Zufriedenheit & Qualität
Hallo zusammen,
ich suche ein Auto der Größenkategorie VW Passat. Da es etwas günstiger sein soll, kommt kein VW "Original" in Betracht. Skoda liegt da als Alternative da natürlich auf der Hand ...
Ich habe leider keinerlei Erfahrungen mit Skoda, auch im Freundeskreis fährt keiner diese Marke. Deswegen meine (ganz allgemeine) Frage an euch: wie zufrieden seid ihr mit Skoda? Wie sieht es aus mit Qualität, Verarbeitung, Haltbarkeit, Service, etc.? Sind die Fahrzeuge wirklich vergleichbar mit dem "Original" oder merkt man doch, dass hier und da gespart wurde?
Ich finde, Skoda präsentiert sich ganz gut. Auch von der Optik ist der Superb gefällig. Ich frage mich aber, ob das Ganze auch 6 Monate nach Kauf noch Spaß macht und wie hoch die Abstriche zur VW Qualität sind ... oder spart man hautpsächlich nur am fehlenden VW-Logo?
Vielen Dank für eure Antworten!
Beste Antwort im Thema
Hallo,
hier meine Erfahrungen als bekennender Funktionalist zu:
SKODA Superb Combi, 2.0 TDCI (125 kw, 6-Gang), 4x4 Elegance inkl. Schlechtwege-Paket, Platin-grau,
Import DK, EZ 04/2011;
Laufleistung: 130' km , Verbrauch nach Tankaufstellungen: 6,39 ltr/100km
Garantieverlängerung auf 4 Jahre / 160'km
Bereifung bei Auslieferung: 225/45 R17-94Y Pirelli;
Reifensätze: 4 (je 2x So, auch GOODYEAR EAGLE F1/ 2x Wi 205/55 R16 DUNLOP Winter 3D);
Schraubensatz für Alu- und Stahlfelgen identisch;
Inspektionen: gem. BC alle 30' km ; Öl: Meguin Compatible gem. VW Spezifikation Longlife Öl;
Reparaturen:
a) Garantie: Riß an Achsmanschette vo.li.; Ölverlust an Turboentlüftung; Tausch AGR-Ventil bei 110';
b) Sonstige: Bremsscheiben + Beläge hinten bei 90'km, -vorne bei 120' km; 3x Birnchen (2x Standlicht, 1x Kennzeichenbeleuchtung).
Fazit:
Der SC macht , was er soll - er fährt sich einwandfrei, kommt überall durch und macht Spaß, mit viel Platz, guter Übersichtlichkeit, geringem Wendekreis, weit öffnender Heckklappe!, und: mit einem kaum zu schlagenden Kosten-Nutzen-Verhältnis.
Das Schlechtwege-Fahrwerk konnte vorher weder besichtigt, noch erlebt werden - und sorgt für eine angenehme Überraschung: keine Einbußen im Federungskomfort, aus realen 20mm werden 'gefühlte 50mm' Mehrabstand zum Asphalt; das Ein-und Aussteigen, wie auch das Sitzerlebnis wird für alle Fahrgäste ein Positiveres.
Einfache , aber funktional sinnvolle Lösungen sind mehr als nur Gimmicks (klappbare Taschenhaken, Regenschirm, der Klappmechanismus der Rückbank, Zusatzfach in der Mittelarmlehne hinten, verschieb- und anstellbare Armablage vorne ...
Es wurde bewusst auf das Panorama-Schiebedach und Lederausstattung verzichtet, wie auch auf das herstellereigene NAVI (2011 eines der langsamsten Systeme) - statt dessen ein gutes, aber deutlich günstigeres MobilNavi mit Lifetime-Updates, eingesetzt.
Das Design ist wie immer Geschmackssache - persönlich gefällt die zeitlose Eleganz, frei von in Blech gefalzter Einfaltslosigkeit verzweifelter Designer, Neues produzieren zu müssen oder dem kleinsten wie dem größten Modell 'Einheitlichkeit in der Erscheinung' überkippen zu müssen ... was nun bei Skoda nach dem Facelift 2014 i.V.m. FABIA, RAPID und OCTAVIA am Frontgrill und in der Heckklappe leider auch eingesetzt hat.
Ja, das bekannte "Haar in der Suppe" findet sich auch bei meinem SC in zweifacher Ausführung:
1. Im Bereich von 1200-1500 Upm (bevorzugter Bereich der Gangschaltungsanzeige im BC) fährt er sich "dröhnig" -da hilf es auch nicht, zwischen Luftfilterbox und Ansaugkanal (beides aus Kunststoff und schwingungsförderlich miteinender verbunden) einen Styroporblock zu klemmen. Auch dem Tip, den Luftfiltereinsatz per Schraube im Gehäuse zu fixieren, bin ich noch nicht nachgekommen, sondern fahre lieber mit 1600 Upm.
2. Der Lack scheint auf Kunststoffteilen (Stoßstange) bei meinem SC mit unzureichendem Haftgrund aufgetragen zu sein - um zwei Steinschlagschäden (ärgerlich, aber unvermeidbar) hebt sich der Lack wie bei "Luftblasen unter einer Folie" (?).
Das war's dann schon mit den Mängelfeststellungen.
Qualität: Es finden sich an zahlreichen Stellen die Markenzeichen des Konzerns (VW und AUDI), insofern kann ich keine Abstriche erkennen. Die sich daraus ergeben Kostenvorteile wurden von anderen im Forum schon erwähnt.
Das Gebläse ist deutlich leiser als im aktuellen A6, bei dem schon auf Stufe II der 'Stör-Level' erreicht wird. Die Geräuschentwicklung des Motors ist im Fahrbetrieb angenehmer als ein MB 220 CDI gleichen Jahrganges, der Fahrkomfort angenehmer als im FORD Mondeo (2000-2011); die Sitzheizung strahlt angenehm bis in Nierenhöhe; die autom. Absenkung des Beifahrerspiegels erleichtert Parkmanöver im Rückwärtsgang; 3-fach Memory für den Fahrersitz läßt sich für wechselnde Faher/innen oder FahrModi (Stadt / Autobahn) programmieren.
Wer nicht auf die "totale Entmündigung des Autofahrers durch Assistenten" setzt, kann derzeit wohl keine bessere Kombination im SC finden(?). Ein Fall für Wiederholungstäter? Ja.
Gute Fahrt :-) !
Practicus
35 Antworten
Fahre den Superb 2.0 TDI mit 125 KW, bin sehr zufrieden. Besonders weil die Reparaturen günstiger ausfallen. Keine Mehrlenkerachse und keine el. Handbremse usw. Vom Komfort steht er dem Passat in nichts nach.
Fahre den Superb 2.0 TDI mit 125 KW, bin sehr zufrieden. Besonders weil die Reparaturen günstiger ausfallen. Keine Mehrlenkerachse und keine el. Handbremse usw. Vom Komfort steht er dem Passat in nichts nach.
Du machst Abstriche bei
- Qualität
- Kundenbetreuung
ansonsten kann man den Superb kaufen, meiner ging aber nach 1,5 Jahren wieder weil ich selbst nach einigen Umbauten und rumprobierereien keine ordentliche Fahrwerksabstimmung bekommen habe und er mir im Innenraum zu laut war.
Hallo,
Fahre einen 3.6l V6 Superb Kombi.
Davor war ich immer mit Audi unterwegs.
Da spürt man schon den Unterschied. Verarbeitungsqualität ist etwas schlechter und Technik einfacher..
Aber alles aus WV-Baukasten. Bin in grossen und ganzen zufrieden.
Ist eine gute Alternative zu VW.
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Ich behaupte mal, dass es bei der vier Zylinder Diesel Massenware nahezu egal ist, ob du Passat oder Superb fährst. Geschmackssache. Aber nirgendwo fährt man so spottbillig einen großen 6-Zylinder. In der Anschaffung ist der billiger als der kleine DieselMotor.
Man sollte wissen, worauf man Wert legt. Ich fahre sowohl den Passat als auch den Superb VFL beide als Kombi und beide mit 103 kW TDI.
Passat als Dienstwagen aktuell 140.000 km
Superb privat aktuell 32.000 km
Meine Eindrücke:
Vorteil Passat
- bessere Geräuschdämmung, leiseres Motorgeräusch
- geringfügig höhere Endgeschwindigkeit
- mehr Optionen wählbar
- besseres Fahrwerk
Vorteil Superb
- mehr Platz, besonders hinten
- bessere Materialanmutung innen
- ausstattungsbereinigt besserer Preis
- zurzeit hohe Rabatte, weil Modellwechsel 2015
Mein Tipp: Wenn den Superb, dann das jetzige Modell kaufen, der neue wird qualitativ eher nachlassen, was Materialien und Verarbeitung angeht. Das konnte man bei anderen Modellen in letzter Zeit auch bemerken, wo ein Modellwechsel war. VW muss Skoda wieder auf Abstand bringen, lt. Herrn Winterkorn war der Superb zu gut bis jetzt....
Ich stimme dir vollkommen zu, jedoch bei einem Punkt komm ich nicht ganz mit - was genau findest Du denn an der Materialanmutung im Superb besser?
Servus,
ich fahre seit August einen Skoda Superb Combi Exclusive mit dem 103 kW TDI Motor als Firmenwagen.
Der Wagen hat aktuell knapp 16 Tkm auf der Uhr und ich bin sehr zufrieden.
Hatte in der Entscheidungsphase abzuwägen zwischen Passat Variant in der Comfortline Ausstattung und meinem Superb. Hinsichtlich Qualität und Materialanmutung konnte ich keine großen Unterschiede feststellen.
Auch empfand ich den Passat nicht als wirklich leiser, ausschlaggebend war für mich einfach das mehr an Auto und Ausstattung, was ich beim Superb bekommen habe.
Gruß
ebe206
Ich fahre seit etwas über einem Jahr den Superb als Kombi mit 170PS-Diesel in der "günstigen" Ambition-Version mit Allrad. Vorher hatte ich einen Mercedes S203. Das hier der Vergleich hinkt ist klar.
Der Superb ist es geworden, da der Oktavia gegenüber der C-Klasse deutlich lauter im Innenraum (gemessen im Vergleich zur C-Klasse und dem Superb) war. Da ich immer mit vollem Kofferraum unterwegs bin (Dienstleister), mußte es ein Allradler werden (Den Oktavia gab es zu dem Zeitpunkt nicht mit DSG und Allrad).
In der Familie gibt es z.B. auch noch VW. Hier kann ich aus momentaner Sicht sagen, daß Skoda auf KEINEN Fall im Service nachsteht - im Gegenteil. (Ist aber regional sicherlich wechselnd)
Der Superb ist ein gutmütiges Arbeitstier, daß seinen Dienst tut, wie es soll. Im Normalbetrieb brauche ich rund einen Liter Diesel weniger, als mit dem 6-Zylinder-Diesel vom Benz (der Vierzylinder wird halt schneller warm). Auf Langstrecke, unter Belastung oder bei schnellerer Fahrt war der Benz klar im Vorteil, auch vom Verbrauch (der Superb ist aber auch größer und hat Allrad).
Wenn die regionale MB-Werkstatt servicefreundlicher gewesen wäre, würde ich sicher einen gebrauchten E-Klasse-Kombi fahren - so wurde es ein Neuwagen bei gleichen Anschaffungs- aber niedrigeren Folgekosten. Für's gleiche Geld, wäre es bei VW wieder nur ein Golf-Variant geworden, den es wieder (wie beim Oktavia) nicht mit DSG UND 4x4 gegeben hätte.
Alles in Allem bin ich (im Moment), nach 14 Monaten und etwas über 27TKM, mit dem Auto zufrieden und fahre es gern. Das wirkliche Statement gibt es in knapp drei Jahren, nämlich wenn die Finanzierung ausläuft und die Frage steht, ob behalten oder wechseln. Dann wird das Auto rund 100TKM haben, die Garantie zu Ende sein, es sich beweisen, wie es sich verhält, wenn das "zweite" Leben beginnt. Bisher habe ich Autos da gerade erst erworben.
Gruß, HUK
Zitat:
@Avensis1246 schrieb am 5. Dezember 2014 um 11:11:58 Uhr:
Ok, vielleicht nicht ganz fair.
Passat = Trendline
Superb = Elegance
Wobei das für die große Teile der Innenausstattung völlig egal ist, denn der Kunststoff bleibt der Gleiche im Bereich Armaturenbrett oder Mittelkonsole.
Also Qualität ist wirklich nicht das Problem bei Skoda, denn die Autos sind häufig besser zusammengebaut wie die Konzernbrüder und stehen lt. meinen Quellen auch seltener in der Werkstatt wegen technischen oder mechanischen Defekten.
Image und weniger Ausstattungsmöglichkeiten bzw. nicht die neuesten Features sind das Hauptproblem für Manchen, der von Audi, MB, BMW oder VW kommt.
Wer damit klarkommt, der bekommt mit dem Superb ein solides und preiswürdiges Fahrzeug, welches eine bei Weitem ausreichend gute Geräuschdämmung und Oberflächenanmutung hat.
Hallo zusammen,
ich fahre seit einer Woche einen Superb Combi in Elegance Ausstattung mit 2.0 TDI 125Kw und DSG.
Der Wagen ist aus 02/14 und hat ein halbes Jahr als Mietwagen bei Sixt gelaufen. Kilometerstand 30TKm.
Das Auto hat mich bei der Probefahrt relativ schnell überzeugt. Wahnsinnig viel Platz, gute Fahrleistungen, blitzschnelles sanftes Getriebe und eine gute Verarbeitung. Einzig das Dieselbrummen bei Stadttempo empfinde ich noch als leicht störend.
Im Vergleich zu meiner bisherigen Mercedes C-Klasse ist das Geräuschniveau ungefähr gleich (ausgenommen das Brummen im Stadtverkehr). Die Materialanmutung im Innenraum ist um Welten besser als beim W204 Vormopf. Das Türenschließgeräusch enttäuscht leider, kann nicht mit der C-Klasse mithalten.
Letztendlich hat mich aber der Preis (24.900€) und das Garantiepaket (noch 38 Monate bis 90Tkm) überzeugt. Nirgendwo bekommt man für diese Konditionen ein so großes, gut ausgestattetes und fast neues Auto.
Ob die Qualität auch bei 100Tkm noch stimmt wird sich zeigen...
Gruss
Ich habe mir auch einen Superb Combi Exclusive 2.0TDI 125kW DSG aus dem Sixt-Pool gekauft (EZ 2/14, 30Tkm, 23.700€).
(@MaHoDo05 - wirklich einen Elegance ? Bei uns in PLZ 9x gab es zumindest nur Exclusives, dafür ca. 30 Stück, aus dem Sixt-Pool).
Komme vom Mondeo MK3 (Benziner) und muss sagen - der Superb ist um einiges besser. Als 198cm großer Fahrer findet man nicht sonderlich viele Fahrzeuge die eine bequeme Sitzposition bieten und schon gar nicht genügend Beinfreiheit für die Fondpassagiere. Der Superb kann beides. Im direkten Vergleich zu unseren Firmen-Passat und A4 sitze ich ausserordentlich bequem. Der Kofferraum ist riesig, und auch sehr praktisch aufgeräumt. Im rechten Seitenfach das ganze Kleinzeug (Verbandskasten, Warndreieck, Abschleppseil, Starthilfekabel, Spanngurte), im doppelten Ladeboden 2 Klappkisten, Dachständer, die Aluschiene und den Gurt aus dem Lademanagement und das linke Seitenfach noch leer.
Der Motor läuft angenehm leise, lediglich morgens wenn es kalt ist, nagelt er etwas härter. Dauert aber nicht lange und er schnurrt nur noch. Was mich begeistert ist daß er sehr schnell warm wird im Innenraum. Hatte ich echt Bedenken wegen Diesel und großer Innenraum = kalt).
Der Verbrauch ist auch ok, bin bei 7,9 gestartet (da waren zugegebenermaßen viele Autobahnpassagen dabei mit entsprechend Speed und auch Staus) und bin nun bei 6,3.
Den Superb würde ich jederzeit wieder kaufen.
Zitat:
@MaHoDo05 schrieb am 6. Dezember 2014 um 23:19:20 Uhr:
Hallo zusammen,ich fahre seit einer Woche einen Superb Combi in Elegance Ausstattung mit 2.0 TDI 125Kw und DSG.
Der Wagen ist aus 02/14 und hat ein halbes Jahr als Mietwagen bei Sixt gelaufen. Kilometerstand 30TKm.Das Auto hat mich bei der Probefahrt relativ schnell überzeugt. Wahnsinnig viel Platz, gute Fahrleistungen, blitzschnelles sanftes Getriebe und eine gute Verarbeitung. Einzig das Dieselbrummen bei Stadttempo empfinde ich noch als leicht störend.
Im Vergleich zu meiner bisherigen Mercedes C-Klasse ist das Geräuschniveau ungefähr gleich (ausgenommen das Brummen im Stadtverkehr). Die Materialanmutung im Innenraum ist um Welten besser als beim W204 Vormopf. Das Türenschließgeräusch enttäuscht leider, kann nicht mit der C-Klasse mithalten.Letztendlich hat mich aber der Preis (24.900€) und das Garantiepaket (noch 38 Monate bis 90Tkm) überzeugt. Nirgendwo bekommt man für diese Konditionen ein so großes, gut ausgestattetes und fast neues Auto.
Ob die Qualität auch bei 100Tkm noch stimmt wird sich zeigen...Gruss
Das kann ich soweit unterschreiben - vor dem Superb hatte ich ebenfalls einen W204, das war mein bisher miesestes Fahrzeug und zwar in allen belangen.