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Badlands Blog

Reiseberichte, Reisefahrzeuge und Co.

08.03.2020 15:42    |    Badland    |    Kommentare (45)    |   Stichworte: Alpen, Südtirol

Gerade jetzt wo Südtirol die Virus-Krise erlebt und Urlauber massenweise Stornieren, hat diese Region einen positiven Artikel verdient :)

 

Der Campingplatz

 

Ich hatte mir vorher einen Campingplatz im Passeiertal ausgeguckt. Nicht zu teuer, nicht zu groß und laut Bildern schön gelegen. Die hätten aber ruhig auf ihrer Homepage erwähnen können, dass man den Campingplatz von der Hauptverkehrsstraße als Ortsunkundiger kaum erspähen kann - ich bin 3x dran vorbei gefahren bis ich ein Hinweis entdeckt habe. Zudem lag der Platz gefühlte 50 Höhenmeter unterhalb der Strasse und hatte eine dementsprechend steile Zufahrt. Nun den der Rest entsprach bis auf meinem Stellplatz, aber der Wahrheit. Für den sportlich aktiven Urlauber, ist der Platz eigentlich ein Traum. Angeboten wurden Paragliding, Rafting-Touren auf dem Passer der direkt am Platz entlang läuft sowie eine Seilbahn auf den Hirzer wo man Wandertouren unternehmen kann. Alles lässt sich innerhalb weniger Gehminuten erreichen. Deswegen war aber nicht da, sondern ich wollte die Region mit dem Auto erkunden.

StellplatzStellplatz

Campingplatz 1Campingplatz 1

Campingplatz 2Campingplatz 2

 

Stilfser Joch - Passo dello Stelvio

 

Am nächsten Tag ging es zum Stilfser Joch. Wer gerne Pässe rauf und runter fährt, egal ob mit dem Auto oder mit dem Motorrad, sollte diesen Pass mindestens einmal gefahren sein. :cool: Mein Standort war Saltaus im Passeiertal, von da ging Südlich bis Meran aus dem Tal raus und danach nach Westen in Richtung Vinschgau auf der SS38. Vorbei an den Orten Partschins, Kastelbell, Schlanders und Spondinig, bei Spondinig bleibt man weiter auf der SS38 Richtung Stilfser Joch. Auf dem Stilfser Joch hat man dann die Wahl weiter die SS38 nach Bormio zu fahren oder den Umbrailpass zu fahren. Ich hab nur Pass gelesen, also bin dann unwissend in die Schweiz gefahren. Dort oben gab auch keinen wirklichen Grenzübergang, dass ich in der Schweiz war hab ich erst gemerkt als ich ne Tanke sah wo der Preis in CHF ausgewiesen wurde :D Kurz danach kam dann auch der Grenzübergang zurück nach Italien, die Zöllner haben mich einfach nur durch gewunken. Die haben sich wohl gedacht, dass ich vom Stilfser Joch gekommen bin - also alles Easy. Also bin ich von da aus wieder zurück zum Platz getrödelt. Wenn man sich Zeit lässt kann man daraus ne schöne Tagestour machen.

Draufsicht vom PK1Draufsicht vom PK1

StilfserjochStilfserjoch

StilfserjochStilfserjoch

 

Jaufenpass und Sella Ronda

 

Da man das Passeiertal eigentlich nur Richtung Norden oder Richtung Süden verlassen kann, fuhr ich diesmal Richtung Norden. Am Vortag erzählte mir ein Platznachbar wie sein Kollege sein Gespann auf dem Jaufenpass kaputt gefahren hat. Dieser hat wohl die Warnung nicht ernst genommen, den Pass nicht mit dem Wohnwagen zu befahren. Dabei sind ihm die Bremsen vom Auto und Wohnwagen so abgeraucht, dass ein Abtransport - auch für den Wohnwagen - auf einem Anhänger nötig wurde. Es klang also nach einer Herausforderung, da bin ich doch direkt dabei :D In St. Leonhard hat man dann die Wahl, entweder fährt man Richtung Moos das Timmelsjoch hinauf oder eben auf den Jaufenpass. Das Timmelsjoch musste noch etwas warten ;) Die Strasse auf den Pass war mal gut ausgebaut, mal etwas schmaler. Insgesamt aber sehr schön mit super Panoramen, wenn man den Pass hinter sich hat versteht man auch warum da Gespanne eigentlich nichts zu suchen haben sollten. Vom Schwierigkeitsgrad her finde ich das Stilfser Joch (für Gespanne aller Art generell gesperrt) zwar schwieriger, der Jaufenpass ist aber auch nicht Ohne. Man sollte wirklich den Materialschonenden Umweg über Bozen fahren, wenn man vom Brenner ins Passeiertal will. Anschliessend bin ich von Sterzing aus Richtung Brixen nach Waidbruck, ins Grödner Tal gefahren. Das Grödner Joch bin ich spaßeshalber sogar von beiden Seiten rauf und runter gefahren, es ergab sich einfach. :D Oben auf dem Joch findet man auch direkt eine Informationstafel zur Sella Ronda, die Tour konnte ich natürlich nicht liegen lassen ;) Die Sella Ronda ist eine Rundtour wo man im Uhrzeigersinn Grödner Joch (Nördlich), Campolongo Pass (Östlich), Pordoijoch (Südlich) und das Sellajoch (Westlich) befährt. Weil die Tour so Irrsinnig Laune gemacht hat und noch keine Lust vorhanden war wieder zum Platz zu fahren, bin ich umgedreht und hab die Tour noch einmal Gegen den Uhrzeigersinn gefahren. Wenn ich die Tour jetzt nach Spassfaktor und Schönheit bewerte, würde ich persönlich den Pordoi auf Platz 1 setzen, das Sellajoch auf den 2., Grödner auf den 3. und Campolongo der eigentlich nur der Verbindung dient auf den 4. Platz setzen. Zurück ging es dann über Bozen und Meran nach Saltaus.

Bei St. LeonhardBei St. Leonhard

JaufenpassJaufenpass

JaufenpassJaufenpass

JaufenpassJaufenpass

Am SellajochAm Sellajoch

Am SellajochAm Sellajoch

PordoijochPordoijoch

PordoijochPordoijoch

CampolongoCampolongo

Groedner JochGroedner Joch

 

Gardasee

 

Nach einem Tag auf dem Platz, wo ich wegen Regen nichts gemacht habe musste ich wieder raus. Das Wetter am Gardasee lag bei 24°C und nur leicht bewölkt (Es war September), also hin da. Geplant war etwas Chillout, so bin ich gemütlich ohne Stress oder bestimmtes Ziel von Bozen aus südlich an den Gardasee. Dem Wetter war geschuldet, dass es voll, voller am Vollsten war, also fuhr ich gezwungener Maßen langsam in Kolonne die Ostseite des Sees entlang. Eigentlich wollte drum herum fahren oder zumindest mit der Fähre einmal zur anderen Seite, wie so oft wurde nix draus. Egal es hieß Chillout und nicht "Reg dich nicht wegen irgendeinem Scheiss auf den du eh nicht ändern kannst!". Ich habe einige Campingplätze am See gesichtet und bei einem habe ich wegen nem Stellplatz angefragt, eben weil das Wetter so schön blieb die nächste Tage. Habe nicht schlecht gestaunt als ich hörte, dass ein Platz auf der Bergseite bei 7 Nächten Mindestbelegung 60 Euro die Nacht kosten sollte - Gardasee halt :eek: Ich hab mir dann einfach nen Parkplatz gesucht und an so nem Touri Bistro nen Kaffee getrunken, wenigstens war ich dort direkt am Ufer. Es war schon 17 Uhr, also machte ich mich wieder auf den Heimweg und ab Trient über die Autobahn, die 4,50 Euro waren mir jetzt auch egal. Die Mautpflichtige Autobahn war wie erwartet fast leer, während die parallel laufende Staatsstrasse richtig voll war.

GardaseeGardasee

GardaseeGardasee

GardaseeGardasee

 

 

Karersee und Timmelsjoch - Planlos in Südtirol

 

Zurück in Passeier war das Wetter auch wieder Kühl und Regnerisch und einen weiteren Tag im Wohnwagen rumgammeln hatte ich keinen Nerv. Planlos bin ich erstmal Richtung Bozen auf der Suche nach Infotafeln oder anderweitiger Inspiration. Dabei habe ich die Nebenstrassen abgefahren, dass ich zumindest immer ne schöne Aussicht hatte. Der Weg führte mehr oder minder zufällig am Karersee vorbei, den ich zu Fuß trotz Regen auch umrundet hab. Das berühmte Bild mit der Latemargruppe im Hintergrund war nicht möglich weil alles Wolkenverhangen war. Ein Foto vom Grand Hotel war auch nicht drin, weil es eingerüstet war und es wie ein x-beliebiger Hotelbau ausgesehen hätte. Den Karerpass habe ich natürlich auch noch mitgenommen, der wie ausgestorben wirkte. Es war eben September und es war der Übergang vom Sommergeschäft auf die Ski-Saison erkennbar, überall wurde an den Geräten oder an den Gebäuden gewerkelt. Auf dem Rückweg fiel mir noch das Timmelsjoch ein und weil ich wie gesagt Planlos und leicht gelangweilt Unterwegs war fuhr ich da auch noch Hoch. An dem Tag gab es aber einen Motorrad Unfall auf der Jochstrasse, ein Biker hat eine Kehre nicht erwischt und sein Bike hat zum Glück ohne ihn drei Kehren übersprungen. Die Strasse war zwar nicht mehr gesperrt aber wegen der Unfallaufnahme und den Aufräumarbeiten nur mit Verkehrsregelung befahrbar. Typisches Alpenwetter herrschte an dem Tag, mal war sonnig, mal regnerisch oder Nebelig. Oben drauf stand ich dann in einer Wolke, die Sicht war praktisch Null. Rüber auf die Österreichische Seite wollte ich nicht, weil die im Gegensatz zur Südtiroler Seite Mautpflichtig war. Auf dem Besucher Parkplatz war die Sicht so eingeschränkt, dass man die Gruppe Motorradfahrer auf nem Foto nicht gesehen hat obwohl die keine 5 Meter neben mir standen. Runter ging es im Schritttempo mit Festtagsbeleuchtung inkl. Warnblinker und da hielt sich jeder dran. Am nächsten Tag wollte ich eigentlich mit der Seilbahn auf den Hirzer, aber wegen eines Defekts fuhr diese nicht - wieder doof gelaufen. Also packte ich zusammen und fuhr über den Reschenpass wieder nach Hause.

KarerseeKarersee

KarerseeKarersee

TimmelsjochTimmelsjoch

Parkplatz TimmelsjochParkplatz Timmelsjoch

TimmelsjochTimmelsjoch

ReschenpassReschenpass

 

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08.03.2020 18:23    |    sasisoli

Du bis wahrscheinlich rund 10x an meiner Haustür vorbeigekommen und sagst nichts...hätte dich sonst mal auf ein Glasl eingeladen. ;)

 

Einen Teil der "Südtirol - Musts" hast Du ja nun abgehakt, gibt aber noch einiges zu entdecken, von meinen Geheimtipps ganz zu schweigen ;)


08.03.2020 20:14    |    Badland

Südtirol wird mich evtl. dieses Jahr wieder sehen, das hängt aber von meinen persönlichen Umständen ab. Generell liebe ich die Alpen und Südtirol, kann aber auch passieren das ich in Schweden lande oder gar nicht fahren kann. Ich muss sehen was kommt.

 

Das ich in Südtirol noch einiges nicht gesehen habe ist mir klar, schliesslich war ich bisher nur an den Hauptrouten unterwegs - ich freu mich drauf :)


08.03.2020 23:27    |    motorina

Badland, irgendwie treibst du dich immer dort rum, wo ich auch schon mehrmals war und mir es sehr gut gefallen hat.

Das Stilfser Joch bin ich erstmals 1975 mit einem Audi 60L gefahren - im Juli mit Skier oben auf dem Dach!

Hatte da mit einem Kumpel eine Pässerundreise in Südtirol gemacht.

Der Übergang vom Stilfser zum Umbrail ist aber mit einem Häuschen und einer offenen Schranke "gesichert";), also als Grenzübergang erkennbar - zumindest war das früher so. In den 70er Jahren war das auch leicht erkennbar, da man von einer Teerstrasse kommend auf einmal auf eine Schotterpiste fuhr.

Das Passeiertal ist mir sehr gut bekannt - erstmals 1973 durchgefahren, und seit ca. 1990 fuhren wir immer durch, wenn wir vom Urlaubsquartier in Tscherms (bei Meran) anschl. nach Graz gefahren sind.

Jedenfalls mal wieder schöne Bilder! :)

 

Servus sasisoli, dich hatte ich schon fast(nur fast!!;)) vergessen, da ich seit ein paar Jahren nicht mehr nach Südtirol mitfahre ... leider.

(Wir hatten uns mal vor einigen Jahren per PN ausgetauscht)

 

 

Edit:

Gerade sehe ich in deiner Seitenleiste, dass der Osttirol-Artikel sang- und klanglos an mir vorbeigegangen ist...:(. Muss ich jetzt gleich noch nachholen...


09.03.2020 12:34    |    sasisoli

Den Umbrailpass bin ich vor 3 oder4 Jahren das letzte mal gefahren, da kann ich mich auch nicht mehr an ein Grenzhäuschen erinnern. Zu dieser Zeit haben die Schweizer gerade das letzte Stück Schotterpiste befestigt.

Bin da im Zwispalt...klar ist das für die Anwohner fein wenn man eine "richtige" Straße hat, aber gerade die Schotterpiste hatte für mich immer den Charme dieses - ansonsten realtiv wenig spektakulären - Passes ausgemacht.

 

Es gibt hier - zwischen Südtirol und dem Gardasee - unzählige kleine Straßen und auch Pässe, auf denen man selbst in der Hauptsaison fast alleine unterwegs ist. Damit das so bleibt, gibts diese Tipps nur per PN oder bei einem Glasl Roten ;)

Ihr könne Euch gerne melden wenn Ihr mal wieder hier seid!

 

@motorina

ich erinnere mich dunkel...hatten wir uns damals nicht über die besten Speckquellen ausgetauscht? ;)


09.03.2020 12:43    |    motorina

Tja, in Lana am Markttag war(!!) immer ein Metzger aus Völlan. Jetzt wird halt in seiner Metzgerei eingekauft. Um Tisens rum gab´s/gibt´s auch ein paar sehr interessante kleine Buschenschanken. Die 90er Jahre sind aber nicht mehr :( ... ... da hat sich seit ca. 10 Jahren Vieles verändert...

"Mein" Weinbauer in Marling ist auch nicht mehr das, was er damals war. Schade...

Aber wenn ich mich dunkel erinnere, residierst du mehr in der Bozener Gegend, während wir uns mehr in der Meraner Gegend aufgehalten hatten.


09.03.2020 12:56    |    sasisoli

Ja ich residiere in der Bozener Gegend, aber die Meraner Gegend ist ja im kleinen Südtirol auch nur 10 Fahrminuten entfernt ;)

 

Man kommt wieder ein wenig zurück hier auf die alten Strukturen. Viele Bauern verkaufen ihre Produkte wieder selber, um nicht mehr so stark von den Genossenschaften abhängig zu sein. Meine Tochter arbeitet bei ebensoeinem solchen und verkauft sehr guten Wein an einem Stand mitten in den Obstwiesen zwischen Bozen und Meran... ;)

 

Jetzt mit der Corona-Problematik stellen auch viele Hoteliers fest, daß die "immer mehr Betten"- Philosophie an ihre Grenzen stößt. Schon die letzten Jahre haben sie kaum noch Personal bekommen, und jetzt bleiben auch noch die Buchungen aus oder werden storniert. Das werden einige nicht schaffen...


09.03.2020 13:02    |    motorina

sasisoli, deine Tochter bekommt im Juni Besuch! :)

"Mein" steirischer Weinbauer (und Schnaps- und Saftlieferant) gibt auf und reisst seine Reben weg. Er bewirtschaftet noch seinen Buschenschank mit Produkten aus der Nachbarschaft ... und das war´s. :mad:

Also bin ich erneut auf der Suche nach Produkten ab Hof!


09.03.2020 13:03    |    Badland

Ich fühl mich in den Alpen wie zu Hause. Wenn man nicht weiß wohin der Urlaub gehen soll, in Südtirol oder in den Alpen generell gibt es immer schöne Flecken.

 

Da ich allein reise, kann ich mir auch die Zeiträume aussuchen wo weniger Hochbetrieb herrscht.

 

Die Corona-Krise verschwindet auch wieder, ich muss halt nur etwas aufpassen weil ich zur Risikogruppe gehören denen das Virus wirklich gefährlich werden kann.


09.03.2020 23:22    |    motorina

Wenn ich Berge und Wälder sehe, dann ist für mich gefühlsmässig Urlaub! Selbst wenn ich mit dem Lkw unterwegs war...

"Urlaubsparadiese" mit Meeresstrand dagegen sind für Streß pur - kann ich nicht brauchen. Einmal Lefkas (mit einem griechischen Freund) war mehr als genug!


10.03.2020 11:00    |    bronx.1965

Zitat:

(...) "Urlaubsparadiese" mit Meeresstrand dagegen sind für Streß pur - kann ich nicht brauchen. Einmal Lefkas (mit einem griechischen Freund) war mehr als genug!

Falls du damit die "Dom-Rep-Farmen" meinen solltest würde ich dir zustimmen. In so einer 'Legebatterie' zu Urlauben ist "nekyltyrnij". :p

 

Ansonsten gibt's genug paradiesische Fleckchen 'mit Strand' (auch hierzulande) an denen es keinerlei "Streß pur" gibt. Klischees kann man pflegen, muß man aber nicht. ;)

 

Mich 'erdrücken' übrigens Berge. Ein jeder hat halt seins. :)


10.03.2020 11:46    |    Badland

Für mich sind Berge, Fjorde und Hochplateaus das ideale Urlaubsgebiet. Alleine am Stand wird mir schnell langweilig oder ich werde doof angeguckt, und darauf hab ich keine Lust. Da gehe ich lieber Wandern.


10.03.2020 14:19    |    sasisoli

Für mich als Bergbewohner brauchts im Urlaub zwingend Wasser...am Besten natürlich Meer. Und Wärme. Ein Urlaub im kalten Norden...undenkbar ;)

 

Wenn ich am Sonntag an den Gardasee fahre (machen wir meist so 1x im Monat), dann ist das auch schon immer ein wenig wie Urlaub.

 

Und ja, auch da gibt's Stellen wo man selbst in der Hochsaison seine Ruhe hat ;)


10.03.2020 22:52    |    motorina

"In so einer 'Legebatterie' zu Urlauben ist "nekyltyrnij". ":

d´accord; aber davon abgesehen bin ich generell kein Wasserfreund.:rolleyes:

Einen Artikel über Urlaub am Meer würde ich z.B. nicht anklicken, sorry, ...:rolleyes:

 

Berge können erdrücken, klar. Das höre ich oft von Leuten, die dort leben+aufgewachsen sind; die wollen dort "raus", raus aus der Beengtheit eines Tales und rein in die Freiheit.

Ist in Etwa so nach dem Motto: Was du hast, das schätzt du nicht hoch genug; und was du nicht hast, das ist begehrenswert.

Erdrückt wird man von den Bergen aber nicht, wenn man zu den Gipfeln aufsteigt - dort oben kommt ein Gefühl von unbegrenzter Freiheit auf, bronx.

 

... und klar: Überall gibt´s es noch versteckte, ruhige, einsame Flecken - egal ob in den Bergen oder am Meeresstrand.


10.03.2020 23:37    |    bronx.1965

Zitat:

Berge können erdrücken, klar. Das höre ich oft von Leuten, die dort leben+aufgewachsen sind; die wollen dort "raus", raus aus der Beengtheit eines Tales und rein in die Freiheit.

 

Ist in Etwa so nach dem Motto: Was du hast, das schätzt du nicht hoch genug; und was du nicht hast, das ist begehrenswert.

@motorina

 

Ich hoffe du hast nicht vergessen wo ICH aufgewachsen bin. Das hat (bei mir) mit Bergen nichts zu tun. ;)

Wer am Meer großgeworden ist hat mit Bergen meist ein Problem. Das hat nichts mit "nicht schätzen" zu tun. Insofern taugt das Motto nur bedingt. . . ;)

Ich schätze die See nämlich durchaus. :cool:


11.03.2020 10:36    |    motorina

Ist mir schon klar, bronx ...;)


11.03.2020 12:52    |    sasisoli

Also wir hier verbinden Meer oder "großes Wasser" - da reicht auch schon der Gardasee - einfach mit Urlaub, und Berge mit Alltag. Klar sind wir uns völlig bewußt, in was für einer tollen Gegend wir leben, aber manchmal braucht man eben was anderes vor Augen.

Mir reicht da schon mal ein Sonntagsausflug mit dem Silverwing an den Gardasee zum Krafttanken.

Oder wenn ich von Süden kommend geschäftlich unterwegs bin, mache ich mir öfter den Spaß, und fahre von Garda bis Torbole am See entlang. Das kostet zwar einerseits eine Stunde Zeit, aber man gewinnt andererseits eine Stunde Urlaub ;)


11.03.2020 13:09    |    bronx.1965

Wenn man die Dinge quasi vor der Tür hat, ist jeder Tag wie ein kleiner Urlaub.

Sofern man sie nicht 'aus den Augen verliert'... :)


Bild

11.03.2020 13:21    |    sasisoli

Ja das stimmt, und man muß sich das auch vor Augen halten! ;)

 

@bronx.1965 in welcher Ecke bist Du denn zuhause?


11.03.2020 13:38    |    bronx.1965

@sasisoli

 

Ich stamme aus Usedom / Meck-Pomm, lebe im Alltag im Brandenburgischen. Habe aber meine Wurzeln und das familiäre Heim nach wie vor dort. Und bin so oft dort, wie es nur geht.

Wenn meine Frau in Rente geht, geht es zurück dahin.


11.03.2020 14:28    |    sasisoli

Tolle Gegend!

Habe geschäftlich immer mal wieder in Barth zu tun. Gefällt mir unheimlich gut die Gegend. Aber leider spinnen die da inzwischen auch so mit den Preisen wie bei uns...


11.03.2020 15:32    |    bronx.1965

Jo, die "hot spots" der Abzocke gibts natürlich auch dort. Seien es die explodierenden Bodenpreise, die Gastro- und Hotelpreise. Einen Urlaub dort muß man sich leisten können.

Wenn man die Hütte aber schon hat, ist Wohnen nicht viel anders als sonstwo.

Abgesehen vom Verkehr, der ist auf Usedom mittlerweile dreiviertel des Jahres schon echt abartig...


11.03.2020 18:55    |    Badland

Das schlimmste was ich bisher in Italien erlebt habe ist Venedig und Pragser Wildsee. In Norwegen hatte ich Glück mit der Saison, da war kaum was los und die Trolltunga bei Odda hab ich mir von vorn herein geklemmt, weil ich keine Lust hatte 28km hin und 28km zurück zu laufen.


11.03.2020 19:02    |    bronx.1965

Venedig ist auch schwer zu toppen. Und das meine ich nicht als Kompliment. :o

Ich sage nur: vom Dogenpalast runter zur Rialtobrücke. . . :rolleyes:


11.03.2020 20:00    |    sasisoli

Ja aber auch in Venedig kann man für 15€ ein Fischmenü mit 3 Gängen essen und einen Caffé für 1€ hinterher...meist nur ein oder zwei Gassen weiter...

 

Und das eigentliche Flair Venedigs erlebt man m. E. nicht unbedingt zwischen Dogenpalast und Rialtobrücke ;)

 

Die Krönung dressen was ich da mal gesehen habe waren 16,40 für einen Cappuccino im Café Florian...und der Laden war voll!

Ist halt wie auf dem Oktoberfest...jeder will hin egal zu welchem Preis.

 

Jetzt ist gerade nichts los dort ;)

 

Viele Grüße aus der Quarantäne

 

S.

 

Edit: Chioggia ist fast genauso schön und - wichtig für ein Autoforum - man kann bis in die Altstadt fahren ;)


11.03.2020 20:23    |    bronx.1965

Zitat:

Und das eigentliche Flair Venedigs erlebt man m. E. nicht unbedingt zwischen Dogenpalast und Rialtobrücke ;)

Absolute Zustimmung. Ich meinte das auch eher als prominentes Negativbeispiel für ungehemmte Abzocke. Kann man machen, muß man aber nicht. ;)

 

Auch auf Usedom kannst du für 2 Seven Up 12€ loswerden. In den "Kaiserbädern", in der ersten Reihe sitzend, ist das gar kein Problem. Und es gibt genug die das tun. :p

 

Gute Besserung in die Quarantäne.


12.03.2020 10:07    |    sasisoli

War mir schon klar, wie Du das meintest... ;)

 

Mich wundert es immer nur, daß die (oftmals) selbsternannten Hotspots so überlaufen/überteuert sind und man ein paar km weiter von alledem nichts mitbekommt.

Da ich mich vorwiegend in Italien rumtreibe kann ich das natürlich nur hier beurteilen. Es war beispielsweise kein Problem, letztes Jahr am 15. August (Ferragosto, Haupturlaubszeit in ITA) kurzfristig mit dem Motorrad wegzufahren und in 5km Entfernung vom Gardasee für 60€ zu nächtigen, mit Pool und allem was man braucht. Direkt am See kostet sowas an diesem Datum min 5x soviel...wie mein Geschäftsfreund aus München feststellen durfte, der unbedingt direkt an den See wollte und den ich mit dieser Aktion spontan besucht habe...

Ähnlich wie weiter oben schon für Venedig beschrieben, ein wenig ab vom Touristenstrom ist alles im normalen Bereich.

 

Mich wundert das immer wieder, auch das die Gäste das im Zeitalter von booking.com etc nicht mitbekommen und lieber über die hohen Preise fluchen...


12.03.2020 12:45    |    Badland

Das liegt daran, dass der Deutsche immer die erste Reihe will. Wenn er von der Wohnwagen/Hoteltür 500m zum Strand laufen muss kotzt ihn das dermaßen an, dass er lieber das 5 fache zahlt und sich hinterher aufregt.


12.03.2020 13:13    |    bronx.1965

Zitat:

Mich wundert es immer nur, daß die (oftmals) selbsternannten Hotspots so überlaufen/überteuert sind und man ein paar km weiter von alledem nichts mitbekommt.

Ich nenne sowas das "Caffè Wichtig" - Syndrom. Die Schickeria will gesehen werden. Da bezahlt man dann gern mal ein paar Euros mehr. Und regt sich hinterher im stillen drüber auf. :o


12.03.2020 15:26    |    sasisoli

Ist das so @Badland?

Was ich hier bei vielen Touristen mitbekomme, ist, daß sich gerade die Camper (sorry @Badland ;)) die Nudeln vom Aldi mitbringen weil sie 5ct pro Packung billiger sind...das ist wie wenn ich Peroni-Bier nach München mitnehmen würde ;)...und sich eben nicht die "erste Reihe" leisten können oder auch wollen. Dann aber trotzdem jammern. Sind natürlich nicht alle so, aber doch einige...

 

@bronx.1965

das mag für die Schickeria zutreffen. Die wirklichen "Promis" agieren da eher im Verborgenen und wollen ja genau nicht gesehen werden...die mieten sich dann ganze Hotels, jammern aber auch nicht über den Preis ;)

 

PS ihr merkt, mir ist langweilig...


12.03.2020 15:37    |    bronx.1965

@sasisoli

 

Die wirklichen "Promis" (was ist das eigentlich?) halten sich sicher bedeckt. Also die Klugen. ;)

 

Aber die meinte ich nicht. Sondern eben nur die Schickeria, oder das was sich dafür hält.

Saisonal bedingt kann ich da aus Erfahrung sprechen. Da ist wirklich alles dabei. Vom 'möchte gern gesehen werden' - Kashmir - Pulli - Träger, bis hin zum arroganten R**zlöffel mit nahezu null Bildung und Manieren. Man trifft sie, neben vielen netten Menschen, alle.

Nein, ich arbeite nicht in der Gastro. ;)


12.03.2020 16:40    |    sasisoli

@bronx.1965

 

...ich sehe schon, wir verstehen uns!

Diesen Schlag Tourist kennen wir hier auch, man sieht nonchaltant mit einem wissenden Lächeln drüber hinweg und denkt sich seinen Teil :D

 

Meine Tochter arbeitet in der Gastro, in einem Restaurant auf Sterneniveau. Da findet man diese Leute öfter mal...sie hat immer wieder tolle Geschichten für uns auf Lager...;)

 

Aber nicht, daß hier der falsche Eindruck entsteht, es sind natürlich lange nicht alle so. Die meisten sind echt in Ordnung, genießen die Gastlichkeit der Südtiroler und das gute Essen bzw den guten Wein. Und erfreuen sich an der tollen Landschaft.


12.03.2020 16:50    |    bronx.1965

@sasisoli

 

Zitat:

Meine Tochter arbeitet in der Gastro, in einem Restaurant auf Sterneniveau. Da findet man diese Leute öfter mal...sie hat immer wieder tolle Geschichten für uns auf Lager...;)

Dann bist du ja ebenfalls bestens im Bilde. :D

 

Zitat:

Aber nicht, daß hier der falsche Eindruck entsteht, es sind natürlich lange nicht alle so. (...)

D'accord! Deswegen schrieb ich auch: "neben vielen netten Menschen". ;)


12.03.2020 23:22    |    motorina

Ich denke, wir verstehen uns hier ganz gut ... und wissen,was gemeint ist - auch wenn man/ich ab+zu in Klischees verfällt/verfalle.

("Klischees kann man pflegen, muß man aber nicht. ") ;)

 

Im Urlaub will ich nicht Teil eines Massentourismus sein oder wieder unter den gleichen Leuten sein, wie zuhause - ist ja dann kein Urlaub mehr (da kann ich ja gleich daheim bleiben!:rolleyes:)!

Deshalb fuhr ich nach Möglichkeit ausserhalb der "üblichen" Urlaubszeiten weg; ... und dann etwas abseits des Rummels. :)


13.03.2020 09:44    |    sasisoli

Meist ist halt an den Klischees schon was dran ;)

 

Bin mal gespannt wie diese Saison wird. Durch die Corona-Krise wirbelt es hier schon alles ganz schön durcheinander...


13.03.2020 09:56    |    Badland

Meine Arbeitskollegen haben auch schon alle ihren Ski-Urlaub stornieren müssen, bzw. haben freiwillig storniert.

 

Ne Arbeitskollegin die fast immer nach Asien fährt hat jetzt auch Schiss, dass ihr Japan Trip ausfällt.

 

Da Corona mittlerweile offiziellen Pandemie Status hat, ist der weltweite Tourismus betroffen. Vielleicht findet dadurch auch ne reinigende Regulierung des Massentourismus statt, oder alle kommen aufeinmal wenn die Krise abgeklungen ist.


13.03.2020 11:55    |    sasisoli

Da bin ich auch gespannt, wie das weiter geht...

Es wird auf jeden Fall eine reinigende Wirkung geben, nicht nur im Tourismus. Die Zeit, in der alles auf Kante genäht ist, ist vorbei denke ich. Wohl dem, der nachhaltig gewirtschaftet hat, und was für schlechte Zeiten zur Seite gelegt hat, so wie es uns unsere Großeltern noch beigebracht hatten...

 

Das Restaurant meiner Tochter ist bis auf weiteres geschlossen. Der Saisonstart im Hotel meiner Frau unbestimmt verschoben. Nur 2 Beispiele, hier handelt es sich zum Glück um gesunde Unternehmen...andere werden das nicht überstehen. Das wird noch spannend...

 

Wir persönlich schaffen so 6 Monate ohne Einnahmen, ohne an die Substanz gehen zu müssen. Aber Urlaub ist halt dann nicht drin...da beißt sich dann der Dackel in den Schwanz ;)


13.03.2020 12:10    |    Badland

Ich arbeite bei einem Finanzdienstleister, der ist zwar auch betroffen aber eben nicht so heftig wie die Tourismusbranche.

 

Ich war gestern nach Camping Vans gucken, die Höfe waren zum bersten voll, vorallem mit 2019er Modellen im Abverkauf. Da wird vllt. der ein oder andere Händler auch Probleme bekommen die Fahrzeuge los zu werden, wenn in den klassischen Campingregionen Ausnahmezustand herrscht.

 

Ich hab zum Glück keine eile beim Kauf, aber ein 2019er Modell kommt für mich nicht in Frage ausser der Preis ist wirklich unschlagbar.

 

Zur Erläuterung:

Aufgrund eines Handicaps hab ich Automatikpflicht. Die 2019er Modelle haben allerdings noch das nervtötende ASG Getriebe, während die 2020er Modelle endlich ein stabiles und vernünftiges Wandlerautomatikgetriebe eingebaut bekommen.


13.03.2020 13:18    |    sasisoli

Wenn Du Dich ein wenig geduldest, kannst Du wahrscheinlich bald ein paar schöne Camper aus Insolvenzmassen kaufen ;)

 

Ohne mich damit je befasst zu haben, mich wundert, daß man bei den Campern - ja auf Nutzfahrzeugbasis - erst 2020 auf robuste Wandlerautomaten setzt?


13.03.2020 13:37    |    bronx.1965

Zitat:

Da bin ich auch gespannt, wie das weiter geht...

Es wird auf jeden Fall eine reinigende Wirkung geben, nicht nur im Tourismus. Die Zeit, in der alles auf Kante genäht ist, ist vorbei denke ich. (...)

Ich denke auch, viele kleinere Hotelbetriebe, familiär geführt, werden auf der Strecke bleiben. Allen "Altmaier-Hilfen" zum Trotz. Was nützen günstige Kredite wenn ihr Finanzrahmen ohnehin zu dünn ist.

 

Gut sind diejenigen bestellt, welche klug gewirtschaftet haben und in der Lage waren, Rücklagen zu bilden. Ob die reichen werden steht auf einem anderen Blatt.

Sind die Rücklagen weg, ist auch die Fähigkeit zu investieren oder den Unterhalt der Immobilie zu sichern, stark eingeschränkt.

 

Die wirklichen Kosten sind momentan überhaupt nicht absehbar.

Es werden flexible Regelungen und schnelle Reaktionen erforderlich sein.


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Mein Blog hat am 09.09.2020 die Auszeichnung "Blogempfehlung" erhalten.

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