Zuviel Ladedruck - frage mich warum???

Audi TT 8N

Hallo,

habe nunmehr ein kleines Problem, was ich nachfolgend versuche zu beschreiben (Motor KB ist BAM):

Beschleunige ich z.b. bei über 3500 U/min baut sich ein LD von max. 1,00bar auf = alles ok und prima.

Beschleunige ich unter 3500 U/min -also schlagartig das Gaspedal durchtreten- baut sich lt. Anzeige tlw. ein max. LD von 1,30-1,45 bar auf = Also eindeutig zuviel, was mir dann auch in Form einer derben Fehlzündung/Ruckeln auch mitgeteilt wird.

So, nun brauche ich ein paar Tipps von "Fachleuten"....

N57 scheint keinen Kabelbruch zu haben und liegt auch im angegebenen Ohmbereich.

😕😕😕

29 Antworten

Tja, der Stefan kennt sich halt aus... 😁

Zum Glück wenigstens einer der Tuner

naja, eine Elektronik kann nur soweit regeln wie die Mechanik in Ordnung ist😉

Die große Frage ist: wieso war das Wastegate derart verstellt, dass selbst eine Seriensoftware nicht mehr läuft?😕 Ist vielleicht bei den ersten Tuningversuchen nach Einbau des Motors am Wastegate gedreht worden um den "Fehler" zu beheben?

@i need nos

Schon sehr seltsam alles.
Ich bin selbst nicht allzuviel mit dem Wagen gefahren.
Mir ist ist auch bis dato nie aufgefallen, dass der im Serienzustand bis zu 1,45bar produziert hat...
Mir war diese Phänomen bis dato auch nicht aufgefallen, sprich das er Fehlzündungen etc. ab einem bestimmten LD produziert. Wobei hierbei im Serienzustand der Grat zwischen tolerierten LD und dem LD, wann die Fehlzündungen kommen, wohl sehr schmal ist. D.h., bis ca. 1,35bar scheint er mit den originalen Kennlinien noch irgendwie hinzukommen, ab ca. 1,36 und mehr verliert er schlagartig "den Faden".
Das mag auch der Grund sein, dass er im original Zustand damals deutlich über 240PS gedrückt hat.
Warum dieser hohe LD allerdings von der Steuerung im Serienzustand toleriert wird, und nicht rigoros z.B. bei 1,05bar abgeriegelt wird, weiß ich und versteh ich nicht.
Es mag nunmehr jedoch plausibel sein, dass dieses die Ursache war, warum er mit der ersten "Tuning-SW" nicht lief.

Zumindest bin ich nun im Bereich von ca. 1,00-1,10bar Ladedruck im Serienzustand und das nur im overboost. Sonst erreicht er eher nur 0,90-0,95bar.
Und das erscheint mir angemessen und verträglich...

Allerdings: An dem Wastegate hat bis heute keine rumgedreht. Der Motor ist bei mir damals mit 0 Km so eingebaut worden wie er aus dem Versuchs-TT der Audi AG entnommen wurde...
Und das ist der Punkt den ich nicht verstehe....😕

Hallo,

vielleicht kann mir auch jemand helfen. Mein LD ist 1,3 bar und overboost 1,5 bar. Seit längerer Zeit bleib beim beschleunigen mein LD bei 1,5 bar (overboost) stehen. Der LD geht erst wieder runter, wenn ich vom Gas gehe. Fehlerspeicher bringt kein Fehler.

Gruß
Weilerer

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Hallo,
normal ist die Druckdose fest voreingestellt.

Man sollte auf keinen Fall einfach an dem Gestänge herum drehen, da es keine Einstellwerte vom 🙂 gibt.
Sind also die Muttern nicht lose, macht es keinen Sinn an dem Gestänge zu drehen.
Ich würde auf alle Fälle versuchen die Werte von BorgWarner zu bekommen.
Normal ist die korrekte Einstellung ziemlich aufwändig mit Messuhr und Druckpumpe durchzuführen.
Das heißt es wird mit einer Messuhr eine Grundeinstellung nach einer bestimmten mm Angabe durchgeführt.
Dann werden verschiedene Drücke drauf gegeben und die Werte an der Messuhr abgelesen, diese werden aufgeschrieben und die richtige Einstellung errechnet.
Ist also keine gute Idee einfach an der Stange zu drehen.

Gruß
TT-Eifel

Hier ein wenig Schriftverkehr von BorgWarner:

http://www.motor-talk.de/.../...r-endgeschwindigkeit-t1541804.html?...

...und hier mein Beitrag von letzter Woche zu diesen Hinterhofmethoden (=planloses Wastegategefummel).
Bin schockiert, dass der "hochgelobte" Forumstuner zu so etwas rät. 😠
*kopfschüttel*

http://www.motor-talk.de/.../...ng-und-motorschaeden-t2261379.html?...

naja gut, ich denke mal, dass Stefan davon ausgeht, dass da schonmal jemand dran herum gedreht hat. Sicher kann man jetzt wegen einer verstellbaren Dose gleich den Lader tauschen aber ich denke, da kann man besser erst nochmal schauen, ob man es wieder zurück gedreht bekommt. Wenn er geschrieben hätte, dass einem da nix anderes über bleibt als den Lader zu tauschen hätte es auch doofe Kommentare gehagelt.

Zitat:

Original geschrieben von i need nos


naja gut, ich denke mal, dass Stefan davon ausgeht, dass da schonmal jemand dran herum gedreht hat. Sicher kann man jetzt wegen einer verstellbaren Dose gleich den Lader tauschen aber ich denke, da kann man besser erst nochmal schauen, ob man es wieder zurück gedreht bekommt. Wenn er geschrieben hätte, dass einem da nix anderes über bleibt als den Lader zu tauschen hätte es auch doofe Kommentare gehagelt.

Wieso ist davon auszugehen, dass da schonmal gedreht wurde?

...und was, wenn nicht?

Bei mir hat sich der Lader nach dem Verstellen angehört wie ein Strahltriebwerk. 🙁

borg-warner hat ja prinzipiell recht. planloses rumdrehen am wastegate
führt i.d.r. zu mehr problemen als es löst.
wenn aber der ladedruck schon im kritischen bereich ist und es zu verbrennungsaussetzern etc.
kommt, dann ist es sinnvoller erstmal den druck runterzuschrauben um weitere schäden
zu verhindern als mit der einstellung weiterzufahren und nocheinen motorschaden zu riskieren.
brezelpaul hat mit der scheinbar nicht korrekten grundeinstellung ja nun schon einen motor
gekillt. und wenn er jetzt in den kommenden tagen zu seinem tuner fährt, bin ich mir sicher
daß der lader dort fachgerecht eingestellt wird.
ein turbolader ist kein hexenwerk und die einstellung eines wastegates ist kein druidengeheimnis.

@überholTT

meine "hinterhofmethoden" haben sich seit vielen jahren in unzähligen fahrzeugen
problemlos bewährt. was meinst du, was borg-warner macht, wenn man den lader einschicken
würde ? 😉 die stellen das wastegate auch nur neu ein bis der lader den geforderten ladedruck
erreicht und nicht überschwingt.
ich denke, ich bin lange genug im geschäft um beurteilen zu können ob meine arbeit "planlose hinterhofmethoden" sind oder nicht.

Das Wastegate ist kein Geheimnis und benötigt auch kein Doktor-Diplom oder irgendwelche Feineinstellungen von Spezialisten.

Ich fahre seit nunmehr über 20 Jahre Turbofahrzeuge, Benziner wie Diesel, und gerade in Bezug auf Benziner -über R5 Turbo, Sierra Cosworth sowie VAG 1.8T-Motoren- reichen "Hinterhofmethoden" vollkommen aus um das Wastegate vernünftig einzustellen.
Dazu braucht man bei den 1.8T-Motoren nur einen 10er Maulschlüssel und eine LD-Anzeige, und die Gewissheit, dass alle anderen beteiligten Sensoren funktionieren.
Es ist hiefür kein Doktor-Ingenieurs Titel notwending. Der 1.8T ist kein Wunderwerk der Technik der hochqualifizierte Leute benötigt - er ist ein Metallklumpen mit Anbauteilen wie jeder andere Turbomotor auch.

Und da halte ich es wie blacktrouble: "ein turbolader ist kein hexenwerk und die einstellung eines wastegates ist kein druidengeheimnis."

Wenn ich bedenke, dass man z.B. beim Sierra Cosworth die Wastegate-Stange absägen/kürzen musste, um den LD von 0,6bar Serie auf 1,0bar anzuheben....dann möchte ich gar nicht die Gesichter von so manchem Schreiberling hier sehen...😉😛

Zitat:

Original geschrieben von TT-Eifel


Normal ist die korrekte Einstellung ziemlich aufwändig mit Messuhr und Druckpumpe durchzuführen.
Das heißt es wird mit einer Messuhr eine Grundeinstellung nach einer bestimmten mm Angabe durchgeführt.
Dann werden verschiedene Drücke drauf gegeben und die Werte an der Messuhr abgelesen, diese werden aufgeschrieben und die richtige Einstellung errechnet.

Gruß
TT-Eifel

Das mag für eine Einstellung im ausgebauten Zustand gelten, ist aber imho nicht erforderlich, wenn alles im Fahrzeug montiert ist. Dann reichen 2-3 Fahrversuche aus.

Am besten 3. Gang ab 1500 U/min beschleunigen und mit dem Fuss auf der Bremse stehen. So wird dann der max. LD unter Last produziert.

Funktioniert seit Jahren und bei jedem Turbofahrzeug hervorragend.

Natürlich sollte man sich dafür eine geeignetes Gelände/Straße suchen und keine andere gefährden.

naja, wenn man zu unbedarft heran geht, dann überschwingt der Lader evtl. mächtig und der Motor nimmt dann Schaden, aber wenn man da mit Verstand ran geht, dann klappt das schon

Zitat:

Original geschrieben von brezelpaul1



Zitat:

Original geschrieben von TT-Eifel


Normal ist die korrekte Einstellung ziemlich aufwändig mit Messuhr und Druckpumpe durchzuführen.
Das heißt es wird mit einer Messuhr eine Grundeinstellung nach einer bestimmten mm Angabe durchgeführt.
Dann werden verschiedene Drücke drauf gegeben und die Werte an der Messuhr abgelesen, diese werden aufgeschrieben und die richtige Einstellung errechnet.

Gruß
TT-Eifel

Das mag für eine Einstellung im ausgebauten Zustand gelten, ist aber imho nicht erforderlich, wenn alles im Fahrzeug montiert ist. Dann reichen 2-3 Fahrversuche aus.

Hallo,

nö die Beschreibung gilt schon für eine korrekte Einstellung im eingebauten Zustand.

Dass man basteln kann ist mir schon klar.
Und dass Du weißt was Du tust ist mir auch klar, nachdem Ich gelesen habe wie schnell dein Motor wieder lief.
Aber für viele hier im Forum ist das nicht zur Nachahmung zu empfehlen.

Die Cossis kenne ich auch.
Hatte 2 in der Familie.
Habe ein paar Jahre in der Ford Box am Ring beim VLN verbracht, da sind öfter mal die Cossis gestorben. Wenn die nach 1 -2 Std in die Boxengasse kamen mit einer weißen Fahne dann war immer klar für heute ist das Rennen gelaufen.
Von krummen Köpfen bis Beuel durch die Ölwanne habe ich da alles gesehen.
Bei uns war Gott sei Dank nur der Kopf krumm.

Gruß
TT-Eifel

Zitat:

Original geschrieben von TT-Eifel



Habe ein paar Jahre in der Ford Box am Ring beim VLN verbracht, da sind öfter mal die Cossis gestorben. Wenn die nach 1 -2 Std in die Boxengasse kamen mit einer weißen Fahne dann war immer klar für heute ist das Rennen gelaufen.
Von krummen Köpfen bis Beuel durch die Ölwanne habe ich da alles gesehen.
Bei uns war Gott sei Dank nur der Kopf krumm.

Gruß
TT-Eifel

Beim Cossi gilt immer: Leb oder stirb. Leistung satt ohne großen Aufwand (>350 PS ohne Probleme), aber dafür bei "schlechter" Behandlung nicht wirklich langlebig....

Da sieht es heute schon "motorentechnisch" ganz anders aus...

Noch ein kleines Update:

Abstimmung über Wastegate beendet, max. LD im Overboost 1,00-1,05bar.
Max. LD bei "Anforderung" über 4000 U/Min 0,90-0,95bar, der dann auch gehalten wird.

Seltsam hierbei: Wo der LD vorher noch 1,30bar und mehr betrug, hat er bei Anforderung über 4000 U/min ca. 0,80-0,85bar gemacht, wobei diese dann noch sehr schnell gesunken sind auf ca. 0,70-0,75bar gehalten.

D.h., er macht jetzt den Druck den er max. machen darf, macht mehr -und länger!- Druck danach und läuft erheblich besser, aber wirklich erheblich.
Verstehen tue ich das nun mal einfach nicht....man muss auch nicht alles verstehen...😕😎

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