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Mon Sep 25 10:00:24 CEST 2017    |    KaJu74    |    Kommentare (8)    |   Stichworte: BHKW, elektrische Energie, Gas, H2, Strom, thermische Energie, Wasserstoff, Winter

Hallo

Auch wenn es nicht so ganz in ein Autoforum passt, wollte ich euch an meinen Erfahrungen teilhaben lassen.

Ich habe ja bereits ein Elektroauto, eine PV-Anlage und einen PV-Speicher.
Aber im Winter, vor allem wenn Schnee liegt, bringen PV und Speicher nichts und ich musste immer noch "viel" Strom kaufen.
Nur zur Info, ich habe einen Koiteich der rund 1.000W zieht. Rund um die Uhr. Das sind alleine rund 9.000kWh pro Jahr!

Also wollte ich ein BHKW.
Aber ich wollte keinen Verbrenner im Keller haben. Sonst wäre es ein Ecopower 1.0 geworden.
Diese wurde aber auch bereits vom Hersteller eingestellt.
Außerdem wären die Daten für mich sehr unschön gewesen. Nur 1kW elektrisch, aber 2,5kW thermisch.
Wo sollte ich in einem EFH mit 2,5kW thermisch hin?

Dann kam die Brennstoffzelle von SolidPower.
Die bietet 1,5kW elektrisch, aber nur 0,6kW thermisch.
Somit 13.000kWh Strom jährlich. Perfekt für mich.
Ich habe sie im letzten Jahr bestellt und beantragt, da gab es auch noch gute Förderbedingungen.
- 10 Jahre 5,41Cent pro produzierter kWh.
- Fast 4.000€ von der BAFA.

Der Einbau durch eine Fachfirma lief auch Problemlos.

Am 9.3.2017 wurde es von extern gesteuert, langsam hoch gefahren, bis die Betriebstemperatur anlag.
Seit dem 13.3.17 läuft es jetzt.
Und was soll ich sagen, es läuft komplett Sorgenfrei.
Kurz nach der Installation wurde ein Wasserfilter getauscht. Vermutlich ist bei der Schornsteinmontage zu viel "Dreck" zurück geflossen.
Seit dem läuft es wieder ohne Störung.

Vor Ort kann man überhaupt nicht regeln/steuern oder sehen.
Das Blockheizkraftwerk ist eigentlich nur ein kleiner Kühlschrank.
[bild=2]
Es gibt nur ein Onlineportal, wo man die Werte der Vergangenheit einsehen kann.

Da ich bereits eine PV-Anlage und einen PV-Speicher hatte, war das Anklemmen des BHKW in Verbindung mit den beiden anderen Geräten eine kleine Herausforderung.
[bild=1]

Vor allem der Bürokratieapparat war sehr nervig.

Bei dem folgenden Bild nicht wundern, warum ich mehr Ausgabe als Einnahmen habe, das liegt daran, dass ich den "Gewinn" durch die PV-Anlage "verbuche".
[bild=3]
Auch schaffe ich es jetzt nicht, die komplette thermische Energie zu nutzen.
Nur 0,4kW der 0,6kW werden von mir genutzt. Der Rest geht einfach durch den Schornstein raus und hat für den Betrieb keine Nachteile.

Was wäre dann mit dem Ecopower geworden, der die 2,5kW Wärme los werden muss.

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Mon Sep 25 10:39:03 CEST 2017    |    DerGroßmeister

Mal was anderes, gefällt mir. Werde mich auch mal in das Thema einlesen.

Aber wer sich so eine teure Anlage in den Keller stellt, sollte doch noch
genug für ein neues Fenster und einen ordentlich Verkablung auf der
Kante haben ;-)

Mon Sep 25 10:41:21 CEST 2017    |    KaJu74

Das Bild ist kurz nach der Montage.
Das Fenster und die Verkabelung sind bereits optimiert. 🙂

Mon Sep 25 14:58:40 CEST 2017    |    ilovemy406c

5 Zähler - ist das freiwillig (der Statistik wegen) oder gezwungenermassen erforderlich?

Könnte man den Koi-Teich nicht auch mit überschüssiger therm. Wärme heizen. Im übrigen wundert es mich schon, wie man bei 0,6kW therm. Energie, noch freie Kapazität haben kann. Ich würde bei mir alles benötigen und noch einiges dazukaufen müssen. 😉

Mon Sep 25 15:27:45 CEST 2017    |    KaJu74

Also alles Zähler müssen sein. Sind aber NUR 4.
1. Erzeugung PV (Wie viel Strom die PV-Anlage produziert)
2. Erzeugung BHKW (Wie viel Strom das BHKW produziert)
3. Eigenverbrauch BHKW. (Wie viel BHKW Strom wird verkauft)
4. Übergabepunkt. (Also Einspeisung oder Verkauf) Das ist Z1 und Z2 in einem Zähler.

Der Koiteich ist zu weit weg von der "Energiequelle". Da lohnt kein Invest, die Wärme da hin zu bekommen.
Ich züchte ja nicht.

Der Warmwasserspeicher kann nicht mehr Abwärme des BHKW abnehmen. Warum auch immer.
Ich hoffe, die haben alles korrekt angeschlossen. 😁

Mon Sep 25 15:45:36 CEST 2017    |    Auric

OK du hast 3000 Kröten den anderen Steuerzahlern deines Landes abgeknöpft, und was hat das BlueGEN denn so gekostet? welchen ROI wirst du hoffentlich erleben und falls nicht, wann macht das Ding vermutlich die Grätsche?

Mon Sep 25 16:03:56 CEST 2017    |    KaJu74

Das BlueGEN kostet eigentlich 25.000€ plus Montage. Aber Dank einem Förderprogramm habe ich nur 20.000€ incl. Montage bezahlt.
Abzüglich der BAFA Förderung von 3792,50€, sind es also rund 16.000€ (Warum du eine offizielle Förderung als abgeknöpft bezeichnest, muss ich aber nicht verstehen)
In 10 Jahren prodzuiert da Gerät also 130.000kWh Strom und rund 50.000kWh Wärme.
Der ROI wäre ohne PV nach 6,4 Jahren. Incl. der Kosten für den Vollwartungsvertrag.
Durch den Vollwartungsvertrag habe ich 10 Jahre alsolute Sicherheit.
Auch der Stack ist im Vollwartungsvertrag enthalten. Das teuerste Bauteil.
Ich habe den verbesserten Stack bekommen. Der alte hielt so 3-4 Jahre.
Wenn der Neue jetzt 8 oder 9 Jahr hält, habe ich dann wieder 8-9 Jahre Ruhe (theoretisch)
Später würde ich dann gerne noch den überschüssigen PV-Strom in H2 umwandeln und direkt in der Brennstoffzelle verbrauchen.
Würd es für mich rund machen.

Thu Aug 23 11:02:42 CEST 2018    |    Antriebswelle49775

20.000 inklusive Montage? Für den Preis würde ich mir das auch überlegen. Ich hatte mir mal nen Vitovalor anbieten lassen, der sollte 35000 kosten ... da hab ich doch besser die Finger von gelassen :-)
Was war denn das für ein Förderprogramm?

Thu Aug 23 12:56:13 CEST 2018    |    KaJu74

Hi

Ich zitiere mal das Angebot:
Ein begrenztes Kontingent an BlueGEN können wir über das europäische Brennstoffzellenförderprogramm ene.field anbieten.
Hierüber betragen die Investitionskosten für den BlueGEN für den Endkunden im Idealfall ca. 20.000€ netto, fertig installiert.
Für den Endkunden würde sich nach Abzug der BAFA Förderung mit 3.792,50€ eine Investition von rund 16.000€ netto ergeben.
Bitte beachten Sie das einzige Voraussetzung zur Teilnahme am Programm für den Endkunden die monatliche Messdatenübermittlung über 2 Jahre ist.
Die Messtechnik wird von uns zur Verfügung gestellt.
Für die volle BAFA Förderung ist zudem ein hydraulischer Abgleich zwingend.

Die Messdaten brauche ich schon nicht mehr zu übermitteln. :-)

Und es läuft und läuft und läuft.
Komplett sorgenfrei.

Deine Antwort auf "Blockheizkraftwerk SolidPower BlueGEN seit März 2017 in Betrieb"

Über mich

Ich bin, wie mein Username verrät Baujahr 74.
Ich habe Kfz-Mechaniker bei VW/Audi gelernt und war damals Jahrgangs bester.
Beim Landeswettbewerb wurde ich dann 5.ter.
Nach meinem Umzug ins Emsland habe ich dann in einer Papierfabrik angefangen.
Vom ungelernten Arbeiter habe ich mich bis zum geprüften Industriemeister Fachrichtung Papiererzeugung hochgearbeitet.

Ich bin Auto und Technik verrückt.
Ich hatte bereits 13 Autos und das in 26 Jahren.

Nach einem Problem mit Audi habe ich mich anderweitig umgesehen und bin durch einen Fernsehbericht bei Tesla gelandet.

Seit dem schwärme ich für E-Mobilität und erneuerbare Energie.

Ich werde NIE wieder einen Verbrenner kaufen.
Hybrid schon gar nicht.

Ich wünsche der deutschen Autoindustrie nicht den Untergang, sie sollen bloß endlich brauchbare Elektroautos bauen und nicht diese CO2-Flottenverbrauchs-Alibi-Autos.

Ich bete auch nicht Elon Musk an, sehe ihn aktuell (Oktober 2018) eher als Gefahr, als als Lösung für Tesla.

Ohne ihn hätte es Tesla in der Form aber nie gegeben und deshalb werde ich ihm immer Dankbar sein.

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