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03.05.2016 22:04    |    KaJu74    |    Kommentare (18)    |   Stichworte: Elektoautos, elektrische, Elektroauto, Elektroautos, Elektromobilität, Elektro-Mobilität, emissionslos, E-Mobility, KaJu74, KaJu74`s, Lademöglichkeiten, laden, Ladenetzwerk, Ladesäule, Ladesäulen, Ladestationen, lädt, PV-Anlage, PV-Strom, PV-Überschuss

Ein direkt mit PV-Strom geladenes E-Auto ist:

Hallo

 

Hier mal wieder ein Thema was zu einer hitzigen Diskussion führen kann, trotzdem möchte ich es gerne mal ansprechen.

 

Wenn Elektrofahrzeuge mit reinem PV-Überschuss geladen werden, wie bei mir zu Hause, kann man dann sagen er fährt CO2 frei oder zählt der Strommix.

 

Warum ich das frage ist, weil ich das folgendermaßen sehe:

 

Wenn ich Strom selbst mit der PV-Anlage produziere und direkt in das E-Auto lade, lade ich mit sauberem Strom.

Da der Strom nie ins Netz gespeist wurde, zählt er auch nicht zu dem Ökostromanteil.

Also zählt er auch nicht zum Strommix.

 

Von daher kann man meiner Meinung nach, ein mit PV-Strom geladenes E-Auto als CO2 neutral/frei bezeichnen.

 

Ich bin auf eure Meinungen und Antworten gespannt.

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03.05.2016 22:09    |    PIPD black

Würde ich grds. auch so sehen, weiß aber nicht, ob man bei diesen CO-Betrachtungsweisen nicht alles mögliche mit einrechnet. Also auch die Herstellung und Transport der PV-Anlage und alles drumherum.

 

Da bin ich auch gespannt, was da noch an Antworten kommt.


04.05.2016 11:15    |    Ascender

Ja, das kann man so sehen. Produktion, Rohstoffgewinnung und Logistik für den Fahrzeugbau und die Photovoltaikanlage sollte man sowieso nicht einrechnen, denn die Verbrenner haben diese ja irgendwo auch.

Am umweltfreundlichsten wäre es daher wohl, wenn man sich ein altes Elektroauto kauft - wie etwa einen Citroen AX Electrique, der aber mit der Reichweite kämpft und ganz sicher nicht mehr mit dem ersten Akku fährt.


04.05.2016 13:49    |    Goify

Komisches Gedankenkonstrukt, aber meine Meinung dazu:

Unabhängig, ob es überschüssiger Strom ist und du damit den deutschen Strommix dadurch entlastest, kann es kein emissionsfreier Strom sein, da die Herstellung der PV-Module bis in alle Ewigkeiten inkl. Recycling Umweltbelastungen verursacht hat.

Der einzige emissionsfreie Strom ist der, der durch Rekuperation entsteht.


04.05.2016 14:25    |    Rockport1911

Zitat:

Der einzige emissionsfreie Strom ist der, der durch Rekuperation entsteht.

Und selbst hierbei erzeugt man zusätzliche "Emissionen" durch den erhöhten Reifenverschleiß beim Abbremsen über die Rekuperation.

 

Schwieriges Thema, aber mit der PV- Anlage hälst du die Erzeugung und den Verbrauch der Energie zumindest schön kurz.

Wenn alle Emissionen die bei der Herstellung des E- Autos und der PV- Anlage angefallen sind, durch den "sauberen" Strom direkt von deinem Dach ausgeglichen sind, dann kann man denke Ich von emmisionsfreiem Betrieb sprechen.

Aber frage bitte nicht wie man das berechnet... :)

 

Auf jedenfall stimmt bei deinem Aufbau das Bauchgefühl.


04.05.2016 14:35    |    Ascender

@Goify: Ich würde aber schon sagen, dass - im direkten Vergleich zum Verbrenner - man damit über kurz oder lang Emissionen einspart. Denn das Öl muss ja auch gefördert und raffiniert werden. Und anschließend muss es mit Tankschiffen und Tanklastern an die Zapfsäule gebracht werden. Der Verbraucher muss zur Zapfsäule. Letzteres ist zwar nicht so schlimm, weil die Wege oft sehr kurz sind. Wenn man es aber gesamt betrachtet, dann ist es einfach ein unnötiger Weg.

Ich bin aus diversen Gründen (noch) kein Freund von Elektroautos, aber im direkten Vergleich hat er schon irgendwo recht.

 

Bewegungsenergie muss irgendwo her kommen. Und wenn sie eben, wie üblich, aus Wärme gewonnen wird (Verbrennung), oder eben durch photoelektrische Energie - das ist erstmal völlig egal.

Wenn ich ein Hunde-Gespann vor mein Auto schnallen würde wäre ich auch nicht völlig emissionsfrei unterwegs. ;)


04.05.2016 14:39    |    Goify

Selbst barfuß zu Fuß unterwegs zu sein ist nicht emissionsfrei, da du wegen der zusätzlich benötigten Energie mehr essen müsstest. Wenn das nicht in deinem eigenen Garten wächst, ist die zusätzliche Banane erst mal mit dem Flieger rund um den Globus gedüst.

 

Selbst die Alternative, sich einzugraben, ist nicht emissionsfrei, da beim Zersetzen viele Treibhausgase austreten. :D

 

Trotzdem ist wohl ein E-Auto mit eigener PV-Anlage ein ganz guter Ansatz.


04.05.2016 14:42    |    Ascender

Am Ende kann man sagen: Von nix kommt nix. ;)


04.05.2016 18:42    |    KaJu74

Danke schon mal für die interessanten Gedankengänge.

 

Die Emissionen der Herstellung der PV-anlage würde ich aber nicht mit einrechnen, da bei einem Verbrenner die Emissionen für den Bau der Tankstellen auch nicht mit eingerechnet werden.

Außerdem soll meine PV-Anlage nach 7 Jahren ihre Entstehungsemissionen erarbeitet haben und danach Negative CO2 Werte "produzieren".

Auch das Auto würde ich aus der Berechnung außen vor lassen, weil es ja schon da ist.

Jetzt entscheide ich ja "nur" mit was für Strom das Auto geladen wird, sauberer oder dreckiger. :D

 

Anbei mal 4 Tage, wo man oben schön die Spitzen sehen kann, die Ladung des Autos.

Am 30.04. habe ich noch 0,58 kWh gekauft.

Am 1.5. habe ich noch 0,45 kWh gekauft.

Am 2.5. habe ich noch 0,31 kWh gekauft.

Am 4.5. habe ich noch 0,24 kWh gekauft. (bis jetzt)

 

Und wenn man bedenkt, das ich von 11.500 kWh komme, vor dem Tesla und 2015 habe ich nur noch 3.556 kWh kaufen müssen, finde ich das schon sehr gut.

Ein BHKW, damit ich och weiter runter komme, sehe ich noch nicht als rentabel an.

Vielleicht wenn die Heizung mal getauscht werden muss.



05.05.2016 18:49    |    Trottel2011

Gute Frage aber man muss weiter zurückgehen... Ich bin Fan von Tesla... Tolle Autos. Hätte ich das Geld, wäre ein Model S P85D in meiner Einfahrt ;)

 

So, zum Thema... Theoretisch, geht man einfach von der PV-Anlage aus, wird der Wagen sicherlich CO2 Neutral fahren. Aber auch in der Herstellung der PV-Anlage wurde Strom investiert. Ich würde sagen, bei einer neuverbauten PV-Anlage: nein, CO2 Neutral nicht. Erst wenn genug Strom erzeugt wurde, um die Herstellungskosten der PV-Anlage auszugleichen, wäre eine CO2 Neutralität gegeben...

 

Ist die Anlage aber schon länger in Betrieb, hat sich das wieder ausgespielt... Gegenüber einem Diesel/Benziner mit entsprechender Infrastruktur ist ein E-Auto früher CO2 Neutral wenn es mit PV-Strom aus Netz-externer (also eigene) Erzeugung geladen wird.

 

Dennoch für mich kein KO Kriterium.


05.05.2016 19:49    |    KaJu74

Ein P85D oder P90D oder blad P100D ist mir zu heftig.

 

Die normalen 90D oder bald 100D bieten die höchste Reichweite (ca. 50 km mehr) und beschleunigen mit 4,4 Sekunden auf 100 km/h auch nicht gerade langsam.

 

Die ersparten 34.400 € (Unterschied zwischen 90D und P90DL) kann man besser in eine PV-Anlage stecken. :D

 

Werden die CO2 Werte, die für den Aufbau der Raffenerien, Tankstellen und Lager auch mit in den Verbrenner eingerechnet? Nein, oder? Warum dann beim E-Auto?

 

Eins ist glaube ich jedem Leser klar, ein E-Auto, das direkt mit PV-Strom geladen wird ist um Längen sauberer als jeder Verbrenner. Auch als CNG und LPG.



05.05.2016 19:57    |    Trottel2011

Du rechnest doch selbst CO2 Neutral. Ich schrieb ja auch nicht, dass ein Auto CO2 neutral ist ;) Die Infrastruktur ist ja nur schon vorhanden. Da kann man es doof auf ~20.000.000 Autos umrechnen :D Dennoch müsste man prinzipiell für eine private PV-Anlage die Produktionskosten rechnen... Es wird ja schließlich nur von einer Person genutzt. Würde ich eine eigene Raffinerie und Tankstelle haben, würde ich die Kosten auch mit reinrechnen ;) Aber da meine CO2 Schleuder nie CO2 neutral sein können...

 

Sauberer sind die E-Autos so oder so. Das streitet (im Betrieb) keiner ab, solange es mit nachhaltiger Energie betrieben wird. Kommt der Strom aus dem Strommix usw. ist es vielleicht etwas sauberer als ein Benziner/Diesel... So MEINE Meinung (wie gesagt, ich bin Teslafan... P85D wäre mein Wunschtesla... Ich rede Tesla nicht schlecht. Ich glaube auch an die Zukunft der Marke und hoffe dass die Marke es tatsächlich so weit bringt, wie es Musk möchte).


05.05.2016 19:59    |    KaJu74

Hatte deinen Beitrag auch überhaupt nicht negativ gesehen. ;)


06.05.2016 10:39    |    Hellhound1979

Ich schließe mich Trottels Meinung an, klingt für mich schlüssig.


06.05.2016 11:02    |    Ascender

Klar stellt er sich eine Anlage nur für sich selbst auf das Dach. Dafür müssen Verbrenner-Fahrer zur Tankstelle fahren. Diese sind zwar vorhanden, es sind aber oftmals unnötige Wege. Ich habe das Glück, dass auf meinem Arbeitsweg zwei Tankstellen vorhanden sind. In Summe gesehen aber werden die meisten Autofahrer doch ab und zu auch Umwege fahren. Das gleicht sich also mehr als aus.

Emissionsfrei lebt keiner. Wie ich schon anmerkte: Von nichts kommt nichts.


10.05.2016 07:04    |    hudemcv

Ich denke es ist nahezu CO2-frei. Aber die Herstellung der Anlage steht dem die ersten Jahre entgegen.

Aber im Grunde sooo gering, dass man von nahezu CO2 frei sprechen könnte.


24.05.2016 19:52    |    Trackback

Kommentiert auf: Hybrid & Elektro:

 

Neuestes bei der Elektromobilität

 

[...] oder?

Solche Überschuss Ladungen gibt es schon, bzw. eine entsprechende Steuerung. Hat der User KaJu zB. für ein Model S

Ja, läuft bei mir prima!

 

http://www.motor-talk.de/.../...zeugs-mit-pv-ueberschuss-t5173964.html

 

http://www.motor-talk.de/.../...t-pv-ueberschuss-rechnen-t5682569.html [...]

 

Artikel lesen ...


Deine Antwort auf "2016-05-03 Wie muss man Elektroautoladung mit PV-Überschuss rechnen?"

Über mich

Ich bin, wie mein Username verrät Baujahr 74.

Ich habe Kfz-Mechaniker bei VW/Audi gelernt und war damals Jahrgangs bester.

Beim Landeswettbewerb wurde ich dann 5.ter.

Nach meinem Umzug ins Emsland habe ich dann in einer Papierfabrik angefangen.

Vom ungelernten Arbeiter habe ich mich bis zum geprüften Industriemeister Fachrichtung Papiererzeugung hochgearbeitet.

 

Ich bin Auto und Technik verrückt.

Ich hatte bereits 13 Autos und das in 26 Jahren.

 

Nach einem Problem mit Audi habe ich mich anderweitig umgesehen und bin durch einen Fernsehbericht bei Tesla gelandet.

 

Seit dem schwärme ich für E-Mobilität und erneuerbare Energie.

 

Ich werde NIE wieder einen Verbrenner kaufen.

Hybrid schon gar nicht.

 

Ich wünsche der deutschen Autoindustrie nicht den Untergang, sie sollen bloß endlich brauchbare Elektroautos bauen und nicht diese CO2-Flottenverbrauchs-Alibi-Autos.

 

Ich bete auch nicht Elon Musk an, sehe ihn aktuell (Oktober 2018) eher als Gefahr, als als Lösung für Tesla.

 

Ohne ihn hätte es Tesla in der Form aber nie gegeben und deshalb werde ich ihm immer Dankbar sein.

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