Zylinderkopfdichtung,ein paar Fragen dazu
Hallo zusammen,
ich hatte vor ein paar Tagen schon mal kurz im Frage-Antwort-Thread über ein Problem berichtet, das sich jetzt leider verschlimmert hat.
Meine Heizung hat in den letzten Tagen nicht mehr richtig funktioniert, und ich hatte auch Probleme mit der Temperatur, die ständig überhitzt hat. Ich dachte, vielleicht wäre irgendwo ein kleines Leck, also habe ich Kühlerdichtmittel reingekippt. Zuerst sah es gut aus, da ich vorher täglich nachkippen musste.
Heute nach der Arbeit habe ich den Kühlmittelstand nochmal überprüft, und es war nicht viel weg, also habe ich nochmal nachgekippt. Beim Starten gab es Probleme, und beim zehnten Versuch ist er endlich angesprungen. Während der Fahrt habe ich gemerkt, dass ich wenig Leistung hatte und der Motor sich im niedrigen Drehzahlbereich wie ein Sack voller Nüsse anhörte. Fünf Meter vor der Einfahrt ist plötzlich eine weiße Wolke aus dem Auspuff gekommen, als ich Gas gegeben habe, und die Kühlwasserlampe ist rot angegangen. Ich habe es gerade noch geschafft, in die Einfahrt zu kommen, und als ich den Kühlmittelstand überprüft habe, war er komplett leer und es kam jede Menge weißer Rauch raus. Ich habe den Motor sofort abgestellt.
Also scheint es, dass meine Zylinderkopfdichtung den Geist aufgegeben hat.
Da habe ich ein paar Fragen, da ich schon viel Geld in das Auto gesteckt habe und fast alles getauscht wurde. Es hat auch erst 145.000 km runter und ist komplett neu lackiert.
- Was kostet nur das Planen vom Zylinderkopf?
- Was kostet die gesamte Reparatur?
- Macht es noch Sinn, an so einem Auto noch etwas zu machen? Wenn nicht, sollte ich es lieber an Bastler verkaufen oder einen Austauschmotor einbauen?
- Wie viel Aufwand ist das?
- Was sind eure Erfahrungen damit?
- Würdet ihr das selbst überhaupt machen?
48 Antworten
Zitat:@DrivingRacingXtreme schrieb am 23. Juni 2025 um 14:42:26 Uhr:
Vielleicht beschreibst du mal kurz was genau nicht funktioniert: Schlägt etwas beim durchdrehen von Hand an oder will er nicht anspringen?
Wie bereits erwähnt kriegt man ihn nicht mehr als eine halbe Umdrehung gedreht.
Laut vielen Anleitungen soll man um zwei mal den Motor durchdrehen. Das geht bei mir nicht.
Zitat:
@SourCrowd schrieb am 23. Juni 2025 um 14:28:48 Uhr:
Ich kann dort leider keine erkennen
Der schwarze Deckel muß dazu natürlich abgenommen werden!
Zitat:
@SourCrowd schrieb am 23. Juni 2025 um 14:44:45 Uhr:
Wie bereits erwähnt kriegt man ihn nicht mehr als eine halbe Umdrehung gedreht.
Laut vielen Anleitungen soll man um zwei mal den Motor durchdrehen. Das geht bei mir nicht.
Steuerzeiten stimmen nicht vermute ich.
Zitat:
@Arnimon schrieb am 23. Juni 2025 um 14:53:02 Uhr:
Der schwarze Deckel muß dazu natürlich abgenommen werden!
das hab ich gemacht gehabt jedoch ist da wie gesagt nichts zu erkennen…
hab noch weitere Bilder beigefügt.
da sieht man das die nockenwelle auf OT ist und die Kurbelwelle auch mithilfe der Getriebe Markierung
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Zitat:@Arnimon schrieb am 23. Juni 2025 um 15:04:36 Uhr:
Hm...beim 2E muß da eigentlich eine Markierung sein.
Wurde der Verteiler mal getauscht?
Also ich selbst hab das nicht gemacht und ob ein Vorbesitzer den im Vorfeld getauscht hat weiß ich auch leider nicht.
Zweimal durchdrehen ist eine Umdrehung Nockenwelle, deswegen die zwei Umdrehungen der Kurbelwelle. Prüfe mal ob die Markierung OT am Schwungrad stimmt. Dazu einen längeren Holzstab in das Kerzenloch von Zylinder eins stecken, dann sieht man das.
Und noch was, nimm alle Kerzen raus, du tust dich leichter beim drehen.
Zitat:
@wolfgangpauss schrieb am 23. Juni 2025 um 17:51:27 Uhr:
Zweimal durchdrehen ist eine Umdrehung Nockenwelle, deswegen die zwei Umdrehungen der Kurbelwelle. Prüfe mal ob die Markierung OT am Schwungrad stimmt. Dazu einen längeren Holzstab in das Kerzenloch von Zylinder eins stecken, dann sieht man das.
Und noch was, nimm alle Kerzen raus, du tust dich leichter beim drehen.
klar macht Sinn mit den 2 Umdrehungen.
Ich hab jetzt nochmal alles überprüft und nach Leitfaden und Tipps alles wiederholt.
hab auch durch das Kerzenloch geprüft ob der Zylinder ganz oben steht.
alle Kerzen waren sowieso draußen, da ich die mit wechseln wollte.
Die Markierung am Schwungrad stimmt überein, sowie an Nockenwelle. bislang kein Erfolg bei der ganzen Geschichte….
Zitat:
@SourCrowd schrieb am 24. Juni 2025 um 17:52:09 Uhr:
klar macht Sinn mit den 2 Umdrehungen.
Ich hab jetzt nochmal alles überprüft und nach Leitfaden und Tipps alles wiederholt.
hab auch durch das Kerzenloch geprüft ob der Zylinder ganz oben steht.
alle Kerzen waren sowieso draußen, da ich die mit wechseln wollte.
Die Markierung am Schwungrad stimmt überein, sowie an Nockenwelle. bislang kein Erfolg bei der ganzen Geschichte….
Was heisst kein Erfolg?
Lässt sich der Motor immer noch nicht durchdrehen oder springt er "nur" nicht an?
Ich denke jetzt mal laut:
- Bezüglich der Markierungen würde ich nicht die auf der Schwungscheibe beachten, sondern die auf der Zahnriemenscheibe der Kurbelwelle. Es könnte sein, man möge mich verbessern, dass die Markierung auf der Schwungscheibe nicht exakt auf OT sitzt.
- Spricht was dagegen, den Motor wieder zurückzudrehen? Wenn die Kerzen draussen sind und kein Gang drin ist (!) soltle das eigentlich recht leicht gehen. Die Mutter auf der Kurbelwelle sollte das aushalten. Falls keine Gegenstimmen kommen: Drehe soweit zurück, dass du wie in der Ausgangsstellung bist. Prüfe dann beide OTs.
Falls das Drehen klappt und der Motor nur nicht startet, prüfe methodisch:
- Alle Kabel wieder angesteckt?
- Alle Kabel richtig(!) angesteckt (ich denke da vor allem an die Zündkabel)?
- Funken die Kerzen?
- Spritzen die Einspritzdüsen?
Zitat:@menschmeier schrieb am 24. Juni 2025 um 22:14:04 Uhr:
Was heisst kein Erfolg?Lässt sich der Motor immer noch nicht durchdrehen oder springt er "nur" nicht an?Ich denke jetzt mal laut: 1. Bezüglich der Markierungen würde ich nicht die auf der Schwungscheibe beachten, sondern die auf der Zahnriemenscheibe der Kurbelwelle. Es könnte sein, man möge mich verbessern, dass die Markierung auf der Schwungscheibe nicht exakt auf OT sitzt.
2. Spricht was dagegen, den Motor wieder zurückzudrehen? Wenn die Kerzen draussen sind und kein Gang drin ist (!) soltle das eigentlich recht leicht gehen. Die Mutter auf der Kurbelwelle sollte das aushalten. Falls keine Gegenstimmen kommen: Drehe soweit zurück, dass du wie in der Ausgangsstellung bist. Prüfe dann beide OTs.
Falls das Drehen klappt und der Motor nur nicht startet, prüfe methodisch:1. Alle Kabel wieder angesteckt?
2. Alle Kabel richtig(!) angesteckt (ich denke da vor allem an die Zündkabel)?
3. Funken die Kerzen?
4. Spritzen die Einspritzdüsen?
Moin,
Kein Erfolg heißt, dass ich nach wie vor die Kurbelwelle keine 2 Umdrehungen drehen kann, nur ca. eine halbe Umdrehung und dann blockiert es.
Ich hab bereits die Kurbelwelle nach Markierung auf dem Zahnrad ausgerichtet, sowie nach der Markierung auf der Schwungscheibe. In beiden Fällen war der gleiche Effekt.
Die halbe Umdrehung die ich gedreht bekomme geht auch ohne Probleme wieder zurück, sodass ich auch wieder auf OT zurückkomme. So hab ich bisher verfahren, geprüft ob ich weiter als die halbe Umdrehung komme ( was bisher nicht der Fall war ) und dann wieder zurückgedreht auf OT um wieder alles nochmal einzustellen.
Zum Motor starten bin ich weit und breit nicht gekommen, wegen dem beschriebenen Problem.
Wenn die Steuerzeiten von Kurbelwelle und Nockenwelle passen und sich trotzdem der Motor nicht drehen lässt würde ich mit einem Endoskop reinsehen um zu prüfen was da los ist... Ventiel reingefallen, Werkzeugt drin liegen gelassen....
Vom potentiellen andauerndem zusammen prallen von Kurbelwelle und Ventil wird die Sache nicht besser.
Zitat:
@einfach_ICH schrieb am 25. Juni 2025 um 05:14:41 Uhr:
Wenn die Steuerzeiten von Kurbelwelle und Nockenwelle passen und sich trotzdem der Motor nicht drehen lässt würde ich mit einem Endoskop reinsehen um zu prüfen was da los ist... Ventiel reingefallen, Werkzeugt drin liegen gelassen....
Vom potentiellen andauerndem zusammen prallen von Kurbelwelle und Ventil wird die Sache nicht besser.
Das wäre auch mein nächster Kommentar gewesen.
Eins fällt mir noch ein... Verteilerkappe richtig montiert? Wenn die Kappe stark daneben ist schlägt vielleicht der Finger an.
Und Motor nicht viel rückwärts drehen weil die Ölpumpe sonst leer läuft.
Nicht das die Nockenwelle ausversehen um 45 oder 90grad verdreht wurde ?und somit die Steuerzeiten der Nockenwelle nicht mehr passen und die Kolben auf die Ventile drücken ?
ne kann ja auch nicht sein ,wenn die OT Nockenwelle Markierung mit der Markierung Kunstoffabdeckung übereinstimmt dann passt es von den Steuerzeiten
...okay post kann gelöscht werden
Zitat:
@chris2178 schrieb am 25. Juni 2025 um 13:13:48 Uhr:
Nicht das die Nockenwelle ausversehen um 45 oder 90grad verdreht wurde ?und somit die Steuerzeiten der Nockenwelle nicht mehr passen und die Kolben auf die Ventile drücken ?
Ist eigentlich nicht möglich da das NW-Rad mit einem Keil fixiert wird.
Aber Halt,vermutlich könnte der Keil fehlen oder abgeschert sein.
D.H. der TE soll das NWR demontieren und genau nachsehen.
EDit: @chris2178 hab dich jetzt verstanden.
Dann muß der TE den Ventildeckel abnehmen und schauen ob sich die beiden Nocken von Zyl.1 überschneiden!