielen westeuropäischen Urlaubern den Weg per Auto an die jugoslawische Adria, nach Griechenland und in die Türkei ebnete.

 

Der Bau dieses als Straße der Brüderlichkeit und Einheit (auf Serbokroatisch Autoput Bratstvo i jedinstvo) bezeichneten Betonbandes begann kurz nach dem zweiten Weltkrieg. Die Straße war von der Staatsführung des sozialistischen, aber blockfreien Jugoslawien dazu auserkoren worden, zum Symbol des Vielvölkerstaates und des jugoslawischen Fortschrittsglaubens zu werden. Sie wurde in erster Linie von Soldaten und an Arbeitseinsätzen teilnehmenden Jungendlichen erbaut, aber es kamen auch Zwangsarbeiter zum Einsatz. Das erste, 382km lange Teilstück des als sogenannte Halbautobahn erstellten Autoput wurde am 27.7.1950 zwischen Belgrad und Zagreb eröffnet.

 

Da diese Straße angesichts der immer mehr werdenden Gastarbeiter in den 60er und frühen 70er Jahren schnell an ihre Kapazitätsgrenze kam, wurde in den 70ern mit dem Ausbau zu einer zweispurigen Autobahn begonnen. Hierzu erhielt Jugoslawien finanzielle Hilfen vom IWF. Am Ende war eine 1180km lange Straße mit verschiedenen Ausbau-Qualitäten (Landstraße, Schnellstraße, Autobahn mit zwei Spuren je Richtung etc.) entstanden, die das Land von Jesenice im Norden bis Gevgelija im Südosten durchquerte. Im Norden auf österreichischer Seite schlossen sich die Zubringer-Straßen der „Gastarbeiter-Route“ an. Besondere Merkmale des Autoputs waren das vom Überfahren der Betonplatten herrührende Papamm-Papamm-Geräusch, die gerade Streckenführung und leider die sehr vielen Unfälle.

 

Der Autoput galt jahrelang als die gefährlichste Straße der Welt. Hier starben in manchen Jahren mehr Menschen als auf allen deutschen Autobahnkilometern zusammen. Gründe hierfür waren neben den sehr langen zu überwindenden Entfernungen auch die teilweise monotone Streckenführung, das extreme Verkehrsaufkommen, die übermüdeten Fahrer mit ihrem teilweise äußerst riskanten Fahrstil und nicht zuletzt die Vielzahl an vollkommen überladenen Fahrzeugen. Es kam immer wieder zu Frontal-Zusammenstößen mit sechs, acht und mehr Toten. Auf dem österreichischen Teil dieser Gastarbeiter- und Touristenstrecke wurden Mitte der 70er Jahre neunsprachige (sogar Persisch war dabei) Flugblätter verteilt, die auf die Gefahren hinwiesen und einige elementare Verhaltensregeln mit auf den Weg gaben.

 

Besonders gefürchtet war die Leobener Umfahrung, eine gut ausgebaute Straße mit langgezogenen Kurven, Tempo 80 und Überholverbot. Hier war, egal ob von Norden oder Süden kommend, etwa die Hälfte der Strecke erreicht. Die Fahrer waren müde und wollten nur noch ans Ziel kommen. Zeitweise standen auf den 12km den Leobener Umfahrung Abschleppfahrzeuge an fast jeder Seitenstraße. Und sie mussten dort nicht lange auf Kundschaft warten. Von der Eröffnung der Leobener Umfahrung im Jahre 1965 bis zum Sommer 1975 starben auf diesen 12km allein 62 Menschen. Zeitweise wurde für jeden Verkehrstoten ein weißes Holzkreuz aufgestellt. Wie die Straßenränder hier aussahen, kann sich jeder vorstellen.

 

Nicht unbedingt gefährlich, aber trotzdem alles andere als angenehm waren die oft sehr langen Staus an der österreichisch-jugoslawischen Grenze. Sommers erreichten sie nicht selten eine Länge von 40 und mehr Kilometern. Dies bedeutete bis zu 18 Stunden Wartezeit.

 

Trotz dieses von Unfällen, Fahrzeugwracks, Überfüllung, Stress und manchmal handfestem Ärger geprägten Images hat der Autoput mich persönlich stets fasziniert. Diese Straße war die Lebensader schlechthin für den Verkehr von und nach Südosteuropa. Fast alle fluchten über sie, aber sie war gleichzeitig unersetzlich. Und sie vermittelte dieses spezielle „Unterwegs-Sein“.

 

Ein einziges Mal durfte ich selbst eine längere Strecke auf ihm zurücklegen – allerdings nicht als Fahrer, sondern als Mitfahrer in einem Bus, der auf dem Weg nach Kroatien zu einer Jugendfreizeit war. Ich habe diese Fahrt im Sommer 1990, nur wenige Monate vor Ausbruch des Balkankrieges, in lebhafter Erinnerung. Mich berührte diese Mischung aus für mich fremd klingenden Ortsnamen, die ich zuvor auf keiner Straßenkarte gesehen hatte, und dem unglaublich dichten Verkehr, der sich teilweise aus bizarren Vehikeln wie geschundenen alten Ford Transits mit hoch beladenen Dachgepäckträgern und mühsam dahin kriechenden betagten LKWs mit dem Schriftzug Rába Diesel im Kühlergrill zusammensetzte. Heute fasziniert er mich, weil er zum Einen Geschichte ist (er wurde nach dem Zerfall Jugoslawiens und dem entsprechenden Krieg wie eine moderne Autobahn aus- und umgebaut) und ich zum Anderen beruflich öfters mit Menschen aus den jugoslawischen Nachfolgestaaten zu tun habe.

 

1958km waren es z.B. allein von Hannover bis nach Gevgelija, dem südlichsten jugoslawischen Punkt des Autoputs. Hier war aber für viele noch lange nicht Schluss, wenn die alte Heimat Alexandroupoli, Edirne oder Denizli hieß. 2450km hinter dem Lenkrad eines Ford 17M P7oder Opel Rekord D. Wie viele Griffe zur Lenkradschaltung, zur Fensterkurbel und zur Lichthupe waren das? Das Zeitalter der Klimaanlagen lag jedenfalls noch Jahrzehnte in der Zukunft. Und wenn die 12 Jahre zuvor in Köln-Niehl oder Genk eingebauten Stoßdämpfer unter der Last mehrerer Telefunken-Portabel-Fernseher, ITT-Radios und Möbel-Unger-Sonderangebote kollabiert waren, wurde es richtig haarig. Manch einer saß einen oder mehrere Tage in einer jugoslawischen Autowerkstatt und legte sein Geld in Pivo-Bier an. Auch für denjenigen, der mit seinem jungen Datsun Bluebird und Tabbert Markgraf am Haken unterwegs war und nun plötzlich eine neue Datsun-Lichtmaschine brauchte, war die Lage nicht besser. Orte wie Slavonski Brod oder Vranje fanden sich jedenfalls im Händlerverzeichnis nicht.

 

Ich möchte an dieser Stelle alle einladen, ihre persönlichen Erfahrungen mit und auf dem Autoput zu erzählen. Oder einfach ein wenig zu diskutieren.

Hat Dir der Artikel gefallen? 7 von 11 fanden den Artikel lesenswert.

Wed Aug 26 11:52:56 CEST 2015    |    RonPut

Bisher einmal ein Teilstück mit meinen Eltern befahren im Jahr 2000. Krieg war zwar schon einige Jahre zu Ende aber als Kind hat es einen doch berührt noch immer so viel Zerstörung zu sehen. Dazu kamen dann noch Dinge wie: Korruption, wahllose fahrzeugkontrollen (trotz normalem

Auto in Form eines blauen 99er Berlingos), katastrophale Straßen und verrückte Fahrer.

 

Nichts desto trotz war es eine Reise wert.


Wed Aug 26 12:37:09 CEST 2015    |    VolkerIZ

Schöner Text, mal ein ganz anderes Thema. Kann mich noch dunkel erinnern, dass ich in den 80ern mal einen Artikel darüber gelesen habe, seitdem habe ich das Thema aber nicht weiter verfolgt. So gefährlich ist es heute also wohl nicht mehr. Heute fährt man ja auch nicht mehr mit dem Ford 17m, sondern mit einem Passat TDI, so wie ein Kollege von mir, der in den Ferien in den Irak wollte, nächste Woche sieht man sich wieder. Hoffentlich hat er das alles gut überstanden. Ist aber immer noch Streß, mit Fahrerwechsel und nur Anhalten zum Tanken werden das bestimmt 2-3 Tage einfache Strecke.

Noch eine Kleinigkeit: Damals, als die Migranten noch Gastarbeiter hießen und 17m oder D-Rekord fuhren, hieß Möbel Unger auch noch Möbel Günther. Die LKWs waren aber auch schon rot. Der Laden war ganz in der Nähe von hier, in Horst bei Elmshorn, inzwischen zum Veranstaltungszentrum umgebaut und vor ein paar Wochen mal wieder Pleite gegangen, genau wie die Möbelhändler ein paar Jahre vorher.


Wed Aug 26 15:44:49 CEST 2015    |    Christian8P

Klasse Artikel über ein durchaus interessantes Thema! Ich freue mich auf mehr Sachen dieser Art!:)

Ich habe den Autoput selber nie erleben dürfen, DDR-Autobahnen waren für mich kurz nach der Wende schon ein Abenteuer, aber in einer alten ams-Ausgabe habe ich einen kleinen Artikel gefunden.

Vielleicht meint Volker ja diesen Artikel.;)




Quelle:
Auto Motor und Sport, Heft 13/1988



Wed Aug 26 17:03:07 CEST 2015    |    VolkerIZ

Der Artikel wars nicht, ist aber auch interessant. Ich glaube, der war noch ein paar Jahre älter, alles in Schwarzweiß.

Die DDR-Autobahnen waren dagegen insofern harmlos, weil an jeder Ecke ein Blitzgerät oder die VoPos standen und sich schon jeder so verhalten hat, dass er nur nicht auffiel. Echte Verkehrsverstöße brauchte man dafür gar nicht, nur eben irgendwie auffallen. Meine Eltern haben Anfang der 70er mal 20DM für "Wenden auf der Autobahn" bezahlt, dabei war das gar keine Autobahn, sondern nur eine Landstraße in Richtung Autobahn. Aber mit VoPos sollte man nicht diskutieren. Dann lieber zahlen oder noch besser: Nicht auffallen. Sowas wurde in Jugoslawien mit Sicherheit lockerer gesehen, was dabei rauskam bei den schlechten Straßen, das sieht man ja.


Wed Aug 26 21:44:05 CEST 2015    |    Christoph2605

Toller Artikel.

 

Wir waren vor dem Krieg mehrfach auf dem Autoput unterwegs.

Jugoslawien war wunderschön

Das, was es zu kaufen gab, hat wenig gekostet.

Jeder Ort hatte einen riesigen (vom Staat befohlenen) Supermarkt, in dem es praktisch nichts zu kaufen gab.

Wichtig war das grosse Foto von Tito über dem Eingang.

Vor dem Eingang gab es Tomaten zu kaufen (man konnte unter 20 Verkäufern wählen).

Wir haben Wochenlang von gutem Brot, saurem Wein, Rasnici Tomaten und Pleskawitza gelebt.

 

Danke für die Erinnerung.

LG Christoph

 

PS

Gefährlich waren nicht die Autos, sondern die Strecke und die Dauer der Fahrten.


Thu Aug 27 13:53:48 CEST 2015    |    croco82

Das Leben war früher wilder und generell mehr ein Abenteuer - in jeglicher Hinsicht. Aufgrund des geringen Sicherheitsstandards der Autos und einer faktisch nicht existenten Gurtpflicht, war fast jeder Unfall fatal. Das war die schlechte Seite.

 

Schön waren aber immer die jeweiligen Landesgrenzen und der Zoll mit den Beamten, die sich immer in Uniform herausgeputzt haben und für Recht und Ordnung sorgten. Heute dank EU-Wahn haben wir offene Grenzen, die zum Eldorado für Diebesbanden und Flüchtlings-Schlepper werden. Ich vermisse die Ordnung vergangener Tage. Selbst der Großteil der Leute auf dem Balkan sieht das desillusioniert heute so. Heute hat zwar jeder sein Stück unabhängiges Land und doch sind alle unzufriedener als vorher, da die Gesellschaft verroht und Konsum den Zusammenhalt abgelöst hat.


Thu Aug 27 14:15:36 CEST 2015    |    op-p1

wer kennt noch die zufahrt ? ab salzburg ohne autobahn radstädtertauernpass, katschbergpass, dann runter über gmünd,

richtung wörthersee nach klagenfurt. (alles nur normale straße) dann über unterloibel (deutscher peter gasthof)

über den loiblpass 24%steigung nur schotter, tanken in trzk, essen in kranj (hotel jelen einsame spitze)ljubljana, zagreb.

in ocucanie dann abgefahren über die save brücken banja luka vrbas canion zur adria,

das alles mit einem 30ps käfer und campingausrüstung, später mit eieinem op-p1 45ps. usw usw.

wir haben immer hervorragend gegesen und getrunken. haben allerdings nie dort angehalten wo touristen waren.

(waren damasl auch noch nicht so in massen)und wer mal übers inland fährt der erkennt die schönheiten die nicht allg bekannt sind.

wer sich heute auf die autobahn schmeißt und durchheizt fahrt an einaligen landschaften vorbei ohne sie zu sehen.


Thu Aug 27 21:17:42 CEST 2015    |    Trackback

Kommentiert auf: MrMinuteMan:

 

Der Schrottplatz - Spiegelsymmetrisch des Showrooms

 

[...] @motorina:

Musst du nicht lange suchen...;)

KLICK

[...]

 

Artikel lesen ...


Thu Aug 27 21:46:12 CEST 2015    |    motorina

Ein toller Artikel, @BE, sehr gut beschrieben! ... und der Artikel von @Christian passt dazu wie die Faust aufs Auge, danke!

An der Leobener Umfahrung waren grosse Schilder aufgestellt mit dem Hinweis, wieviel Verkehrstote der jeweilige Streckenabschnitt in diesem Jahr schon gekostet hatte (wurde immer wieder aktualisiert!).

 

Ich selbst konnte den Autoput nur 2x "geniessen", auf den Fahrten nach Griechenland - einmal 1978 (mit einem Golf GLS) und dann noch einmal ca. 1984 (bis unters Dach für einen Bekannten vollbeladen mit einem Scirocco).

Es gab eigentlich nur zwei empfehlenswerte Fahrweisen: entweder schnell, das hiess ca. 120-130km/h mit Dauerblinker links (dies bedeutete für die langsameren Fahrzeuge: ja nicht rausziehen), oder mit ca. 70km/h im langsamen Verkehr mitschwimmen und nur dann überholen, wenn von hinten kein schnelles Fahrzeug heranrauscht.

Diese stressige Situation änderte sich schlagartig, nachdem man auf der Heimfahrt die österreichische Grenze Richtung Norden passiert hatte - da musste man sich ganz schnell umstellen.

 

Die österreichische Gastarbeiterroute versuchte ich später teilweise zu umfahren - meist nachts über Obertauern.

Von Nürnberg brauchte ich i.d.R. gut 7 Stunden nach Graz - morgen wird diese Strecke (jetzt vollkommen Autobahn, allerdings über Passau) in 5 Stunden zu bewältigen sein (statt früher 760km jetzt nur noch 590km).


Thu Aug 27 22:24:26 CEST 2015    |    Gulfossi

Ist das heute immer noch so wenn man diese Straße fährt mit Bestechung und Co?


Thu Aug 27 22:34:38 CEST 2015    |    motorina

Bestechung? Du bekommst halt ein Mandat - Einspruch/Widerspruch zwecklos!

 

Die Strasse bzw. der Autoput insbesondere durch Kroatien ist ja inzwischen sehr gut ausgebaut - Autobahn. Den serbischen Teil kenne ich nicht, bin die letzen 15 Jahre nur immer bis kurz vor die Grenze gefahren und dann nach Bosnien abgebogen.

Auf jeden Fall Vorsicht vor Abschlepphaien!!

... und die Küstenstrasse bin ich vor einigen Jahren bis nach Montenegro runter mit dem Lkw gefahren - war auch nicht schlimm.


Fri Aug 28 10:28:15 CEST 2015    |    dean7777

Ich kenne Autoput noch sehr gut... bin als Deutscher in Belgrad geboren (ja, es gab auch Deutsche Gastarbeiter in einem anderem Land) und mein Vater hat diese Strecke bis nach Frankfurt jährlich mindestens 4-mal gefahren... Für mich war das Abenteuer pur... und für die ca. 1400 km haben wir 2 Tage gebraucht... in Slowenien an der Grenze haben wir immer übernachtet. Mein Vater wollte nur völlig ausgeschlafen und bei Tageslicht fahren...

 

Ein paar Mal war es grausam... eingeschlafene LKW Fahrer oder Türkische Gastarbeiter mit ihren Ford Transits haben wir wie hier auf geposteten Bildern sehr oft im Graben neben Autoput gesehen... das war kein schöner Anblick aber die Tatsache das auch Tot immer mitfährt...

 

Heute ist Autoput eine richtige Autobahn geworden... ein kleiner Teil "lebt" noch in Slowenien (!!!) zwischen Maribor und Zagreb... irgendwie ist Slowenien Geld ausgegangen...noch vor 3 Jahren war diese kurze Stück Baustelle, jetzt sind die Bagger abgezogen zum Ärger von Autofahrer die im Sommer mit einigen Stunden Wartezeit an der Grenze zwischen Kroatien und Slowenien rechnen müssen.

 

In Serbien ist "Autoput" auch ab und zu anzutreffen als Teil der Autobahn der dringend repariert werden muss...

 

Seit einigen Monaten dient auch als Flüchtlingsroute für Millionen von Menschen die einfach Richtung Westen marschieren... das habe ich mit meinen eigenen Augen gesehen... ohne hier die Thema zu wechseln...

 

Autoput war auch im Balkankrieg für vertriebenen Serben aus Kroatien (genaue Zahl ist nicht richtig bekannt aber ca. 500.000 Menschen waren da schon) ...

 

Irgendwie dieser Autoput prädestiniert für die Völkerwanderungen...


Sat Aug 29 15:21:13 CEST 2015    |    S2-Limo

Danke für diesen sehr guten Bericht über den Autoput. Da kommen Erinnerungen wieder hoch, wir sind immer jedes Jahr bis zu 4 mal nach Jugoslawien gefahren. Meine Eltern waren / sind Gastarbeiter.

 

Opel Commodore, Ford Taunus, W 123 waren stets unseren treuen Begleiter.

Hatte mich immer als kleiner Bub tierisch gefreut,wenn auf der Autobahn das große YU auf dem Fahrtsreifen aufgepinselt war.

Als ich dann selbst das erste mal mit meinem eigenem Auto runter gefahren bin, hatte ich immer 300 DM in 5 Mark Scheinen dabei.

Sobald die Örtliche Polizei das B im Kennzeichen gesehen hatte, wurde ich angehalten und wurde immer gefragt....* Zeljko was sagt dein Herz¿ und dabei die Hand aufgehalten. Aber das gehörte halt irgendwie dazu.

 

Anbei noch 2 Schnappschüsse vom der letzten Autobahnfahrt.


Bilder

Sun Aug 30 22:48:37 CEST 2015    |    sprinter66

In den 80 er Jahren oft gefahren. Über Ljublyana ,Zagreb ,Beograd ,Nis nach Skopje und weiter nach GR.

Eine nie endene Schnellstrasse.Was noch in Erinnerung bleibt sind die hoffnungslos überfüllten Ford Transit und Granadas mit Teppichen und jede Menge Persil auf ihren Dachgepäckträgern.

Und die JP Tankstellen (Jugo-Petrol) mit dem rot -gelbem Emblem ,glaub ich.

Mann besorgte sich beim ADAC die sogenannten Tankgutscheine um beim Tanken nicht beschissen zu werden.

Und als man dann nach ner Stunde Wartezeit an der Zapfsäule ankam , hiess es "Nema Benzina" ;-)) Herrlich!!


Sun Aug 30 23:08:51 CEST 2015    |    dean7777

Es war schon sehr abenteuerlich auf dem Autoput


Mon Sep 07 00:08:21 CEST 2015    |    MV12

Danke für den Beitrag.

 

Das einzige was ich noch kennenlernte ist der Teil in Österreich.

War von klein auf mit der Familie oft dort unterwegs-an die Schilder kann ich mich auch errinern.

Deutsch, Englisch und Türkisch.

Irgedwann wurde dann überall die Autobahn fertig.

 

Fortschritt an allen Orten.


Deine Antwort auf "Der Autoput - Straße nach Hause, in den Urlaub oder in den Tod"

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