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l'amour d'automobile

Autophilie und ihre Folgen

18.03.2013 02:46    |    Elementr!x    |    Kommentare (64)    |   Stichworte: 3 NC, Mazda, MX-5

Spaß-AutoSpaß-Auto

Was darf ein Auto? Eine komische Frage oder?

 

Ich war auf der Suche nach einem Zweitwagen, es sollte ein Spaßmobil werden.

Somit also ein klassischer Zweitwagen, der auch ab und zu im Alltag genutzt wird.

Ich war weder auf Marke noch auf den Autotyp festgelegt, nur es soll kein „Allerwelts-Auto“ werden.

Typen wie ein Golf GTI oder Porsche Boxster kamen also nicht in Frage.

Somit begab ich mich auf die Suche nach den passenden Fahrzeugen, fernab des Mainstreams.

 

Meine erste Überlegung war ein US-Car, nach Möglichkeit ein Oldtimer.

Also habe ich mich im Netz und in diversen Foren schlau gemacht.

Dort wurde die Frage nach den Unterhaltskosten und erst recht nach dem Verbrauch nur belächelt.

Besonders oft hörte ich den Satz: „Wer nach dem Verbrauch fragt, sollte sich so ein Auto gar nicht erst kaufen.“

 

Ich soll vor dem Kauf eines Autos nicht nach dem Verbrauch fragen? In der gesamten Automobil-Branche ist der Verbrauch einer der wichtigsten Kaufgründe. In der US-Car Szene wird diese offensichtliche Schwäche jedoch tot geschwiegen? Man sollte doch dazu stehen, dass der brabbelnde V8 Sound halt mit einem hohen Verbrauch einhergeht.

Natürlich ist mir klar das amerikanische Motoren noch nie das Non Plus Ultra der Motorentechnik waren. Der Verbrauch dieser Hubraum-Riesen ist für uns Europäer unvorstellbar hoch zumindest im Verhältnis zur gebotenen Leistung.

Außerdem sei noch am Rande erwähnt das ein und der selbe Motor in unterschiedlichen Ausführungen in dem einen Auto 18 Liter brauch, in einem anderen Modell bei selben Fahrleistungen nur 13 braucht.

Die Frage was mich ein US-Car kostet muss doch erlaubt sein. Ich muss doch wissen was auf mich zukommt. Selbst wenn ich mit meinem Spaßmobil nur 5000km pro Saison fahre, ist der Verbrauch ein wichtiger Faktor. Verbraucht der Wagen 25 Liter auf 100km so kostet mich die Saison gut 2000€, sind es nur 15 Liter muss ich nur 1200€ für Sprit ausgeben. Gar nicht mal so wenig wie ich finde. (Spritpreis ~1,57€)

Jedoch stören nicht nur die US-Car Fans solch „unangenehme“ Fragen, auch den Nippon Fans stoßen solche Themen übel auf.

 

Als Fan japanischer Sportwagen Ikonen wie Honda NSX und Nissan 300ZX, kam auch ein Japaner für mich in Frage.

Als bekennender Cabrio Fan, hatte ich somit eine Auge auf den Nissan 350z/370z und Honda s2000 geworfen

Mindestens 240PS und Heckantrieb, Herz was willst du mehr.

Die Verbräuche im Bereich zwischen 10 und 14 Litern sind auch ok und beim entspannten Cruisen kann der Verbrauch sogar in den einstelligen Bereich sinken. Theoretisch ;)

Ich informierte mich auch hier über alle relevanten Themen dieser Wagen.

Diesmal stieß ich auf ein ganz anderes Problem, einige Ersatzteile waren unverschämt teuer und die Versicherungen stuften diese Fahrzeuge sehr hoch ein.

Wer schon mal die Bremsen beim 350z erneuern ließ weiß was ich meine.

Und die Vollkasko für den S2000 kostet ähnlich viel wie für einen Porsche 993 Carrera.

Somit kann man einen 911er billiger Versichern als einen S2000 und billiger die Bremsen tausche als beim Nissan, verdrehte Welt….

Also fragte ich erneut nach den Kosten und bekam wieder seltsame Antworten:

„Wer über Versicherungskosten nachdenkt, für den ist dies der falsche Wagen.“

„Bei einem Fun-Wagen mit dem man nicht viel fährt, seien doch Ersatzteilpreise unwichtig.“

Ich war erneut erstaunt. Die Kosten sind bei Spaß-Autos unwichtig?

Ein 15.000€ teurer Japaner kostet im Unterhalt so viel wie ein 3-mal so teurer Porsche?!?! Trotzdem seien die Kosten unwichtig?

 

Versteht mich nicht falsch, ich kann mir den Unterhalt durchaus leisten.

Aber nur weil ich es kann, heißt es noch lange nicht dass ich es will.

Weil Geld zu verschenken habe ich nicht!

Scheinbar haben sowohl einige US-Car Fans als auch Nippon Fans zu viel Geld.

 

Auf meiner Suche nach Alternativen wurde ich aber trotzdem fündig!

Es gibt auch US-Cars mit V8 die man ohne Probleme mit 12 Litern bewegen kann.

Und auch im Nippon Sektor gibt es günstigere Spaß Maschinen.

Zum Beispiel der Mazda MX-5.

Natürlich hat er 140PS weniger als der Nissan, braucht länger bis 100 und auch sein Motor brabbelt nicht so schön heißer vor sich hin.

Dafür kostet er im Unterhalt die Hälfte, der Fahrspaß ist jedoch nicht halb so groß sondern fast identisch!

 

 

Also es gibt Sie doch die Alternativen, nur warum darf danach nicht gefragt werden?

Muss ein Spaß-Auto immer unvernünftig (teuer) sein?

Habt ihr bereits ein Spaß-Auto? Was darf er im Unterhalt kosten oder ist es euch sogar egal?

Was meint Ihr zu diesem Thema? Ich bin gespannt auf eure Antworten!


18.03.2013 06:39    |    tomato

Fernab des Mainstream gibt es natürlich immer noch Fahrzeuge (wenn auch wenige), die in Dein Schema passen, auch wenn sie zunächst mal ziemlich exotisch wirken.

Ich habe mich z.B. vor zehn Jahren zu einem Schritt entschieden, für den andere mich nur für verrückt erklärt haben und mir sowas gekauft. Gibt´s auch mit anderen Motorisierungen, selbst 115PS reichen für ungeahnten Fahrspaß und gewaltige Beschleunigungen.

Zugegeben, die Anschaffung will zunächst mal gestemmt werden, bezogen auf den Spaß, den man damit hat, ist diese Hürde aber gar nicht so hoch. Außerdem ist der Wertverlust verschwindend gering.

Der Unterhalt ist dann jedoch eigentlich nur als günstig zu bezeichnen, große und aussergewöhnliche Reparaturen hatte ich noch keine, Teile kommen zu großen Teilen aus der Großserie anderer Hersteller und sind absolut bezahlbar, Versicherung kostet vergleichsweise ´n Appel und´n Ei und der Verbrauch pendelt sich immer bei neun bis zehn Litern ein. Ich muss aber zugeben, das Glück zu haben, in unmittelbarer Nähe des einzigen deutschen offiziellen Importeurs zu wohnen und habe damit immer eine Werkstatt in der Nähe. Auf Anhieb fallen mir in Deutschland noch zwei weitere Spezialisten für diese Fahrzeuge in Deutschland ein (in Neuss und in Kempten) und es gibt sicher noch ein paar mehr.

 

Ein MX-5, den ich im Alltag fahre, ist allerdings auch eine echte Alternative für den schmaleren Geldbeutel (und nicht nur für den). Ich kenne viele MX-5-Fahrer, die sich locker deutlich teuerere Fahrzeuge leisten könnten, aber sie WOLLEN einen MX-5 und ich kann das gut verstehen. Ich kenne kein Auto mit einem besseren Verhältnis von Kosten zu Fahrspaß.

 

Es gibt natürlich noch weitere Möglichkeiten, sein Geld für Fahrspaß auszugeben, z.B. mit einem Lotus Elise oder seinem etwas günstigeren und eine Spur weniger puristischem Bruder Opel Speedster.

 

Es gibt allerdings noch eine Frage zu klären, wie groß ist denn Dein Budget?

Ich frage nur deshalb, weil ungefähr in diesem Bereich ein brauchbarer Caterham anfängt, sofern das die Lösung auf Deine Frage ist.


18.03.2013 08:46    |    driver191

Für Dich dürfte der MX5 der richtige Wagen sein, ich hatte 2 davon aus der ersten Serie, die bieten enorm viel Spaß für kleines Geld.

Wer bei US Cars ständig nach dem Spritverbrauch und den Kosten fragt sollte sich einfach was anderes kaufen, die Kommentare auf Deine Fragen kann ich gut verstehen .

Dazu wundere ich mich das Du auf dem Foto einen Ferrari zeigst, der passt doch wohl nicht in Dein Beuteschema .:)


18.03.2013 08:50    |    NuovoTDI

Ein Spaßmobil habe ich mir auch mal zugelegt, als Motorradersatz.

Bei mir iszt es ein Matra Murena geworden, mit späteren Umbau auf 2,2S und Fleischmann F3.

Wenn du was für individuell, Spaß, auffällig und Oldtimer suchst, wäre das evtl was für dich.

Verbräuche liegen bei ca 9-13L.


18.03.2013 08:55    |    nosdriver

Zitat:

Ich soll vor dem Kauf eines Autos nicht nach dem Verbrauch fragen?

Richtig,zumindest nicht wenn es ein US-V8-Riese sein soll,machen oder lassen....

Denn was da auf einen zukommt sollte man wissen.

 

Zitat:

Die Kosten sind bei Spaß-Autos unwichtig?

Richtig,deswegen heissen die Dinger so.Wie oben schon geschrieben...Machen oder lassen.

 

Die eierlegende-Woll-Milch-Sau haben schon andere vergeblich gesucht.

Es gibt durchaus interessante Alternativen zu den von dir genannten Fahrzeugen.

Die Frage ist was du willst,Spass,Vernunft oder das alles zusammen im Paket???

Daran sind schon andere verzweifelt.

 

Ich nenn dir mal was mir so spontan zu sowas einfällt:

-Ford Taunus (vernünftig,stylish,aber man muss ihn lieben)

-Porsche 924S/944 (2,5lMaschine mit halbwegs gängigen Preisen für Unterhalt und Teile)

-Opel Speedster (Fahrmaschine zu gängigen Preisen und vernünftiger Technik)

-VW Corrado (recht hohe Versicherung,aber Teilepreise zum Schnäppchentarif,wenns nicht grad ein G-Lader oder eine neue Lederausstattung sein darf)

-Opel Calibra (ein kommender Klassiker und reichlich Auswahl zu vernünftigen Tarifen ist da auch noch da)

-Mercedes E W124 mit 4,2l V8 Maschine(recht unkomplizierte Fahrwerkstechnik und günstige Teilepreise fast alles Identteile zur Grossserie,Nachteil: Das Auto wurde um den Motor rum gebaut)

 

Du siehst die Spanne ist gross,entscheiden musst du was dir a gefällt und in dein Budget passt.

Immer dran denken:Nach dem Kauf noch mind. 1000€ auf Tasche haben.sonst ist der Spass immer getrübt.

 

Grüsse und viel Spass bei der weiteren Suche.

(Kannst uns ja mal auf dem laufenden halten was daraus wird :))


18.03.2013 08:56    |    Blubber-AWD

Wir haben ein Spaß-Auto, einen MX-5 aus der ersten Serie, knallrot, breiter und tiefer, mit herrlichen Tiefbettfelgen. Der steht allerdings fast nur in der Garage und wird nur bei allerfeinstem Wetter bewegt. Und das, obwohl er ganzjährig angemeldet ist (Saisonkennzeichen sind Mist...).

Sicher, er kostet Unterhalt. Aber der ist verhältnismäßig günstig, und für so ein nettes Spaßmobil gibt man gerne etwas Geld aus.

Wobei die Überlegungen zu den Kosten kein Kaufkriterium waren: Das war Liebe auf den ersten Blick. Da mußte der Mercedes aus der Garage und fortan im Hof parken, und der kleine offene durfte rein. Das einzige, was wir an ihm verändert haben: Wir haben die von Haus aus eher unangemessene Hupe ersetzt durch eine schöne italienische Kompressorfanfare. Und ein (designmäßig taugliches...) Radio hat er auch bekommen. Obwohl man das im Cabrio eher nicht verwendet. Ansonsten ist er vollständig wie gesehen....

 

Manchmal muß man dem Bauchgefühl nachgeben...


18.03.2013 09:38    |    coolfire01

Ich hab' nur eine Frage:

 

Du willst dich abseits vom Mainstream bewegen und schließt daher Autos wie einen Boxster kategorisch aus, landest aber dann später beim MX5?

Ich meine, Autos wie der 350Z, S2000 oder auch ein US Car sind schon weit von Mainstream entfernt aber der MX5 ist doch irgendwie der Golf unter den modernen Roadstern.


18.03.2013 09:46    |    sluggygmx

@ Tomato

 

Du hast auch einen RHD?


18.03.2013 10:25    |    Enrico2301

Ja schon komisch das er beim MX-5 gelandet ist. Außer das man das Dach öffnen kann, finde ich dieses Auto sehr langweilig. Kein schöner Motorsound, Verarbeitung ist mittelmäßig, es ist eher ein Frauenauto als sonst was.

Da hätte ich mir doch lieber ein Porsche Boxter S zugelegt oder einen Audi TT-S Roadster.

Oder eine BMW M3 Cabrio (von mir aus E46), oder einen BMW Z4 3.0

Vermute mal das der Anschaffungspreis zu hoch war, denn die Kosten haben wohl die Wahl des Fahrzeugs bestimmt.

Wenn der Anschaffungspreis niedig sein soll, dann wären BMW Z4 3.0i oder Chrysler Crossfire für meinen Geschmack die bessere Wahl gewesen.


18.03.2013 10:58    |    tomato

Zitat:

@ Tomato

 

Du hast auch einen RHD?

Nein, ist ein Linkslenker. Rechtslenker wäre aber auch ok gewesen. Ist beim Seven ja nun wirklich kein Problem.


18.03.2013 11:08    |    Fregl

Schau mal hier . Autos weit ab vom Mainstream, gut in Schuss und günstig.


18.03.2013 11:51    |    E_scort

Was alle beim MX-5 vergessen, ist sein geringes Gewicht: unter 1000 kg (erste Generation) bis etwa 1200 kg (dritte Generation). Damit geht nicht nur in den Kurven was, auch der Verbrauch hält sich in Grenzen (so viel kriegt man durch vier kleine Sauger-Zylinder eh nicht durch). Der Sound ist natürlich sehr langweilig, klar. Dank FR-Layout kann man aber wunderbar mit dem Gaspedal lenken. Das dann als Frauenauto abzutun und untersteuernde, nicht ESP-deaktivierbare Haldex-Audis als Alternative zu nennen, naja.

 

Wenns weitab vom Mainstream sein soll, würde ich aber auch was anderes als nen MX-5 nehmen, vielleicht nen RX-7?


18.03.2013 12:13    |    tomato

Zitat:

Ja schon komisch das er beim MX-5 gelandet ist. Außer das man das Dach öffnen kann, finde ich dieses Auto sehr langweilig. Kein schöner Motorsound, Verarbeitung ist mittelmäßig, es ist eher ein Frauenauto als sonst was.

Wenn man sich mit dem MX-5 wirklich mal ernsthaft auseinandersetzt, wird man feststellen, dass die reinen Papierwerte, mit denen er zugegebenermaßen nicht wirklich protzen kann, nur die eine Seite der Medaille sind.

Wenn man ihn mal selber fährt, und zwar möglichst nicht unbedingt nur geradeaus auf der Autobahn, das ist wirklich nicht sein Revier, merkt man recht schnell, wie unverschämt viel Spaß ein so kleiner leichter und vor allem auch speziell im Handling leichtfüßiger Roadster machen kann. Boxster, Z4 und Konsorten, ich habe sie alle gefahren und keiner fühlt sich so spielerisch und leichtfüßig auf einer engen kurvigen Landstraße an, wie der MX-5. Dass sie alle schneller sind, vor allem auf der Geraden und in Sachen Beschleunigung, geschenkt, dafür kosten sie auch um Welten mehr. Dass der kleine DOHC-Vierzylinder keinen brachialen Sound entwickelt, naja zugegeben, aber man kann sich mit dem Vierzylinderklang durchaus arrangieren.

Das alles vermischt mit der unkomplizierten Einfachheit des MX-5 ist es, was den Reiz ausmacht.

Was den Qualitätseindruck im Innenraum angeht, da mögen Fahrer deutscher "Premiumprodukte" vielleicht etwas verwöhnt sein, aber der Eindruck ist nicht mit tatsächlicher Qualität gleichzusetzen, nur weil etwas gut aussieht und sich gut anfühlt, muss es nicht besser sein, als etwas weniger hochwertig erscheinendes.

Die wahre Qualität zeigt sich erst nach Jahren der Nutzung, also kein Grund mit Steinen zu schmeißen, wir sitzen alle im Glashaus.

Also lange Rede, kurzer Sinn, der MX-5 kann weit mehr, als Viele im zutrauen. Nur weil er gerne als niedliches Zweitcabrio für die Gattin Verwendung findet, heisst das nicht, dass kein fahrdynamisches Potential in ihm schlummert. Also ich finde es ganz und gar nicht komisch, dass er beim MX-5 gelandet ist.

Ein Exot ist er allerdings wirklich nicht, aber wen interessiert das, wenn´s so viel Spaß macht.

 

@Fregl

Schöne Seite! Kannte ich noch nicht.


18.03.2013 12:24    |    Habuda

Es gibt aber auf jeder noch so kurvenreichen Landstraße auch längere Geraden auf denen man viel Leistung braucht um zügig vorwärts zu kommen.

 

Zugegeben der MX-5 geht sau gut um die Ecken (war mal Beifahrer im 160Ps-Modell), aber auf den Geraden und gerade wenn es noch bergauf geht fühlt er sich schon sehr schlapp an.

 

Die perfekte Mischung wäre ein MX-5 mit 250Ps, gibt es aber leider nicht.

 

Ich habe noch kein Spaßauto, werde mir aber wohl bald einen Z4 als Coupe zulegen der dann für Alltags- und Spaßfahrten dient.


18.03.2013 12:26    |    nosdriver

:eek:

Selten so nen guten Opel GT gesehn wie auf der Webseite...

 

Wer was seltenes sucht sollte da zuschlagen,wenn das alles so stimmt wie sich so liest ist das nen Volltreffer.

 

Grüsse


18.03.2013 12:26    |    escalator

...der MX-5 ist doch ganz schön Mainstream.

Wer aber bei einem Spaßmobil nach dem Verbrauch fragt, hat m.E. den Begriff "Spaß" nicht verstanden.

Wenn ich Spaß haben will, dann achte ich nicht auf Geld.....Spaß und Geldsparen passt irgendwie nicht zusammen. Klar braucht man auch mal für nur einen Tag auf dem Nürburgring einen Satz Hinterreifen....aber es macht Höllenspaß, da mit einem V8 zu driften....


18.03.2013 12:38    |    Audifan-74

Wie wäre es damit?

http://www.motorstown.com/images/chrysler-sebring-jxi-01.jpg

 

oder damit

http://www.automobile-riekmann.at/.../...on_mark_cross_1983_gold_l.jpg

http://chrysler-parts.uneedapart.com/images/chrysler-lebaron-parts.jpg


18.03.2013 13:06    |    Ascender

Naja, ich denke mal der Hauptgrund für die "seltsamen Antworten", die du erhalten hast, ist wahrscheinlich, dass sich die Besitzer dieser Autos wirklich nicht darum kümmern wie hoch der Verbrauch/die Versicherungskosten/die Ersatzteilpreise sind.

Wahrscheinlich wollen die sich dazu auch keine Gedanken machen. Denn der Spaß hört irgendwo nämlich auf: Und zwar beim Geld. ;)

 

Wenn ich mir ausrechne, was eine Rallye-Saison auf einem BMW E36 320i (also ein allerweltsauto mit einer wirklich lahmen Maschine) kostet: Samt Fahrzeugumbau (Käfig, Sitze, Gurte, Fahrwerk, Reifen), Reparaturen (bei Rallyes geht immer was kaputt), Nenngeldern ("Anmeldegebühren"), Betriebsflüssigkeiten (Benzin, Öl), Logistik (Transport, Autoanhänger, Verpflegung), Hotels, Versicherung, Klamotten (Helm, Anzug, feuerfeste Unterwäsche, Handschuhe, etc.),...

 

... Uff! Dann würde ich es sein lassen. :D

 

Sponsoren sind in so einem "Amateur"-Umfeld übrigens nicht üblich, bzw. nicht unbedingt zahlungskräftig. Die decken höchstens einen ganz geringen Teil der Kosten. Wenn ich dadurch wenigstens das Nenngeld rauskriege, wäre ich schon froh darüber. ;)

 

Also, ich kann die Aussagen schon verstehen, wenn dann jemand so einen "seltsamen Satz" von sich gibt. Darüber soll man auch bei einem Spaßauto nicht nachdenken. Entweder man kann es sich leisten, oder eben nicht. :)

Und du wirst schnell merken, dass dich die Fragen als Besitzer eines solchen Spaßautos, irgendwann nerven werden. Paradebeispiel sind die alten Ami-Schlitten:

Überall wirst du angesprochen, und ich gebe dir Brief und Siegel drauf: Die erste Frage die kommt, ist die nach dem Verbrauch!

 

Die Ersatzteilpreise der Japan-Schleudern sind ja nur so hoch, weil diese Modelle nicht für den europäischen Markt bestimmt sind. Das heißt: Ersatzteile werden importiert.

 

Übrigens lohnt es sich, wenn man sich als Besitzer eines solchen Fahrzeugs mit anderen Besitzern organisiert. Ich habe schon häufiger mitbekommen wie Sammelbestellungen um die halbe Welt gingen, und die Leute eine Menge gespart haben. ;)

 

Wenn du dir "nur" einen MX-5 leisten "willst", oder "kannst", und dir das auch ausreicht (das ist sicher ein schönes Spaßauto!), dann bist du in diesen Kreisen eh falsch aufgehoben. Sorry! Das ist einfach so. Was bei einem Exoten auf dich zukommt, willst du dir garnicht ausmalen, glaub es mir. Vor allem ist es auch schwierig sowas pauschal zu sagen.

Mit den Bremsen beim Nissan hattest du ja einen guten Anhaltspunkt. Wenn ein Ami-Fahrer schon bei der Frage abwinkt, weißt du auch was das bedeutet. Wir reden durchaus über Verbräuche über 20 Liter/100 Kilometer. :)

Das nimmt man dann in Kauf: Denn sowas ist viel cooler als "nur" ein MX-5. :D


18.03.2013 15:00    |    supra_chef

Als ich mein Spassauto gesucht habe waren die Vorgaben: ausreichend Leistung, muss gut um die Kurven gehen und alltagstauglich sollte er sein. Der Verbrauch war nie wirklich entscheidend. Das Wort Spass und Verbrauch hat meiner Ansicht nach nichts in einem Satz zu suchen.


18.03.2013 16:21    |    sluggygmx

Alle die nun hier meinen Spaßauto und Kosten gehen nicht zusammen sollten mal die eigene Entscheidungsfindung rekapitulieren. Ich bin mir mehr als sicher, dass der Großteil Kompromisse eingehen musste die finanziell bedingt sind. Sei es wegen der Unterhaltskosten oder dem Erwerb aber so locker wie es sich hier anhört werden die wenigsten damit umgehen ;)


18.03.2013 16:40    |    Ascender

Klar Sluggy. Aber auf jeden fall gehe ich nicht so minutiös damit um.^^

Ich habe ein Tagesgeldkonto, da gehen alle "Überschüsse" drauf, die sich hoffentlich am Ende des Monats so ergeben haben - und das geht dann eben für das Auto, bzw. in meinem Fall für die Rallyes drauf. Ich führe da jetzt nicht Buch, oder so - und ich schaue auch nicht auf jeden Cent. ;)

 

Wenn Kohle da ist, pumpe ich die ins Auto. Wenn nicht, dann sollte ich mir ein anderes Hobby suchen.


18.03.2013 18:54    |    Suomi-Simba

Einigen Kommentaren nach zu urteilen darf man anscheinend nicht mal nach dem Verbrauch eines "Spaßautos" fragen, um die Kosten vorab zu überschlagen. Wenn ihr es so dicke habt... Ich gehöre jedenfalls auch zu den Menschen, die gerne wissen, wofür sie was ausgeben.

 

Wie wäre es mit einem TVR Cerbera bzw. Chimaera. Insbesondere der Cerbera besitzt für mich eine zeitlos schöne Form, wie sie selten erreicht worden ist. Dazu geringes Gewicht (ca. 1000kg), potente R6- und V8-Motoren und weder ABS, noch Servo oder Airbags. Ersatzteilkosten liegen aber jenseits von gut und böse - besonders für den V8. Die R6-Maschinen sollen haltbarer sein und nicht alle paar tausend Meilen eine Motorrevision benötigen.

Der Chimaera sieht aus wie die offene Version des Cerbera, hat aber einen Rover-V8 unter der Haube. Das dürfte für geringere Ersatzteilkosten sorgen.


18.03.2013 19:08    |    Donnerschlag

Man sollte nicht übersehen, daß sehr viele Leute, die sich ein 'großkalibriges Spaßauto' leisten (können) Besserverdiener sind und den Wagen nur als 2., 3. oder 4. Wagen wenige km im Jahr bewegen, viele sind auch selbstständig und lassen den Wagen über die Firma laufen - da kann man natürlich leicht große Töne spucken, von wegen 'Spritkosten sind doch bei dem Auto egal'.

 

Dann sind da noch eine Menge Auto-Verrückter, die für ihr Auto sprichwörtlich ihr letztes Hemd geben würden und wenn es sein muss am 15. des Monats auf Suppenbetrieb umstellen - und natürlich gibt es auch eine Menge Maulhelden, die das angebliche Auto oder zumindest die suggerierten finanziellen Mittel gar nicht besitzen und in Wirklichkeit lieber zum Zahnarzt als zur Tanke gehen.

 

Also sollte man solche Kommentare milde lächelnd überlesen - auch wenn's manchmal schwer fällt - und sich an die wenigen 'vernünftigen', normalverdienenden Fans des jeweiligen Modells halten - denn auch die gibt's;).


18.03.2013 19:11    |    stuntmaennchen

wer den MX-5 als frauenauto betitelt, hat einfach mal keine ahnung. fahrdynamisch gibt es für das geld wenig vergleichbares.

wer es dann richtig wissen will: für 15k€ kann man einen MX-5 der ersten serie so aufbauen, dass er auch deutlich teurere sportwagen stehen lässt. sowohl in kurven als auch geradeaus. der perfekte sleeper.

 

ich stand vor rund einem jahr vor einer ähnlichen entscheidung. meine wahl kannst du im profil sehen.

in welche richtung es gehen soll, solltest du dir vorher überlegen (US-schlitten, cruiser, sportler, ...). dann kann man schauen was es für das geld gibt.

 

 

edit: sollten 15k€ dein limit sein, wird es schwer, vorschläge wie einen TVR, einen speedster oder eine brauchbare elise zu realisieren.


18.03.2013 19:50    |    Gammler89

Zitat:

Ja schon komisch das er beim MX-5 gelandet ist. Außer das man das Dach öffnen kann, finde ich dieses Auto sehr langweilig. Kein schöner Motorsound, Verarbeitung ist mittelmäßig, es ist eher ein Frauenauto als sonst was.

 

Da hätte ich mir doch lieber ein Porsche Boxter S zugelegt oder einen Audi TT-S Roadster.

 

Oder eine BMW M3 Cabrio (von mir aus E46), oder einen BMW Z4 3.0

 

Vermute mal das der Anschaffungspreis zu hoch war, denn die Kosten haben wohl die Wahl des Fahrzeugs bestimmt.

 

Wenn der Anschaffungspreis niedig sein soll, dann wären BMW Z4 3.0i oder Chrysler Crossfire für meinen Geschmack die bessere Wahl gewesen.

Man könnte auch nen Boxter mittelmäßig finden, dann doch lieber nen Nissan GTR.

 

Allesamt blöder Vergleich.


18.03.2013 20:18    |    Bert Benz

Eigenartige Argumentationskette. Beginnend mit einem Ferrari Foto landet man beim MX-5. Naja vielleicht ist die Farbe Rot das Verbindende.

 

Wenn die Hauptargumente Verbrauch, Ersatzteil- und Versicherungskosten sind, sollte man sich besser rechtzeitig eingestehen, dass das richtige Geld für ein (unnötiges) Spaßauto fehlt...


18.03.2013 20:46    |    Elchtest2010

Kauf dir ne Ente. Billig, gute Wertsteigerung und kann man offen fahren :)

 

Lancia delta integrale, B-Manta, Ford Capi, alter Opel GT, Audi 200 Quattro, ganz alter 911er, Saab 900,

Volvo 1800 .... Es gibt doch jede Menge coole Autos die zwischen 5000 und 20.000 Euro liegen.

 

Spass heisst Spass am portlichen Fahren, oder Freude am Besitz und cruisen ?


18.03.2013 22:38    |    gf8800gtx

Also um es kurz zu machen der MX-5 ist einfach eine lahme Gurke; mag sein das er ne gute Kurvenlage hat aber das kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Motor Nähmaschienencharakter hat. Und wenn mir jemand sagt, dass er mit 15k nen MX-5 so verbessern kann um jedem Sportwagen Konkurenz zu machen dann mag das stimmen; aber wer investiert schon 15k in nen Auto was gerade mal 5k gekostet hat ????? Für das Geld kann man auch gleich nen richtigen Sportwagen nehmen und den aufrüsten


18.03.2013 22:44    |    Suomi-Simba

Opel GT? Also der neue... 260PS oder so, wenig Gewicht, günstige Großserientechnik und selten


19.03.2013 08:48    |    Ascender

Meinst du den Opel Speedster, Suomi?! Der hatte definitiv keine 260 PS! Nichtmal in der Turbo-Ausführung. Oder meinste einen Astra OPC? Letzterer wäre, glaube ich, nicht das Richtige für den TE. Der zieht sich auch jede Menge Sprit durch. ;)


19.03.2013 09:49    |    tomato

@Ascender

 

Nein, er meint diesen Opel GT.

Ich würde den zwar auch nicht als wirklich leicht (1,4to finde ich nicht leicht) bezeichnen, aber eines ist er durchaus, günstig in der Anschaffung. Das liegt sicher auch an den ernüchternden Absatzzahlen, die dafür verantwortlich waren, dass er nach relativ kurzer Bauzeit wieder eingestellt wurde.

Für mich ist der "neue" GT irgendwie weder Fisch noch Fleisch, er verlangt seinem Fahrer Abstriche in Sachen Alltagstauglichkeit ab, ohne diese mit dem nötigen Purismus auszugleichen.


19.03.2013 09:53    |    Ascender

Ah, danke. Den hatte ich garnicht auf den Schirm. Bin auch nicht so ein Opelaner. ;)


19.03.2013 12:30    |    KevinD89

Zum Mx-5 kann ich dir nur sagen: Fahrspaß pur und die Kommentare von wegen "lahme Gurke" belächle ich nur und überlese Sie....... Man kann mit einem Mx durchaus zügig fahren, mein bester Kumpel fährt nen S2000, klar der geht definitiv besser weg und auf geraden hab ich da 0 Chance, aber auf der Landstraße, wo diese Autos einfach hingehören, nehmen wir uns nichts.

 

Du musst für dich entscheiden, was "Spaß" bedeutet, für mich ist es die Hetzjagt über kurvige Landstraßen, geradeaus fahren und Vollgas geben kann jeder, für den "Spaß" ist der Mx wirklich Preis/Leistung an 1. Stelle.

 

Es wird immer Abstriche geben, Preis/Leistung, Mainstream/ nicht Mainstream, DAS perfekte Auto wird es nicht geben, entscheide für dich, was dir wichtig ist und worauf es dir beim "Spaß" ankommt und such danach den passenden Kandidaten raus.

 

Viele Grüße

 

Kevin


19.03.2013 12:41    |    stuntmaennchen

der GT hat zwei große schwachstellen:

 

1. vergleichsweise lahmer motor

2. manuelles verdeck

 

ich hatte den damals auch auf dem schirm, aus den genannten gründen allerdings wieder verworfen.


19.03.2013 16:47    |    Suomi-Simba

@tomato

Dass der GT 1,4 Tonnen wiegt, wusste ich nicht. Hatte ihn leichter in Erinnerung. Aber danke für die Ergänzung :)

Perfekt ist er sicherlich nicht, aber Spaß macht der GT bestimmt, und das zum günstigen Tarif.


19.03.2013 21:07    |    VolkerIZ

Bei dem Begriff Spaßauto denke ich immer zuerst an den VW-Beetle. Diese Form kann unmöglich ernst gemeint sein.


20.03.2013 09:29    |    Enrico2301

Für meinen Geschmack ist und bleibt der MX-5 eine lahme Gurke, ein Frauenauto, auch wenn er gut um Kurven geht.

Und schön ist was anderes. Zum Glück hat aber jeder einen anderen Geschmack.


20.03.2013 10:36    |    Ascender

Vielleicht wird es ja mit dem nächsten Alfa Romeo Spyder was...

Der hat ja dann auch die neue MX-5-Basis. Denke mal schon, dass die Japaner bei dem rundgelutschten Design bleiben. Der Alfa wird, für meinen Geschmack, sicher besser aussehen.


20.03.2013 19:38    |    Fordlover1975

Ich empfehle dir eine Doppeldosis Hyundai Genesis Coupe oder Toyota GT86 / Subaru BRV??? 3x täglich eine halbe Stunde nach den Mahlzeiten..........


20.03.2013 19:59    |    Ascender

Hm... irgendwie meldet sich Elementrix hier nicht zu Wort. Hoffentlich haben wir ihn nicht vergrault...


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