• Online: 5.672

l'amour d'automobile

Autophilie und ihre Folgen

30.11.2019 12:40    |    Elementr!x    |    Kommentare (16)    |   Stichworte: 900, I, Saab

Es ist ein kalter sonniger November Morgen. Leichter Frost und Tau hüllen sich über den schwarzen Lack des Saab 900, noch ruht er friedlich vor sich hin. Der Blick schweift über die Karosserie. Vorne eine klassische lange Motorhaube, dazwischen Coupé und zum Abschluss das sanft abfallende Heck.

 

Mit einem satten Plopp gibt die Zentralverriegelung den Zugang zum Fahrzeug frei. Die schweren Türgriffe aus Metall vermitteln die Solidität, für die ein Saab steht, die schwere Fahrertür schwingt auf und ein angenehmer Lederduft empfängt den Fahrer. Man nimmt Platz auf bequemen Ledergestühl, die Tür fällt satt ins Schloss. Jetzt weiß man woher der Ausdruck Schwedenstahl kommt, dieses Auto vermittelt Sicherheit.

 

Den Schlüssel ins Zündschloss gesteckt, das liegt Saab typisch zwischen den Sitzen, nach ein paar Umdrehungen erwacht der Motor aus seinem Winterschlaf. Im Stand brabbelt er sonor vor sich hin, für Saab-Kenner ein bekannter Klang. Das liegt am 45° geneigten längs eingebauten Motor und genau diesen Klang lieben die Saab-Liebhaber, Architekten und Andersdenkenden am 900.

 

Mehr zu schrulligen Motortechnik vom Saab 900 findet Ihr hier:

Saab 900 Motortechnik

 

Langsam tasten wir uns aus dem Parkhaus im Frankfurter Osten in den Verkehr und machen uns auf Richtung Taunus. Mit jedem gefahrenem Kilometer wird einem der Saab vertrauter, man erfreut sich am Motorengeräusch. Genießt die Rundumsicht aus der gebogenen Frontscheibe und die tolle Heizung.

 

Endlich lassen wir die Großstadt hinter uns und erreichen die Landstraße, hier kann der 900 trotz seines Alters noch gut mithalten, Turbo seit dank. Wir verzweifeln am Schalthebel, der könnte auch aus einem Linienbus stammen und präzise Gangführung stand bei den Ingenieuren nicht auf der Agenda. Wir sind unterwegs mit einem 900 S, das steht leider nicht für Sport, sondern für Softturbo. Der hat "nur" 141PS, reicht für den Alltag, aber selbst besser motorisierte Kleinwagen zeigen dem alten Schweden auf der Autobahn die Rücklichter. Leider hat der kleine Turbo auch ein kürzer übersetztes Getriebe, was längere Autobahnetappen doch recht anstrengend machen. Also runter von der Autobahn und ab in den Taunus. Der Saab arbeitet sich souverän den Feldberg nach oben. Das Fahrwerk wehrt sich jedoch gegen allzu beherzte Kurvenfahrt, die bequemen Sitze tragen dazu bei die Kurvenhatz zu unterbinden, der Seitenhalt geht gegen Null. Aber dafür wurde der 900 auch nicht gebaut, sein Revier sind die langen gerade Landstraßen, wie man sie in Schweden findet.

 

Am Ziel angekommen lassen wir den Motor noch kurz laufen, damit sich der Turbo erholen kann. Wir lassen die Türen satt ins schloss fallen und genießen den Ausblick, Hintergrund knistert der 900 zufrieden.

 

Wir sind angekommen und freuen uns jetzt schon auf die Rückfahrt.

Hat Dir der Artikel gefallen? 8 von 8 fanden den Artikel lesenswert.

17.11.2019 11:41    |    Elementr!x    |    Kommentare (74)    |   Stichworte: E-Klasse, Mercedes, W124

Verdammt - seit über 6 (in Worten SECHS) Jahren habe ich nichts mehr in diesem Blog geschrieben.

Wie so oft kam der Alltag und die Familie dazwischen, vielleicht auch meine Arbeit in der Automobilindustrie. Da ist man froh nach Feierabend nichts mehr mit Autos zu tun zu haben.

Aber gut, heute hatte ich endlich mal wieder Zeit etwas zu schreiben und es geht um kein geringeres Modell als den W124. Den letzten echten Mercedes, wo angeblich noch die Ingenieure das Sagen hatten und nicht die Controller.

Nun zu meiner W124 Geschichte. Mein nicht gerade kleiner Volvo S80, bot aufgrund seiner Bauform auf Dauer einfach zu wenig Platz, deswegen musste ein Kombi her.

Und wo bekommt man am meisten Platz? Natürlich bei Mercedes, also Stand die Wahl zwischen:

 

W124 der Klassische, der Schöne

W210 der Hässliche, der Rostige

W211 der Neue, irgendwie Langweilig

 

Folgende drei E Klassen standen zur Auswahl:

 

Ein S124 als 320er, das Top Modell unterhalb vom AMG mit immerhin 220PS und herrlichem Reihensechszylinder.

 

Ein S210 als E430 4Matic, V8 und Allrad was will man mehr! Noch ohne Rost.

 

Als letzter im Trio stand ein W211 zur Auswahl, als E500 auch als V8 aber ohne Allrad und ohne Rost.

 

Die Wahl fiel letztendlich auf den 124er, viele Bekannte und Freunde hatten mal einen.

Jeder hat mehr oder weniger davon geschwärmt. Da ich eh schon lange einen klassischen Mercedes in meiner Sammlung haben wollte, wurde es ein 124er. Neben Golf 1 Cabrio und Saab 900, würde sich der 124er bestimmt gut machen.

Es wurde ein W124 320TE aus dem Jahr 1993, ein Sportline. Das was Mercedes damals als sportlich Verstand, dazu beige Sitze in MB Karo. Eine Klimaanlage, Schiebedach, sogar elektrische Sitze mit Memory. Ein wirklich angenehm ausgestattetes Exemplar.

Also auf ins Schwabenland und den 124er aus seiner Heimat nach Hessen entführt, die Heimfahrt war dank undichtem Endtopf leider nicht besonders entspannt. Der alte Herr klang doch recht kernig und laut. Nach zwei Wochen in der Werkstatt meines Vertrauens durfte ich den Wagen in Empfang nehmen und es ging gleich auf eine 200km Tour quer durch Hessen.

 

Und hier nimmt das Unheil seinen Lauf, das Mercedes Gefühl wollte sich nicht einstellen.

Das Willkommen Zuhause Gefühl womit der 124er immer Beworben wurde, ich konnte es nicht nachvollziehen.

 

 

Nicht das mich die W124-Jünger hier nicht falsch verstehen, der 124er ist bestimmt kein schlechtes Auto. Der Wendekreis ist für so ein großes Auto echt fantastisch, die Lenkung fein und entspannt abgestimmt.

 

Aber trotzdem ich habe es nicht Gefühlt!

 

Der Motor hat genug Kraft ist aber einfach zu Laut für ein Fahrzeug der oberen Mittelklasse, der sportliche Klang passt einfach nicht zu so einem Fahrzeug. Die 4 Gang Automatik schaltet schön sanft, aber das Drehzahlniveau ist einfach zu hoch, das konnten andere Hersteller damals schon besser. Wers nicht glauben will, soll mal einen Saab 9000 aus der selben Zeit fahren. Auch das Fahrwerk ist nicht schlecht, aber es ist keine Sänfte. Klar ist der Sportline etwas tiefer, aber sportlich ist er dadurch nicht. Der 124er als Sportline steht zwischen den Stühlen, nicht wirklich komfortabel und nicht richtig sportlich. Auch die hochgelobten Sitze halten den Vergleich zum Saab nicht Stand, da liegen Welten dazwischen. Auch hier wieder, die Sitze sind nicht schlecht. Wer mal im W211 gesessen hat , besonders VORMOPF, wundert sich warum der alte 124er bessere Sitze hat, aber im Vergleich zum Saab fällt der 124er hier richtig ab.

Auch die Fahrgeräusche sind mir zu Laut, mein 9000 war selbst jenseits der 120 noch flüster leise.

Im 124er wirds ab 100 schon laut, da nervt einfach die hohe Drehzahl.

Noch schlimmer wird der Vergleich mit meinem Volvo S80 Executive, den der 124er eigentlich ablösen sollte.

 

Der Volvo ist ein Executive, somit hat er Seitenscheiben aus Verbundglas, hat etwas mehr Dämmung und hat extra dicke Fußmatten, dazu gesellen sich extra bequeme Ledersitze mit Softleder.

Hier steigt man ein und fühlt sich wirklich "Willkommen Zuhause". Selbst bei 180 säuselt der Wind nur leise um die A-Säule. Die Automatik sortiert die Gänge leider nicht so sanft wie im 124er, sorgt aber dank zwei extra Fahrstufen für ein deutlich enspannteres Drehzahlniveau.

 

Natürlich ist dieser Vergleich nicht ganz fair, schließlich liegen zwischen den beiden Fahrzeugen über 20 Jahre Entwicklung. Aber selbst der Vergleich mit dem Saab, fällt nicht besonders positiv für den 124er aus und der ist aus der selben Zeit.

 

Schade für mich, ich hatte mich so auf meinen ersten klassischen Mercedes gefreut. Vielleicht bereitetet, er ja in Zukunft jemand anders eine Freude. Vielleicht kann der 124er auch nichts dafür und meine Erwartungen waren einfach zu hoch.

 

Ich werde mich in der Zwischenzeit weiter umschauen, nach einem klassischem Mercedes, vielleicht verirrt sich ja ein W126 in meinen Fuhrpark.

Hat Dir der Artikel gefallen? 9 von 11 fanden den Artikel lesenswert.

19.09.2013 13:18    |    Elementr!x    |    Kommentare (36)

600px-zeichen-390-svg600px-zeichen-390-svg

Ja eigentlich wollte ich mich ja nicht am Wahlkampfgepolter der großen Parteien beteiligen, aber dank dem Autreten von Seehofer nach seiner gewonnen Wahl in Bayern mache ich mir doch etwas Sorgen.

 

Klar ist wenn die CDU an der nächsten Regierung, in welcher Form auch immer, beteiligt ist dann bekommen wir eine PKW-Maut auf deutschen Autobahnen.

Das von Seehofer forcierte Modell nur Ausländer zur Kasse zu bitten, ist nach EU-Recht gar nicht möglich.

Nachdem sich nun auch Hessens Ministerpräsident klar zur Maut bekennt, dürfte das klare Nein von Merkel beim TV Duell deutlich an Gewicht verloren haben.

 

Mehr zu CDU-Vize Bouffiers Meinung zum Thema PKW Maut findet Ihr in diesem Artikel.

 

In dem Artikel sagt der CDU-Vize die Hürden für die Maut seien überwindbar!

 

Somit entscheiden die Wähler am Sonntag selbst, ob Sie eine PKW Maut wollen oder nicht.

Jede Stimme für Schwarz-Gelb dürfte uns der Maut einen Schritt näher bringen.

Deswegen gilt für alle Nicht-Wähler: Verschenkt eure Stimme am 22. September nicht und geht zur Wahl. Jeder hat es in der Hand mitzubestimmen ob wir eine PKW Maut bekommen oder nicht!

 

 

 

Hier noch mehr Lesestoff für Unentschiedene:

 

Spiegel

n-TV pro und Contra Maut

Berliner Zeitung

SZ- Auf der Suche nach dem Kompromiss?

 

 

Hier noch ein Spot zur Wahl der IG Metall

 

 

PS: Ich ahne es jetzt schon, nach der Wahl kommt die Maut. Alle meckern, aber keiner hat natürlich die CDU gewählt!


17.09.2013 21:38    |    Elementr!x    |    Kommentare (2)    |   Stichworte: 2013, 918, bmw, elektroauto, Frankfurt, i3, IAA, messe, porsche

Verbrennungsmotoren sind tot - es lebe der Elektromotor

 

So oder so ähnlich könnte man die IAA 2013 zusammenfassen, eigentlich.

Denn wirklich viel neues gab es nicht zu sehen, denn schon die IAA 2011 Stand unter dem Motto der E-Mobilität. Auch damals gab es einige wenige E-Modelle und daneben standen etwas schüchtern die konventionellen Fahrzeuge. Das lag unter anderem daran, dass es der Branche 2011 nicht so gut ging und jeder Hersteller der grünste sein wollte. 2013 hat sich das geändert, heute ist jeder Mercedes blau und effizient, jeder BMW dynamisch und  effizient.

Jeder Hersteller hat sein eigenes Öko-Label, aber im großen und ganzen ist die Branche stehen geblieben. Während die Mobilfunk und Fahrradbranche immer bessere und größere Akkus verbaut, tut sich im KFZ Sektor nichts. 

 

Bei Opel steht nach wie vor nur der Ampera, als einzige Alternative zu konventionellen Fahrzeugen, der ein Konzept für den Übergang darstellt, aber immer noch Benzin verbraucht wenn die Akkus leer sind.

 

Beim größten deutschen Automobilhersteller tut sich erschreckend wenig.

Kurz nach der IAA 2011 wurde ein E-Golf angekündigt, dieser stand nun nach 2 Jahren endlich auf der IAA. Mit rund 35.000€ wird dieser aber dem Elektroauto nicht zum Massenprodukt verhelfen, wenig besser macht es der e-Up!. Dieser kostet fast 20.000€ mehr als ein vergleichbarer Up! mit konventionellem Antrieb. So wird das nichts mit dem Elektroauto für Jedermann.

 

Auf dem Stand von Mercedes gibt es noch weniger zu Entdecken in Sachen Auto 2.0.

Der Elektro Smart gehört schon fast zu den Pionieren des Sektors, und eine B Klasse mit E-Antrieb ist nun auch nicht grade der Lichtblick. Insbesondere wenn man bedenkt, dass es den Wagen erst ab Herbst 2014 zu kaufen gibt und Preislich wird er wohl für die wenigsten Kunden attraktiv werden.

 

Ein wenig besser macht es da schon BMW mit i3 und i8.

Beide wurden als reine Elektroautos entwickelt und basieren nicht auf einem herkömmlichen PKW. Das schafft vertrauen, man hat das Gefühl BMW glaubt an die E-Autos. Ähnlich wie auch Toyota mit dem Prius geht BMW den Weg, die Stromer nicht zu verstecken sondern man soll erkennen: Ich bin anders und das ist auch gut so.

Der i3 polarisiert schon mit seinem Design wie kaum eine andere Messeneuheit.

Die Kommentare reichen von AOK-Shopper bis chicer BMW Sportsvan.

Auch der Vergleich mit dem A2 hörte man oft und hier kommt man der Sache doch schon sehr nahe.

Die praktischen Details eines typischen Zweitwagens (hochsitzen, viel Platz) werden kombiniert mit der Fahrdynamik eines BMW. Auch das Innenraumkonzept überzeugt mit spannendem und frischem Design. 

Ganz klar den i3 mag man oder hasst Ihn! 

Der i8 dagegen ist ein Hybrid Sportler der nicht nur mit seinem Design überzeugt sondern auch mit den inneren Werten. Hier macht BMW klar das Ressourcen schonen sexy sein kann.

Dank 3 Zylinder mit zwei Elektromotoren entwickelt der Wagen über 360PS, genug um auch auf der Nordschleife Spaß zu haben. Beginnt man seine Runde auf dem Ring mit vollem Akku sollte man für 5 Runden grade mal 2,5 Liter brauchen, zumindest nach NEFZ.

 Natürlich lässt sich BMW soviel moderne Technik fürstlich bezahlen. Für den i3 muss man knapp 40.000€ bezahlen, dafür bekommt man schon einen 3er mit über 200PS.

Noch tiefer in die Tasche greifen muss man für den i8, ab rund 120.000€ geht hier die Reise los, ein M6 mit 560PS kostet auch kaum mehr. 

 

Man merkt also bei allen Marken, hier muss noch viel Überzeugungsarbeit geleistet werden.

Besonders an der Reichweite müssen die Hersteller noch arbeiten, denn niemand möchte wenn er von Hamburg nach München fährt dreimal übernachten um den Akku zu laden.

So schnell wird es also nichts mit der avisierten Million Elektroautos 2020, die Merkel bei Ihrem IAA Besuch nochmals bekräftigt hat. Solange der Markt jedoch keine klaren Signale sendet werden sich auch die Hersteller kaum mehr Geld investieren. Außer BMW verzichten die Hersteller auf Experimente und optimieren Altbekanntes. Dazu ein paar Elektroversionen der Volumenmodelle, mehr wird es vorerst nicht geben. 

 

Viele Experten sind sich einig, die Elektroautos können sich nur über den Kostenfaktor Ihren Weg in den Alltag bahnen. Der normale Kunde schaut zuerst in seinen Geldbeutel und dann achtet er auf die Umwelt. Bei den derzeiten Kaufpreisen wird es also noch Jahre dauern bis die E-Mobile in der Mitte des Marktes angekommen sind. Die einzige realistische Chance sehen Experten im Anstieg der Kraftstoffkosten, erst dann lohnt es sich besonders für Pendler umzusteigen.

Aber bis dahin ist es wohl noch ein langer Weg.

 


18.03.2013 02:46    |    Elementr!x    |    Kommentare (64)    |   Stichworte: 3 NC, Mazda, MX-5

Spaß-AutoSpaß-Auto

Was darf ein Auto? Eine komische Frage oder?

 

Ich war auf der Suche nach einem Zweitwagen, es sollte ein Spaßmobil werden.

Somit also ein klassischer Zweitwagen, der auch ab und zu im Alltag genutzt wird.

Ich war weder auf Marke noch auf den Autotyp festgelegt, nur es soll kein „Allerwelts-Auto“ werden.

Typen wie ein Golf GTI oder Porsche Boxster kamen also nicht in Frage.

Somit begab ich mich auf die Suche nach den passenden Fahrzeugen, fernab des Mainstreams.

 

Meine erste Überlegung war ein US-Car, nach Möglichkeit ein Oldtimer.

Also habe ich mich im Netz und in diversen Foren schlau gemacht.

Dort wurde die Frage nach den Unterhaltskosten und erst recht nach dem Verbrauch nur belächelt.

Besonders oft hörte ich den Satz: „Wer nach dem Verbrauch fragt, sollte sich so ein Auto gar nicht erst kaufen.“

 

Ich soll vor dem Kauf eines Autos nicht nach dem Verbrauch fragen? In der gesamten Automobil-Branche ist der Verbrauch einer der wichtigsten Kaufgründe. In der US-Car Szene wird diese offensichtliche Schwäche jedoch tot geschwiegen? Man sollte doch dazu stehen, dass der brabbelnde V8 Sound halt mit einem hohen Verbrauch einhergeht.

Natürlich ist mir klar das amerikanische Motoren noch nie das Non Plus Ultra der Motorentechnik waren. Der Verbrauch dieser Hubraum-Riesen ist für uns Europäer unvorstellbar hoch zumindest im Verhältnis zur gebotenen Leistung.

Außerdem sei noch am Rande erwähnt das ein und der selbe Motor in unterschiedlichen Ausführungen in dem einen Auto 18 Liter brauch, in einem anderen Modell bei selben Fahrleistungen nur 13 braucht.

Die Frage was mich ein US-Car kostet muss doch erlaubt sein. Ich muss doch wissen was auf mich zukommt. Selbst wenn ich mit meinem Spaßmobil nur 5000km pro Saison fahre, ist der Verbrauch ein wichtiger Faktor. Verbraucht der Wagen 25 Liter auf 100km so kostet mich die Saison gut 2000€, sind es nur 15 Liter muss ich nur 1200€ für Sprit ausgeben. Gar nicht mal so wenig wie ich finde. (Spritpreis ~1,57€)

Jedoch stören nicht nur die US-Car Fans solch „unangenehme“ Fragen, auch den Nippon Fans stoßen solche Themen übel auf.

 

Als Fan japanischer Sportwagen Ikonen wie Honda NSX und Nissan 300ZX, kam auch ein Japaner für mich in Frage.

Als bekennender Cabrio Fan, hatte ich somit eine Auge auf den Nissan 350z/370z und Honda s2000 geworfen

Mindestens 240PS und Heckantrieb, Herz was willst du mehr.

Die Verbräuche im Bereich zwischen 10 und 14 Litern sind auch ok und beim entspannten Cruisen kann der Verbrauch sogar in den einstelligen Bereich sinken. Theoretisch ;)

Ich informierte mich auch hier über alle relevanten Themen dieser Wagen.

Diesmal stieß ich auf ein ganz anderes Problem, einige Ersatzteile waren unverschämt teuer und die Versicherungen stuften diese Fahrzeuge sehr hoch ein.

Wer schon mal die Bremsen beim 350z erneuern ließ weiß was ich meine.

Und die Vollkasko für den S2000 kostet ähnlich viel wie für einen Porsche 993 Carrera.

Somit kann man einen 911er billiger Versichern als einen S2000 und billiger die Bremsen tausche als beim Nissan, verdrehte Welt….

Also fragte ich erneut nach den Kosten und bekam wieder seltsame Antworten:

„Wer über Versicherungskosten nachdenkt, für den ist dies der falsche Wagen.“

„Bei einem Fun-Wagen mit dem man nicht viel fährt, seien doch Ersatzteilpreise unwichtig.“

Ich war erneut erstaunt. Die Kosten sind bei Spaß-Autos unwichtig?

Ein 15.000€ teurer Japaner kostet im Unterhalt so viel wie ein 3-mal so teurer Porsche?!?! Trotzdem seien die Kosten unwichtig?

 

Versteht mich nicht falsch, ich kann mir den Unterhalt durchaus leisten.

Aber nur weil ich es kann, heißt es noch lange nicht dass ich es will.

Weil Geld zu verschenken habe ich nicht!

Scheinbar haben sowohl einige US-Car Fans als auch Nippon Fans zu viel Geld.

 

Auf meiner Suche nach Alternativen wurde ich aber trotzdem fündig!

Es gibt auch US-Cars mit V8 die man ohne Probleme mit 12 Litern bewegen kann.

Und auch im Nippon Sektor gibt es günstigere Spaß Maschinen.

Zum Beispiel der Mazda MX-5.

Natürlich hat er 140PS weniger als der Nissan, braucht länger bis 100 und auch sein Motor brabbelt nicht so schön heißer vor sich hin.

Dafür kostet er im Unterhalt die Hälfte, der Fahrspaß ist jedoch nicht halb so groß sondern fast identisch!

 

 

Also es gibt Sie doch die Alternativen, nur warum darf danach nicht gefragt werden?

Muss ein Spaß-Auto immer unvernünftig (teuer) sein?

Habt ihr bereits ein Spaß-Auto? Was darf er im Unterhalt kosten oder ist es euch sogar egal?

Was meint Ihr zu diesem Thema? Ich bin gespannt auf eure Antworten!


20.07.2011 02:00    |    Elementr!x    |    Kommentare (14)    |   Stichworte: B5Y, BWY), Ford, Mk3 (B4Y, Mondeo

vorm Ferienhaus in Dänemarkvorm Ferienhaus in Dänemark

Gestern hatte ich mein Auto auf mehreren Verkaufsplattformen inseriert.

Heute hatte sich schon jemand gemeldet, er wolle sich heute noch das Auto anschauen.

Ich freute mich, schließlich hatte ich den Wagen etwas über Schwacke-Wert inseriert.

Der Interessent kam dann am Nachmittag vorbei und war ganz angetan von dem Wagen.

Nach einer kurzen Probefahrt, erzählte ich ihm noch einiges zur Geschichte des Wagens.

Was in den letzten 3 Jahren so alles neu gemacht wurde und das in naher Zukunft nichts zu machen sei.

Dann einigten wir uns auf einen Preis der für beide Seiten vertretbar war, er wolle jedoch noch eine Nacht drüber schlafen und würde mir dann Morgen Bescheid sagen.

Im ersten Moment freute ich mich, das es so schnell geklappt hatte, mit dem Verkauf.

Abends dann kam die Ernüchterung, auf dem Heimweg von unserem Ferienhaus.

Jeden Weg den wir nun zusammen zurücklegten würde unser letzter sein.

Das letzte mal durch die laue Sommernacht gleiten, das letzte mal die Berg und Talbahn der Kassler Berge auskosten.

Alles zum letzten mal. Nun war es soweit, der freundliche Herr rief pünktlich an, teilte mir mit er wolle den Wagen gerne übermorgen abholen.

Plötzlich wurde es ernst, ich musste meinen treuen Begleiter abgeben.

Wir trafen uns auf einem einsamen Parkplatz am Waldrand.

Wir tauschten Geldscheine gegen Papiere und Schlüssel.

Wir unterschrieben noch den Kaufvertrag und dann gingen wir getrennte Wege.

Ich schaute meinem treuen Begleiter hinterher, wie er mit seinem neuen Besitzer weg fuhr, bis seine Rücklichter im Horizont verschwanden.

Vielleicht dachte er noch an unseren letzten gemeinsamen Urlaub, dieses Jahr in Dänemark.

Hoffentlich geht es ihm bei seinem neuen Besitzer gut.