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l'amour d'automobile

Autophilie und ihre Folgen

17.11.2019 11:41    |    Elementr!x    |    Kommentare (79)    |   Stichworte: E-Klasse, Mercedes, W124

320te-weide
320te weide

Verdammt - seit über 6 (in Worten SECHS) Jahren habe ich nichts mehr in diesem Blog geschrieben.

Wie so oft kam der Alltag und die Familie dazwischen, vielleicht auch meine Arbeit in der Automobilindustrie. Da ist man froh nach Feierabend nichts mehr mit Autos zu tun zu haben.

Aber gut, heute hatte ich endlich mal wieder Zeit etwas zu schreiben und es geht um kein geringeres Modell als den W124. Den letzten echten Mercedes, wo angeblich noch die Ingenieure das Sagen hatten und nicht die Controller.

Nun zu meiner W124 Geschichte. Mein nicht gerade kleiner Volvo S80, bot aufgrund seiner Bauform auf Dauer einfach zu wenig Platz, deswegen musste ein Kombi her.

Und wo bekommt man am meisten Platz? Natürlich bei Mercedes, also Stand die Wahl zwischen:

 

W124 der Klassische, der Schöne

W210 der Hässliche, der Rostige

W211 der Neue, irgendwie Langweilig

 

Folgende drei E Klassen standen zur Auswahl:

 

Ein S124 als 320er, das Top Modell unterhalb vom AMG mit immerhin 220PS und herrlichem Reihensechszylinder.

 

Ein S210 als E430 4Matic, V8 und Allrad was will man mehr! Noch ohne Rost.

 

Als letzter im Trio stand ein W211 zur Auswahl, als E500 auch als V8 aber ohne Allrad und ohne Rost.

 

Die Wahl fiel letztendlich auf den 124er, viele Bekannte und Freunde hatten mal einen.

Jeder hat mehr oder weniger davon geschwärmt. Da ich eh schon lange einen klassischen Mercedes in meiner Sammlung haben wollte, wurde es ein 124er. Neben Golf 1 Cabrio und Saab 900, würde sich der 124er bestimmt gut machen.

Es wurde ein W124 320TE aus dem Jahr 1993, ein Sportline. Das was Mercedes damals als sportlich Verstand, dazu beige Sitze in MB Karo. Eine Klimaanlage, Schiebedach, sogar elektrische Sitze mit Memory. Ein wirklich angenehm ausgestattetes Exemplar.

Also auf ins Schwabenland und den 124er aus seiner Heimat nach Hessen entführt, die Heimfahrt war dank undichtem Endtopf leider nicht besonders entspannt. Der alte Herr klang doch recht kernig und laut. Nach zwei Wochen in der Werkstatt meines Vertrauens durfte ich den Wagen in Empfang nehmen und es ging gleich auf eine 200km Tour quer durch Hessen.

 

Und hier nimmt das Unheil seinen Lauf, das Mercedes Gefühl wollte sich nicht einstellen.

Das Willkommen Zuhause Gefühl womit der 124er immer Beworben wurde, ich konnte es nicht nachvollziehen.

 

 

Nicht das mich die W124-Jünger hier nicht falsch verstehen, der 124er ist bestimmt kein schlechtes Auto. Der Wendekreis ist für so ein großes Auto echt fantastisch, die Lenkung fein und entspannt abgestimmt.

 

Aber trotzdem ich habe es nicht Gefühlt!

 

Der Motor hat genug Kraft ist aber einfach zu Laut für ein Fahrzeug der oberen Mittelklasse, der sportliche Klang passt einfach nicht zu so einem Fahrzeug. Die 4 Gang Automatik schaltet schön sanft, aber das Drehzahlniveau ist einfach zu hoch, das konnten andere Hersteller damals schon besser. Wers nicht glauben will, soll mal einen Saab 9000 aus der selben Zeit fahren. Auch das Fahrwerk ist nicht schlecht, aber es ist keine Sänfte. Klar ist der Sportline etwas tiefer, aber sportlich ist er dadurch nicht. Der 124er als Sportline steht zwischen den Stühlen, nicht wirklich komfortabel und nicht richtig sportlich. Auch die hochgelobten Sitze halten den Vergleich zum Saab nicht Stand, da liegen Welten dazwischen. Auch hier wieder, die Sitze sind nicht schlecht. Wer mal im W211 gesessen hat , besonders VORMOPF, wundert sich warum der alte 124er bessere Sitze hat, aber im Vergleich zum Saab fällt der 124er hier richtig ab.

Auch die Fahrgeräusche sind mir zu Laut, mein 9000 war selbst jenseits der 120 noch flüster leise.

Im 124er wirds ab 100 schon laut, da nervt einfach die hohe Drehzahl.

Noch schlimmer wird der Vergleich mit meinem Volvo S80 Executive, den der 124er eigentlich ablösen sollte.

 

Der Volvo ist ein Executive, somit hat er Seitenscheiben aus Verbundglas, hat etwas mehr Dämmung und hat extra dicke Fußmatten, dazu gesellen sich extra bequeme Ledersitze mit Softleder.

Hier steigt man ein und fühlt sich wirklich "Willkommen Zuhause". Selbst bei 180 säuselt der Wind nur leise um die A-Säule. Die Automatik sortiert die Gänge leider nicht so sanft wie im 124er, sorgt aber dank zwei extra Fahrstufen für ein deutlich enspannteres Drehzahlniveau.

 

Natürlich ist dieser Vergleich nicht ganz fair, schließlich liegen zwischen den beiden Fahrzeugen über 20 Jahre Entwicklung. Aber selbst der Vergleich mit dem Saab, fällt nicht besonders positiv für den 124er aus und der ist aus der selben Zeit.

 

Schade für mich, ich hatte mich so auf meinen ersten klassischen Mercedes gefreut. Vielleicht bereitetet, er ja in Zukunft jemand anders eine Freude. Vielleicht kann der 124er auch nichts dafür und meine Erwartungen waren einfach zu hoch.

 

Ich werde mich in der Zwischenzeit weiter umschauen, nach einem klassischem Mercedes, vielleicht verirrt sich ja ein W126 in meinen Fuhrpark.

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23.11.2019 11:42    |    ALPINA B3 3.2

Und was hat der Thread mit Volvos zu tun! noch weniger. Ich zolle dem W124 nach jahrelangem Besitz in der Familie enorm Respekt und möchte damit zum Ausdruck bringen, dass auch ein e36 FAN ja kaum zu glauben, an den letzten echten Mercedes mehr als nur Freude hat!

Weil der W124 in diesem Thread meiner Meinung nach zu schlecht dargestellt wird, mache ich auch extra etwas Faxen, also bleibt Fair bitte und hört mit den Volvos auf nervt gewaltig...


23.11.2019 12:21    |    manfredkrugfan

E34 520i hatte mein Vater 10 Jahre lang als 1. Besitzer bzw. als Firmenwagen und dann privat übernommen. War gut aber für mich nicht angenehm zu fahren subjectiv. Meine 124 Modelle waren mir lieber und mein Omega B 2,0 von 94 trotz seinr vielen Mängel auch denn er fuhr komfortabel bei toller Straßenlage. Gerostet hatte der BMW 520i auch trotz guter Pflege, fing am Tankdeckel an und an den Türen und am Kofferraumdeckel. Da waren die meisten 124 Modelle noch rostfrei, das war so Ende der 90er. Mein Vater bekam einen der ersten E34 in unserer Stadt, dann könnte der von 1988 gewesen sein. Ich weiß nur ich war so 8./9. Klasse als er damit nach Hause kam, das könnte 88 gewesen sein. Er hatte 129 PS.

 

Was mich jedoch wundert der hohe Bestand an Audi 100 (C 4). Da sieht man teilweise bis zu 4 Stück am Tag wenn man aufpasst. Auch Audi 80 (B 4) scheint es viele zu geben. Hatte nie einen Audi aber die Qualität war bei denen wohl besser als BMW und MB denn auch 124 Modelle sehe ich seltener als die alten Audi und wenn ja sind es Mopf 1 Limo 4-Zylinder Modelle von alten Männern oder total verrostete Mopf 2 wo man denkt, der jetzige TÜV ist der letzte und dann ab nach Africa. Coupé, Cabrio und T-Modell sind ausgestorben.

 

Letzter echter Benz, das ist doch alles Quatsch. Den gab es schon immer und der 124 ist zur Zeit nur das Lieblingsobject irgenwelcher Geldspekulanten und nicht mehr. Ich fand meine okay aber sie sind nicht besser als andere Autos nur weil sie verklärt werden.


23.11.2019 12:55    |    Dynamix

Das mit dem Verklären ist gerade bei Mercedes irgendwie stark ausgeprägt. Aus der US-Car Szene kenne ich das so das eher bestimmte Jahrzehnte verteufelt werden. Momentan ist das alles was nach 1980 kommt, aber das weicht auch immer mehr Richtung 1990 und später auf.

 

Bei Mercedes ist es aber immer Modell XY das der "letzte echte Benz" ist. Vor dem 124er war es der 123er, jetzt ist es der 124er und der 210er steht schon in den Startlöchern obwohl der jetzt wirklich kein Ausbund an Langzeitqualität war. Aber das war der 124er laut 123er Fans auch schon nicht und wenn man sich mal mit Prüfern oder Oldie Gutachtern unterhält hat der 123er auch seine brutal teuren Macken, hauptsächlich Rost. In der Hinsicht war der 124er meiner Meinung nach sogar besser, auch wenn der alles andere als rostfrei ist.

 

Zum E34:

 

Kumpel hat so einen als 525i mit Handschaltung und brauchbarer Ausstattung in einem schicken rot. Aber was der mit dem Auto alles für Probleme hat, junge, junge! Da musste er für den Tausch irgendeines Sensors (glaube KW Sensor) den halben Motor auseinander nehmen weil man da sonst ums verrecken nicht drankommt. Das Problem war damit dann noch nicht mal komplett gelöst. Dazu hat der Wagen ständig irgendwelche kleinen Zipperlein und der geht mit seinen Autos echt pfleglich um und buttert auch immer gut Kohle da rein. Hätte ich jetzt nicht soooo riesige Lust drauf. Ich weiß schon warum ich lieber neuere Autos im Alltag fahre, die machen wenigstens die ersten paar Jahre keine Probleme wenn man den Service nicht verschleppt oder die Kiste gleich von Anfang an hart vergewaltigt.


23.11.2019 13:27    |    manfredkrugfan

Als ich 124 fuhr, waren das Autos die als lachhafte Gebrauchtwagen für arme Leute galten und es gab unschöne Kraftausdrücke zu den Autos entweder über Rentner oder über "Ausländische Mitbürger". Und heute soll das so ein tolles Auto sein? Da stimmt doch was nicht denke ich mir.

 

Der E34 meines Vaters hatte so einen komischen Bordcomputer mit Anzeige im Kombi Instrument der regelmäßig Falschmeldungen ausspuckte und schon in der Garantiezeit wurde viel nachgebessert. Zugegeben als das erledigt worden ist lief der gut und mein Vater war zufrieden und hat sich auch wieder einen BMW (E46 318i Automatik) gekauft den er wiederum bis 2011 fuhr ehe er sich einen E90 318i Automatk holte. Aber Rost gab es und an dem Bordcomputer durfte sich niemand stören.

 

123er hatte mein Opa, danach 190er, beides Autos die trotz guter Pflege weggerostet sind. Meine 124 Modelle waren Vielfahrer-Pendlerautos und ich habe außer Inspektion und Reparaturen und TÜV nichts gemacht, Technik musste gut sein, Rest war Nebensache. Aber die rosteten auch rasch weg.


23.11.2019 16:35    |    Daemonarch

Man muss sich ja nur die Menschen angucken, die mit solchen Plattitüden um sich werfen, dann weiss man, wie ernst man die zu nehmen hat...

 

Frei nach dem Motto - man darf ihnen leider nicht ins Maul hauen, also muss man sie auslachen.


23.11.2019 16:48    |    Dynamix

Ich gebe auf sowas auch nichts. Meistens kommen solche Sprüche eh von Leuten die selber gerne "ne fette Karre" hätten. Davon ab bekomme zumindest ich meistens positives Feedback für die Autos. Der letzte hat meinen Caprice zwar mit einem Chysler Stratus verwechselt aber zumindest die grobe Richtung (Amerikaner, 4 Räder, 4 Türen) stimmt schon mal : D


23.11.2019 17:16    |    Elementr!x

@fenderhordes

Zitat:

Wer SAAB Sitze schätzen gelernt hat, wird damit nicht glücklich. Mir waren die SAAB Sitze allerdings von jeher ein Graus, besonders in den späten Modellen zB SAAB 9-3, da man vor dem einsteigen schon Augenschmerzen bekam und beim hinsetzten dann Rückenschmerzen.

Das kann ich so nicht bestätigen, die Sitze vom 9000 waren zwar die besten von Saab, aber die Aero Sitze im 9-3 II waren auch wirklich gut, kein Vergleich zu den Stühlen im W203 der Zeitgleich in Sindelfingen vom Band lief.

 

@ALPINA B3 3.2

Zitat:

Und was hat der Thread mit Volvos zu tun! noch weniger.

Die Volvos habe ich ins Spiel gebracht, hab den 124er im Text ja mit meinem S80 verglichen.


23.11.2019 17:35    |    manfredkrugfan

Zitat:

Man muss sich ja nur die Menschen angucken, die mit solchen Plattitüden um sich werfen, dann weiss man, wie ernst man die zu nehmen hat... Frei nach dem Motto - man darf ihnen leider nicht ins Maul hauen, also muss man sie auslachen.

Im Prinzip ist das so und ich habe auch nie etwas darauf gegeben. Wahrscheinlich sind die, die damals auf meine 124 Modelle lachten heute die, die einen suchen und denken man hätte damit einen so Coolen Klassiker der mega individuell ist und toll und für viel Geld weiter zu verkaufen wenn er einem überdrüssig wird. Ist ja ein Liebhaberstück auch wenn es ein verrosteter Bock von 200D ist ... wenn man denen glaubt :).


24.11.2019 11:43    |    camper0711

> Was mich jedoch wundert der hohe Bestand an Audi 100 (C 4). Da sieht man teilweise

> bis zu 4 Stück am Tag wenn man aufpasst. Auch Audi 80 (B 4) scheint es viele zu geben.

 

ob das daran liegt, dass die Audi-Ingenieure Mitte der 1980er Jahre von einem "Qualitätswahn" ergriffen wurden:

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Audi_100_C3

" Dank Vollverzinkung der Karosserie ab Modelljahr 1986 ist der Audi 100 C3 gegen Rostschäden beinahe immun."

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Audi_100_C4

"der ebenfalls aus elektrolytisch verzinktem Karosserieblech gefertigte C4"

 

und aus einem anderen Forum zum Audi 100 C3 (Typ 44)

https://forum.hecktrieb.de/.../?postID=1005512#post1005512

"Audi Typ 44 -> unbedingte Kaufempfehlung! Die wurden gebaut, um mindestens 30 Jahre und 500.000 km zu halten."

 

ich weiß jetzt nur nicht, ab wann die Lopez-Jünger aus Wolfsburg auch bei Audi zugeschlagen haben und die dortigen Ingenieure von diesem Wahn "kuriert" haben ...


24.11.2019 12:07    |    Dynamix

Kann ich dir sagen:

 

Das muss so ab 92/93 herum gewesen sein weil es damals mit der Blechqualität des Golf 3 rapide bergab ging. Wäre GM nicht so dämlich gewesen die direkt zu verklagen wäre VW heute vom Image mindestens genauso am Boden wie Opel über Jahrzehnte.


24.11.2019 12:41    |    camper0711

> Das muss so ab 92/93 herum gewesen sein weil es

> damals mit der Blechqualität des Golf 3 rapide bergab ging.

 

das ist klar ...

 

die Frage war nur, ab wann der "Lopez-Effekt" AUCH ZU AUDI rübergeschwappt ist???


24.11.2019 18:11    |    manfredkrugfan

Ich hätte gesagt, Audi war ab dem Modellwechsel vom 80 auf den A4 nicht mehr das gleiche und baute immer mehr ab. Mit dem ersten A3 und dem A6 Rundheckmodell ab ca. 1996 wurde es noch schlimmer und seither nicht mehr besser.


25.11.2019 10:52    |    Goify

Die ersten A6 nach dem Audi 100/A6 (C4) sind richtig üble Roster und stehen einem W210 kaum nach.


25.11.2019 19:06    |    heikguzzi

auto sind eben ein frage vom geschmack, der w 124 mopf 0 ist die beste wahl. wenig rost, lediglich der schweller bedarf einer regelmässigen kontrolle. topverarbeitung und fahrkon fort, welcher mancher neuwagen nicht hat.

mein w124 300e 1987 in vollausstattung hat ordentlich kraft und fährt sich fantastisch. und ich fahre noch saab 93 cabrio nen tagesauto smax mit eletr, fahrwerk, hier kann der alte benz locker mithalten. allerdings aus meiner brille aus gesehen.


Bild

25.11.2019 20:17    |    Goify

Vandalierer bemalten deinen Benz, schon bemerkt?


25.11.2019 20:48    |    astra_schlumpf

Warum kein Volvo 960 II?

Reihensechszylinder mit wahlweise 2,5L 170PS (Schalter und Automatik) oder 3,0L 204PS (Automatik).

Mehr Kofferraum und besser zu laden als der Stern.

Extrem bequeme Sitze (auch nach 1000km noch entspannt aussteigen)


29.11.2019 08:47    |    thoelz

Da hat der TE leider das falsch konfigurierte Auto gekauft.

 

Ohne Sportline (=komfortabel), mit 3-Liter Zweiventiler (=leise) und Fünfgang-Schaltgetriebe (=niedriges Drehzahlniveau) kämer der Charakter des 124 deutlich besser heraus.

 

Zum angesprochenen 126: sehr gut, aber nur als 500 oder 560.

Die Sechszylinder (und V8 vor Energiekonzept 1981) drehen zu hoch.

380/420 haben nicht genug Durchzug für die lange Übersetzung.


29.11.2019 08:58    |    Goify

Wobei auch unsere Ansprüche über die Jahre gewachsen sind. Ein 230 E/E 220 T war Ende der 80er/Anfang der 90er der Traum der meisten gewesen und heute gefällt ein 320er nicht mehr, obwohl er fast doppelt so viel Leistung hat und gefühlt zu hoch dreht. Ein heutiger Turbobenziner dreht bei 100 nur noch mit 2.000 Umdrehungen, wie vor 15 Jahren die Diesel.

 

Man muss bei einem alten Auto auch die Ansprüche wie früher haben, dann wird man damit auch glücklich und der 320er TE war früher ein Traumwagen und über jeden Zweifel erhaben.


29.11.2019 10:46    |    Dynamix

Das ist der Fehler den viele machen. Sie kaufen sich ein altes Auto, vergleichen es mit einem neuen und stellen fest das der moderne Wagen trotz Leistungsdefizit einfach besser geht und weniger verbraucht. Da frage ich mich immer was die Leute von einem 20-60 Jahre alten Auto erwarten :confused:

 

Diese Diskussion habe ich schon so oft mit verschiedenen Leuten geführt, es ist einfach sinnlos. Am Ende meint sowieso jeder er wäre der absolute Oberexperte und das seine Meinung unanfechtbar wäre. Aus dem Grund lass ichs mittlerweile einfach bleiben. Ist in etwa so sinnvoll wie mit Klimaleugnern, Verschwörungstheoretikern und AfD Die-Hard Fanboys zu argumentieren. Die glauben auch immer Sie wären unwiderlegbar im Recht, egal wie viele Fakten du denen um die Ohren haust.


29.11.2019 11:00    |    Goify

Man soll eben nicht mit Fakten verwirren. :D

Manche erkennen eben nicht, dass sich die Welt weiterdreht, was nicht heißt, dass alles von Früher schlecht wäre oder unbenutzbar, aber ein heutiger Gegenstand funktioniert eben in der Regel anders als einer von Früher und umgekehrt. So simpel wie möglich gibt es heute nicht mehr (z.B. ohne Gurtpiepser, ESP,...), und früher gab es eben manche moderne Errungenschaft noch nicht und kann man sich auch nicht schönreden (braucht kein ESP, ist schon fahrsicher, Prallplatte ersetzt Airbag,...).


29.11.2019 11:03    |    Dynamix

Ist halt so. Der Mii kann wirklich alles besser als mein erster Golf und das trotz mehr Größe und Hubraum.


29.11.2019 11:08    |    Goify

Um zum Thema zurück zu kommen:

Der TE soll sich einen fünf bis 10 Jahre jungen Gebrauchtwagen nehmen und den fahren. Ist wesentlich moderner, sparsamer und komfortabler. Und falls er etwas öfter kaputt gehen sollte, ist das eben so, denn je mehr da ist, kann theoretisch mehr kaputt gehen - muss aber nicht.


29.11.2019 11:17    |    ALPINA B3 3.2

Genau und den W124 echten Liebhabern überlassen!

Der W126 war der Gängsterwagen schlechthin in Miami Vice in den 1rsten 2 Staffeln.

Ein Muss für jeden W126 Fan, der W124 kam dann noch ein paar mal in der Staffel 5 vor...

 

Es leben die 80iger Jahre...


29.11.2019 11:20    |    Goify

80er Jahre, 124er, Crockett's Theme, Schulterpolster, Commodore-Computer,... :D


29.11.2019 11:23    |    ALPINA B3 3.2

Cube...


29.11.2019 13:17    |    manfredkrugfan

Croketts Theme habe ich noch als Single das war kurz vor meinem Schulabschluss ein Hit, so 8./9. Klasse. Ich habe auch gern Rick Astley gehört :).

 

Nein im Ernst ich glaube auch, die 124 Zeit im Alltag ist vorbei. Das ist ein Auto für Liebhaber und Sammler und Benzfans aber nichts (mehr) für den Alltag. Wenn es eine E-Klasse sein muss ist Gebraucht der W211 Mopf sicher Maß aller Dinge und ausgereift. Ich könnte mir so einen vorstellen zu fahren aber mein Citroen C5 ist sehr Zuverlässig und mit Bj.2002 leider so gut wie wertlos und verschenken will ich den nicht. Den fahr ich bis er Kaputtgeht und dann denke ich erst an was anderes.

 

Ich weiß nur eines, eine YOungtimerkarriere wie dem 124 bleibt dem Citroen C5 wohl leider nicht. Schade denn es ist gutes Auto.


29.11.2019 22:39    |    Hutchison123

Man kann einen W124 ganz wunderbar im Alltag bewegen!?

Ich habe 110 Diesel PS aus drei Litern Hubraum verblockt mit einer Vierstufenautomatik.

Klappt wunderbar ohne jeglichen Verzicht.

 

Ich mache das schon seit Jahren und ich liebe es.

Ich weiß wie sich moderne Autos im oberen fünfstelligen/ niedrigen sechsstelligen Preisbereich fahren und ja - ich fahre lieber mit meinem 124er.


30.11.2019 10:22    |    Elementr!x

Zitat:

Das ist der Fehler den viele machen. Sie kaufen sich ein altes Auto, vergleichen es mit einem neuen und stellen fest das der moderne Wagen trotz Leistungsdefizit einfach besser geht und weniger verbraucht. Da frage ich mich immer was die Leute von einem 20-60 Jahre alten Auto erwarten

Genau deswegen habe ich den W124 mit einem Fahrzeug aus der selben Zeit verglichen:

Zitat:

Wers nicht glauben will, soll mal einen Saab 9000 aus der selben Zeit fahren.

Zitat:

Der TE soll sich einen fünf bis 10 Jahre jungen Gebrauchtwagen nehmen und den fahren. Ist wesentlich moderner, sparsamer und komfortabler. Und falls er etwas öfter kaputt gehen sollte, ist das eben so, denn je mehr da ist, kann theoretisch mehr kaputt gehen - muss aber nicht.

Mein Problem mit dem W124 und das wird dem aufmerksamen Leser des Artikels klar, ist dieses übermäßige abgekulte. Laut vorherrschender Meinung ist der 124er ein Tresor der einen von der Außenwelt entkoppelt, und das stimmt einfach nicht.


30.11.2019 10:43    |    thoelz

W 126 als V8 ab 1981 kaufen, dann paßt das Mercedes-Fahrgefühl.


30.11.2019 10:51    |    Primotenente

Mal ganz ketzerisch: Warum sollte man einen W124 mit einem damaligen Fahrzeug vergleichen sollen und nicht mit einem aktuellen?

 

Er will jetzt fahren und Mitbewerber als auch unsere Ansprüche haben sich verändert. Der TE hat sich nicht bewusst einen Youngtimer gesucht (und sich bewusst für dessen Nachteile entschieden), sondern einfach nicht verstanden, dass zwischen W124, W210 und W211 Jahre liegen und nur W211 und der W210 (etwas weniger) heutigen Anforderungen genügen.

 

Ob der W124 irgendwann der Traum vieler war, ist doch irrelevant.


30.11.2019 12:32    |    Elementr!x

Zitat:

@Primotenente schrieb am 30. November 2019 um 10:51:48 Uhr:

Der TE hat sich nicht bewusst einen Youngtimer gesucht (und sich bewusst für dessen Nachteile entschieden), sondern einfach nicht verstanden, dass zwischen W124, W210 und W211 Jahre liegen und nur W211 und der W210 (etwas weniger) heutigen Anforderungen genügen.

Auf einen Youngtimer habe ich schon geschielt, ich habe nicht verstanden, dass der W124 deutlich schlechter ist als seine Fans Ihn finden. Somit aus meiner Sicht einfach überbewertet ist, aber ich denke diesen Standpunkt habe ich hier schon mehrfach klar gemacht.


30.11.2019 12:46    |    ALPINA B3 3.2

Hm überbewertet, was die Kernqualität des W124 anbelangt wird er nicht, was die Feinabstimmung betrifft, vielleicht, ich liebte jeweils einfach das Nostalgische was er vermittelt.

Wobei dann der W126 auch wieder überbewertet werden dürfte aus deiner Sichtweise und nicht zu vergessen, dieser hat mehr Rostprobleme insgesamt.

Der R129 ist für ein Cabrio ein echter Tresor, nur ist da halt das dünne Stoffdach, aber die Türen kriege ich nur mühsam zu, aufgrund des Gewichtes....


02.12.2019 11:01    |    fenderhordes

Ich finde SAAB auch schlechter als seine Fans ihn finden, am Ende hat jeder seine subjektive Bewertung.

Die Turbo Motoren mag ich, die sind erstklassig, das Auto drumherum nicht so.

Bin relativ häufig im 9-3 II und 9-3 II Aero mitgefahren.

Nun wird ja oft geschrieben SAAB habe die besten Sitze, das fand ich aber überhaupt nicht.

Ich hatte jedes mal Rückenschmerzen mir sind die Sitze zu hart gepolstert.

 

Vom Nutzwert und Design würde ich vermutlich die erste Generation des 9-3 vorziehen. Den Wagen habe ich damals gering geschätzt, denke aber heute dass es ein (letzter) großer Wurf war.


02.12.2019 12:00    |    Goify

Wir hatten im Fahrzeugpool mal einen 9-5 Aero und bei meiner ersten Fahrt brauchte ich ewig, bis ich den Zündschlüssel erst rein und später raus bekam, denn beim Reinstecken muss man wissen, dass das Schloss bei der Handbremse ist und beim Rausnehmen muss man den Rückwärtsgang einlegen.

Cool fand ich das "Night-Panel", was ich mir auch für mein Auto wünschen würde, allerdings ist dort das Gegenteil der Fall mit Ambientelicht, digitalem Tacho, riesen Navi,... Taghell innen in der Kiste, obwohl man in die Dunkelheit rausschauen muss.


02.12.2019 16:57    |    the_WarLord

Zitat:

@Elementr!x schrieb am 30. November 2019 um 12:32:49 Uhr:

Zitat:

@Primotenente schrieb am 30. November 2019 um 10:51:48 Uhr:

Der TE hat sich nicht bewusst einen Youngtimer gesucht (und sich bewusst für dessen Nachteile entschieden), sondern einfach nicht verstanden, dass zwischen W124, W210 und W211 Jahre liegen und nur W211 und der W210 (etwas weniger) heutigen Anforderungen genügen.

Auf einen Youngtimer habe ich schon geschielt, ich habe nicht verstanden, dass der W124 deutlich schlechter ist als seine Fans Ihn finden. Somit aus meiner Sicht einfach überbewertet ist, aber ich denke diesen Standpunkt habe ich hier schon mehrfach klar gemacht.

Verstehen die "Turbo"fans einfach nicht...


12.01.2020 13:06    |    W124280E

Als Fahrer eines W124 im Alltag, der beruflich schon mit vielen Mercedes-Modellen quer durch die Bank bis hin zum vollausgestatteten S63 Cabrio unterwegs war, steige ich nach Feierabend immer noch jedes mal gerne in mein Auto ein. Es fühlt sich anders an, älter natürlich aber nicht schlechter, auch nicht besser, es ist eben ein Mercedes aus einer anderen Epoche. Dasselbe Gefühl hatte ich beim 190er und W202 auch. Ich finde, man sitzt und fährt im W124 auch nach heutigen Maßstäben immer noch überdurchschnittlich gut. Es haben sich schon viele Mitfahrer, unabhängig voneinander, darüber geäußert, wie bequem die Sitze seien, sowohl vorne als auch hinten. Ich als Fahrer hätte sogar noch die Möglichkeit mit der orthopädischen Sitzlehne den Sitzkomfort individuell zu optimieren, wenn sie denn noch funktionieren würde :-)

Jeder empfindet halt was anderes als angenehm. Ich hatte schon aktuelle Modelle, bei denen ich während der Fahrt noch mehrfach die Sitzeinstellung geändert habe und trotzdem keine wirklich bequeme Einstellung gefunden habe.

Ich weiß nicht, was andere hier von einem Auto, dessen Entwicklung vor 40 Jahren begann heute erwarten. Ich kann mich über meinen 280er nicht beklagen, komme immer ohne runterzuschalten auf die Autobahn :)

Aber es bleibt dabei. Auto probefahren und dann für sich selbst entscheiden. Was man so in Artikeln über den W124 ließt, ist teilweise wirklich nicht mehr weit von verklären entfernt und auch immer dasselbe. Schön, dass hier im Forum immer noch ein offener, ausgewogener Austausch über das Auto stattfindet.


28.01.2020 18:07    |    worktron

Alle 3 Mercedes-Modelle (124/210/211) sind nix für Wartungs/Pflege-muffel , da muss viel und Regelmäßig investiert werden, da gibt es sehr Teure Gebrauchte am Markt die frei von Mängeln sind , die meisten am Gebrauchtwagenmarkt sind Gebrauchtwagen/Nutzfahrzeuge mit entsprechendem Verschleiß/Rost.

Im bereich Zuverlässigkeit ,würde ich die Mopf W211 mit 350ger oder 500der Motor und 7Gang Tiptronik ausblenden!!!

Da gibs zu viele Autos im Mobile.de mit sehr teueren defekten!!!

Der W124 ist Rosttechnisch keine gute Partie , nur das es hier mit dem wechsel auf Wasserbasislack noch schlimmer wurde.

Der W210 mit M112/M113 Motor und 5Gang-Automatik (erste Serie) ist Technisch Robust ,hier dann leider wieder der Wasserbasislack, die Rostschutzfarbe muss halt immer mal zur Hand genommen werden.

 

Da gibt es andere Hersteller die das besser hinbekommen haben , je nach Baujahr, andere.

Grüße


09.02.2020 10:52    |    Stefan_200D

Na ja immerhin hat die Kiste fast 400tkm - dafür hat er sich doch für einen sonst rostigen Mopf2 gut gehalten.

Ich lese auch nichts über durchgeführte Reparaturarbeiten.

 

Motorkabelbaum?

Drosselklappe?

Kopfdichtung?

Niveauregulierung?

ASD?


09.02.2020 11:05    |    Dynamix

Wirklich viel Geld für Reparaturen nehmen bei solchen Autos eher die Enthusiasten in die Hand. Kostet halt selbst dann viel Geld wenn die Teile an sich nicht soooo extrem teuer sind.


04.04.2020 11:04    |    sensor 1

manchmal mag ich meinen 220ziger auch nicht so richtig:

- wenn ich zur Tankstelle fahren muss

- bei schnellem fahren auf der Autobahn

- wegen den Windgeräuschen, kann mir nicht vorstellen das das bei einem Neuwagen auch so gewesen ist

- die Getriebe-Drehzahlabstufung, es fehlt der fünfte Gang

da wollte ich ihn im Wald abstellen, habe ihn dann doch wieder mitgenommen ;-)


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