Woher kommen die Unterschiede beim Verbrauch des 530d (LCI) ?

BMW 5er F11

Hallo zusammen,
ich bin zur Zeit auf der Suche nach einem 530d xDrive Touring für meinen Vater.

Wir interessieren uns für Fahrzeuge ab 10 / 2015.

Was uns jedoch immer wieder auffällt, sind die unterschiede bei den Verbräuchen und den CO2 Ausstößen.

Beispiel:
Fahrzeug | Baujahr | kombiniert - innerorts - außerorts | CO2-Ausstoß

530d xDrive | 08 / 2015 | 5,7L - 6,7L - 5,1L | 149g/km

530d xDrive | 01 / 2016 | 5,7L - 6,7L - 5,1L | 159g/km

530d xDrive | 05 / 2016 | 5,7L - 6,7L - 5,1L | 149g/km

530d xDrive | 06 / 2016 | 6,0L - 7,1L - 5,4L | 159g/km

Wodurch kommen diese Unterschiede? Warum hat der zweite trotz niedrigerem Verbrauch als der vierte in der Liste trotzdem den gleichen CO2 Ausstoß? Warum hat der erste in der Liste trotz älterem Baujahr einen niedrigeren Verbrauch und niedrigeren Ausstoß als der vierte in der Liste?

Uns ist klar, dass die NEFZ Werte im echten Leben nicht erreichbar sind, doch wird der tatsächliche Verbrauch wahrscheinlich dann auch in der Realität höher sein.

Ausstattungen sind dabei jedoch identisch / vergleichbar.

Uns ist bei einer Probefahrt mit einem 535dx aufgefallen, dass der Verbrauch niedriger war als der eines 530dx, obwohl wir den 35er deutlich mehr gefordert haben. Lag dies eventuell daran, dass es einer von den 530ern war, die wie der vierte in der Liste mit höherem Verbrauch und Ausstoß angegeben sind?

Vielen Dank im Voraus.

Liebe Grüße
Benni

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Werksangaben. Reine Marketing-Lügen. Kunde wird für deppert verkauft.

Rechne mit 40% (sehr ruhige Fahrweise, flache Straßen und Gelände) bis 120% (Herbrennen, Profil egal 😁) mehr.
Keine Sorge, die Fahrzeuge liegen alle auf ähnlichem Niveau. So weit drüber, dass es irrelevant ist.

Und auf den Verbrauchs-Portalen scheinen fast nur Bummler unterwegs zu sein. Aber wozu kauft man dann so ein Auto?
Unter 8-9 Liter fährst Du den nicht.
Nichtmal ohne X-Drive.

Und gleich geht das Geschrei wieder los 😁
Leute, werdet endlich realistisch (uups, ist mir so rausgerutscht 😁).

Gruß

k-hm

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Zitat:

@k-hm schrieb am 10. März 2017 um 14:14:57 Uhr:


@TheChemist:
Das ist bemerkenswert. Bei Deinen aufgezählten Situationen würde mein Fahrzeug jeweils zwischen 1 und 2 Liter höher liegen.

Gruß

k-hm

Ich vermute mal, Du hast wie die Mehrheit der 530d-Besitzer ein Automatik-Fahrzeug. Im NEFZ-Zyklus verbraucht das Automatik-Fahrzeug weniger als der Handschalter, in der Praxis ist das genau anders herum. Im Wesentlichen hat das zwei Gründe:

  • Das "spritsparende" Schaltverhalten der Automatik im NEFZ-Zyklus stellt sich nur im ECO-Modus ein. Die wenigsten Automatik-Fahrer dürften aber in diesem völlig "spassbefreiten" Fahrmodus unterwegs sein. Bei einem Handschalter bestimmt der Fahrer das Schaltverhalten, unabhängig vom gewählten Fahrmodus.
  • Um die angeblichen "Schaltfehler" der Fahrer von Fahrzeugen mit Handschaltgetriebe im NEFZ-Modus "adäquat" abzubilden, schreibt die Prüfnorm vor, das beim Handschalter im NEFZ-Prüfzyklus 500 U/min "zu spät" geschaltet wird.

Offensichtliches Ziel ist die möglichst weite Verbreitung von Automatikgetrieben (auch im "Massensegment"😉. Über die Gründe kann ich nur spekulieren. Vermutlich sind Automatikgetriebe für den Gesetzgeber besonders attraktiv, weil man bei diesen (ggf. auch noch nach Erstzulassung des Fahrzeugs, durch Software-Zwangsupdate) ein "umweltfreundliches" Fahrverhalten einprogrammieren kann.

Hm, ich fuhr bis etwa Januar sehr viel Eco Pro. Die 8G-Sportomatik schaltet vorbildlich, nämlich bei 1500 1/min, dann zurück auf rund 1000 1/min. Viel weniger geht nicht ruckfrei bei ordentlich Gas.
Ich mache das auch oft manuell, surfe extrem niedertourig auf der Drehmomentwelle, wenn ich überland fahre.

Habe das schon oft probiert. Konsequent mal über ein paar 100km durchgehalten.
Und dann mit dem "normalen" Eco Pro verglichen.... verbrauchsmäßig kein Unterschied.
Auch wenn ich auf Comfort oder Comfort+ schalte, ändert sich am Verbrauch nichts.
Erst auf "Sport" steigt er (Schaltpunkte spät, dreht höher).
Seitdem fahre ich fast nur noch im Comfort-Modus, weil Eco Pro nichts bringt und das Fahrzeug träge macht.

Was schalten betrifft:
Mit dem Golf 6 2.0 TDI 110PS aus 2009 meiner Frau (5-Gang-Schaltung, Euro 5) fahre ich dasselbe Cruise-Profil mit 4,3 bis 4,8 Litern), wo mein F11 so um die 8 Liter braucht.
Es liegt am Fahrzeug, nicht am Fahrer. Da bin ich inzwischen sicher.

Und ja, ich würde zu gerne (!) mal einen F1x 530d mit Schaltung fahren. 😁

Gruß

k-hm

Zitat:

@k-hm schrieb am 10. März 2017 um 14:38:32 Uhr:


...
Mit dem Golf 6 2.0 TDI 110PS aus 2009 meiner Frau (5-Gang-Schaltung, Euro 5) fahre ich dasselbe Cruise-Profil mit 4,3 bis 4,8 Litern), wo mein F11 so um die 8 Liter braucht.
Es liegt am Fahrzeug, nicht am Fahrer. Da bin ich inzwischen sicher.

Und ja, ich würde zu gerne (!) mal einen F1x 530d mit Schaltung fahren. 😁
...

Die Verbrauchswerte des Golf erscheinen mir plausibel. Habe einen Kollegen, der bei gleicher Fahrstrecke und gleichem Fahrstil mit seinem Golf immer ca. 0,75 bis max. 1,0 l/100 km unter meinen Verbrauchswerten bleibt.

Einen 530d mit Schaltgetriebe gibt es jetzt nur noch als Gebrauchtfahrzeug. Seit dem F10/F11 LCI wird der nur noch mit Automatik ausgeliefert. Bei älteren Fahrzeugen (ab einem Alter von 5 bis 7 Jahren) ist das Schaltgetriebe bei einem Verkauf entgegen dem MT-Mythos kein Verkaufshindernis. Ich habe immer Käufer gefunden, die genau das gesucht hatten (das waren bisher Türken, Marokkaner oder ähnliches, i. d. R. Leute, die regelmäßig mit dem Wagen auch in ihrem Heimatland unterwegs sein wollten ...).

Hallo

fahre unseren 530xd, Bj.15, mit 17" Serienbereifung. Sommer Michelin Primacy nonRFT, Winter Bridgestone Werksauslieferung RFT.
Verbrauchsunterschied: Winter auf Langstrecke mindestens plus 0,5 Liter, also längere Warmlaufphase spielt hier keine Rolle, Mehrverbrauch durch Bridgestone RFT.

Letzlich können ja wohl so geringe Verbrauchsunterschiede nicht "kriegsentscheidend" sein.

Gruß B-Bernie

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Zitat:

@Chaosmanager schrieb am 10. März 2017 um 14:13:55 Uhr:



Zitat:

@[A2]andrè schrieb am 10. März 2017 um 14:11:43 Uhr:


Ebenso ist es aber möglich, dass man im Zuge des sogenannten Dieselskandals entschieden hat, die Stickoxide auf Kosten eines höheren Verbrauchs zu senken,

... und was hat der CO2-Wert Deiner Ansicht nach mit den Stickoxiden zu tun???

Gruß
Der Chaosmanager

Hohe Verbrennungstemperaturen bei dieseltypisch hohem Luftüberschuss führen zur Aufspaltung von N2 aus der Luft und zur Bildung von NOx.
Was kann man also innermotorisch tun zur Absenkung von Verbrennungstemperatur und Luftüberschuss?
Richtig, Abgas zuführen und/oder mehr einspritzen.
Wozu führt geringere Verbrennungstemperatur? Zu geringerem Wirkungsgrad. Mehr Verbrauch.
Wozu führt mangelnder Sauerstoff? Mehr Russ. Weniger Wirkungsgrad. Mehr Verbrauch.

Ich bin mir nicht sicher, ob der xDrive noch eine Abgasrückführung hat. Weiterhin unterstelle ich, dass bei höheren Lastanforderungen nicht die notwendige Menge an AdBlue zugeführt wird, weil sonst der Zusatztank viel zu schnell leer wäre.
Was müsste man an dieser Stelle also tun - mehr Sprit als für eine effiziente Verbrennung notwendig zuführen...

Zitat:

@blueXtreme schrieb am 10. März 2017 um 14:15:07 Uhr:



Zitat:

@C 37 RS schrieb am 10. März 2017 um 11:42:16 Uhr:


Das liegt an den Rädern 😉
17 Zoll
18 Zoll
19 Zoll
Je nach dem was ab Werk (!) verbaut wurde, ist der CO2-Ausstoß unterschiedlich und auch maßgeblich für die KFZ-Steuer.

Mit den Extras /Sonderausstattungen hat das nichts zu tun.

Hi,
auch dies ist leider nicht die Lösung.

Alle 530d sind mit 8J x 18" Felgen und identischen Reifen versehen. Da es bei diesen Fahrzeugen durch die Bank um Mietrückläufer handelt, würde es mich wundern, wenn dort etwas geändert wurde.

Mich würde es auch wundern, wenn die "Luxury Line" - Modelle des 530d xDrive Touring sich bei den Rädern unterscheiden. Darüber hinaus sollte 17" beim 530er doch garnicht passen, oder?

Cheers!
Benni

Doch, das ist die Lösung 😉 Schau doch mal in den Prospekt. Oder in den Konfigurator. Dort ist je nach Rädergröße der CO2-Ausstoß unterschiedlich angegeben - der Verbrauch natürlich analog dazu.

Und du schreibst selbst, es sind alles ex-Mietwagen. Die stehen auch im Sommer auf Winterrädern 18 Zoll, nämlich auf der Felge 328 (oder war es die 365?). Ist immer gleich.

Zitat:

@TheChemist schrieb am 10. März 2017 um 14:24:55 Uhr:


    Um die angeblichen "Schaltfehler" der Fahrer von Fahrzeugen mit Handschaltgetriebe im NEFZ-Modus "adäquat" abzubilden, schreibt die Prüfnorm vor, das beim Handschalter im NEFZ-Prüfzyklus 500 U/min "zu spät" geschaltet wird.

DAS ist mal interessant... damit hatte ich nicht gerechnet. Als jahrelanger effizienter Schaltwagenfahrer bin ich auch der ansicht, dass man die Automatik dazu zwingen muss, so effizient zu fahren, wie ich es manuell würde. Aber dass sogar die Norm ein Beschiss (am Optimum) ist, hätte ich nicht gedacht. Wieviele suboptimale 0815-Fahrer trotz falscher Zeitpunkte die Normverbräuche nicht erreichen ist allerdings auch deutlich zu sehen... weites Feld. 🙂

Aufwachen! Lobbyisten!

Zitat:

@kanne66 schrieb am 11. März 2017 um 07:32:13 Uhr:


Aufwachen! Lobbyisten!

So isses.

Zitat:

@raymundt schrieb am 10. März 2017 um 11:09:15 Uhr:


Bei meiner Suche nach einem 530er sind mir diese Verbrauchsunterschiede auch aufgefallen.
Erklären kann ich mir das nur durch z.B. Unterschiede in der Ausstattung, die sich auf den Cw Wert, das Gewicht auswirken.

Sicher nicht. Bei einer gewissen Menge Kraftstoff entsteht eine gewisse Menge Kohlenstoffdioxid. Ich tippe auf Tippfehler.

Ist die Start-Stop Automatik eigentlich vorteil- oder nachteilhaft für den Verbrauch?

Zitat:

@Pulpman schrieb am 11. März 2017 um 20:52:50 Uhr:


Ist die Start-Stop Automatik eigentlich vorteil- oder nachteilhaft für den Verbrauch?

Ein ausgeschalteter Motor verbraucht keinen Sprit, oder?
Also... 😉

Zitat:

@Pulpman schrieb am 11. März 2017 um 20:52:50 Uhr:


Ist die Start-Stop Automatik eigentlich vorteil- oder nachteilhaft für den Verbrauch?

Wer viel in der Stadt fährt, spart viel. Autobahnfahrer sparen gar nichts.

Klingt schlüssig..... 😁

Zitat:

@Pulpman schrieb am 11. März 2017 um 20:52:50 Uhr:


Ist die Start-Stop Automatik eigentlich vorteil- oder nachteilhaft für den Verbrauch?

Kommt ganz drauf an:
Im extremen "Stop-and-go"-Verkehr (Berufsverkehr im großstädtischen Ballungsgebiet) führen häufige kurze Ausschaltphasen (10 bis max. 15 sec) zu einem erhöhten Verbrauch. Da spart man eher, wenn man die Start/Stop-Automatik deaktiviert. Vor roten Ampeln kann man theoretisch ein wenig Sprit sparen (fraglich, ob sich das im Durchschnittsverbrauch bemerkbar macht). Allerdings auch nur, wenn die Ampelphasen nicht zu kurz sind.
Und da, wo jeder normale Fahrer den Motor abschaltet (auch ohne Start/Stop-Automatik), z. B. vor geschlossenen Bahnschranken, spart man am meisten ...

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