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Audi TT 8N 3.2 V6 Roadster Quattro Test

11.05.2014 23:17    |   Bericht erstellt von Migo123

Testfahrzeug Audi TT 8N 3.2 Roadster quattro
Leistung 250 PS / 184 Kw
Hubraum 3189
HSN 8307
TSN 311
Aufbauart Cabrio/Roadster
Kilometerstand 98000 km
Getriebeart Automatikschaltung
Erstzulassung 5/2004
Nutzungssituation Privatwagen
Testdauer mehr als 3 Jahre
Gesamtnote von Migo123 4.5 von 5
weitere Tests zu Audi TT 8N anzeigen Gesamtwertung Audi TT 8N (1998 - 2006) 4.0 von 5
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Einleitung

Traumautos! Bei diesem Wort tauchen vor meinem innerem Auge, viele meiner automobilen Weggefährten auf. Mein erster Honda CRX war damals für mich so ein Traumauto, oder später meine 911er Targa und Cabrio aus dem Baujahr 82 und 85. Mann, was waren das für geile Boxer-Maschinen!

 

Zuletzt hatte ich einen BMW Z1 aus dem Jahr 1991. Ein wirklicher Traumwagen mit avantgardistischen Hubtüren. Pur, zeitlos, schwarz. Modischen Firlefanz wie Klima, EPS, elektrisches Cabriodach, usw. waren gar nicht erst verbaut. 11 Jahre lang durfte ich diesen Wagen fahren.

 

Doch jeder Traum endet irgendwann mal in der Realität. Der CRX wurde zu klein, die 911er waren für lange Berufsfahrten zu unbequem und die Unterhaltskosten unterirdisch teuer.

 

Bleibt noch der BMW Z1. Vollverzinkte Karosserie und eine Haut aus Plastik, sollten diesen Wagen unzerstörbar machen. Denkste! In 2010 fiel der Wagen quasi auseinander. Der Weichmacher war aus dem Plastik raus, so dass quasi eine komplette Außenhaut besorgt werden müsste. Kostenpunkt und Verfügbarkeit? Unkalkulierbar!

 

Ein neuer Traumwagen mußte her, soviel stand fest. Ein Auto mit zeitlosem Design, bezahlbar, wo man die Wartung noch selbst machen kann und Ersatzteile nicht gleich ein Vermögen kosten, oder gar nicht mehr verfügbar sind.

 

Doch kann ein Auto ein Traumwagen sein, wenn man bei eBay 150.000 Treffer für den Begriff "Audi TT" bekommt? Sind Traumwagen nicht ein wenig exklusiver? Spaßeshalber gab ich einfach mal "Audi TT 3.2" bei eBay ein und erhielt 5000 Treffer! Der Rest ist (eine Liebes-) Geschichte!

Karosserie

4.0 von 5

Mal Hand aufs Herz, die meisten Autos sehen doch gleich aus. Schau mal irgendeinen Mini-Van an. Alle gleich. Vorne lange Windschutzscheibe und hinten wie ein Toastbrot. Oder nimm die Golf-Klasse und alle Klone, um das Dilemma noch zu verdeutlichen. Austauschbar. Verwechselbar. Kleinmutig.

 

Und jetzt ein TT MK1. Bei der Vorstellung auf der IFA 1995, Klassentreffen 2005, Fünfzigsten Geburtstag 2015, Hochzeit der Tochter 2025. Egal wann du im Zeitkontinuum mit diesen Wagen vorfährst, JEDER weiß, dass das ein TT ist. Ein Klassiker. Einzigartig. Mutig.

 

Und wenn AUDI nicht den Mut verliert, wird dies auch mit den Nachfolgemodellen passieren. A la Porsche 911, oder Ferrari. Nicht das ich den popeligen TT mit diesen Herstellern vergleichen will - mitnichten! Taumautos kann man nämlich gar nicht vergleichen, denn Traumautos entstehen im Kopf des Betrachters. Das macht sie ja gerade zu Traumautos!

 

Der TT ist rund. Überall. Hinten, hat er einen knackigen Hintern. Vorne sieht er bullig aus. Vor allem der 3.2er, mit der S-Line Front. Tankklappe, Überrollbügel (!), Pedale und tausend andere Teile sind aus polierten Alu. Ja aus Aluminium, richtigem Aluminium und nicht wie beim SLK und Z4 bedampftes Plastik im Alu-Look. Die Roadster Scheibe ist flach, die Seitenlinie hoch. Ein wenig sieht alles aus, wie bei den uralten HORCH / AUTO UNION Rennwagen. Trotzdem ist alles übersichtlich, funktional, reduziert auf das Wesentliche.

Galerie
Testkriterien
Platzangebot vorn: eng geräumig
Platzangebot hinten: eng geräumig
Kofferraum: klein groß
Übersichtlichkeit: schlecht gut
Qualitätseindruck: minderwertig hochwertig
Fazit - Karosserie
  • + Zeitloses Design, viel Liebe zum Detail im Innenraum, verzinkt, rostfrei
  • - Keine Mittelarmlehne von Audi

Antrieb

4.5 von 5

V12, Boxer-Bi-Turbo-Sechszylinder und V8 Kompressor, so heißen die pulsierende Herzen aus den großen Sportwagenschmieden dieser Welt. Sie alle vergurken den TT 3.2 mit seinen VW-Großserienmotor. Selbst die "kleinen" 1,8 Turbos stehen besser im Futter, als der schwere V6 mit seinen 250 PS.

 

Warum die Wahl trotzdem auf den 3.2er fiel? Prestige, Langlebigkeit, Wertbeständigkeit? Nein! Fahrspaß!!!

 

Die Maschine ist ein Traum, in der Kombination mit den 6-Gang DSG Getriebe. Fast könnte man sagen, ich habe das DSG Getriebe gekauft und der Sechszylinder, hing mit dran! Leider.

 

Obwohl diese Kombination so viel Spaß macht, wie ich es bei keinen meiner anderen Fahrzeuge bis jetzt erlebt habe, ist der Motor eine Schande für Audi. Die Spaßbremse hat einen Namen, kostet knapp 150,- Euro und heißt STEUERKETTE.

 

Hier droht jedem Audi TT 3.2er Fahrer früher, oder später ein unverhältnismäßig teure (3.500,- bis 4500,- Euro) und vor allem unnötige Reparatur.

 

Auch andere Hersteller hatten diese Probleme. So wie die frühen 911er aus den 70er Jahren Probleme mit schlappen Ketten-Spannern gehabt hatten. Aber das ist ernsthaft keine Entschuldigung für Audi, denn zwischenzeitlich liegen über 40 Jahre Entwicklungs-, Produktions- und Materialforschung hinter uns.

 

Ein Fehler den ich nicht verzeihen kann. So wie mein BMW Z1 mein letzter BMW war, so wird dieser TT mein letzter AUDI werden.

Testkriterien
Motorleistung: schwach stark
Durchzug: unelastisch elastisch
Drehfreude: zäh agil
Getriebe/Schaltverhalten: schlecht gut
Verbrauch: durstig effizient
Reichweite: gering hoch
Fazit - Antrieb
  • + V6 mit DSG = Traumteam. Verbrauch unter 10 Liter möglich
  • - Steuerkettenproblem des V6 ist unverzeihlich.

Fahrdynamik

4.5 von 5

Ich bin Cruiser, was brauch ich Fahrdynamik? Doch bei der vor kurzem selbst durchgeführten Fahrwerksrevision, konnte ich nicht widerstehen. Alle alten Teile raus und durch seriennahe hochwertige Ersatzteile ersetzt. Was soll ich sagen? Es wirkt!

 

Dank Powerflex, Billstein und Co. fliegt der Roadster wieder wie ein junger Gott über die Fahrbahn. Besseres handling und sehr präzises Einlenken sind die Belohnung. Man merkt den Wagen die 10 Jahre und knapp 100.000 km nicht an.

 

Das alles in Kombination mit dem DSG-Getriebe und dem drehmomentstarken V6 Motor ergibt eine Symbiose an Fahrspaß und Dynamik, die man selten in einem Fahrzeug findet. Besondere Beachtung findet auch die sehr gute 4 Kolben-Bremsanlage, welche mit Stahlflex, EBC-Disk und Red Stuff Belegen ausgestattet wurde.

Testkriterien
Wendekreis: groß klein
Beschleunigung: langsam schnell
Lenkung: schwammig direkt
Bremsen: schwach standfest
Fahrverhalten: unausgeglichen ausgeglichen
Kurvenverhalten: unsicher sicher
Wendigkeit: träge agil
Fazit - Fahrdynamik
  • + Ein Cruiser mit sportlicher Note. Bremsen sehr gut.
  • - Hoher Verschleiß aller Fahrwerksteile

Komfort

5.0 von 5

Was ist ein Roadster? Normalerweise ein spartanisch ausgestattetes britisches Auto. Hart gefedert, mit viel Frischluft und einem Verdeck, welches seinen Namen keine Ehre macht. Der TT Roadster ist fast das Gegenteil. So sieht ein Roadster aus, wenn eine deutsche Firma sich dem Thema annimmt.

 

Auch wenn allerlei elektrische Helferlein den Komfort sicherstellen und das Fahrwerk nun wirklich nicht knüppelhart ist, empfindet man das Fahrgefühl trotzdem als Roadster typisch.

 

Wie kommt´s? Obwohl man doch einigermaßen tief sitzt und die steile Windschutzscheibe nach sehr viel Schutz vor Wind aussieht, belehrt einen eine Fahrt auf der Landstraße eines besseren.

 

Windig ist es im TT nämlich immer und überall - und so muß sich ein Roadster auch anfühlen! Zum Glück hat die deutsche Ingenieurskunst bei einem Teil vollkommen versagt: Dem Windschott!

 

Obwohl elektrisch bedienbar und voll in das Design des TT integriert, ist das Windschott vollkommen unnütz. Ich bin mir sicher, ein durch "AirScarf" verwöhntes SLK-Weichei besteigt freiwillig sicherlich keinen TT-Roadster, außer vielleicht, es ist ein zusätzliches Windschott aus dem Zubehör montieren. Not very british, even in a german car...

Galerie
Testkriterien
Federung (komfortabel): schlecht abgestimmt gut abgestimmt
Sitze vorn: unbequem bequem
Sitze hinten: unbequem bequem
Innengeräusche: laut leise
Bedienung: kompliziert intuitiv
Heizung/Klimatisierung: schwach wirkungsvoll
Fazit - Komfort
  • + Gut ausgestatteter funktionaler Roadster, perfekte Sitze!
  • - Kombi-Instrument sehr reparaturanfällig

Emotion

4.5 von 5

Wenn ich aus meinen Audi A2 aussteige und an meinen 30 Jahre alten englischen Roadster Panther Kallista vorbeigehe, dann bleibe ich immer an meinen Audi TT stehen. Drehe mich kurz um, ob niemand sonst in der Garage ist und dann steige ich ein und genieße ein wenig, die einzigartig gelungene TT-Innenausstattung.

 

Mag ein 911er schneller und in seiner Formgebung bewiesenermaßen schon ein echter Klassiker sein, die Gestaltung des Audi TT Innenraums schlägt so schnell kein anderes Auto und schon gar nicht ein Porsche 911. Vor allem die "Baseball Glove" Ziernähte der Ledersitze haben es mir angetan. Zusammen mit den unzähligen Aluaplikationen, wie zum Beispiel die Radioabdeckung, oder die Türgriffe, machen aus dem Innenraum ein Design-Paradies. Alles ist stimmig und wirkt hochwertig.

 

Wenn dann noch das Wetter mitspielt, ist es um mich geschehen. Einmal kurz den Zündschlüssel drehen und ein wirklich herrlicher Sound kommt einen aus der doppelflutigen Auspuffanlage entgegen. Das können auch Porsche, BMW und Co nicht besser! Gangschaltung auf "S" und meine Frau wartet vergeblich beim Abendbrot auf mich.

Galerie
Testkriterien
Design: langweilig attraktiv
Temperament (komfortabel): ausbaufähig realisiert
Image: negativ positiv
Fazit - Emotion
  • + Ein Klassiker, der wie ein guter Wein noch etwas reifen muß.
  • - Ich hasse AUDI für die mutlosen TT Nachfolgemodelle und den schlechten Service

Unterhaltskosten

KFZ-Steuer pro Jahr 200-300 Euro
Verbrauch auf 100 km 9,5-10,0 Liter
Inspektionskosten pro Jahr bis 100 Euro
Gebrauchtwagengarantie keine vorhanden
Werkstattkosten pro Jahr bis 200 Euro

Gesamtfazit zum Test

Aus diesen Gründen kann ich den empfehlen:

Wer einen unverbastelten Audi TT sein eigen nennt, hat gute Chancen auf Werterhalt, oder sogar Wertsteigerung in der Zukunft.

 

Single Frame-, Flügeltüren- und R8-Umbauten sind von dieser Entwicklung sehr wahrscheinlich ausgenommen. Das ist insofern ein kleines Drama, weil klassische Autos davon leben, dass es auch in Zukunft eine vitale Fangemeinde gibt.

 

Vom Porsche 911 gibt es noch alle Teile zu kaufen und man muß zugeben, Porsche repariert auch noch alle Modelljahre. Defekte Autos mit 20 Vorbesitzern sind auch beim 911 keine Seltenheit.

 

Der Unterschied ist, das die Porsche Fahrer meist solvent sind und insgesamt die Autos nicht so verbasteln. Außerdem ist ziemlich ausgeschlossen, das 18 jährige Draufgänger mit schmalen Budget einen 911er kaufen. Das junge Klientel greift eher zum Z3, Golf GTI, oder eben dem Audi TT MK1.

 

Was unglaublich positiv ist, ist der Umstand, dass es lebendige TT-Foren mit vielen aktiven Mitgliedern gibt. Nicht nur in Deutschland, sondern auch in UK. Viele Ersatzteile sind ganz großer VW-Mainstream und werden wahrscheinlich auch noch in 10 Jahren, günstig zu kaufen sein.

 

Der Audi TT 3.2 wird hoffentlich eine besondere Stellung bei den Modellen erhalten. Denn von diesen Modellen sind verhältnismäßig wenige Exemplare gebaut worden. Noch weniger mit den begehrten DSG-Getriebe. Dieser Umstand könnte sich später auf die Preisentwicklung auswirken.

Aus diesen Gründen kann ich den nicht empfehlen:

Ein Audi TT 3.2 ist verhältnismäßig teuer! Pflege und Unterhalt sind aufwendiger und kostenintensiver als bei den anderen TT Modellen. Besonders heftig wird es, wenn die teuere und aufwendige Steuerkette ausgetauscht wird. Dann sind locker mal 3 bis 5 Tausend Euro futsch. Wer ein Roadster für eine Session sucht, ist mit anderen Modellen besser bedient.

Gesamtwertung: 4.5 von 5
Das Testfahrzeug erhielt im Test durchschnittlich 4.5 von 5 möglichen Sternen
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Kommentare: 10

21.11.2014 21:35    |    Spannungsprüfer135849

KFZ-Steuer pro Jahr 400-500 Euro

Sicher?

Fürn 1.8T bezahle ich 124€ du kannst mir nicht erzählen, dass man für den 3.2 300-400€ mehr zahlen muss...

 

Und warum sind deine Hinteren Sitze so bequem, im Roadster von meinem Kumpel hatte ich keine gefunden xD

 

Die Übersichtlichkeit in meinem Coupe ist mehr als miserabel, ist die bei dir so viel besser?

 

Ansonsten schön geschrieben.

Gruß

TD

01.12.2014 12:49    |    Migo123

Hallo Terror Devil!

 

Vielen dank für die konstruktive Kritik und Dein Lob für meinen Test.

 

Ich habe noch mal genau geforscht und es stimmt, der Audi TT 3.2 kostet 236,- Euro im Jahr Steuern. Habe das gleich mal im Diagram geändert. Danke für den Hinweis.

 

Bei den nicht vorhandenen Hintersitzen, kann man natürlich keine Bewertung abgeben. Doch wie soll man das machen, wenn man bei der Bewertung keine Auswahl hat, zwischen Roadster (2-Sitzer) und Coupe (4-Sitzer) zu entscheiden? Beim erstellen des Tests bin ich davon ausgegangen, dass jedem klar sein würde, dass der Roadster ein Zweisitzer ist und habe dann einfach die Voreinstellung auf POSITIV gelassen.

 

Ich bin sehr froh, dass Du das als aufmerksamer Leser sofort messerscharf erkannt hast und Du richtigerweise daraus schlussfolgerst, das da was nicht stimmen kann.

 

Was uns zum Thema "Übersichtlichkeit" beim Roadster bringt. Da ich den Roadster, fast ausschließlich bei strahlendem Sonnenschein fahre, ergibt sich beim "Oben-Ohne" fahren, insgesamt eine ganz andere Übersichtlichkeit. Aber auch wenn mal das Dach drauf ist, ist es meiner Meinung nach besser mit der Rundumsicht bestellt, als beim Coupe. Wenn man die beiden Autos in der Silhouette, vergleicht sieht man gleich was ich meine.

 

Bin beide schon gefahren und empfinde das Coupe tatsächlich als etwas unübersichtlicher. Am besten mal einen Roadster selber fahren und sich dann ein eigenes Bild machen.

 

Noch mal vielen Dank für Deinen Kommentar und weiterhin viel Spaß in unserem TT-Forum.

Migo123

02.06.2015 02:38    |    PS-Schnecke45994

Ich selbst habe zwar nie selbst einen besessen, jedoch habe ich beim ersten Mal, als ich einen aus der Nähe gehört habe gewusst, ich MUSS einen Wagen mit diesem Motor haben!

VR6, 3,2l

oder anders gesagt: Sound pur!

Meine Wahl fiel dann auf einen Golf 5 R32 mit dem grandiosen DSG, da mir ein TT vergleichsweise zu klein war.

Und im MkII TT ist der Sound des VR6 wesentlich verhaltener, als es im 1. TT und im R32 der Fall ist.

Jedoch musste ich feststellen, dass bis auf den Sound die von VW "versprochene" Leistung nicht wirklich ankam.

Nach einer Fahrt zum Tuner mit Leistungsprüfstand klapperte sich der VR6 222 ps und 300 nm aus seinen Brennräumen.

Der Tuner meinte, dass er schon oft Wagen mit diesem Motor bei sich hatte, sei es TT, A3, R32....viele hatten die Werksangabe nicht erreicht und die Leistung sollte im Allgemeinen mit realistischeren 220-230 ps angegeben werden....also kein Wunder, dass so mancher GTI dem R32 schnell davoneilt :D

Immerhin war es nach dem Tuning Werksangaben, die man dann aber auch mehr spürte :)

Letztlich die höheren Unterhaltskosten und die dafür verhältnismäßig bescheidene Leistung ließen mich vom VR6 Sauger zum Reihensechser mit TwinScroll Turbo und wesentlich mehr Bumms umsteigen...und der klingt auch nit verkehrt :)

Alles in Allem schön geschriebener Test!

Und halte dir deinen VR6 schön in Ehren! :)

So eine Soundmaschine gibt es wohl beim VW-Konzern nicht mehr so schnell ;)

18.06.2015 10:24    |    Dofel

Ich hatte leider damals, als der 3,2 Liter TT vor ca. 8 Jahren erschien, nicht die finanziellen Möglichkeiten.

Deshalb gab es einen Jahreswagen Golf R32 mit DSG, ist ja, abgesehen von der optischen Erscheinung, fast das Gleiche.

Toller Bericht von Dir, unterschreib ich alles sofort mit zwei Anmerkungen.

1. Die Inspektionskosten von 100 Euro pro Jahr sind leicht zu tief angesetzt, allein die 60tausender Inspektion, bei der Motor-, DSG-, Haldex-Ölwechsel und Zündkerzen neu gemacht werden sollen, kostet mehr als 1000 Euro.

2. Das Steuerkettenproblem ist kein Problem, wenn man das Auto mit noch kaltem Motor nicht "scheucht", wenig Kurzstrecken fährt, bei denen der Motor überhaupt nicht richtig warm wird UND !!! jährlichen Ölwechsel mit ORDENTLICHEM Öl (z.B. Mobil 1 0W40) macht (oder nach 15000 km, je nach dem, was zuerst kommt).

Dann hält die Steuerkette das ganze Autoleben lag.

 

Ich bekomme in 2 Wochen jetzt doch noch meinen neuen TT - der R32 darf bleiben, denn der beginnt jetzt langsam, wertvoller zu werden. Es gibt nur noch ca. 3000 in Deutschland, mit DSG noch weniger und unverbastelt fast gar keine mehr zu kaufen. Die Nachfrage nach diesem "Fuel to Sound Converter" ist aber ungebrochen - obwohl er säuft wie ein Loch...

 

Also: Behalte Deinen TT - 3.2 - Quattro. Die wahre Freude daran kommt erst noch, da bin ich sicher.

27.06.2015 14:13    |    Migo123

-> Dofel

 

Vielen Dank für Deinen sachkundigen Kommentar. Es ist wie Du sagst. Die Inspektionskosten sind beim 3.2 mit DSG doch recht teuer. Mein niedriger Wert von 100 Euro war wohl ehr ein monatlicher, denn ein jährlicher Wert, vor allem wenn man regelmäßig eine Audi Vertragswerkstatt mit der Wartung beauftragt :)

 

Ich muß sagen, dass ich mittlerweile alle Reparaturen und Wartungsarbeiten selbst erledige. Das ist natürlich bei einer durchschnittlichen Fahrleistung von circa 5000km im Jahr auch machbar. Wie schon erwähnt, hilft einen eigener Sachverstand, eine kleine Werkstattausstattung und die diversen TT-Foren bei diesem Job. Außerdem stehen einem zum Glück gute TT-Spezialisten, wie zum Beispiel Manfred und TT-Eifel, mit Tipps und Tricks zur Seite, die (VW-Mainstream-)Technik des TT zu beherrschen.

 

Jährlicher Ölwechsel und niemals zulassen, dass man einen Wartungsstau hat, so müsste der TT wohl noch die nächsten 10-15 Jahre durchhalten. Und dann schauen wir mal, wie sich der MKI mit 3.2 und DSG wertmäßig eingependelt hat. Bis dahin werden bestimmt noch hier und da einige Gummis, Schläuche und Mikroschalter ersetzt werden, aber die große Technik und die verzinkte Karosserie, sollten die Zeit unbeschadet überstehen.

 

Zum Steuerkettenproblem nur so viel. Es spielt auch immer ein gewisser psychologischer Moment eine Rolle. Der Fehler ist als Schwachstelle bekannt und so ist man auf das Problem fokussiert. Ich messe einmal im Jahr die Messblöcke 208 und 209 aus und habe dort geringe Abweichung von Standardwert. Seit dem ich dem Wagen besitze verändern die sich auch nicht mehr. Trotzdem höre ich die Kette, wenn ich die Motorhaube aufmache GANZ deutlich:confused:

 

Wie gesagt, ist auch Psychologie mit im Spiel!

 

Und trotzdem ärgert es mich, dass Audi/VW hier so schwach konstruiert haben. Das hätte man mit null Mehraufwand auch verhindern können. So ist und bleibt es ein Damoklesschwert welches über jeden Audi TT 3.2 schwebt.

 

Da ich vorhabe den Wagen lange zu behalten, werde ich mich ggf. in späteren Jahren, "werbewirksam" über diese Thema auslassen und in den einschlägigen Foren berichten. Versprochen!

27.06.2015 14:46    |    Migo123

-> BlackyLee88

 

Das habe ich auch schon mal gehört, dass der 3.2 seine Werksleistung nicht bringt. Neben den stark verkokten Ketten sind vor allem die variablen Nockenwellen dafür verantwortlich. Diese können nämlich bei besonders gelängten Ketten nicht mehr optimal funktionieren, oder sind ebenfalls stark verkokt. Deshalb sollten diese Teile auch gegen neuere Versionen ausgetauscht werden, wenn man mal die alte Kette rausholt.

 

Zudem ist eine vollkommen schlecht abgestimmte Motor-Software dafür verantwortlich, dass die Werksangaben nicht erreicht werden. Hier gibt es aber Abhilfe von einen Tuner namens Zoran. Mehr dazu gibt es in diesem Forumsbeitrag: Zoran Tuning 3.2

 

Wenn ich also mal meine Kette raushole, dann würde ich auch gleich ein Softwareupdate für den Motor und das DSG machen lassen. Dann reden wir über Gesamtkosten in Höhe von 4000,- bis 5000,- Euro. Da fragt man sich natürlich, ob das in einen realistischen Nutzen-Kostenverhältnis steht. Und diese Frage beantworte ich zur Zeit mit "Nein". Denn untermotorisiert fühlt sich mein TT jetzt nicht wirklich an, zudem bin ich nicht Speedy Gonzales, sondern eher ein gemütlicher Cruiser :)

16.07.2015 23:07    |    PS-Schnecke45994

@Migo123

 

Ja was denkst du denn von welchem Tuner ich gesprochen habe? :D:D

Wollte nur keine "Schleichwerbung" machen, aber ja, bei Zoran habe ich mir den Wagen chippen lassen ;)

Meiner hatte auch keine Probleme mit Steuerkette und durch das Tuning wurde da die Angst ebenfalls etwas genommen.

Ich bin ja guter Hoffnung, dass VW, bzw. Audi irgendwann wieder auf den guten alten VR6 umsteigt....zumindest der GTI Prototyp mit Allrad und 3l V6 Bi-Turbo zeigt doch, dass eben ein gepflegter Sechsender auch nicht durch Downsizing zu ersetzen ist...

Irgendwann wird die Leistung, die sich durch Aufladung aus den Vierzylindern holen lässt, ausgebeutet sein, dann muss (hoffentlich) ein Wagen mit mehr Zylindern her ;)

Und das überlegene Fahrgefühl und Bollern, was nur ein Motor mit viel Hubraum liefern kann, gepaart mit dem direkten Ansprechverhalten eines Saugers....wird es wohl so schnell nicht mehr geben leider...

27.10.2018 01:43    |    dret

Moin,

 

schöner Test bzw. Liebeserklärung, den/die ich auch nicht besser hätte schreiben können. Der VR6 mit DSG im TT ist schon eine aussergewöhnlich TTolle Kombination. Selten hat man solch eine Symbiose aus Perfektion in der Verarbeitung, Konsequenz im Styling sowie Leistung und Sound bei Motor und Getriebe gesehen. Habe selbst einen TTRQ 3,2 in schwarz/mokassin.

 

Deiner gefällt mir auch sehr gut, gerade wegen der Lackierung. Hoffentlich hast Du ihn noch?

 

Eine „Zoranisierung“ von Motor und DSG ist natürliche Pflicht. Erst dadurch wird der Motor endlich bissig und kräftig und das DSG schaltet ordentlich. Weiterhin gute FahrTT und viel Freude!

 

VG

27.10.2018 12:34    |    Migo123

Hi dret!

 

Danke für Deinen netten und sachkundigen Beitrag. Nur zur "Beruhigung" ich habe meinen TT noch. 110.000 km hat er jetzt runter und fährt noch immer wie eine "1"!

 

Leider ist mir vor einigen Monaten die S-Line Front kaputt gegangen. Auf einer dieser fürchterlichen Landstraßen in Spanien hat es einen Schlag gegeben und nun habe ich einen tiefen Riss im unteren Bereich der Front. Reparatur wohl nicht möglich, Original Audi Neuteil sehr teuer.

 

So wie es aussieht, werde ich mir vielleicht doch eine Single-Frame Front von Rieger holen und dann auch die neue LED / TFL Beleuchtungseinheit von Wasim aus England einbauen. Der spanische TÜV macht nämlich immer wieder Probleme mit meiner TFL Einheit von Hella, weil es dort angeblich keine gültige Zulassung für Spanien gibt. Die Blinkereinheit von Wasim wird aber direkt in den originalen Scheinwerfer eingebaut. Sieht cool aus, ohne das originale Design der Scheinwerfer zu zerstören.

 

Wenn ich diesen Winter damit durch bin, veröffentliche ich hier ein paar update-Fotos. Versprochen!

 

VG

27.10.2018 18:27    |    dret

Überleg Dir das mit der SF-Front lieber nochmal. Ich bin ja der Meinung, das jeder mit seinem Auto machen soll, was er will. Aber nach dem anfänglichen kleinen Hype um die SF-Front Mitte der 2000er Jahre meine ich, dass die nicht mehr gerne genommen wird. Meiner Meinung nach zurecht.

 

Die S-Line ist tatsächlich unglaublich teuer, aber eben auch ziemlich schön.

 

Nunja, Du machst das schon.

 

VG

28.10.2018 13:09    |    Migo123

Ja, ich bin auch noch am überlegen, ob ich das wirklich mache. Am liebsten hätte ich ja die Pogea Front gehabt, weil die sich wirklich am besten in das vorhandene Design des TT einfügt. Aber die gibt es nicht mehr.

 

Die Rieger Front hat ABE-TÜV und vor allem ist sie nicht aus billigen GfK, sondern aus dem selben Material wie die S-Line Front.

 

Mal sehen, was mein Lackierer sagt, vielleicht kann man die alte S-Line Front noch mal flicken. Einmal hat er es schon gemacht...

 

Gruß

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